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Sonntag, 12. Februar 2012
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Autor Thema: Psychose oder schizoprenie ist das das gleiche???  (Gelesen 3294 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Deni
Juniormember
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 12


« am: 17. September 2007, 23:57:05 »

Hi ich hoffe jemand kann mir ein wenig helfen Mein freund Leidet seit 10 Jahren an einer Krankheit. Seine Ärztin sagt er hat eine Psychose und ein gutachter meinte nachdem er gehört hat das er Risperdal und Valpro Beta Bekommt das er Schizophren ist.

Er bekommt mindestens ein mal im Jahr einen Rückfall meist zur Weihnachtszeit er denkt dann immer das er heilig wär, manchmal denkt er sogar das er Jesus ist er hört zwar keine stimmen oder sieht auch nichts was nicht da ist aber er sagt immer erfühlt sie.
und fühlt sich immer sehr zu blauen Augen angezogen er findet keine Ruh zum Sclafen will immer Draußen sein und sich bewegen und wird manchmal auch sehr beleidigend.
Er hat bis jetzt noch keine Therapie gemacht keine Ahnung warum seine Ärztin ihn nicht zu sowas schickt .Oder hilft das nicht???

Ich hoffe jemand kann mir helfen oder ein paar tipps geben.


Danke
Gespeichert
Rhini
Stammposter
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 833


« Antworten #1 am: 18. September 2007, 09:39:52 »

Hallo
Ich bin keine Ärztin, kann also einen eventuellen Unterschied nicht gut erklären; womöglich hängen beide Diagnosen in ihren Auswirkungen nahe beisammen.
Wenn man Realitätsverlust mal wörtlich nimmt, kennen das bestimmt sehr viele Menschen, auch wenn sie nicht krank sind. Wer möchte sich nicht mal gerne in eine andere Welt flüchten, oder ist so in Gedanken, dass er seine Umwelt nicht mehr wahr nimmt.
Schitzuphrenie, also denken, man wäre eine oder mehrere andere Personen, ohne dass es einem bewußt ist...
Also ist nach meinem Wissen nicht ausgeschlossen, dass bei deinem Freund beides zusammenhängt.

Ob das therapierbar ist, weiß ich nicht, aber wenn die Ärztin es noch nicht vorgeschlagen hat, warum fragt dein Freund nicht danach???
Ich selbst mußte meinen Psychiater auch erst um Hilfe bei der Vermittlung an einen Therapeuten bitten. Wenn ich darüber nachdenke, ist es eigentlich immer so gewesen, dass ich den jewailigen Arzt um Überweisungen gebeten habe. Lediglich bei akuter, bedrohender Erkrankung haben die Ärzte von sich aus reagiert.

Liebe Grüße
Rhini
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Marcia
Gast
« Antworten #2 am: 21. September 2007, 17:33:21 »

Hallo,

weil die Diagnose Schizophrenie zunehmend als stigmatisierend angesehen wurde, ist man dazu übergegangen, eher von Psychosen zu sprechen. Eine Psychose ist der akute Krankheitszustand, und Schizophrenie ist der (altmodische) Oberbegriff dafür, vor allem wenn Psychosen chronisch auftauchen. Aber bei der großen Medikamentenauswahl heutzutage muss man eigentlich nicht mehr chronisch psychotisch/schizophren sein.

Viele Grüße
Marcia
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Deni
Juniormember
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 12


« Antworten #3 am: 22. September 2007, 22:15:37 »

Ja das ist es ja gerade das er immer wieder rückfälle bekommt obwohl er Medikamente bekommt.

Wirklich jedes Jahr zur Weihnachtszeit.
Ich hoffe nur das diesmal nichts passiert.
Giebt es denn nicht Therapien die bei dieser Krankheit gut anschlagen???
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Marcia
Gast
« Antworten #4 am: 24. September 2007, 15:12:06 »

Hallo Deni,

bei mir war Mitauslöser der Psychose eine analytische Psychotherapie, die ich meinte machen zu müssen. Ich bin daher sehr kritisch und skeptisch, was Psychotherapie bei Psychosen betrifft, jedenfalls bei tiefenpsychologischen Therapien - die können schon "Normalneurotiker" ganz schön durcheinander bringen. In erster Linie muss man sich bei Psychosen um die richtige medikamentöse Einstellung kümmern.

Wenn es bei deinem Freund regelmäßig um die Weihnachtszeit schlimmer wird, muss vielleicht kurzzeitig die Medikamentendosis erhöht werden. Er ist doch bei einem Psychiater in Behandlung? Da würde ich dieses Problem besprechen, vielleicht ist auch eine Kurzzeittherapie angebracht, wo speziell seine Gefühle im Zusammenhang mit Weihnachten bearbeitet werden.

Viele Grüße
Marcia
Gespeichert
Marcia
Gast
« Antworten #5 am: 28. September 2007, 15:53:14 »

Nochmal zur Unterscheidung Schizophrenie/Psychose - habe mich sachkundig gemacht und muss mich korrigieren: Psychose ist der Oberbegriff für die Erkrankungen Schizophrenie und bipolare Störung (manisch-depressiv). Also es gibt Psychosen im schizophrenen Formenkreis, bei mir z.B. die paranoide Psychose, oder andererseits das früher so genannte "manisch-depressives Irresein".

Gruß
Marcia
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Deni
Juniormember
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 12


« Antworten #6 am: 01. Oktober 2007, 01:39:16 »

Danke erstmal!!!

Naja ich hoffe natürlich das es ihm dieses Jahr erspart bleibt und er keinen Rückfall erleidet.

Aber bis jetzt sieht es gut aus, er nimmt weine Tabletten jetzt auch seit knapp einen Jahr richtig regelmässig davor gab es schon mal das er mal 2 Tage hintereinander keine Tabletten genommen hatte naja wir werden sehen was die Zukunft bringt.
Ich danke dir auf jeden Fall sehr für deine Hilfe und wünsche dir das es dir gut geht!!! Lächelnd
Gespeichert
Marcia
Gast
« Antworten #7 am: 02. Oktober 2007, 12:51:05 »

Hallo Deni,

danke für die guten Wünsche! Ich habe, bevor wegen Psychose in ärztliche Behandlung kam, auch mal in einem Schub kurzzeitg geglaubt, ich sei eine Reinkarnation von Jesus - peinlich! Ich ging in den Supermarkt einkaufen, musste 12,12 ? zahlen und nahm das als mystische Bestätigung, weil Jesus 12 Jünger hatte...Irgendwie scheint bei einer Psychose ein religiöses Areal im Gehirn aktiviert zu werden, denn normalerweise habe ich ein neutrales bis ablehnendes Verhältnis zur Religion, bin Agnostikerin. Die Bedeutungsverschiebungen, die man in der Psychose durchmacht, sind schon erstaunlich.
Naja, wie sagte meine Mutter kürzlich trocken: Immer noch besser, man glaubt, man sei Jesus als Adolf Hitler Grinsend

Viele Grüße
Marcia
Gespeichert
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