Moppelmaus
Beginner

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« am: 15. Dezember 2006, 00:57:31 » |
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Hallo Ihr Lieben,
ich heiße Steffi und wohne seit drei Monaten im nördlichen Niedersachsen, vorher in Hannover. Seit 8 Jahren weiß ich von meiner Angsterkrankung, verbunden mit mal mehr und mal weniger werdender sozialer Phobie. Ich habe in Hannover studiert und war nach Ausbruch der Krankheit während des gesamten 3. Semesters (1998/99) in einer psychosomatischen Klinik. Danach folgten einige Jahre ambulanter Verhaltenstherapie. Als ich 2003 mein Studium erfolgreich aus eigener Kraft beendet und einen Job in Aussicht hatte, dachte ich, ich hätte meine Krankheit besiegt.
Doch dann kam ich aus heiterem Himmel Anfang 2004 mit einer lebensgefährlichen Thrombose in beiden Beinen plus Lungenembolie ins Krankenhaus. Dieses Erlebnis, dass mir insgesamt 5 Wochen Krankenhaus und anschließend eineinhalb Jahre Blutverdünnungsmittel und damit verbundene Vorsichtsmaßnahmen bescherte, hat mich mit meinen Ängsten wieder zurück geworfen und der Job war auch weg. Eine erneute ambulante Psychotherapie folgte. Als ich nach einem Dreivierteljahr im August 2005 die Chance bekam, eine 10-monatige Weiterbildung in meinem Traumberuf zu machen und danach auch gleich ein sechsmonatiges Praktikum anschloss, dachte ich wieder, es gehe aufwärts mit mir. Doch wieder weit gefehlt.
Mit den dortigen Kollegen kam ich nicht klar, fühlte mich ausgestoßen und ausgenutzt. Was darauf ab Januar diesen Jahres folgte, war eine Depression und damit verbundene psychosomatische Beschwerden nach der anderen. Die noch dazu seit nunmehr 3 Jahren andauernde Arbeitslosigkeit trotz guter Abschlussnoten macht mir darüber hinaus zu schaffen. Nun bin ich innerhalb meines Bundeslandes umgezogen, in die Nähe meines Freundes, mit dem ich seit 2 Jahren eine Fernbeziehung geführt habe. Jetzt, wo ich hier an der Küste in einem eher kleineren Ort bin, merke ich immer wieder, dass er und ich doch gar nicht so gut zusammen passen. Vor allem, weil auch er Angst vor der Konfrontation mit anderen Menschen hat und das für mich im Moment sehr hinderlich ist, da ich auf diese Weise hier irgendwie auch gar keine Leute kennenlernen kann.
Allein fällt es mir nach wie vor schwer, auf andere zuzugeh'n. Das macht mich mehr als traurig und es vergeht kaum ein Tag, wo mir nicht die Tränen in den Augen stehen. Zwar habe ich mich auch schon um einen neuen Therapieplatz hier bei mir in der Nähe bemüht, kann dort aber erst im Februar das erste Mal hingehen. Habt Ihr Tipps für mich, was ich bis dahin machen könnte? Bin zurzeit erneut lauftechnisch (wie schon nach Ende der Thrombose) sehr eingeschränkt und gehe an Gehhilfen. Deshalb sind weite Strecken für mich zusätzlich ein Problem. Einen Führerschein habe ich leider nicht. Somit ist das Vorankommen über den Ort hinaus im Moment auch eher schwer.
Das Einzige, was ich als positiv empfinde, ist, dass ich mit großer Warscheinlichkeit im Februar an der hiesigen Volkshochschule als EDV-Lehrkraft eingesetzt werden kann. Hoffe, dass ich das auf die Reihe kriegen werde. Habe aber auch davor ganz schön Angst, vor allem, weil ich diese Chance jetzt nicht vertun möchte. Freue mich auf jede Reaktion Eurerseits.
Liebe Grüße! Steffi
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