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Sonntag, 12. Februar 2012
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Autor Thema: Entlassungsbericht ReHa/Arbeitsfähigkeit/Erwerbsminderungsrente  (Gelesen 12243 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Sister Golden Hair
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« am: 07. Januar 2007, 17:43:05 »

Hallo,

sorry, ich bin neu hier, und in Foren bisher nicht bewandert.
Ich hoffe, das ist ok so, daß ich nun ein neues Thema eröffnet habe,
das im Grunde kein neues ist.

Habe das Thema etwas weiter unten schon mal gesehen.

Ich war bis vor Weihnachten knapp 6 Wochen in einer psychosomat. ReHa,
mit mehr oder weniger Erfolg. M. E. eher weniger, und zu hause bin ich direkt wieder dekompensiert. So sah das zumindest meine Hausärztin, meine Neurologin sehe ich morgen.

Als ich in der Klinik ankam, war ich "total platt".
war seit 02.10. a. u. - ausgelöst durch unhaltbaren Zustand am Arbeitsplatz,
ne Menge Arbeit und Mobbingsituation seit 6 Jahren.
Privat habe ich auch noch einige Päckchen mit.

Eigentlich müßte ich jetzt etwas weiter ausholen,
aber das wäre dann wahrscheinlich zu viel.

Na ja, meine Bezugstherapeutin gab für mich sehr ambivalente Botschaften von sich.
Sie meinte zunächst, sie hat vollstes Verständnis dafür, daß ich mich erst mal stabilisieren möchte.
Ich hatte letztlich an einen Antrag auf E.Mi.Rente gedacht.... weil ich einfach nicht mehr konnte.

ich wollte u. a. erst mal wieder Vertrauen finden in mich, und in andere Menschen.
aber wahrscheinlich hielt sie mich für einen Drückeberger,
weil ich von Anfang an sagte, ich bin nicht gekommen, weil ich meine Arbeitskraft wieder herstellen will, sondern, weil ich endlich mal etwas Lebensqualität haben möchte.
Die vergangenen Jahre habe ich mich mühsam über Wasser gehalten,
ein Leben in dem Sinn, was man sich so vorstellt, war das nicht mehr.

Nun gut, bereits nach 3 Wochen sagte sie barsch, sie wird mich auf jeden Fall arbeitsfähig entlassen. Damit war ich nicht einverstanden, und dies sagte ich ihr auch.

Kurze Zeit später meinte sie dann wiederum, sie habe sich nochmals mit dem Chefarzt verständigt, ob ich evt. doch diese Rente beantragen soll, oder Maßnahmen zur Teilhabe am Arbeitsleben.
wobei ich natürlich nur eines von beiden beantragen könne.

U. a. wurde mir bereits zu Beginn der A. U. unberechtigterweise gekündigt,
die Arbeitsgerichtssache lief während der ReHa,
und so lange im Raum stand, daß ich zur Güteverhandlung persönlich erscheinen muß,
war ich noch total von der Rolle.

Daß ich nicht kommen muß, erfuhr ich dann definitiv 2 Tage vor dem Termin.
ok, danach entspannte ich mich etwas.
Dem Vergleich habe ich im Anschluß zugestimmt,
da es für mich keinen Sinn macht, an eine Arbeitsstelle zurück zu kehren,
die mit der Auslöser für meinen k.o. war.

Es war dann also klar, ab dem 01.01. würde ich arbeitslos sein. ok.
Und um eine neue Arbeitsstelle zu finden,
was mit 47 und einer nicht super qualifizierten Ausbildung nicht einfach ist,
sollte man doch einigermaßen wieder hergestellt sein.
und das war bzw. bin ich nicht wirklich. weder psychisch noch physisch.

Nachdem ich nach Weihnachten wieder a. u. geschrieben wurde,
machte mir auch noch meine Billig-Krankenkasse Probleme.
Anscheinend wollen die keine arbeitslosen Kranken.
was mir nicht ganz einleuchtet,
denn wenn man beim Arbeitsamt gemeldet ist und längerfristig a. u. ist,
geht das ja nach 6 Wochen auch an die Krankenkasse....

Eine Verlängerung in der ReHa war für mich auch nicht angedacht.
Meine Therapeutin sagte, das sei ja schön, wenn man das bei jedem machen könnte, aber das geht halt nicht............... (?!)
Ich habe aber nicht insistiert, weil zwischen Weihnachten und Neujahr ja eh nicht viel passiert wäre therapeutisch.

In der letzten Woche äußerte ich nochmals die ein oder anderen Bedenken,
da ich von Anfang an den Eindruck hatte, es bewegt sich bei mir nicht viel,
und ich drehe mich nur im Kreis.

OK, ich war etwas entspannter, aber so lange man sich in einem doch sehr geschützten Raum bewegt mit Menschen, die wissen wovon man spricht, ist das doch nicht die Realität. Aber ich ließ mir dann anscheinend alles so schön reden, daß ich selber dran glaute, es geht mir besser.

Ich wurde auf meinen Wunsch vorzeitig entlassen am 23.12.,
da es für mich keinen Sinn machte, über Weihnachten noch in der Klinik zu bleiben,
wenn ich mittwochs eh abreisen sollte.

u. a. wurde dies dann als Therapieerfolg deklariert,
daß die Behandlung so positiv verlaufen war, daß ich bereits 4 Tage früher entlassen werden konnte... (?!)

Den Entlassungsbericht habe ich auch an mich persönlich erbeten,
und der kam letzten Freitag.

Nachdem ich selbigen gelesen hatte,
war auch der Rest der Erholung im Eimer.

Neben rezidivierender depressiver Störung (natürlich mittelgradig)
werden mir außerdem Somatisierungsstörung, anorexia nervosa
und HWS/BWS-Syndrom bescheinigt.

damit kann bzw. muß ich ja leben, weil dies den Gegebenheiten entspricht.
abgesehen davon, daß ich nicht wirklich magersüchtig bin.
ich kann halt bei Streß wenig essen, deshalb bin ich sehr schlank.
42 kg zur Zeit bei 1,60 m.
im Bericht steht 47, was auch frisiert ist.

aber die "Zusammenschau" hat mich echt umgehauen.
hier steht u. a. folgendes:

aufgrund emotional nicht verarbeiteter Polytraumatisierung findet sich eine zunehmend depressive Persönlichkeitsstruktur MIT PARANOIDEN UND HISTRIONISCHEN ZÜGEN AUF MITTLEREM STRUKTUR NIVEAU  !

das hat mich echt umgehauen, denn es heißt im Klartext, ich leider unter Verfolgungswahn und bin hysterisch...................

Und ich frage mich natürlich auch, was ich dagegen unternehmen kann,
denn das ist ja schlimmer als ne Abmahnung in der Personalakte.
Da ist man doch in der "Schublade" und kommt nie wieder raus.

Eine Mitpatientin meinte, ich hätte nun schwarz auf weiß, daß ich verrückt bin,
aber wenn ich es keinem erzähle, sei es ja nicht so schlimm......................

u. a. bin ich auch noch latent suizidal.

Aber nebenbei zu erwähnen -
ich wurde voll arbeitsfähig entlassen mit 6 Stunden + mehr,
und keinerlei Einschränkungen!


Kann mir jemand raten, wie ich weiter vorgehen könnte?

Zunächst werde ich natürlich mit meinen Ärzten sprechen.
Ich möchte gegen diesen Bericht Widerspruch erheben, wenn möglich.
Und macht es dabei überhaupt Sinn, E. Mi Rente zu beantragen
oder berufliche ReHa? In meiner momentanen Verfassung werde ich garantiert keinen neuen Job finden.

Liebe Grüße

Ulli


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kallisto
Gast
« Antworten #1 am: 07. Januar 2007, 18:03:57 »

hallo ulli


erstmal herzlich willkommen und einen guten austausch



liebe grüße



kallisto
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Monika
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« Antworten #2 am: 07. Januar 2007, 18:34:53 »

Hallo Ulli,

erst einmal herzlich willkommen. Du hast mein volles Mitgefühl. Wir sind fast im gleichen Alter und auch mir wurde gekündigt. Arbeitsprozeß, Mobbing ist mir alles bestens bekannt.

Das Du eine REHA brauchtest, ist vollkommen klar. Bin seit Mitte vorigen Jahres arbeitslos, habe mich aber von den jahrelangen Strapazen noch nicht erholt. Es dauert eine lange Zeit bis der Körper auf Erholung umstellen kann, schließlich hat man ja auch jahrelang gelitten.

Ich fürchte, mit dem REHA-Bericht hast Du erst mal einen Stempel weg. Sprich mit Deiner Neurologin darüber. Die Kliniken werden von der DRV bezahlt und haben auch Ihre Quoten zu erfüllen. Also werden so viele wie möglich als gesund entlassen. Es wird im Moment auch kein guter Zeitpunkt sein, den Rentenantrag zu stellen. Also müßtest Du erst wieder AU sein usw.... Das ist ein Kampf und ein langer Weg.

Deine Krankenkasse macht Streß. Meine auch und die ist keine Billigkrankenkasse. Habe für ganze 12 Tage Krankengeld bezogen und wurde vom MDK nach Aktenlage ab morgen gesund geschrieben. Wenn die Feiertage nicht gewesen wären, wahrscheinlich dann noch weniger. Gehe jetzt in den Widerspruch.
Habe den Eindruck, daß die Krankenkassen bei Arbeitslosen noch schlimmer sind.

Verrate mir bitte wo Du zur KUR warst.

Kopf hoch und laß Dich nicht unterkriegen.   
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Ciao und herzlichen Dank.

Monika
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« Antworten #3 am: 07. Januar 2007, 19:31:38 »

Hallo  Monika, hallo Kallisto?
gehts jetzt an alle? null Plan Schockiert) aber das wird schon...

lieben Dank für die schnelle Rückmeldung. das geht ja echt fix.

tja, ich war 20 Jahre bei der BEK versichert,
da hatte ich in keiner Weise Probleme.
Psychotherapie, und ein sehr teurer Reitunfall mit wochenlanger Krankengeldzahlung.
kein Thema.

dann habe ich mich bequatschen lassen, um ein paar Euro zu sparen monatlich.
habe lange überlegt, da ich ja nun auch schon ins fortgeschrittene Alter komme, und man dann ja eigentlich froh sein könnte, ne Kasse zu haben, die mal was mehr macht.
aber da ja 95 % aller Leistungen eh überall gleich sein sollen...

und bin dann zur IKK gewechselt.
ok, die IKK war früher die Krankenkasse der Handwerker.
und welcher Handwerker konnte sich schon leisten krank zu sein??

ich weiß nicht, wie oft ich mit denen telefoniert habe in den letzten Wochen,
aber jedes Mal hab ich einen anderen dran, und die linke Hand weiß nicht was die rechte tut.

das ist schon geil.

ich war ja direkt nach Weihnachten wieder a. u.
freitags rief mein Krankengeldsachbearbeiter an, der meinte nur, ich sei ja arbeitsfähig aus der ReHa entlassen, und da ich zum 31.12. gekündigt sei, ob ich denn schon ne neue Beschäftigung hätte... klar, die schnitzt man sich in der ReHa ja auch noch aus den Rippen, oder findet die in 2 Tagen nach Weihnachten.

ich sagte ihm, daß ich den Entlassungsschein geschickt habe und eine neue A. U.
da meinte er, WIE und jetzt sind sie wieder krank??? das fände er aber etwas skurril... usw.
und meinte dann, ja er wisse dann Bescheid.
linke Bazille...
denn - bereits am nächsten Tag war ein Brief da, daß ich arbeitsfähig entlassen wurde für mindestens 3 Stunden dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen könnte (wie kam er zu dieser Weisheit? da die Klink ja sogar auf 6+ entschieden hat!)  und somit sei meine A. U. zum 31.12. beendet und ich soll "zum" Agentur für Arbeit gehen...

Meine Hausärztin - die Neurologin hatte Weihnachtsferien - meinte dann nach Neujahr, da rufen wir gleich mal an, und sagte, die Patientin ist nicht für 3 Stunden arbeitsfähig, die ist zur Zeit überhaupt nicht arbeitsfähig. Attest schickte sie hinterher und ich den Widerspruch.
... da muß ich nochmals nachhaken, wollte ne Bestätigung und hab noch keine bekommen... klar

Also, in der ReHa war ich in St. Blasien in der Weißenstein-Klinik.
soll angeblich nen guten Ruf haben für Psychosomatik,
aber ich fands Schrott.

Zertifiziert können die auch nicht sein,
so hinterwäldlerisch wie die den Ablauf noch regeln.
Ich war am Tag meiner Anreise total überfordert.
4 Stunden Fahrt, hab ich die Klinik gerade so gefunden,
mich angemeldet. dann hat mich die Pflegedienst-Tussi auf mein Zimmer gebracht, und zuvor mich zugetextet mit allen möglichen Infos, daß ich angefangen habe zu heulen.

dann kurze Zeit später Termin bei der Bezugstherapeutin, und beim behandelnden Arzt.
Da hatten sie wohl einen Fehler gemacht in der Terminkoordination,
als ich bei der Psychologin war, rief der Arzt schon an wo ich bleibe,
und dann wollten sie mir gleich das Versäumnis andichten.
aber ich hatte ja meinen tollen Terminzettel.

die Eingangsuntersuchung des Arztes war ein Hohn,
zack zack und dafür wird der sicher auch noch richtig gut bezahlt.
und Gynäkologe, was will der denn in der Psych?
und von Gynäkologie war in keinster Weise eine Rede,
obwohl das für mich auch ein Thema gewesen wäre,
und sie auch mit "gyn. Somathik" werben auf der Homepage.

er fragte mich nach OP*s und ich sagte, außer meinem Reitunfall - nicht daß ich wüßte - da meinte er recht patzig, ja wenn ich es nicht weiß, wieso er es dann wissen soll.
aber ich war zu müde und zu kaputt, um mich aufzulehnen.

Und die Psychotante hat mich dann wohl auch gleich abgecheckt.
kommst da gestreßt rein nach langer Fahrt und wurdest schon zugemüllt,
dann steht gleich im Bericht, du bist ängstlich, deine Stimmlage ist tonlos usw und so fort. z. K.

dann bekommt man nebenher noch diesen Psych-Testbogen - was weiß ich - dieses gängige Teil - den hab ich dann beflissen noch ausgefüllt am gleichen Abend, und da mir nun auch  noch eine - entsprechend meiner Bildung - durchschnittliche Intelligenz zugebilligt wurde, mußte ich in der Tat manche Fragen mehrmals lesen, bis ich überhaupt noch kapierte was die wollen...
und wenn man aus Unkonzentriertheit oder Müdigkeit das Kreuz am falschen Kasten macht, ist man gleich ein Psychoth!............................

Dann wird ein Pseudo-Vertrauensverhältnis aufgebaut, damit Du Dich öffnest.
ich bin dahin gefahren in der Absicht, etwas zu bewegen,
und ich habe zu meiner Neurologin gesagt, ich lege alle Karten auf den Tisch.
heute muß ich sehen - dies war ein großer Fehler.
ich dachte halt, wenn ich möchte, daß mir geholfen wird, nützt es ja nichts, wichtige Begebenheiten zu verschweigen................. .

Na ja, ich könnte jetzt noch ewig so weiterschreiben Schockiert)
für mich war das Wichtigste, als Mensch wieder unter Menschen zu sein.
Zu sehen, ob ich mit Menschen überhaupt noch klarkomme,
und das hat sehr gut funktioniert. mir wurde eine Menge Zuneigung zuteil.
und das nehme ich mit aus dieser Müll-Klinik. meine Mitpatienten.

obwohl ich natürlich von Anfang an gesagt habe, das ist nicht die Realität.
wenn man ähnliche Probleme hat, ist ein gewisses Basisverständnis ehedem vorhanden.
so, wie Du mich jetzt gleich verstanden hast und ich Dich Schockiert)

Klar, diese Kliniken - dies habe ich auch schon von anderen Patienten erlebt - sind natürlich aus Existenzgründen daran interessiert, möglichst viele Patienten arbeitsfähig zu entlassen. sonst könnten sie ja über kurz oder lang den Laden dicht machen. Und das ist nicht nur den Angestellten nicht lieb, sondern auch den GF's. dort sah es für mich so aus, als habe da einer, der viel Grund und  Boden hatte, eine Klinik aus dem  Boden gestampft, und gleich auch noch die Straße nach sich benannt. und der will da auf Dauer ja auch noch was ziehen, bzw. seine Nachkommen...

dafür wird man dann eben als Einzelner, der schon ziemlich am Boden ist, noch ein wenig weiter in den Boden hinein gestampft. Schockiert)

aber das ist ja nur die verwirrte Meinung einer Frau, die paranoid und hysterisch ist Schockiert))
aber wie gesagt  - dabei voll arbeitsfähig Schockiert)) plem plem, aber arbeitsfähig. Schockiert)) das ist die Hauptsache... die Psych-Tante sagte - sie werden noch gebraucht - ja, klar, um Steuern zu zahlen - WAS SONST? Schockiert)))

Liebe Grüße
melde mich ab für heute - au revoir

Ulli
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« Antworten #4 am: 07. Januar 2007, 22:59:34 »

Hallo Ulli,

ich wollte hauptsächlich mal etwas zu diesem Abschnitt von Deinem Posting etwas sagen:

aufgrund emotional nicht verarbeiteter Polytraumatisierung findet sich eine zunehmend depressive Persönlichkeitsstruktur MIT PARANOIDEN UND HISTRIONISCHEN ZÜGEN AUF MITTLEREM STRUKTUR NIVEAU  !

das hat mich echt umgehauen, denn es heißt im Klartext, ich leider unter Verfolgungswahn und bin hysterisch...................

Ich fürchte, da hast Du etwas falsch verstanden. Paranoide Züge heißt nicht, dass Du Verfolgungswahn hast. Denn Du hast keine paranoide Psychose gehabt. Es gibt daneben nämlich auch eine paranoide Persönlichkeitsstörung, die sich folgendermaßen äußert:

"übertrieben empfindlich, nachtragend, misstrauisch, Neigung zu Missdeutungen (verächtlich, abwertend, feindlich), streitsüchtig, krankhaft eifersüchtig, dabei selbstbezogen bis zu überhöhtem Selbstwertgefühl u. a. Zu dieser Gruppe gehören auch die fanatisch-expansiven, sensitiven (krankhaft selbstunsicheren) und querulatorischen (nörgelsüchtigen) Persönlichkeitsstörungen. Differentialdiagnostisch (was könnte es sonst noch sein?) abzugrenzen sind wahnhafte Störungen und paranoide (wahnhafte) Schizophrenie."
(Quelle: http://www.psychosoziale-gesundheit.net/seele/persoenlichkeit.html)

Und Du hast ja nicht mal eine Persönlichkeitsstörung, sondern entsprechende Züge auf mittlerem Niveau. D.h. es treffen längst nicht alle dieser Merkmale auf Dich zu (auch bei einer Persönlichkeitsstörung treten nicht in jedem Fall alle diese Verhaltensweisen auf).
Genauso bedeutet histrionisch auch nicht gleich hysterisch.

Übrigens, wenn man sich die Merkmale von Persönlichkeitsstörungen so durchliest... jeder "normale" Mensch findet bei jeder Störung irgendwelche Merkmale von sich selbst dort wieder.
Schau Dir ruhig mal den obigen Link dazu an. Ist recht ausführlich behandelt dort das Thema.

Es ist anzumerken, dass Ärzte und Therapeuten oft vorsichtig sind mit Diagnosen von Persönlichkeitsstörungen. Entsprechend sind sich auch nicht immer alle einig. Ich glaube schon, dass sich Therapeuten lieber ihr eigenes Urteil bilden.
Wer kriegt denn eigentlich diesen Bericht zu lesen? Es sind doch nur qualifizierte Leute, die mit der Diagnose auch etwas anfangen können und Dich eben nicht als paranoid abstempeln.

Und wenn Du Rente beantragen willst... ist es da nicht besser, eine möglichst "schwerwiegende" Diagnose gestellt zu bekommen???

Gruß
Alue
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Frodo: "Ich wünschte, all das wäre nie passiert."
Gandalf: "Das tun alle, die solche Zeiten erleben, aber es liegt nicht in ihrer Macht, das zu entscheiden. _Wir_ müssen nur entscheiden, was wir mit der Zeit anfangen wollen, die uns gegeben ist."
Monika
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« Antworten #5 am: 07. Januar 2007, 23:43:05 »

Hallo Ulli,

Deine Geschichte ist schon kraß, aber Du schreibst wie Du bist, frei von der Seele und nicht alles so gesellschaftlich verpackt. Ich könnte noch ewig lesen.

Also, zuerst zu Deiner Krankenkasse. Magst ja Recht haben, daß Du in den Müll gegriffen hast, aber erstens weißt Du nicht, ob die BEK auch Arbeitslose nicht anders behandelt und zweitens die Zeiten sind härter geworden. Und Krankenkassen wollen schieben.

Geht es um eine Kur, sagen die: Wir nicht, probieren Sie es bei der Rentenversicherung. Das habe ich hinter mir, nur die Rentenversicherung hat keine Mutter-Kind-Kuren. Sollte denen ja auch mal zu Ohren gekommen sein. Na, nach einigem Hick und Hack, bekam ich dann eine Kur.

Aber zusätzlich durfte ich mich von der Krankenkassenangestellten erst einmal richtig lang machen lassen. Was, sie wollen erstmalig im Leben eine Kur? Dann ist ja Ihre Erwerbsfähigkeit gefährdet.  Oder fahren Sie doch mit Ihrem Kind in den Urlaub. Na irgendwie muß man die doch abwimmeln, nicht war? Der medizinische Dienst hat nach Aktenlage abgelehnt. Dann bin ich in den Widerspruch. Und weil die Sachbearbeiterin so frech war, habe ich mich beim Vorstand (nicht Vorgesetzter) der Krankenkasse beschwert. Honigsüß rief mich diese zickige Sachbearbeiterin an und machte mir die freudige Mitteilung, daß meine Kur genehmigt wurde.

Und weißt Du wo ich versichert bin? Bei der DAK! Machen die doch nach dem Test, eine riesige Werbung. Sie sind die Nr. 1. !!!! Ja für wen denn? Für Gesunde!!

Jetzt wurde ich nach Aktenlage gesund geschrieben (nach 12 Tagen Krankengeld), also das ich dann wieder bei der AA lande. Das so etwas überhaupt erlaubt ist. Bei der DAK kommt aber der medizinische Dienst jeden Dienstag ins Haus (das hat mir die Krankenkasse bei meiner KUR geflüstert). Die sind wirklich auf Schmusi Du und große Verschiebetechniker. Stellst Du einen Rentenantrag in der AU, ist ja mit dem Krankengeld auch vorbei. Die schieben Dich zur AA.

Die Welt ist schon verrückt geworden, bzw. hat man ja in Deutschland Jahrzente aus den vollen gelebt und nun hat keiner mehr Geld. Die Politiker ändern fast monatlich irgendwelche Gesetze und versuchen an anderer Leute ihr Geld gekommen.

Noch nennt es sich ja Sozialversicherung, aber ist denn wirklich so? Als Kranker bist Du der Krankenkasse unangenehm, als Rentner der DRV, als Frührentner sowieso und die AA behandelt ihre Arbeitslosen wie faule Säcke. Aber wo sind denn die vielen Jobs? Wer dann in Hartz4 abrutscht hat denn gar nichts mehr zu lachen. Eingliederungsvereinbarung, Sanktionen, 1 Euro-Jobs usw.

Alte und Kranke will die Gesellschaft sowieso nicht haben. Aber Kinder auch nicht (obwohl sie anders reden).

Also ärgere Dich nicht wegen Deiner Krankenversicherung, die Zeiten werden immer härter und die Krankenkassen, die jetzt vielleicht noch human sind, sind es evtl. in einem Jahr auch nicht mehr.

Es ist schon erschreckend, was ich aus Deiner Kur gelesen habe. Sollte ich zur KUR fahren, bin ich ja vorgewarnt. Aber das schützt natürlich nicht. Sowie ein Arzt dann der Meinung sein, er hätte irgendwas so und so gedeutet, schreibt der das zu Papier. Wie wird man denn den Stempel wieder los?

Dort wo Du warst, ist wohl keine Kureinrichtung sondern ein Überfallkommando. Also Rentenantrag mit arbeitsfähig über sechs Stunden, halte ich für aussichtlos. Maßgeblich sind jedoch nicht ausschließlich die Diagnosen, sondern die Einschränkungen, die sich damit verbinden. Vielleicht haben die Dir den Stempel hysterisch aufgedrückt, weil Du schon zur Ankunft geheult hast. Habe ja gedacht, daß die wissen, daß dort Kranke kommen und die auch fertig sind.

Sei bloß froh, daß die Kur nicht verlängert wurde. Und die "vorzeitige Abreise" war denen ja herzlich willkommen, da können sie ja glänzen wie gut sie sind.

Hast Du die Kur selber beantragt? Wurde Dir die Kureinrichtung zugewiesen, oder hast Du sie ausgesucht? Aufgrund der Kurdauer gehe ich davon aus, daß der Kostenträger die Rentenversicherung war und nicht die Krankenkasse, ja?

Bist Du im VDK? Bei mir hier gibt es zwischen 13.00 Uhr und 14.00 Uhr eine telefonische Beratung. da ist die Juristin dann selber dran. Die können Dir genauer raten.

Schreibe bitte was Deine Neurologin dazu gesagt hat.

Liebe Grüße und Kopf hoch.
   
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Ciao und herzlichen Dank.

Monika
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« Antworten #6 am: 08. Januar 2007, 02:49:12 »

Hallo Ulli.

zuerst einmal möchte ich auf die Zusammenfassung Deines Entlassungsberichtes eingehen. Diese Beurteilung ist nicht wirklich gut. Dann bist Du auch noch ein par Tage ehr gegangen. Wegen Weihnachten.

Zitat
aufgrund emotional nicht verarbeiteter Polytraumatisierung findet sich eine zunehmend depressive Persönlichkeitsstruktur MIT PARANOIDEN UND HISTRIONISCHEN ZÜGEN AUF MITTLEREM STRUKTUR NIVEAU  !

Histronisch:
Histrionisch kommt vom lateinischen: histrio = Schauspieler, Gaukler, also ein aufsehen-erregendes, theatralisches Auftreten provozierend.
Paranoid:
Wenn Sie Überzeugungen oder Ideen haben, die niemand sonst mit Ihnen teilt oder Ihnen glaubt, kann es sich um Wahnvorstellungen handeln. Diese Überzeugungen sind für Sie selbst sehr real, und es ist schwierig, davon Abstand zu nehmen. Sie sind ein häufiges Kennzeichen der Schizophrenie. Warum sie auftreten, ist nicht vollständig geklärt. Jeder Mensch hat zeitweise irrationale Gedanken, aber in der Regel erkennt man, dass sie falsch sind, und so können sich diese Ideen nicht festsetzen und werden nicht zu Wahnvorstellungen.
Mittleres Strukturniveau:
Mittlere Störung. ?Mittleres Strukturniveau?. Pathologischer Narzißmus. ? Spätere Störung.


Sei mir bitte nicht böse wenn ich hier ehrlich etwas sagen möchte. Die Sache ist nicht rund. Sie wird nicht funktionieren.

Hiermit möchte ich Dir keinesfalls zu nahe treten. Du machst da grundsätzlich etwas nicht optimal.

Liebe Grüße
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Alles wird gut. So oder so.

Mit freundlichen Grüßen
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« Antworten #7 am: 08. Januar 2007, 19:38:18 »

Hallo Ulli,

auch von mir ein paar Worte....ich meine es auch nur gut mit dir.

In einem Forum kommt so manches *verkehrt* rüber...:-)

Das du gesagt hast du *willst die Rente*, das war nicht gut, die werden da seeehr hellhörig, und das du dich vorzeitig entlassen hast...da schließe ich mich Loopi an.

Ich war auch einmal in deiner Situation und habe mich auch wundern müssen.

Und verrückt, was issen das ? :-)

LG  Fossy

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« Antworten #8 am: 08. Januar 2007, 21:55:46 »

Hi "Leute" ...
sagte immer eine liebe Tischnachbarin, die aus Russland stammte...

möchte mich erst mal herzlich bedanken für Eure Rückmeldungen.
Insbesondere auch für Deine, Monika Schockiert)

tja, ich habe  mir schon öfters sagen lassen, ich schreibe kurzweilig,
aber dennoch manchmal zu viel und zu lang,
so daß ich evt. meine Kohle verdienen sollte/könnte mit Bücher schreiben.
Habe nur noch nicht das rechte Thema gefunden.
ich dachte schon mal an "Mobbing als Führungsinstrument",
aber dafür ist bisher meine Bildung nicht wissenschaftlich genug.

ich kann jetzt leider auf die einzelnen Beiträge nicht mehr eingehen,
weil ich den ganzen Tag schon unterwegs bin. es war anstrengend,
und auch eine Anorektische muß hin und wieder mal was essen... Schockiert)

was ich nicht optimal mache, weiß ich jetzt nicht so ganz genau,
und als ich da ankam in der Klinik hab ich halt so gesagt wie ich mich damals gefühlt habe - ich wollte einfach nur noch meine Ruhe haben, weil ich total ausgepowert war...

und daß ich vor Weihnachten noch abreisen wollte...
lag ja nur daran, daß über die Feiertage eh nix passiert,
und daß dann wenigstens meine Mutter nicht alleine zu hause rum sitzen mußte.
haben sie mir ja auch noch attestiert, daß ich meiner Mutter gegenüber Verantwortungsgefühl habe... daß sie das gleich wieder in Points für sich umrechnen würden, da hab ich ja auch nicht dran gedacht... und selbst dann hätt ich es nicht eingesehen, daß ich da die Feiertage absitze.
wäre aber schon eine Überlegung wert im Nachhinein betrachtet... Schockiert)


OK, Näheres morgen, denk ich - wünsche alleseits einen erholsamen Abend

Ulli

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« Antworten #9 am: 08. Januar 2007, 22:26:04 »

Hallo Ulli.

Bitte verstehe meinen vorherigen Beitrag bitte nicht als Angriff oder so. Denn wa passiert ist ist passe und es ist müßig hier noch was ändern zu wollen. Will halt nur darauf hinweisen das es immer verschiedene Betrachtungsweisen gibt auf die man gedanklich auch immer eingehen sollte.

Denn das Leben geht ja weiter.

Liebe Güße
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Alles wird gut. So oder so.

Mit freundlichen Grüßen
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« Antworten #10 am: 08. Januar 2007, 22:43:39 »

Hi, bin noch kurz on,
aber muß echt gleich in die Kiste.

nee, ich habe bestimmt nichts falsch verstanden. Schockiert)
und bevor ich hier jetzt noch aus Müdigkeit Müll von mir gebe,
verabschiede ich mich definitiv auf die nächsten Tage. Schockiert)

Gute N8

Ulli
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« Antworten #11 am: 08. Januar 2007, 23:26:56 »

Hallo Fossy,

warum darf ein Kranker in der Kur nicht sagen, daß er in Rente will? Klar sind die Kureinrichtungen dafür da, um den Gesundheitszustand wieder zu verbessern. Aber immerhin ist dort auch noch der Sozialdienst und dann die ewigen Fragen: Wie geht es weiter, was haben sie vor.

Sei bitte so nett und begründe mir doch Deine Aussage.

Danke und liebe Grüße
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Ciao und herzlichen Dank.

Monika
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« Antworten #12 am: 09. Januar 2007, 09:53:56 »

Guten Morgen,
um das auch noch kurz zu sagen,
es wurde bei der Aufnahmeuntersuchung auch noch erwähnt,
daß "wegen meiner depressiv-paranoiden Betrachtungsweise" ein Rentenwunsch besteht  Schockiert)

weiter oben hat ja ein Teilnehmer gesagt, wenn man die Rente haben möchte, ist es doch gut, wenn die Diagnose möglichst gravierend ist. oder so ähnlich.

ja, das mag schon stimmen.
aber für mich - und nicht nur für mich - war die Diagnose schon heftig,
nur - bin ich nun trotzdem voll arbeitsfähig........................

vielleicht finden wir die Diagnose auch nur so heftig, weil wir Laien sind...................

ok, habe nur kurz rein geschaut.

viele Grüße und einen guten Tag!

Ulli

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« Antworten #13 am: 09. Januar 2007, 10:20:34 »

Hallo Ulli,

Du warst doch bei Deiner Neurologin. Was hat die denn dazu gesagt?

Ciao
Monika
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Ciao und herzlichen Dank.

Monika
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« Antworten #14 am: 09. Januar 2007, 11:06:43 »

sorry, jetzt ist mir gerade die gesamte ausführliche Antwort weggeflutscht *wäh*
ich probiers später noch mal. das ist mir jetzt grad zu viel, den ganzen Mist nochmals zu schreiben...

Liebe Grüße
Ulli
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« Antworten #15 am: 09. Januar 2007, 13:14:35 »

Hi, da bin ich noch mal.

also, um es kurz zu machen - meine Neurologin hat mich im Regen stehen lassen.
Ich hatte keinen richtigen Termin, da ist immer die Hölle los, und dann auch noch MONTAG.

sie hatte den Bericht erst  kurz "überflogen" zuvor, und meinte, der sei doch gar nicht so schlecht (?)
da mag man geteiler Meinung sein.
für die Klinik war er gut, für mich weniger gut, würde ich mal sagen.

weiß gar nicht mehr, ob ich überhaupt noch gefragt habe, dagegen anzugehen.
Und sie hatte vor dem Ding offenbar einen gewissen "Respekt" und abends sagte jemand zu mir, den alten Spruch - eine Krähe.... hackt der anderen kein Auge aus. ok.

die Diagnosen seien i. d. R. nicht so, wie man die landläufig interpretieren würde (bekloppt),
und von daher hielte sie gar nichts davon, wenn Patienten so was an die Hand kriegen.

(im übrigen meine Hausärztin auch nicht, aber die ist mit der ganzen Sache etwas einfühlsamer umgegangen...................) meinte allerdings auch, dagegen zu gehen bringt im Grunde nichts.

Eine Mitpatientin hat in Berlin angerufen, die hätten gesagt, bei der Vielzahl liest das sowieso kein Mensch. Und wenn noch mal was ist, zählen eh nur die aktuellen Diagnosen usw.

Na ja, ich sagte zur Neurologin, ich habe dieselbe Kiste wie zuvor - kann kaum was essen, nicht schlafen, bin hochempfindlich, was Geräusche betrifft usw.
(und hypernervös, sagte ein Bekannter gestern Abend, ist ja auch nicht sehr verwunderlich)

da meinte sie sofort, weiter krank schreiben bringt nur Ärger.

Einen neuen Job würde ich sicher eh so bald nicht kriegen und
Ich könnte ja beim Arbeitsamt sagen, daß ich noch in Behandlung bin, die würden dann schon Rücksicht darauf nehmen (?) tse........... und das könne man ja nicht erwarten, daß ich topfit aus der ReHa käme, und daß es mit meiner Lebensgeschichte schwierig ist, wisse ich ja selber.

über eine geeignete Thera müssten wir dann in Ruhe sprechen, wenn mehr Zeit ist,
das ist am 26. und wenn bis dahin was sei, soll ich mich melden...................

Meinem Gesichtsausdruck nach wohl sagte sie noch so in etwa,
daß die mit paranoid wahrscheinlich gemeint haben, weil ich immer gleich alles schwarz und negativ sehe............. dat wars..........

und obwohl ich zur Zeit aussehe wie der letzte Hänger und noch dünner geworden bin,
meinte sie, es ginge mir aber doch ein bißchen besser.... (?)

als ich ging, hatte ich das Gefühl, mir brennt ein Feuer im Bauch.

Mit meiner Hausärztin sprach ich dann auch noch über den Bericht und über meine Mission am Vormittag. Sie zeigte sich enttäuscht, und sagte, schade, dann haben wir da also keine Unterstützung. Aber ohne, daß ich fragte oder darum bat, schrieb sie mich zumindest noch eine Woche a. u., weil sie der Meinung sei, ich brauche wenigstens noch ein paar Tage, um meine Gedanken zu ordnen.

Und ob ich der Therapeutin in der Klinik nicht mal einen Brief schreiben wollte, meinte sie grinsend.
Da hab ich auch schon dran gedacht, aber ich glaube, das ist eh nur unnötige Energieverschwendung. Ich fühle mich von ihr jedenfalls hintergangen.

Daß das Arbeitsamt auf meinen angeknacksten Zustand Rücksicht nimmt, hielt sie auch eher für unwahrscheinlich... ich fürchte eher, am Ende sagen die noch, ich bin nicht vermittelbar. Und dort bin ich auch schon in der Schublade, weil ich ja a. u. war als ich mich meldete letzte Woche.
da wurde auf dem Bogen schon von allein angekreuzt "gesundheitliche Einschränkungen" und ich denke, das macht sich auch nicht wirklich gut. Da muß ich dann wohl mal mit denen drüber sprechen, wenn ich die Unterlagen abgebe bzw. am 22. hab ich ja einen Termin bei "meinem" Berater.

Wie es nun mit der IKK weitergeht, bin ich auch mal gespannt.
Auf meinen Widerspruch habe ich bisher keine Reaktion,
und ich würde denen noch zutrauen, daß sie sagen, die Post ist nicht angekommen.
Das war wieder paranoid Schockiert)

Wenn ich wieder fit bin, werde ich evt. mal bei der BEK nachfragen,
nur ist es möglich, wenn die mitkriegen, daß ich krank bin bzw. war oder nun mehr ansteht mit der Zeit, daß sie mich dann auch nicht mehr wollen..................

Kann ja auch bei der IKK bleiben, damit die noch ein paar Kosten mit mir haben Schockiert)
wenn ich ja nun ambulant Thera machen soll.... oder machen sie mir am Ende da auch noch einen Strich durch die Rechnung. Aber das habe ich in meinem tollen Gutachten ja schwarz auf weiß, daß ich das brauche..............

Die ReHa habe ich auf Anraten meiner Neurologin beantragt,
und klar, der Träger war die DRV.

Ich weiß echt nicht, ob ich das nochmal machen würde.
Am Anfang sagte ich jederzeit, aber nun...

weiß nicht besser als zuvor mit meinen Problemen umzugehen,
und dazu habe ich nun auch noch diesen Stempel weg.

Ich meine, diese "Gutachter" sind ja auch nur Menschen,
und wenn sie nicht in der Lage oder willens sind, besondere Umstände dabei zu berücksichtigen.......

Anreisestreß, Überfütterung mit Infos, und man denkt, na ja wo bin ich hier, was wird passieren,
da geht man halt nicht ins Gespräch total entspannt. wenn ich so locker wäre, wär ich da ja auch nicht hin, nicht?! prompt heißt es dann, Gesichtsausdruck ängstlich Stimme tonlos usw.

Ein Freund meinte, gerade die besondere Arbeitsplatzsitu hätten sie auf jeden Fall auch beachten müssen. Diesbezüglich reagierte ich wirklich hysterisch, denk ich, weil da schon so viel aufgelaufen war. Es gibt ja genügend Abhandlungen über Mobbing, und wenn man einer solchen Situ über Jahre, nicht nur Monate, ausgesetzt ist, dann reagiert man einfach nicht mehr wie ein "normaler Mensch"................... Ich mußte in meinem Leben schon viele schwierige Situationen meistern - wie sicher Viele von uns hier - ohne gleich aus der Hose zu springen. Ich war eigentlich immer ein überlegter und sachlicher Mensch - nur werden die Nerven mit den Jahren nicht besser, und irgendwann läuft das Faß halt mal über.

Noch zum Thema Kur, fällt mir gerade ein - vor 4 Jahren war es bei mir auch so schlimm - als wirklich fast gar keiner mehr da war zum Arbeiten über Wochen, und fast alles hing an mir, nahm ich damals in meiner Verzweiflung zur Klinik Berus Kontakt auf, und die verwies mich an einen Psychologen dort in der Nähe. der gab mir freundlicherweise noch einen Termin für den 23.12. und nahm sich auch eine Stunde Zeit.

Aber nach Kur oder stat. Therapie meinte er "dazu geht es ihnen noch zu gut, dazu müssen sie auf dem Zahnfleisch gehen"... ich GING damals schon auf dem Zahnfleisch, und halte mich seit Jahren mit Pillen über Wasser und wenn es ganz dick kommt IMAP.

Und sonst - man bzw. Frau ist noch so bescheuert, und will trotz allem Scheiß immer noch passabel aussehen und "einen guten Eindruck" machen oder wie auch immer. Wenns mir jetzt scheiße geht, schminke ich mich auch nicht mehr gut aussehend, wenn ich so irgend wohin gehe. dann sieht man eben auch die Schatten unter den Augen etc. Schockiert)

Von Werbung der Krankenkassen ist ja die IKK auch ein leuchtendes Beispiel.
die werben auch mit einem 1. Platz und man soll Mitglieder werben usw.
aber viele Kassen mögen ihre Mitglieder halt nur, wenn sie gesund sind.
dafür heißen sie dann KRANKENkassen Schockiert))

meine letzte "richtige" Krankmeldung hatte ich übrigens im Februar 2004,
paar Tage Erkältung. ich wurde ja bei allem Streß fast nie "richtig" krank -
nur haben eben die Nerven nicht mehr mitgespielt,
und für diverse Dinge vorher nahm ich mir erst gar nicht die Zeit,
und wartete bis die Schmerzen usw. von alleine weg gehen sollten,
bzw. irgendwann gewöhnt man sich auch daran, daß einem ständig irgendwo was weh tut.......
Oder ambulante Therapie?
Wenn man nach 9 Stunden Streß nach hause geht,
hat man dazu auch keinen Bock mehr, wenn man schon zu tief im Mist steckt..............

so, das wars dann mal wieder.
Ich muß jetzt mal meinen Allerwertesten bewegen...

Liebe Grüße

Ulli

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« Antworten #16 am: 09. Januar 2007, 14:37:06 »

Hallo Monika,

klar kannste sagen das du in Rente willst.

Sozialdienst etc. und das ganze Team einer Rehaeinrichtung setzen sich immer zusammen und besprechen sich und entscheiden dann über dich.

LG Fossy
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« Antworten #17 am: 09. Januar 2007, 14:43:51 »

 Augen rollen  Test

habe vergessen bei erweiterte Optionen anzuklicken, das ich Antworten haben möchte SchockiertSchockiert)

also bitte dies hier überlesen

Fossy
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« Antworten #18 am: 09. Januar 2007, 15:20:45 »

Hi Fossy,
das Kant'sche Zitat ist übrigens nicht schlecht...

ja klar, ganz gewiß "berät" das ganze Team über einen.
bei der Sozialdame war ich übrigens auch... na ja...
is ja auch irgendwie egal jetzt...

LG
Ulli
PS was hast Du da eigentlich für Erfahrungen gemacht, über die Du Dich gewundert hast?
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« Antworten #19 am: 15. Januar 2007, 19:12:37 »

Hallo zusammen,

ich möchte nun doch auch mal von dem positiven Ausgang des IKK-Dramas berichten.
Weiß gar nicht mehr so genau, was ich als letzten Stand geschrieben hatte.

Jedenfalls wollte ich jetzt nur noch meine Bescheinigung für Entgeltersatzleistung für die 2 Tage Krankengeld im November, um endlich meinen Antrag auf ALG I stellen zu können.
Und die kam auch nicht.............

Gestern Abend habe ich dann eine ausführliche + sachliche Mail, aber auf den Punkt gebracht, an den Vorstand der IKK-Südwest Direkt geschrieben. Schockiert)

Und siehe da - postwendend erhielt ich heute den sehr moderaten Anruf eines Sachbearbeiters - war aber nicht "meiner" - mit diesem hier hatte ich aber auch schon mehrmals Kontakt vor der Therapie.

Jedenfalls erkennen sie jetzt meine A. U. an bis zum 15.01. - selbstverständlich erhalte ich für diese Zeit auch Krankengeld, und meine Bescheinigung fürs Arbeitsamt befindet sich auch auf dem Weg.

Frau sieht, manchmal nützt es doch was, wenn man hartnäckig bleibt.

In den VdK werde ich wahrscheinlich dann auch noch eintreten.
Da ich ja alle 2 bis 4 Jahre eine stat. Thera machen soll, auf die ich angeblich Anspruch habe, die aber garantiert dann auch erst mal abgelehnt wird, kann eine Mitglieschaft dort sicherlich kein Nachteil sein...................

*wink* Monika - wie gehts Dir denn?

Liebe Grüße

Ulli
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« Antworten #20 am: 07. Februar 2007, 20:29:43 »

Hallo Ulli,

sehr Interessant Dein Beitrag und dass Du meinst man hätte Dir jetzt doch noch Kulanz erwiesen. Dein Fall zeigt mir wie Du von der IKK-Südwest-Direkt über den Tisch gezogen worden bist. Ich selbst mache seit mehr als 10 Jahren AU-Fall-Management bei einer Kasse, seit 2 Jahren verstärkt im psychosomatischen Bereich.

Empathie ist dem Mitarbeiter offensichtlich ein Fremdwort. Schlimme Sache, dass gerade die schnell wachsenden Billig-Kassen (lebens)unerfahrene Mitarbeiter/innen auf die Versicherten loslassen. Zitat MDK-Ärzte: "Wir haben es bei BKKn/IKKn oftmals mit gerade ausgelernten Sachbearbeitern zu tun, die nicht im entferntesten über Hintergrundwissen zu den jeweiligen Krankheitsbilden verfügen."

Nun zu Deinem Fall:
Die Sach- und Rechtslage ist von der IKK falsch angewandt worden. Bereits im Sommer 2006 hat das Sozialgericht Speyer entschieden, dass die Verweisung von Arbeitslosen während einer AU an die Agentur für Arbeit, nur zulässig ist, wenn ein "vollschichtiges Leistungsbild für leichte Tätigkeiten des allgemeinen Arbeitsmarktes vorliegen". Die seinerzeit geltenden AU-Richtlinien sagten aus, dass eine Verweisbarkeit bereits bei einem täglichen Leistungsbild von "3 Stunden" gegeben ist. Das Urteil hatte zur Folge, dass die Kassen jeden weiteren Prozess in vergleichbaren Fällen vermieden, weil sie diese verloren hätten.  Widersprüchen wurde generell statt gegeben, zumal der MDK das Urteil des SG in jedem Fall beachtete. Noch besser ist die Tatsache, dass die AU-Richtlinien mit der Veröffentlichung im Bundesanzeiger am 20.12.2006 geändert wurden. Dahingehend, dass die Entscheidung des SG voll übernommen wurde.

Die IKK hat also bei Dir die aktuelle Gesetzgebung nicht beachtet. Somit ist der Bescheid rechtlich nicht wirksam. Du kannst also dagegen Widerspruch einlegen. Andererseits: Das Leistungsbild aus der Reha spricht von 6 Stunden. Eben das sagt nicht aus, ob es denn auch vollschichtig ist. Das kann dann im Einzelfall nur der MDK entscheiden.

Fazit:
Billig ist nicht gleich gut...

Gruß
Wolfgang
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« Antworten #21 am: 04. Mai 2007, 21:36:49 »

Hallo Ulli,

mir geht es so oh la la. Wurde it dem heutigen Tage gesund geschrieben und leide ich auch noch unte Magenkrämpfen.

Bin bei der AA wieder angemeldet, jetzt geht der Streß wieder los. Mal sehen, ob mir dort nun wieder das Geld gekürzt wird oder ich zum Amtsarzt muß - na dann kämpfe ich wieder.

Siehste, Brief an Vorstand wirkt Wunder - hat aber keine Langzeitwirkung. Beim nächsten Mal ist bestimmt wieder alles beim Alten. Also nur nicht den Kopf in den Sand stecken.

Liebe Grüße
Monik
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Ciao und herzlichen Dank.

Monika
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