Hallo ich will mich mit diesem Post gleichzeitig auch ein bisschen vorstellen.
Ich bin 43 Jahre alt, und habezwei Söhne die 20 und 17 sind, die ich über alles gern habe; und zwei Katzen und zwei Meeris, mit denen ich alleine lebe.
Sa, So und Mo war mein Vater auf Besuch bei mir, meine Eltern leben ca. 450 km entfernt von mir, bin sehr bald ausgezogen, von meinem Elternhaus und weit weg gegangen.
Zu meinem Vater hab ich im letzten Jahr bzw. den letzten Jahren eine gute Beziehung aufgebaut, zu meiner Mutter hab ich sie komplett abgebrochen, aber erst seit Nov. letzten Jahres.
Das war sehr sehr gut so.
Ich hab mich also in den letzten Jahren sehr um meinen Vater gekümmert, er hat viel durchmachen müssen, zwei Brüder und den geliebten Hund verloren und es war für ihn immer wieder schön wenn er zu mir gekommen ist, und ich mich um ihn gekümmert habe. Wir haben sehr viel geredet, hauptsächlich über ihn.
Aber es hat mir auch gut getan mit meinem Vater durch die Stadt zu flanieren, wir haben einiges gemeinsam, unter anderem die Liebe zu Tieren und dass wir beide an Gott glauben und immer zusammen zur Hl. Messe gehen.
Dieses WE ist es mir sehr schlecht gegangen, alles ist wieder hochgekommen. Der Hass den ich aushalten musste von meinen Eltern, dass meine Mutter zu mir mit 17 Jahren gesagt hat als ich ihr sagte, dass ich am liebsten sterben und mich umbringen möchte "tus doch, aber dazu bist du eh zu feig"
dass ich ausgegrenzt wurde ab meinem 15 LJ weil ich mir meine Peergroup suchte und nicht immer am abend zu Hause sein wollte. Ich durfte nicht weg, in die Disco doch dort hatte ich endlich in meinem Leben eine Gruppe gefunden die mich gerne hatten und annahmen so wie ich war. Wenn ich es mir trotzdem genommen habe, und beim Fenster rausgesprungen bin, und abgehaut bin, warteten auf mich zu Hause schlimme Schläge. Ich schlief dann oft bei anderen Männern, machte meine Beine breit, nur um ein wenig Zärtlichkeit und Sicherheit zu bekommen. Ich bumste auch mit jedem nur für ein Bier, weil ich selber nie Geld hatte (immer wieder Taschengeldentzug) war also ein richtiges "Luder", nach außen hin, innerlich ein zerrissenes Kind im Körper einer Frau die nach Liebe sucht.
Als ich das meinem Vater sagte er nur: wenn deine Mutter das so gesagt hat, was ich nicht glaube, dann hast du es sicher schon öfters gesagt (das mit dem Umbringen). und "du hast niemals Schläge bekommen" und " du hast dich ja selber ausgegrenzt"

es hat mich unendlich traurig gemacht dass er heute, heute nach so viele Jahren immer noch nicht sieht wie sehr ich alleine war. ich hatte niemanden, ich ging dann auch nimmer weg, weil ich sonderbar wurde, fühlte mich wie Abschaum, weil ich zu Hause auch wie Abschaum behandelt wurde, und ertrug es nur mehr im Suff unter Menschen zu sein. also verlor ich auch meine Peergroup, und ging dann bald in die große Stadt, endlich waren sie mich los.
Mit 30 brachte ich mich fast um, mit Tabletten. Ich lag 5 Tage im Koma, mit Lungenentzündung, Organversagen, Ischiadcuparese und LÄhmung am ganzen rechten Bein, Drucknekrose.
Aber sie hatten mich ins Leben zurück geholt die Ärzte.
Nur was sollte mit meinem Bein geschehen, sie wollten es amputieren da ich durch das abgestorbene schwarze gewebe drohte an einer Blutvergiftung zu sterben.
Ich kam auf die Plastische Chirurgie und eine Ärztin rettete mir durch 5 OPs das Bein. Schnitt und schnitt und schnitt, bis nur mehr die Hälfte vom Bein da war aber es blieb. Ich lag zwei Monate im KH.
Was machten meine Eltern und Geschwister?? mein Vater besuchtem ich einmal, dabei spielte er mit meinem Dekubitusbett herum, drückte an den Knöpfen und redete mit der Ärztin, dann war er weg.
Meine mutter kam dreimal in Prada gekleidet, einparfumiert, blieb eine Stunde bevor sie sich in die City begab um dortCafe bei der Aida zu trinken.
Als ich sie fragte einmal "wie ist es dir ergangen als du mich so sahst"
meinte sie"wie die Jungfrau Maria die den gekreuzigten Jesus sah"

doch ich war ja nicht tot. Leider nicht, doch das sprach niemand aus.
Dieses WE als ich mit meinem Vater auch über das sprach, meinte er "was hätte denn deine Mutter tun sollen, hätte sie sich etwa ein Bett nehmen sollen bei dir während des KH Aufenthaltes"
ich meinte JA denn wenn mitmeinem Kind sowas passiert dann bin ich Tag und Nacht bei ihm und stütze ihn.
Darauf meinte er, du warst ja im KH gut aufgehoben, sie haben eh auf dich geschaut.
Ich war damals 170 groß und wog kaum 42 kg, ich sah aus wie der Tod, weil er mir so nah war,
ich war wirklich ein armer Mensch, der nach der christl. Nächstenliebe eine Hand gebraucht hätte die ihm geholfen hätte, auch damals haben sie mir diese Hand nicht gereicht.
Die Schwestern fragten mich immer "warum denn niemand kommen würde von der Familie"
ich war verwundert denn es war für mich normal dass ich meine Kinder alleine aufzog, keine hilfe bekam, und wenn ich mit den Kindern mal rein fuhr, in meine Heimat, aufs Land, dann fuhr ich meistens wieder am selben Tag ab, oder spätestens am nächsten, weil meine Kinder und ich wie Aussätzige behandelt wurden. (vorallem mein Jüngerer Sohn weil ich mich besonders um ihn kümmerte, da ich die einzige war, die ihn liebte, außer sein Bruder, )
ich weiß jetzt warum ich immer und immer wieder versucht habe mir das Leben zu nehmen, ich hätte es tun sollen, verschwinden sollen aus dem Leben vorallem meiner mutter (die als ich 14 Jahre alt war noch ein Mädchen bekam das dann ihren Wünschen entsprechen sollte und verhätschelt wurde wie die Prinzessin auf der Erbse)
ich glaub sogar meine Mutter hat versucht mich mit 4 Jahren umzubringen, da ich immerwieder im KH war und ie Ärzte nicht drauf kamen was ich hatte. Zuerst wär es Leukämie gewesen, dann Kinderlähmung...usw.
ich weiß jetzt nicht ob das von mir eingebildet ist aber es kommt mir im Nachhinein komisch vor...
Es ist so traurig dass es nach diesen Jahren und auch der Beziehung die ich zu meinem Vater geglaubt habe zu haben, kein Verzeihung oder "Entschuldigung" gibt.
Mein Vater hat gemerkt wie schlecht es mir geht. Und gestern hat er mich angerufen, war sehr sehr lieb zu mir , hat mich Schatz genannt und war wirklich lieb, unheimlich lieb...ich bins gar nicht gewöhnt.
Es fühlt sich so an so ungewohnt, und macht mir auch wieder Angst. bzw. ich kann dem nicht trauen.
wisst ihr ich hab mir ein Ultimatum gesetzt das heuer am 2.2. geendet hätte, da wollte ich "gehen".
weil meine Kinder erwachsen sind. 1997 als Deal mit meinem Psychiater beschlossen, er sagte wenn ich es dann noch tun wolle DANN würde er mir helfen,
10 Jahre für meine Kinder.
Dann war der 2.2. da und ich sah dass meine Kinder mich immer noch brauchen würden, sie haben mich sehr lieb, das ist so schön, UND aber auch für meinen Vater, würde ich leben wollen...und er würde es ebenso wenig verkraften wie meine Kinder wenn ich gehen würde. so dachte ich mir.
Heute weiß ich dass das jahrzehntelang der Wunsch meiner Eltern war, dass ich sterbe und sie die Schande einer kranken, nichtsnutzigen Tochter mit zwei nichtehelichen Söhnen durch (gespielte) Trauer ersetzen könnten.
Und das tut weh. Ich würde gerne gehen, BITTE nicht als Ankündigung sehen, wenn nicht die Katzis, die Kinder wären. Wenn ich alleine wäre dann wäre jetzt der richtige Zeitpunkt dafür zu sagen "ich gehe"
das ist obwohl es lang geworden ist die kurzversion meines Lebens
Lg Rubi