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Anndra
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« Antworten #25 am: 20. November 2006, 03:40:15 » |
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Hi Tobi, da reih ich mich doch glatt ein,bei denen die "nichts begreifen können oder wollen".Da sind wir dann schon vier. Ich frage mich woher deine Gewissheit kommt,dass nur du die absolute Wahrheit kennst? Du predigst hier von "Meinungen akzeptieren" aber tust es selber auch nicht.
Ich hab es schon mal geschrieben: Jeder ist für sein eigenes Leben verantwortlich,natürlich! Aber das heißt noch lange nicht,dass jeder verantwortlich damit umgeht und etwas sinnvolles daraus macht. Gut,wenn du meinst du mußt dich umbringen,bitte,deine Sache,aber erwarte nicht,dass dich dafür jemand lobt oder gar liebt.Verständnis bekommst du sicher,wenn du über deine Probleme sprichst und Anerkennung,wenn du dich mit ihnen auseinandersetzt.
Und Selbstmörder sind nicht mutig! Es ist viel mutiger sich den Schmerzen und der Krankheit zu stellen und das Leid zu ertragen und trotzdem immer weiter zu kämpfen,obwohl man kaum noch Hoffnung auf Besserung hat.Das nenn ich mutig!Diese Menschen haben meinen Respekt und meine Hochachtung. Aber ich kann nachvollziehen,wenn sich jemand vor Schmerzen umbringen will.
Wenn ein Selbstmörder lieber leben würde,warum bringt er sich dann um? Was ist daran mutig? Es ist mutig einen Weg aus der Verzweiflung zu suchen und das immer wieder,deinLeben lang. Ich war schon oft und bin es immer wieder,in derartiger Verzweiflung,dass ich meinen ersten Suizidgedanken mit 12 Jahren hatte.Und ich habe noch ettliche danach gehabt.Ich war verzweifelt genug aber ich habe nachgedacht! Ich habe die Verzweiflung in Wut und Hoffnung gewandelt.
Heute habe ich zwei Kinder und fürchte nichts mehr,als dass sie sich selbst töten oder ihnen Gewalt angetan wird. Ich gebrauch mal deine Worte:Kannst oder willst du es nicht begreifen,was der Tod eine Kindes seiner Mutter antut?Bist du nicht in der Lage die Verzweiflung einer Mutter zu verstehen,die ihr totes Kind in den Armen hält?Ich glaube du urteilst vorschnell.Letztlich haben wir alle hier unser Kreuz zu tragen und unsere Verzweiflung am Leben zu bewältigen.
Der Tod kann Befreiung sein,sicher.Aber dann kommt er von allein.
Ich würde dir dringend raten eine Traumatherapie zu machen,für die Bewältigung deiner Erlebnisse mit dem Tod und Leiden von Menschen.Vielleicht kann das Leben dann auch für dich wieder lebenswert werden.(Ohne Ironie ! )
Ich wünsche dir ein paar positive Erfahrungen und viel Kraft,um die Schmerzen besser ertragen zu können. Liebe Grüße Anndra
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