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Autor Thema: Über das Trocken-Sein  (Gelesen 4754 mal)
Vollmond62
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WWW
« am: 24. November 2006, 23:57:56 »

Hallo zusammen...

... ich möchte ein paar (sehr positive) Worte schreiben, weil ich der Ansicht bin, dass auch gute Erfahrungen hier Platz finden sollten. Ich weiß, dass es hier im Forum mehr um Ängste und vielen anderen psychischen Krankheiten geht - aber ein Bereich wird manchmal (oft?) unterschätzt: Der Alkohol.

Ich bin seit 1 Jahr und 226 Tagen trocken, nachdem ich 4 Entgiftungen und einer ambulanten Psychotherapie (2005/06) absolvert hatte. Seit dem 14. April letzten Jahres habe ich ein neues Leben begonnen - klingt theatralisch - aber ich kann es nicht anders sagen. Jeden Tag 100 % bewußt erleben, nachdem ich über 20 Jahre (sehr bewegte) getrunken habe - das können sich wenige Menschen vorstellen, denn dieses Absolute Nichttrinken und die Saufzeit... sind eben 2 verschiedene Welten.

Ich werde oft gefragt, WARUM hat das geklappt zu der Zeit, WAS hat mich dazu bewegt, nichts mehr zu trinken. Ich kann es nicht sagen. OK, ich war psychisch und physisch absolut am Ende (Delirium, Suizid usw), und ich denke, dass ich letztlich mit einem Mal (aus der Summe von hunderten kleinen Geschehnissen) - die absolute Ehrlichkeit zu mir selber gefunden habe.

Ich machte mir doch all die Jahre mir (und den anderen) etwas vor. Alles schob ich vor mir her, Ausreden, Flucht, Scheinheiligkeit, Schauspielerei, Lug + Trug... Ein KRAMPF-Leben. Und dieses KRAMPF-Leben habe ich ertränkt, ich habe mich ENT-KRAMPFT...

Heute brauche ich das nicht mehr - und fragt nicht, warum das so ist. Es ist gut, dass es so ist.

Ich lebe - also bin ich. Und das total klar. Etwas Schöneres gibt es nicht.

Das wollte ich los werden, habe mich arg zurückgehalten - es gäbe da so viele Dinge, die noch schreiben könnte - aber jetzt soll es erstmal gut sein.

Danke für das zu-lesen... *lächel

Alles wird gut
Vollmond
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Es gibt für den Menschen keine geräuschlosere und ungestörtere Zufluchtsstätte als seine eigene Seele. Halte recht oft solche stille Einkehr und erneuere so dich selbst.
Marc Aurel
nivea3  
Gast
« Antworten #1 am: 25. November 2006, 04:06:20 »

hallo vollmund,

es freut mich sehr, daß ich ma hier einen beitrag über alk höre.

gratulation , das du es geschafft hast .

besuchst du eine selbsthilfr gruppe, das würde ich dir empfehlen.

ich selbst bin auch seit zig 234 std, trockene alk.

habe nach thera lange AA gruppen besucht.

wünsche dir weiterhin alles gute und  trockenheit,
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sternschnuppe
Stammposter
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Beiträge: 218


« Antworten #2 am: 25. November 2006, 09:03:28 »

Hallo Vollmond und nivea,

ein herzlichen Glückwunsch und macht weiter so von mir.

@ Vollmond
mensch klasse das du so erlich nicht nur dir gegenüber bist und das hier so offen schreiben kannst.

Ich finde du bist total auf dem richtigen Weg, echt bewunderdswert.

LG
Sternschnuppe
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ele
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Beiträge: 10


« Antworten #3 am: 25. November 2006, 09:41:56 »

Hallo Vollmond,dein Bericht hat mir sehr gut gefallen,du sprichst mir aus dem Herzen.
Ich bin auch der Meinung dass hier viel zu wenig über Ängste und Alkohol gesprochen wird,wie ich am eigenen Leib erfahren mußte,ich bin seit 3 Jahren trockene Alkoholikerin.Meine Soziale phobie hat mich erst,so bin ich der Meinung,erst in den Alk getrieben,durch den Alk so merkte ich früher immer mehr,Selbstbewuster und konnte besser mit meiner Umwelt umgehen,bis ich nach vielen Jahren merkte,dass durch den Alk eigentlich die probleme noch mehr wurden,dass ich nach langer,langer Zeit eine ambulante Therapie gemacht habe,mit Erfolg und das ist nun über 3 Jahre her.
Zur zeit mache ich eine Verhaltenstherapie,es ist nicht einfach für mich,besonders auf der Arbeit,habt ihr ja schon von mir gelesen,ich arbeite jeden Tag dran ohne Alk.
Liebe grüße Ele
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suse
Gast
« Antworten #4 am: 25. November 2006, 13:44:09 »

Hallo Vollmond,
toll, dass du es geschafft hast. Ich habe auch eine Bekannte, die schon lange trocken ist und stolz immer noch jeden Tag zählt, seit dem sie trocken ist.
Frage: Ab wann ist man denn eigentlich Alkoholiker ? ?

Liebe Grüße
Suse

[[editby=suse=1164458679]]
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Vollmond62
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Beiträge: 52



WWW
« Antworten #5 am: 27. November 2006, 22:46:36 »

Hallo zusammen...

... vielen Dank für Eure lieben Worte - ja, ich denke auch, dass die Sucht insgesamt ein Problem ist, das viele Menschen nicht gerne offen erörtern. Ich kenne auch viele Menschen, die sich selber nicht eingestehen, dass sie zb Alkoholkrank sind. Aber das ist im Grunde genommen der erste Schritt zur Wahrheitsfindung und zum Leben OHNE Alk. Im Gegensatz zu (harten) Drogen ist Alk ja sehr gesellschaftsfähig, es gehört zum Lifestile dazu, die Wirtschaft lebt davon - ein ganzer Industriezweig provitiert vom Alkohol. Das macht es uns Kranken sehr schwer, gerade in Krisensituationen, wegzugucken. Ich werde erschlagen von Werbung, TV - ach, ich brauch da gar nicht weiter aufzuzählen...

@ suse: Du, da ist man ganz unterschiedlicher Auffassung. Meine Therapeuten sagen u.a., ein regelmäßiger Konsum muss vorliegen, das kontollierte Trinken ist nicht mehr möglich, der Körper ist abhängig vom Alk (unbewußtes und bewußtes Verlangen nach Alkohol), Zittern morgens usw.

Und ich werde NIE "geheilt" sein, denn ich weiß, wenn ich wieder einen Schluck trinke, falle ich zurück und der ganze Salat fängt wieder von vorne an (Entgiftung, Thera usw.). Wobei hier die Angst davor - eine (für mich) "gesunde" Angst bedeutet. Denn das, was ich durchgemacht hatte, möchte ich nie wieder erleben. Zumal meine Suizid-Gefährdung hinzu kommt... ich will gar nicht daran denken... *seufz

@ ele: Fein. Gratulation! 3 Jahre ist eine ganz schöne Strecke. Bleibe am Ball - Du weißt ja natürlich selber, dass wir nie aufhören dürfen, an uns "zu arbeiten" - auch was unsere Suchtkrankheit betrifft. Ich drücke Dir (uns... *lächel) die Daumen...

@ nivea3: ... danke! Ja, ich bin beim Kreuzbund, habe ne liebe Gruppe getroffen...

@ sternschnuppe: Herzlichen Dank für Deine Worte - ja, es ist erstaunlich, wie ich bei "normalen" Menschen mit meinem Sucht-Problem durch meine Offenheit ankomme. Ich hätte nie gedacht, auf so viel Verständnis zu stoßen. Und das hilft mir natürlich auch enorm weiter. Apropos Weg: "Der Weg ist das Ziel"

Allen einen schönen Tag - und danke für die Aufmerksamkeit!

Alles wird gut
Vollmond
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Marc Aurel
kleinemeli
Gast
« Antworten #6 am: 28. November 2006, 09:34:11 »

mh hallo

ich find des auch gut das das thema angesprochen wird...wird viel zu doll geschwiegen drüber. naja auch kein wunder mh wird ja auch schnell schlecht gemacht.
meine ma und mein *vater* waren das auch. darum les ich viel drüber unds setz mcih mit auseinander weil ich das verstehn will..oder so.
meine ma hats leider net geschafft udn is ein andren weg gegang mh.
finds aba gut das du das geschafft hast und hoff auf weitre viele jahre Smiley

viel kraft udn lieben gruss
kleinemeli
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Politena
Gast
« Antworten #7 am: 28. November 2006, 17:24:17 »

HUHU IHRS!

Jajaja,

ich frage mich ab WANN ist es SUCHT?

Wenn jemadn keine zwei Tage ohne Bier auskommt, wenn die 2 oder 3 Schoppen Rotwein vorm Fernseher Gewohnheit sind?

Ich persönlich kann wochenlang ohne auskommen, kenne aber eineige die das nicht können.

Wenn man es ab und zu "braucht" sich zuzudröhnen, um mal nen Abend einfach nur vergessen zu können...is das Sucht?

difficile sache

aber interessantes thema

und Hut ab vor dem trocekn sein!

Gruß Poli
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nivea3  
Gast
« Antworten #8 am: 28. November 2006, 17:38:39 »

la politena,

es kommt nicht auf die menge an!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

wenn jemand es einsetzt um probs zulösen oder zu vergessen,

kann mußaber nich daraus eine abhängigkeit entstehen, weil das gehirn sich merkt,
aha mit mit alk hab ich auch letztes ma prob vergessen warum nicht jetzt aufazit es kommt auf dem grund des trinkens an!!!
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nivea3  
Gast
« Antworten #9 am: 28. November 2006, 17:39:21 »

la politena,

es kommt nicht auf die menge an!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

wenn jemand es einsetzt um probs zulösen oder zu vergessen,

kann mußaber nich daraus eine abhängigkeit entstehen, weil das gehirn sich merkt,
aha mit mit alk hab ich auch letztes ma prob vergessen warum nicht jetzt aufazit es kommt auf dem grund des trinkens an!!!
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isi
Beginner
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Beiträge: 2


« Antworten #10 am: 06. Dezember 2006, 21:07:11 »

Hallo zusammen...

... ich möchte ein paar (sehr positive) Worte schreiben, weil ich der Ansicht bin, dass auch gute Erfahrungen hier Platz finden sollten. Ich weiß, dass es hier im Forum mehr um Ängste und vielen anderen psychischen Krankheiten geht - aber ein Bereich wird manchmal (oft?) unterschätzt: Der Alkohol.

Ich bin seit 1 Jahr und 226 Tagen trocken, nachdem ich 4 Entgiftungen und einer ambulanten Psychotherapie (2005/06) absolvert hatte. Seit dem 14. April letzten Jahres habe ich ein neues Leben begonnen - klingt theatralisch - aber ich kann es nicht anders sagen. Jeden Tag 100 % bewußt erleben, nachdem ich über 20 Jahre (sehr bewegte) getrunken habe - das können sich wenige Menschen vorstellen, denn dieses Absolute Nichttrinken und die Saufzeit... sind eben 2 verschiedene Welten.

Ich werde oft gefragt, WARUM hat das geklappt zu der Zeit, WAS hat mich dazu bewegt, nichts mehr zu trinken. Ich kann es nicht sagen. OK, ich war psychisch und physisch absolut am Ende (Delirium, Suizid usw), und ich denke, dass ich letztlich mit einem Mal (aus der Summe von hunderten kleinen Geschehnissen) - die absolute Ehrlichkeit zu mir selber gefunden habe.

Ich machte mir doch all die Jahre mir (und den anderen) etwas vor. Alles schob ich vor mir her, Ausreden, Flucht, Scheinheiligkeit, Schauspielerei, Lug + Trug... Ein KRAMPF-Leben. Und dieses KRAMPF-Leben habe ich ertränkt, ich habe mich ENT-KRAMPFT...

Heute brauche ich das nicht mehr - und fragt nicht, warum das so ist. Es ist gut, dass es so ist.

Ich lebe - also bin ich. Und das total klar. Etwas Schöneres gibt es nicht.

Das wollte ich los werden, habe mich arg zurückgehalten - es gäbe da so viele Dinge, die noch schreiben könnte - aber jetzt soll es erstmal gut sein.

Danke für das zu-lesen... *lächel

Alles wird gut
Vollmond

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isi
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« Antworten #11 am: 06. Dezember 2006, 21:09:34 »

Hallo zusammen...

... ich möchte ein paar (sehr positive) Worte schreiben, weil ich der Ansicht bin, dass auch gute Erfahrungen hier Platz finden sollten. Ich weiß, dass es hier im Forum mehr um Ängste und vielen anderen psychischen Krankheiten geht - aber ein Bereich wird manchmal (oft?) unterschätzt: Der Alkohol.

Ich bin seit 1 Jahr und 226 Tagen trocken, nachdem ich 4 Entgiftungen und einer ambulanten Psychotherapie (2005/06) absolvert hatte. Seit dem 14. April letzten Jahres habe ich ein neues Leben begonnen - klingt theatralisch - aber ich kann es nicht anders sagen. Jeden Tag 100 % bewußt erleben, nachdem ich über 20 Jahre (sehr bewegte) getrunken habe - das können sich wenige Menschen vorstellen, denn dieses Absolute Nichttrinken und die Saufzeit... sind eben 2 verschiedene Welten.

Ich werde oft gefragt, WARUM hat das geklappt zu der Zeit, WAS hat mich dazu bewegt, nichts mehr zu trinken. Ich kann es nicht sagen. OK, ich war psychisch und physisch absolut am Ende (Delirium, Suizid usw), und ich denke, dass ich letztlich mit einem Mal (aus der Summe von hunderten kleinen Geschehnissen) - die absolute Ehrlichkeit zu mir selber gefunden habe.

Ich machte mir doch all die Jahre mir (und den anderen) etwas vor. Alles schob ich vor mir her, Ausreden, Flucht, Scheinheiligkeit, Schauspielerei, Lug + Trug... Ein KRAMPF-Leben. Und dieses KRAMPF-Leben habe ich ertränkt, ich habe mich ENT-KRAMPFT...

Heute brauche ich das nicht mehr - und fragt nicht, warum das so ist. Es ist gut, dass es so ist.

Ich lebe - also bin ich. Und das total klar. Etwas Schöneres gibt es nicht.

Das wollte ich los werden, habe mich arg zurückgehalten - es gäbe da so viele Dinge, die noch schreiben könnte - aber jetzt soll es erstmal gut sein.

Danke für das zu-lesen... *lächel

Alles wird gut
Vollmond

Hallo, ich finde es super das Du nun trocken bist...
Ich bin auch seid 1 nen Jahr trocken, und ich möchte nur sagen das es ein langer und schmerzhafter weg war...
Leider kam nach meinem entzug noch schlimme angstattacken dazu...
ich hoffe das ich auch das bald noch in den griff bekomme...
liebe grüsse Christine
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Vollmond62
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« Antworten #12 am: 06. Dezember 2006, 23:50:23 »

ich frage mich ab WANN ist es SUCHT?


Hallo Poli...

... da streiten sich die (Ärzte-/Phsycho-)Geister. Auf den Nenner gebracht, fängt Sucht dann an, wenn dein Körper den Alk "braucht". Und das kommt dann nicht auch die Menge an. Wenn du mal von dir aus aufhören kannst, ohne dass du (dein Körper + Geist!) Verlangen nach Alk hast - dann bist du KEIN Alkoholiker.

Friedliche Grüssies
Vollmond
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Marc Aurel
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« Antworten #13 am: 07. Dezember 2006, 04:55:30 »

es gibt eine klare antwort auf die frage wann beginnt die alkoholabhängigkeit

dann wenn man anfängt gezielt den alk einzusetzen um seinen geistigen
zustand zu verändern.
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Politena
Gast
« Antworten #14 am: 07. Dezember 2006, 10:11:14 »


für mich ist es schon sucht, wenn jemand jeden abend zum feierabend 2 bier oder 2 wein braucht um abzuspannen, oder wenn ein kneipenabend oder ausflug nur "gut" ict wenn dabei alkohol getrunken wird.

wenn es schwer fällt mal ne woche nichts zu trinken

wenn man meint man müsse alk "braucehn"

so polis definition....


GLG poli
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Leonardo
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« Antworten #15 am: 07. Dezember 2006, 18:09:06 »

Hallo,

von Sucht würde ich dann sprechen, wenn ich das Leben nur noch ertragen kann, in dem ich Alkohol trinke. Egal ob zu Entspannung, zum Vergessen und so weiter. Wer Alkohol dafür einsetzt mag sich zunächst über den anfänglichen Erfolg, den er damit erringt freuen. Dieser ist aber sehr trügerisch, denn nach einer bestimmten Zeit verkehrt es sich ins negative und man kommt nicht mehr davon los.
Habe auf einer Therapie wegen Alkohols u.a. davon gelesen, dass es eine "glückliche Abstinenz" gibt. Habe damals nicht begriffen was damit gemeint ist. Ich trinke nun seit gut 1 1/2 Jahren nicht mehr. Heute weis ich, was dieser Spruch für mich bedeutet, auch wenn es ohne dieses Zeugs anfangs recht schwer ist. Aber wenn es einem besser gehen soll, dann gehts nur ohne. Wenn das Verlangen mal wieder da ist, erinnere ich mich an die Zeit davor und was ich alles durchmachen mußte. Dies reicht für mich aus, um die Finger davon zu lassen.
Einen Gruß an alle, die es heute wieder geschafft haben, einen Tag ohne Alk zu leben.

Gruß Leonardo  
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Vollmond62
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WWW
« Antworten #16 am: 07. Dezember 2006, 21:16:07 »

Einen Gruß an alle, die es heute wieder geschafft haben, einen Tag ohne Alk zu leben.


Ja, lieber Leonardo...

... ich grüße Dich auch - mir geht es ähnlich wie Dir. Ich beglückwünsche UNS zum Trockensein - und hoffentlich zum Trockenbleiben!

Friedliche Grüße
Vollmond

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Marc Aurel
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« Antworten #17 am: 13. Dezember 2006, 07:02:44 »

hallo ihr alle,hallo isi,ich habe deinen Beitrag sehr genau gelesen und du sprichst mir aus dem herzen,genau das Gleiche hätte ich auch schreiben können,ich bin nur nicht so schreibgewand.
Ab wann ist man ein Alkoholiker,ich brauchte es auch nicht jeden Tag,ich konnte immer längere Pausen machen,war eine ,wie man so schön sagt,eine Quartalstrinkerin,aber heute weiß ich,mit dem Alk sind meine psychischen probleme nur noch schlimmer geworden,wie ich in einem anderen Beitrag geschrieben habe,Angst auf Arbeit,was wäre wenn ich heute,oder morgen Alk trinken würde,würden meine Ängste da weg gehen,nein,im Moment vielleicht,aber am nächsten Tag kommt noch mehr Angst hinzu und ein schlechtes Gewissen,also lasse ich es und versuche meine negativen Gedanken zu hinterfragen,warum eigentlich diese Angst,um so der Angst den Boden unter den Füßen zu nehmen,es ist nicht leicht,aber ein Versuch wert,auch ohne Alkohol.
Eure Ele
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nivea3  
Gast
« Antworten #18 am: 13. Dezember 2006, 07:49:58 »

klar, is die freude groß, wenn man es sc hafft, tag um tag die sucht zu besiegen.

das is ein freudegefühl was man nich in worte ausdrücken kann.

auch ich bekam trotz abstinenz depris ängste und panik, kurz
um meine pros mußte ich nüchtern ertragen.

ich habe auch in meinen trinkphasen große pausen gehabt.

ich habe noch eine thera bei psychologin gemacht.
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Alien7283
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« Antworten #19 am: 16. Dezember 2006, 08:29:00 »

hallo ihr lieben.

ich bin nun seid längerer zeit auch mal wieder in diesem forum unterwegs.

vor etwa 2 jahren hatte ich meinen absoluten tiefpunkt erreicht und hatte schwerste depressionen und ängste.

als geheilt darf man mich eigentlich nicht bezeichnen aber ich lebe recht glücklich und zufrieden durch den alkohol. mir ist klar geworden, dass ich davon nun abhängig bin.

lange habe ich mich gefragt ist es eigentlich besser alkoholiker zu sein oder von psychopharmaka abhängig zu sein. bewusstseinsverändernde drogen sind es beide und ich habe mich eigentlich für den alkohol entschieden. (wobei ich tagsüber niemals trinke - ich gehe ganz normal meinen verpflichtungen nach wie jeder andere auch - trinke nur abends...aber dann auch bis zum ende...)

jetzt tauchen zusehends immer mehr gesundheitliche beschwerden auf. ich muss nun versuchen den schritt zu gehen den ihr auch schon größtenteils gegangen seid und versuchen das trinken zu unterlassen.

glückwunsch an alle die es geschafft haben besonders natürlich an vollmond der diesen thread eröffnet hat.

ich habe nur eine frage an euch:

glaubt ihr nicht auch, dass durch das abstellen des alkoholkonsums ein rückfall in die depressionen vorprogrammiert ist? dies ist eigentlich meine größte angst !!

ich wünsche schon mal allen eine schöne und besinnliche weihnachtszeit.

lg
alien(andreas)
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nivea3  
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« Antworten #20 am: 16. Dezember 2006, 09:39:48 »

ich kann dir die frage so, wie su sie stellst nicht beantworten.

ich kann dir von mir sagen, das ich als ich trocken war, die
chance hatte, meine probleme klar und nüchtern
zusehen.

draufhin hab ich mit einer thera begonnen.

und da hat sich dann schon einiges bewegt.

ich wünsche dir mut und kraft deinen weg zu finden und dann auch zugehen.

gesegnetes weihnachtsfest

nivea
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« Antworten #21 am: 16. Dezember 2006, 09:55:26 »

Hallo Andreas,ich kann dir die Frage auch nicht 100%ig beantworten,eins ist af jeden fall klar,mit dem Alokhol werden deine Probleme nicht weniger im Gegenteil,ich spreche aus Erfahrung,du trinkst sie nur für eine Weile weg,du betäubst sie,es ist wie mit Schmerzmittel,du betäubst damit deine Schmerzen,aber deshalb ist doch die Krankheit noch nicht überstanden.
Nach meiner ambulanten Therapie,die vor 3 Jahren beendet war habe ich im Anschluß eine Verhaltenstherapie angefangen,die ich auch heute noch mache,die mir auch sehr hilfreich ist.
ich kann dir nur raten,lasse die Finger vom Alkohol,du mußt anfangen dein leben aufzuräumen und der Sache auf den Grund gehen,woher kommen die Depris und dann mit Hilfe dran arbeiten.
LG Ele
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Vollmond62
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« Antworten #22 am: 17. Dezember 2006, 21:06:35 »

glaubt ihr nicht auch, dass durch das abstellen des alkoholkonsums ein rückfall in die depressionen vorprogrammiert ist? dies ist eigentlich meine größte angst !!  


Hallo, lieber Andreas...

... eine sehr schwierige Frage. Ad hoc würde ich antworten - die Gefahr besteht in jedem Fall.

Ich denke aber, dass die Frage zu stellen ist - WIE kommst Du vom Alk weg, ohne wieder in die Depri-Phase wieder zu gelangen. Und klar ist - das läuft nur mit einer Therapie. Wo Du zum einen Dein Alkoholproblem in den Griff bekommst (der einfachere Teil denke ich) und zum anderen die Ursachen Deiner Depressionen erarbeitest und behandeln lassen kannst. Das wäre die beste Lösung.

Meine Alkoholkrankheit hat z. B. viele Ursachen, die bis in meine Kindheit zurückführen. Und da werde ich wohl noch mein Leben lang "zu tun" haben... Immerhin ist mir bewusst geworden, dass über ALLES reden muss, das Deckmäntelchen Alk zieht nicht mehr. Ich glaube, wenn diese Erkenntnis zu 100% mal drin ist im Köpflein, dann sind viele steinige Wege leichter zu gehen.

Ich wünsche Dir von ganzem Herzen viel Erfolg, vorallem gehe jeden Schritt behutsam und einen Schritt nach dem anderen an. Finde zu Dir selbst und freunde Dich auch mit Dir an. Rede mit Dir - und Du wirst erkennen, dass die inneren Dialoge sehr fruchtbar sein können. Mir geht es auf jeden Fall so. Aber das hört sich von außen immer gut an - Du SELBST wirst es erfahren - und das fängt an, indem Du über Dich Dinge ERKENNST. Und Du mit Dir einverstanden bist....

So, ein wenig verplappert, sorry...

Friedliche Grüße aus dem Sauerland
Vollmond
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Marc Aurel
nivea3  
Gast
« Antworten #23 am: 18. Dezember 2006, 06:53:02 »

in der alk thera und auch in den AA-gruppen hab ich gelernt es gibt keinen
grund zutrinken.

das hört sich natürlich lapidar an,  aber ich hab irgendwann
den sinn dieses satzes begriffen.

denn durch alk werden probs nur betäupt und grhen nich weg
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Alien7283
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« Antworten #24 am: 19. Dezember 2006, 07:21:33 »

ich möchte mich nur nochmal kurz aber herzlich bei euch bedanken für eure ratschläge und guten wünsche.

2007 wird trocken.....that`s the way !!!


allen ein schöne weihnachtsfest und ein gutes und glückliches neues jahr !!!

lg
andreas.
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Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz
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