Sanella
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« am: 05. Dezember 2006, 19:27:52 » |
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Borderline
das ist die Diagnose die ich nie wollte
offiziell hab ich sie auch nicht
ob mein Psychiater ahnt, dass diese Diagnose von seiner Seite aus gestellt bei mir völliges Chaos zufolge hätte? So von wegen. tja dann kann ich mir gleich das Leben nemen, alles hoffungslos
oder " du meine Güte wie denkt der dass ich bin - völlig irre?"
oder " hätte ich doch nie was vom mich schneiden erzält... werds nie wieder tun, jetzt hab ich den Stempel, Bingo"
oder " da geh ich nie wieder hin - so ein Trottel
Borderline das verbinde ich mit Menschen mit starken Stimmungswechseln, "Launen", die mal so und mal so sind (und man weiss nie wie gerade heute) Borderline verbinde ich auch mit impulsiven , aggressiven Zornausbrüchen sich völlig besaufen, Drogen nehmen.. streitsüchtig
ICH? Ich bin nicht so Ich gehe Streit aus dem Weg, ich bin sehr ruhig (nach außen zumindest) aber vieles trifft auf mich zu ich kanns nicht abstreiten ob ich nun die Diagnose habe oder nicht (ich bin nicht scharf drauf hab ich das erwähnt ) Mir ist lieber ich laufe als PTSD bitte keine Persönlichkeitsstörung ich bin doch nicht gestört, irr, verrückt
ich hab ein paar Borderlinezüge, o.k. aber nachdem ich gehört habe, dass das ne "schwere Störung " ist, nööö Danke!
Wo ich mich wiederfinde?
Schwarz - Weiss Denken diesen Punkt hab ich früher immer abgestritten. Inzwischen muss ich sagen, doch so bin ich. Idealisierung und Abwertung. Nur dass ich die Abwertung nicht allzu offen nach außen lebe. Ich zieh mich eher innerlich zurück. Ich vermeide Streit, Konfrontation da steckt Angst dahinter und als ich da länger überlegt habe tja da fand ich den anderen Punkt erfüllt den ich immer abgestritten habe Angst vor dem Verlassen werden, Angst vor dem Alleinsein bin ich nicht hab ich gesagt, ich bin sehr gerne allein
tja aber ich habe Angst abgewiesen, nicht gemocht zu werden
Ich hab kein stabiles ICH, Selbstbild, Selbstbewusstsein immer spiele ich ne Rolle, passe mich an, will es dem/ der / den anderen Recht machen. Verliere mich dabei.
Das war mein (unbewusstes Spiel) glaube auch bisher in Therapie oder beim Arzt. ich bin gefühlsmäßig leicht irritierbar kann gute Laune haben, dann kommt mein Mann heim und ich (Betonung liegt auf ICH) hab das Gefühl er ist stinkig, sauer, komisch und beziehe es sofort auf mich was mich gleich runterzieht und deprimiert oder mich gereizt auf ihn macht
meine Stimmung kippt also aus kleinstem Anlass später kann sich herausstellen, dass er nur fertig von der Arbeit war, erstmal Ruhe wollte oder sonstiges...
mir passiert es auch dass ich Stimmungen in Räumen spüre. So kam ich mal zum Schichtwechsel auf Station und mir wurde sowas von übel - komisch später stellte sich heraus kurz vorher war Streit gewesen
bin einfach total übersensibel was das betrifft
zunehmend merke ich die letzten Tage wo ich an mir arbeiten muss, dass ich Therapie brauche und mich drum kümmern muss.
Ich muss was meine Stimmungen, Gefühle betrifft stabiler werden. Ich muss überhaupt mal lernen Gefühle zu spüren, einzuordnen , zu unterscheiden, zu spüren kann ich das heute noch lernen? woher es kommt weiss ich, aus meiner Kindheit, da wurden meine Äußerungen abgetan, als nicht stimmig erklärt........
Ganz großer Punkt ist Nein zu sagen, da hab ich sehr große Schwierigkeiten und das behindert mich total in der Erziehung meiner Kinder. Wenns mir gut geht kann ich das. Bin ich schwach so wie seit längerer Zeit ständig, dann endet es, dass ich entweder aufgebe, weil ich die Kraft auch nicht habe und nur Ruhe will oder ich werde stinkesauer und übereagiere dann
zurück bleibt immer Schuldgefühl bei mir, ob ich ausgerastet bin oder wenn ich nachgegeben habe und somit als Mutter "verloren"
und wenn ich ruhig sein kann und mein Nein penetrant wiederhole (Nein wiederholen und ruhig sein wirkt ja am besten) dann kanns sein ich krieg in mir ganz schlimme Gefühle wegen diesem Nein, was da dahinter steckt hab ich noch nicht entwirrt.
Ich hab jetzt auch gesehen warum ich meine Kinder so verwöhne und mich für sie "aufopfere". Unbewusst versuche ich glaub mein "verwahrlostes innere Kind" zu versorgen, was aber wohl nie klappen wird. Meine Kindheit kann ich nicht zurückholen. Und meine Überfürsorge tut den Kindern wohl auch nicht gut. So Schuldgefühl. Bin ich streng und sage Nein kommt mein Gefühl von früher, bin ich weich fühl ich mich auch als Versager.....
wo ist die goldene Mitte oder hab ich die eigentlich schon, nur sehe ich sie nicht, sondern bin ein Spielball meiner Gefühle und Stimmungen?
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