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Autor Thema: Angst und Alkohol  (Gelesen 3116 mal)
Vollmond62
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« am: 20. Februar 2007, 22:18:42 »

Hallo zusammen...

... mich würde es mal interessieren, ob für Menschen, die "angstkrank" sind im weitestem Sinne - den Alkohol nicht manchmal als "Kompensierung" brauchen. Sozusagen als "Hilfe" oder "Tröster" - so, wie ich es kenne... Ich bin trockener Alkoholiker und meine Freundin ist angstkrank - wir beide haben Theras hinter uns - und es geht uns soweit gut. Sie trinkt auch KEIN Alk, was micht natürlich freut und mir sehr in meinem Trockensein hilft.

Ich habe aber von Menschen gehört, die zb an Depressionen leiden, und "Zuflucht" im Alkohol suchen.

Hat da noch jemand solche Erfahrung gemacht? Bin gespannt auf Eure Antworten...

Liebe Grüßies aus dem Sauerland
Vollmond-Frank
« Letzte Änderung: 20. Februar 2007, 22:20:45 von Vollmond62 » Gespeichert

Es gibt für den Menschen keine geräuschlosere und ungestörtere Zufluchtsstätte als seine eigene Seele. Halte recht oft solche stille Einkehr und erneuere so dich selbst.
Marc Aurel
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« Antworten #1 am: 21. Februar 2007, 07:47:02 »

 Unentschlossen
Hallo Vollmond...
Also zu deinem Thema Alkohol gibt es wohl eine Menge zu erzählen. Ich leide auch unter Depressionen, obwohl es mir momentan sehr schlecht geht, weil ich Angstzustände habe. Am Anfang habe ich auch immer wieder Alkohol getrunken, um mich besser zu fühlen, und es hat sich auch oft entspannend angefühlt. Doch leider hat sich das immer häufiger geändert und sich ins Gegenteil übergeschlagen - ich fühlte mich dann sehr hilflos.
Jetzt habe ich lange Zeit keinen bzw. sehr wenig Alkohol getrunken, um meinen guten Zustand nicht zu riskieren.
Und ich muss sagen, ich war gestern Fasching feiern und der Alkoholkonsum hat mir auf keinen Fall geholfen. Ich leide momentan wieder unter Angstzuständen, die ich schon lange nicht mehr so stark hatte. Was nicht heißen soll, dass Alkohol jetzt alleine daran schuld ist.
Sollte aber trotzdem wieder die Finger davon lassen.....
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Angst hilft Überleben, ist universelles Warnsystem.
Und sie kann zur Furie werden, zur Zerstörerin....
Leonardo
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« Antworten #2 am: 21. Februar 2007, 14:03:56 »

Hallo Vollmond62,

 seit ca. 20 Jahren leide ich unter Ängsten, Depressionen etc. Es gab eine Zeit, da habe ich Alkohol konsumiert, um zu entspannen bzw. meine Ängste nicht mehr zu spüren, mich "besser" zu fühlen. Doch Alkohol ist keine Lösung, weil die Probleme, mit denen man sich auseinandersetzet, nicht verschwinden. Ich glaube alle Menschen, die psychische Probleme haben sind anfällig für Drogen, zu denen ich auch Alkohol zähle.
Bei mir war es so, dass ich Alkohol zur Entspannung eingesetzt habe zunächst war es ein Bier oder ein zwei Glas Wein. Der Konsum steigerte sich jedoch im Laufe der Zeit. Mußte immer mehr trinken, damit ich eine Entspannung wahrnehmen konnte. Am anderen Tag ging es mir meist sehr schlecht. Seit zwei Jahren nun trinke ich keinen Tropfen mehr. Zu Anfang ging es mir nicht so gut damit, hat sich aber im Lauf der Zeit verbessert. Heute bin ich froh, dass ich keinen Alkohol mehr brauche. Mache zZ. auch noch eine ambulante Gesprächstherapie, der mir zusätzlich noch dabei hilft.
 
Gruß Leonardo
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edi
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« Antworten #3 am: 21. Februar 2007, 15:51:41 »

Hallo Vollmond
Ich habe nie viel Alkohol getrunken und in den letzten 16 Jahren fast gar keinen mehr. Bei mir ist das
so das ich dann nicht mehr die Kontrolle über mich habe und das macht mich unruhig und die Ängste sind
dann da weil ich den Zustand nicht mehr kenne. Versteht das einer.
Viele liebe Grüße
Edi
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Vollmond62
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« Antworten #4 am: 23. Februar 2007, 15:57:19 »

Seit zwei Jahren nun trinke ich keinen Tropfen mehr. Zu Anfang ging es mir nicht so gut damit, hat sich aber im Lauf der Zeit verbessert. Heute bin ich froh, dass ich keinen Alkohol mehr brauche. Mache zZ. auch noch eine ambulante Gesprächstherapie, der mir zusätzlich noch dabei hilft.

Hallo, Leonardo...

... fein, dass Du da raus gekommen bist. Denn mit dem "Entspannen" fängt es ja sehr oft an - dann kommt die Gewöhnung und irgendwann reicht die Menge nicht mehr aus, es wird mehr und du bist ganz schnell bei der Abhängigkeit. Habe richtig aufgeatmet, bei Deinen Worten.

Liebe Grüßies...
Frank
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Marc Aurel
Vollmond62
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« Antworten #5 am: 23. Februar 2007, 16:01:58 »

Jetzt habe ich lange Zeit keinen bzw. sehr wenig Alkohol getrunken, um meinen guten Zustand nicht zu riskieren.
(...)Sollte aber trotzdem wieder die Finger davon lassen.....

Hallo Queen...

... ja, das ist auch ein schöner Satz - "...um meinen guten Zustand nicht zu riskieren" - das trifft auch absolut auf mich zu. Klar, bei uns Alkoholkern gilt das eh - totale Abstinenz ist Voraussetzung, um den "Zustand" beizubehalten - nämlich wieder am Leben teilzunehmen. Bewußt und gesünder zu leben.

Das mit dem "Finger davon weglassen" finde ich absolut richtig.

Liebe Grüßies...
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Marc Aurel
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