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seepferd
Gast
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« am: 11. August 2004, 16:22:47 » |
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hallo, ihr lieben,
hat jemand von euch eine ahnung, ob ein langandauernder depressionszustand, also praktisch ohne unterbrechung, mit noch dazutretenden krisen (also so, dass der zustand dann noch schlimmer wird) für borderline spricht?
mit lang andauernder depression meine ich eine durchgängig schlechte lebensstimmung, die praktisch nie so richtig gut war.
ich habe im moment angst vor dieser diagnose, weil so viele punkte auf mich zutreffen....
danke seepferd
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Winnie
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« Antworten #1 am: 13. August 2004, 10:48:31 » |
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Liebes Seepferd"chen" ;-)))
ich kann Dich soooo gut verstehen ... glaube manchmal Du redest von mir!!!! Wir leben natürlich auch zusammen ... manchmal halte ich es fast nicht aus ... wenn ich daran denke, dass er gleich nach Hause kommt, dann könnte ich ... fange dann an an mir rumzukratzen ... mein Nagelbett ist auch schon ganz entzündet vom beißen ... meine Arme sehen aus ... und dann wieder wenn ich denke ich verliere ihn ... ich krieg dann die Krise. Ich war ja auch schon des öfteren allein ... dann wollte ich immer einen Partner und wenn ich dann einen habe ... geht er mir auf die Nerven, aber verlieren will ich ihn auch nicht!!! "Ich hasse dich verlass mich nicht" (kennst Du das Buch?) < das trifft es genau!!!
Tu das nicht ... ich weiß ich rede oft gescheit daher aber -> als ich 17 war, da hat sich mein Freund umgebracht ... schlimm!!! Das habe ich bis heute nicht überwunden!! Ich denke auch oft an Selbstmord ... mir wurde auch schon des öfteren Suizidalität (schreibt man das so?) bescheinigt ... aber -> meine Kinder!!! Ehrlich gesagt, das sind die Einzigen warum ich noch da bin. Ich habe es selbst erlebt jemanden zu verlieren ... mein Bruder ... mein Vater ... beide sind innerhalb von 3 Monaten gestorben ... es tut so weh -> ist 17 Jahre her, aber es tut heute noch weh. Und ich möchte nicht daran schuld sein, dass meine Kinder so leiden müssen ..! weiß nicht, ob Du das verstehen kannst? Die Gedanken sind trotzdem da ... wirr ... alles ist so wirr in meinem Kopf!
Paß bloß auf Dich auf!!!! Wenns Dir schlecht geht, dann denk an mich!!! Schreib mir lieber ...!!!!
Ganz liebe Grüße Winnie
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Fossy
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« Antworten #2 am: 11. August 2004, 19:29:25 » |
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Hallo Seepferd,
ich kenne diese durchgängige schlechte Lebensstimmung.
Mir geht es jeden Tag und jede Nacht schlecht. Das ist sehr sehr schlimm und sehr schlecht zu ertragen. Ich spreche auch nicht mehr von Leben, sondern vom Überleben. Dies gilt für mich !!!! OK....
Wie sieht es bei dir aus ? Hast du schon mal Therapie gemacht ? Warst du mal in einer Klinik ?
Wovor hast du Angst ? Vor einer Diagnose .........?
Ich war seinerzeits "froh" endlich zu wissen, was ich denn nun habe. Denn erst dann kannst du dir die richtige Hilfe suchen.
Und........sage mal jemandem das es dir jeden Tag und jede Nacht schlecht geht ....ja ja....die Antworten kenne ich zu Genüge....... z.B. "das kann doch gar nicht sein, das es einem jeden Tag schlecht geht" reiß' dich mal zusammen bla bla bla
Liebes Seepferd, schreibe doch mal, wenn du dich öffnen kannst (was auch sehr schwierig ist), ein wenig von dir. Und habe keine Angst vor "dieser" Diagnose ;O)
LG Fossy
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seepferd
Gast
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« Antworten #3 am: 11. August 2004, 20:11:04 » |
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hallo fossy, danke dass du antwortest. kann ich hier vielleicht loswerden, was mich derzeit belastet. will dich aber nicht vollmüllen. wie geht es DIR?
doch, ich hab angst. ich hab angst so zu sein. ich hab angst vor meinem leben, dass wenn es sich nicht ändert nicht mehr erträglich ist.
ich hatte bereits diese diagnose, vor einigen jahren, nach meiner analyse. damals hatt ich da aber nicht so ein interesse dran, wie sich "das" auf partnerschaft und beruf auswirken kann. damals sah ich mich noch als "reparierbar" an. inzwischen bekam ich andere diagnosen, von verschiedenen therapeuten. einer vermutete eine dysthymie, also ne permanente verstimmung. eine andere diagnose lautete rezidivierende depressive episoden.
die rezidive sind aber nicht da. denn es ist immer da. und wird z.t. so schlimm dass ich absolut lebensmüde bin.
bin in einer tagesklinik und froh darüber. ich hielts nicht mehr aus. ich konnte nix mehr machen. keine beschäftigung im moment. beziehung zerbrochen bzw. noch am zerbrechen. ich habe nur noch meine tage mit rauchen verbracht. (ich schätze mein mittele zur dissoziation) ich verletze mich nicht. habe ab und zu fressanfälle. bin von einer minute auf die andere eine schreiende furie, habe meinen freund in manchen auseinandersetzungen körperlich angegriffen. habe die beziehung so weit gefahren, dass sie zu ende ist. kann nicht mit und nicht ohne ihn leben.
ende der beziehung bedeutet gleichzeitig ende meines jobs....
willst du es überhaupt so genau wissen? diese durchgängig schlechte lebensstimmung ist zum kotzen. ich halt das nicht aus.
wenn ich je borderliner war dann hab ich manche sachen in der analyse ablegen können. das macht mich ein klitzekleines bisschen positiv...
jetzt in der klinik steht meine diagnose noch nicht. aber ich bin auf alles gefasst.
liebe fossy, danke dass du mir zugehört hast
gruss seepferd
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Winnie
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« Antworten #4 am: 12. August 2004, 10:36:57 » |
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Hallo Seepferd,
mir geht es ähnlich wie Dir ... seit knapp 20 Jahren werde ich auf "Depressionen" behandelt .. Medikamente - Therapien - Klinikaufenhalt, aber nichts hilft wirklich. Die Stimmung wird immer schlechter. Nicht mehr leben wollen ... usw... das kenne ich nur zu gut.
Vor kurzem war ich in der Notaufnahme ... wollte eigentlich nur eine Impfung, weil ich eine schlimme Entzündung hatte (SV) und mein Tetanusschutz abgelaufen war. Und da sah mich der Arzt an ... alle Dämme brachen ... zum Schluss meinte er "Borderline" ... wollte mich da behalten ... Suizidgefährdung ... aber ich konnte ihn "überreden", dass ich wieder heim durfte. Inzwischen habe ich mich mit Boderline auseinandergesetzt und erkannt "ja, das bin ich ...". Mir geht es jetzt nicht besser, aber ich fühle mich nicht mehr so allein, weiß es gibt auch Andere denen es so geht wie mir.
Hab keine Angst vor einer Diagnose ... hört sich vielleicht blöd an, aber vielleicht geht es Dir nachher besser, wenn Du weißt das Ganze hat einen "Namen", Du bildest es Dir nicht ein .. bist nicht hysterisch sondern einfach KRANK!
LG Winnie
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Fossy
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« Antworten #5 am: 12. August 2004, 11:34:57 » |
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Hallo Seepferd,
nein, nein, du müllst mich nicht voll. Und ich will es genau wissen ;O)
Ich bin froh jemanden kennengelernt zu haben, der so fühlt wie ich und mich somit versteht. Leider sind die Umstände des kennenlernens nicht so schön.
Ich habe immer das Gefühl wenn ich mich wirklich öffne, das ich gegen Wände renne. Werde komisch angeschaut, nach dem Motto, was erzählt die denn da, spinnt die ? Die hat'se doch nicht mehr alle Mit der Schreierei ist es bei mir etwas besser geworden, seitdem ich nicht mehr arbeiten gehen muß. Mit meinem Mann habe ich eine Vereinbarung getroffen. Wenn es los geht, dann verläßt er das Zimmer. Ich beruhige mich dann eher, wenn ich alleine bin. Es gab Zeiten, da habe ich Medis gegen die Wutausbrüche genommen. Weil ich gar nichts mehr steuern konnte.
SVV im Sinne von Schneiden mache ich nicht mehr. Esse aber den ganzen Tag so gut wie nichts. Nehme es mit anderen Süchten auch nicht so genau. Das will ich hier aber nicht weiter vertiefen.
Das du in eine Tagesklinik gehst, finde ich gut. Da bist du in einem geschützten Rahmen und hast Ansprechpartner.
Was machst du denn beruflich und in deiner Freizeit ? Gibt es etwas was du machen kannst oder überhaupt nicht ? Ich meine, ich hänge die meiste Zeit auch nur ab. Manchmal schaffe ich es ein Buch oder mehrere Bücher zu lesen. Das ist dann für mich schon eine Leistung.
Schreibe doch heute abend mal wie es dir so ergangen ist. Würde mich freuen !!
Seepferd und Winnie....wir sind nicht krank, wir sind nur anders :O))
LG Fossy
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seepferd
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« Antworten #6 am: 12. August 2004, 12:39:58 » |
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Ihr lieben,
@winnie, es hat mich tief berührt, ich habe mir den augenblick in der notaufnahme vielleicht zu bildlich vorgestellt. ich könnte weinen über deine wunden. und darüber wie der arzt dich ansah. willst du dich dieser diagnose irgendwie stellen, ich meine, wenn du es weisst, eine spezifische therapie anfangen? ich weiss, ich weiss, zu viel ist passiert. zu viele therpien, diagnosen. zu viele zeit des nicht erkennens. wie sieht es bei dir aus, hast du eine beziehung, hattest du beziehungen?
liebe@fossy, ich bin froh dass dein mann zu dir steht. dass er einfach raus geht. meiner hat seit 4 jahren es jetzt ertragen. obwohl ich ihn immer wieder als den bösen, furchtbaren hingestellt hab, ist er immer doch bei mir geblieben, hat es auf seine weise immer wieder versucht. seit die diagnose borderlin e im raum steht (die ich mir im moment selbst gegeben hab, weil halt alles so passt) hat er angst bekommen. ich sagte ihm am telefon,denn er ist seit zwei monaten beruflich abwesend, dass es sich um eine schwere persönlichkeitsstörung handelt (dieses wort liess mir selbst einen schauer über den rücken laufen). er weiss zwar nicht was borderline ist, aber er sagte, er hätte auch so einen eindruck, dass bei mir grundlegend was nicht stimmt. er meint, ich verziehe die wirklichkeit so dermaßen. wenn ich einen wutausbruch bekomme, und das war, als er noch da war, jeden tag, ich war auch durchgehend schwer depressiv, schrie er voll zurück. wir haben uns auch schon kämpfe geliefert, wo er mich auf das bett warf. ich zerriss ihm ein t-scirt. er hat ebenso ein aufbrausendes temperament wie ich.. wir beide können uns in so einer situation nicht beherrschen :`````(((
was das allerschlimmste ist (wieder hoffe ich der müllberg wird jetzt nicht zu gross): ich habe so schlimme schlimme verzweiflungsgefühle. wie panikattacken, meist kurz vor dem zu bett gehen (was ich auch vermeide, und dann diese attacken provoziere... versteht ihr das?). es sind gefühle, dass ich die kontrolle über mein denken sowieso verloren hab. dass ich nicht mehr leben will. eine ungeheure wut gegen mich selbst. das allerallerschlimmste ist, dass ich dann öfter meinen freund angerufen hab (er ist so oft weg) und er mir dann nicht mal mehr helfen wollte. er hat mich richtig abgewiesen, weil er schon geschlafen hat. ich bin in meiner völligen verzweiflung auf eine mauer aufgefahren, die mir so unendlich weh tut :`````````````( das ist für mich der beweis, dass ich s beenden muss. er kann mich nicht retten, er kann mir nicht mal helfen.
das mit dem ganzen tag nix essen kenne ich auch. dann wieder fressanfälle. aber das rauchen macht mich so der maßen kaputt. ich drifte in eine andere welt. es ekelt mich an.
zu der frage, was mache ich beruflich, kann ich hier nicht so weit ausgreifen, hab wohl zu viel angst, dass man mich erkennen könnte. aber es ist ein beruf, dem ich zur zeit nicht gewachsen bin, es vielleicht auch nie war. hochanspruchsvoll, man muss voll das wissen drauf haben, selbstsicher sein und mit leuten umgehen können. bei mir haperts damit. und deshalb hab ich auch nie wirklich fuss fassen können. habe eine kündigung erhalten, mangels fähigkeiten, das war vor 3 jahren. und ich knabbere immernoch dran. dann konnte ich drei jahre eine beschäftigung ausführen, im wissenschaftlichen bereich. das ging (unter qualen). jetzt bin ich beruflich abhängig von meinem freund, aber es gibt nichts für mich zu tun.
freizeit. ich konnte sie noch nie füllen. diese innere leere. ich vergeude sie. ich rauche und tue nix. wie heute. keine klinik heute.
verzweifelt seepferd
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Winnie
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« Antworten #7 am: 12. August 2004, 15:04:42 » |
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Hallo Seepferdchen,
nicht BITTE!!!! nicht traurig sein wegen mir!!! Das will ich nicht!!! Ich kann es zwar verstehen ... weine selbst manchmal wenn ich manche Zeilen lese ... aber bitte nicht wegen MIR!!!!!
Natürlich verstehe ich DICH!!! Kenne das ... (bin übrigens zum 3. Mal verheiratet ... habe zwei Kinder aus erster Ehe ... mein zweiter Mann schlug meine Kinder -> Scheidung ... und nun seit 3 Monaten wieder verheiratet ... ja ja, ich müsste glücklich sein ... kann es aber nicht!).
Ich möchte gern schreien ... kann aber nur, wenn ich gerade richtig Wut habe ... so einfach schreien wie manche das können, das geht bei mir nicht. Ich kann auch nicht reden wenn mir nicht danach ist. Der Arzt hat damals einfach einen Punkt erwischt, so hat mich noch nie ein Arzt gesehen ... habe ich ihm auch gesagt. So haben mich noch sehr wenig Menschen gesehen.
Ist natürlich blöd, dass Dein Freund so wenig da ist. Lebt Ihr zusammen?
Hilft Dir die Tagesklinik? Ich gehe nächste Woche zu einer psychiatrischen Ambulanz ... mal sehen!
Ich habe auch schon einige Jobs wegen meiner Krankheit verloren ... bei einem tut es mir heute noch leid, obwohl ich dort zum Schluss gemobbt wurde.
LG Winnie
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seepferd
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« Antworten #8 am: 12. August 2004, 23:51:55 » |
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liebe winnie, ich bin aber traurig darüber. und nun seit 3 Monaten wieder verheiratet ... ja ja, ich müsste glücklich sein ... kann es aber nicht!). kann ich auch verstehen. mein verstand sagt mir: du hast allen grund glücklich zu sein. meine erfahrung sagt mir: ich hatte auch genug grund gl´ücklich zu sein. mein traum war immer eine feste beziehung, dann würde es mir schon besser gehen. war denn aber nicht so. ich schaffte es sogar im schönsten urlaub katastrophen am laufenden band abzuspulen.... nun bin ich so unglücklich, dass er nicht mehr kann. er kann dieses hin und her und hass und liebe nicht mehr aushalten. ja, wir "leben zusammen" in einer wohnung. was ich auch nicht aushalte. mir hilft die tagesklinik sehr. ich fühle mich wirklich ernst genommen. allerdings brennts mir unter den nägeln dass endlich klarheit herrscht über meine geschichte und letzendlich die diagnose. und: ich will was ändern, um alles in der welt. ich will mich nicht umbringen. ich finde es gut dass du in diese ambulanz gehst, machs, geh in die klinik, sie werden dir irgendwie helfen. es muss ja auch nicht borderline sein. gemobbt wurde ich auch schon. eine sehr sehr böse erfahrung. liebe grüsse seepferd
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seepferd
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« Antworten #9 am: 13. August 2004, 16:52:16 » |
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liebe winnie, danke für deine antwort. das mit dem gleich nach hause kommen und angst davor haben kenne ich. ich rauche dann kette. aber das mach ich eh die ganze zeit. wie soll ich das denn jemals ändern?  verlieren will ich ihn nicht.... ich hingegen hab schon so oft schluss gemacht, dass man sich schon wundern muss, dass er immernoch geblieben ist. wer lässt das schon mit sich machen. das buch kenn ich nicht. aber wird wohl demnächst meine lektüre werden. denn seit heute hat meine ärztin in der klinik es rausgerückt, was ich ja schon ausgesprochen hatte... leichte ausprägung. Tja, immerhin HA HA HA HA HA (sarkastisches Lachen.... passt ja auch zu uns). ich weine innerlich. obwohl ich es doch wusste. ich habe angst vor der zukunft. ich habe angst vor morgen und allen tagen, an denen ich allein bin. ich... möchte weg sein. im nichts verschwinden. ich werds nicht tun. du aber auch nicht?! aber ich würds mir wünschen. natürlich verstehe ich das mit deinen kindern. gott sei dank hast du sie. ich glaub als betroffener braucht man etwas was einen "am leben erhält". gut, ich wurde heute beruhigt. mit dieser krankheit könne man ein leben mit beziehung, kindern und arbeit führen. es sei aber viel viel therapie zu leisten. würde mich ja nicht stören, wenns schon endlich so weit wäre!!!!!!!!!!!!!! und wenn ich glauben könnte, dass diese innere leere irgendwie zu füllen ist. ICH KANNS NICHT GLAUBEN!!!!!! wie reagiert dein mann auf deine probleme. wie auf das svv wie auf das nagelbettreissen??? kannst du mit ihm über deine probleme reden? leider wurde mir heute klar, dass mir in der tk vielleicht nicht genügende gezielte therapien angeboten werden... ich überlege, in eine spezialisiert klinik zu wechseln... dann wäre ich auch von hier zu hause weg, wo ich mir mein eigenes grab schaufle... die hemmung von einst, angst, jemand könne erfahren, ich sei in der "klapse" ist mir so egal geworden. ich will da raus. ich grüsse dich lieb (darf ich fragen wie alt du ungefähr bist aber nur wenn du willst) seepferd(chen)
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Winnie
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« Antworten #10 am: 14. August 2004, 12:16:15 » |
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Liebes Seepferdchen (hab gewusst, dass Du das "chen" richtig verstehst!!! ;-))),
Du darfst keine Angst haben vor der Diagnose ... weißt Du, mir ging es so ... ich war irgendwie froh ... froh nicht mehr so allein zu sein ... zu wissen diese "Anfälle" haben auch andere. Anfälle ist nicht das richtige Wort, ich hoffe, Du weißt was ich meine!!! Denn unter den sog. "Normalos" versteht es doch keiner, dass man jemanden liebt und trotzdem irgendwie "hasst". Oder diese Zornausbrüche ... die Angst vor Menschen ... die Ängste verlassen zu werden ... ich brauche das hier nicht alles aufzählen, Du weißt was ich meine!!! Schluss gemacht habe ich auch schon und wenn ich dann gemerkt habe, dass es in die falsche Richtung läuft ... sofort meine Meinung wieder geändert ... weil ich brauche ihn doch so!!! Dass "es" mal besser wird, wirklich glauben kann ich das auch nicht. Aber es hilft mir schon darüber mit jemandem reden zu können und zu wissen ... "da sind andere denen geht es ähnlich".
Mein Mann? Hmmm ... der kann damit schlecht umgehen ... meist ist es so, dass er darauf nicht reagiert, weil er schon gemerkt hat, dass wenn er "es" mir verbietet (festhalten oder ähnliches) ich so eine Wut kriege, wir dann streiten und ich es dann "erst recht" mache. ;-((
Wenn Du eine Klinik suchst dann BITTE schau sie Dir vorher an ... !!!!!!! Ich will Dir bestimmt KEINE ANGST machen, aber ich habe eine sehr schlechte Erfahrung gemacht und daher ... gebranntes Kind scheut das Feuer!
Klar sag ich Dir wie alt ich bin ... uralt -> 42 und Du?
Liebe Grüße an Dich Winnie
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seepferd
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« Antworten #11 am: 14. August 2004, 18:25:09 » |
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liebe winnie,
ich selbst bin 34.
kannst du mehr darüber erzählen (ich meine die klinik, deine schlimmen erfahrungen)? du könntest ja auch eine pn schicken, wenn dir das hier zu viel ist.
liebe grüsse seepferd
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Butterblume
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« Antworten #12 am: 15. August 2004, 02:06:35 » |
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Hallo Ihr,
mich würde mal interessieren ob diese über Jahre hinweg schlechte Stimmung für eine Borderline-Störung spricht. Hatte davon bisher noch nie gehört, bin auch jahrelang auf Depressionen nehandelt worden, Therapien, Kliniken, Medikamente....ohne Erfolg. Seit 2 Jahren geht es mir etwas besser (habe z.B. kaum noch Suizid-Gedanken), aber von Lebensfreude kann auch keine richtige Rede sein. Wenn ich mich mit dem Menschen vergleiche, der ich früher einmal war, könnte ich heulen, so groß ist der Unterschied!!! Mich kotzt das an, daß ich immer noch keine richtige Diagnose habe, Depression ist für mich so ein schwammiger Begriff....gibt es denn eine Depression , die über 8 Jahre andauert??? Wäre schön, wenn mir jemand antwortet Gruß, Butterblume
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seepferd
Gast
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« Antworten #13 am: 15. August 2004, 15:07:46 » |
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liebe butterblume, ich glaube dass es nicht unbedingt so zu schlussfolgern ist langjährige depression -> borderline. schon mal gar nicht, wenn du ansonsten keine typischen bl- muster an dir beobachten kannst. depressionen können auch durch ständiges rezidivieren chronifizieren so habe ich es nach mehreren gesprächen verstanden. in meinem falle habe ich jahrelang nicht darauf geachtet, dass diese muster vorhanden sind. es war mir nicht bewusst. auch wenn du sagst: Wenn ich mich mit dem Menschen vergleiche, der ich früher einmal war, könnte ich heulen, so groß ist der Unterschied!!!
ist das doch schon mal ein hinweis, dass du lebensfreude hattest... hoffe ich konnte dir helfen, bin kein fachmann, seepferd
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Winnie
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« Antworten #14 am: 15. August 2004, 20:43:05 » |
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Hallo Butterblume,
ich selbst habe seit fast 20 Jahren Depressionen ... ich gebe Seepferd Recht, das heißt noch nicht, dass Du BL hast! Bei mir wurde die Diagnose BL auch erst vor kurzem gestellt, ich habe aber eindeutige Symptome. Schau mal im Internet nadh den Symptomen, ob Du solche hast. Ich warne aber vor einer Eigendiagnose, geh lieber zum Arzt, wenn Du Gewissheit haben möchtest.
Das was Du bis jetzt geschildert hast, spricht eher für Depressionen, es sei denn, Du hast noch andere Symptome.
Hoffe ich konnte Dir helfen!!!
@ Seepferd, ich schicke Dir gleich eine PM!
Liebe Grüße Winnie
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Butterblume
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« Antworten #15 am: 16. August 2004, 23:51:17 » |
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Hallo Seepferd, hallo Winnie,
danke für Eure Antworten! Ich weiß nicht, ob ich BL habe, habe eigentlich keine typischen Symptome (schneide mich nicht, keine extremen wutausbrüche oder so), habe allerdings oft das Gefühl, neben mir zu stehen und nicht ganz da zu sein.Dissoziation nennt man das glaube ich. Eine Therapeutin sagte mir mal , daß ich ein trauma hätte, aber was das für eins war und wie ich damit umgehen sollte konnte sie mir auch nicht sagen. Kann mich jedenfalls an nichts traumatisches erinnern,ok, meine kindheit war nicht toll, aber so ein extrem einschneidendes schreckliches erlebnis gab es nicht, jedenfalls keines, woran ich mich bewußt erinnere. Es ist nur irgendwie deprimierend, schon so lange in Behandlung zu sein und auch durchaus mitzuarbeiten, ohne Erfolg zu sehen!! Wie gesagt, mir ging es schon wesentlich schlechter , aber diese dauernde Niedergedrücktheit ist ätzend!!Ich frage mich, ob das je wieder anders wird und ich das LEbensgefühl von früher wieder erlangen kann. Mich hat mal jemand gefragt, wann ich das letzte Mal "richtig glücklich" war, ich konnte mich nicht dran erinnern!! Es muß in meiner Kindheit gewesen sein, bevor ich in die Pubertät kam. Wie sieht das bei euch aus, ihr schreibt, daß ihr auch dauernd depressiv seid. Ist dieses Gefühl wirklich IMMER da oder gibt es auch Zeiten wo ihr (ansatzweise) glücklich seid?
Liebe Grüße, Mira
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Fossy
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« Antworten #16 am: 17. August 2004, 14:40:15 » |
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Hallo Butterblume,
manchmal verdrängt das Unterbewußtsein eines Menschen ein Stück des Lebens so sehr, das man sich nicht mehr erinnern kann. Das ist ein Schutzmechanismus.......den der Mensch zum Überleben braucht.
Warum es bei dir so zu sein scheint, frage deine Thera mal...........;O) Sie kann dir behilflich sein.
Die Grundstimmung ist IMMER gedrückt.
Manchmal kann ich mich mit etwas ablenken, dann merke ich es nicht so sehr. Das kann ständiges einkaufen, essen oder andere Dinge sein, die mich weiter schädigen können, wenn ich nicht aufpasse.
Als Blerin habe ich eine innere Leere und dauerhafte Langeweile. Und ich bin leider meistens nicht in der Lage etwas dagegen zu tun. Das fördert die ständige Depression.
LG Fossy
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Butterblume
Gast
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« Antworten #17 am: 17. August 2004, 21:07:11 » |
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Hallo Fossy,
das mit dem essen oder einkaufen kenne ich auch!! Ich lenke mich damit auch manchmal ab! Ich gehe jetzt schon seit ca. 3 Jahren zu meiner Therapeutin, sie ist zwar sehr verständnisvoll und kurzfristig fühle ich mich auch erleichtert, aber wenn ich jetzt mal so zurückblicke, habe ich das Gefühl,eigentlich nicht weitergekommen zu sein. Ich habe das Gefühl, immer mit so vielen aktuellen Problemen zu kommen, daß wir nie dazu kommen , das eigentliche, das GRUNDPROBLEM zu bearbeiten, wobei ich gar nicht genau weiß, worin das Grundproblem besteht.....hmm, klingt das kompliziert??? :-))
Wie gehst Du denn mit der Leere und der Langeweile um? Fühle mich auch oft so leer und alles als so sinnlos... Hast Du auch manchmal das Problem, daß Du dich gar nicht spürst? Ich spüre mich die meiste Zeit eigentlich nicht, außer, wenn ich mir wehgetan habe, also z.B.gestoßen habe. Kennst Du das auch?
Liebe Grüße, MIRA
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Winnie
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« Antworten #18 am: 18. August 2004, 12:07:37 » |
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Bei mir ist es ähnlich ...
Die Grundstimmung ist auch immer gedrückt! Mal ist es schlimmer, mal weniger, aber wann ich das letzte Mal glücklich war? Ich weiß es nicht mehr!
Ich betäube mich meist mit essen oder einkaufen.
Mit meinem Therapeuten habe ich auch immer nur die akuten Probleme bearbeitet, ohne an das was tiefer liegt ran zu gehen.
Morgen gehe ich in eine Psych. Ambulanz ... habe Angst davor und daher schon wieder seit 3 Tagen Migräne.
LG Winnie
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Butterblume
Gast
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« Antworten #19 am: 18. August 2004, 13:36:23 » |
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Hallo Winnie, wann ich das letzte Mal glücklich war? Ich weiß es nicht mehr!
ja, es ist schon irgendwie traurig, wenn man sich nicht mal mehr erinnern kann, wann man das letzte Mal glücklich war!!! Ich weiß aber genau, DASS ich mal glücklich war, ich denke, es war in meiner Kindheit,als ich so zwischen 5-9 Jahre alt war. Obwohl ich nur sehr verschwommene Erinnerungen an diese Zeit habe, weiß ich doch, daß es eine glückliche Zeit für mich war, denn wenn ich so zurückdenke, breitet sich in mir ein wohliges Gefühl aus! Geht Dir das auch so, warst DU schonmal richtig glücklich? Ich finde es nur so schade, daß ich diesen Zustand einmal kennengelernt habe um ihn dann wieder ( für immer??) zu verlieren... Ich hoffe aber weiterhin, daß ich diesen Zustand, dieses Lebensgefühl noch einmal erleben werde. Vielleicht kann sich ja eine Krankheit, die aus dem Nichts kam auch wieder dahin zurückziehen, ich hoffe es jedenfalls. Vielleicht habe ich aber auch unrealistische Ansprüche und trauere nur der Unbekümmertheit der Kindheit hinterher? Was meinst Du? Mir ist schon klar, daß man so sorglos wie als Kind wahrscheinlich nie mehr wird, aber eine gewissen "Grundzufriedenheit " im Leben ist doch eigentlich nicht zuviel verlangt, oder? Würde mich mal interessieren, was Du dazu meinst. Ich drücke Dir auf jeden Fall die Daumen, daß Du in der Ambulanz was für Dich erreichst!!! Ich war auch schon 2mal in einer Klinik! LG, MIRA
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Fossy
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« Antworten #20 am: 18. August 2004, 17:37:02 » |
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Hallo Butterblume,
jaaaaa Therapien habe ich etliche hinter mir.
Ambulante und Stationäre und hatte das Gefühl, ich rede um den "heißen Brei" herum. Ich wußte auch gar nicht was ich erzählen sollte ? ;O( Habe dann irgendwas aktuelles erzählt, eigentlich für mich unwichtiges. Was mich wirklich beschäftigt hat, hmm.....konnte das irgendwie nicht rauslassen....dachte es ist nicht soo wichtig. Im nachhinein weiß ich gar nicht mehr warum ich da überhaupt hingegangen bin ?!? Die "Therapie" war eine Zeitlang so eine wöchentliche Krücke, wo ich immer hin gehechelt bin, so nach dem Motto: es MUß mir doch irgendwas helfen !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Im Nachhinein wurde mir bewußt, ich war richtig abhängig von diesen Stunden......und gebracht hat es MIR nichts. ;O( Irgendwann hatte ich dann kapiert, das bei mir nix mehr zu machen ist. Und von dem Tag an "brauchte" ich keine Thera mehr (Punkt).
Dann sickerte durch, das ich nicht therapierbar wäre....hä .....
Das war noch zu der Zeit, als diese Diagnose BL in Deutschland noch gar nicht bekannt war.
Oh man, jetzt höre ich aber mal mit diesem Thema auf. Ich komme ja vom "Hölzken" zum "Stöksken" ;O) Bißchen durcheinander hier ;O)
Leere und Langeweile lasse ich so über mich ergehen. Hänge meistens vor dem Fernseher oder stiere nur so vor mich hin. Es gab Zeiten da habe ich gegen dieses Gefühl angekämpft, was das alles noch schlimmer machte. Wenn mich jemand fragt: Na, was hast du heute gemacht?" Ich: "NIX"....das Gesicht müßtest du mal sehen.....grins.........;O) Weil....nach Normalos Meinung....geht das ja gar nicht und ob ;O)))
Die meiste Zeit neben sich zu stehen, ja das kenne ich. Ich beobachte mich dann von außen. Z.B. sehe ich meine Finger auf der Tastatur wie sie tippseln. Sie sind mir aber fremd. Ich sehe mich durch meine Augen und weiß nicht wer das ist.
SVV habe ich mal an meinen Armen gemacht. Oder mit den Fäusten und Füßen um mich getreten. Das es blaue Flecken gab. Meine Arme lasse ich schon lange in Ruhe. Ich brauche die "Schnitzerei" nicht mehr. Aber um mich schlagen......das mache ich nach wie vor...uff ;O( Oder den ganzen Tag nichts essen, ist ja auch eine Art von SVV. Es gibt ja noch mehr Dinge, die den Körper kaputt machen.
Ich habe mein "Leben" so angenommen wie es ist.....stöhn....was sehr schwierig ist !! Ein Leben an der Grenze.
Das hier geschriebene gilt aber nur für mich ....oki.....;O)
Du/ihr, die hier noch schreiben, jede/er hat sein eigenes zu tragen.
Seit alle mal herzlich gegrüßt
Fossy
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Butterblume
Gast
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« Antworten #21 am: 18. August 2004, 23:16:14 » |
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Hallo Fossy Hallo Butterblume,
jaaaaa Therapien habe ich etliche hinter mir.
Ambulante und Stationäre und hatte das Gefühl, ich rede um den "heißen Brei" herum. Ja, das Gefühl habe ich auch oft! Ich wußte auch gar nicht was ich erzählen sollte ? ;O( Habe dann irgendwas aktuelles erzählt, eigentlich für mich unwichtiges. Was mich wirklich beschäftigt hat, hmm.....konnte das irgendwie nicht rauslassen....dachte es ist nicht soo wichtig. Bei mir ist es so, ich habe so einen Verdacht, was das wirklich wichtige ist, aber mir bringt das darüberreden nichts, weil ich dann immer total in den Kopf abdrift und das immer so ganz sachlich erzähle, statt die auskommenden Gefühle zuzulassen...:-( Im nachhinein weiß ich gar nicht mehr warum ich da überhaupt hingegangen bin ?!? Die "Therapie" war eine Zeitlang so eine wöchentliche Krücke, wo ich immer hin gehechelt bin, so nach dem Motto: es MUß mir doch irgendwas helfen !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Ja, das sage ich mir auch ständig, aber irgendwie tut es das nicht! Im Nachhinein wurde mir bewußt, ich war richtig abhängig von diesen Stunden......und gebracht hat es MIR nichts. ;O( Fühle mich auch schon teilweise ziemlich abhängig davon, obwohls mir nichts bringt. Irgendwann hatte ich dann kapiert, das bei mir nix mehr zu machen ist. Und von dem Tag an "brauchte" ich keine Thera mehr (Punkt). Also, das interessiert mich jetzt aber!!! Du hast Dir gesagt, es bringt eh nix und hast die Therapie einfach drangegeben? Ganz schön mutig!! Und gings Dir dann auch besser? Oder genauso schlecht wie vorher, nur ohne Therapie? Würd mich echt mal interessieren!! Ich denke auch manchmal daran, den ganzen Krempel hinzuschmeissen, es ist für mich ne elende Gurkerei (1 Std hin und 1 zurück), es ist schmerzhaft und es bringt mir nix, zumindest auf lange Sicht gesehen. Aber dann kommt immer diese andere Stimme, die sagt, jetzt bist Du schon so lange dabei, vielleicht stehst Du ja kurz vor dem "Durchbruch".... Éin anderer Gedanke ist, meine Therapeutin zu fragen , ob ich nicht lieber zu ihrem Mann gehen könnte, der ist auch Therapeut, arbeitet aber körperorientiert und das wäre glaube ich besser für mich. Bei ihr liegt der Hauptschwerpunkt doch auf dem "Reden" und das Reden bringt mich oft von meinen Gefühlen weg, ich habe schon so viel geredet, ich empfinde keine Erleichterung mehr dabei. Vielleicht wär ja für mich so ne "Schreitherapie" was, wo man die Gefühle einfach hochkommen läßt und dann herausschreit, ohne sie immer zu analysieren und zu erklären?!?! Leere und Langeweile lasse ich so über mich ergehen. Hänge meistens vor dem Fernseher oder stiere nur so vor mich hin. Es gab Zeiten da habe ich gegen dieses Gefühl angekämpft, was das alles noch schlimmer machte. Wenn mich jemand fragt: Na, was hast du heute gemacht?" Ich: "NIX"....das Gesicht müßtest du mal sehen.....grins.........;O) Weil....nach Normalos Meinung....geht das ja gar nicht und ob ;O))) hihi, das kann ich mir lebhaft vorstellen!*grins* Aber Otto Normalverbraucher kennt das ja auch nicht, daß man nicht in der Lage ist, aufzustehen und sich was zu trinken zu holen, ohne daß einem was körperliches fehlt!(ja, solche Zustände hatte ich auch mal, ist gottseidank nicht mehr so schlimm!!!) Die meiste Zeit neben sich zu stehen, ja das kenne ich. Ich beobachte mich dann von außen. Z.B. sehe ich meine Finger auf der Tastatur wie sie tippseln. Sie sind mir aber fremd. Ich sehe mich durch meine Augen und weiß nicht wer das ist.
SVV habe ich mal an meinen Armen gemacht. Oder mit den Fäusten und Füßen um mich getreten. Das es blaue Flecken gab. Meine Arme lasse ich schon lange in Ruhe. Ich brauche die "Schnitzerei" nicht mehr. Aber um mich schlagen......das mache ich nach wie vor...uff ;O( Oder den ganzen Tag nichts essen, ist ja auch eine Art von SVV. Es gibt ja noch mehr Dinge, die den Körper kaputt machen. Bei mir ist es eher umgekehrt, ich esse zuviel, wenns mir schlecht geht,v.a.Süßigkeiten. Daraus ergeben sich natürlich Figurprobleme, die dem Selbstbewußtsein auch nichr gerade zuträglich sind... Ich habe mein "Leben" so angenommen wie es ist.....stöhn....was sehr schwierig ist !! Ein Leben an der Grenze. [/quote] Das Leben so anzunehmen, wie es nun mal ist finde ich schon eine ganz schöne Leistung!! Ich denke, es macht einen auch ein Stück ruhiger,als wenn man versucht, dagegen anzukämpfen, oder? Ich versuche immer, so den Mittelweg zu finden, das Leben so anzunehmen wie es ist, aber trotzdem zu versuchen, daß es besser wird! Liebe Grüße, MIRA
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Fossy
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« Antworten #22 am: 19. August 2004, 13:02:32 » |
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Hallo Butterblume,
also das mit der Therapie und drangeben, das war so
Es war die letzte, von vielen, Therapien überhaupt. Sie lief 4 Jahre lang. Mein Thera hat mich natürlich dahin geführt, das ich von selbst drauf kam. Das ich nach 4 Jahren auf der Couch mit dem Fuß aufgestampft habe und gesagt habe, jetzt reicht es mir.......................... ...... Das ich in der Lage bin die Dinge zu verändern, die ich verändern kann. Und die ich nicht verändern kann, so zu akzeptieren. (oh man, verstanden? ;o) Und das Schärfste war ja, das in meiner Familie einer nach dem andern starb und mein Therapeut war, entweder in Urlaub oder sonst nicht zu erreichen. Das bestärkte mich noch mehr aufzuhören. So nach dem Motto, ist ja eh mal wieder keiner da. Ich merkte auch, das ich ihn so langsam nervte....toll nicht ? Nun ja, einen Verstand habe ich ja auch noch ;O)) Der sagte mir dann, Mensch Mädel, jetzt ist aber mal Schluß mit der "Murkserei". Nach 17 Jahren, mit mehr oder weniger Pausen, da kommt nix mehr bei rum Ich fühle, bzw. fühle nichts, ob mit oder ohne Therapie.
Was ich dir empfehlen würde, ist die körperorientierte Therapie, sprich "Körpererfahrung". Die habe ich in diversen Kliniken mitgemacht. War recht interessant. Das ganze fand in einer Gruppe statt. Man du, da habe ich so richtig meine Aggressionen gespürt und auch rauslassen können ;O) Ich bin ein ziemlich mickeriges Persönchen ;O) aber......da hättest du mich mal erleben können.....;O) Ich war ganz schön ich "Äktschen"..... Natürlich wurde hinterher darüber gesprochen. War recht interessant. Klar sehe ich mickerig aus, aber ich weiß auch, das ich ganz schön stark sein kann ;O)
Ja stimmt, ich versuche auch das "Leben" so zu nehmen wie es kommt. Rege mich über vieles nicht mehr auf. Kostet nur unnötige Kraft und bringt eh nix. Versuchen das es besser wird, das klingt gut. Das mach' mal, finde ich klasse von dir. Ist auch ne Leistung.
Was mich betrifft, ich habe resigniert. Habe so ein LMA-Gefühl, was soll's. Ist mir eh wurscht !
Das Beste ist, ich brauche nicht mehr arbeiten zu gehen ;O) Ich glaube, sonst wäre manches anders, schwieriger. Mit Kollegen rumärgern......und so ;O(
So.....das lasse ich jetzt mal so stehen ! Sonst gibt es ja nix mehr zu erzählen ;O)
LG Fossy
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Winnie
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« Antworten #23 am: 19. August 2004, 20:40:10 » |
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hallo,
also "Fossy" manchmal denke ich Du sprichst von mir!!!! ;-))))
Ich habe auch schon 2 Therapien geschmissen, allerdings bin ich (feige wie ich bin) einfach nicht mehr hin gegangen. Nachdem ich bei der einen merkte, das wird nichts, kam ich auf Reha ... anschließend wieder Therapie ... neuer Therapeut, da lief ich 2 Jahre lang hin, teilweise sogar 2x die Woche und ... auch geschmissen. hmmmm
Ich war heute in dieser Ambulanz, die Ärztin war sehr nett zu mir ... meinte als ich ihr so aus meinem Leben berichtete (in der Reha meinten sie damals, ich erzähle die schlimmsten Dinge aus meinem Leben, mit einem maskenhaften Lächeln -> glaube so ähnlich war das heute auch.) da meinte die Ärztin sie haben ja viel erlebt, sie sind ja ein richtiges "Schatzkästchen" .. ich musste fast lachen, obwohl es eigentlich nicht lustig ist ... aber sie sagte das so nett ... konnte nicht böse sein. Ja, ich werde jetzt wahrscheinlich den Therapeuten wechseln und in dieser Ambulanz in Therapie gehen -> da ist dann alles in einer Akte ... vielleicht hat das Vorteile? Weiß ich nicht! Auf jeden Fall habe ich zu der Ärztin gesagt, dass ich nach meinem langen "Leidensweg" sowieso nicht glaube, dass mir jemand helfen kann ... aber vielleicht die Auswirkungen etwas lindern.
Ich neige auch eher zum essen ... und wenn es mich dann packt, dann esse ich fast gar nichts mehr (1 Joghurt am Tag) ... das wechselt bei mir sehr stark.
Ich versuch das auch mal ... jemandem zu sagen ... ich habe nichts getan. Bei meinem Mann mache ich das schon, wenn er mich anruft ... der ist da nicht verblüfft ... aber andere?
LG Winnie (wo ist denn eigentlich Seepferd?)
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Fossy
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« Antworten #24 am: 20. August 2004, 22:36:13 » |
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Hallo Winnie,
ist ja sehr interessant was du schreibst.
Melde mich morgen ....gehe jetzt in meine "Folterkiste"....bin nicht mehr zurechnungsfähig ;O)
Guts Nächtle, wie auch immer diese Nacht vorüber geht
Bis morgen @ Alle.......;O)
LG Fossy
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