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Autor Thema: jugend und gewalt  (Gelesen 617 mal)
SWITEL
Gast
« am: 04. Dezember 2006, 18:51:14 »

hallo

also ist es nun mal so, dass man angst haben muss, jugendlichen zu begegnen auf der strasse ?
junge und ältere?
jungen und älteren?

unsere jugend ist nicht ganz so schlimm, wie sie in jüngster zeit dargestellt wird.
es ist vielleicht nur zeit, den jungen wieder mal etwas freiheiten mit sanftheit, aber mit bestimmtheit, zu beschneiden. wie ging das noch mal mit diesem "zauberlehrling":
"die geister, die ich rief, werde ich nun nicht mehr los".

strafen, sie dann in der öffentlichkeit zur genugtuung der bevölkerung und der opfer als aufhängeschild bis hin zur verurteilung in eine haft oder jugenderziehungsmasnahme, kommt für alle beteiligten zu spät, viel zu spät.

und "angst" die strassenseite zu wechseln, ist geradezu nur futter für diese bösen, bösen jungen menschen, die sich erst recht bestätigt fühlen, "ihren" weg auf der richtigen seite zu begehen.

eine kettenreaktion entsteht dann, wenn aus einer aktion eine reaktion entsteht. und aus einer reaktion wieder eine aktion. und so weiter.

plötzlich ist es die kette, die dem motor befiehlt, und nicht mehr umbekehrt. da kann der stärkste motor plötzlich seine "leistung" nicht mehr erbringen. die kolben fangen an zu zittern, die ventile klappern plötzlich überfordert und der ganze "karren" wird immer schneller.

bis er sich in einer kurve überschlägt, die kette knallt vom zahnrad, der motor dreht im leeren und hat weder kontrolle zu sich, noch zum antrieb selber.

am ende liegen kettenglieder im felde, der überhitzte kolben sowieso. und das letzte bisschen bezin im tank wartet nur darauf, diese explosive wolke mit lautem knall "verpuffen" zu lasen.

am ende haben alle schwarze köpfe, verbrannte haut und schmerzen. die opfer wie die täter.

und uns mensch bleibt dann nur, die angekohlten teilchen wieder zusammen zu flicken. die einen legen blumen auf ein grab, die anderen umarmen weinende menschen. und auch die täter wussten nicht, was sie angerichtet haben.

sie sind ja nur auf dem zahnkranz mitgezischt, der immer schneller und schneller wurde.

videos, games, alkohol, streitende eltern, frustrierte lehrer, polizisten, die fünf minuten zu spät am tatort sind. sanitäter, die den ganzen "haufen" tag für tag in ihre blaulichtkarossen laden.

und dann noch der richter. der muss dann ein gerechtes urteil fällen. wenn er es nicht genau sieht, hilft ihm vielleicht ein studierter arzt, der etwas näher an die psyche der kettenreaktion heran kommen kann?

was dann?

dann geht es am nächsten tag von neuem los. immer und immer wieder.

ich werde eine brücke überqueren, damit ich ans andere ufer gelange. aber dadurch muss ich eine seite verlassen.
auch wenn sie mir lieb ist.

man kann nie auf beiden seiten eines flusses leben.

und man kann erst recht nicht verurteilen, wenn man vielleicht nie geschlagen wurde, nie geliebt wurde und dadurch vielleicht nie lieben konnte.

und man kann auch nicht erkennen, wo grenzen wären, wenn man sie von keinem gezeigt bekam.

grenzen zu zeigen ist des menschen aufgabe. jedem von uns muss das zum andern bewusst werden.
bestimmt aber nicht, auf gerechtigkeit zu warten, wenn man angst hat, vor "rückschlägen", von terroristischen anschlägen.

gewalt mit gewalt zu beantworten bringt keinen menschen zum ziel. auch nicht, einen täter verurteilt zu sehen.

für mich wird es immer gut sein, verzeihen zu können.
das bedeutet nicht, das jemand nicht eine strafe bekommen sollte.
nein, jeder soll fühlen, wie weh es tut, wenn man "der" schwächere ist - einestages.

das gilt für täter. und ich wünsche jedem opfer, dass es verzeihen kann.

vergessen wird man weder schmerz noch liebe.

SWITEL

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