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Angstnetz Forum
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Autor Thema: Rentenantrag, Erstantrag Erwerbsminderungsrente  (Gelesen 6453 mal)
morsza
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Beiträge: 5


« am: 19. Februar 2007, 13:43:26 »

Hallo, ich bin neu hier und es hat einige Anläufe gedauert, bis ich mich traute, mich anzumelden. Ich glaube, ich habe diesen Beitrag auch schon in einer falschen Unterordnung hier bei Angstnetz veröffentlicht. Ich bin seit 2004 mehr oder weniger durchgehend krankgeschrieben, 2 Arbeitsversuche (für 4 Stunden täglich) habe ich hinter mir, die aber beide Male im absoluten Chaos geendet haben. Ich leide seit 2004 an Depressionen, hinzu kommen noch diverse Angstzustände (soziale Phobie ist am stärksten vertreten). Gearbeitet habe ich seit 1979 ununterbrochen (lediglich für ein Jahr durch die 2 Geburten mit anschließendem Erziehungsurlaub von jeweils 1/2 Jahr unterbrochen, wird aber als Erziehungszeit anerkannt) als Sekretärin, zuletzt als Bürovorsteherin in einer Anwaltskanzlei, ich bin jetzt 43 Jahre. Durch starkes Mobbing am Arbeitsplatz, mit Verleumdungen bis hin zu Vernehmungen durch die Staatsanwaltschaft und Probleme mit dem ältesten Sohn (u.a. Suizidversuch mit anschließendem stationären Klinikaufenthalt in einer geschlossenen Abteilung) kamen die Depressionen. Ich habe seit Juni 2006 einen GdB von 80. Eine Reha im letzten Jahr in der Flachsheide hat mir überhaupt nichts gebracht, ganz im Gegenteil, ich habe das Gefühl, die Sache hat sich dadurch noch verschlimmert, weil in der Reha die Ärzte überhaupt nicht auf die Probleme eingegangen sind. Die Therapeuten in der Klinik bescheinigten mir eine Arbeitsunfähigkeit (von höchstens 2 Stunden in der Woche war hier die Rede), aber der Oberarzt, der einem nie zu Gesicht bekommen hat, unterschrieb den Entlassungsbericht mit arbeitsfähig. Diese Ansicht haben meine Therapeutin, meine Psychologin und der Hausarzt revidiert und mich sofort wieder krankgeschrieben. Die Krankenkasse hat mir im Dezember 06 nahegelegt, einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente zu stellen, da auch die Untersuchung im Dezember 06 beim MDK ergeben hat, dass ich bis auf weiteres arbeitsunfähig bin. Und dass, obwohl 4 Wochen vorher die Reha in der Flachsheide stattgefunden hatte mit der Diagnose arbeitsfähig. Aber mein Hausarzt sagte mir gleich nach der Entlassung aus der Reha, dass die Ärzte dies in der Reha so bescheinigen würden, um eine Daseinsberechtigung zu haben! Den Rentenantrag habe ich dann zusammen mit einer Renten-Mitarbeiterin der Krankenkasse gestellt. Jetzt kommt noch hinzu, dass ich diese Woche erfahren habe, dass ich sehr schlecht höre und aus diesem Grund nunmehr auch an beiden Ohren ein Hörgerät tragen muss. Auch ist mein Mann gesundheitlich sehr stark angeschlagen (u.a. Tumor-Entfernung). Wie sehen denn Eure Erfahrungen mit dem Rentenantrag aus? Problematisch wird es bei mir werden, wenn ich mich bei irgendwelchen fremden Ärzten vorstellen muss, dass war schon beim MDK der blanke Horror. Ich habe nächtelang nicht geschlafen und bin fix und alle dorthin gefahren worden. Aber entgegen anderer Berichte, die ich über den MDK gelesen habe, war die Ärztin dort sehr freundlich und hat sofort gesehen, was mit mir los ist. Ich bin nicht in der Lage, alleine Auto zu fahren oder mit der Bahn/dem Bus. Viele Leute bedeuten für mich gleichzeitig Panik und Flucht. Ich nehme täglich 150 mg Trevilor und 50 mg Doxepin. Außerdem noch mein Asthma-Mittel und sehr häufig Aspirin aufgrund der Migräne. Wie habt Ihr das mit der Rente durchgestanden
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trauertaucher
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Beiträge: 13


« Antworten #1 am: 26. Februar 2007, 12:18:33 »

hallo bin auch neu hier ich bin seit dem Unfalltod meiner Tochter (war 7 Jahre) und Cluster Kopfschmerzen seit 2000 zu hause habe Rente auf zeit seit 2004 und war heute bei der lva zur Nachuntersuchung wegen Verlängerung das hat mich wieder so runter gezogen das der Mensch mir gegenüber von meiner Geschichte keine Ahnung hatte nicht mal nachgelesen hatte warum ich in Rente bin ich war nur Herr St für ihn ich darf jetzt wieder eine neue Vt machen wieder alles erzählen und wieder traurig sein dabei wünsche ich mir nur das mich alle in ruhe lassen und ich finanziell mir keine sorgen machen muss jeder neue Termin ist für mich eine Qual weiß nicht wie lange ich noch die Kraft habe zu kämpfen man bekommt nur das Gefühl das man faul ist naja nehmen kann mir meine Probleme keiner und eine vt kann das auch nicht jeder weiß das und will versuchen mich aus der Statistik zu boxen
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morsza
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Beiträge: 5


« Antworten #2 am: 26. Februar 2007, 15:40:26 »

Hallo, ich habe jetzt das erste Mal Post von der DRV aufgrund des Antrages auf Erwerbsminderungsrente bekommen. Ich muss einen Vordruck "Angaben zum Beschäftigungsverhältnis eim Antrag auf Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit bzw. bei Bezug einer Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit" an meinen letzten Arbeitgeber zum Ausfüllen senden. Ich möchte aber mit dem absolut nichts mehr zu tun haben!!! Wird dieses Formular jedem zugesandt? Ich habe ihn an den ehemaligen Arbeitgeber mit absolut wackligen Beinen weitergeleitet. Hattet ihr diesen Vordruck auch?

Trauertaucher, ich wünsche Dir viel, viel Kraft und Stärke bei Deinem Verlängerungsantrag. Meine Therapeutin sagt immer: Das steht Ihnen doch zu, lassen Sie sich doch nicht so in die Ecke drängen. Wenn man krank ist, ist man krank. Ich versuche das umzusetzen, auch wenn ich, wie Du ja auch, am liebsten meine Ruhe haben möchte. Es soll mich einfach jeder gehenlassen. Auch die finanzielle Absicherung spielt natürlich eine große Rolle. Mein Mann verdient zwar Geld, aber trotzdem reicht es gerade so. Und ich will meinem jüngeren Sohn (17) nicht verbieten, ebenfalls ein Studium aufzunehmen. Er soll auch seinen Weg gehen und nicht unter der Krankheit der Mutter leiden. Also Kopf hoch, Du wirst es bestimmt schaffen. Du kennst doch sicher das Sprichwort: Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren. Liebe Grüße
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Winnie
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« Antworten #3 am: 26. Februar 2007, 17:04:11 »

Hallo Morsza,

erstmal "willkommen hier im Forum".

Ich fürchte um einen Termin bei einen Gutachter wirst Du nicht herum kommen, noch dazu nachdem Dich die Ärzte der Rehaeinrichtung als arbeitsfähig entlassen haben. Du kannst natürlich die Unterlagen anfordern, dort müsste ja die Diagnose der Therapeuten vermerkt sein. Ob Du auf so detaillierte Unterlagen Anspruch hast, weiß ich leider nicht.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Gutachter sehr wohl die Unterlagen kennen, aber während des Gesprächs nachfragen ...

Es ist sehr schwierig vor solchen Terminen, nächtelang konnte ich nicht schlafen, habe mir ständig überlegt "was ist wenn ..."
Im nachhinein kann ich nur sagen, dass das nichts bringt. Man macht sich nur verrückt. Aber ich bin mir ganz sicher, vor einem nächsten Termin geht es mir wieder so.

Viele Grüsse
Winnie
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morsza
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« Antworten #4 am: 26. Februar 2007, 19:38:22 »

Hallo Winnie, danke für Deine Infos. Den Rehabericht habe ich vollständig von meinem Arzt zur Verfügung gestellt bekommen. Es stand ziemlich viel Schwachsinn drin, Sachen, die mich überhaupt nicht betroffen haben. Es war von Krankheiten und OP's die Rede, die ich in meinem ganzen Leben noch nicht hatte. Wir haben bereits bei der Renten-Antragstellung eine Aufstellung über die falschen Aussagen in dem Rehabericht beigefügt. Die Aussagen der Therapeuten der Reha-Klinik lauteten, dass ich nicht in der Lage bin, an Gruppensitzungen teilzunehmen und mit dem Ablauf der Reha total überfordert war und mich meistens in mein Zimmer zurückgezogen hatte. Das steht so auch im Bericht drin. Auch kommt der Arzt zu der Ansicht, dass ich keine schweren Arbeiten, keinem Zeitdruck, keinem Streß, keinem Kundenverkehr, keinem Schichtdienst und keiner psychischen Belastung ausgesetzt werden soll. Aber dann als vollschichtig arbeitsfähig entlassen worden und das in ein hektisches Büroleben mit Mandanten usw.! Der MDK kam einen Monat nach der Reha zu der Ansicht, dass ich überhaupt nicht arbeitsfähig bin und das auf unabsehbare Zeit. Also weiß ich nicht, woran ich bin. Und das mit den Hörgeräten kommt jetzt noch erschwerend hinzu, das war ja zur Reha noch gar nicht aktuell. Das Beste wird sein, man versteckt sich irgendwo und hofft, dass die Behörden einen vergessen! Oder vielleicht mal einen guten Tag haben, Träume darf man ja noch haben.
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juergengrisu
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« Antworten #5 am: 05. Juni 2007, 00:44:07 »

Hallo Morsza


   

ich bin 37 habe ein GdB von 100 Merkzeichen G-B-RF ich habe das seit 13 Jahren  durch eine Sehr Dramatische Sache...habe aber zusätzlich auch noch andere Krankheiten
Meine Rente wurde einmal abgelehnt ich bin in wiederspruch gegangen und siehe da die LVA hat zugegeben bei der Bewertung Fehler gemacht zu haben Rente durch...
Ich gebe dir den Tipp nimm eine Professionelle Hilfe weil allein gegen Ämter zu Kämpfen ist so gut wie Erfolglos es sei du bist Rechtsanwalt der VDK wird dir helfen.
hast du denn einen GdB? und wieviel? Das LA für Soziale Dienste gibt nämlich (wie bei mir) ordentlich Prozente auf PTBS.....

Wenn du fragen hast frage gerne ich gebe dir Tipps... ich habe nun die Rente durch unbefristet

Ich drücke dir die Daumen das du deine Rente durch bekommst...

lieben Gruß
Juergen
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morsza
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« Antworten #6 am: 05. Juni 2007, 10:42:00 »

Hallo juergengrisu, erstmal Danke für Deine Nachricht. Ich habe noch einen GdB von 80, es wurde aber eine Erhöhung aufgrund im Februar festgestellter Schwerhörigkeit gestellt, Nachricht ist noch keine angekommen, wird wohl  noch etwas dauern. Von der Rentenversicherung habe ich weiter noch nichts gehört, außer dass ich mittlerweile vor fast 4 Wochen bei einem Gutachter (Psychologe) war, welcher am Schluß des Gesprächs der Meinung war, das ich nicht arbeiten gehen könnte. Jetzt muss ich, aus welchen Gründen auch immer, in 14 Tagen noch zu einem Orthopäden zur Begutachtung, obwohl Rentenantrag aufgrund psychischer Erkrankung gestellt wurde. Aber irgendwie sehe ich dem Termin bei dem Gutachter/Orthopädie gelassener entgegen wie dem Termin bei dem Psychologen. Ich habe nunmal ein verkürztes Bein und eine Hüftfehlstellung, daran kann auch der Gutachter nichts ändern. Und die Veränderungen an der Halswirbelsäule sind auch auf dem CT und auf den Röntgenbildern deutlich zu sehen, da wird sich auch nichts verbessern, eher verschlechtern. Also mal sehen, was wird. Den Fragebogen, den der Gutachter ausgefüllt haben möchte, habe ich zusammen mit der Psychotherapeutin ausgefüllt (sie hat auch eine ganz "normale" Arztausbildung. Ich kenne viele, die im VdK sind, ich habe bis jetzt alles alleine bzw. mit meinem tollen Hausarzt und der Psychotherapeutin gemacht, auch deshalb, weil ich mal eine Zeitlang bei dem VdK gearbeitet habe und daher diesen Verein auch von der anderen Seite kennen gelernt habe. Die Psychologin gibt auch ab und zu Tipps. Bis jetzt ging noch alles relativ einfach (kommt ja auch auf die Tagesverfassung von einem selbst an) und da ich ja ewige Zeit Bürovorsteherin in einer Anwaltskanzlei mit Schwerpunkt Sozialrecht war, habe ich auch schon in meinen alten Unterlagen einiges rausgesucht, was vielleicht noch helfen könnte. Wenn ich nicht mehr weiter kann, kann ich Gott sei Dank immer noch meinen ersten (alten) Chef anrufen und ihn um Rat bitten.  Bin aber trotzdem immer wieder froh, wenn ich etwas von Personen höre, die ebenfalls betroffen sind. Die verstehen einen doch besser als Außenstehende. Manchmal denke ich auch, die Psychologin versteht einen gar nicht. Sie hat das zwar studiert, war aber nie irgendwie selbst von so etwas betroffen. Theorie und Praxis liegen bei ihr ziemlich weit auseinander. Vielleicht ist sie auch sauer, weil ich mich immer noch weigere, in eine Tagesklinik zu gehen. Aber ich fühle mich halt noch nicht in der Lage, jeden Tag eine Stunde hin und eine Stunde zurück mit dem Zug zu fahren und in der Klinik die vielen Leute, da mag ich gar nicht dran denken und das dann täglich 8 Stunden lang. Ich fühle mich am sichersten zu Hause in unserem Haus, in unserem Garten und vor allen Dingen bei meinem Hund.
Wäre trotz allem dankbar, wenn Du vielleicht noch ein paar Tipps auf Lager hast. Viele liebe Grüße morsza
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juergengrisu
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« Antworten #7 am: 05. Juni 2007, 23:00:01 »

Hi morsza

Ich glaube du musst dir hier Echt wenig oder besser Keine gedanken machen weil 1. kennst du dich aus 2. hat selbst dein Gutachter bereits gesagt das du nicht arbeiten kannst.Schwerhörig bin ich auch habe wie ich geschrieben habe 100 % B-G-und RF im Ausweis leide auch unter PTBS und Psychosen usw...                 nun war sogar im Mai eine Frau von der Deutschen RV bei mir und hat mich zu Hause besucht. Ich sollte ja erst in eine WFB (Behindertenwerkstatt) und das kann ich nicht ich habe ja auch noch Zwangserkrankungen... kann nicht mehr! das hat sie eingesehen sie hat SOFORT gesagt ich bekomme eine Rente auf Dauer habe ich dann auch bekommen.. alleine mein Schwerbehindertenausweis ist Gültig bis 2059.

Der Weg hierhin war Hart ich bin Krank wie du auch dir steht auch rente zu und wenn du sagst es ist 4 Wochen her seit du beim Gutachter warst nach 6 Wochen wirst du bestimmt deinen Rentenbescheid in den Händen halten

Ich wünsch dir vieel Glück

Liebe Grüße

Jürgen


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