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Autor Thema: Krankheit???  (Gelesen 1892 mal)
Iwi
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« am: 27. September 2007, 00:19:52 »

Hi Ihr Lieben! Ich kann meinen Zustand irgendwie nicht begreifen: viel schlafen, Vergangenheit bewältigen, das mache ich in der Hauptsache. Etwas Neues zu beginnen, fällt mir schwer, was ich aber bei den vielen Fehlern und schlechten Erfahrungen begreifen kann. Ich kann s nicht als Krankheit begreifen.

Manchmal fühle ich mich an, als wäre ein Infekt in mir, und ich fühle mich krank. Ansonsten eigentlich nicht. Früher habe ich Rat gesucht bei Medizinern: Psychoanalyse, Verhalten. Damit habe ich eigentlich keine schlechten Erfahrungen gemacht, v.a. die Analyse war genau beim richtigen Menschen. Verhalten in der Gruppe lief nicht so toll:-/ Das ist schon länger her, einige Jahre. Ich will in der Richtung nicht weitergehen. Hier zu posten hilft, mir mehr über mich selbst klar zu werden.

Mir fällt auf, wie hoch meine innere Hürde ist, überhaupt über mich zu berichten. Sachen, die eigentlich ganz traurig sind. Ich habe das lange Zeit durchdacht und kann damit doch gar nichts anfangen. Ich werde nur unbeherrschter, ungeduldiger, weil sich alles im Kreis zu drehen scheint.

wow, wow. heute und gestern und vorgestern, daran mag ich nicht denken: ich bin an allen drei Tagen ganz plötzlich von sehr ungemütlichen Gefühlen überfallen worden. Vielleicht Angst. echte Ratlosigkeit bei mir, denn das ist was Neues. Das passiert erst seit ungefähr einem Monat: schlecht gelaunt, paranoid, niedergedrückt. bin dann heilfroh, wenn ich wieder in meiner Schachtel alleine bin. gruselig. Huch

Freue mich, wenn Ihr was dazu schreibt. Grüße von Iwi
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Sister Moonshine
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« Antworten #1 am: 27. September 2007, 12:21:39 »

Hallo Iwi,

das Gefühl des Krankseins - der Infekt - in Dir: kann ich sehr gut nachempfinden. Das habe ich auch. Immer wieder auf´s Neue. es ist schwer, etwas Neues anzufangen, ja, habe kaum Kraft, Altes zu vollenden! Und Du meinst, Thera wäre nicht mehr Dein Weg? Vielleicht hast Du sogar Recht. Habe zwar gerade erst angefangen und fühle mich gut aufgehoben dort, aber habe keine Ahnung, wie es werden soll   Huch

Krankheit? Seh ich auch nicht so. Eher etwas, was mir ständig im Nacken sitzt, mich aussaugt, mich langsam aber sicher verschwinden läßt. Kaum ein Tag, an dem man sich halbwegs "normal" fühlt, mit Kraftreserven  Weinen

Ständig das Gefühl, langsam aber sicher zu sterben...  Ich kann mich nur noch ausschließlich mit dem ETWAS in mir beschäftigen, habe keine Konzentration, keine CHANCE an IRGEND ETWAS ANDERES zu denken.
Ich bin so WÜTEND!!! ENTTÄUSCHT!!! und oft traurig  Ärgerlich

Das kennst Du bestimmt auch, oder???
Hilflosigkeit ist so fürchterlich. Fühlst Du Dich auch so hilflos. machtlos, ausgeliefert?

Liebe Grüße, Sister Moonshine
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Iwi
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« Antworten #2 am: 27. September 2007, 13:25:19 »

Hi SisterMoonshine! Tut gut, von dir zu hören.

Ich denke einfach viel zu sehr an Vergangenes und darin kreisen meine Gedanken. Ich messe Situation von heute an denen von früher.  Zunge Das nimmt viel Platz ein und läßt kaum Raum für etwas anderes.

Mit der Kraft überschätze und unterschätze ich mich oft. Ich kenne mich selbst in Aktion weniger als grübelnd: ergibt sich von selbst.  Cool Und mir scheint mein Leben so meistens ja auch zu gefallen. Ich bin vielleicht etwas zu bequem, um mich auseinanderzusetzen, Tag für Tag.

Manchmal, in ganz depressiven Phasen, fühle ich mich abgeschnitten und denke, daß ich wirklich alles ausprobiert hätte und nichts geht. Dann werfe ich mir meine Erwartungshaltung vor.

Ich schaffe es ganz gut, daß alles auf mich zurückfällt, und mache die aktuellen Menschen weniger verantwortlich als die von früher, die real mit dem Jetzt wenig zu tun haben. Als könnte ich die anderen nicht erreichen, was oft auch tatsächlich der Fall ist, ab und zu aber auch nicht.

Ich versuche zur Zeit mein Scheitern mit offenen Augen zu ertragen und die erfolgreichen Situationen als solche anzuerkennen.

Beste Grüße von Iwi Lächelnd
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Iwi
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« Antworten #3 am: 27. September 2007, 13:28:36 »

Hi Sister! Hab noch vergessen, dich zu fragen, wie du dir die Kräfte einteilst? Also: Wie teilst du deine Kräfte? Iwi
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Iwi
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« Antworten #4 am: 27. September 2007, 13:34:32 »

Häppchenweise, fällt mir noch ein, daß ich so das Leben besser vertrage: Häppchenweise. Kotzen
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Sister Moonshine
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« Antworten #5 am: 28. September 2007, 09:17:47 »

Hi Iwi   Grinsen

Tja, "Einteilen" ist in meinem Falle irgendwie... nicht das richtige Wort... ich habe - speziell seit meine Mutter im letzten Jahr gestorben ist (eine Art "Auslöser" für meine schon seit meiner Jugend gärenden Depris) - irgendwie die Kräfte verloren. Sind versiegt und ich lebe eigentlich von einem auf den anderen Tag.
Und ständig ist irgend etwas. Seit Monaten fühle ich mich ständig krank im Hals, bin speziell nachts verschleimt und habe immer Angst, zu ersticken  Weinen    wandere fast jede Nacht ab drei Uhr durch die Wohnung, weil ich PA bekomme...  immer denke ich, ich kann nicht atmen, habe Lungenkrebs bla bla bla... Alle drei Ärzte, die ich konsultierte, haben mich gründlichst untersucht, habe nur eine chronische Sinusitis... Kann man ja dran arbeiten...wird auch behandelt...ist nix gefährliches...aber seit Monaten ist Atmen für mich ESSENTIELL!!!  Ich kann an nichts anderes mehr denken!!! Es bestimmt mein Leben momentan. Und das ist so gruselig, dass es eben so essentiell wird für dich!

Also mit Kräften ist im Moment nicht viel, ich hole sie mir eigentlich jede Stunde, manchmal jede Minute aufs Neue aus irgendwelchen letzten Tiefen meiner Selbst   Blinzeln

Und JAAA!   Die Vergangenheit. Ich liebe sie und lebe sie, grüble über sie und vergleiche mit ihr. Kann Dich sooo gut verstehen    Grinsen

Das Hier und Jetzt wird von mir nur noch "bewältigt" aber nicht "gelebt"...  Geht Dir das auch so??

Liebe Grüßlis   Smiley

P.S. Den Ausdruck "ungemütliche" Gefühle finde ich lustig...nett gesagt   Azn
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Iwi
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« Antworten #6 am: 28. September 2007, 16:40:38 »

Lieber Sister Moonshine!

Bei mir geht s hoch und runter, zur Zeit "bin ich tief": von einer Stunde zur nächsten, gebe dem Drang nach Bewegung und Aktion nicht nach wegen schlechter Laune, könnte einfach nur Schreien und weiß nicht, wieso. Diese Anwandlungen habe ich seit ungefähr acht Wochen.
Über den Tag verteilt gibt es keine Regelmäßigkeit, z.B. besser nachts, es wechselt sich ohne Vorwarnung ab und ich stelle keine Gründe fest, bisher. Ich empfinde das aber als sehr, sehr, sehr belastend und bin jetzt noch mehr alleine als sonst, weil ich wegen dieser miesen Stimmung nichts mache. Ansonsten, weil mich nichts treibt.

Gestern Abend war meine Stimmung extrem. Puuh. Hä Froh, daß das rum ist.

Atmen ist wichtig, ich kenne Beklemmungen. Bin auch chronisch Sinusitis verseucht, was ziemlich anstrengend ist, wie ich finde: dauernd der Schleim, der hinten die Röhre runter rinnt.  Unentschlossen

Das ist mein Leben und ich wünsche mir eigentlich nur, nicht so wütend zu sein.

Und mehr Nähe zu anderen Menschen. Grinsen Ich fühle mich wie unter einer Käseglocke. Huch

Nu ja. Demnächst hoffentlich etwas fröhlicher.  Teufel

Grüße von Iwi

 
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Sister Moonshine
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« Antworten #7 am: 29. September 2007, 23:19:18 »

Hallo Iwi,

jawoll!!!    Zunge   Die Käseglocke!!!   Genau das sage ich dazu auch immer !!!
Mit dieser Sch***  Sinusitis denke ich, ich bin ständig erkältet, fühlt sich auch im Hals immer krank an  Verlegen
Kann sowas auch psychosomatisch sein? Nur mal so ne Frage...
 Weißt Du was?Ich wünschte ich KÖNNTE mal so richtig wütend sein... es steckt alles in mir drin! Wut nach außen ist bei mir untersagt! Das kommt nicht in Frage!!!
Es muss ein Riesen Stau in mir drin sein   Grinsend

Schlechte Laune...ja, ist so blöd! Man kriegt sie nicht weg, sie VERSEUCHT einen regelrecht! Ach wie ich das alles HASSE! Und ich denke immer, ich häte Lungenkrebs, Embolie, Herzfehler...bla bla BLA!
Wie dumm man sein muss, um so zu denken   Verlegen

Ja, demnächst mal nette Nachrichten, tolle Idee     Augen rollen

Werde mir all erdenkliche Mühe geben!

Schöne Wochenendgrüße!!

Sister M.
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Iwi
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« Antworten #8 am: 30. September 2007, 01:27:20 »

 Grinsend Hallo Sister Moonshine!

Wütend werden, das kann ich schnell  Platze gleich zu schnell. Ich passe eher drauf auf, den Situationen auszuweichen. Das ist auf Dauer auch keine Lösung.

Tja, wegen der Sinusitis: manchmal ist eine Allergie die Ursache. Das ließe sich mit einem sogenannten Pricktest beim Allgemein Mediziner nachprüfen.  Blinzeln

Hab s am Wochenende gut.  Augen rollen So gut, wie nur möglich.

Wie schaffst du es, deine Gefühle so zu kontrollieren, daß es nicht rauskommt?  Schockiert Du mußt sehr stark sein!!

Ganz viele Grüße von Iwi

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oba
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« Antworten #9 am: 30. September 2007, 14:06:53 »

hallo iwi, hallo leutz,

habs nun gelesen. hab verstanden, was krankheit, ärger ist.
nun, nicht, weil ich mir erlaube, hier auf einen beitrag zu antworten,
weiss ich, in welche schublade schlussentlich was wo hingehört.

in meinen eigenen schubladen schlummerte lange zeit "unberührtes", "unangetastetest".
wie jeder, auch ich, machte ich es mir sehr einfach. was mir nicht passt, schob ich bei seite.
immerzu. versorgte es schön aufgeräumt in eine schublade. schublade zu, fertig. vergessen.

bis zum augenblick, wo ich so eine verstaubte schublade wieder mal öffnete.
und da kam mir all diesen unbearbeitete mist wieder in die präsenz.
gleichzeitig fragte ich mich zugleich, wärs nicht besser gewesen, diesen schrott
gleich in den müll zu werfen. entsorgt, entledigt, befreit?

mh, scheinbar hängt man an vielen sachen, sollte sie bearbeiten, verarbeiten,
nicht einfach oberflächlich ad akta legen?

der mensch ist, an und für sich ein jäger, raubtier, fleischfresser. manchmal
sonnt er sich in der situation eines fluchttieres. rennt weg, sobald gefahr droht.
versteckt sich im schutze "seiner" schachtel. bemitleidet sich sogar,
wie ein armes huscheli, sich zusammen zu kugeln, um nur ja nichts mehr
hören oder sehen zu wollen.

dahinter steckt der uhrinstinkt des wehrlosen babys. man wünscht sich
"von aussen" angefragt, verpflegt, geflegt zu werden. hilflos will man
mitleid erhaschen. will, dass andere für sich mal den ganzen "schrott"
wegräumen, der sich vor der eigenen türe (der seele) angesammelt hat.

so geht man zum arzt. geht in therapie, in kur, damit dort möglichst
die "bezahlten" fachkräfte wieder ordnung machen könneten, im eigenen,
nicht gewollten "(un)sinn" des lebens?

schnell benennt man alles, was beschwerlich ist, krankheit. denn,
der norm nicht entsprechend, wird man schnell als "spinner", "unfähiger" "nicht
fühlender" mensch, abgestempelt. beurteilt und verurteilt, verstossen, gezwungen, sich in die
"schachtel" zurück zu ziehen. sich dort, zusammengekugelt, abwartend, ausharrend, zu halten, bis...?

ja, bis kein schwein mehr vorbei kommt. bis man eben doch "selber" das zepter in die hand nehmen muss.

iwi, leutz, keiner ist behindert, es sei denn, er lässt es geschehen.

wir menschen sind und bleiben kämpfer. haben geist und herz.
also dürfen wir diesen auch guten mutes einfliessen lassen, in unser eigenes, wie auch
in das leben der anderen (gesellschaft).

dazu gehören unsere gefühle, angst, schmerzen, traurigkeit, unpässlichkeit, liebe, wut,
sensibilität, freude, lachen, essen, schlafen, bedürfnisse jeder art.
auch krankheit. aber nicht, um sich daran sonnen zu können, mitleid erheischen zu wollen, sondern, um
mensch unter menschen sein zu dürfen und zu können.

und zu wollen...um tatsächlich unter menschen leben zu wollen.

dazu gehört eine portion egoismus, eine portion verständnis und eine portion toleranz.
für sich selber (egoismus) und erst recht für alle anderen auch.

ich fühle mich sehr oft alleine. aber nicht, weil ich es provoziere zu mir,
sondern, weil es mir gut tut, distanz zu anderen für mich selber entscheiden zu wollen
und zu dürfen. denn, wenn ich komme, bin ich willkommen. und so soll es sein -
im leben.

gruss oba

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Iwi
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« Antworten #10 am: 30. September 2007, 23:16:01 »

Mensch Oba, du übertriffst uns alle mit dieser Rundumeinsicht. Breitgrinsen

Da steckt auch viel Arbeit und Hürdenspringen oder eben einfach -nehmen oder schwer Hürden erklettern drin, wenn ich mich mit meinen Seelenzuständen auseinandersetze im Leben. Manchmal halte ich diese Dreiteilung von Körper, Geist und Seele für recht irre, weil das Trennen z.T. auf so verrückter Zuschreibung beruht.  Kotzen

Da wird das Aufräumen nicht gerade einfacher und ich weiß nicht mehr, wohin mich wenden: die holistische Existenzanerkennungs- und wertungsbörse gibt s ja nicht.  Cool

Aber mit Anerkennung hat vieles zu tun. Oft fehlt sie und ich möchte gar kein Mitleid als Ersatz, vielmehr Freude an mir. Lächelnd

Willkommen im Kommen  Rotwerd Da muß ich lachen. Das geht mir nicht immer so, aber immer öfter.

Grüße, und hoffentlich läuft dieser Faden hier noch eine Weile, ist sehr erhellend und wohltuend.  Küsschen
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Sister Moonshine
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« Antworten #11 am: 02. Oktober 2007, 14:39:57 »

Hallo Iwi, oba  Grinsen

ja, vieles Verschüttetes in mir. Ich kenn´s bis jetzt größtenteils noch nicht einmal und wage nicht zu ahnen, was es sein könnte...  Ich habe ja gerade erst angefangen   Blinzeln

Das mit der Existenzanerkennungsbörse ist eine feine Idee...könnte aber vielleicht ein wirtschaftliches Fiasko werden  Grinsend

Und ich glaube, die Anerkennung ist eines der wichtigsten Dinge überhaupt, es ist eine Art Sucht (oder die Katze, die sich in den Schwanz beißt...?) Man bemüht sich darum, man bekommt sie, man verlangt sie, man bekommt sie, man braucht sie...sie wird verweigert! Also wieder von vorne...man bemüht sich...   und trotzdem bin ich NIE zufrieden.  Dabei bin ich mir meiner Stärken und Schwächen durchaus bewußt.
Aber die Anerkennung dann tatsächlich mit dem Herzen annehmen: DAS KANN ICH NICHT! Ich mache mich lustig, rede drumherum oder winke ab...  ich kann´s einfach nicht nehmen  Weinen  und will´s trotzdem...

Es ist keine "Dreiteilung", Iwi, es ist eine "Dreieinigkeit"   (ein paradoxes Dreieck,  ein "Triodoxon" gewissermaßen... *lach*)

Ach Iwi, bin Dir noch eine Antwort schuldig: Ich kontrolliere meine Gefühle nicht, denke ich, sie tun´s von ganz alleine. Tief unten bleiben. Aus irgend einem Grund und ich hab Angst, dass, wenn ich diesen erkenne, ich sie eben NICHT mehr kontrollieren kann...ich glaube ich habe in meinem ganzen Leben noch nie jemanden aus tiefstem Herzen angeschrieen...deshalb bin ich vielleicht Sängerin/Musikerin???   Da wird man´s manchmal los...aber es reicht nicht immer...vor allem, wenn eben das der Grund ist, dass man die dringend benötigte Musik nicht mehr machen kann...  ein Teufelskreis. Und Musik ist mein LEBEN.

Ich wünsche eine GUTE Woche    Zwinkernd

Liebe Grüße, Sister Moonshine
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« Antworten #12 am: 02. Oktober 2007, 18:35:02 »

Liebe Sister Moonshine!

Du hast eine tolle Site. Ich surfe ab und zu hin, und ich wünsche ganz feste das Beste für deine Musik.  Küsschen

Meine Ausdrucksform ist das Malen. Ich bin eher abstrakt oder karikiere.  Teuflisch Manchmal klatsche ich auch nur Wandfarbe auf die Fläche und genieße die Ergebnisse der Bewegung. Dann habe ich es aber auch schnell wieder über. Unentschlossen

Bei mir schwimmt das Allermeiste aus der Dreieinigkeit Triodoxon  Augen rollen oben und kommt schnell raus.  Teufel Und irgendwas anderes lähmt mich. Überdrüssigkeit.  Weinen  Grundlos??? Taub und gefrustet im Kern???

Uiuiui- Grinsend Die EABörse müßte mir für das Ertragen ganz viel bezahlen  Zunge Ich frage mich oft, in welchem Maße Geld etwas an der Situation ändern könnte. Eigentlich bin ich davon überzeugt, daß nein.

Dir ebenfalls gute Stunden und Tage.

Iwi
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« Antworten #13 am: 04. November 2007, 20:28:25 »

Die EA Börse zwingt mich Huch Na ja! Hallo erstmal an alle, die s lesen.
Es gibt Zwänge von außen, mit denen ich ganz gut umgehen kann. Den inneren, die mich zuhause festhalten, kann ich schlecht begegnen:

habe wieder eine lange Zwangsperiode eingeschlossen eingelegt.

Was geht eigentlich in der Zeit so in mir vor??? v.a. natürlich ganz schwarze Gedanken.
Die Schrei-Gefühle halten sich in Grenzen, aber eine bleierne Agonie hat sich über mich gelegt.
Ich erkenne meine Existenz an??? Wie das schon klingt: ich könnte tatsächlich vegetieren und keinen würde es kratzen. Es gibt so vieeeele Menschen auf der Welt. In welchen Dienst werde ich mich stellen???

Ich grüße Euch mit dem Wunsch an Euch, ganz viel konkret darauf zu antworten, denn daraus schöpfe ich viel an Plastizität. Ich habe den Eindruck, ich kann ganz "gut" im abstrakten leben. Dabei entgleitet mir das Leben. Was will ich eigentlich vom Leben? PFFFFF?Huch?


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Sister Moonshine
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« Antworten #14 am: 05. November 2007, 07:52:45 »

Hallo Iwi,
ich würde Dir ganz schrecklich gerne ein paar Antworten geben können  Verlegen
Aber ich selber bin mir momentan so unsicher...was will ich eigentlich vom Leben? Demnächst erfüllt sich einer meiner Lebensträume. Klar bin ich gespannt. Aber. wenn ich das erlebt habe, was bleibt dann noch? Wie groß wird nun DIESES Loch werden? Viel größer als das letzte kann´s schon fast gar nicht mehr sein  Traurig

Und auch ich glaube, dass meine inneren Zwämge mich viel fester im Griff haben, als die äußeren. Da kann ich Dir nur zustimmen.

SO, ich hoffe, dass Du vielleicht IRGEND ETWAS hieraus schöpfen kannst... wenn nicht, dann  tut es mir leid, hab so wenig Energie im Moment. Sorry

Liebe Grüße, Sister Moonshine

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Julz
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« Antworten #15 am: 05. November 2007, 08:18:31 »

Hi Iwi,

ich kann das auch alles total nachvollziehen.
Im Moment tue ich mich auch sehr schwer von der Vergangenheit loszulassen und irgendwie möchte ich es auch nicht. Dafür gehe ich jetzt aber zum Therapeut.

Durch meine Angst und Panik ist mir auch bewusst geworden, das ich in meiner jetztigen Situation einfach nicht zufrieden bin. Ich mag meinen Job nicht, privat habe ich einige andere Probleme, und ich sehe nicht wo das alles hinführt. Aber eins weiß ich, alles passiert aus einem Grund. Für mich ist das jetzt ein Zeichen etwas in meinen Leben zu ändern. Wie oder was kann ich selbst noch nicht sagen, aber das erste wird mitsicherheit mein Job sein, der mich schon zum Burnout getrieben hat.

Ich kann dir nur Mut geben, schau in dich rein was dich glücklich macht. Wo das Leben uns letztendlich hinführen wird weiß keiner, aber ich bin davon überzeugt das alles in unserem Händen liegt.

Ich wünsche dir viel Kraft und Motivation.
Liebe Grüße
Julius
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« Antworten #16 am: 05. November 2007, 13:54:21 »

Hallo,
Iwi, was soll der ganze "Sch..."--- das ist auch meine stetige Frage und nur, weil es da ein paar wenige Menschen gibt, denen es wehtun würde...
Da habe ich schon mal geschrieben, dass mich die Wut packt und ich trotzig das Kinn hervorstrecke: Wenns schon sein muß, dann doch bitte mit ein bischen Glück, ein bischen Spaß und was noch sonst dazugehört. Und nur, weil ich so dumm bin und alles hinterfrage, auf der Suche nach Antworten...?
Ich weiß nicht, warum es uns gibt, warum wir so "nachdenklich" sind, aber, auch wenn ich immeer wieder an Grenzen stoße, so weiß ich doch, dass viele, gerade hier im Forum, letztlich doch ganz besondere Menschen sind.
Vielleicht ist auch alles Evolutionsbedingt, denn ein Tier, eine Pflanze sind einfach, fragen nicht nach dem Warum, sind über ihre Existenz weder glücklich noch verzweifelt...
Und manchmal denke ich, es wäre für mich einfacher, könnte ich meine Gefühle, Gedanken und Probleme ins Positive kehren, etwas für mich Gutes daraus machen; zB Melancholie in Gedichte umwandeln... Einsamkeit in Harmonie mit der Natur tauschen... gibt sicherlich viele Möglichkeiten, man muß es nur wollen...

Sister, auch mir steht eine tolle Sache bevor, aber statt Freude habe ich nur Angst. Weil bei mir im Drumherum doch so vieles nicht wahrgenommen wird, wie es zumindest sein sollte, wenn ich es deutlich sage, werden mir Dinge aufgestülpt, die ich in dieser Form nicht gerne möchte. Ich hatte bislang einen fast schrottreifen Wagen, keinen Führerschein, also ist mein Partner immer gefahren. Alles OK soweit. Nun bekomme ich ein neues, niegelnagelneues Auto geschenkt. Ich, weil mein Partner aus finanziellen Gründen keinen Wagen haben darf. Ich, die morgen nicht weiß, wie sie ihre Miete bezahlen soll, oder die Strohmrechnung...
Selbst mit dem Gedanken, dass wenn ich es nicht bekäme, hätte ich auch das Geld nicht... Nee, nee, warum soll ich immer die Verantwortung übernehmen? Aber täte ich es nicht, hätten wir keinen Wagen und somit wäre ich ziemlich unbeweglich... Kein schönes Spiel... Aber irgendwie ist es eben doch wieder toll...
Noch etwas, so richtig schöne Erlebnisse können innerlich immer wieder erfreuen. Ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber ich war zB vor jahren im Riverdance, denke ich immernoch mit Begeisterung zurück.
Vielleicht kannst du mit deinem Lebenstraum doch ein kleines bischen an dem großen Loch arbeiten, ich wünsche es dir.

Liebe Grüße
Rhini
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« Antworten #17 am: 05. November 2007, 17:40:04 »

"Aber ich selber bin mir momentan so unsicher...was will ich eigentlich vom Leben? Demnächst erfüllt sich einer meiner Lebensträume. Klar bin ich gespannt. Aber. wenn ich das erlebt habe, was bleibt dann noch?
liebe sister moonshine,
wenn sich dein lebenstraum erfüllt, dann hast du doch ein hohes ziel erreicht! warum willst du da noch einen weiteren kick? oder war es nicht wirklich dein lebenstraum?

was bliebe dann noch - erinnert mich etwas an "Und das Höchste ist das Nichts!"

was bleibt bist DU!!!!!
bist du wirklich nicht auszuhalten - für dich und andere?
kann ich mir nicht vorstellen, so wie du dich künstlerisch verwirklicht hast - dass du dich in ein nichts auflösen kannst.
unabhängig von deinem lebenstraum - du bist ein wertvoller mensch - vorher und nachher!

meine energie ist oft auch ganz unten - aber das leben bleibt real und bei dir!!

liebe grüße

gitty
« Letzte Änderung: 05. November 2007, 17:41:40 von gitty » Gespeichert

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« Antworten #18 am: 05. November 2007, 17:44:43 »

Liebe gitty und Ihr Anderen,

ja ein hohes Ziel - DAS Ziel - erreicht, So. Das war´s. Ich hatte dann alles. Für mich alles. Jetzt kann ich mir endlich Ruhe gönnen auf die eine oder andere Art. Denn Leben ist nur noch...Siechtum, Vergessen. Das mit dem "wertvollen Menschen" höre ich viiieel zu oft. Bitte gitty, das meine ich nicht persönlich, aber DAS GLAUBE ICH NICHT.

Und richtig: "Das Leben bleibt real und bei Dir". Aber ICH WILL`S NICHT! Hab alles erreicht, gibt nix mehr. So, irgendwann muss doch mal gut sein, oder?

Liebe Grüße, Sister Moonshine
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« Antworten #19 am: 05. November 2007, 17:53:40 »

"ich kann ganz "gut" im abstrakten leben. "

mensch iwi,
du lebst nicht im "abstrakten", sondern du lebst hier mitten unter uns! (und lasse dich nicht "plastifizieren" durch uns  Zwinkernd, sondern nehme unsere beiträge nur als krücke - idee - memento mit auf deinen weg!
das mit der agonie kennen alle hier, sie kann man auch nicht locker wegdiskutieren.

du als mensch bist aber EINMALIG, das ist eine tatsache und kein leerer spruch.

sage doch (dir und vielleicht auch uns) was du vom leben erwartest - vielleicht kommt es dann zu dir!

liebe grüße

gitty
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« Antworten #20 am: 05. November 2007, 18:08:27 »

"Das war´s. Ich hatte dann alles. Für mich alles. Jetzt kann ich mir endlich Ruhe gönnen auf die eine oder andere Art. Denn Leben ist nur noch...Siechtum, Vergessen. Das mit dem "wertvollen Menschen" höre ich viiieel zu oft. "
liebe sister moonshine,
du flüchtest dich in die ecke KÖRPERLICHES siechtum, um deinem eigentlichen problem auszuweichen, unser problem ist immer PHYSISCH UND PSYCHISCH!

"Das Leben bleibt real und bei Dir". Aber ICH WILL`S NICHT! Hab alles erreicht, gibt nix mehr. So, irgendwann muss doch mal gut sein, oder?"
du hast deinen lebenstraum z.b. (noch) nicht erreicht und ich könnte noch vieles aufzählen, wenn wir miteinander geredet hätten. die aussage "gibt nix mehr" ist gottähnlich - habe ich dich da unterschätzt Zwinkernd?
liebe sister es kommen auch noch bessere tage - ich weiß es !

liebe grüße

gitty
 
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« Antworten #21 am: 07. November 2007, 21:03:21 »

Lieber Rhini und sister und Julz und gitty, das ist schön zu hören.
ich find schon, dass das Abstrakte und das was ich fühle zusammen gehören, und dass sich dieses Zusammengehörigkeitsgefühl nicht in die Realität und das Alltägliche so einfach übertragen läßt... ist mein Fragezeichen, gitty Huch
ich sitze in meinem Loch und kann grad auch nicht richtig raus. Trotzdem einen gaaanz reellen Gruß  Lächelnd
Paß auf mit dem Blech, Rhini Schockiert Julz, du mußt richtig einfallsreich werden mit deinem Job, habe ich das Gefühl. Kotzen und Sister Moonshine: du bist eine Starke, nun freue dich doch mal darüber. Es ist nicht so leicht, immer ruhig zu bleiben! Zunge
OMA  Grinsend Iwi
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« Antworten #22 am: 01. Dezember 2007, 15:49:50 »

s ist manchmal schwer, freude zu geniessen. besonders dann, wenn man vom leben zuviel oder eben zuwenig weiss. die junge mama weinte drauflos, weil sie zwillinge gebar. ihre beste freundin tröstete sie und fragte, warum sie ihr mutterglück nicht mit freude geniessen könne?
da sagte die traurige mutter nur, sie wisse eben nicht, von wem das zweite baby der zwillinge sein könne.

mir tun solche witzeleien oft gut. sie lenken etwas ab vom waren grund einer krankheit. es gibt so ziemlich keinen wirklich dummen menschen, der depressionen hat. diese krankheit gehört zu hochsensible, intelligente und denkende menschen.
seit etwa sechs jahren spiele ich nicht mehr klavier. nicht, weil ich es nicht möchte, weil ich es nicht kann. ich kann der eigenen musik nicht entlocken, was mein inneres herz hören möchte.
bis heute.

morgen, ja, morgen werd ich es versuchen. und ich freue mich nun darauf. obwohl ich es schon so oft immer wieder versuchte, gelang es mir bisher leider nie mehr. von 91 bis 01 ging das alles 10 jahre ohne sorgen. dieser freiheit trauerte ich nun lange nach. es ist zeit, in mir ist es zeit, mich dieser freiheit wieder mit voller seele hingeben zu wollen - und zu können.

etwas älter geworden, schmerzen in den gelenken, werde ich überfühlen, ertragen. denn es gibt mich, jeden, uns alle, nur ein einziges mal im leben selber.
da lohnt es sich, schmerzen zu ertragen, um trotzdem sich selber in freiheit und wogen des glücks bewegen zu dürfen. auch für mich ist musik mein leben selber. nicht das wort. nicht die sprache - wörtlich gesprochen.

der klang in harmonie, mit finger und körper hervorgezaubert, wird jede krankheit überwinden.
dafür lebe ich. dafür sterbe ich - eines schönen tages. nur für das. in liebe, seele und dieser von gott gegebenen freiheit meiner kleinigkeit.

ich umarme euch alle mit einer besonderen herzlichkeit. (und es tut mir so gut, es tun zu dürfen).

oba
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« Antworten #23 am: 01. Dezember 2007, 16:27:16 »

Ich umarme Dich auch. Und freue mich so für Dich.

Traurige Grüße von Sister Monshine
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Rhini
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« Antworten #24 am: 02. Dezember 2007, 08:41:48 »

Hi
Und da habens wir ihn wieder, den lieben Oba. Schreibt, was ihn bewegt und schreibt, wie es mir geht... Nicht zuletzt die Enge, eigenes Handeln nicht mehr unter "Kontrolle" zu haben; schöne, erholsame Beschäftigungen nicht mehr ausführen zu können...
Und ja, wir sind so klug, so sensiebel und leider auch so verletzlich.
Ich schmiede Pläne; solche für die Zukunft und ertappe mich dabei, mich zu fragen, ob ich das genießen werde??? Ich frage mich, ob ich mir wieder Zeit für das Schreiben, das Malen und die vielen anderen Beschäftigungen, die ich einst so gerne gemacht habe, nehmen werde und ob mich das zufriedener macht???
Ich "zerfleische" mich selbst und denke im gleichen Atemzug, dass es Blödsinn ist, weil mir derzeit nichts mangelt, nur an mir selbst. Und ja, langsam schleichen sich die Alltersbeschwerden ein; Gelenke knirschen, Rheuma macht sich breit, die Kraft lässt nach... Damit könnte ich ja noch umgehen, aber, und das ist das Gemeine, zu wissen, dass der Kopf, der Magen ok sind und doch immer wieder diese Auswüchse eines unwilligen Geistes auf den Körper... Das macht mürbe, lustlos... Damit kann und will ich nicht... Und dann steht da bei Oba ein Klavier (spiel für mich, bitte) und ich fühle, wie ich eine Melodie höre... nichts Bestimmtes, nichts Greifbares, und doch so schön, dass sie mein Herz erwärmt, mir neuen Mut gibt und die herniedergetretene Kraft, die da Hoffnung heiß, wieder wachsen lässt... Das ist vielleicht der wahre Grund, warum ich immer wieder hier hereinschneie, nicht um mich auszuheulen, sondern immer wieder den kleinen Funken zu entzünden.
Und wenn du dann spielst, lieber Oba, erlaube mir, dass ich zu meiner Klampfe greife und mit ungelenken Fingern die Saiten zupfe, dazu lauthals oder leise mit schräger Stimme mitsinge... aus purer Lebensfreude...
Rhini
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