Hi, da bin ich noch mal.
also, um es kurz zu machen - meine Neurologin hat mich im Regen stehen lassen.
Ich hatte keinen richtigen Termin, da ist immer die Hölle los, und dann auch noch MONTAG.
sie hatte den Bericht erst kurz "überflogen" zuvor, und meinte, der sei doch gar nicht so schlecht (?)
da mag man geteiler Meinung sein.
für die Klinik war er gut, für mich weniger gut, würde ich mal sagen.
weiß gar nicht mehr, ob ich überhaupt noch gefragt habe, dagegen anzugehen.
Und sie hatte vor dem Ding offenbar einen gewissen "Respekt" und abends sagte jemand zu mir, den alten Spruch - eine Krähe.... hackt der anderen kein Auge aus. ok.
die Diagnosen seien i. d. R. nicht so, wie man die landläufig interpretieren würde (bekloppt),
und von daher hielte sie gar nichts davon, wenn Patienten so was an die Hand kriegen.
(im übrigen meine Hausärztin auch nicht, aber die ist mit der ganzen Sache etwas einfühlsamer umgegangen...................) meinte allerdings auch, dagegen zu gehen bringt im Grunde nichts.
Eine Mitpatientin hat in Berlin angerufen, die hätten gesagt, bei der Vielzahl liest das sowieso kein Mensch. Und wenn noch mal was ist, zählen eh nur die aktuellen Diagnosen usw.
Na ja, ich sagte zur Neurologin, ich habe dieselbe Kiste wie zuvor - kann kaum was essen, nicht schlafen, bin hochempfindlich, was Geräusche betrifft usw.
(und hypernervös, sagte ein Bekannter gestern Abend, ist ja auch nicht sehr verwunderlich)
da meinte sie sofort, weiter krank schreiben bringt nur Ärger.
Einen neuen Job würde ich sicher eh so bald nicht kriegen und
Ich könnte ja beim Arbeitsamt sagen, daß ich noch in Behandlung bin, die würden dann schon Rücksicht darauf nehmen (?) tse........... und das könne man ja nicht erwarten, daß ich topfit aus der ReHa käme, und daß es mit meiner Lebensgeschichte schwierig ist, wisse ich ja selber.
über eine geeignete Thera müssten wir dann in Ruhe sprechen, wenn mehr Zeit ist,
das ist am 26. und wenn bis dahin was sei, soll ich mich melden...................
Meinem Gesichtsausdruck nach wohl sagte sie noch so in etwa,
daß die mit paranoid wahrscheinlich gemeint haben, weil ich immer gleich alles schwarz und negativ sehe............. dat wars..........
und obwohl ich zur Zeit aussehe wie der letzte Hänger und noch dünner geworden bin,
meinte sie, es ginge mir aber doch ein bißchen besser.... (?)
als ich ging, hatte ich das Gefühl, mir brennt ein Feuer im Bauch.
Mit meiner Hausärztin sprach ich dann auch noch über den Bericht und über meine Mission am Vormittag. Sie zeigte sich enttäuscht, und sagte, schade, dann haben wir da also keine Unterstützung. Aber ohne, daß ich fragte oder darum bat, schrieb sie mich zumindest noch eine Woche a. u., weil sie der Meinung sei, ich brauche wenigstens noch ein paar Tage, um meine Gedanken zu ordnen.
Und ob ich der Therapeutin in der Klinik nicht mal einen Brief schreiben wollte, meinte sie grinsend.
Da hab ich auch schon dran gedacht, aber ich glaube, das ist eh nur unnötige Energieverschwendung. Ich fühle mich von ihr jedenfalls hintergangen.
Daß das Arbeitsamt auf meinen angeknacksten Zustand Rücksicht nimmt, hielt sie auch eher für unwahrscheinlich... ich fürchte eher, am Ende sagen die noch, ich bin nicht vermittelbar. Und dort bin ich auch schon in der Schublade, weil ich ja a. u. war als ich mich meldete letzte Woche.
da wurde auf dem Bogen schon von allein angekreuzt "gesundheitliche Einschränkungen" und ich denke, das macht sich auch nicht wirklich gut. Da muß ich dann wohl mal mit denen drüber sprechen, wenn ich die Unterlagen abgebe bzw. am 22. hab ich ja einen Termin bei "meinem" Berater.
Wie es nun mit der IKK weitergeht, bin ich auch mal gespannt.
Auf meinen Widerspruch habe ich bisher keine Reaktion,
und ich würde denen noch zutrauen, daß sie sagen, die Post ist nicht angekommen.
Das war wieder paranoid

)
Wenn ich wieder fit bin, werde ich evt. mal bei der BEK nachfragen,
nur ist es möglich, wenn die mitkriegen, daß ich krank bin bzw. war oder nun mehr ansteht mit der Zeit, daß sie mich dann auch nicht mehr wollen..................
Kann ja auch bei der IKK bleiben, damit die noch ein paar Kosten mit mir haben

)
wenn ich ja nun ambulant Thera machen soll.... oder machen sie mir am Ende da auch noch einen Strich durch die Rechnung. Aber das habe ich in meinem tollen Gutachten ja schwarz auf weiß, daß ich das brauche..............
Die ReHa habe ich auf Anraten meiner Neurologin beantragt,
und klar, der Träger war die DRV.
Ich weiß echt nicht, ob ich das nochmal machen würde.
Am Anfang sagte ich jederzeit, aber nun...
weiß nicht besser als zuvor mit meinen Problemen umzugehen,
und dazu habe ich nun auch noch diesen Stempel weg.
Ich meine, diese "Gutachter" sind ja auch nur Menschen,
und wenn sie nicht in der Lage oder willens sind, besondere Umstände dabei zu berücksichtigen.......
Anreisestreß, Überfütterung mit Infos, und man denkt, na ja wo bin ich hier, was wird passieren,
da geht man halt nicht ins Gespräch total entspannt. wenn ich so locker wäre, wär ich da ja auch nicht hin, nicht?! prompt heißt es dann, Gesichtsausdruck ängstlich Stimme tonlos usw.
Ein Freund meinte, gerade die besondere Arbeitsplatzsitu hätten sie auf jeden Fall auch beachten müssen. Diesbezüglich reagierte ich wirklich hysterisch, denk ich, weil da schon so viel aufgelaufen war. Es gibt ja genügend Abhandlungen über Mobbing, und wenn man einer solchen Situ über Jahre, nicht nur Monate, ausgesetzt ist, dann reagiert man einfach nicht mehr wie ein "normaler Mensch"................... Ich mußte in meinem Leben schon viele schwierige Situationen meistern - wie sicher Viele von uns hier - ohne gleich aus der Hose zu springen. Ich war eigentlich immer ein überlegter und sachlicher Mensch - nur werden die Nerven mit den Jahren nicht besser, und irgendwann läuft das Faß halt mal über.
Noch zum Thema Kur, fällt mir gerade ein - vor 4 Jahren war es bei mir auch so schlimm - als wirklich fast gar keiner mehr da war zum Arbeiten über Wochen, und fast alles hing an mir, nahm ich damals in meiner Verzweiflung zur Klinik Berus Kontakt auf, und die verwies mich an einen Psychologen dort in der Nähe. der gab mir freundlicherweise noch einen Termin für den 23.12. und nahm sich auch eine Stunde Zeit.
Aber nach Kur oder stat. Therapie meinte er "dazu geht es ihnen noch zu gut, dazu müssen sie auf dem Zahnfleisch gehen"... ich GING damals schon auf dem Zahnfleisch, und halte mich seit Jahren mit Pillen über Wasser und wenn es ganz dick kommt IMAP.
Und sonst - man bzw. Frau ist noch so bescheuert, und will trotz allem Scheiß immer noch passabel aussehen und "einen guten Eindruck" machen oder wie auch immer. Wenns mir jetzt scheiße geht, schminke ich mich auch nicht mehr gut aussehend, wenn ich so irgend wohin gehe. dann sieht man eben auch die Schatten unter den Augen etc.

)
Von Werbung der Krankenkassen ist ja die IKK auch ein leuchtendes Beispiel.
die werben auch mit einem 1. Platz und man soll Mitglieder werben usw.
aber viele Kassen mögen ihre Mitglieder halt nur, wenn sie gesund sind.
dafür heißen sie dann KRANKENkassen

))
meine letzte "richtige" Krankmeldung hatte ich übrigens im Februar 2004,
paar Tage Erkältung. ich wurde ja bei allem Streß fast nie "richtig" krank -
nur haben eben die Nerven nicht mehr mitgespielt,
und für diverse Dinge vorher nahm ich mir erst gar nicht die Zeit,
und wartete bis die Schmerzen usw. von alleine weg gehen sollten,
bzw. irgendwann gewöhnt man sich auch daran, daß einem ständig irgendwo was weh tut.......
Oder ambulante Therapie?
Wenn man nach 9 Stunden Streß nach hause geht,
hat man dazu auch keinen Bock mehr, wenn man schon zu tief im Mist steckt..............
so, das wars dann mal wieder.
Ich muß jetzt mal meinen Allerwertesten bewegen...
Liebe Grüße
Ulli