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Autor Thema: Das tägliche überleben (Panikattacken)  (Gelesen 3481 mal)
MarcoPolo
Juniormember
**
Beiträge: 25


« Antworten #25 am: 03. Februar 2007, 19:54:40 »

stören mich so sehr,denn ich bin schon ängstlich genug,deshalb mein frage an euch wer hat erfahrungen mit den antidepressiva sertalin ung mirtazepin,komisch ist nur das ich schell zugenommen habe käme von den tabletten

...


Hallo,
Dieser von mir eröffnete Beitrag dient der Diskussion zum Thema (unmögliches / assoziales
/ kontraproduktives Verhalten von Mitpatienten und Angehörigen) im Zusammenhang mit Panikattacken die die Genesung stark behindern. Wir sprechen hier über Ausgrenzung,
Verharmlosung unserer Erkrankung, Mobbing und Druck den derartige Individuen auf
erkrankte Personen (bewusst oder unbewusst) ausüben und wie man sich dagegen
wehren b.z.w abgrenzen kann.

Zum Thema Medikamente und "Wie Du Dich fühlst" rate ich Dir einen anderen Thread zu
besuchen. Sollte es keinen passenden Thread geben (was ich nicht glaube) dann eröffne
einfach ein neues Thema zu deinem Anliegen.
Gespeichert
anna-lena
Beginner
*
Beiträge: 1


« Antworten #26 am: 07. Februar 2007, 14:24:50 »

Hallihallo,

vor vier Jahren, bekam ich das erste mal einen Anfall in folgender Form: Schweissausbruch, kalte Hände, kalte Füße, Luftnot, Herzklopfen, Schwindel, also das volle Programm. Ich besuchte meinen Hausarzt, der  "diagnostizierte" einen Schwächeanfall und schickte mich wieder nach hause.

Diesen Anfall hatte ich dann am gleichen Tag noch zweimal. Ich war natürlich völlig geschlaucht hinterher und legte mich hin. Am nächsten Tag das gleiche, aus dem heiteren Nichts wieder ein Anfall ohne Grund. Ein dann vorgenommenes EKG brachte kein Resultat. Auch sonstige Untersuchungen waren ergebnislos. Ausser einem dann erhöhten Blutdruck(nur im Anfall) war nichts zu finden. So verbrachte ich jeden Tag beim Arzt in absoluter Todesangst. Am dritten oder vierten Tag schickte er mich mit Diazepym nach Hause, es half natürlich nicht und ich dachte immer noch an eine organische Krankheit. So wechselte ich den Hausarzt. Der Neue untersuchte mich gründlich einschl.. EKG, Sonographie und körperl. Untersuchung. Am Ende war sein Resultat: Überlastung durch Doppelbelastung im Beruf und Haushalt (4 Kinder).  Mit einem Rezept für Beruhigungsmittel zog ich von dannen.

Noch immer glaubte ich an eine organische Erkrankung und suchte einen Herzspezialisten auf und liess mich zudem noch röntgen. Natürlich war all dies ergebnislos. Da ich jeden Tag Todesangst ausstand beschloss ich mich hinzulegen und nicht wieder aufzustehen, bevor ich mich gesund fühlte. Das tat ich dann 3 Monate lang. Mein längster Weg, war der zur Toilette. Besuche kamen mittlerweile keine mehr, weil alle dachten "die spinnt". So war ich zuhause völlig isoliert. Nur am Abend kam meine Familie heim, die hatte dann aber mit sich zu tun. Irgendwann brauchte ich dann jemand zum rede. Habe dann bei der Telefonseelsorge angerufen, um überhapt mal mit jemandem reden zu könne, und es war ja auch anonym. Fraundinnen hätten mein Problem nur in unserer Kelinstadt verbreitet.

So hatte ich mehrere Gespräche und wurde ermutert, langsam wieder ins Leben zurückzukommen, nach 3 Monaten wurde das ja auch dann mal Zeit. Ich habe in diesen Geprächen nie in die Vergangenheit geschaut, sondern immer nur in die Zukunft geblickt, habe also nichts aufgegraben und darin gewälzt. Für mich war das eine gute Lösung. Positive Vorstellungen von Aufgaben, die ich mir selbst stellte und dann auch in kleinen Schritten bewältigte, brachten mich Tag für Tag voran. Heute gehe ich wieder unter Menschen, selbst einen Rede habe ich schon vor ca. 40 Leuten gehalten. Angst habe ich nur wohldosiert und kann durch Entspannung (autogenes Training) gut damit umgehen. Ich fahre wieder Auto, gehen ins Einkaufszentrum und mache alles, was eine normale Frau so tut ohne dass seit 3 Jahren je wieder ein Anfall aufgetreten wäre. Noch heute danke ich meiner Telefonberatung (sie hiess Sabine), dass sie mich wieder zurück ins Leben geschubst hat.

Ergo, sucht Euch Hilfe, sucht euch jemanden zum reden, das ist der erste Schritt, und Schritt für Schritt kann es nur voran gehen. Selbst der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt.

Anna-Lena
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Taube59
Schreibe oft hier
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Beiträge: 42


« Antworten #27 am: 07. Februar 2007, 21:06:51 »

Hi,
Du empörst Dich über Ausgrenzungen ect. Deines Umfeldes oder generell aller Menschen.
O.K. - da kann man reden und sich austauschen.

Aber meinst Du Deine "schnippige" Antwort an Dobi ist etwas anderes. Er ist neu hier und sucht Hilfe, Hilfe genau wie Du auch.

Denke man kann einen User auch freundlicher daraufhinweisen, dass er eventl. in einem anderen Raum vom Forum besser aufgehoben ist, bzw. sein eigenes Thema einstellt. Jeder neue User muss erst einmal wissen wie es im Forum gehandelt wird. Wir sollten da schon helfen.

Ist das nicht auch eine Ausgrenzung? Du machst genau das Gleiche, über was Du Dich bei anderen aufregst und ärgerst.
Übrigens bin ich auch Betroffener.
Meine Devise ist: So wie ich nicht behandelt werde möchte, so behandele ich auch nicht andere !!!

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MarcoPolo
Juniormember
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Beiträge: 25


« Antworten #28 am: 08. Februar 2007, 10:36:13 »


Aber meinst Du Deine "schnippige" Antwort an Dobi ist etwas anderes. Er ist neu hier und sucht Hilfe, Hilfe genau wie Du auch.

Das diese Person Hilfe braucht ist ja gut und schön, aber dieser kontrovers geführte
Thread hat nun mal leider nichts mit Medikamneten pro und contra zu tun und das
denke ich weißt Du ganz genau. Mehr braucht man dazu nicht zu sagen.

Zitat
Ist das nicht auch eine Ausgrenzung? Du machst genau das Gleiche, über was Du Dich bei anderen aufregst und ärgerst.
Übrigens bin ich auch Betroffener.
Meine Devise ist: So wie ich nicht behandelt werde möchte, so behandele ich auch nicht andere !!!

Nö, ist es nicht.
Weil ich nicht die Absicht verfolge jemanden auszugrenzen. Wir reden hier über
einen bestimmten Themenpunkt und jeder ist dazu herzlich eingeladen wenn
er sich an daran beteiligen will. Es ist eher unhöflich hier herein zu platzen und
sich überhaupt nicht am Thema zu beteiligen und den Thread  zu stören.
Gespeichert
MarcoPolo
Juniormember
**
Beiträge: 25


« Antworten #29 am: 08. Februar 2007, 10:51:16 »

Hallihallo,

vor vier Jahren, bekam ich das erste mal einen Anfall in folgender Form: Schweissausbruch, kalte Hände, kalte Füße, Luftnot, Herzklopfen, Schwindel, also das volle Programm. Ich besuchte meinen Hausarzt, der  "diagnostizierte" einen Schwächeanfall und schickte mich wieder nach hause.

Zitat

Genau so in der Form fing es bei mir auch an, ich kann Dich bestens verstehen (mir passiert
das am Tage meist mehrere male).

Zitat
So verbrachte ich jeden Tag beim Arzt in absoluter Todesangst. Am dritten oder vierten Tag schickte er mich mit Diazepym nach Hause, es half natürlich nicht und ich dachte immer noch an eine organische Krankheit.

Auch das kann ich 100% nachvollziehen.  Diese Todesangst, diese Anfälle aus heiterem Himmel,
diese Sorge der Anderen, die dann mir nichts Dir nichts in Ablehnung, Vorverurteilung und
Abstempelung zum Simulanten zur Folge hat macht diese ganze Krise immer nur noch
schlimmer. Ich glaube manchmal, das der Anfall nicht so schlimm ist wie die Ignoranz
und die Verharmlosung. Dann wünsche ich mir das ich wirklich organisch krank wäre,
damit man mir zumindest meine Krankheit nicht auch vorwerfen könnte.

Zitat
So wechselte ich den Hausarzt. Der Neue untersuchte mich gründlich einschl.. EKG, Sonographie und körperl. Untersuchung. Am Ende war sein Resultat: Überlastung durch Doppelbelastung im Beruf und Haushalt (4 Kinder).  Mit einem Rezept für Beruhigungsmittel zog ich von dannen.

Noch immer glaubte ich an eine organische Erkrankung und suchte einen Herzspezialisten auf und liess mich zudem noch röntgen. Natürlich war all dies ergebnislos. Da ich jeden Tag Todesangst ausstand beschloss ich mich hinzulegen und nicht wieder aufzustehen, bevor ich mich gesund fühlte.


Genau das habe ich auch getan und weil dabei nichts nennenswertes herruaskam, habe ich
während mein Arzt im Ulruab war sämmtliche Ärzte der Stadt mit einem Vertretungsschein
abgeklappert. Ergebnis 0% näher an einer Lösung.

Meist wurde mir mitgeteilt, das die Geräte nichts anzeigen würden und das ich beruhigt
nach Hause gehen könnte. Nur das ist leichter gesagt als getan!

Zitat
Das tat ich dann 3 Monate lang. Mein längster Weg, war der zur Toilette. Besuche kamen mittlerweile keine mehr, weil alle dachten "die spinnt". So war ich zuhause völlig isoliert. Nur am Abend kam meine Familie heim, die hatte dann aber mit sich zu tun. Irgendwann brauchte ich dann jemand zum rede. Habe dann bei der Telefonseelsorge angerufen, um überhapt mal mit jemandem reden zu könne, und es war ja auch anonym. Fraundinnen hätten mein Problem nur in unserer Kelinstadt verbreitet.

Ich kann jeden einzelenen Gedanken von Dir nachvollziehen! Und ich finde es unmöglich das
deine "Freundinnen" Dich noch zusätzlich belasten in dem sie überall munter in deinem Umfeld
rumerzählen das Du nicht ganz richtig im Kopf bist und Du dadurch immer einsamer wirst.

Genau dieser Punkt zeigt das ganze Ausmass diese grotesken Assozialität die Menschen mit
einem Problem wie wir es haben überhaupt konfrontiert sind. Da wünscht man sich
ehrlich einen Armbruch oder eine HerzOP damit zumindest dieses Mist aufhört!

Ich finde dieser Thread ist aktueller denn je und so dringend nötig wie zu atmen,
denn er schildert die ganze Härte und Kälte und teilweise Verachtung die man uns
kranken entgegenbringt!

Zitat
Heute gehe ich wieder unter Menschen, selbst einen Rede habe ich schon vor ca. 40 Leuten gehalten. Angst habe ich nur wohldosiert und kann durch Entspannung (autogenes Training) gut damit umgehen. Ich fahre wieder Auto, gehen ins Einkaufszentrum und mache alles, was eine normale Frau so tut ohne dass seit 3 Jahren je wieder ein Anfall aufgetreten wäre. Noch heute danke ich meiner Telefonberatung (sie hiess Sabine), dass sie mich wieder zurück ins Leben geschubst hat.
Zitat


Ergo, sucht Euch Hilfe, sucht euch jemanden zum reden, das ist der erste Schritt, und Schritt für Schritt kann es nur voran gehen. Selbst der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt.

Anna-Lena

Danke für deinen Beitrag.
Und ich freue mir das es Dir gelungen ist aus dieser Falle zu entkommen.
Ich selber stecke noch mitten drin aber deine Geschichte gibt mir Mut es
auch zu schaffen. Zwinkernd
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dobi2602
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« Antworten #30 am: 08. Februar 2007, 17:59:07 »

sorry marco polo??? HABE NUR HILFE GESUCHT UND NICHT GEDACHT DAMIT JEMANDEN ZU PROFOZIEREN ODER WEH ZU TUN

DACHTE BIN HIER RICHTIG MIT MEINE FRAGEN DENN ICH HABE EINE ANGSTERKRANKUNG ABER ICH HABE DEINE BEITRÄGE AUCH GELESEN DU KOMMST MIR SO VOR STÄNDIG FÜR UNRUHE ZU SORGEN;WARUM EIGENTLICH?Huch?? 


gruss doris
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liebe grüsse doris
MarcoPolo
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« Antworten #31 am: 13. Februar 2007, 11:49:33 »

Hat nix mit Unruhe verursachen zu tun sondern einfach damit das ich ein ehrlicher Typ bin
und mir diese Frechheiten von ein paar Schlaumeiern die glauben "nur" weil ich Panikattacken
habe, kann man mir jeden Unsinn erzählen den ich dann gefälligst zu glauben habe!

Ich bin immer offen wenn es um konstruktive Kritik geht, ich kann meinen Standpunkt
auch revidieren und jemand anderen zustimmen (wenn er nachvollziehbare Argumente hat).

Ich stehe einfach dafür ein, das man uns betroffene nicht wie Verrückte oder unmündige Kinder
behandelt. Wir haben ein Gesundheitliches Problem das man gefälligst zu akzeptieren hat.
Ich bin deswegen so sauer, weil wir ständig als Simulanten, Hypochonder, als Faul oder
Drückgeberger oder als völlig gestörte abgetan werden.

Für mich sind die Panikattacken jeden Tag eine Zumutung.
Und ich finde das reicht, da brauche ich nicht noch den Hohn und Spott derer
die einfach nicht kapieren wollen was für eine Hölle das jeden verdammten Tag
ist!
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dobi2602
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« Antworten #32 am: 13. Februar 2007, 20:27:08 »

:)hallo marco polo,habe deinen beitrag gelesen,aber vergiss nicht ich habe das gleiche wie du seit fast 7 monaten auch tägliche beschwerden und bis vor 3 wochen ein bis zweimal die woche heftige panikaatacken das ich dachte bei der nächsten attacke bin ich tod.ich kenne dich zwar nicht,aber du musst leider schlechte erfahrungen gemacht haben[,so wie ich dich hier kennengelernt habe,bist du ja nicht auf den mund gefallen,aber immer alle ungerecht behandeln ist sicher auch nicht der richtige weg.natürlich spielen wir nichts und uns geht es echt beschissen aber ich sage mir lieber die anderen wissen nicht was ich habe ich rechtfertige mich auch nicht/.ich weiss was ich habe und die die damit nicht klarkommen davon ditanziere ich mich ohne konflikte.denn diese energie brauche ich selber um irgendwie wieder gesund zu werden.lieber kämpfe ich jaden tag dafür das es mir wieder besser geht,aber eines weiss ich jetzt sie seele zu heilen geht nicht von heute auf morgen.ich verstehe auch das du dir vorkommst als würdest du garnicht mehr gesund,aber das du wieder gesund wirst, da kannst nur du dir selber wirklich helfen,ja und nochmal sorry das ich in einem falschen forum, meine erste umfrage startet,war ein versehen diese seit las ich zuerst und dachte ich wäre richtig.danke auch dir taube für dein verständnis


liebe grüsse doriscolor]
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liebe grüsse doris
Fridolin
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« Antworten #33 am: 15. Februar 2007, 11:28:38 »

Hallo
Wer psychische Probleme aushalten muß, der hat eine Ahnung, was dies für den einzelnen bedeutet.
Daß Menschen, die diese Erfahrung nicht haben, sich auch in keinster Weise vorstellen können, welches Leiden dies Menschen aushalten müssen, ist bekannt. Anfangs hat mich dieses Verhalten sehr gestört, mittlerweilen ist es mir egal, was andere Menschen tun oder denken, denn es beeinflußt meinen Leidensdruck eh nicht. In diesem Fall hilft mir folgender Spruch:
Niemand kann dich beurteilen/kritisieren, außer ich lasse es zu.
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Fridolin Steinpalme
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