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Angstnetz Forum
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Autor Thema: Großes Problem bei der Weiterbeantragung auf EM  (Gelesen 1527 mal)
shirin
Beginner
*
Beiträge: 2


« am: 20. Januar 2007, 17:51:34 »

Hallo,

habe gerade euer Forum gefunden und bin sehr froh, dass man sich hier austauschen kann.

Ich leide seit ca. 18 Jahren an Angst- und Panikattacken. Anfangs konnte ich noch einigermaßen gut damit umgehen und auch meiner Arbeit nachgehen. Nach und nach wurden die Ängste jedoch so schlimm, dass ich zeitweise meine Wohnung nicht mehr verlassen kann. Ich habe jetzt die dritte Therapie und einen 7wöchigen Klinikaufenthalt hinter mir. Der MdK der KK riet mir, einen Antrag auf Erwerbsminderung zu stellen, der auch zu meinem Erstaunen nach ca. 2,5 Monaten problemlos für knappe 2 Jahre bewilligt wurde.

Nun steht die Beantragung der Verlängerung auf EM an. Habe die Antragstellung durch einen Versichertenältesten der D. Rentenversicherung stellen lassen. Wir haben meine behandelnde Ärztin, die gleichzeitig meine Therapeutin ist, angegeben. Am 30.11.06 war ich das letzte mal bei meiner Ärztin, wo wir besprochen haben, dass wir keine Verlängerung der Therapie beantragen werden, weil meine Krankheit inzwischen chronisch geworden ist und eine Therapie hier nicht mehr hilft. Dies wollte sie mir auch in einem Gutachten für die Verlängerung der EM-Rente bestätigen. Ebenso hatten wir besprochen, dass sie mir bescheinigt, dass ich wegen meiner Angst und Panik weder öffentliche Verkehrsmittel noch KfZ benutzen kann. Sie war der Meinung, dass, wenn ich zum Gutachter müsse, eher ein Hausbesuch seinerseits in Frage käme.

Wir hatten einen neuen Termin für den 18.1.07 vereinbart. Zwei Tage vorher habe ich erfahren, dass meine Ärztin Knall auf Fall ab 22.12.06 in Ruhestand gegangen ist. Habe natürlich gleich in der Praxis angerufen und erfahren, dass eine andere Ärztin die Praxis übernommen hat, die allerdings nur Ärztin f. Allgemeinmedizin ist. Es wäre wohl schon länger bekannt gewesen, dass meine Ärztin in Rente gehen wollte, aber sie habe wohl nichts gesagt, weil man nicht wusste, ob das alles glatt laufe. Trotzdem war man erschrocken darüber, dass sie mir noch einen Termin gegeben hatte. Habe denen in der Anmeldung dann erzählt, dass ich sie natürlich als meine behandelnde Ärztin im Verlängerungsantrag angegeben habe und dass der Rententräger aller Wahrscheinlichkeit nach von ihr ein Gutachten anfordern wird, was mir die Ärztin ja auch die ganze Zeit zugesichert hat.

Die Damen in der Anmeldung wussten nun auch nicht, was jetzt weiter geschehen wird, wenn ein Gutachten angefordert wird. Eventuell müsse man meine alte Ärztin zu Hause benachrichtigen. Aber wie ist das? Darf ein Arzt im Ruhestand überhaupt noch Gutachten abgeben?

Nun ist heute Post von der Rentenversicherung gekommen, mit einem Befundbericht, den meine Ärztin ausfüllen soll.

Hat jemand von euch in einem solchen Fall schon Erfahrungen gemacht? Die neue Ärztin ist für das Fach Allgemeinmedizin zuständig und wird mich in psychischer Hinsicht überhaupt nicht beruteilen können. Sie kennt mich ja auch überhaupt noch nicht.

Ich bin jetzt total verunsichert und verzweifelt, weil ich nicht weiss, wer diesen Befundbericht ausfüllen soll.

Wäre schön, wenn mir jemand seine Erfahrung mitteilen könnte.

Wünsche euch ein schönes Wochende
Shirin

Gespeichert
loope
Stammposter
****
Beiträge: 209



« Antworten #1 am: 21. Januar 2007, 04:03:53 »

Hallo shirin.

Da bist Du natürlich in eine ziemlich blöde Situation geraten. Ich kann aber auch Deine in den Ruhestand getretene Ärztin hier nicht so anz verstehen. Da würde ich schon noch einmal nachfragen was das so soll.

Hilft aber nicht wirklich. Wenn sie im Ruhestand ist kann sie keine Gutachten erstellen. Fakt.

Antragstellung über Versicherungsältesten ist ja grundsätzlich ok. Ist aber meist keine juristisch wirklich gute Stütze. Würde Dir ehr eine Mitgliedschaft im VDK empfehlen. Die haben Juristen und alles was man so braucht.

Einen neuen Psychiater zu finden der Dir Deine Atteste wie Dein vorbehandelnder Arzt erstellt wäre super, aber eigentlich in der kurzen Zeit nicht real. Also mußt Du Deiner Rentenversicherung dieses Problem auch mitteilen wie es ist. Würde ich aber nicht ohne juristische Beratung tun. Geh zum VDK.

Liebe Grüße
Gespeichert

Dieser Kommentar ist stets nur meine Meinung und stellt niemals eine Rechtsberatung dar.

Alles wird gut. So oder so.

Mit freundlichen Grüßen
Loope
shirin
Beginner
*
Beiträge: 2


« Antworten #2 am: 21. Januar 2007, 16:03:56 »

Hallo loope,

danke für deine Antwort.

Mitglied beim VdK bin ich seit 2 Jahren. Den werde ich natürlich einschalten, wenn die ganze Sache aus dem Ruder gerät.

Morgen werde ich mit dem Befundbericht in die Praxis gehen und mit der neuen Ärztin besprechen, was nun geschehen soll. Einen Psychiater zu finden, der mir jetzt einfach Bescheinigungen ausstellt, ohne mich zu kennen wird sehr schwierig werden. Ist ja auch verständlich, könnte ja jeder kommen und dies verlangen.

Du hast vollkommen recht, dass das Verhalten meiner Ärztin völlig unverständlich ist. Ich kann immer noch nicht begreifen, wie sie mir noch am 30.11.06 Zusagen macht, mir bei der ganzen Angelegenheit betreffs der Verlängerung behilflich zu sein, notwendige Gutachten zu erstellen und 3 Wochen später geht sie in den Ruhestand. Und mir dann noch einen Termin für den 18.01. gibt, wo sie schon längst nicht mehr da ist.  Denn dass sie in Rente gehen wollte, war lt. Anmeldung der neuen Praxis schon länger bekannt.

Schlimm ist eben jetzt, dass mich die ganze Sache so richtig umgehauen hat. Kann vor Angst und Panik meine Wohnung nicht verlassen. Gerade jetzt, wo so viel erledigt werden muss, Arzt, evtl. VdK u.s.w. Weil hier gehts nicht mal eben um eine Bescheinigung, dass ich nicht schwer heben darf oder so, sondern hier gehts um meine finanzielle Situation, um meine Existenz. Unbegreiflich das ganze.

Morgen werd ich schlauer sein.

Viele Grüße an euch alle
Shirin
Gespeichert
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