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Autor Thema: Schwächen und Stärke zeigen  (Gelesen 3601 mal)
Iwi
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« am: 11. Mai 2007, 02:30:29 »

Guten Abend! Ich habe heute zum ersten Mal seit urlanger Zeit vor einem Menschen geweint. Eigentlich wünsche ich mir mindestens seit sehr langer Zeit, das für mich alleine zu tun. Das klappt aber nicht: meistens weiß ich nicht, worüber zuerst und dann ist da nur noch Starre. Na ja: Hurra, mmh. In dem ewig langen Moment war s mir unangenehm. Ich wollte dem Gegenüber nur zuhören und damit umgehen, drauf eingehen. Ich komme zu dem Ergebnis, ich brauche Vertrauen und ein Gegenüber zum Weinen??? Ich weiß nicht. Es ist reinigend. Das Weinen. Davon brauche ich mehr, auch für mich alleine!!!! Und Ihr? Wie geht das? Üben?
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Iwi
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« Antworten #1 am: 07. August 2008, 02:07:22 »

na, Pannen passieren immer wieder: in meiner letzten Analyse Stunde vor drei langen Wochen ohne freundlicheN MitschreiberIN bin ich so sauer gewesen, dass ich nur bei mir war und "gejammert"........
und etwas geregnet.
mm Ärgerlich
Grüße von Iwi------------------------------------------------------------------------------->>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
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Fridolin
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« Antworten #2 am: 07. August 2008, 06:20:33 »

Hi Iwi
Eine mir sehr wichtige Lebensweisheit lautet:
Traurigsein ist Atem holen für die Freude. Deshalb ist es wichtig, Weinen zuzulassen.
Viel Kraft und Energie
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Fridolin Steinpalme
Sister Moonshine
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WWW
« Antworten #3 am: 07. August 2008, 08:33:29 »

Hallo liebe iwi,

wie sehr kann ich es Dir nachfühlen, wie intensiv, wie verzweifelt wünschte ich, ich könnte weinen. Ohne Kontrolle, ohne Angst, ohne Dämme! Ich wünsche mir das schon seit langem.
Ist es reinigend? Ich weiß nicht, es scheint mir manchmal, die Tränen, die herausfließen, setzen sich in meinen Poren fest und fressen sich wieder in meinen Körper hinein! Nur um aufs Neue dort Schaden und Zerstörung anzurichten ! Ich glaube nicht an das Gute, das Läuternde, das Reinigende ! Ich habe nur Angst, es frisst mich von innen heraus auf, das falsche Denken, das Dumme, das Böse. Und dann scheint es aus meinen Augen wieder heraus, ich kann es manchmal sehen, und habe Angst davor.
Ich muss Stärke zeigen, darf Schwäche nicht zeigen ! Darf nicht nachgeben, darf nichts zugeben ! Muss bei mir bleiben, bei mir, und ich denke irrigerweise, bei mir kann mir nichts passieren! Ich bin jedoch die größte Gefahr für mich selber, kann keine Schwäche zugeben. Tue es verbal, kann aber mein Inneres nicht dazu bekehren, es anzunehmen !

Meine liebe iwi,
ich kann Dir nicht sagen, wie es geht, wie man übt. Ich finde die Tränen seit langem selber nicht. Sie sind fremdes Land für mich, fast habe ich vergessen, wie es sich anfühlt. Ich sehne mich aber nach der unaufhaltsamen Flut, wenn nichts mehr wichtig ist, wenn alles bricht, wenn Du Dir nur wünschst, eine vertraute, geliebte Person bei Dir zu haben, die Dich festhalten kann, damit Du nicht in die Unendlichkeit fällst.
Ach iwi,
ich wünsche Dir viele, reinigende, tröstende Tränen. Von ganzem Herzen !

Deine Sister Moonshine
« Letzte Änderung: 07. August 2008, 08:42:29 von Sister Moonshine » Gespeichert

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JEM
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« Antworten #4 am: 07. August 2008, 10:47:47 »

Hallo Iwi,

unseren Gefühlen Ausdruck zu verleihen (weinen, lachen, mit anderen sprechen), wird dazu führen, dass wir uns besser fühlen oder unsere Angst lindern.
Um "für sich alleine" weinen zu können, denke ich muss erst das persönliche Eingeständnis der (momentanen) eigenen Schwäche das sein,  wie es auch Sister Moonshine beschrieben hat.

Ich wünsche Dir Gutes!

Liebe Grüße
Jürgen
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Gesagt ist nicht gehört, gehört ist nicht verstanden. Verstanden ist nicht einverstanden. Einverstanden ist noch lange nicht angewendet. Angewendet ist noch lange nicht beibehalten.
[Konrad Lorenz]
Iwi
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« Antworten #5 am: 08. August 2008, 15:50:09 »

Danke Ihrs!! Besonders Sister Moonshine! Ich habe "nur" das Gefühl. Ich bin bedrückt. Wie soll ich das beschreiben? Oder be-Schreien, wie ich es bei dir sehe, Sister Moonshine? Ich sitze einfach still und hoffe, dass mich dieser Schmerz verläßt. Ich kann das selber nicht wirklich begreifen, was mich da befällt, und vermutlich dauert es noch eeeewwwwiggg, bis ich das kann. Das ist vielleicht eine Scheiß-ARBEIT. Grüße von Iwi BEDRÜCKT und "heulig"
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Sister Moonshine
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« Antworten #6 am: 08. August 2008, 15:56:30 »

Meine liebe iwi,

ich weiß, dieses "nur" Gefühl ist schlimmer, als wenn es einen wirklich überkäme.
Aber herumsitzen und warten, dass es vorbei geht, ist sicherlich auch nicht das Richtige.
Gibt es denn gar nichts, woran Du ein wenig Freude finden kannst?
Etwas, was Du TUN kannst, um Dich ein wenig von Deinem Schmerz abzulenken?
Um den Schmerz vielleicht auszutricksen?
Kennst Du einen schrecklich traurigen Film? Oder ein Lied?
Wenn die Tränen kommen, ist es gut, sich dort hinein fallen lassen zu können.

Ich denke an Dich und drücke Dich!

Deine Sister Moonshine
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Iwi
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« Antworten #7 am: 09. August 2008, 02:57:11 »

Hallo Sister Moonshine! Ich würde wirklich gerne den Schmerz loslassen, aber ich kriege daraus auch jede Menge "Speicher", den ich für das Verarbeitete und das "nicht loslassen könnende" brauche. Ich versuche die Zeitpunkte anders zu ordnen und damit das Wiederholende aus dem Erlebten und Erlebenden auszutricksen.

ich denke, wie meine Mutter so gerne sagte, um meine Umsetzung meiner Ideen zu kommentieren: Ich spinne! ich denke-selbst: scheiß Bürgertum-- bornierte Industrie und ArbeiterInnen------   ich denke, ich denke,,,,,   na, ist ja nicht wirklich unter Strafe; aber meine Handlung damit begründen, das ist schwierig, sogar gegenüber dem nächsten Umfeld.  Kotzen
Danke für deine schnelle Antwort!!
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Sister Moonshine
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« Antworten #8 am: 09. August 2008, 19:16:23 »

Immer gerne für schnelle Antworten da  Grinsen

Hoffe, Dir geht es besser.

Freue mich, von Dir zu hören. (Ist Dein Zorn denn so groß?)

Liebste Grüße,
Sister Moonshine
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Iwi
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« Antworten #9 am: 09. August 2008, 20:51:53 »

Ich empfinde meine ganze Umgebung manchmal als bedrückend und wenig entlastend, auch wenn das jeweils andere subjektive Empfinden meiner Umgebung vielleicht partiell anders ist-- seit März habe ich keine Möglichkeit da raus gefunden und jetzt plane ich, meinen im März schon geplanten Ausbruchsversuch und merke, das ist für mich gerade eigentlich gar nicht die Zeit.
Ich fühle mich so getrieben. Und das hatte ich damit als mir die Praxis handhabbarer schien nicht intendiert, aber nun bin ich schon so "weit", obwohl ich aus lauter Frust und innerem Widerstand (halt nicht wirklich "meine" Zeit) richtig lange Phasen über blockiert bin und nicht arbeiten kann, dass ich auch nicht einfach absagen will.

ausserdem bin ich selten entspannt oder freundlich zu mir in solchen Umständen, dann bin ich einfach nur "nuts" und fühle mich auch von innen so-- damit will ich mich ja aber gerade anfreunden, dafür brauche ich einen Wechsel

zwickgemühlte Iwi
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Sister Moonshine
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« Antworten #10 am: 09. August 2008, 22:12:28 »

Ich empfinde meine ganze Umgebung manchmal als bedrückend und wenig entlastend,

Meine liebe iwi, ja das kenne ich. Man nimmt die Dinge nicht mehr so wahr, wie man sie kennt. Sie bergen andere Intentionen, andere Empfindungen!

auch wenn das jeweils andere subjektive Empfinden meiner Umgebung vielleicht partiell anders ist-- seit März habe ich keine Möglichkeit da raus gefunden und jetzt plane ich, meinen im März schon geplanten Ausbruchsversuch

Wie soll Dein "Ausbruchversuch" ausehen? Hast Du konkrete Vorstellungen?

und merke, das ist für mich gerade eigentlich gar nicht die Zeit.

Wann ist Deine Zeit? Weißt Du, wann diese Zeit gekommen ist? Oder WARTEST Du einfach nur?

Ich fühle mich so getrieben.

Und Du weißt nicht, zu was getrieben? Ausbruch? Fallen lassen? Scheiss egal sein?

Und das hatte ich damit als mir die Praxis handhabbarer schien nicht intendiert, aber nun bin ich schon so "weit", obwohl ich aus lauter Frust und innerem Widerstand (halt nicht wirklich "meine" Zeit) richtig lange Phasen über blockiert bin und nicht arbeiten kann, dass ich auch nicht einfach absagen will.

Was willst Du nicht absagen? Ist es für Dich nur Zwang? Oder sinnvoll?

ausserdem bin ich selten entspannt oder freundlich zu mir in solchen Umständen, dann bin ich einfach nur "nuts"

Ja, nuts. Das ist es. Völlig verdreht, konfus, unwirklich. Nuts.


und fühle mich auch von innen so-- damit will ich mich ja aber gerade anfreunden, dafür brauche ich einen Wechsel

Kann man sich mt "nuts" anfreunden? Ja, ich weiß, man kann es. Gibt es Alternativen? Was bringt Dich zu all dem?

Ich fühle mit Dir. Nuts.

Deine Sister Moonshine
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Iwi
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« Antworten #11 am: 10. August 2008, 17:05:44 »

Das stecken viele Gedanken und Ideen drin und nicht alles wird dann real, aber meine Zeit kann ich fühlen als kontinuierliche Entwicklung und ohne Störungen gehe ich dann im eigenen Tempo und alles ist "okay". Kurz gesagt.
Ich suche nach Kontinuität, die mir ermöglicht, das dauerhaft zu leben. Ich wälze gerade die Eckpunkte um und organisiere neu. Und da ich im März eine Stelle angeboten bekam, habe ich das eine Zeit lang aus den Augen verloren, um den Anforderungen nachzukommen. Jetzt fehlt mir seit 3 Wochen ca. der Faden.
Was mich dazu bringt? Verschiedene Gründe aus äußerlichen Bedingungen und Gefühle.
Grüße von Iwi
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