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Helfer
Gast
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« am: 01. August 2004, 07:31:05 » |
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Hallo,
als erstes muss ich den machern dieser Seite ein Lob aussprechen und euch allen ermutigen weiter zu machen! Unter Psychosomatik musste ich lesen das es leider viel zu wenige Therapeute/Ärzte gibt und wenn dies nicht der Fall wäre der eine oder andere Suizidtote noch leben würde. Ich hoffe das das diese I-Net Seite die viel zu hohe Zahl an Suizidtoten gesenkt werden kann und sich helfen lassen Ihre Ängste, Depressionen etc. zu verarbeiten.
Ich habe diesen Nickname gewählt nicht weil ich ein "Helfer" bin sondern sehr gerne helfen möchte. Viele Fragen sich jetzt bestimmt, wieso will er mit reden wenn er keine Ahnung von hat. Mir ergeht es genau so wie Cantara.
Meine Freundin ist seit ca. drei Wochen in einer Psychosomatischen Klinik. Nachdem was ich alles über dieser Kliniken hier gelesen haben, muss ich sagen, dass die Regeln in dieser Klinik ziemlich locker sind. Sie darf jederzeit, ausser in der Zeit in der Sie zur Gruppentherapie geht oder ein Einzelgespräch mit der Gruppe hat, besuch empfangen.
Wir sehen uns eigentlich nur am Wochenende, wegen der Entfernung. Wenn ich es zeitlich schaffe besuche ich sie auch in der Woche und unternehmen etwas.
Sie hatte keine leichte Kindheit und ist dadurch krank geworden. Mir hat sie gesagt was alles passiert ist und ich versuche sie so gut zu unterstützen wie ich kann. Ausser mir wissen nur Ihre Therapeuten wie Ihre Kindheit war. Ihre jetzige Therapeutin sagte auch das es sehr mutig war mich mit einzuweihen.
Wie gesagt ist sie jetzt in einer Klinik. Seit dem Klinik aufenthalt ist mir sehr stark aufgefallen, dass es Ihr besser geht. Allerdings geht es bergauf und dann wieder tief bergab, immer und immer wieder die Schwankungen werden immer stärker, ist das normal? Wenn es Ihr z.B. am Dienstag es halbwegs gut geht, geht es Ihr Mittwoch sehr gut und Donnerstag bombastisch! Am Freitag wiederum fällt sie in eine Art Loch und versucht sich dann wieder aufzupeppeln, bis jetzt lief es auch gut. Ich habe dann auch immer versucht sogut es ging sie beim Fall unten aufzufangen, Ihre Hand zu nehmen und wieder hoch zu ziehen.
Sie ist jetzt meiner Meinung nach in einem sehr tiefen Loch und sie zweifelt schon daraus zu kommen, sie lässt sich von mir auch nicht helfen und jetzt Abstand von mir haben möchte. Sie meinte: "Was du für mich getan hast macht nicht jeder, allerdings kenne ich dieses Gefühl derart geholfen werden nicht, weil sich noch nie jemand so sehr um mich gekümmert hat wie du." Ich habe tierische Angst das sie sich was antut. Noch vor kurzen, sagte sie mir noch das sie mich bewundert, dass ich Ihr bestehe und helfe und weis nicht was ich jetzt machen soll?
Ich hoffe Ihr könnt mir Ratschläge geben.
Vielen Dank im voraus für eure Hilfe!
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Cleo
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« Antworten #1 am: 01. August 2004, 10:16:05 » |
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Hallo Helfer,
die Gewissheit, sie in der Klinik zu wissen, sollte Dich beruhigen - dem Personal dort, den Ärtzen und Therapeuten wird sicher auch aufgefallen sein, dass Deine Freundin stimmungsmässig hin- und herschwankt und ich gehe mal davon aus, dass sie sich dort um Deine Freundin kümmern. Du könntest ja versuchen - ihr Einverständnis vorausgesetzt- mit den Ärtzen und Therapeuten dort ins Gespräch zu kommen und Dir Rat von ihnen zu holen damit sie Dir sagen, was derzeit das Wichtigste für Deine Freundin ist, was Du selber bedenken solltest usw.
Wenn sie Abstand von Dir haben möchte, so wird sie ihre Gründe dafür haben, die Dir vielleicht erst einmal nicht einleuchten, die sie Dir vielleicht auch erst einmal nicht sage möchte oder kann und die Dich selber vielleicht verunsichern.
Wenn ihre Kindheit so schwierig war, dann hat sie eine Menge mit sich selber zu tun, wird Dinge in der Therapie aufarbeiten und manchmal braucht derjenige, der diesen Weg für sich gehen muss, Abstand zu allem anderen, um zu sich selber zu finden.
Lieben Gruss Cleo
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Helfer
Gast
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« Antworten #2 am: 01. August 2004, 10:41:09 » |
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Hallo Cleo,
vielen Dank für deine Antwort! Ich werde deinen Rat folgen und nachfragen ob sie mit einverstanden ist, dass ich dort mit den Therapeuten spreche. Ungewissheit ist schon ein verdammt blödes Gefühl :-(
Um ehrlich zu sein kann ich mir nicht genau vorstellen was sie gerade macht. Ich glaube das kann nur jemand, der selbst in einer änhlichen Situation war, aber ich hoffe sehr das sie deinem Rat zustimmt und ich dadurch einen besser Einblick erhalte.
Vielen Dank nochmals!
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Angie
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« Antworten #3 am: 01. August 2004, 14:57:18 » |
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Hallo Helfer
Ja, die Stimmungserlebnisse in einer Klinik sind sehr heftig. Ich habe das auch an eigenem Leib erfahren. Es ist für mich halt so gewesen, das ich dachte, so jetzt hab ich alles bearbeitet und mir geht es gut. Aber pustekuchen, durch irgend eine Bemerkung, eine Erinnerung oder einen Geruch kam wieder etwas hoch, was ich bis dahin erfolgreich verdrängt hatte. Und wenn man sich erst einmal auf die Therapie eingelassen hat, denke ich ist das ein vollkommen normaler Zustand, das es berg auf und berg ab geht. Aber es wird dann von mal zu mal besser. Ich finde es gut, das du dich einbringst, und lass dich nicht von einer momentanen miesen Phase nicht abschrecken. Ich wäre froh gewesen, wenn jemand mal Interesse für meine Krankheit gezeigt hätte. Ich wurde immer nur ausgelacht und nach der Klinik als bekloppt abgestempelt. Übrigens etwas was sehr weh tut. Aber ich habe immer erhobenen Hauptes zu meinem Klinikaufenthalt gestanden.
Viel Kraft für die nächste Zeit. Angie
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Wir haben immer noch nicht begriffen, dass der Frieden nur mit einem Sieg über unsere eigene Dummheit beginnen kann (---Matthias Jobmann----)
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Cantara
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« Antworten #4 am: 01. August 2004, 23:55:01 » |
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Lieber Helfer,
ich kann Dich gut verstehen. Du machst Dir Sorgen, und weißt nicht, was Du tun kannst. Wie oft hast Du denn Deine Freundin bisher besucht, kennst Du die Klinik und die Menschen dort inzwischen etwas? Versteh es nicht als Ablehnung Deiner Person, dass sie Dich im Moment nicht sehen will. In der Klinik wird einiges bei ihr hochkommen, wass sie vielleicht verdrängt hat, jedenfalls ist sie dort mit so manchem konfrontiert, was einfach unheimlich anstrengend ist. Wegen der Gefühlsschwankungen, das ist schon ein schwieriges Thema. Ich kann nur sagen, sie ist vermutlich in so guten Händen wie nie zuvor. Sei mir nicht böse dass ich das schreibe, auch mir fällt es als Partnerin sehr schwer, sich eingestehen zu müssen, dass man selbst nichts tun kann damit es dem anderen wieder gut geht. Dort in der Klinik sind Menschen, die etwas tun können, dort sind andere Patienten, die auch ihre Probleme haben und mit denen unsere Partner sprechen können. Deine Angst, dass sie sich etwas antun könnte, nun, ich kenne Deine Freundin nicht. Aber immerhin ist sie in die Klinik gegangen, was doch ein Zeichen dafür ist, dass sie etwas tun will, damit es ihr besser geht. Wenn sie so lange durchgehalten hat (seit ihrer Kindheit), dann hat sie eine Menge Kraft, vergiß das nicht...
Herzliche Grüße Canta
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Helfer
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« Antworten #5 am: 02. August 2004, 09:03:13 » |
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Hallo Angie hallo Canta,
vielen Dank für eure Einträge. Angie genauso wie du es geschildert hast ist es meiner Meinung nach auch. Durch irgendeine Bemerkung kommt bei Ihr alles oder etwas hoch. Sie weis bestimmt auch nicht welche Bemerkung dies ausgelöst hast. Die Stimmungsschwankungen sind schon sehr stark, vorallem verglichen damit, dass sie vorher nie oder sehr selten Gefühle gezeigt hat. In dieser hinsicht hat sie einen grossen Schritt nach vorne gemacht und sich geöffnet. Für viele die sie länger kennen als ich wirkt es sehr fremd was auch meine Freundin mit bekommt. Eine Zeitlang hatte sie auch Angst dadurch Ihre Freunde zu verlieren, gerade weil sie sich verändert. Ich hoffe wirklich schwer das Ihr dort geholfen wird. Bis ich meine Freundin kennengelernt habe wusste ich nicht was Psychosomatik bedeutet. Das Vorurteil das viele haben, die nicht direkt oder indirekt betroffen sind zu sagen: "Du bist bekloppt." tut verdammt weh. Es ist wirklich unfassbar das der großteil unserer Gesellschaft sich garnicht mit dem Problem auseinander setzt sondern ohne Hintergrundwissen zu Schlussfolgerungen kommt. Canta, es ist gut zu wissen das es jemanden gibt, der in der selben Situation ist wie ich. Meine Freundin habe ich bis jetzt am Wochenende, ausser das letzte und ca. 3-4 mal während der Woche besucht, wobei ich auch unter anderem in der Klinik war und ich auch Kontakt zu Ihren Mitpatienten hatte. Wovor ich Angst habe ist, dass sie vor lauter Gesprächen sei es in der Gruppe als auch mit dem Therapeuten, sie irgendwie den bezug zur Welt hier draussen verliert. Jede Woche werden in der Klinik einige Patienten entlassen und es kommen neue. Das nimmt sie immer sehr mit, vorallem wenn eine Ihrer Bezugspersonen die Klinik verlassen. Es ist wirklich sehr schwer einen Menschen den man liebt leiden zu sehen, Ihn aber nicht direkt helfen zu können. Ich habe sie gefragt ob sie einverstanden ist, dass ich mich mit den Therapeuten unterhalten, um auch an der Therapie indirekt teilnehmen zu können. Danke Cleo für den Tipp! Sie wollte es sich überlegen. Canta, sprichst du mit den Therapeuten deines Freundes über Ihn um auf den Stand zu bleiben? Ich bin verdammt stolz auf sie, dass trotz Ihrer Erlebnisse in der Vergangenheit so Stark ist in eine Klinik zu gehen um sich helfen zu lassen und alles verarbeiten zu können.
Vielen Dank für eure Unterstützung!
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Helfer
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« Antworten #6 am: 02. August 2004, 22:58:32 » |
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Meine Freundin hat sich heute bei mir gemeldet und mir gesagt, dass sie erst mal Ruhe braucht und ich mich nicht mehr bei Ihr melden soll....
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Angie
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« Antworten #7 am: 03. August 2004, 05:01:53 » |
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Hallo Helfer
Auch das gehört dazu. Gib ihr die Zeit. Du klingst als seist du darüber nicht erfreut. Aber glaube mir, sie braucht diese Zeit. Und gerade jetzt, solltest du ihr das Gefühl vermitteln, das du es verstehst und dich liebevoll zurück ziehn. Schreib ihr ein paar Zeilen, das du das verstehst und melde dich dann auch nicht. Für den Patienten gibt es nichs schlimmeres, als wenn der Partner in dieser Sitaution dann beleidigt ist. Nutze die Zeit der Abstinenz (:-) von deiner Freundin um Kraft zu tanken für die Zeit die noch kommen wird. Beschäftige dich mal mit anderen Dingen, die dir selbst Spaß machen und die vielleicht in letzter Zeit zu kurz gekommen sind. Ich habe meinen Mann damals 3 WOchen lang, weder angerufen, noch durfte er mich besuchen.
Das ist normal. WIllst du das sie gesund wird? Dann gib ihr diese Zeit zur Selbstbesinnung und Selbstfindung.
Einen lieben Gruß Angie
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Wir haben immer noch nicht begriffen, dass der Frieden nur mit einem Sieg über unsere eigene Dummheit beginnen kann (---Matthias Jobmann----)
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Cleo
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« Antworten #8 am: 03. August 2004, 07:18:12 » |
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Hallo Helfer,
tja, ähnlich ist es wohl in vielen Fällen, für Dich vielleicht nicht verständlich, aber wichtig ist ja, dass Deine Freundin gesund wird und wenn sie Abstand und Zeit für sich alleine braucht, dann solltest Du ihr die auch einräumen.
In welche Richtung gehen denn jetzt Deine Zweifel und Bedenken? Hast Du Angst, sie zu verlieren z.B.?
Liebe Grüsse Cleo
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Helfer
Gast
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« Antworten #9 am: 03. August 2004, 10:26:52 » |
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Hallo Angie, hallo Cleo,
Um ehrlich zu sein tut das sehr weh auf einmal zu hören, dass man nicht gebraucht. Das Klang jetzt schon sehr hart, aber ich weis nicht wie ich es ausdrücken soll. Noch vor zwei Wochen, war sie überglücklich das ich mich so sehr um sie kümmere und immer für sie da war. Das sie sich etwas ändert war mir schon bewusst, aber ich hätte niemals damit gerechnet, dass es so gravierend ist. Klar will ich das sie wieder gesund wird und spaß am Leben hat, weil Leben die Basis von allem ist! Ich werde sie dabei weiterhin sogut unterstützen wie ich kann. Jetzt werde ich mich zurückziehen und warten bis sie sich wieder meldet. Ich glaube so kann ich Ihr am besten helfen. Ja ich habe Angst sie zu verlieren bzw. das sie mich vergisst!
LG Helfer
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Cleo
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« Antworten #10 am: 03. August 2004, 11:16:46 » |
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Hallo Helfer,
hm, ich dachte mir fast, dass Du Angst hast, sie zu verlieren, es klang nämlich so und deshalb fragte ich nach.
Ich weiss nicht, wie stabil Eure Beziehung ist/war, ob Ihr Euch im tiefsten Inneren wirklich gegenseitig vertraut, Euch aufeinander verlassen könnt, Ihr Euch gleichwertig liebt und wo sich das Geben und Nehmen die Waage hält oder ob es eher eine krisengeschüttelte Beziehung ist. Normale, alltägliche Probleme gibts ja in fast jeder Beziehung, das meine ich aber nicht damit.
Meist ists ja doch so, dass nicht nur ein Partner Probleme hat, auch wenn diese vielleicht nicht so extrem sind wie die Deiner Freundin und eine Beziehung sollte vordergründig nicht nur aus "Helfen" bestehen - ich erwähne das deshalb, weil Du es immer wieder betont hast. Ich will Dir hier aber um Himmels Willen nichts einreden ;-))) Ich frage mich nur, wieso Du Angst hast, sie zu verlieren - wieso vertraust Du nicht auf Eure Beziehung?
Dass eine Veränderung bei ihr stattfindet, ist völlig normal, denn Du hast ja berichtet, dass Ihre Kindheit alles andere als schön war und so wird sie sich in der Therapie wohl mit Themen auseinandersetzten müssen, über die sie vielleicht am liebsten gar nicht mehr nachdenken möchte, die aber vielleicht so einschneidend waren, dass die Problematik immer wieder hochkommt - und das ist ja wohl der Grund, weshalb sie in der Klinik ist. Also bleibt ihr ja garnichts anderes übrig, als sich dem zu stellen und das kostet nicht nur Kraft, sondern verändert einen auch, was ja logisch ist.
Wie und ob sich ihre Veränderung auf Eure Beziehung auswirkt kann sicher niemand sagen, ich denke, es kommt eben u.a. auch auf die Stabilität Eurer Beziehung an.
An Deiner Stelle würde ich jetzt Dinge tun, die Dir Spass machen und nicht nur auf ihren Anruf warten ;-)
Liebe Grüsse Cleo
[Editiert am 3/8/2004 von Cleo]
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Angie
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« Antworten #11 am: 03. August 2004, 14:50:19 » |
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Hallo Helfer
Ich kann deine Ängste sehr gut verstehen. Aber vertraue darauf, wenn eure Beziehung vorher stabil war, so wird sie sicher auch danach so sein. Veränderungen sind wichtig. Sie bedeuten Entwicklung. Menschen entwickeln sich mit den Jahren entweder in die Richtung oder in die andere. Als ich meinen neuen Mann kennen lernte, (er hatte damals auch schwere Depressionen und war 5 Monate in einer Klinik) da haben wir etwas ausgemacht. Niemals dürfen wir uns gegenseitig brauchen. Brauchen im Sinne von Abhängigkeit. Denn wer nicht mit sich selbst zurecht kommt, kann auch mit einem Partner nicht zurecht kommen. Nur wenn ich selbst stabil bin, ich weiß das ich mit meinem Leben klar komme, erst dann bin ich auch in der Lage eine gute Partnerschaft einzugehen.
Ich denke, es ist wichtig das deine Freundin das Gefühl bekommt, das du ihr jetzt diesen Freiraum, sich selbst zu endecken auch gönnst. Meine Schreibweise deshalb, weil man Ex mann immer gesagt hat, ich mache Urlaub auf seine Kosten.
Viele der "sogenannten Freunde" haben sich von mir abgewandt, weil ich ja nicht mehr die " alte Angelika" war. DIe neue war unbequem und lästig. Nicht mehr so leicht zu handhaben und zu lenken wie vor dem. Glaub mir, die echten Freunde, werden es später immernoch sein. Einige werden irgendwie verschwinden.
Nein, es ist keine leichte Zeit die du als Partner jetzt durchmachst, aber denk jetzt ein bißchen an dich selbst. Das ist kein Egoismus sondern auch dringend erforderlich. Um dich abzulenken, um dich selbst auch weiter entwicklen zu können.
Uff, ich glaube ich höre mal lieber wieder auf zu schreiben, sonst wird das hier noch ein Roman.
Lieben Gruß Angie PS: Meine Einstellung ist natürlich eine reine persönliche Einstellung die du annehmen kannst, aber nciht musst. Und mein Rat ist kein Non plus Ultra, nur ein wenig Erfahrung spricht aus mir.
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Wir haben immer noch nicht begriffen, dass der Frieden nur mit einem Sieg über unsere eigene Dummheit beginnen kann (---Matthias Jobmann----)
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Helfer
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« Antworten #12 am: 04. August 2004, 00:40:26 » |
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Hallo Ihr zwei,
wir sind nicht sehr lange zusammen, wissen aber viel von einander und die tatsache das sie nur mir und Ihren Therapeuten von Ihren Erlebnissen erzählt hat zeug schon von sehr viel vertrauen. Ich vertraue Ihr auch und ich habe noch nie so offen meine Gefühle gezeigt wie in dieser Beziehung.
Wie gesagt einfach von heute auf morgen von einem menschen zu hören den man liebt, für den man immer da ist zu hören, ich will nicht das du dich bei dir meldest und über die Beziehung sprechen wir nachher, war schon sehr hart.
Ich werde sie nicht unter druck setzen sondern Ihren Wunsch respektieren und Ihr Zeit geben über alles nach zu denken und Ihre Erlebnisse zu verarbeiten.
Danke für eure Hilfe. Es ist wirklich sehr schwer für jemanden wie ich, der nie mit der Krankheit zu tun hatte darauf einzugehen, aber dank euch habe ich Hoffung dass sie wieder gesund wird und wieder Spaß am leben hat und evtl. wir noch eine Chance haben.
Um ehrlich zu sein habe ich in der Beziehung, mag jetzt vielleicht etwas eingebildet klingen, mehr gegeben als genommen, aber ich fand es nicht schlimm. Meine Freunde brauchte meine Zuneigung und hab sie ihr gegeben. Ich weis auch genau, dass wenn es mir schlecht ginge sie auch für mich da wäre. Somit glaube ich schon das unsere Beziehung stabil ist und wir uns aufeinander verlassen können.
Wenn es dieses Forum nicht gebe, wüsste ich nicht was ich machen sollte, da ich nicht wusste mit dieser Krankheit umzugehen, aber nach und nach glaube ich es zu verstehen. Ich werde jetzt auch etwas mehr an mich denken und etwas unternehmen.. muss unter anderem noch die Einkommensteuererklärung machen ;-)
Vielen Dank an euch! LG Helfer
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wolfgang
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« Antworten #13 am: 04. August 2004, 08:27:28 » |
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Hallo Helfer, Deine Sorgen kann ich sehr gut verstehen.
Ich bin Betroffener und Angehöriger. Also kenne ich beide Seiten. Ich bin ziemlich davon überzeugt, dass Deine Freundin, wenn sie entlassen wird, erst recht Deine Hilfe braucht.
Die paar Wochen in der Klinik legen in der Regel nur sehr oberflächlich etwas frei. Die eigentliche Arbeit an sich und mit sich kommt erst danach.
Schreib ihr einen Brief, leg ein kleines Büchlein bei, aus dem sie sehen kann, dass du für sie da bist, auch in Zukunft.
Herzliche Grüße Wolfgang
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Helfer
Gast
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« Antworten #14 am: 04. August 2004, 10:06:52 » |
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Hallo Wolfgang,
danke für deinen Rat. Daran hab ich auch gedacht Ihr einen Brief zu schreiben zumal sie bald Geburtstag hat. Auf der anderen Seite hat sie mir zu verstehen gegeben, dass sie erst mal nichts von mir hören will und möchte auch Ihren Wunsch respektieren. Weis nicht ob ich mit dem Brief etwas kaputt machen, sie unter druck setzen würde oder sie das Gefühl bekommt das ich sie nicht respektiere.
LG Helfer
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Angie
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« Antworten #15 am: 04. August 2004, 14:03:00 » |
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Hai Helfer
Wenn sie Geburtstag hat, dann wird sie auf etwas warten, vielleicht auf nichts konkretes, aber ich denke schon, das eine unverfängliche Karte mit ein paar lieben Worten mit Freude gelesen werden. Ich hatte damals auch Geburstag als ich in der Klinik war. Ich hatte meinem Ex gesagt, das er sich nicht melden soll, und mich auch nicht besuchen soll. Aber deshalb vergißt man doch nicht den Geburstag? Oder?
Also ich war stinkesauer, das ich nicht mal ne Karte bekommen habe. Vielleicht hilft dir das weiter bei der Entscheidungsfindung, Karte senden oder nicht? Mach dir Arbeit und finde die passende Karte für sie. Etwas was ihr Freude machen wird. So wie du sie liebst, wirst du das richtige finden.
Lieben Gruß Angie
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Wir haben immer noch nicht begriffen, dass der Frieden nur mit einem Sieg über unsere eigene Dummheit beginnen kann (---Matthias Jobmann----)
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Helfer
Gast
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« Antworten #16 am: 05. August 2004, 09:02:37 » |
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Hi Angie, Hi Wolfgang
nachdem ich noch eine Nacht drüber geschlafen habe, glaube ich das Ihr recht habt. Obwohl sie mich gebeten hat mich nicht bei Ihr zu melden, werde ich zumindest zu Ihrem Geburtstag was nettes schreiben. Ich glaube das man an solch einen wichtigen Tag, sich schon bei seinen liebsten melden sollte, damit sie auch weis das ich sie nicht vergessen habe und für sie da bin.
LG Helfer
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Helfer
Gast
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« Antworten #17 am: 09. August 2004, 09:59:24 » |
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Hallo zusammen,
jetzt ist es schon eine Woche her, seit dem meine Freundin keinen Kontakt mehr zu mir haben möchte und es ist nach wie vor sehr schwierig mit dieser Situation umzugehen. Ich habe Ihr zum Geburtstag eine Karte geschickt und habe durch eine Freundin erfahren, dass sie sich drüber gefreut hat. Wieso meldet sie sich nicht direkt bei mir?
Letztens habe ich erfahren das meine Freundin mit Mitpatienten über mich gesprochen hat und einige gesagt haben sollen sie soll mich in den Wind schiessen. Es tut verdammt weh wenn man jemanden liebt, dieser Mensch die gleichen Gefühle empfindet und von heute auf morgen den Kontakt abbricht und das dann noch andere Leute sagen es hätte keinen sinn. Ich weis einfach nicht was ich noch machen kann. Ich weis noch nicht mal wie es Ihr geht oder ob sie fortschritte macht! Diese Ungewissheit ist einfach unerträglich.
LG Helfer
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Cleo
Gast
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« Antworten #18 am: 09. August 2004, 12:54:38 » |
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Hallo Helfer,
sicher eine schwierige Situation auch für Dich - für Deine Freundin wirds bestimmt auch nicht einfach sein.
Hatte sie die Ärzte und Theras eigentlich von ihrer Schweigepflicht Dir gegenüber entbunden, bevor Euer Konakt abgerissen war? Das ist das einzige, was mir einfällt, was Du tun könntest ausser Abwarten. Selbst wenn sie die Ärzte nicht von der Schweigepflicht entbunden haben sollte, könntest Du Dich ja mal vor Ort an sie wenden - sie werden Dir vermutlich keine Auskünfte über den Zustand Deiner Freundin geben, aber vielleicht haben sie einen Rat für Dich.
Offenbar kennst Du ja auch Leute, die Dir aus der Klinik berichten, was da alles so abläuft usw. Dass Deine Freundin über Dich -oder wen auch immer- mit Mitpatienten spricht, ist wohl völlig normal - auf die Äusserungen der anderen würd ich erst mal nicht so viel geben. Aber ob das alles für Dich so gut ist, Infos zu bekommen, bezweifel ich. Fragst Du denn bei irgend jemandem nach oder kommen andere auf Dich zu und informieren Dich?
Wenn sie sich über Deine Karte gefreut hat, dann ist das allein doch schön zu wissen. Wieso meinst Du, sie sollte sich deshalb bei Dir melden? Mir kommt es ein bisschen so vor, als wenn Du sie nicht ganz ernst nimmst, dass sie vorerst keinen Kontakt haben möchte bzw. als würdest Du ihr nicht wirklich die Zeit geben, die sie braucht. Als würdest Du täglich auf ihren Anruf hoffen (was durchaus verständlich ist), aber tust Du in der Zeit auch etwas für Dich oder sieht es eher so aus, als dass Du wartest? Oder anders gefragt: könnte es sein, dass Du ohne sie nicht klar kommst?
Liebe Grüsse Cleo
[Editiert am 9/8/2004 von Cleo]
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Angie
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« Antworten #19 am: 09. August 2004, 15:12:27 » |
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Hallo Helfer
Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie du dich jetzt fühlst. War euere Beziehung stabil, war alles wirklich in Ordnung? Weißt du, andere stürzen sich immer auf die Probleme anderer, damit sie sich nicht mit sich selbst befassen müssen. Also, gib nichts darauf, was man dir da für Gerüchte über deine Freundin weitergibt. Wenn andere sagen sie soll dich laufen lassen, dann heißt das noch lange nicht das sie es auch tut.
Wie Cleo schon sagt, wartest du zuhause auf einen Anruf, verzweifelt bis die Zeit herum ist, wo der Kontakt erst mal nicht sein sollte. Tue das nicht, wenn es so sein sollte. Kümmere dich um dich. Sieh zu, das du etwas unternimmst und sorge dafür, das es dir auch Spaß macht.
Wenn du jetzt aber starke Verlustängste empfindest, dann solltest du dich fragen, was in der Beziehung vielleicht nicht gestimmt haben könnte. Damit du weißt, was du in Zukunft ändern kannst.
Deine Freundin arbeitet an sich mit Hilfe der Therapeuten. wird vielleicht Dinge entdecken, die ihr Spaß machen und sie zuhause durchführen wollen. Und du könntest irritiert sein. Voller Unverständnis der Situation gegenüber stehn. Du bist, wie du schon schriebst, der jenige der mehr gegeben hat, als genommen. Lerne auch zu nehmen. Ich denke, da geht es bei dir und deiner Freundin auch um Freiräume die ihr braucht. Denke darüber nach, was man in Zukunft besser machen kann, was ihr Freude bereitet und vor allem auch dir.
Egal wer dir diese Informationen gab, sag ihm beim nächsten Mal, er soll sie für sich behalten. Informationen wird dir deine Freundin geben, sobald sie sich bei dir meldet. Und das wird sie tun. Da bin ich mir ganz sicher. Wenn sie soweit ist, wenn sie für sich erst einmal wieder klar ist.
Nicht verzweifeln, nicht aufgeben.
Lieben Gruß Angie
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Helfer
Gast
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« Antworten #20 am: 10. August 2004, 09:15:01 » |
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Hallo Ihr Zwei,
wir haben uns hauptsächlich am Wochenende gesehen und haben diese dann auch sehr intensiv genutzt uns näher kennen zu lernen und viel miteinander unternommen. Ich würde sagen das die Beziehung schon stabil war, obwohl wir uns nie gestritten haben, wobei ein Streit ab und zu die Beziehung ja beleben soll.
Ich habe an Gerüchten nie oder sehr selten geglaubt, aber jetzt wo der Kontakt abgebrochen ist, habe ich nur die Gerüchte, ob es richtig oder falsch ist weis ich nicht.
Wegen der Entbindung der ärztlichen Schweigepflicht habe ich sie auch angesprochen. Sie meinte sie würde sich das noch überlegen. Am nächsten Tag hat sie den Kontakt abgebrochen.
Sehr wahrscheinlich hat sie den Kontakt abgebrochen, da in der letzten Zeit die Beziehung von meiner Seite nur aus geben bestand. Sie hat evtl. dadurch etwas beengt gefühlt und konnte sich nicht ganz auf sich konzentrieren so wie sein sollte.
Ich gebe ihr schon die Zeit, nur muss ich auch an sie denken! Ich kann meine Gefühle von heute auf morgen nicht einfach so ändern und das fällt mir sehr schwer. Klar ich versuche mich abzulenken, das klappt auch, nur sobald ich alleine bin, muss ich an sie denken.
Sie meinte auch vor der Therapie zu mir, dass sie sich verändern wird und jetzt habe ich Angst das ich diese Veanderungen nicht mitbekomme und wir uns nach der Therapie fremd gegenüber stehen.
Ich muss immer nachfragen wie es Ihr geht, es kommt niemand zu mir und berichtet mir freiwillig wie es Ihr geht.
Ob ich ohne sie zurecht komme, kann ich so nicht beantworten. Bis jetzt hatte ich keine Beziehung wie diese voller emotionen! Wir haben zusammen gelacht, geweint, waren fröhlich als auch traurig und wir haben uns sehr vertraut und über alles gesprochen!
LG Helfer
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Angie
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« Antworten #21 am: 10. August 2004, 14:25:45 » |
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Hallo Helfer
Irgendwie kann ich deine Sorge verstehen. Ich kann dir aber einen Tip geben, wenn sie wieder nach Hause kommt und sie mit dir redet, "Höre" ihr gut zu, wenn ihr redet. Akzeptiere die Veränderungen die dann sichtbar sind oder werden. Und vor allem, verlange nicht die alte Freundin zurück, so wie sie mal war. Es mag vor der Klinik vielleicht angenehm gewesen sein, aber vielleicht hat sie viele Dinge einfach nur getan um sich anzupassen. Und das könnte sein, das sie das nachher nicht mehr tut. So war es auch bei mir. Mein Ex Mann hat fünf Jahre die alte Angelika zurück haben wollen. Weil die war lieb, nett und leicht lenkbar und schnell zufrieden zu stellen. Das war ich nach meinem Klinikaufenthalt weiß Gott nciht mehr. Weil ich mich gegen die Dinge, die mir schadeten plötzlich wehrte. Ich nciht mehr zu allem ja und Abend gesagt habe. Kannst ja mal da rüber nachdenken, was es bei euch war, wo hat sie sich angepaßt, wo nicht? Deine Freundin ist jetzt auf dem Weg sich helfen zu lassen, aber die schwierigste Aufgabe steht euch noch bevor. Die Veränderungen zu sehen, zu akzeptieren und sich neu zu argangieren. Kennst du ihren Arzt? Wenn du dich vorbereiten willst, vielleicht kannst du mit dem reden, was du machen kannst um ihr auch weiterhin ein guter Partner zu sein. Uff, das ist verdammt schwierig dir einen Rat zu geben, ich kann es dir nur aus meiner Sicht erklären und aus meinen Erfahrungen. Mein Ex-mann hat nicht kapiert was sich bei mir getan hat, und wollte immer nur den alten Zustand zurück. Er meinte, ich liebte ihn nicht ´mehr, aber dem war nicht so. Naja zum guten Schluß ging er dann mit meiner besten Freundin ins Bett. Versuch einfach zu verstehen und höre aufmerksam zu, dann hast du vieleicht die Chance, euere Partnerschaft zu erhalten und vielleicht sogar noch zu verbessern.
Lieben Gruß Angie
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Wir haben immer noch nicht begriffen, dass der Frieden nur mit einem Sieg über unsere eigene Dummheit beginnen kann (---Matthias Jobmann----)
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Helfer
Gast
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« Antworten #22 am: 12. August 2004, 09:55:21 » |
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Hallo Angie,
ja es ist sehr schwer zu verstehen, dass sich jemand innerhalb kürzester zeit verändern kann, nicht nur positiv sondern bestimmt auch negativ, zumindest im Auge des Betrachters.
Meine Freundin hat einen sehr starken Charakter, ich meine damit das sie bestimmt mit viel mehr selbstbewusstsein die Klinik verlassen wird. Sie wird auch zuerst an sich denken und erst dann an die anderen, was ja eigentlich auch richtig ist, da man nur ein Leben hat und man selber über dieses bestimmen sollte/muss.
Um ehrlich zu sein weis ich nicht auf anhieb wo sie sich in der Beziehung angepasst hat, ich meine damit das sie etwas gemacht hat was sie nicht wollte. Einer von uns hat was vorgeschlagen wenn der andere das nicht wollte haben wir es nicht gemacht. Ok ob sie das gesagt hat was sie wirklich meinte oder wollte weis ich nicht, aber ich muss schon sagen das wir sehr öffen gegenüber sind!
Ich habe leider keinen Kontakt zu Ihren Ärzten und werde diesen jetzt auch nicht suchen. Sie hat mir ja gesagt das sie Abstand braucht und daher habe ich mich nun komplett zurück gezogen. Selbst den Menschen die wissen wie es Ihr geht und mit denen ich in Kontakt bin habe ich gesagt das sie mir nichts über meine Freundin sagen sollen.
Wie bereits vorher gesagt bestand unsere Beziehung nicht aus geben und nehmen ondern war etwas einseitig. Ich hoffe das sich das nach Ihrem Klinikaufenthalt ändert und wir nochmal ganz von vorne anfangen können.
LG Helfer
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Winnie
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« Antworten #23 am: 12. August 2004, 10:16:25 » |
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Hallo Helfer,
es ist schwierig Dir zu raten ... aber einen Tipp möchte ich Dir doch geben. Wenn sie den Kontakt abgebrochen hat und Zeit und Abstand braucht, dann laß ihr diese Zeit unbedingt!!! Das ist wichtig für sie!!! Ich weiß, daß es schwer fällt, daheim zu sitzen und zu warten. Aber wenn Du sie jetzt bedrängst, dann wird sie sich noch mehr in ihr "Schneckenhaus" zurück ziehen.
Aus eigener Erfahrung kann ich Angie zustimmen ... nach so einem Klinikaufenthalt hat sich auch meine Ehe verändert. Heute bin ich froh darüber, denn ich habe vorher manche Dinge nicht gesehen.
Ich wünsche Dir viel Geduld und Zuversicht Winnie
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Helfer
Gast
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« Antworten #24 am: 13. August 2004, 11:25:36 » |
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Hallo Winnie,
ja habe mittlerweile auch begriffen, dass es wichtig für sie ist etwas Abtand zu haben. Zuerst wollte ich das nicht wahrnehmen, aber nach und nach begreife ich das es richtig ist Abstand zu halten.
Es war und ist nicht leicht für einen aussenstehenden diese Situation zu akzeptieren geschweige denn diese zu begreifen!
Ich wünsche Ihr das sie nach dem Klinikaufenthalt glücklischer und zufriedener ist als vorher und wieder spass am leben hat, wobei ich mir wünsche daran teilnehmen zu können.
LG Helfer
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