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Autor Thema: Nimmt mein Therapeut mich nicht ernst?  (Gelesen 3496 mal)
Winnie
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Beiträge: 550


« am: 02. August 2004, 12:18:47 »

Ich war bei meinem Therapeuten ....

Ich könnte an die Wand springen ....

Diese Sätze:

- Sehen sie raus und freuen sie sich, dass das Gras grün ist
- Wie schön die Blumen blühen
- Sie müssen mehr auf sich selbst achten
- Sie müssen ihr Verhalten gegenüber anderen Menschen ändern, mehr selbstlos sein
- Freuen sie sich, dass sie gesund sind (das ist der blanke Hohn ... ich bin seit 1,5 Jahren erwerbsunfähig ... !!!!)


Ich fühle mich  mies!!! Was soll sowas? Das Gras ist grün! Ach? Tatsächlich?

Wenn ich jemandem erzähle, dass ich nach einem Streit mit meiner Tochter am liebsten an den Baum fahren würde und er sitzt dann vor mir, lacht und sagt "das ist kein Grund" ... da fühle ich mich nicht ernst genommen.

Dann erzählt er mir, dass ich meinen Psychiater wechseln soll (ist ein anderer Arzt, der mich überwiesen hat). Ich erzählte ihm aber vorher, dass mir die Therapie nichts bringt ... da geht der einfach drüber weg!!!

Kennt sich jemand aus, wie das ist  mit Therapeutenwechsel mitten in der Therapie?
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wolfgang  
Gast
« Antworten #1 am: 02. August 2004, 12:28:15 »

Hallo Winnie,
erwerbsunfähig zu sein heiß nicht, dass es einem schlecht gehen muss. Ich bin auch schon rund 7 Jahre EU-Rentner, aber weil ich nicht mehr belastbar bin, nicht weil ich Depressionen habe.

Frage wegen dem Therapeutenwechsel bei Deiner Krankenkasse nach, dann hast du es schwarz auf weiss und brauchst Dich hier nicht auf Vermutungen verlassen.

Vielleicht wollte Dich Dein Arzt nur provozieren und aus der Reserve locken. Ich weiss es nicht. Zu mir hat mal einer gesagt, sie gehen nun in die Stadt und erzählen mir drei Dinge, die sie als schön empfunden haben. Du wirst lachen, ich habe drei Dinge gefunden und für Minuten konnte ich mich freuen.

Herzliche Grüße
Wolfgang
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ArgusArgwohn  
Gast
« Antworten #2 am: 02. August 2004, 15:07:41 »

Zum Gruße, liebe Winnie!

Sei mir nicht böse, aber mir gefällt dieser Therapeut. Er hat etwas, was die Wenigsten mitbringen: Humor und die Gabe, SEHEN zu können. Er will ganz einfach, dass Du - auch wenn Du Dich mies fühlt, wer tut das nicht, wenn er einen Therapeuten braucht? - aus Deinem inneren Versteck kommst und irgendwann merkst, dass es hunderttausend Dinge auf der Welt gibt, die schön sind. Wirklich schön. Wer sieht denn schon, dass das Gras grün ist? Es ist selbstverständlich. Beobachte es mal, jeden einzelnen Halm, die kleinen Blumen dazwischen, den Schimmer bei Sonne, am Morgen der Tau, den Klee, den Duft (ok, den kann man nicht sehen, zählt nicht ;-).

Du wirst Dich nicht besser fühlen, wenn Dein Therapeut mit Dir in Deinem Kummer badet. Aber wenn er erreicht, dass Du erkennst, dass allein Deine Sichtweise ver-rückt ist, die Schönheiten der Natur sich nicht darum schert und der Lauf der Dinge, des Naturgesetzes etc. beständig, zuverlässig weiter bestehen, dann wird es bei Dir Klick machen. Hab' doch einfach etwas Geduld. Das, was Dich heute rasend oder wütend macht, kann morgen bereits einen Heilungsprozeß ankurbeln.

Und nach einem Streit am liebsten an den Baum zu fahren, das sind Gedanken, aber würdest Du es tatsächlich aus diesem Grund tun? Was hätte der Therapeut denn Deiner Meinung nach antworten sollen? Sie Ärmste, wie schrecklich...es gibt sogar Ärzte, die knallhart sagen würden "Und? Warum haben Sie es nicht getan?" Und dann würdest Du merken, dass es eben doch SCHÖNES gibt, weswegen man sein Leben nicht einfach an den Baum fährt. Vielleicht meint er das mit dem Satz, Du sollest mehr auf Dich achten. Nämlich Dich, DEIN Leben achten. Du bist es WERT.

Sorry, dass das alles für Dich hart klingt, aber ich hatte vor Jahren einen Therapeuten, der ähnlich sprach und mir half. Er half mir sogar so, dass ich mein Leben total änderte und heute sagen kann: ich bin geheilt. Und dafür bin ich ihm dankbar. Was die Zukunft bringt, weiss ich nicht, ich spreche nur von heute.

Aber Du allein musst natürlich für Dich entscheiden.

Alles Gute. So lange Du so eine Wut im Bauch hast, gibt es mehr als Hoffnung!

ArgusArgwohn

P.S. Therapeutenwechsel ist möglich, niemand kann Dich zwingen und meist hat man sowieso eine Anzahl von Probestunden. Das sollte also kein Problem sein

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Cleo  
Gast
« Antworten #3 am: 02. August 2004, 16:57:51 »

Hallo Winnie,

ich gehe mal davon aus, dass das bei Deinem Thera keine Probestunden mehr sind, denn sonst müsstest Du nicht darüber nachdenken, ob Du wechseln kannst oder nicht, Du könntest nämlich einfach weg bleiben ;-)
Also gehe ich weiter davon aus, dass Du ihn und er Dich schon etwas länger kennt - bitte korrigiere mich, falls dem nicht so sein sollte.

Wären diese, seine Aussagen, die Du oben zitiert hast, gleich am Anfang gekommen, so würde ich auch denken: das ist ja der Gipfel, der kennt mich kaum, kaum etwas von meinen Problemen und kommt mit derartigen Sprüchen??? - und würde mich, so wie Du ja auch, nicht ernst genommen fühlen. Und in der Tat ist man ja erwerbsunfähig, wenn man krank ist (Wolfgang, wenn Du eine erhälst, weil Du nicht mehr so belastbar bist, dann hat das sicher auch seine Gründe - andere Menschen, und damit meine ich rundherum gesunde- sind belastbar können arbeiten gehen - auch in einem etwas gehobeneren Alter), ganz gleich, ob körperlich oder psychisch. Dein Therapeut wird wohl damit gemeint haben, dass Du froh sein solltest, körperlich gesund zu sein - so denke ich mal.

Vielleicht wollte er Dich wirklich auf etwas hinweisen, was Du vernachlässigst hattest und wofür Du zukünftig einen Blick bekommen solltst - offenbar hat er Dich mit seiner Art, WIE er es formuliert hat, nicht erreicht, denn Du fühltest Dich sozusagen verar***t und nicht ernstgenommen. Und das ist nach meiner Meinung nicht zu unterschätzen und könnte dafür sprechen, dass Ihr von der Kommunikation her nicht unbedingt harmoniert. Und da stellt sich die Frage: WIE und mit WELCHEN Worten sollte ein Thera WAS sagen, damit es ankommt und nicht missverstanden wird - so sollten die Therapeuten aus meiner Sicht doch überlegen, bevor sie etwas dem Klienten sagen. Die Menschen sind eben verschieden, dem einen kann man vielleicht eher etwas in dieser Richtung sagen bzw. versuchen, nachzubringen als dem anderen, so etwas sollten ein Therapeuten -wie auch ein Ärzte - abschätzen können.

An Deiner Stelle würde ich zum nächsten Termin gehen und mit ihm über all das, was Du hier geschildert hast, sprechen. Mich würde interessieren, wie er auf Deine Kritik hin reagiert, was er dazu zu sagen hat - oder auch nicht. Erst dann würde ich mich entscheiden zu wechseln oder doch weiter zu machen.

Liebe Grüsse
Cleo









[Editiert am 2/8/2004 von Cleo]

[Editiert am 2/8/2004 von Cleo]
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wolfgang  
Gast
« Antworten #4 am: 02. August 2004, 17:40:52 »

Hallo Cleo,
bis auf einen Herzinfarkt bin ich körperlich vollkommen gesund.

Herzliche Grüße
Wolfgang
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Winnie
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« Antworten #5 am: 04. August 2004, 11:52:14 »

Ich gehe zu dem Therapeuten seit einem 3/4 Jahr, habe ihm am Anfang gleich gesagt, dass ich von selbst nicht sprechen kann, es sei denn, es ist gerade so eine "Stimmung" in der ich schwallartig alles raus lasse. Er meinte damals ok, dass sie mir das sagen, dann weiß ich wie ich mit ihnen umgehen muss. Und jetzt? Von Anfang an habe ich nichts über mich selbst erzählt, "nur" über meine Kinder ... einmal haben wir die ganze Therapiestunde über die 10€ Praxisgebühr gesprochen ... ? Dafür benötige ich keine Therapie ... es ist schade um die Zeit.

Ich sehe es ähnlich wie Cleo ... ein Therapeut sollte zuerst einmal überlegen bevor er etwas ausspricht und etwas mehr Einfühlungsvermögen zeigen.
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Cleo  
Gast
« Antworten #6 am: 04. August 2004, 13:00:30 »

Hallo Winnie,

was wirst Du nun tun? Wechseln oder noch mal hingehen?

Hab noch mal länger über Therapeuten und Therapien nachgedacht und ich für meinen Teil kann mit Provoktionen in einer Therapie nicht viel anfangen, mir ist es lieber, sachlich über Dinge zu reden und wenn mir ne wichtige Erleuchtung/Sichtweise fehlt, dann hoffe ich darauf, dass mir das anders nähergebracht wird.

Prima, wenn Menschen die Natur und ihre Schönheit wahrnehmen können, das ist sicher gut und auch wichtig, ich bezweifle nur, dass man dafür einen Nerv hat, wenns einem so richtig dreckig geht - denke doch, dass da erst einmal andere Dinge vordergründig sind. Ein Auge und Bewusstsein für die schönen Dinge des Lebens hat hoffentlich jeder nach einer schlechten Phase.

Mir fällt jetzt erst ein Satz von Argus Arwohn auf:

 
Zitat
es gibt sogar Ärzte, die knallhart sagen würden "Und? Warum haben Sie es nicht getan?"


und ich für meinen Teil finde diesen mehr als gewagt *puh*, denn er könnte im Zweifel üble Konsequenzen nach sich ziehen und ich glaube kaum, dass sich ein gewissenhafter Arzt zu einer solchen Aussage hinreissen lässt.

Winnie, halt uns mal auf dem Laufenden, was Du jetzt machen willst, ja?

Liebe Grüsse
Cleo





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Winnie
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« Antworten #7 am: 04. August 2004, 14:24:47 »

Hallo Cleo,

tja, mit einem solchen Satz kann man wirklich auch sehr (!) viel anrichten.

Als ich 17 war, hat sich mein Freund umgebracht ... daran kaue ich heute noch!!! Ich halte daher überhaupt nichts von solchen Sätzen. Was will man damit erreichen? Dass jemand der über sein Leben nur negativ denkt darüber nachdenkt? Mit welchem Erfolg? Wenn schon alles negativ erscheint, was soll dabei rauskommen?

Ich denke ich werde bei mir in der Nähe in eine psychiatrische Ambulanz gehen. Aber bei meiner momentanen "Entschlussfähigkeit" ... kann sich das noch hinziehen, bis ich mich aufraffe einen Termin auszumachen. Immerhin -->> die Daten habe ich mir schon raus gesucht.

Wahrscheinlich werde ich anschließend nochmal zu dem Therapeuten gehen und ihm meine Entscheidung mitteilen. Ich hoffe, dass ich das kann!!!

Liebe Grüße
Winnie

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Cleo  
Gast
« Antworten #8 am: 04. August 2004, 16:41:56 »

Hallo Winnie,

es tut mir unendlich leid, dass Du so etwas Schreckliches schon in so jungen Jahren erleben musstest :-(((

Drücke Dir die Daumen, dass Du alles für Dich regeln kannst auch wenn es vielleicht etwas länger dauert ;-))) Ich denke, für Dich wärs auf alle Fälle gut, wenn Du Deinem Therapeuten Deinen Entschluss persönlich und direkt mitteilen könntest - entscheide Du spontan.

Liebe Grüsse
Cleo
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Tahina  
Gast
« Antworten #9 am: 04. August 2004, 17:58:42 »

Hallo Winnie,
auch ich finde es bedauerlich, dass Du auf offensichtlich recht tragische Weise den Verlust Deines Freundes hinnehmen mußtest - und vielleicht ist das nicht das einzige schlimme Erlebnis, dass Dich noch immer beschäftigt.

Bzgl. Fortsetzung Deiner Therapie möchte ich Dir empfehlen, für Dich herauszufinden, was Du eigentlich mit der Therapie erreichen möchtest. Welches Ziel hast Du dabei? Und kannst Du es erreichen mit dem, was Du im letzten 3/4 Jahr mitgenommen hast?
Wenn ja, bleibt zu klären, was jetzt diese Sätze des Therapeuten  "Sehen Sie raus..." bei Dir bewirkt haben und wie es Dich weiterbringt auf Deinem Weg.
(ich persönlich finde es sehr wichtig, den Blick auch in schweren Zeiten wieder nach Außen in die Natur zu richten. Gerade das Bewußtsein, dass man nichts mehr von der "Schönheit" sieht oder sehen will, kann helfen, den Blick mehr und mehr Richtung Heilungsprozess zu richten. Es lenkt u.a.nämlich auch von quälenden Gedanken ab. Da denke ich insgesamt ähnlich wie Argus).  

Wenn nein, könntest Du zum Beispiel überlegen, ob Du einen neuen Gesprächstherapeuten suchen willst oder ob Dir eine andere Form der therapeutischen Unterstützung im Augenblick viel besser helfen würde (Du schreibst, Du hättest von Anfang an gesagt, dass Du nicht sprichst, es sein denn Du bist in der entsprechenden Stimmung und kannst es schwallartig herauslassen; wäre da nicht vielleicht eher eine Therapie geeignet, bei der Du zunächst nicht sprechen mußt, sondern vielleicht erst einmal Gefühle lösen kannst? Musik-/Kunsttherapie o.ä.?).

Wünsche Dir alles Liebe für Deine weiteren Schritte, Tahina

 
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Holger_1
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« Antworten #10 am: 05. August 2004, 01:23:28 »

Für mich ist ne Therapie mit zuviel Provokation auch nix... meine erste Therapeutin hat nur provoziert und wir haben  uns quasi 25 Stunden nur gestritten.. klar habe ich mit solchen Situationen Probleme aber es hat auch nichts gebracht nur zu provozieren und nicht irgendwie meine Reaktionen zu analysieren und rauszufinden, was ich anders machen kann... leider machen die Therapeuten oftmals irgendwas ohne daß der Patient weiß, warum... irgendwann sollte man halt auch mal sachlich über die Probleme reden sonst kann ich auch nichts ändern... für Kindergartenspiele brauch ich nicht in Therapie


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Winnie
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« Antworten #11 am: 09. August 2004, 08:21:36 »

Hallo,

danke für das Mitgefühl!!! War wirklich schlimm damals !!! und es beschäftigt mich auch heute noch ... ;-((

Erreicht habe ich in der Theapie noch nichts für mich ... leider!!!

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Winnie
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« Antworten #12 am: 24. August 2004, 11:23:30 »

Halo,

ich wollte mal einen "Zwischenbericht" abgeben. Ich habe mich "durchgerungen" und war letzte Woche in einer sog. Institutsambulanz. Wusste vorher nicht genau was mich hier erwartet, hatte Riesenangst, Schweißausbrüche, Migräne und schon wieder dieses "ich kann nicht .. hab Migräne .. bin krank". Aber ich habe es geschafft und bin gefahren, obwohl ich rasende Kopfschmerzen hatte. Eine sehr nette Psychiaterin hat sich eine Stunde für mich Zeit genommen .. eine Kurzfassung angehört und mich dann gefragt, ob ich weiter zu ihnen kommen möchte oder zu meinem Psychiater gehen will. Der Vorteil dieser Ambulanz ist, die haben mehr Zeit für die Patienten ... nicht nur die "übliche Viertelstunde". sie wird jetzt meinen Psychiater anrufen, mit ihm sprechen und beratschlagen wie es weiter gehen soll. In dieser Ambulanz gibt es auch einen Therapeuten und bei dem habe ich in 2 Wochen einen Termin. mal sehen, vielleicht komme ich mit dem besser zurecht?! Was mir sehr gefallen hat war, dass sie mir nicht einreden wollte, dass ich wieder ganz gesund werde.

Gruß
Winnie
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Tahina  
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« Antworten #13 am: 24. August 2004, 19:36:18 »

Hallo Winnie,

Gratulation zu Deinem schönen Teil-Erfolg!!!

Liebe Grüße,
Tahina
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Cleo  
Gast
« Antworten #14 am: 24. August 2004, 20:37:14 »

Hallo Winnie,

toll, dass Du Dich aufgerafft hast und trotz der Migräne und sicher anderen unangenehmen Symptomen hingegangen bist -freut mich sehr für Dich! Klingt gut, besonders, dass dort mehr Zeit für die Patienten zur Verfügung steht, ich drücke Dir die Daumen, dass das Vorgespräch in 2 Wochen positiv verläuft und dass Du ein gutes Gefühl hast, bei ihm richtiger zu sein als bei dem zuvor. Berichte dann mal, ja?

Liebe Grüsse
Cleo
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Butterblume  
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« Antworten #15 am: 24. August 2004, 21:09:29 »

Hallo Winnie,

ich stehe ja vor einem ähnlichen Problem-soll ich meine Therapeutin wechseln oder nicht?
Ich habe das ja schonmal in einem anderen Post geschrieben.
Es ist wohl immer eine Einzelfallentscheidung der Krankenkasse, ob Du deine restlichen Therapiestunden zu dem neuen Therapeut mitnehmen kannst oder ob ein Neuantrag gestellt werden muß. Vorteil bei einem Neuantrag ist, daß das Stundenkontingent (max.100Std) wieder voll ausgeschöpft werden kann.
Was dein Therapeut gesagt hat, finde ich ziemlich daneben, Ich würde mich da auch nicht ernstgenommen fühlen!!! NATÜRLICH ist es wichtig, den Blick auch mal nach aussen zu lenken, um nicht immer um sich selbst zu kreisen , ABER wenn es mir gerade RICHTIG DRECKIG geht, habe ich für solche Bemerkungen auch keinen Sinn und würde mich auch verar...t fühlen!
Ich finde es schon wichtig, zu lernen , sich wieder an Kleinigkeiten zu freuen, aber genauso wichtig finde ich es, sich in einer Therapie enstgenommen zu fühlen!!!
Nun ja, ich drücke Dir auf jeden Fall ganz fest die Daumen, daß Du den für dich richtigen Weg findest, deine Probleme zu verringern!

Liebe Grüße,
MIRA
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Winnie
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« Antworten #16 am: 24. August 2004, 21:19:53 »

Hallo Blume,

jetzt treffen wir uns überall ;-)))

bin gerade im Reservechat ... magst Du auch kommen?

Winnie
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yon
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« Antworten #17 am: 25. August 2004, 12:34:47 »

Hallo Winnie,

also ich kann DIch irgendwie verstehen.
Wenn ich jemandem was von meinem Problemen erzählen würde, und er fängt erst mal an zu lachen...   finde ich das ziemlich daneben. Von Respekt einem anderen Menschen gegenüber zeugt das zumindest nicht.
Klingt irgendwie so, als hält Dein Therapeut Deine Gedanken/Ansichten für "falsch". Als ob es so etwas gäbe, richtig oder falsch.


Grüße
Yon
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« Antworten #18 am: 25. August 2004, 12:56:50 »

Hallo,

ja ich kann da auch nicht mehr hin gehen ... ich würde (so wie ich momentan drauf bin) wahrscheinlich mit ihm streiten. Meine Hausärztin meinte gestern, Borderline ist sehr schwer zu therapieren und sie denkt, dass er damit wohl überfordert ist.

So "offen" wie hier bin ich im "wirklichen" Leben nämlich nicht. Ich kann das hier auch nur, weil ich hier so schön anonym bin.

Gruß
Winnie
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harry  
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« Antworten #19 am: 20. September 2004, 08:08:46 »

Wer nicht selbst ERLEBT hat weis GARNICHTS! und kann deswegen auch nicht "heilen".

Solch ein Mensch glaubt nähmlich nicht wirklich was du sagst, weil sein Vorstellungsvermögen dazu nicht ausreicht. Deswegen gibt es auch kaum geeignete Therapien, wo solln die denn auch herkommen? Von Menschen die "gesund" sind?

Nichtmal 1% solcher Individien taugt wirklich was. Wenn du bei noch mehr von der Sorte gehst bist du da wo ich bin, lies mal meine Seite

Harry
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Winnie
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« Antworten #20 am: 21. September 2004, 12:46:22 »

Hallo Harry,

so ähnlich empfinde ich das auch ... da gibt es ein indianisches Sprichwort ... weiß es aber nur ungefähr ...

"Beurteile niemanden in dessen Mokasins du noch nicht gesteckt hast".

Bin inzwischen regelmäßig in dieser Ambulanz ... ab Montag gehe ich in Ergotherapie .. die Ärztin meint, dass es nötig ist, dass ich mind. 1x wöchentlich eine Behandlung habe ... Angst habe ich trotzdem, denn bei dem Therapeuten dort war ich noch nicht, am Dienstag ist es so weit.

Gruß
Winnie
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harry  
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« Antworten #21 am: 22. September 2004, 07:45:46 »

Ergoscheiße?   Das ist ne Erfindung die nur für Einen gut ist, für die die dort "arbeiten" nähmlich das die jeden Monat ihr Geld kriegen. Nimm einen Knüppel mit, hau denen auf die Schnauze und wenn sie rumjammern danach drück ihnen was zum basteln in die Hand.

- Sehen sie raus und freuen sie sich, dass das Gras grün ist
- Wie schön die Blumen blühen
- Sie müssen mehr auf sich selbst achten
- Sie müssen ihr Verhalten gegenüber anderen Menschen ändern, mehr selbstlos sein
- Freuen sie sich, dass sie gesund sind (das ist der blanke Hohn ... ich bin seit 1,5 Jahren erwerbsunfähig ... !!!!)

jeden von den Bekloppten hämmert wie blöd auf deinem Bewußtsein rum, du machst ja bloß alles falsch! Du hast SCHULD, das ist Deren Botschaft! Allein daran kannst du sehen, das die in Wirklichkeit nichts kapiert haben. Was du denkst hat mit dem was in dir ist nichts zu tun und DAS ist es was uns nie Einer glauben wird.


harry

[Editiert am 22/9/2004 von harry]
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Rena
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« Antworten #22 am: 22. September 2004, 15:48:14 »

Hallo Winnie,weißt du denn was Ergothera...ist

Dort wird gemalt und gebastelt,was will sie denn da therapieren?
Wie gut oder schlecht du malen kannst,einfach lächerlich,

Sie will dich abschieben,so habe ich den Eindruck

@Harry ich muß dir recht geben,sie wollen alle nur dein Bestes,
Gruß Rena
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Tahina  
Gast
« Antworten #23 am: 22. September 2004, 18:49:14 »

Hallo Harry und Rena,

möchte und muß Euch widersprechen! Was ich beim Lesen Eurer Aussagen spüre, ist massive Verbitterung.   Massive Verbitterung und Destruktivität.
Das hilft meiner Meinung nach kaum, wenn man Änderungen in seinem Leben erreichen und gesund werden will. Denn dazu benötigt man u.a. Vertrauen und eine gewisse Offenheit. Und das muß man als erstes erkennen, um überhaupt Unterstützung von Außen annehmen zu können.  

Meine Erfahrung mit Therapeuten war gemischt; nicht mit allem, was ich geboten bekam, war ich einverstanden und zufrieden. Geholfen haben mir aber alle 3 Therapeuten auf ihre Weise. Sie haben mich vieles gelehrt, mir geholfen, meinen Weg zu finden. Auch wenn ich letztlich sehr viel alleine machen mußte. Aber so ist das Leben. Es gibt keine Über-Mutter, die alles kann und weiß und mein Leben in die Hand nimmt. Das ist meine Aufgabe. Und nur wenn ich diesen Prozess gelernt habe, bin ich auf dem Weg der Heilung!!
Sicher weiß ich auf jeden Fall, dass keiner meiner Therapeuten das durchlebt hat, was ich durchmachen mußte. Und doch haben alle geholfen, eben auf ihre Weise (wobei ich dazu sagen muß: Ich war offen, mich mit dem auseinanderzusetzen, was sie mir gesagt haben; ich habe nicht global alles abgeblockt, sondern nur das, was ich echt nicht nachvollziehen konnte. Geblieben ist eine Menge Wissen über die menschliche Psyche und meine Möglichkeiten des Heilens!).
Keiner hat den exakt gleichen familiären, sozialen Hintergrund. Keiner hat gleiche Anlagen (Charakter, Talente, Fähigkeiten) wie ich. Jeder Mensch ist ein Individuum. Kein Mensch kann sich 100% in einen anderen Menschen hineinversetzen. Wir sind nun einmal getrennt voneinander. Das Aushalten lernen, damit Umgehen lernen ist wichtig.

Mein Appell an Euch: laßt Winnie die Chance, offen und mit gewissem Vertrauen in die neue Therapiesituation hineinzukommen. Vielleicht hilft ihr die Ergotherapie dabei sogar (dazu hat Winnie selbst noch gar nichts gesagt).

Liebe Grüße, Tahina
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Cleo  
Gast
« Antworten #24 am: 22. September 2004, 19:01:51 »

Hallo,

ich schliesse mich der Meinung von Tahina in vollem Umfang an. Und es geht in der Ergotherapie nun gewiss nicht darum, ob jemand gut oder schlecht malen kann - oder was auch immer in einer solchen Stunde gemacht wird. Auf jeden Fall ists kreativ und manchmal kommt man über diese Dinge sehr wohl an seine Gefühle heran.

Winnie, ich drück Dir die Daumen, dass Du dort gut voran kommst - erzähl doch mal, wie es gestern war. War doch der 1. Tag der Therapie, oder?

Liebe Grüsse
Cleo
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