Rubina22
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« am: 02. September 2007, 14:56:01 » |
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Hallo mir geht es seit gestern nacht wieder total beschissen. Alpträume, und jetzt nach dem Aufstehen ein Weinkrampf, Gott sei Dank war mein Traum nicht wahr dass mein Baby, mein Kätzchen tot unten lag, vom Balkon runtergefallen, aus dem 4. Stock, tot zusammengerollt, und ich geh runter will es holen, find nicht den Ausgang, ..und dann wach ich auf und mein Knuffi liegt neben mir in seiner Höhle und kommt gleich miauend zu mir als er sieht dass ich wach bin. Ich weine und streichle sein Fell das von meinen Tränen immer nasser und nasser wird. Was ist geschehen? ich hab soooooooo lang nimmer geweint, meine Gefühle so gut versteckt, gestern hat mir meine kleine Schwester geschrieben, eine Email, wir hatten jetzt ein Jahr keinen KOntakt, ich hab sie sehr verletzt, weil ich wiedermal nicht gekommen bin um sie zu treffen, zwei Stunden Zugfahrt trennte und damals voneinander, heute ist es die WElt. Sie hat geschrieben sie hat keine Schwester mehr, seit damals ist etwas zerbrochen in ihr, sie begann mit einer Therapie weil sie mich so gehasst hat. Jetzt lernt sie allmählich ohne mich zu leben. Sie hat das am Ende der Mail zu ganz cool geschrieben so "hey sis, ich hab keine Schwester mehr sis, und lass dir noch nen Ratschlag geben auch wenn dus nicht hören magst sis, du wirst alle Menschen verlieren die dich lieben wenn du so mit ihnen umgehst" ich hab ihr ebenso cool geantwortet, so hey sis du kannst mich nicht verletzen dazu bist du zu schwach und wenns für dich gut ist ohne Schwester zu leben so ist es in Ordnung. Nur als sie geschrieben hat sie wäre für michimmer die Böse Schwester gewesen weil sie mir die Mutterliebe weg genommen hat als sie zur Welt kam, wurd ich böse und schrieb, diese Frau (also unsere Mutter) hat mich nimmer interessiert seit ich 15 war und sie kann die Liebe von dieser Frau für sich reservieren, geliebt werden hätt ich von jemanden anderen wollen aber nicht von meiner Gebärerin.
Ich bin total vereinsamt, meine zwei Brüder haben sich auch von mir abgewandt, viele Freunde hab ich verscheucht durch mein Nichterscheinen, Unzuverlässigsein, ich bin total frustriert, ein frustriertes Monster. Wenn sich jemand in mich verliebt bescher ich ihm einerseits den Himmel dann wieder die Hölle auf Erden, weil ich mich so reinsteigere, in diese Beziehung, wie eine Spinne in deren Netz sich eine Fliege verfangen hat. Das Opfer wird ausgesaugt, allerdings lass ich mich auch aussaugen, ich gebe alles und will alles bekommen. So in Beziehungen.
Ich bin echt gestört, weiß aber nicht was das ist, irgendwann fiel die Diagn. Borderline, irgendwann war ich mal in stationären Behandlungen wo ich mich auch auf niemanden wirklich einließ. Ich bin von Grund auf misstrauisch, kein Urvertrauen. Die Einsamkeit gelernt, das Überleben in einem Nirwana der Menschlichkeit. Allein in meinem Zimmer, die Ausgeschlossene, die Familienzerstörerin, wie ichs immer wieder zu hören bekam, jetzt bin ich 42!!!!!und steh vor einem Trümmerhaufen.
Ich liebe meine beiden Söhne, meinen Vater und meine Katzen, ich weiß dass ich auch ihnen was bedeute, das sind fünf Lebewesen, fünf Lebewesen gegen eines. D.h. diesen Lebewesen gegenüber trag ich Verantwortung, wenn ich nimmer wäre, und den F.....t.d wählen würde, dann wäre ein Lebewesen erlöst aber die anderen würden leiden. So bleib ich, und versuch einen Sinn zu sehen, so wie Frankl dessen 10. Todestag sich jährt sagt einen Sinn im Leben finden, trotz der beschissensten Umstände das ist schon die halbe Miete (so hat er es nicht gesagt) aber ihr wisst schon was ich meine.
Was meint ihr gäbe es eine Alternative zur Einsamkeit??
Danke fürs Lesen Rubi
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man sieht nur mit dem herzen gut, das wesentliche ist für die Augen unsichtbar
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pseudoerbse
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« Antworten #1 am: 02. September 2007, 21:22:44 » |
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Shalom Rubi. Ich habe mich, obwohl ich noch recht jung bin, in deinem Text total wieder erkannt. Es wird natürlich noch viele andere Faktoren haben die sich nicht ähneln werden,... Doch die Tatsache mit der Unzuverlässigkeit.. dieses nicht Erscheinen.. dieses aussaugen lassen und aussaugen und auch das hineinsteigern kenne ich nur zu gut. Ich weiss gar nicht was ich sagen soll... Weshalb warst/bist du so unzuverlässig? Rein aus Interesse.. da es bei mir den Grund hat, das ich mich nicht hinaus traue.. des Öfteren. Eben diese soziale Phobie, gekoppelt mit den allseits bekannten gemeinen Depressionen. Hin und wieder, wenn ich länger nicht hinaus ging um Freunde zu treffen, verblassten die Erinnerungen an die schönen Momente mit den eigentlich so sehr geliebten Menschen. Sie evrblassten so sehr, das man vergaß.. man vergaß wie wichtig diese leute sind und will sie nicht mehr sehen. Ich habe sie ab und zu mit Absicht gemieden, habe mich in der Einsamkeit völlig gesuhlt und dachte irgendwann ich brauche niemanden mehr...
Feinste Grüße... Erbsi.
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Rhini
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« Antworten #2 am: 03. September 2007, 08:51:28 » |
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Hallo, Rubi und Erbsi Hin und Hergerissen zwischen eigenen Gefühlen, Unzuverlässigkeiten, Menschen, die einen "festhalten"... Mein Bruder ist so "toll", dass er verläugnet, das ich ihm schrieb. Glanz und Gloria, wenn er mal hier bei uns ist... Ich habe mich geärgert, wollte ihn hassen, wollte ihn abschreiben... Und habe gemerkt, dass ich ihn immernoch in meinem Herzen trage. Meine Mutter, alles beherrschende Frau... Ich wollte die Verbindung zu ihr abbrechen, als es meinen geliebten Vater nicht mehr gab; doch ist sie meine Mutter und wenn ich hinter ihre Fassade blicke, erkenne ich Angst, irgendwann alleine zu sein... Auch das Festhalten eines Partners kenne ich, klammern, bis er keine Luft mehr bekommt und dann abhauen, ihm wehtun... Sehen, kommt er mir nach... Inzwischen sehe ich viele Dinge anders, horche in mich hinein und versuche ehrlich mit mir und meinen Mitmenschen umzugehen. Wenn ich zickig werde, möchte ich in den Arm genommen werden. Wenn ich die Verbindung beende, möchte ich, dass man mir sagt, das ich dem Betreffenden auch etwas wert bin... Verdrehte Welt! Was ärgert, wenn man die Tür hinter einer Schwester zuschlägt? Vielleicht, dass sie nicht die Hand ausstreckte? Ich denke, wenn man den Kontakt tatsächlich nicht mehr möchte, tut auch nichts weh! Dann kann man sich getrost hinsetzen und sein Leben weiter leben.
Beziehungen, welcher Art auch immer, zu pflegen ist eine anstrengende Angelegenheit. Ggf sind wir zur Zeit damit beschäftigt, neben der Krankheit noch das kleinste Umfeld am Laufen zu halten. Deshalb sind wir keine Assis! Aber man kann jeden Tag in sich hineinschauen und sich fragen, was fühle ich und was möchte ich. Ich bin oft so verwirrt, da brauche ich ein bischen mehr Zeit dafür, aber ich erkenne immer mehr, was und wer mir wirklich wichtig ist, und da knallte ich doch gerade letztens zu meiner Mutter heraus: Ich hab dich lieb!
Liebe Grüße Rhini
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Rubina22
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« Antworten #3 am: 03. September 2007, 17:49:13 » |
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Hallo ihr beiden
Es geht mir derzeit sehr schlecht. Fühle mich als hätt ich mit einem Holzhammer eines auf den Kopf bekommen. Nehme Tramal in rauen Mengen, bin davon seit 2002 abhängig, ist ein Opiumderivat ohne dem ich nimmer leben kann, es schützt mich vor zuviel Schmerz. Dennoch wenn ich mich in den Spiegel schau sind meine Augen total nach unten verzerrt, depressiv, und ich kann nix essen, nicht schlafen, nehme zwar Seropram (ist Citalopram) aber hatte vergangene Woche versucht abzusetzen, war davon aber total durch den Wind, sodass ich wieder angefangenhab, jetzt muss sich das ganze wahrscheinlich erst wieder einpendeln. Rhini: ich denk mir immer wenn mein Vater nimmer ist dann hält mich nichts mehr, dann brauch ich mich nimmer zusammen reißen, und kann meiner Mutter den nackten Arsch bzw. die kalte Schulter zeigen. So wie bei dir. Mein Vater ist der einzige wichtige noch für mich, er ist meine Stammfamilie, deshalb halt ich auch Konakt zur Mutter, rede mit ihr wieder (seit Nov.hatte ich den Kontakt bis heuer Sommer abgebrochen, mein Vater wurde krank, kam ins KH und dadurch hatten wir dann gezwungenermaßen wieder Kontakt, Gott sei Dank hatte er dann doch nicht das Schlimme, Befürchtete, aber eine anständige Pneumonie, deshalb fuhr ich rein um ihn zu besuchen, und den Ärzten zu reden und war dann halt wieder im Kontakt bei meiner Mutter) Rhini wie konntest du das Hinübergehen deines Vater verkraften? wie ist es dann doch gekommen dass der Kontakt zu deiner Mutter aufrecht geblieben ist? Bist du auch in Rente? Ich bins seit kurzem, und es ist als wenn jetzt die soziale Verwahrlosung erst richtig begonnen hätte, ich bin nur mehr allein, und heute habi ch durch mein unberechenbares Wesen auch meinen Sohn vergrault, weil er arbeitslos zuhause rumhängt, und ich das jetzt in meiner psych. labilen Verfassung überhaupt nicht packe, muss ihm alles vorkauen was er zu tun hat, und er meint ich rede die ganze Zeit auf ihn ein, dabei muss ich ja auf ihn einreden weil von allein tut er ja nix. Meine Güte ich würd am liebsten auf und davon. Bin heute echt scheiß bedient, und wenn jetzt jemand käme und mich in den Armen nehmen würde, würd ich ihn wegstoßen. so wie du sagst Rhini verdrehte Welt. Du lernst es langsam, ja auch ich in guten Zeiten, aber in Zeiten wie jetzt bin ich wieder voll in dieses alte Verhaltensmuster hineingekrochen, es ist aber auch die Depression die mich in ihren Krallen hält und zudem macht der ich jetztim moment bin, ich muss mir irgendwo Hilfe suchen, ich müsste es, aber ich bin schon so auf Alleingang gepolt dass ich das auch allein wieder hinkriegen will. (muss)
Erbse: ich bin so unzuverlässig weil ich einfach träge bin oft, träge will nicht rausgehen z.B. heute müsste ich noch was erledigen, bin aber zufaul rauszugehen, will lieber in meiner Höhle bleiben, auch eine Art Egalität, so "ist eh egal ob ich rausgeh oder nicht". wenn ich ne Verabredung hab " ist eh wurscht dem anderen wirds eh nicht so wichtig sein ob ich komm oder nicht" und wenn dann arge Reaktionen von den anderen kommen und sie echt böse sind dass ich sie versetzt hab, dann krieg ich Angst und wunder mich ein bisschen. Entschuldige mich, aber die Menschen sind halta uch nicht überstrapazierbar, ich bin auch tolerant, d.h. ich zeige meine Trauer und Wut, wenn mich jemand versetzt nicht so. Ich bin eher ein Mensch der in Resignation verfällt, ich hab schon lang nimmer gekämpft und mich aggressiv für was eingesetzt. Es ist so eine Art Dornröschenschlaf der mich umfängt, manchmal, gestern war ich draußen hab noch was eingekauft zum Essen, bekam allerdings dann so komische fast schon psychot. Zustände, die Leute kamen mir bedrohlich und komisch vor, was aber sonst schon lange nimmer der Fall ist war. Ja Erbsi das denkt man sich dass man niemanden braucht aber es treibt einen früher oder später ind en Wahnsinn, kein Mensch ist eine Insel. Wir brauchen einander, und so wie Rhini sagt, es ist anstrengend Beziehungen zu pflegen und diese Anstrengung müssten wie uns antun. Um was zu ändern. Ich hoffe du hast die Kraft dazu ich im Moment nicht ich bin froh dass es dieses Forum gibt, wo ich mich mitteilen kann, Lg Rubi
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Rubina22
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« Antworten #4 am: 03. September 2007, 22:17:11 » |
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Hallo
war vorhin draußen, hab eine DVD zurück gebracht, die ich seit Samstag hab; Transamerika hat er geheißen. Toller Film, kennt den wer??
Als ich dann ein Stück zu Fuß Richtung nach Hause gegangen bin hab ich gemerkt wie sehr ich neben mir steh,d ieses Unwirklichkeitsgefühl in meinem Körper zu stecken und dennoch irgendwie außerhalb zu sein, und mich nicht zu spüren. Dann schau ich im Lift mein Gesicht an, die traurigen Augen, und dennoch Lachfalten um den Mund, weil ich immer versuch zu lächlen wenn ich wo reingeh "guten Tag " lächle, so dass mir keiner die Depression die Andersartigkeit ansieht. Wie ein Clown. Grauslich.
Dann sind mir urgescheite Gedanken gekommen . Die DE PRESSION. Eine Unterdrückung, eine Runterdrückung der Aggression, das Gegenteil von Depression. Aggression als die Triebfeder unseres Lebens, und ich kämpf total dagegen an. Gegen diese Aggressionen, die in mir sind, weil sie so schrecklich sind, wenn ich sie rauslasse dass ich damit jemanden vernichten könnte, oder schreien, oder weinen, oder toben..keine Ahnung. Ich bin auf alle Fälle damit beschäftigt mich unter Kontrolle zu halten. Denk ich , so unterdrück ich pausenlos meine Emotionen, und dadurch wird man depressiv. Ich müsste mehr Ausdruck zeigen, mehr mich zeigen, aber ich hab Angst dadurch verletzbar zu werden, als hätt ich dadurch noch was zu verlieren...hahaha.
Ein Therapeut sagte mal "ein anderer hätte schon den Hut drauf gehaut wenn er so viel erlebt hätte wie Sie " (damit meinte er mich). Ich fragte nicht was er damit meinte, den Hut drauß haun, (den F....t..d wählen???) aussteigen?? bin leider nimmer bei dem Thera, aber wenn er aussteigen gemeint hat, dann bin ich das jetzt. Bin in Rente, mit 42!!!!, allerdings nur bis 2008, keine sozialen Kontakte, nix. niente. Also für die Gesellschaft nicht mehr vorhanden außer für die Pensionsversicherungsanstalt die mich zu erhalten hat. grauslich!!
Ich möcht so gern wieder was tun, mich einbringen,helfen..gut einmal in der Woche massiere ich, dann bin ich auch wie neu geboren, obwohl es körperl. für mich anstrengend ist, aber es ist schön was zu tun, Wohlbefinden beim anderen zu bewirken, ich hab echt heilende Hände (etwas gutes an mir); nur wenn ich so bin wie ich jetzt bin, werd ich wohl kein Wohlbefinden auslösen können wenn ich meine Depression übertrage, ich hab auch jetzt keine Kraft. Hab ja noch nicht mal was gegessen. Ach ja ein halbes kornweckerl zu Mittag, aber ich hab keinen Hunger. Mein Magen fühlt sich an wie ein zäher Klumpen. Jetzt ist 22:00 Uhr, mh, die Nacht ist lang, und ich weiß nicht wie ich sie verbringen soll. Ferngucken, Lesen?? Doch noch was kochen...
Die Bügelwäsche stapelt sich und es ist mir völlig egal, monatelang schon völlig egal. Ich würde gerne in eine Klinik unter Menschen, mich spüren, beim Malen, oder beim reden, aber ich will meine Katzis nicht allein lassen, die fühlen sich so geborgen wenn ich da bin, wenn ich weg bin kriegt die Kleinere Durchfall und ganz traurige Augen. Sie ist so gewöhnt an mich und hängt so an mir, sie ist auch ganz jung zu mir gekommen. Ich bin für sie ihre Mami, und da ich sowieso ein Muttertier per excellence bin, kann ich mich jetzt nicht einfach für Wochen verabschieden.
Ein Aufrechterhalten für fünf Lebewesen, isses das warum der Mensch lebt? Weil er andere nicht zerstören will? Nein, es gibt sicher Menschen die gerne leben, ich kann mich auch erinnern als ich mal gerne lebte. Als ich mich freute in der Früh aufzustehen, und den Tag zu beginnen. Das war 2002 das letzte Mal. Da stand ich gerne auf, an einem Wochenende, als ich die freie zeit so richtig genießen konnte weil ich unter der Woche sehr viel arbeitete. Meine Kinder und ich wohnten in einer großen schönen hellen Wohnung, ich machte Frühstück und am Nachmittag gingen wir Bowlen. Das war schön!!!
Jetzt hat der Tag für mich was bedrohliches, was fades, was absolut unwichtiges, aufstehn rentiert sich kaum, höchstens für die erste Tasse warmen Kaffee, am Balkon, wenns nicht regnet. Und die Katzis die sich wünschen dass ich ihnen ihre Leckerli gib, dann das Futter. Das ist auch schön.
Ich möchte so gerne wieder mich freuen aufs Aufstehn, auf irgendwas am Tag, was ich tun, was ich bewirken kann, kreativ sein, wasweiß ich.
Musste das jetzt hier aufschreiben, mag mich nimmer tot stellen, muss irgendwo einen Ausgang schaffen, vielleicht ist diese Schreibe hier der Ausgang?
Gute Nacht ihr da draußen im www schlaft gut und freut euch auf morgen Rubi
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Sister Moonshine
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« Antworten #5 am: 03. September 2007, 23:01:39 » |
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Ach Rubi.... ich muss doch weinen, wenn ich Deinen Bericht lese..  Ich würd Dich so gern in den Arm nehmen..ich verstehe Dich größtenteils so gut. Ich weiß nicht, was ich von hier aus tun kann...sei gewiß, dass Du meine Anteilnahme hast, soweit ich sie von hier aus (NRW) geben kann... So wie Deine Katzen wird es auch Andere geben, die Deiner bedürfen und auch Dich annehmen, WIE DU BIST!!! Vielleicht dauert es bei Dir ein weeeeeeenig länger...aber, vielleicht muss es das??? Weil Du diese Zeit für Dich brauchst??? Ganz liebe Grüße, sei verstanden und gedrückt!!! Sister Moonshine P.S. Auch ich habe Angst vor jeder Nacht  Ich werde HEUTE NACHT an Dich denken, vielleicht hilft´s? Und meine Zeit geht schneller rum 
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~ Please help me to keep my mind open to the public ~
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Rhini
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« Antworten #6 am: 04. September 2007, 12:09:44 » |
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Hallo, Rubina Ich habe gekämpft und habe verloren. Zur Zeit erhalte ich Berufsunfähigkeitsrente, also 50 %. Habe Wiederspruch eingelegt vor dem Sozialgericht und konnte nicht beweisen, dass ich nicht konnte. Wurde zu einer Gutachterin geschickt, die da meinte, mit Medis und ein bisschen guten Willen... Hat mir das Genick gebrochen. Wäre ich da alleine gewesen,  Nun gut, dass meine Familie und wenige Freunde hinter mir stehen, kommt bei mir im Herzen nicht mehr an. Inzwischen bin ich zum Glück wieder in therapeutischer Behandlung, so dass ich erneut einen Antrag auf volle Erwerbsminderung stellen werde. Ich glaube, nochmals fast zwei Jahre so eine Tortur durchzumachen, wenn ich beim Landgericht erneut Wiederspruch einlege, das halte ich nicht mehr durch! Ich bin jetzt 50 Jahre jung und ich möchte, wenn ich schon mal da bin, noch etwas von meinem Leben haben. Im Moment habe ich nur zusätzlich Angst, alles zu verlieren. Die Depris fressen mich auf und ich denke jeden Tag daran, wie ich mich von Dannen schleichen könnte. Aber das kann und darf ich meiner Familie nicht antun. Da werde ich innerlich wütend, dass es sie noch gibt! Mein Papa... Eine Seele, die wie ein Anker für mich war. Im Oktober vorigen Jahres ist er von uns gegangen. Ich habe viel zu spät erfahren (gemerkt) wie es im wirklich ging. Es tut so weh!!! Ich habe ihn die letzten Wochen begleitet, ihm mit meiner ganzen Liebe umfangen. Ihm alles gesagt, was noch zu sagen war... Trotzdem hätte ich mir gewünscht, ich hätte damit schon vorher angefangen. Eltern laufen oft so nebenbei mit, wenn wir Erwachsen sind; stehen im Hintergrund und helfen stillschweigend, wenn wir mal nicht weiter wissen... Oft genug vergisst man dabei, was sie alles für uns getan haben... So war es jedenfalls bei mir. Ich bin auch ein kleines bisschen wütend, dass er mich alleine gelassen hat, aber er hat es sich nicht aussuchen können. In Gedanken ist er immer noch da und ich höre ihn immernoch sagen: Töchting, das wird schon wieder! Ich vergrabe mich, ähnlich wie viele Andere hier im Forum, in meiner Wohnung. Schaffe kaum noch mich selbst am "Laufen" zu halten. Voriges Jahr, kurz nach meinem Vater, starb auch mein lätzter Kater, Ricky. Ich hatte 30 Jahre lang immer Katzen. Nun möchte ich die Verantwortung nicht mehr übernehmen. Sie waren Familienmitglieder... Da war auch jeder Verlust ein schwerer Schlag. Ich sehne mich nach ihrer sanften Art, nach ihren verrückten Ideen und ihrer selbstverständlichen Arroganz. Allerdings möchte ich in Zukunft mein Tier nicht mehr alleine lassen müssen und habe nunmehr den Wunsch, mir einen Hund anzuschaffen. Allerdings erst, wenn ich mir meiner wieder sicher sein kann. Du schreibst von den Dingen, die du gerne wieder mit Freude machen möchtest; da habe ich auch einen Sack voll. Es geht nicht, aber ich male mir aus, wie es wäre und denke mir, wie ich es schaffen könnte... Es kann nicht der Sinn des Lebens sein, dass wir nur wie Maschinen für andere da sein müssen. Wenn vir verteilen, sollten wir uns auch ein Stück nehmen von dem großen Kuchen. Zur Zeit haben wir aber einen solchen nicht, da sind die Anderen dran, uns etwas auf den Teller zu legen. Wir müssen lediglich mal unseren Teller hinhalten!!! Ich denke, ich kann auch deshalb nichts mehr machen, weil ich Angst habe, die Anderen würden kommen und mir wieder mehr abverlangen, als es mir gut tut. Mach mal dies und mach mal jenes und weil ich so ein toller Mensch bin, bin ich gesprungen ohne darauf zu achten, SOPP zu sagen, wenn es meine Kräfte überstieg. Nun muß ich lernen, das richtige Maß zu finden, wie vieles Andere auch. Solange ein Funke in mir brennt, solange lebe ich! Liebe Grüße Rhini
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Rubina22
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« Antworten #7 am: 07. September 2007, 21:15:57 » |
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Hallo Rhini, hallo Mondscheinschwester  danke dass du an mich gedacht hast diese Nacht Sister, Gedanken die an mich gerichtet sind und noch dazu gute Gedanken können unendlich viel bewirken. So schaffte ich es tatsächlich am Mittwoch mein Arbeitspensum zu erledigen, war danach auch erledigt, und mein Knoten im Magen hat sich in eine heftige krampfige Magenentzündung umgewandelt, und ich nehm wieder mal meine Säureblocker und mein Citalopram, ich kenn das ja nur zu gut, es ist chron. , die Depression kommt meist Hand in Hand mit meinen Gastritiden, hab gestern im TV gesehen über eine Klinik im Schwarzwald die chinesisch behandelt bzw. homöopathisch und da war eine Frau die hatte 11 Jahre!! genau das selbe wie ich Depression und immer wieder kehrende Magenentzündungen, wurde auch behandelt mit AD und Säureblocker und die Schulmedizin steht da ja wirklich an. Und mit der Homöopathie konnte ihr tatsächlich geholfen werden, Keine Depris mehr und keine Magenentzündungen mehr. Ich möcht das jetzt auch gern ausprobieren. Mal weg von der Schulmedizin und hin zur Homoöpathie. Ich hab das ja bei meinen Kinder schon als Babies praktiziert, dass ich sie wegen ihren chron. Atemwegserkrankungen hp hab behandeln lassen, nur auf mich schau ich halt überhaupt nicht so wie auf meine Kids. Will dass sie alles haben, und vergesse dabei auf mich. Ich schlucke meinen Ärger, Frust, Leid, Trauer etc. ICH WILL DAS NIMMER! HÄtt ich viel geld würd ich echt Analyse machen, so nach Freud wo viele viele Träume angeschaut werden, und ich einfach Zeit hab mich wieder zu finden.. Bzw. mich zu finden, ich war ja schon als Kind so irgendwie "anders". Die Homöopathie spricht dabei von einem Mangel an Lebensfreude/energie..naja ich bericht euch auf alle Fälle, wenn ich einen Termin habe. Und wies dabei dann ausgegangen ist. Hug you Sister und danke für die guten Gedanken in dieser Nacht nochmal!! An Rhini: Mit ein bisschen gutem Willen und Medis..wie ich diesen Ausspruch hasse!! Was sind das für Ärzte die so blöd daher quatschen? Bei uns in Ö gibts eine Berufsunfähigkeitspension erstmal auf 2 Jahre, ich habs jetzt bis Okt. 2008 bekommen, und bekomm so 800 Euro plus 120 Pflegegeld Stufe I dazu. Was meinst du mit 50%, heißt das du kriegst nur einen Teil und musst dir also den Rest dazu verdienen?? Oder meinst du dass du sie auch nur auf Zeit bekommst?? Ja diese Angst vor dem existentiellen Zusammenbruch kenn ich auch, war vor ein paar Monaten so überschuldet, da habn sie mir den STrom abgesperrt, das Internet, das Telefon. Alles!! Das war so unendlich belastend. Gott sei Dank hat mir mein Vater, wieder mal, aus der Patsche geholfen und mir die 400Euro Strom bezahlt und das Telefon, mit der Miete bin ich immer noch im Rückstand. .. Ja das von dannen schleichen möchten kenn ich so gut, aber ich hab immer so die Gedanken wenn mich einer meiner Jungs findet, die Katzis mich tot sehen. usw. Das Leben aufrecht erhalten wegen anderer Lebewesen, klingt bitter, ist es auch sehr oft, aber es ist besser als andere auch noch in die Depression zu treiben. Kennst du den kleinen Prinzen??? Da steht in einer Passage "für alles was du dir vertraut gemacht hast bist du ein Leben lang verantwortlich" , auch wenns unsere Mütter so nicht gesehen haben, ich, und ich denk auch du, seh das so und handle danach. Und wer weiß vielleicht gewinnen wir ja noch was dabei. Der Frankl sagt dem Leben einen Sinn zu geben, seinem eigenen Leben das hilft schon einen Ausweg aus der Dunkelheit zu finden. Vielleicht ist der Sinn meines Lebens einfach das Sprungbrett zu sein, die Stütze für die zwei Buben, die Vertraute meines Vater, die Katzenflüsterin die zwei besonders lieben Exemplaren einen Platz gibt und für sie sorgt. Vielleicht ist es, wenn sichs auch noch so klein anhört, mein Sinn hier zu bleiben. Existent zu bleiben vorerst. Dein Papa war auch dein Anker für dich, es tut mir so Leid und jetzt möcht ich dich gern in den Arm nehmen, dass du ihn als Menschen und als Anker verloren hast, zumindest in seiner materiellen Existenz auf dieser Welt. Weißt du ich bin mir sehr sehr sicher, dass die Verstorbenen dennoch existent sind, wenn auch nicht in materieller Hinsichtso doch in spiritueller. Und das man mit Verstorbenen sehr wohl in Kontakt kommen kann und sie , wenn sie es wollen, um uns sind und uns auch Zeichen geben, dass wir kapieren sie sind bei uns, auch wenn sie tot sind sind sie noch existent. Hast du mal Penelope Smith gelesen?? Hab gerade das buch gelesen "Tiere erzählen vom Tod" das würd ich dir auch empfehlen. Denn das alles was in dem Buch beschrieben wird, ist so einleuchtend, so treffend, und so tröstlich. Du hast deinen Vater in den letzten Wochen begleitet, wie gut!! So konntest du noch Abschied nehmen, und ihm sogar alles noch sagen was zu sagen war, in mit deiner Liebe umfangen!! Wie schön für einen Menschen in seiner letzten Phase SO begleitet zu werden wie dein Vater von dir!! "Töchting..." hat er das für dich erfunden?? klingt ein bisschen nach tüchtig!! er war sicher stolz auf dich! und siehst du gerade jetzt in diesem Moment während du das liest, oder ich das schreibe, ist ein Mensch der gegangen ist noch so existent. Die Gedanken an diesen Mann machen in mir sympathisch obwohl ich kein einziges Wort mit deinem Dad gesprochen hab; 30 Jahre mit Katzis und jetzt "ohne" wau ich könnt das nicht, obwohl ich dich versteh, das puncto Verantwortung, denn wenn ich meine nicht hätte ich könnt in eine Klinik mir endlich mal intensiv Ressourcen aufbauen; endlich mal diese Sacheangehn, die ich ein Leben lang mit mir schon rumschleppe; aber da ist die Verantwortung. Andererseits ohne meine Engelchen würd ich noch viel kränker sein, sie auf den Arm zu nehmen tut so unendlich gut, ein Wesen das einen nie enttäuscht, niemals, immer nur gut zu einem ist. Das sind Tiere. Aber wenn du jetzt nicht magst, vielleicht findet dich ja umgekehrt ein Kätzchen, und dann hoff ich dass du das Zeichen erkennst..(kennst du Coelho...er schreibt immer "achtet auf die Zeichen..." :-) Den Teller hinhalten um ein Stück vom Zuneigungs/Liebes/schöne Sachentun-Kuchen zu bekommen...das klingt logisch und gesund, aber ich kanns nicht. Ich kann schwer Dinge annehmen. Ich fühl mich nicht wert genug um Dinge zu bekommen, nicht wichtig und nicht gut genug. Du hast Angst die Dinge zu machen die du tun willst weil dir dann die anderen zuviel abverlangen? Aber wenn du z.B. jetzt eine Reise unternimmst, sagen wir mal 20oder 40 km von deinen Heimatort weg, weils dir Spaß macht, in den Zug steigen und die Landschaft bewundern die an dir vorbeifliegt.. oder würd dich das nicht freuen? da würden ja die Leute gar nicht wissen dass du das tust und könnten dir also auch gar nicht mehr abverlangen... nur mal so ein Gedanke, (weils was ist was ich gern machen tät, deswegen komm ich auf den Gedanken..weißt) was würdest du denn gerne wieder mal machen?? und wo hättest du keine Angst dass man dann zuviel von dir verlangt? Ich würd gerne morgen auf ein Fest am Fluss gehen, und dann kommt wieder die Wurschtigkeit und ich mach gar nix, Vermeidungsverhalten hat mein Prakt. Arzt gesagt, Vermeidungsverhalten wenn ich aufstehn sollt und was erledigen sollt, irgendeinen Behördenkram oder so, Vermeidungsverhalten wenn ich zur Selbsthilfegruppe (zu der ich schon drei Jahre gehen wollte und es bis jetzt immer wieder verschoben hab) nicht gehe........ Oder ein Vorstellungsgespräch sausen lass weil ich mich gerade zu Hause eingemümmelt hab. Kennt ihr solche vermeidungstaktiken auch?? So kickt man sich schnell aber sicher ins out. Und wenn man out ist, liegt die Verzweiflung nahe. wie eine Katze die sich in den Schwanz beißt. Hab jetzt wieder sehr viel geschrieben. Und wünsch euch eine gute Nacht, Sister, Rhini denk jetzt an euch, 21:15 Uhr ist, es. vielleicht habt ihr ja jetzt schluckauf :-) Lg Rubi
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man sieht nur mit dem herzen gut, das wesentliche ist für die Augen unsichtbar
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Rhini
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« Antworten #8 am: 09. September 2007, 12:20:35 » |
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Hallo Rubina und ihr anderen Da kommt man von einem Überschriftstheama in viele andere Bereiche... Gut so!!! Nun, ich bekomme Berufsunfähigkeitsrente auf Dauer. Das sind bei uns 50%, da man ggf ja noch etwas anderes arbeiten kann. Mein Papa ist immernoch in meinem Herzen; das Wort Töchting kommt von Tochter, obwohl ich sicherlich auch als kleines Kind sehr agil und somit tüchtig war. Kitty oder Hundchen... Ich möchte ihnen genauso eine sichere Stelle bieten, die ich für mich wünsche. Was nutzt es einem Tierchen, wenn man plötzlich weg ist; wo auch immer; und es dann ggf ins Tierheim muß? Ich halte es zur Zeit für verantwortungsvoller, meiner Sehnsucht in dieser Richtung nicht nachzugeben. Rubina, du schreibst von "Vermeidung"; das ist auch bei mir der Fall. Ich vesuche so viele Sachen zu umgehen, zu vermeiden, das ich mir manchmal garnichts mehr zutraue. Man wird ja wohl keine sauren Sachen essen, wenn man davon Magenprobleme bekommt. Ich habe vor vielem Angst und bekomme körperliche Probleme wenn ich es dann doch machen muß. Ergo versuche ich es zu umgehen. Leider hat das manchmal auch zur Folge, dass etwas danach noch schwieriger für mich wird; dumm gelaufen! Wegfahren... aber bitte nicht mit nem Zug... aber trotzdem, das wäre schön. Dafür fehlt mir allerdings das nötige "Kleingeld".
Und immer wieder die Geschichte, mit dem "nichts wert sein"... Bin ich genauso drinnen gefangen, wie viele Andere auch. Aber ich denke, das kommt daher, dass ich nicht so funktioniere, wie es von der "Gesellschaft" erwartet wird. Egal, was man daraus macht, es ist eigentlich immer falsch, denn wer setzt die Normen, zB im Berufsleben??? Da ist doch jeder Chef anders und jede Situation nicht mit einer vorherigen vergleichbar... Also, wer sagt, bestätigt uns, dass wir nichts oder nicht so viel wie andere wert sind? Vielleicht ist auch genau der umgekehrte Fall die richtige Betrachtung: weil man so wertvoll ist, dass man ggf Dinge bewegen könnte, wird man degradiert, klein gehalten.
Aber ehe ich mich wieder einmal zu sehr verzettle, mache ich für heute lieber wieder schluß. Ich wünsch euch alles Libe, schau aus dem Fenste: Die Sonne scheint! Rhini
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Rubina22
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« Antworten #9 am: 12. September 2007, 00:39:20 » |
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Hallo Rhini ja bin vom Thema ziemlich abgeschweift. Aaaaaaaaaaalso ich halt mich schon für a-sozial. In der Medizin heißt a- soviel wie abweichend. z.B. asymmetrisch, nicht symmetrisch. Oder asymptomatisch. Nicht symptomatisch oder abweichend von den normalen Symptomen. Und ich bin asozial also abweichend vom sozialen Menschen.Auf alle Fälle. Auch wenn ich mich nicht ansaufe, rumgröle, die Wohnung verrotten lasse, oder 12 Kinder in die Welt setze um von der Kinderbeihilfe zu leben; all das was halt so unter asozial verstanden wird. (siehe die Talkshows mit dem Thema "du bist ein Assi, benimm dich doch endlich"  aber ich habe keine sozialen Kontakte, ich kann sie nicht halten, ich sage hau ab und meine bleib da. Ich bin für die anderen nicht berechenbar, und wenn sie über mich mal was sagen mir ein Feedback geben dann wundere ich mich oft, wenn z.B. kommt "das ist ja ganz eine ruhige" (dann versuch ich nämlich krampfhaft meinen Mund zu halten damit ich nicht wieder alles kaputt mache) oder (böser) "stell dich nicht so auf ein Podest" dann fühl ich mich erst recht total verkannt; ich halte mich selber für ziemlich wertlos. Aber ich kann gut bluffen. Es gibt wenige Momente in denen ich so war wie ich wirklich bin. Und da war ich so in mir ruhend, das war so wunderschön. So rund, verstehst du. Da konnte ich wütend sein, es wurde verstanden, und dann war auch wieder ok, und dann konnte ich auch echt liebenswert sein, nicht gespielt damit man mich lieb hat oder toleriert, sondern weil ich es in mir war liebenswert, liebenswürdig. Das war vor 22 Jahren einmal in einem Pub wo ich gearbeitet habe und auch gewohnt habe. Da war ich mit meinem ersten Sohn schwanger und als ich dann in Wochenschutz ging musste ich natürlich aufhören und kam dort nie wieder hin zurück da das mit dem Baby nicht zu vereinbaren war. Das zweite Mal wars vor 4 Jahren bei meinem letzten Job, da hatte man mich anfangs wirklich gern (der Chef meinte dann bei der Kündigung er hab mir Vorschusslorbeern gegeben  da hatte ich richtig Angst, ja ich hatte Angst weil sie mich mochten, Angst deswegen weil ich mir dachte ohje ich werde sie sehr sehr enttäuschen, bald, und dann werden sie traurig sein dass jemand den sie lieb hatten eigentlich in Wirklichkeit so ein kranker verquerer Mensch ist. Und genauso isses gekommen. Also sozial bin ich wirklich nicht. Ich müsste diesbezügl. in eine Hilfsschule gehen und alles verlernen was ich bis jetzt gelernt habe. Nochmal anfangen. Und ich denke das könnte ich nur stationär. Und das wird nicht sein, nichtmöglich sein. So versuch ich mich nun selber zu sozialisieren und schreibe Bewerbungen, war mich heute vorstellen und Donnerstags zweimal Vorstellungsgespräch terminisiert. Ja, ich weiß; ich trau mich was. Aber ich muss unter Menschen, und mir fällt im Moment nur ein wieder arbeiten zu gehen. Ich pfeif dann auf die Rente, die bringt mir kein Glück und schon lang keine Sozialisierung; ich bin pausenlos am "Hirnwixen" (Wort von meinem Kinesiologen, der sagt das immer) und das tut einfach nicht gut. Will nit soviel nachdenken . Lieber tun und vergessen dabei wer und was ich bin. Ja ich hab auch Angst, jetzt im Moment gehts mir wieder besser, dass ich sie überwinden kann und einfach zielstrebig auf was zu gehe. Aber wenn ich wieder in einer Depri bin handle ich genauso. Ich hab vorher schon soviel Angst, dass ich es dann bleiben lasse. Weil die Angst es so aufgetürmt hat, zu einem riesigen Berg der dann kaum mehr bezwingbar ist. Da gibt es doch diesen Skill..sich nicht von seinen Gefühlen beherrschen lassen und das tun was man vernunftsmäßig für richtig hält..?  ich glaub sowas wend ich jetzt grad an, es ist echt Wahnsinn, letzte Woche noch war ich so unten und jetzt nach einer Woche bin ich wieder beinahe normal..so ein ständiges Auf und Ab, kennst du/ihr das auch?? Da gibts ja diese Medis Neurotop bzw. Wirkstoff Carbamazepin. Der soll so ein Phasenprophylaktikum sein, der das vorbeugt. Muss mal mit dem Arzt drüber reden..Kennst du das?? Zugfahren magst du nicht?? Ich könnt durch ganz Ö mit dem Zug gondeln, ich fühl mich so eingelullt in das tschtschtsch. der Lok kann mich zurücklehnen und mich meistens supergut aufs Buch konzentrieren das ich mitnehm. Eine Bekannte von mir hat im Zug ihre Diplomarbeit geschrieben. Die ist wenn sie lernen musste 600 km gefahren, ausgestiegen einen Kaffee getrunken und dann wieder zurück gefahren, nur weil sie im Zug sich so gut konzentrieren konnte  fast so gehts mir auch. Ja die Gesellschaft, in anderen Kulturen könnten wir so ein wie wir sind, dort gibts auch keine Asozialität weil jeder seinen Platz hat; tut viel dazu sich wertlos zu fühlen als psychisch kranker. Menno ich hab mich so lang gesträubt dagegen psychisch krank zu sein, ich hielt diese Krankheit so lange für eine Charakterschwäche, oder Willensschwäche was es auch nicht leichter machte, jetzt weiß ich wenigstens dass ich eine von vielen bin; also doch irgendwie zugehörig und dass diese "vielen", auch psychisch kranken, oder das was die Gesellschaft darunter versteht, oft viel viel mehr Herz, Hirn und WAhrhaftigkeit in sich tragen als die sog. Normalos. Ja genau, in der Psychiatrie fühlte ich mich auch zugehörig, ich fand so schnell Freunde, wir hatten soviel Spaß. Wir waren so albern und ausgelassen  wenn ich keine Verpflichtungen gehabt hätte ich wäre gerne gaaaaaaanz lange dort geblieben. So blieb ich immer nur ganz kurz, eine Woche oder so, und tat alles bald wieder rauszukommen (meistens wurde ich zwangseingewiesen wegen Suizidgefahr) und spielte den Psychiatern die "geläuterte Selbstmordpatientin" vor, die erst jetzt drauf kommt wie schön die Vögel doch in der Früh zwitschern und wie lebenswert das alles doch ist  Das mit dem Wertvoll sein und deswegen klein gehalten werden kann ich nur doppelt und dreifach bestätigen. Ich denk ich werde falls ich einen Job jetzt krieg mich wie ein Trottel benehmen und meine wertvollen Seiten (wenn ich welche hab, ohja hab ich ja auch) gar nicht zeigen, dann brauchens mich nicht künstlich klein halten, ich werde von haus aus klein sein und demütig, und somit keine Gefahr darstellen. Unsicher bin ich noch damit ob ich beim Vorstellungsgespräch gleich tabula rasa machen soll oder nicht, sprich die Wahrheit sagen dass ich psych. Probs hab, in Rente bin wegen diesen, usw. usf. Ich mag nicht wieder mit einer Lüge beginnen und mich besser darstellen als ich bin. Will einfach eine unter vielen sein. Anders bin ich sowieso genug. So gute Nacht ihr alle draußen im www schlaf gut Rhini Rubi
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Rhini
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« Antworten #10 am: 15. September 2007, 09:39:41 » |
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Hallo, Ruby "Anders-Sozial" --- Das sind wohl alle Menschen. Manche mehr, manche weniger. Mein eigenes "soziales Gehabe" ist mit dran Schuld, dass es mir so schlecht geht. Hilfsbereitschaft, Verständnis, für Andere da sein... Ich habe zu viele jahre nicht gemerkt, dass es inzwischen selbverständlich war, dass ich immer zur "Verfügung" stand. Es wurde dann so schlimm, dass ich ein schlechtes Gewissen bekam, wenn ich mal etwas nicht ableisten konnte. Wenn ich mal eine Grippe hatte, traute ich mich kaum zum Arzt und heftigste Migräneanfälle versuchte ich mit bergeweise Tabletten zu vertuschen. Neinsagen habe ich verlernt... Nun bin ich seit vier Jahren zu Hause und meine Familie hat mich immer noch voll im Griff. Da wäre der Anfang, sich auszuprobieren, wenn nicht die Angst wäre. Ein langer Weg! Draußen zu sein bedeutet für mich immer eine Qual, vor allem, wenn ich alleine bin. Die vielen Menschen machen mich wirr und wenn ich mal jemandem begegne, den ich kenne, überlege ich hinterher stundenlang, ob es richtig war, was ich erzählt habe. Bewerbungen liegen noch weit von mir, aber ich habe es immer mit Ehrlichkeit gehalten. Beruflich war ich doch recht gut, wenn nicht immer wieder... s.o.! Es ist fair, wenn man dem Chef sagt, wo man Probleme hat. Man muß es ja nicht dramatisieren. Aber man sollte unbedingt auch sagen, wo die Stärken liegen, so dass man richtig eingesetzt werden kann und dann durch tatsächliche Leistungen beurteilt auch eine Bestätigung erhält, die letztlich dann auch wieder Auftrieb gibt. Vor Zwangseinweisung hatte ich auch immer Angst, doch mein Thera hat sie ausgeräumt. Er meinte, da ich regelmäßig zu ihm komme und ihm alles ehrlich erzähle (woher er das weiß?), besteht keine Veranlassung. Selbst, wenn ich wieder diese Anflüge von "Verlassen" habe. Ich kann es ihm erzählen und er hilft mir, die Sache von einer anderen Seite zu betrachten. Allerdings war ich Früher öfter mal in einer Klinik, ähnlich wie du, wenn ich es getan hatte.
Falsche Signale senden... Das ist auch, wenn man es allen recht machen will, immer strahlt und immer freundlich rüber kommt. Da habe ich zum Glück meinen Lebensgefährten, zu dem ich doch des öfteren gehe und ihm sage, nimm mich in den Arm. Ich finde auch, dass die anderen Menschen für mich nicht berechenbar sind. Wahrscheinlich deshalb, weil wir alle Individualisten sind. Wir fragen zu wenig nach, wie es gemeint ist, das mit der Ruhigen oder dem Podest. Habe ich mir öfter mal in meiner Jugend anhören müssen, dass ich immer im Mittelpunkt stehen möchte... Habe aber vergessen, nachzufragen, ob ich im Mittelpunkt stehe... So habe ich mir sämtliche Infos zu Herzen genommen und weiß nicht mehr, wer ich eigentlich bin, wer ich sein will und welche Ziele ich habe. Außerdem denke ich, das es ligitim ist, wenn ich heute so und morgen anders rüberkomme. Es gibt keine Menschen, die immer gleichbleibend "nett" sind!
Und wenn selbst die Küchenabfälle auf dem Kompost noch Wert haben... Wir sind schon alle wertvoll, wir müssen nur erkennen, wobei oder worin. Wenn du Kinder hast, sie aufziehst, findest du schon mal einen Punkt. Hast du sonst noch etwas, Tiere, Pflanzen, die du versorgst; schreibst du Texte, Gedichte; malst du Bilder? Fang doch mal an, dich von Außen zu sehen. Selbst, wenn du nur einmal im Monat einer alten Dame über die Straße hilfst, bist du wertvoll. Selbst, wenn man einsam im Wald lebt, Kräuter sammelt oder Tiere pflegt... Wir sind alle ein Teil des "Großen Ganzen". Eine Kette, der ein Glied fehlt, kann man nicht mehr um den Hals hängen, wenn du verstehst, was ich meine.
Nun ist Wochenende und ich soll bei meiner Mutter eine Konifäre fällen und im Keller Vaters Eisenbahn abbauen... Seit Tagen habe ich heftige Rückenschmerzen und ich bin traurig, wenn ich an meinen Papa denke... Ich werde mich trotzdem zu ihr bringen lassen, freundlich lächeln und die Aufgaben erfüllen; auch wenn ich es garnicht möchte; aber ich kann nicht anders!!!
Ganz liebe Grüße nach Österreich ( Ich war mehrere Male am Attasee) Rhini
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Rubina22
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« Antworten #11 am: 09. Oktober 2007, 14:47:59 » |
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Hallo Rhini
mir geht es im Moment wieder mal nicht gut. War am Donnerstag in K. bei meinen Eltern um meinen Vater als Dank für eine große Hilfe (Mietrückstandsbegleichung) auf das traditionelle Fest einzuladen das jedes Jahr mal in meiner Heimatgemeinde stattfindet. Meine Mutter hat wieder mal einen Streit von Zaum gebrochen, und als mein Vater mich nicht kurzerhand vor die Tür gesetzt hat (er hat eh Partei für Muttern ergriffen aber ihrer Meinung nicht vehement genug) hat sie nichts mehr geredet. Weder mit mir noch mit meinem Vater. Er tut mir so unendlich Leid. er hat niemanden der sich um ihm kümmert, die Ärzte sind jetzt draufgekommen dass seine Krankheit an der Lunge eine Autoimmunerkrankung ist, also das Immunsystem wendet sich gegen die eigenen Body, und er bräuchte soviel Liebe und Geborgenheit daheim. Die hat er aber nicht. Die Frau ist unberechenbar, demütigend, eiskalt, grausam. Ach ich könnt soviel erzählen. Sie höhlt einen seelisch aus. Ich hab jetzt an den weißen Ring einen langen Brief geschrieben, dass mein Vater Hilfe braucht, ich hoffe es nutzt was. Weißt du als ich da drinnen war, in der Grabenstraße, die Straße des Nirwanas der Menschlichkeit, wenn nur ein Mensch hingesehen hätte, nur ein Mensch von außen gekommen wäre, und dem Einhalt geboten hätte, wäre ich heute nicht dort wo ich bin. Krank, einsam, berufsunfähig. Ich bin so stolz dass ich trotz allem noch zwei Kinder liebevoll großgezogen habe. Auch wenn ich immer wieder augrund meiner fehlenden Ressourcen, Selbstvertrauen an meine Grenzen gestoßen bin, ich habs doch geschafft eine liebevolle Beziehung herzustellen. es tut mir Leid dass ich jetzt so gar nicht auf deine Antwort eingehe, aber ich bin momentan so beschäftigt mit diesem Problem innerlich, aber ich antworte dir bestimmt noch diese Woche eingehender auf deine Antwort. Lg aus wien
Rubi
PS: der Attersee ist sehr sehr schön und die Umgebung auch!!
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Rhini
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« Antworten #12 am: 10. Oktober 2007, 09:38:10 » |
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Hallo, Ruby Irgendwie kommt mir das wieder mal sehr bekannt vor: Es ist erst ein Jahr her, als mein Vater von uns ging. Ich habe ihn sehr geliebt. In den letzten Tagen seines Lebens habe ich ihm mit meiner Sensibilität versucht, Beistand zu leisten. Meine Ma und mein Bruder kamen mir dagegen wie Hackebeile auf dem Holzklotz vor.
Aber bei dem, was du schreibst, muss ich an eine Episode vor 25 Jahren denken: Ich hatte eine schlechte Ehe, war psychisch total kaputt und mehrere Suizidversuche hinter mir; dazu kam ein Alk-Problem. Meine Ma meinte, sie hätte keine Tochter mehr und mein Pa sollte sich entscheiden, entweder ich oder sie (hat mit Scheidung gedroht). Als ich mich nach der Trennung von meinem Mann wieder gerappelt hatte, hing mir mein "unmögliches" Verhalten noch jahrelang nach. Mein Pa war sichtlich glücklich, dass es mich wieder gab... Ist eigentlich eine unendliche Geschichte...
Ich wollte und will auch immer wieder das Leben anderer erwachsener Menschen richten, habe mir zu lange das eigene Leben versagt, weil ich dafür keine Kraft mehr hatte... So langsam wird mir bewußt, dass ich mich nicht einmischen sollte, sondern nur Handeln, wenn ich konkret darum gebeten werde. Selbst dann noch abzuwägen, ob ich es ableisten kann, ist wohl der nächste Schritt. Allerdings bleibt nach jahrzehntelangem Fehlverhalten die Änderung ein langer Weg; es wird Zeit, ihn zu gehen...
Ganz liebe Grüße Rhini
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Rubina22
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« Antworten #13 am: 26. Oktober 2007, 04:14:55 » |
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Hallo Rhini, guten Morgen oder guten Abend, endlich die versprochene ANtwort, die ich dir schon so lange schulde, aber es war wieder was los,und wieder was los und ich weiß immer noch nicht, ob ich ein Bein in das Leben oder ein Bein in den Tod ziehen soll. Ich balanciere immer noch auf der Grenze. Aber egal jetzt zur Antwort.
Dass du deinem Vater mit deiner Sensibilität beigestanden hast, find ich wenn es dir auch sicherlich sehr weh tat, als einen Grenzgang deinerseits. Dass du es ertragen hast den Teil der Familie beim Hinübergehen zu stützen, anstatt zu fliehen und den Kopf in den Sand zu stecken. Ich hoffe ich werde deinem Beispiel folgen können obwohl ich dzt. alles tue um meinem Vater beim Heilungsprozess zu unterstützen. (er hat ja so eine atypische Lungenentzündung mit Vd. auf Pulmonalembolie und seine Lungenflügel sind immer noch verschattet, er nimmt Cortison dagegen, kaum hört er damit auf werden die Verschattungen immer stärker...die Ärzte sind mit ihrem Latein am Ende, er hat aber gott sei Dank keine Beschwerden, vor der Behandlung spuckte er Blut) bin dabei auf ganz unwahrscheinlich tolle Dinge gestoßen wie die Sonnenenergie, Lichtprodukte, die von der Sonne bestrahlt (wie z.B. Mohnblütenöl das ich mir schon besorgt hab und ihn letzten Samstag damit behandelt habe was ihm echt gut getan hat) wurden, und Sonnenglobuli die man einnimmt die übrigens auch gegen Depressionen gut helfen sollen .. ich glaub langsam ich hab wirklich das Ding zur Heilerin bzw. Großstadthexe, auch bei meinen Patienten die langsam aber stetig mehr werden, kann ich Dinge bewirken die mich wirklich glücklich machen, vorallem auch die Patienten. Es ist so schön für was gut zu sein, dann vergisst man oft wie "anders" und "out of order" man sich so oft fühlt. Deine Mutter scheint ja wirklich ein eisiger Mensch zu sein. Da können wir uns die Hand reichen. Ich hab gerade die Idee an die Stätte meienr Kindheit zu reisen und mal in den Krankenhäusern nachzufragen wie das wirklich war als ich so oft krank war,und dort aufgenommen war, sodass sie mich niederspritzen mussten dass ich kaum mehr richtig gehen konnte weil niemand genau wusste was das ist was ich hatte. ich glaub oft meineMutter wollte mich killen da ihre Mutter zu ihr gesagt hat "du bringst ja nur Mädchen zustande" ein Mädchen zu bekommen war bei uns in der Familiy minderwertig, und tatsächlich bekam sie nach mir aber zwei Jungs, meine Brüder, wenn sie mich noch losgeworden wäre, wärs doch perfekt für sie gewesen außerdem hatte sie mit diesem Kranken Kind am Hals auch noch etwas Zuwendung erfahren von den Ärzten usw... Ich möchte gerne wissen weißt du. So wie in John Irvings Buch "bis ich dich finde" was ich gerade gelesen hab. Kennst du das?? find ich echt gut, über 1000 Seiten habs aber verschlungen und teilweise bis fünf Uhr in der Früh lesen MÜSSEN da es so gut war.
Ja nur zu helfen wenn man gefragt wird, das ist auch was was ich lernen muss. Ich hab halt leider keine Thera und keine Hilfe muss das alleina uf die Reihe kriegen. Ich bin so allein weißt du, bin heute ein einhalb Stunden durch die Stadt gegangen, in der ich schon über 20 Jahre lebe und kam mir vor wie eine Fremde. Ja ich war eine Fremde, ich hört dieletzte CD von Georg Danzer und mir rannen die Tränen nur so über die Wangen, aber gut ich konnte wieder mal weinen, mir war egal was sich die Leute dachten, ich ging durchs Rotlichtviertel meiner Stadt im Pulli meines Großvaters, mit verwaschenen Jeans ungeschminkt und unfrisiert, und heulte was das Zeug hielt. Mit diesem schönen Song im Ohr "das ist alles was ich brauch..." von G. Danzer. Kennst du den Song??
Er ist ja gestorben heuer. Und in seiner letzten CD hinterlässt er sozusagen sein musikalisches Testament. Wunderschön , berührend aber traurig. Sie heißt "Träumer".
Hast du eigentliche Therapie Rhini? Wo du lernst dein langjähriges Fehlverhalten wie du sagst zu verändern? und hilft es dir was? kennst du die Hochgratklinik und das Buch "von mir aus nennt es Wahnsinn" welches von der Genesung einer Frau in den 50. handelt, die wie sie selber sagt alles verlernen muss was sie bis jetzt gelernt hatte, nochmal geboren wurde, nochmal ihr Leben bekam, und zwar in dieser Klinik. Vielleicht wär das ja was für dich. Du bist in Deutschland zu Hause und hast sicher leicht einen Platz dort zu bekommen, ich bin ja in Ö, für mich ist es sauschwer dort reinzukommen.
Dort würd ich noch hingehen wenn ich könnte, ach ichmöcht so gerne die Hauptdarstellerin in meinem Leben sein udn nicht immer nur Statist. und das war bis jetzt so.
Lg Rubi
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Rhini
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« Antworten #14 am: 27. Oktober 2007, 09:41:45 » |
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Hallöle, Liebe Ruby Wenn ich könnt, wie ich wollt... Ja, ich habe Therapie, endlich, bei einem Thera, der diesmal auf mich zugeschnitten sein könnte (bin da sehr vorsichtig). Klinik ist für mich zur Zeit nicht diskutabel... so allein, so weit weg, so eingesperrt, so unter Kontrolle... Leider habe ich das Problem, immernoch eine Maske aufzuhaben, alles mit einem Lächeln geschehen zu lassen oder zu tun, ohne auf mein Inneres zu achten... Das ist auch ein Punkt, der mich krank macht. Es gibt viele gute psychologische Lektüre und in vielen erkennt man sich eventuell wieder. Früher habe ich oft gelesen, gedacht, ja, so geht es mir auch, wenn ich das dann so oder so mache, gehts mir besser. Bei Einigen mag dieser Weg eine Stütze sein, bei mir nicht. Da leg ich so viel Hoffnung rein, um dann noch tiefer zu fallen... Ich lese viel, Fantasie von Hohlbein zum Beispiel... Aber auch Fachliteratur, Geschichte, Bauzeitschriften und so weiter.
Und ja, ich bin irgendwie auch einsam. Allerdings, wenn ich richtig darüber nachdenke, möchte ich es auch irgendwie sein, zur Zeit jedenfalls. Ich stelle mir vor, wenn ich allein wäre, könnte ich für mich daherwirtschaften, Dinge machen, die mir jetzt versagt sind; müßte mit niemanden reden... Ruhe! Nichts sehen und nichts hören müsse...
Und da sind tatsächlich noch ein paar Leute, die meinen: Das kann man doch nicht machen... Liebe Grüße erstmal und schau mal in deinen Postkasten Rhini
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littleFlower
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« Antworten #15 am: 05. Januar 2008, 12:01:08 » |
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Hey Rubina!
Ich bin zwar noch ziemlich jung, aber ich kenne das schreckliche Gefühl, das du auch hast. Ich hab jetzt schon seit 6 Jahren meine Zwangsängste und meine soziale Phobie, war 5 Jahre in Therapie, hab ein halbes Jahr ausgesetzt und jetzt ist alles viel schlimmer zurückgekommen. Ich hab Depressionen, kann mich zu nichts aufraffen und wenn ich morgens aufstehe, will ich am liebsten gleich wieder einschlafen, und zwar den ganzen Tag über. Ich habe auch Freunde verloren, trau mich oft nicht mehr aus dem Haus.
Seit ein paar Wochen nehme ich Fluktin. Es wirkt zwar langsam, aber es hilft! Ich bin oft wieder fröhlicher und kann mich wieder auf etwas freuen, auch wenn es nur kleine Dinge sind. Vielleicht kannst du deinen Therapeuten mal danach fragen.. Ich hoffe, ich hab dir ein bisschen geholfen. lg
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Ich bin da, wenn du willst; wenn du nach mir greifst dann halt ich dich,..
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