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Autor Thema: Der Wunsch nach Aufgabe/ oder die Frage nach dem Warum  (Gelesen 3311 mal)
Rhini
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Beiträge: 833


« am: 24. April 2007, 09:41:16 »

Hi,
Ich traue mich nicht richtig, über meine derzeitigen Aspekte zum Thema Suizid zu reden, doch habe ich vor vielen Jahren diese Erfahrung gemacht.
Ich war diesen Schritt (wiederholt) gegangen. Nicht um Aufmerksamkeit zu erlangen, nicht um Zeichen zu setzen, nicht, weil meine Probleme zu groß waren...
Einzig und alleine, weil ich nichts mehr empfunden habe. Ich wollte damals nur noch "weg" ! Ich sah keinen Sinn darin meinen Körper auf dieser Welt zu erhalten. Es hätte fast geklappt. Ich weiß nicht, ob ich mich freuen soll, oder ob  etwas nur aufgeschoben wurde, weil ich immernoch, nach mehr als 25 Jahren, solche Gedanken habe; mehrmals auch kurz davor war... Inzwischen kann ich wieder fühlen, und ich würde es meiner Familie nicht antun mögen. Ich habe mich vor acht Jahren sogar neu verliebt. Das war am Anfang ein regelrechter Kampf, ging aber trotz Krankheit bis heute gut.

Ich habe auch einen Unterschied zwischen Damals und Heute erkannt: Damals war mir alles egal, heute ist es der Punkt, dass ich nicht mehr leiden möchte, alles als zu schwer erachte. Diese Depressiven Stimmungen bringen mich übrigens oft zum Schreiben. Ob es Texte, Geschichten oder Gedichte sind, ist egal.

Ich denke, jeder, der diesen Gedanken hat, sollte sich zwei Fragen stellen:
Warum habe ich diesen Gedanken und was fühle ich.

Es sind nur meine Erfahrungen, meine Gedanken- mögen Eure auch andere sein, ich wünsche uns allen ein langes Leben!!!
Rhini

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franke
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« Antworten #1 am: 24. April 2007, 10:26:15 »

Hallo Rhini
Ich habe einen S-Versuch hinter mir hat leider nicht geklappt .hatte eine totale Leere in mir.
Hätte ich nach dem Warum oder nach meinen Gefühlen Gefragt hätte ich es bestimmt nicht
gemacht .wenn es einer ernst meint dann macht er es ,wenn einer viel nachdenkt oder jemand
fragt wie man es macht dann ist es ein Hilfeschrei und sollte sich in ärztliche Behandlung
begeben das ist meine Meinung.
Ich wünsche Dir ein langes und frohes Leben Gruß franke
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Rhini
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Beiträge: 833


« Antworten #2 am: 24. April 2007, 20:53:14 »

Hallo, Franke
Natürlich hast du recht! Wenn man es "ernst" meint, ist es eigentlich klar, dass man nicht mehr fragt; habe ich damals auch nicht. Und ich sage heute, zum Glück hat es nicht geklappt. Doch es gibt viele Menschen, zu denen ich mich heute ebenfalls zähle, die solche Gedanken haben, sich aus dem Leben wünschen, weil sie meinen, dass alles Sinnlos ist, oder weil sie sich gesundheitlich quälen und aus tausend anderen Gründen. Da hast du dann wieder Recht, es ist der Hilfeschrei... Meiner Meinung und Erfahrung nach ist es aber dann gerade oft nicht möglich, einfach zum Arzt zu gehen.
Und gerade diese Menschen haben oft noch Gefühle, Wünsche oder Personen, die ihnen nahe stehen...
Liegt die Folgerung nicht nahe, wenn man nicht akut handelt, sondern darüber nachdenkt, dass mann sich dann erst mal fragt, warum will ich das tun oder warum habe ich diese Gedanken?
Aus eigener Erfahrung weiß ich auch, dass schon eine kurze Zeitspanne der Ablenkung die Ausgangssituation ändern kann, so daß ein Hilfeschrei nicht akut umgesetzt wird und dann die Hilfe auch nicht "Aus versehen" zu spät kommt.
Außerdem wollte ich, da es mir zur Zeit selbst sehr schlecht geht, allen, die diese Seiten lesen, einen Weg zeigen, der vielleicht helfen würde.
Ich kann mir nicht vorstellen (aber ich weiß es natürlich nicht sicher), dass sich, allgemein gesehen, Menschen mit fester Absicht vorher noch auf diesen Seiten Hilfe suchen???

Alles Gute
Rhini
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franke
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Beiträge: 61


« Antworten #3 am: 25. April 2007, 10:30:44 »

Hallo Rhini
Natürlich hast Du Recht mit dem Hinterfragen sollte man auch ,wenn aber dann wieder die
Sinnlosigkeit herauskommt was dann, was bei mir der fall ist.Wenn Du einen falschen Arzt
erwischt der weißt dich gleich in die Psychatrie ein was dann .Ich bin zur Zeit nicht gut drauf
weil ich meine Benzos langsam absetze .Alles ist beschi....
Wünsche Dir noch eine gute Zeit
LB Grüße franke :
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Abendstern
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Beiträge: 284


« Antworten #4 am: 26. April 2007, 21:26:50 »

Hmm, ich glaube, ich kann euch so nicht zustimmen:

Der Wunsch nach Aufgabe, geht einem langen Leidensweg voraus. Auch ich habe mehrere Versuche hinter mir, liegt nun etliche Jahre zurück. Ehrlich gesagt, weiß ich noch immer nicht, ob ich froh bin, dass es nicht geklappt hat. Wäre mir doch vieles erspart geblieben.

Aber auch meine damaligen Versuche entstammten nicht einer plötzlichen Handlung. Ich habe lange überlegt, war auch irgendwann einfach am Ende. Die Frage war: Warum weitermachen. Ich fand darauf keine wirkliche Antwort, der Tod erschien mir wesentlich verlockender als das Leben.

Aber ich habe mir diese Frage nicht leicht gemacht. Habe schon versucht, das Positive dagegen zu stellen, nur, da gab es nicht so viel.

Auch zur Zeit verspüre ich sehr den Willen nach Aufgabe. Nur heute sind meine Lebensumstände anders, ich bin verantwortlich für meine beiden Kinder. Die Frage nach dem Warum bedrängt mich trotzdem immer wieder, erst recht, wenn wieder ein neuer Schmerzschub kommt, oder meine Lebensqualität, wie zur Zeit, seit Monaten, massivst eingeschränkt ist.

Doch meine Kinder brauchen mich, etwas das mich zurückhält, aber sie werden immer älter. Ich hab mit mir selbst ein Abkommen, das ich allerdings verschoben habe, denn auch Kinder mit 18 und 16 brauchen einen noch.

Ich weiß nicht, was passiert, wenn ich denke, sie sind nun alt genug....

Aber ganz sicherlich, habe ich dann lange und gründlich nachgedacht....

Es ist schwierig, sich anderen anzuvertrauen, besonders Ärzten. Hier habe ich es auch schon erlebt, dass sie mir mit Einweisung drohten...., mit welchem Recht

Ich habe mich gerade wieder auf die Suche nach Hilfe gemacht, ein Schritt, der mir sehr schwer fällt, und der leider nichts gebracht hat....

In eine Klinik möchte und kann ich nicht gehen, eine Kur wird mir nicht bewilligt...

Na ja, bin grad ziemlich am Ende.

Gruß Abendstern
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Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum

Es gibt immer eine Tür die dir offen steht. Du hast immer eine Wahl, aber es ist schwierig, die richtige Tür zu finden. Manchmal hast du den Schlüssel schon in der Hand und weißt es nur nicht. (Iris)
kiki
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« Antworten #5 am: 27. April 2007, 14:26:40 »

hallo abendstern,
...kinder bleiben kinder , egal wie alt sie geworden sind ,bedanke mal was mit dir passiert wenn eins deiner kinder den wunsch hat nicht mehr leben zu wollen ?..................
ich bin mutter und eins meiner töchter hatte den wunsch gehabt .ich hatte sie rechtzeitig gefunden ,(für sie im nachhinein und für mich ) gottseidank ,aber mir läuft  diese "sache" immer noch nach .es ist grausam für eine mutter ,glaube es mir ,ich denke das gleiche würden auch deine kinder empfinden.

liebe grüße kiki
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...was DU denkst .geschied....
Rhini
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Beiträge: 833


« Antworten #6 am: 28. April 2007, 01:11:45 »

Abendstern, Nicht aufgeben! Ich habe auch Angst, dass man mich wegsperrt, wenn mein Inneres nach Außen gekehrt wird; natürlich nur zu meiner eigenen "Sicherheit". Ähnlich wie bei dir hält mich hier noch meine Tochter, die ist 30, hat nen süßen Jungen und bekommt bald ihr passendes Mädchen. Wurde gerade von ihrem Mann verlassen...
Meine Ma, irgendwie nicht das beste Verhältnis, hab sie aber doch noch lieb, hat vorm halben Jahr meinePa beerdigt.
Mein Freund, körperlich krank, Schwerbeschädigt...
Die kann ich auch nicht verlassen, sie halten mich fest...
Damals hatte ich nicht dieses "Verantwortungsgefühl", obwohl meine beiden Kinder noch sehr klein waren. Ich hatte garkein Gefühl mehr, war wie eine Marionette...

Ich weiß, dass ich meistens ein wenig (doll) umständlich bin, aber ich weiß auch, das es Wege gibt, die ich noch nicht gegangen bin, und erst wenn ich sie beschritten habe, könnt ich sagen: "Es ist Zeit..."
Ich wünsche dir alles Gute und ich denke, wir werden vielleicht noch mal schreiben
Rhini
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