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Autor Thema: Wie ist bei einer psychischen REHA über die DRV der Aufenthalt in einer Klinik und wie in einer Tage  (Gelesen 2493 mal)
Monika
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« am: 19. Dezember 2006, 23:44:24 »

Hallo an Alle,

mir geht es nicht sonderlich gut und meine 50 Minuten VT in der Woche reichen nicht aus. Meine Hausärztin wollte mich in eine Tagesklinik einweisen, aber damit habe ich ja dann die Doppelbelastung mit Haushalt, Versorgung des Kindes (knapp vier Jahre alt) und ich fühle mich völlig erschöpft, bin völlig verstimmt, höre den Tinnitus und habe noch andere somatische Störungen.

Nun denke ich persönlich, daß eine REHA für mich besser wäre. Da ich voriges Jahr zur Mutter-Kind-Kur war, stehe ich offiziell erst in zwei Jahren auf dem Plan.

Einen Psychiater, der hinter mir steht habe ich auch nicht. Leider schließt meine Psychiaterin diesen Monat ihre Praxis und ich glaube, so etwas finde ich nie wieder. Da ich vorher keine anderen Fachärzte besucht hatte, glaubte ich, das es immer so ist. Ich habe heute aufgrund meiner Hausärztin eine neue Psychiaterin kennengelernt. Eine nette Frau, man kann nichts anderes sagen. Sie machte gleich ein Rollenspiel mit mir. Für sie eine VT ein Allheilmittel. Ich sagte ihr, daß mir die 50 Minuten VT nicht ausreichen. Na, mit einer ordentlichen Zielsetzung kommt man da schon hin. Hä?
Wenn das so einfach wäre, denn dürfte es ja keine Frührentner geben. Die DRV könnte Milliarden sparen!

Mobbing erfahren nur schwache Menschen. Ja, aber warum ist man so schwach? Das liegt in der Kindheit und ist tiefenpsychologische Therapie. Habe ich mal zwei jahre gemacht, aber keine Lösungen gefunden.  

Den jetzigen Psychiater den ich habe, ist auch nicht der Hammer. Sieht der meine Erschöpfung und meine Verstimmungen als Begleitumstand der närrischen Tage (Weihnachten und Sylvester). Wo ich erst diesen Monat heulend bei meiner Ärztin saß und ich mich fragte: Warum ich noch lebe. Das weiß er aber nicht. Von meinen Angstzuständen weiß er. Und wie bekämpfe ich meine Angstzustände?

Seit 2002 habe ich so viele Probleme und Pleiten hintereinander gehabt, daß ich ziemlich fertig bin.
Mein Kind ist mein einzigster Halt. Ich lebe ziemlich isoliert. Habe jetzt mal eine REHA angedacht.

Kriegt man bei einer REHA den Behandlungsplan aufgedrückt, den man abarbeiten muß? Was ist, wenn ich nicht alles mitmache? Gruppentherapie und Sporttherapie möchte ich nicht machen.

Ich brauche dort Ärzte, die mich verstehen. Was ist wenn meine Angstzustände sich nicht so einfach weg wischen lassen? Streß mit den Ärzten? Ich weiß ja selber nicht, warum ich manche Sachen so und nicht anders empfinde. Nur gefragt wird man immer danach.

Die Mutter meiner Kurfreundin war in der Berus-Klinik. Dort mußte sie nicht alles mitmachen. Sie durfte auch manchmal am Wochenende nach Hause fahren. Das ist doch bestimmt nicht allgemein üblich, oder?

Anzumerken ist noch, daß mein Kind mit zur Kur muß. Wenn das nicht geht, ist REHA auch kein Thema für mich.

Bitte schreibt mir doch Eure Erfahrungen zum Kurprocedere und ich würde mich freuen wenn meine Fragen wenigstens teilweise beantwortet würden.

Herzlichen Dank im voraus.
Monika
 


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Ciao und herzlichen Dank.

Monika
Monika
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« Antworten #1 am: 21. Dezember 2006, 14:46:14 »

Hallo,

ich habe ja schon des öfteren gelesen, daß einige Forumsmitglieder in der REHA oder in der Tagesklinik waren. Ich bin schon traurig, daß mir niemand den Ablauf dort beschreiben möchte. Es geht mir nur um den Ablauf, nicht um persönliche Diagnosen.

Wenn jetzt wieder keiner antworten möchte, dann hat nur Sinn den Artikel zu löschen.

Ciao
Monika
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Ciao und herzlichen Dank.

Monika
Winnie
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« Antworten #2 am: 21. Dezember 2006, 16:41:59 »

Hallo Monika,

es gibt schon Einrichtungen in denen Du Dein Kind mitnehmen kannst ... ob das Sinn macht wurde hier schon mal diskutiert ... Ich habe selbst mal meine Töchter dabei gehabt und würde es nicht mehr machen. Wobei in der Klinik in der ich war ... Extremfälle behandelt wurden ... 2x wurde jemand mit der Polizei in die Geschlossene gebracht und meine Töchter mussten das miterleben ... kein schöner Anblick wenn jemand so zwangsweise abgeführt wird. Aber in den meisten Kliniken ist sowas bestimmt nicht die Regel.

Soweit ich das beurteilen kann ist die Gruppentherapie ein wichtiger Eckpfeiler in einer Reha und ich glaube nicht (weiß es aber nicht sicher), dass Du Dich da ausschließen kannst. Einzeltherapie hatte ich nur 1x die Woche ... ansonsten gab es noch Körpertherapie ... Gestaltungstherapie ... alles 1x die Woche und eben die Gruppentherapie die war 2x die Woche. In dieser Klinik konnte sich aus der Gruppentherapie niemand ausschliessen lassen. Liegt vielleicht daran, dass durch die verschiedenen Therapieformen ein großflächigeres Bild der Symptome deutlich wird.

Gruss
Winnie
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Alue
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WWW
« Antworten #3 am: 21. Dezember 2006, 17:23:25 »

Hallo Monika,

ich war zwar noch nicht in der Reha, aber mehrfach in der Akutklinik/Krankenhaus auf der Psychotherapiestation.
Ich kenne es auch nur so, dass man einzelne Therapien vom Behandlungsplan nur auslassen darf, wenn man eine gesonderte Genehmigung vom Therapeuten bekommt. Und da muss man schon verdammt gute Gründe aufweisen... Auf Gruppentherapie wird so gut wie überall sehr viel Wert gelegt, da wirst Du keine Ausnahmeregelung bekommen.
Warum möchtest Du nicht an der Gruppentherapie teilnehmen?

Dass sich Ängste und andere psychische Probleme nicht einfach "wegwischen" lassen ist den Ärzten und Therapeuten in einer Klinik durchaus klar. Deswegen gehst Du ja in die Klinik. Du brauchst auch nicht mit dem Ziel dort hinzugehen, dass Du als "geheilt" wieder entlassen wirst. Was Du seit Jahren mit Dir rumschleppst, kannst Du nicht in wenigen Wochen wieder loswerden. Du bekommst in so einer Klinik nur die Werkzeuge mit auf den Weg, um künfitg zu lernen, mit Deinen Ängsten umzugehen. Auch nach der Klinik erwartet Dich noch ein hartes Stück Arbeit.

Da ich keine Kinder habe, kann ich nichts dazu sagen, ob es möglich und sinnvoll ist, ein Kind mit zur Kur zu nehmen.

Gruß
Alue
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Frodo: "Ich wünschte, all das wäre nie passiert."
Gandalf: "Das tun alle, die solche Zeiten erleben, aber es liegt nicht in ihrer Macht, das zu entscheiden. _Wir_ müssen nur entscheiden, was wir mit der Zeit anfangen wollen, die uns gegeben ist."
Monika
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« Antworten #4 am: 21. Dezember 2006, 21:06:27 »

Hallo Winnie,
hallo Alue,

danke für Eure Beiträge. Jetzt bin ich aber vollständig platt. Ich habe immer geglaubt, daß bei einer REHA durch die DRV ein Intensivprogramm hat. Immerhin ist Einstieg eine sechswöchige Maßnahme. Einzeltherapie einmal die Woche, das ist verdammt wenig. So war das bei der Mutter-Kind-Kur auch und der Arzt sagte mir, man kann es nicht mit einer REHA vom Rententräger vergleichen.

Ich glaube auch, daß es für den eigenen Erholungswert ohne Kind besser ist. Aber ich habe niemanden, wo ich meinem Kleinen lassen kann und so lange ohne Mama ist auch nicht gut. Sicher ist es grausam, wenn Kinder erleben, daß die Polizei einen abholt, aber ich hoffe, daß das nicht Tagesordnung ist.

Die Kinder gehen doch in eine KITA, oder? Am Wochenende muß man sich dann wohl selber kümmern, oder kann die auch mal abgeben? Kann man am Wochenende nach Hause fahren?

In der Tagesklinik bekommt man auch nur die Richtung vorgegeben? Klar man schleppt den Müll jahrelang herum. Wie viele Wochen ist denn Tagesklinik. Habe mal was von 17 Wochen gelesen.

Gruppentherapie ist für mich eine Horrorvostellung. Immerhin macht man ja Seelenstriptease und das dann noch vor so vielen Anderen? Warum wird denn auf diese Form so viel Wert gelegt?

Liebe Grüße
Monika
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Ciao und herzlichen Dank.

Monika
juergengrisu
Gast
« Antworten #5 am: 21. Dezember 2006, 22:39:57 »

Hallo Monika

Ich begrüße dich hier erstmal ich weiß genau wie du dich fühlst bei mir ist genauso ich kann dir eine Super Klinik empfehlen :Psychosomatische Klinik in Bad Bramstedt da war ich schon 3 mal...... die kümmern sich um einen...

liebe grüße
Jürgen
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Alue
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WWW
« Antworten #6 am: 21. Dezember 2006, 23:43:28 »


danke für Eure Beiträge. Jetzt bin ich aber vollständig platt. Ich habe immer geglaubt, daß bei einer REHA durch die DRV ein Intensivprogramm hat. Immerhin ist Einstieg eine sechswöchige Maßnahme. Einzeltherapie einmal die Woche, das ist verdammt wenig. So war das bei der Mutter-Kind-Kur auch und der Arzt sagte mir, man kann es nicht mit einer REHA vom Rententräger vergleichen.

Ich denke mal, dass es auch ein bisschen abhängig von der Klinik ist.
Bei meinem letzten KKH-Aufenthalt hatte ich eine Mitpatientin, die vorher zur Reha war. Sie hatte dort vom Arzt gehört, dass die Reha nicht intensiv genug sei, sie solle in die Psychiatrie gehen, auf eine Psychotherapiestation.
Sechs Wochen sind nichts. Eine stationäre Psychotherapie in einer Akutklinik dauert durchschnittlich zwölf Wochen. Genauso lange dauert auch ungefähr die Tagesklinik.
Ein Einzelgespräch pro Woche kann ziemlich viel sein. Dazu kommen mehrere Gruppengespräche. Auch in der Ergotherapie werden oft Gruppenarbeiten durchgeführt, die gemeinsam besprochen werden. Und Körpertherapie/soziales Erleben oder wie auch immer man das nennen mag, kann auch völlig neue Erkenntnisse über einen selbst bringen. Damit hat man gedanklich genug zu tun, um die Woche auszufüllen.

Zitat
Sicher ist es grausam, wenn Kinder erleben, daß die Polizei einen abholt, aber ich hoffe, daß das nicht Tagesordnung ist.

Ich dachte, Voraussetzung für eine Reha ist, dass man nicht akut suizidgefährdet ist. Also dürfte es eher die Ausnahme sein, dass jemand aus der Reha geholt wird und auf die Geschlossene kommt. In einem Krankenhaus kann das schon leichter passieren.
In der Reha hast Du aber wohl eher die Chance, auch Dein Kind mitzunehmen.

Zitat
Kann man am Wochenende nach Hause fahren?

Bei meinen Therapien war es so geregelt, dass man nach einer gewissen Zeit jedes zweite Wochenende zu Hause übernachten durfte, das nannte sich "Belastungserprobung". Bedenke aber, dass eine Rehaklinik nicht unbedingt in der Nähe von Deinem Wohnort ist. Kann sein, dass Du am anderen Ende der Republik einen Klinikplatz bekommst.

Zitat
In der Tagesklinik bekommt man auch nur die Richtung vorgegeben?

Natürlich. Dein Leben ändern musst Du schon selbst. Es gibt kein Allheilmittel bei psychischen Krankheiten und die Ärzte und Therapeuten sind keine Wunderheiler.

Zitat
Gruppentherapie ist für mich eine Horrorvostellung. Immerhin macht man ja Seelenstriptease und das dann noch vor so vielen Anderen? Warum wird denn auf diese Form so viel Wert gelegt?

Aber den Seelenstriptease müssen doch alle mitmachen. Es fällt jedem schwer, sich vor mehreren Leuten zu öffnen. Zum einen hat das was von Konfrontation - Du wirst mit Deinen Ängsten vor der Reaktion der anderen konfrontiert. Und wirst merken, dass die anderen völlig anders reagieren, als Du befürchtest. Ganz im Gegenteil. Du wirst Bestätigung bekommen von allen anderen, du wirst merken, dass Du mit Deinen Problemen nicht alleine dastehst, dass die anderen ähnlich empfinden. Außerdem kann eine Gruppe unheimlich gut "spiegeln". Die Gruppe kann Dir Rückmeldung darüber geben, wie Du auf andere Menschen wirkst. Das unterscheidet sich oft nämlich völlig von dem, wie man sich selbst empfindet.

LG
Alue
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Frodo: "Ich wünschte, all das wäre nie passiert."
Gandalf: "Das tun alle, die solche Zeiten erleben, aber es liegt nicht in ihrer Macht, das zu entscheiden. _Wir_ müssen nur entscheiden, was wir mit der Zeit anfangen wollen, die uns gegeben ist."
Monika
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« Antworten #7 am: 23. Dezember 2006, 15:49:53 »

Hallo Jürgen,
hallo Alue,

danke für Eure Beiträge. Jürgen ich glaube das Bad Bramstedt eine Superklinik ist (habe ich auch schön öfters gelesen), aber erstens sucht die DRV den Standort aus und zweitens, falls es eine KUR gibt, dann gebe ich meine chronische Bronchitis mit an. Also werde ich sicherlich und hoffentlich an die See geschickt.

Wie oft spricht man bei einer REHA den Arzt? Ich vermute mal, einmal die Woche?! Müssen die Therapeuten an den Arzt berichten, oder hat man einen Bezugstherapeuten?

Alue, klar ist die Fremdwahrnehmung eine Andere. Habe das auf einem Seminar erlebt, als meine Kollegin und ich morgens in der Pampa auf Abholung warteten. Es regnete, wir hatten keinen Schirm und suchten krampfhaft nach einer Telefonzelle (die gab es nicht mal auf dem Minibahnhof). Man hatte uns vergessen! Kurz vor Seminarbeginn kamen wir gestreßt und durchnässt an. Nun noch die Koffer ins Zimmer, nasse Sachen aus und im Dauerlauf zum Seminar. Sekundengenau pünktlich geschafft. Eigenwahrnehmung: völlig gestreßt! Fremdwahrnehmung: abweisend (das kam bei einem späteren Gespräch zufällig heraus).

Freue mich über weitere Beiträge.

Ich wünsche allen ein schönes, besinnliches Weihnachtsfest.

Viele Grüße
Monika
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Ciao und herzlichen Dank.

Monika
loope
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« Antworten #8 am: 31. Dezember 2006, 00:40:02 »

Hallo Monika.

Du scheinst ja richtig Bauchschmerzen zu haben was klinikunterstützte Behandlung anbelangt. Du glaubst ja gar nicht wie gut ich das verstehen kann.

Ich möchte nur kurz erzählen: Ich, der Mensch der immer mitten im Leben stand litt plötzlich unter Depressionen und Angstzuständen. Ich brauchte lange Zeit um überhaupt mit meinem Hausarzt einmal darüber zu reden. Erste Experimente mit Psychopharmaka folgen. Mir ging es immer schlechter. Man mußte mich fast zwingen eine Psychotherapeutin aufzusuchen. Nur mit Widerwillen bin ich hin. Trotz medikamentöser Einstellung und 50 Min. die Woche an Therapie kam ich nicht mehr klar. So bin ich dann zuerst einmal in einer Tagesklinik gelandet.

Heute sage ich: Gott sei Dank !

Tagesklinik bedeutet im Regelfall 12 Wochen. Ich kam nun voller Vorurteile in diese Tagesklinik und hatte schlichtweg Angst vor den nun folgenden langen 12 Wochen. Heute weiß ich das ich damals alles an Abwehrmechanismen aufgebaut hatte was eben ging. Ich konnte einfach nicht akzeptieren das ich krank bin. Vorher bin ich wöchentlich 50 Minuten zur Therapeutin gegangen. 50 Minuten die Woche sind aber ein Witz in der Situation. Hatte immer noch Kraft genug diese 50 Minuten in meinem Sinne hinzukriegen. "Ich bin nicht krank!"

Die Tagesklinik wirkt da anders:

Die Voraussetzungen: Du bist in der glücklichen Lage noch eine gute Eigenreststruktur zu haben. Du kannst Dein Leben also noch gestalten und Dich gegebenen Regeln unterordnen.

Die Vorteile: Du kommst jeden Tag nach Hause, hast Samstags, Sonntags und an Feiertagen "frei".

Die Nachteile: Im Nachhinein: KEINE !!!

Ich habe Gruppentherapie gehasst! Öffnen vor anderen? Nein! Ich nicht! Plötzlich sollte ich in der Gruppe Dinge über mich erzählen die ich doch auch sonst niemandem erzählen konnte. Diese "Dinge" waren doch bitteschön mein Problem.

Auf einmal konnte ich mich aber "öffnen". Und das hat so gut getan !!!!!
Diese langen 12 Wochen sind dann wie im Flug vergangen.

Ich kann eine Tagesklinik nur empfehlen. Ich mußte mich aber auch nicht um ein Kind kümmern. Das müßtest Du dann für diese Zeit halt organisieren. Dein Kind sieht Dich aber jeden Tag und am Wochenende bist Du komplett für es da.
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Dieser Kommentar ist stets nur meine Meinung und stellt niemals eine Rechtsberatung dar.

Alles wird gut. So oder so.

Mit freundlichen Grüßen
Loope
Leonardo
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« Antworten #9 am: 01. Januar 2007, 14:36:18 »

Hallo Monika,
ich selbst war 1996 in der Klinik in Bad Bramstedt und habe dort eine 9-wöchige Verhaltenstherapie gemacht. Gerade die Gruppentherapie und Sporttherapie sind wichtig. Mir hat der Aufenthalt überhaupt nichts gebracht. Mein Therapeut, den ich heute habe meinte zu mir, dass Aufgrund meiner Erkrankung (Ängste, Depressionen, Traumatiesierungen) diese Therapieform bei mir nicht helfen konnte. Aber dies ist ja bei jedem anders.
Auf der eine Seite kann ich deine Ängste verstehen was auf dich zukommt, aber auf der anderen Seite habe ich das Gefühl, dass du nur etwas abarbeiten willst. Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass dich kein Therapeut gesund machen kann. Dies kannst nur du selbst. Sie können nur einRüstzeug an die Hand geben. Den Einsatz damit, mußt du aber vornehmen. Ob Verhaltenstherapie, tiefenpsychologie etc. für dich das Richtige sind muß du für dich selbst heraus finden. Aus deinen Zeilen entnehme ich, dass du dich anderen Menschen nur ganz schwer öffnen kannst. An diesem Punkt solltest du meiner Meinung nach ansetzen. Denn was du brauchst ist Vertrauen in dir selbst und in andere.
Da ich schon 18 Jahre mit meiner Krankheit leben und erst jetzt einen Weg aus allem gefunden habe, den ich gehen will, kann ich nur sagen, man muss eine Menge Geduld mitbringen. Ich gehe mit meinem Therapeuten einen Weg, der so in keinem Lehrbuch steht und den es eigentlich so nicht geben dürfte. Aber ich erziele meine Erfolge damit, auch wenn es manchmal nur kleine sind.
Finde jeder Mensch muss seinen eigenen Weg fiden, was jedoch bedeutet, dass man zu sich und anderen immer ehrlich ist. Zudem muss man im hier und heute leben und nicht in der Vergangenheit. Dies hört sich zwar ziemlich leicht an, aber ist verflucht schwer. Nur wer die Vergangenheit hinter sich lässt und verzeiht, sich und anderen, ist erst dann bereit seinen Weg zu gehen.

Gruß Leonardo
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