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Autor Thema: Etwas mehr von mir  (Gelesen 2640 mal)
Sabine34
Beginner
*
Beiträge: 3


« am: 19. März 2007, 10:04:28 »

Hallo

Vorgestelt habe ich mich ja schon.
Nun wollte ich etwas mehr erzählen.
Diese Woche habe ich ein Termin bei meinem Hausarzt um mit ihm darüber zu sprechen, was ich machen kann.

Ich habe schoneinmal eine Mutter und Kind Kur gemacht, die ist mittlerweile 5 Jahre her.
Entspannung war es für mich nicht, denn hinzu kam, das meine 3 krank wurden, das war es dann mit der Kur.
Vielleicht ist es egoistisch von mir, aber ich möchte einmal nur für mich was machen, ich denke, das bringt mir mehr.
Ich denke, wenn es mir gut geht, geht es auch meinen Kindern gut.
Und ich bin echt ausgelaugt.
Ich habe keine Lust mehr mich mit meiner Freundin zu teffen, möchte nur in der Wohnung bleiben und alles verdunkeln.

Es ist so einiges passiert in meinen Leben. Mein Mann war Jahrelang Drogenabhängig, ich habe erfahren, das ich einen anderen Vater habe,meine Mutter ist psychisch krank, wo ich mich drum kümmern muss unser mittlerer Sohn hat selektiven Mutismus, was auch nicht so einfach ist unsere große ist mitten in der Pubertät und unser Nesthäckchen ist auch nicht so ganz einfach, der hat sich noch nicht mit der Schule angefreundet. Und das alles lastet auf meinen Schultern, da ich ja alleinerziehend mit Mann bin. Mein Mann geht arbeiten und das war es.

Und so geht es einfach nicht mehr weiter,wenn ich nicht endlich an mich denke, weiß ich nicht wie es weiter geht.
Und deshalb möchte ich keine Mutter und Kind Kur.

Gruß Sabine
Gespeichert
Fridolin
Stammposter
****
Beiträge: 568



« Antworten #1 am: 21. März 2007, 07:28:56 »

Hi Sabine
Ich denke, du weißt bereits, was für dich richtig ist. Eine Kur ohne Kind har den großen Vorteil, du kannst dich voll und ganz auf dich konzentrieren. Dein Kind hat am Meisten von einer stabilen Mutter.
Viel Kraft und Energie
Gespeichert

Fridolin Steinpalme
oba
Stammposter
****
Beiträge: 359


« Antworten #2 am: 18. November 2007, 12:04:24 »

liebe sabine

"etwas mehr von dir" darfst du ja bekommen. die verpflichtung, "da" zu sein für deine lieben ist bestimmt ein gutes gefühl. gebraucht zu werden.
dir fehlt einfach die anerkennung für deine arbeit. es ist, als sei alles ganz selbstverständlich geworden. für die kinder so wie so. sie verstehen noch nicht, was verpflichtung ist.
dein mann verstand es wohl auch noch nie. ich hoffe, er hat "sein" drogenproblem überstanden (in sich).

dann müsste er, da du ihm bestimmt damals sehr geholfen hast, verstehen, dass nun du dran bist.
für dich hätte ich einen vorschlag. organisiert eine hausthalthilfe für die kinder, während dein mann zur arbeit geht. nur so für drei wochen. vielleicht kann es eine schwester oder sonst wer aus der familie übernehmen.
finanziell fordere, falls das geld nicht reicht, von den sozialdiensten, einen kurzurlaub. glaub mir, du wirst nicht auf taube ohren stossen, wenn du nur ganz offen und ehrlich sagst, wie du einfach am "ende" bist.

dann überlege dir einen ort, wo du mal für dich, ganz alleine hingehen möchtest. das müssen ja nicht gerade die malediven sein. einfach vielleicht nur eine stadt, wo du schon immer gerne mal hingehen wolltest.

eine kleine pension, wo du bekocht wirst, wo du ein zimmer hast. und wo du dann einfach für dich spatzieren gehst. hier mal einen kaffee, dort mal einen kinobesuch. ohne freundin. ohne mann. ohne kinder.

und ohne telefon oder ferienkarte.

glaube mir, wenn dein mann dich liebt, wird er mit freude es dir von herzen gönnen.

sollte es dir aber mit meinem vorschlag zuviel sein, hätte ich die reduzierte version für dich:
geh einmal in der woche mit freunden und bekannten aus. seis zum quatschen oder sport. seis zum tanzen oder nur mal so spatzieren. nur einmal in der woche etwas für dich.

wäre deinem mann dieser abend zuviel, nach der arbeit, dann gib mir seine adresse. ich würde ihm mal beibringen, was dankbarheit bedeutet. ich glaube, vielleicht brauch er einen tritt in den hintern?

du hast ein recht, etwas mehr von dir selber zu bekommen.

gruss oba
Gespeichert
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