hallo ihr,
danke für eure antworten. sitz wieder hier und rauche.
vielleicht kann ich mit eureren tipps neu an die ganze sacher heran gehen.
fakt ist für mich, der rauch "füllt" mich zumindest vorübergehend. Nein, er füllt nicht. er füllt also nicht die vorhandene leere. er .... ich glaube, es ist eine art selbstbetäubung. ja , das ist wohl das richtige wort.
und das schlimmste: ich geniess es. ich brauch die selbstbetäubung, das zurückziehen in diese abgeschlossenheit mit dem rauch und mir. absolutes suchtverhalten. schlimm ist auch die kombi mit alkohol. ich trink immer öfter bier oder wein. ich hab noch nie angst gehabt alkoholabhängig zu werden. aber mit dieser kombination verspür ich immer mehr angst.
ich hab den film "requiem for a dream" vor kurzem gesehen. eigentlich unbeabsichtigt. er hat mich so bestürzt, suchtverhalten, völlig verschiedene, brachten eine familie (mutter und sohn, jeder hatte seine sucht) in solch schreckliche situationen, dass mir übel wurde.
es handelte sich beim sohn um zuerst leichte drogen, shit usw., dann schritt er fort zum heroin.
die mutter wurde tablettensüchtig (völlig unabhängig von ihrem sohn, denn sie wusste nix von seiner drogensucht).
ich hoffe ich langweile euch nicht, aber der moment, wenn der sohn sich einen schuss verpasste war so dargestellt, dass man seine pupille sah, die plötzlich riesig wurde. es machte einen ton wie... klick, blobb, (wie wenn man an einem zigarettenautomat kippen holt?) und er war high.
leider leider habe ich das gefühl, dass ich auch dieses klick und blobb empfinde, ständig. und irgendwie "high" bin. ich fühle mich wirklich drogenabhängig!!
noch zu dem film: er endete grausig. der sohn verlor einen arm, denn er hatte bereits nekrosen an seinem arm (zu viele einstiche und entzündungen der vene..), er traute sich vorher nicht zum arzt. seine freundin starb fast vor entzugserscheinungen, denn er sollte stoff besorgen und konnte nicht. liebe gibt es nicht mehr wenn jemand wirklich abhängig ist (sie wurde sehr aggressiv)(was mich zu einem neuen thread veranlassen könnte, heul).
die mutter landete in der psychatrie, mit elektroschocks usw.
ich hoffe hier muss ich mich nicht so schämen, wenn ich das sage, aber ich schäme mich, süchtig zu sein. ich verheimliche es auch zum teil, sofern das geht (wenn ich nicht gerade nach qualm stinke).
ich schäme mich vor den nachbarn! ich weiss das klingt verrückt.
ich hab angst, wenn besuch kommt und die bude sstinkt nach kaltem rauch. ich fühle mich richtiggehend verfolgt deswegen. es hat auch schlimme auswirkungen auf die beziehung.
ich muss damit irgendwie schluss machen!
noch mal: ich brauch diesen rückzug mit der droge. es ist das verhaltensmuster meiner kindheit, die ich zwar jetzt analysiert hab, die aber nicht verdaut ist. rückzug war meine lösung gegen einen vater der mich demütigte. ich hab mich selbst mal gemalt, in einem kleiderschrank weinend sitzend. während mein vater mit meiner schwester auf dem schoss fernsieht und sich prächtig amüsiert. vorher hat er mich mal wieder fertig gemacht, dass ich schwor nicht mehr aus dem zimmer zu gehen, nix mehr zu essen usw.
ein trauriges fakt: dieses spiel treibe ich jetzt z.t. in meiner beziehung. es ist haarsträubend.
solang ich mir sage, ich brauch das werd ichs nicht schaffen :````((((((
lieber @no exit: Allen Carr kenne ich . das erste mal, als ich es las hat es klick gemacht. nur dann fing ich wieder an. und sein zweites buch für rückfällige konnte mir nicht mehr helfen. ich glaube, er hat recht, mit der gehirnwäsche und dem, dass es gar keine entzugserscheinungen (körperlicher art) gibt. aber der kopf! ich habe schon so oft ganze packungen wieder weggeworfen. tage ausgesetzt. zwei wochen geschafft. dann als "psychische Stütze" wg depression wieder weiter gemacht....
ich gratuliere dir, dass du es so gut schaffst. berichte doch weiter, wie es dir dabei geht, welche gedanken dir so durch den kopf gehen. ich selbst hatte sogar einmal eine aufhör-phase, wo ich andere raucher bemitleiden konnte. aber ich blödi fing wieder an.
liebe @maren: ich habe bereits bewegung, da ich ein sehr bewegungsfruediges hündchen hab, deshalb schaffe ich es normalerweise tagsüber immerwieder an die frische luft zu kommen. und es stimmt wirklich, es reisst mich aus dem desolaten zustand heraus, wofür ich auch sehr dankbar bin (dem hund und dem schicksal, denn der hund kam durch schicksal zu mir).
und: seit neuestem hab ich auch joggen eingeplant. eindeutig ein verbesserungsfaktor. aber was hilfts, wenn ich dann wieder in die blöde wohung zurückkomm und wenn der abend anfängt, fängt das alltägliche programm an.... bei jedem joggen wächst der wille, damit aufzuhören, da ich irgendwann echt luftprobleme bekomme, natürlich... früher hatte ich viel mehr kondition.
also, es ist der abend. der ist gefährlich für mich. hier kann ich versinken in meiner sucht. oh schrecklich....
gut ist, dass ich bereits überlege, dass ich diese "gesunden inseln" in meinem alltag einfach vergrössern will. vielleicht schaffe ich es dann auch irgendwann auch in der gefährlichen zeit (= abends).
übrigens: wie schaffst du das, so wenig zu rauchen?

? (hoffe die frage ärgert dich nicht).
lieber @rainerwendland: klar darfst du dich als nichtraucher melden. ich danke auch dir sehr für deine gedankenanstösse. du meinst also, eigentlich brauch ich diese sucht, um voranzukommen? wie ich bereits oben geschrieben hab, glaube ich in meinem tiefsten inneren, dass ich es brauche. LEIDER
das mit der esssucht ist mir auch nicht fremd. ich habe die befürchtung, wenn ich eines tages nicht mehr rauche, ist das die nächste gefahr für mich. die leere zustopfen. das hatte ich bevor ich rauchte, in dem unglücklichen elternhaus. nächtliche fressanfälle. jetzt phasenweise.
du hast recht: wir suchen nach etwas. durch diese erfahrung der sucht, was bewerkstelligen wir dadurch? in meinem falle ist es verdrängung. verdrängung der wirklichkeit. verdrängung der möglichkeit, kreativ (in irgendeiner form) zu werden. verdrängung der eigenen person, die handeln könnte. ein sich fallen lassen in die untätigkeit, in die entrücktheit...
aber was hilft mir das? ok, heute war ein guter tag, aber ich tu es trotzdem...

warum???
die lösung ist: ich will nicht mit mir allein sein. ich will überhaupt nicht allein sein. aber ich führe es durch dieses verhalten doch selbst herbei....
seepferd