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Abendstern
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« am: 11. Oktober 2006, 00:57:25 » |
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Wie ein Blatt im Wind
Ziellos flattert es umher, mal schneller, mal langsamer, mal liegt es am Boden, dann trägt der Wind es wieder davon.
Es hat keinen Halt mehr, keinen Ast, an dem es sich festhalten kann. Kein Baum, der ihm Schutz bietet, es mit dem Nötigsten versorgt.
Es fliegt ganz allein umher, kein Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit, die es mit den anderen Blättern am Baum teilen könnte.
Es ist ganz verloren, es flattert ganz allein.
Noch nimmt der Wind es mit davon, weit weg, zu einem unbekannten Ziel. Doch das Blatt ist müde und welk, es steckt keine Kraft mehr darin.
Alle Kraft ist aufgebraucht, langsam sinkt es zu Boden. Und kein noch so starker Sturm, kann es wieder zum Leben erwecken.
Denn es ist all seiner Wurzeln, all seines Halts beraubt, ohne die es keine Kraft schöpfen, ohne die es nicht weiterleben kann.
Es ist ganz allein - es ist verloren.
(Iris)
Durch Euch bin ich nicht mehr ganz allein, - Danke all denen- die mich bisher hier begleitet haben.
Ich sammle wieder Kraft, ich stehe wieder auf, wenn mir auch die nährenden Wurzeln fehlen. Ich bin wie das fallende Blatt, ohne Halt, ohne Ziel. Ohne Hände, die mich auffangen könnten.
Ich muss meinen Weg alleine finden. Manchmal kann mir der ein oder andere ein wenig durch aufmunternde Worte helfen. Ihr wisst gar nicht, wie wichtig solche Worte sind, wie oft lebensnotwendig! Dank an diejenigen, die sie finden und damit ein wenig Mut machen, auf dem Weg.
Aber ich will nicht das welkende Blatt sein, ich will wieder auferblühen. Der Weg ist weit, der Weg ist schwer, aber dennoch gebe ich nicht auf. Ist das Blatt auch im Moment ziellos und haltlos, so wird es ein neues Ziel, eine neue Aufgabe geben.
Die Kraft hat sich in den letzten Wochen verbraucht, aber langsam erhole ich mich.
Es wird auch wieder Frühling werden.
Darauf hoffe ich, darauf vertraue ich.
Viele Grüße Abendstern
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