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Autor Thema: Kann es sein...  (Gelesen 2655 mal)
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Rhini
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« am: 18. April 2007, 08:42:55 »

Hallo, Ihr Alle
Seit längerem frage ich mich, ob nicht mein "Sucht"-Verhalten im Zu sammenhang steht mit meinem Hang, mich selbst zu verletzen oder umbringen zu wollen. Ich habe vor vielen jahren exesziv getrunken, habe nach Entzug, efolglosem Klinikaufenthalt und Annonyme Alkoholikern dan letztlich alleine den Absprung geschafft. Irgendwann habe ich dann mit Schmerzmitteln angefangen. Eigentlich nicht weiter schlimm. Psychomedis lehne ich ab. Habe an einer Bekannten gesehen, wie sie ihr Wesen verändern.

Also, nochmals konkret, damals habe ich in einer tiefen lmehrjährigen Krise gesteckt und getrunken. Als ich aus dieser Situation heraus war, konnte ich alleine aufhören.
Habt ihr ähnliche Erfahrungen im Zusammenspiel von Krankheit und Sucht?

Bin mal wieder voll verwirrt, wie immer, wenn es um mich geht, kann ich mich kaum ausdrücken.
Bis dann

Rhini
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Angsthase
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Beiträge: 2


« Antworten #1 am: 18. April 2007, 10:26:32 »

Hallo
ich glaube das es viele Menschen gibt die aus Angst trinken.
Ich gehöre auch dazu und muss aufpassen das ich nicht in die Sucht abrutsche(wenns nicht schon zu spät ist)
Wenn ich trinke habe ich keine Angst mehr.Gott sei dank hält es sich bei mir noch in Grenzen.
Liebe Grüsse
Angsthase
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Leonardo
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« Antworten #2 am: 18. April 2007, 12:11:39 »

Hallo Rhini,

Alkohol ist ein zu Anfang ein guter Angstlöser. Er hat aber den Nachteil, dass man den Konsum im Laufe der Jahre steigern muß, um eine angstlösende Wirkung zu erzielen. So gerät man schleichend in die Sucht. So ging es mir. Zum Alkohol habe ich auch noch Dias genommen, was den angstlösenden Effekt stärkt. Nach einm Zusammenbruch, es ging nichts mehr, Entzug mit vielen Rückschlägen. Habe dann einen Thera gefunden, der zu mir 100 % paßte.  Bin bei ihm in ambulanter Behandlung, die mir viel bringt. Seit gut zwei Jahren keinen Tropfen Alk mehr getrunken. Nehme nur noch einige Medikamente gegen die Angst, die ich aber auch schon aus eigenem Antrieb heraus reduziert habe. Fiel mir zu Anfang recht schwer. Hat sich aber im Laufe der Zeit gebessert. Jemand der süchtig muß keine Angst haben, aber ich glaube das viele die Ängste haben süchtig sind, auf die ein oder andere Weise.

Hallo Angsthase,
du schreibst, dass du Alkohol trinkst, um deine Angst zu bekämpfen und das du eventuell schon abhängig bist. Ich hab da mal eine Frage: Wieviel trinkst du und wann ?

Gruß Leonardo
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Per Somnium
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« Antworten #3 am: 18. April 2007, 16:22:35 »

Tag Rhini ... also bei mir war/ist das eindeutig so.
Ich bin seid 1986 trocken, also trockener Alkoholiker ... bin aber durch meine Depressionen, Angst und Schmerzprobleme ... immer in Gefahr in neue Süchte abzutrifften ... z.B. Schmerzmittel, Beruhigungs oder Schlafmittel, Aufputschzeugs und nicht zuletzt das Internet Lächelnd
Aber ... und ich denke das ist das wichtigste ( übrigens vom Nikotin konnte ich mich auch lösen), wenn man das wenigstens weiß, die Gefahren kennt und AKZEPTIERT ... ist es leichter Klippen zu umschiffen und den Anfängen zu wehren.
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Per Somnium
Rhini
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« Antworten #4 am: 25. April 2007, 09:45:01 »

Hallo, Per Somnium,
Richtig, die Gefahr einer Suchtverlagerung ist bei Süchtigen gegeben. Aber irgendwie habe ich nicht gemerkt, dass es bei mir ebenso der Fall war. Ca fünf Jahre nach dem Ende meiner Alkoholkarriäre (?)
nahm ich immer häufiger Schmerzmittel, weil ich ständig (tatsächlich jeden Tag) unter Kopfschmerzen litt.
Freiverkäufliche Mittel natürlich... Inzwischen weiß ich, dass ich auch danach  süchtig bin, also 20 Jahre Gifte in mich hinein gefressen... sch...
Allerdings, ist keine Entschuldigung (!), machen Drogen und Alkohol das Hirn zu Brei. Außerdem hat der Alkohol es möglich gemacht, das ich Dinge getan habe oder habe mit mir tun lassen, die ich nüchtern niemals getan oder zugelassen hätte.
Ich finde es toll, dass du das Rauchen einstellen konntest.
Mensch, wäre ich froh, wenn mir das endlich mal gelingen würde. So langsam schleicht sich bei mir der Raucherhusten ein und eigentlich schmeckt es schon lange nicht mehr... Ich hab es gerade in den letzten Jahren so oft versucht, fange aber immer wieder damit an. Wie hast du  (habt ihr) das geschafft???

Alles Gute
Rhini
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Fossy
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« Antworten #5 am: 25. April 2007, 15:27:27 »

Hallo,

geraucht habe ich auch und zwar wie ein Schlot, also *Kette*...

Ich habe dann mal eine Busreise gemacht und Busfahren kann ich nicht vertragen.
Habe natürlich trotzdem beim Fahren geraucht und geko****
Und guck' ich habe die Zigis weggelassen.

Nun, nach der Reise *lächelten* mich die Dinger natürlich wieder verführerisch an, und ich dachte neeee ich probiers mal ohne euch (konnte mich ans ko*** noch gut erinnern).

Eine Packung hatte ich *zur Not* noch im Küchenschrank...für alle Fälle, aber erstaunlicherweise wurden es immer weniger Zigaretten.

Lange Rede kurzer Sinn, nach ein paar Monaten rauchte ich nicht mehr.
Hatte auch kein Verlangen mehr, selbst wenn mir der Rauch an meiner Nase vorbei wabberte.

Aber ehrlich, ich hätte nie gedacht das ich mal richtig aufhöre. War so'ne richtige Qualmerin.
Das ist jetzt 22 Jahre her !?

Liebe Rhini,
wenn sie dir nicht mehr schmecken, vielleicht schmeckt dir ja etwas anderes besser *zwinker*

Allen die aufhören möchten, wünsche ich viel Erfolg.

LG  Fossy
PS: die nicht mehr wie ein Aschenbecher riecht  Smiley

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Per Somnium
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« Antworten #6 am: 25. April 2007, 16:17:20 »

Rhini, Du schreibst "Außerdem hat der Alkohol es möglich gemacht, das ich Dinge getan habe oder habe mit mir tun lassen, die ich nüchtern niemals getan oder zugelassen hätte." ... ich kann nur sagen wie wahr, wie wahr, das habe ich auch nach über 20 Jahren nicht vergessen.
Das mit den Schmerzmittel ... oha, da geht es mir ähnlich ... in Grenzen zwar aber immerhin nutze auch ich jene um über die Runden zu kommen ... Gelonida ... habe zum Glück damit Probleme sie verschrieben zu bekommen, wer weiß was sonst wäre.
Gerade die letzten Tage waren verführerisch ... Schmerzen, Ängste, Depressionen ... ein gefährliches Gemisch und ich kann sagen ich bin froh das die Schranke zum Alkohol und dem Nikotin für mich wohl unerreichbar hoch geworden ist.
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Per Somnium
Fossy
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« Antworten #7 am: 26. April 2007, 11:34:11 »

nur nochmal so als Ergänzung zu meinem letzten Posting,

es kommt vielleicht so rüber, als wenn man/frau nur eine Busreise tätigen muß um vom Nikotin loszukommen.

So war das natürlich nicht gemeint !!

 Es war meine Erfahrung, und ich war damals *erst* 30ig Jahre alt und meine *Erkrankung* hatte mich schon voll im Griff, nur wußte ich es nicht.
Ich dachte es wäre *normal*, so wie ich mich und meine Umwelt erlebte. Und *normal* das ich Pillen schluckte,  damit ich *es* aushalten kann.

Und...sorry, das ich mich *falsch* ausgedrückt hatte. ;-). So ist das manchmal im I-Net ;-)

LG  Fossy

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Per Somnium
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« Antworten #8 am: 26. April 2007, 13:19:18 »

nur nochmal so als Ergänzung zu meinem letzten Posting,

es kommt vielleicht so rüber, als wenn man/frau nur eine Busreise tätigen muß um vom Nikotin loszukommen.

So war das natürlich nicht gemeint !!

 Es war meine Erfahrung, und ich war damals *erst* 30ig Jahre alt und meine *Erkrankung* hatte mich schon voll im Griff, nur wußte ich es nicht.
Ich dachte es wäre *normal*, so wie ich mich und meine Umwelt erlebte. Und *normal* das ich Pillen schluckte,  damit ich *es* aushalten kann.

Und...sorry, das ich mich *falsch* ausgedrückt hatte. ;-). So ist das manchmal im I-Net ;-)

LG  Fossy



Nee, nee Fossy Du hast Dich doch gar nicht "verdrückt ausgekehrt Zwinkernd Lächelnd" ... ich jedenfalls hab es schon verstanden.
Mit dem rauchen konnte ich eigenartigerweise in genau dem Augenblick aufhören als mir bekannt/bewusst wurde das ich eine psychische Erkrankung habe ... eigentlich war es so ... geraucht hat immer der "Andere" in mir ... ich hatte mich schon Jahre als Nichtraucher bezeichnet obwohl am Tag oft über ne Schachtel geraucht wurde ( natürlich vom anderen Ich Grinsend)
Der Alk?! ... eines meiner großen Verdienste das ich den Ausstieg schaffte weil damals noch niemand den Seelischen Abgrund erkannte an dem ich lebte/vegitierte).
Die Restsüchte oder besser die Suchtgefahr ... Medies und Internet sind vielleicht auch so was wie ein Wachhalter vor den Gefahren ..... wenn ich mich richtg AUSDRÜCKE Grinsend Grinsend Grinsend
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Rhini
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« Antworten #9 am: 28. April 2007, 00:39:21 »

Hallo, ihr Lieben
Obwohl das alles ja die große Sch... ist, bin ich doch froh, dass ich nicht alleine dastehe. Wenn man geschafft hat, eine Sucht zu überwinden, hört sich das hinterher oft leicht an, Fossy. Damals wäre ich fast gestorben, aber ab da hatte es gefruchtet.
Durch meine (multiple) Persönlichkeitsstöhrung (lt Ärztin) bin ich jetzt schon einige Jahre zu Hause, immer beschäftigt mit meinen körperlichen Launen... Kennt ihr ja. Da "helfen" die Eckelstäbchen noch etwas, die innere Ruhe auszugleichen. Habs mal mit Schoki versucht... lieber nicht! Allerdings kann ich dank warmen Wetter entlich wieder in "meinen" Hofgarten, in der Erde buddeln. Da brauche ich dann sonst nichts...
Per Somnium, du schreibst von deinem "anderen Ich". Kommt mir auch oft so vor, dass in mir Zweie hausen. Die eine hat wohl immer ganz gut "funktioniert", die Andere kam mit vielem nicht klar. Letztlich hat mein Körper mir gezeigt, dass es reicht. Ich verfalle immernoch in das "Funktionsschema", vor allem, wenn jemand mir angst macht; alles schnell erledigen, brav sein, und dann nix wie weg...
Aber bei mir rauchen beide und nehmen auch beide das Schmerzmittel. Leider!
Was mich natürlich am meisten ärgert, sind die Kosten sowohl als auch.
Nun gut, es ist spät und ich bin wie so oft noch nicht richtig müde.
Trotzdem für euch ein gedankliches Gutes Nächtle (Habt ihr den Mond gesehen?)
Rhini
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perikular
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« Antworten #10 am: 12. Mai 2007, 17:55:45 »

Hi erst mal und dann direkt losgeschrieben,das beruhigt mich nämlich!!Also ich selbst bin das kind eines Alkoholikers der mir und dem rest meiner familie schreckliches angetan hat.Ich habe bis vor circa einem jahr nicht einen tropfen alk angerührt weils mir einfach nicht geschmeckt hat und ich von meiner mutter nach der scheidung von meinem vater immer nur eingebläut bekam das alk der Teufel ist.Bis dann irgendwann die einschlafprobleme kamen..Ich konnte derart schlecht ein und durchschlafen das ich mir tabetten aus der apotheke holte ohne rezept.Und da die ja bekanntlich nicht stark sind hab ich wie in der packungsbeilage ausdrücklich ein no go die wirkung mit alk verstärkt. Dann kriegte ich von den pillen magenprobleme .Kurze zeit später wurde aus schlafstörung eine Anststörung mit Panikattacken und jetzt zieh ich mir jeden abend wein rein um mich zu beruhigen und einszuschlafen..Und da liebe rhinie haben wir ein paradebeispiel für den zusammenhang von Kranheit und Sucht....!Indiesem SinnLG Petra
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Rhini
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« Antworten #11 am: 14. Mai 2007, 08:09:49 »

Hallo, liebe Peri
Verdammte Sch...
Bei mir war es umgekehrt, zuerst die Ängste und Depressionen, dann der Alk, mit dem ich damals alles in mir gut verdecken konnte.
Bist du inzwischen in Behandlung?
Meine Odyssee dauerte damals drei Jahre und ich habe heute noch Probleme damit, was damals unter Alkeinfluss alles passiert ist.

Pass gut auf dich auf; seine Familie kann man sich nicht aussuchen, aber meistens hat man die Möglichkeit, sein Leben selbst zu gestalten.

Liebe Grüße
Rhini
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iane
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« Antworten #12 am: 21. Mai 2007, 23:02:38 »

hallo rhini, bin ganz neu hier und stöbere mich so durch die beiträge...und oops! da schreibst du , man könne sich seine familie nicht aussuchen...das ist für mich ein eyecatcher!                               lerne gerade ganz mühsam, dass alkohol nicht einzig mögliche stresslöser ist. kenne ich seit kleinauf anders!                                                                                                                                                 bin seit genau einem monat trocken  Hä...           auch von meinen eltern distanziere ich mich nun- leider zu spät- ich habe das problem ja nun auch lange nicht wahrhaben wollen.
trotzdem ist auch das ein ganz verf... mechanismus, oder automatismus !?! es gibt offensichtlich eine ganze menge unbequemer, nicht vorhersehbarer zusammenhänge, also: aufpassen ! wahrscheinlich ist das für viele gar nicht so neu, ich bin halt frischling.
trotzdem liebe grüsse und bis bald !
iane
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