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Autor Thema: Wie dokumentiert man am besten die Anamnese? Benötige Tips!!  (Gelesen 1878 mal)
Monika
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« am: 30. April 2007, 11:24:32 »

Hallo liebe Mitglieder,

wer kann mir Tips geben, wie man am besten die Anamnese dokumentiert, sowohl bei körperlichen Erkrankungen, als auch psychischen Erkrankungen.

Alles chronologisch aufzuschreiben scheint mir nicht so sinnvoll zu sein. Gibt es nicht irgendwo ein Vorlagenheft? Habe schon gegoogelt, aber nichts gefunden.

Vorletzte Woche war ich beim MDK, hatte mir einige Notizen gemacht, aber bei der Frage wie früher meine AU-Zeiten waren, konnte ich nur pauschale Angaben machen.

Vor einigen Jahren, als ich bezüglich meinem GdB zu einer Gutachterin mußte, wurde gemäß Fragebogen nach Kinderkrankheiten gefragt und in welchem Jahr diese waren. Woher soll ich das eigentlich wissen. Meine Mutter hat drei Kinder, weiß aber nicht wer, wann nun was hatte.

Ich finde es sowieso schon problematisch, wenn man einem fremden Menschen seine ganzen persönlichen Belange erzählen soll und dann wird man ständig gefragt, wann welches Ereignis war.


 
« Letzte Änderung: 30. April 2007, 11:26:36 von Monika » Gespeichert

Ciao und herzlichen Dank.

Monika
Alue
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« Antworten #1 am: 30. April 2007, 13:35:44 »

Hallo Monika,

bei Deinen AU-Zeiten müsste Dir Deine Krankenkasse weiterhelfen können. Ich musste für einen Reha-Antrag auch solche Zeiten angeben, die konnte meine KK mir alle mitteilen.

Was die Kinderkrankheiten angeht... weiß nicht, inwiefern das wirklich wichtig ist, dass die Jahresangaben sehr genau sind. Ich gehe mal davon aus, dass Du weißt, welche Krankheiten Du hattest.
Ansonsten - vielleicht gibt's Deinen Kinderarzt noch, der noch eine Krankenakte hat?

Gruß
Alue
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Frodo: "Ich wünschte, all das wäre nie passiert."
Gandalf: "Das tun alle, die solche Zeiten erleben, aber es liegt nicht in ihrer Macht, das zu entscheiden. _Wir_ müssen nur entscheiden, was wir mit der Zeit anfangen wollen, die uns gegeben ist."
Monika
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« Antworten #2 am: 30. April 2007, 21:38:05 »

Hallo Alue,

danke für Deine Antwort. Ich weiß auch nicht, warum diese Gutachterin das wissen wollte. War ja damals sehr angespannt und habe das nicht hinterfragt. Kinderkrankheiten können Spätfolgen aufweisen, vielleicht ist es nur wichtig, ob man sie als Kind oder Erwachsener hatte.

Hast Du eine Idee wie man all diese Notizen gliedert?

 
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Ciao und herzlichen Dank.

Monika
Alue
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« Antworten #3 am: 30. April 2007, 22:56:28 »

Keine Ahnung,
eigentlich ist es ja Aufgabe der Ärzte, eine Anamnese zu stellen und nicht die der Patienten.
Ich würde es wohl schon chronologisch machen.
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Willi
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« Antworten #4 am: 01. Mai 2007, 11:55:03 »

Hallo Monika,

ich möchte mich der Meinung von Alue anschließen, ein chronologischer Ablauf wäre wohl am Sinnvollsten, und was die Zeitangaben betrifft, bekommst Du von den behandelten Ärzten oder von der Krankenkasse Auskunft. Ich bin jetzt 54 und mein Augenarzt hat noch heute die Karteikarte als ich 15 war. Mein Nervenarzt kann bis 1982 zurückschauen. Du kannst dich aber auch auf vage Angaben beschränken.

Vielleicht will die Gutachterin aber auch nur die Wichtigkeit der einzelnen Krankheiten durch Deine Formulierungen herausfinden. Z. B.: ??etwa im Alter von fünf oder sechs Jahren hatte ich eine schwere Grippe mit Mumps, die drei Wochen lang dauerte, ich musste jede Woche eine Spritze bekommen. Als ich 23 war fingen die Depressionen an?, im Alter von etwa 32 Jahren hatte ich meinen ersten Angstanfall?, mit ca. 38 bekam ich regelmäßig Panik.?

Was Dich am schlimmsten getroffen hat, müsstest Du am Ausführlichsten beschreiben können. An der Beschreibung der Grippe gemessen würde sie Deinen Depressionen und Ängsten bei dieser Formulierung keine große Schwere beimessen. Die Grippe müsste vernachlässigt, und die Depressionen ausführlicher und dramatischer beschrieben werden.

Liebe Grüße
Willi
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Monika
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« Antworten #5 am: 01. Mai 2007, 23:12:12 »

Herzlichen Dank Alue und Willi. Ich werde mal versuchen das irgendwie zusammenzukriegen. Habe so ein verdammt schlechtes Zeitgedächtnis, wäre ja schön, wenn ich wüßte wann was war. Daher möchte ich das ja notieren.

Als ich zu meiner Ärztin sagte ich mache mir für den MDK ein paar Notizen, da sagte sie mir, manche haben sich ein kleines Buch angelegt, wegen der Berentung. Gibt es hier im Forum keine Rentner die so etwas notieren? Dann bitte schreibt doch was dazu.

Wäre ja gut, wenn es ein Buch mit vorgefertigten Tabellen geben würde. Falls jemand mal was sieht, wäre eine Info sehr nett.
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Ciao und herzlichen Dank.

Monika
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« Antworten #6 am: 15. Mai 2007, 11:19:18 »

Tja Kinderkrankheiten etc. ... dies ist leider ein Problem in der BRD Geschichte ... da ich in der DDR aufgewachsen bin ist an diesem Punkt vieles einfacher ( was nicht heißen soll das ich mir dieses Zeit zurückwünsche) ... aber wir hatten Sozialversicherungsbücher und Impfausweise wo ich selbst heute noch das meiste heraussuchen kann ... da steht jeder Arztbesuch, Krankschreibung und Impfung drin, selbst als ich das Vaterland in Uniform verteitigte Augen rollen Aufpasser Kotzen hatte ich ein Gesundheitsbuch wo ich heute noch nachlesen kann wann man mich besoffen eingeliefert hat Zwinkernd Lächelnd (nee keine Angst ich trinke seid 21 Jahren nix mehr!!!)
Na gut ... oder eben auch nicht ist heute halt nicht mehr so ... also mein Tip.
Sicher fällt Dir ab und an dazu mal was ein ... sofort aufschreiben ... oder wenn Deiner Mutter doch mal die Erleuchtung zu einer Erkrankung ... kommt aufschreiben, am besten im PC speichern und in Abständen unter hinzufügen der neusten Sachen festhalten.
Die Fragen an sich .. na gut Masern etc sind ja zu verstehen ... aber wenn man manchmal noch gefragt wird ab wann man trocken war ... kann zumindest ich mir ein breites Grinsen nicht unterdrücken Grinsend
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Querdenker passen oft nicht durch genormte Türen
Per Somnium
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