Hallo Madleen,
obwohl ich solange ich denken kann, an der Angst leide, mich übergeben zu müssen, oder dabei zu sein, wenn andere sich übergeben, oder überhaupt mit dem Thema erbrechen konfrontiert zu werden, habe ich soeben erst erfahren, dass es dafür ein Krankheitsbild gibt...
Ich bin 38 Jahre alt und war die letzten Jahrzehnte sehr viel damit beschäftigt meine Angst zu verbergen. Ich lebe an sich ein ganz normales Leben. Aber eben mit einem großen Paket von Vermeidungsverhalten (nicht dahin, wo viel getrunken wird, keine Flug- oder Schiffsreisen, eigentlich gar keine öffentlichen Verkehrsmittel, wenn irgendwo irgendjemand von einem Magen-Darm-Virus redet, ergreift mich die Panik und ich vermeide es aus dem Haus zu gehen, Freunde zu treffen, ja selbst den Kontakt mit meinem Partner).
Ich bin sooo erleichtert, hier zu lesen, dass ich nicht einfach hysterisch oder total verkorkst bin und dass es tatsächlich auf diesem Erdball noch Menschen gibt, denen es genauso geht.
Ich habe übrigens schon verschiedene Gesprächstherapien gemacht, aber über dieses Thema habe ich immer geschwiegen, weil es mir einfach so unglaublich peinlich war.
Und noch etwas: Als ich vorhin nach Hause kam, hatte mir die Katze auf den Teppich geko**

Ich habe die Katze seit November und obwohl mir natürlich klar war, dass das eines Tages kommen würde, bin ich nun in heller Aufregung, beobachte sie argwöhnisch und frage mich, ob ich damit in Zukunft zurechtkommen werde. Und gleichzeitig schäme ich mich so sehr dafür.
Ich meine, es ist doch einfach nur ein ganz normaler körperlicher Vorgang...
In Hoffnung auf einen regen Austausch, viele Grüße aus München