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Ivi
Gast
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« am: 11. Oktober 2007, 09:26:52 » |
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Hallo ich bin neu hier und benötige mal einen Rat. Mir geht es seid längerer Zeit nicht gut und ich weiß nicht wirklich warum. Manchmal bin ich tieftraurig und leer und dann gibt es wieder phasen, wo ich die welt umarmen könnte. Ich habe diese Ausbrüche nicht immer, aber in regelmäßigen Intervallen. Teilweise kommt es vor, dass sich meine Launen innerhalb eines Tages schlagartig ändern. besonders ist dieses auffällig, wenn mir jemand etwas sagt , womit ich nicht gerechnet habe oder von meinem Plänen abweichen. demnach kommt es vor, das ich gereizt reagiere oder sehr enttäuscht bin. Teilweise wird mir auch komisch, d.h ich habe einen Kloß im hals oder ich bekomme starkes herzklopfen. Mir ist aufgefallen, dass ich oft weine aus manchmal lapidaren Gründen oder wenn ich mich angegriffen fühle. ich muss mich auch jedesmal, für jede Kleinigkeit rechtfertigen, sagen andere. Ich habe einen Freund, den ich sehr liebe. Ihm ist es auch schon aufgefallen, das meine Stimmungen sich häufig verändern und er sagt es ist nicht leicht mit mir zu leben. Dennoch liebt er mich auch und er meinte ich soll zum Azt gehen. Organisch ist alles bei mir i.O. ich dachte erst es sei die Schilddrüse oder die Pille, die Schuld an meinen Schwankungen haben. Zudem kommt hinzu, das ist ja das bizarre, ich bin therapeutin und arbeite mit kindern und erwachsenen, teilweise auch mit psychisch Erkrankten. Die Arbeit macht mir Spaß und da kommen nie solche Vorfälle vor sondern nur privat! Die Patienten mögen mich und ich bin sehr angesehen. Dennoch passiert es mir oft, dass ich mich schon mit einigen Fällen identifizieren kann. Ich hab mal beim Neurologen angerufen, die haben keine Termine mehr in diesem Jahr frei. Das ist mir zu lang. Und nun frag ich mich, was soll ich machen, schließlich quäle ich mich mit dem ständigen auf und ab und den Grübelein am abend bzw. wenn etwas nach meiner ansicht nicht richtig läuft. Es wäre schön was zu hören.
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Iwi
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« Antworten #1 am: 12. Oktober 2007, 00:19:14 » |
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Hallo Ivi, also ich finde es merkwürdig, wie du hier reinschneist (entschuldige, bitte): mit 24 angesehene Therapeutin und keine Kontakte zu Kollegen, die dir raten würden? Selbst keine Idee, obwohl du mit Menschen therapeutisch umgehst? Na ja. Das kann ich mir ja noch irgendwie vorstellen, aber ansonsten. Vielleicht bist du leicht verstimmt. Jedenfalls, alles Gute.
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Ivi
Gast
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« Antworten #2 am: 12. Oktober 2007, 07:09:57 » |
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Hallo sicherlich habe ich mit leuten darüber gesprochen. es viel auch das wort borderline. ich kenne mich damit auch aus, aber hab in diesem bereich noch nicht so viele erfahrungen gesammelt. ich bin berufseinsteiger und arbeite zu 85% mit kindern in anderen bereichen. dennoch ist die zeit nicht da, jeder hat halt mit sich zu tun. es ist ja nicht so, dass ich es seid kurzem habe, es tritt halt immer wieder mal auf. mal hab ich phasen da kenne ich keine grenzen und bin sehr euphrorisch, dann wieder unglaublich traurig. ich habe momentan angst meinen freund zu verlieren, ich dneke fast jede minute dran und somit kann ich mich nicht auf die arbet konzentrieren. ich bilde mir jeden scheiß ein, jemand anderes wäre besser für ihn als ich...aber ich habe ja gar keinen grund dazu! ich bin zu vielen leuten (privat) oft sehr patzig und habe schon einige freundschaften zerstört. ich hab auch den kontankt zu jahrelangen freundinnen abgebrochen, da ich denke sie sind nichts für mich. Als junges Mädchen hab ich mich oft geritzt, weil ich dachte das ich an vielen sachen schuld bin bzw. schlecht in der schule. ich hab den druck nicht standgehalten. ichmöchte doch nur einen tipp haben. ich denke immer an andere, versuche zu helfen. ich hab mir auch schon so meine gedanken gemacht und versuche er zu bewältigen, is halt nicht so einfach.
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Iwi
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« Antworten #3 am: 12. Oktober 2007, 14:57:55 » |
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Hallo Ivi! Das klingt nach Überforderung im großen Maßstab.  Vielleicht kannst du dir noch mehr kleine Freiräume nehmen, so wie du es hier versuchst.  Ich empfinde mich nicht als Spezialistin, so eine könnte besser auf dich eingehen, gerade in einer akuten Situation: Gedanken an s Selbstverletzen.  Schade auch, daß dein Freund gerade nicht zu deinen Vertrauten gehört. Er bringt bestimmt mehr an Verständnis auf, als du denkst. Versuch mit ihm zu sprechen. Sei mutig.  Du hast gerade soviel zu tun, daß die kleinen Schritte wahrscheinlich noch schwerer fallen und schwer wiegen. Egal wie, du shaffst das. Du klingst nach einer richtigen Powerfrau.  Du hast doch schon ganz schön viel gepackt.  Glaube an dich. Deine Hochs und Tiefs; solche tauchen in meinem Leben auch sehr unvermittelt auf. Ich bin einfach empfindlich.  Brauche ein dickeres Fell. Gibt s denn äußere Anlässe, gibt s was, daß besonders ist? Klar, daß du im Kollegenkreis schlecht deine eigene Situation thematisieren kannst. Habt ihr Supervision? Da würde es hinpassen. Eventuell kannst du das anregen. Ist denn nun das Private, das Berufliche oder beides gleichermaßen belastend?  Was würdest du denn ändern? Also, bis bald. Iwi
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Ivi
Gast
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« Antworten #4 am: 12. Oktober 2007, 18:46:56 » |
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Ich hab mir das auch schon gedacht, dass ich irgendwo mit meiner Situation überfordert bin. Ich gehe morgens früh aus dem Haus und arbeite bis mittags, dann mache ich ca.1-2h pause( in der Zeit wird zu hasue aufgeräumt und die therapien für nachmittags gemacht) und dann arbeite ich bis ca.18/18.30 Uhr. Anschließend fahre ich nach Hause und schreibe Berichte und plane den nächsten Tag. da ich fast nur mit kindern arbeite, bin ich in ständiger Bewegung. Dennoch fühle ich mich zu Hause auch nicht ausgelastet. Mir fehlt irgendwie was. Man funktioniert nur noch. Ich motiviere und gebe viel Lob und wirke immer gut gelaunt auf Arbeit. Danach bin ich einfach geschafft und ausgelaugt. Und mein freund möchte ja auch nicht, dass ich schlecht gelaunt bin. aber es kommt schon ziemlcih häufg vor. Mein Tagesplan ist einfach zu sehr gestaut! Ich habe kaum was vom Tag. Aber was schön ist ich bekomme auf Arbeit sehr viel positive Resonanz. Supervision haben wir nicht und ich möchte auch nicht, sagen wir mal schwächelnd vor meiner Chefin auftreten. Aber auch im privatem Bereich hab ich einfach seid kurzer Zeit viele Ängste und ich weiß nicht warum sie da sind. Angst meinen Freund zu verlieren, denn er ist auch nicht immer einfach. Er hat großes Verständnis für mich, dennoch denke ich, dass er vllt denken würde, das er sich ne neue sucht, als son ne deprifrau zu Hause zu haben. Ich denke er sieht das als AUsrede, das ich so geworden bin. Er verallgemeinert schnell. Ich war nciht immer so sagen wir seit Sommer ist es schlimmer geworden. damals hatte ich auch schlimme vorfälle bei meinem ex-freund. ich hab mich verletzt, weil ich dachte ich bin an allem schuld und wollte ihm damit auch verletzten. das er sieht wie schlecht es mir geht..er hat sich nicht um mich gekümmert und das habe ich ihm übel genommen. ich hab angst, dass es auch bei meinem jetztigen freund passiert. danke fürs zuhören und die ratschläge:-)
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Iwi
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« Antworten #5 am: 12. Oktober 2007, 21:43:03 » |
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Hallo Ivi! Versuche DU, dir mehr Freiräume zu nehmen und zu gestalten, so daß du mal Luft holen kannst.  Und "den Alten" laß mal ne Weile einfach nebendran. Warte ab, was passiert  Deine schönen Erfolge auf der Arbeit kannst du dir doch mal mit einem fetten Lob zugute schreiben. Ich weiß auch, wie das ist, wenn die Gefühle verrückt spielen und Arbeiten ein Anker zum Festhalten. Den mußt du ja auch nicht loslassen, nur vielleicht auch mal Zeit zum Schleifenlassen haben, wäre doch gerade mal wünschenswert.  Und, na ja, zu dem Freund kann ich jetzt auch nicht viel sagen. Ich wünsche mir aber einen, der mich auch als Depri nimmt  und vielleicht mal aufbaut.  Grüße von Iwi Dann ist ja auch noch zu klären, ob du doch mal einen Profi ranläßt. Viele Psychologen/ Psychotherapeuten haben sogenannte Notfallsprechstunden. Bestimmt könntest du jemanden finden, durch eine Art Zentralstelle in der Stadt oder dem Ort, in dem du wohnst und auch vor dem nächsten Jahr.
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Ivi
Gast
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« Antworten #6 am: 12. Oktober 2007, 22:38:13 » |
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ich habe überlegt jetzt einmal dei woche zum schwimmen zu gehen. einfach mal abschalten. ich fand schwimmen schon immer gut. wie kommst du denn mit deinen schwankenden gefühlen klar? was meinst du mit schleifen lassen. Das fällt mir ziemlich schwer. an einen profi hab ich auch schon gedacht. kommt man daso einfach dran? Ich möchte nur einfach mal mit jemanden sprechen der ahnung hat und mich vllt ein bischen steuern kann. mir ist aufgefallen durch das schreiben hier, geht es mir schon viel besser und ich fühle mcih verstanden. was machst du denn in solchen situationen? Ich hab das gefühl, dass du sowas gut alleine hinbekommst.
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Rhini
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« Antworten #7 am: 13. Oktober 2007, 09:25:08 » |
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Hallo, Ivi Erst einmal Gratulation, was du in deinen jungen Jahren schon geschafft hast. Beruflich komme ich aus dem Erzieherischen Bereich, weiß also davon, dass man die Arbeit gedanklich immer auch mit nach Hause nimmt. Ich habe mit verhaltensgestörten und behinderten Kindern gearbeitet, die mir irgendwie besonders am Herzen lagen. Aber das ist eigentlich nicht das Thema. Du bist gut in deinem Beruf, aber im Leben fehlt etwas. Kann doch auch nicht alles sein, wenn man nur Arbeitet, Haushalt macht und so weiter. Kann mir vorstellen, dass dein Freund lieber eine lebenslustige, ideenreiche Freundin hätte, die den Job mit Links macht und ansonsten nur so von Energien sprüht. Schwimmen gehen, Sport machen, das sind Beschäftigungen, bei denen man auch den inneren Druck abbauen kann. Luft holen und sich fragen, was will ich eigentlich und vor allem, wie will ich es? Ja, dieses Selbstverletzen mit dem Gedanken, schau, was du mir antust, kenne ich auch. Genauso, wie, hilf mir, ich bin verletzt und noch einige andere Gedankengänge. Aber warum habe ich nicht gesagt, dass ich etwas anders möchte oder dass ich Hilfe benötige??? Warum habe ich nicht gesagt, dass zB das Verhalten meines Partners mich "verletzt" Du könntest auch deinen Freund bitten, vorübergehend eure Freizeitgestaltung zu übernehmen, zum Beispiel mal gemeinsam einen Ausflug machen. Ich weiß es nicht, aber manchmal verlassen die Herren der Schöpfung sich sehr auf ihre Frauen, was die Gestaltung der Gemeinsamkeit betrifft. Und ja, vielleicht ist man bei Anderen ein guter Diagnostiker, weiß Rat in jeder Lebenslage, nur bei sich selbst "versagt" man hoffnungslos. Sicherlich kein Manko, weil man doch selbst nur einen Blickwinkel besitzt und nicht den Abstand hat, sich von Außen zu betrachten. Ich habe inzwischen den X-ten Therapeuten und nun die Hoffnung, dass er der Richtige ist. Entlich mal ein Mann, der mich nicht in eine Schublade steckt, sondern in alles Ecken und Kanten bei mir blickt. Ich habe noch einen langen Weg vor mir, aber eines ist sicher, wenn man mir in deinem Alter schon hätte helfen können, dann wäre es jetzt nicht so schlimm geworden. Will damit sagen, dass ich Iwi recht gebe, hol dir fachmännische Hilfe.... und es ist auf keinen Fall ein Manko für deinen Beruf. Gerade Menschen, die so eng mit anderen Menschen arbeiten sind immer einer anderen Belastung ausgesetzt, als jemand, der im Laden an der Kasse sitzt oder Maschinen betätigt. Die bekommen eher Rückenprobleme oder Gehörschäden. Und nochetwas zum Schluß: man sollte nicht immer versuchen, dem Anderen zu gefallen; zu aller Erst muß man sich selbst gefallen... Ganz liebe Grüße Rhini
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Ivi
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« Antworten #8 am: 13. Oktober 2007, 10:45:21 » |
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Genauso ist es. Schön das du das verstehen kannst. Bei mir ist auch das Problem, das ich die Arbeit mit nach hause nehme und des öfteren nicht abschalten kann. Von mir wird irgendwie immer verlangt das ich lustig, aufgeschlossen und ideenreich sein sollte, ansonsten wirst du irgendwie gleich abgewertet und missverstanden. aber es ist doch normal, dass man nciht immer gut drauf sein kann. und du hast schon recht, intensive arbeit mit menschen ist wirklich anstrengend, auch wenns spaß macht. bei anderen weiß ich immer einen rat und bei mir selbst ist es nicht so. Wie kommst du damit zurecht und hast du das gefühl, das dir die therpaeutische Hilfe was bringt? Weißt du ich habe das gefühl manchmal eine maske aufzuhaben, nur damit andere nicht sehen, wie es mir geht (also immer freunde strahlend) Ich hab Angst, dass ich dann als misgelaunt und dauernd angespannte freundin fungiere. Trotz meinen Beruf, ist es nicht einfahc an professionelle beratung heranzukommen. ich arbeite in einem Ärzthaus und irgendwie ist es mir unangenehm, da ich mit einigen über patienten rede oder viele berichte schreibe und nun selbst in der misere bin. wie sieht es denn bei dir aus? du hörst dich an, als wenn du auch deutliche probleme hast? aber gut fnde ich, dass du dich gut selbst einschätzen kannst:-) schön das man nicht alleine ist. Ich werd jetzt mit meinem freund tennis spielen bis später...
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Rhini
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« Antworten #9 am: 14. Oktober 2007, 10:53:10 » |
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Hallo, Ivi Und jetzt gehe ich mit meinem Freund Tennis spielen... Ich mache mir zwar nichts aus Tennis, aber das ist etwas (spielen) was ich schon lange nicht mehr gemacht habe. Ich bin derart blockiert, dass ich sofort körperliche Probleme bekomme, wenn ich mal etwas (ZB Malen) möchte. Wenn du magst, schau unter "Kaputte Seele". Dort habe ich mal etwas mehr von mir geschrieben. Ich kann verstehen, dass du eigentlich nicht möchtest, dass deine Kollegen erfahren, wie es dir geht. Ich habe selbst hören müssen, dass man mir dann des öfteren nichts mehr zugetraut hat. Oder es hieß: Aber, aber Frau ... Allerdings bist du eventuell noch nicht zusammen gebrochen und hast monatelange Auszeiten gehabt. Möglichkeit wäre ja auch, zu sagen, dass du dich zur Zeit erschöpft fühlst und traurig und dann zu fragen, wie die Kollegen damit umgehen. In vielen Spaten der psychischen Erkrankungen findet man dieses "himmelhoch jauchzend - zutiefst betrübt" genauso wie "150 % geben und wenn etwas nicht klappt in ein tiefes Loch fallen". Auf und ab sind normal, nur nicht in dieser Extreme. Ja, die Arbeit mit den Kindern hat mir auch spaß gemacht; damals. Ich kann es nicht mehr und bin Berufsunfähig; ggf auch, weil ich mich zu schnell "verbraucht" habe. Vielleicht auch wegen dem Gefühl der Überverantwortlichkeit... Ich habe (selbst bei meiner erwachsenen Tochter) den Eltern nicht viel zugetraut und die vermeintlichen Chancen der Kinder bei mir gesehen. Bei meiner Tochter kann ich besser hinschauen und sie ist eine Supermami... Es ist gewiß kein Größenwahn gewesen, denn ich habe meine Leistungen nicht nach außen getragen, jedoch immernoch oft genug das Gefühl, dass ich helfen muß; schon bevor ich um Hilfe gebeten wurde... Das ist zB eine Sache, die ich dabei bin zu lernen: Helfen, wenn man um Hilfe gebeten wird und vorher absehen, ob es für mich leistbar ist. Ich habe das Gefühl, dass es nicht schlimm ist, wenn ich mal nein sage. Vielleicht wird dann auch die Sorge um den Anderen kleiner, wenn ich sehe, dass sie doch vieles noch alleine schaffen. Nun gut, der krüpplige Baum in mir ist enorm groß, da hat mein Thera sicherlich noch viel Arbeit, den wieder gesundzustutzen, dass er neu austreiben kann. Ich bin sehr ungeduldig, aber mir ist auch klar, dass man eine Geschichte, die schon dreißig, vierzig Jahre andauert nicht in ein paar Wochen abhaken kann. Deshalb ja auch den Rat, sich möglichst schnell (und wenn es ein halbes Jahr dauert) Hilfe zu holen.
Ich wünsche dir erstmal einen schönen Sonntag und wünsche dir ein sanftes Lächeln deines Freundes... Rhini
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Ivi
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« Antworten #10 am: 17. Oktober 2007, 22:21:43 » |
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da mus ja viel passiert sein. hast du denn keine Möglichkeit, deine Blockaden zu lösen? Helfen dir denn die Ratschläge deines Therapeuten? Was wurde bei dir denn genau diagnostiziert,wenn ich ml fragen darf? Wie lange hast du gearbeitet in deinem Beruf? Ich hatte einige tage, da habe ich mal nicht gegrübelt. Ich hab mich abgelenkt, mit Sport und Klavier spielen. Hilft dir sowas auch oder kommt es bei dir gar nicht soweit dazu? Aber heute abend schwake ich schon wieder in negative Situationen. Ich saß vorhin grad in der Badewanne und hab einfach geweint. Ich weiß nicht ob man das nachvollziehen kann, momentan hasse ich mich, im Bezug auf meinem Körper, obwohl andere sagen würden, du spinnst. Das kommt halt noch dazu, dass ich öfters vor dem Spiegel stehe und unzufrieden wirke, obwohl ich es nicht müsste. Dabei denke ich, das mein Körperbild verzehrt ist. Dabei schwöre ich, dass ich wenige esse oder mehr Sport machen muss. Aber dann halte ich es wieder nicht ein und ärgere mich wieder über mich selbst. Andere würden denken ich bin bescheuert, aber ich kann es nicht abstellen. Aber ich merke, dass das Grübeln wieder kommt und ich mag nicht schon wieder in einer negativen Phase stecken. Vor allem denkt mein Freund wieder ich bin schlecht drauf, obwohl es nur wieder eine Auseinandersetzung mit mir ist. Ich habe ihm schon davon berichtet, dennoch glaub ich versteht er es nicht so, wie auch....
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Rhini
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« Antworten #11 am: 18. Oktober 2007, 09:43:18 » |
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Hallo, Ivi Ja, es ist viel passiert in meinem Leben, was ich nicht "normal" verarbeitet habe. Aber das sollte mich heute nicht mehr beeinflussen... das ist ja vorbei und es geht um das Heute und die Zukunft. Nein, ich habe nicht die Möglichkeit, meine Blockaden zu lösen. Sie sind teilweise auch im Unterbewußtsein verankert und ich bekomme sie nicht immer mit. Abends denke ich nur immer wieder daran, was ich gerne gemacht hätte und wieder mal nicht getan habe. Zur Diagnose: viele Ärzte, viele Diagnosen. Demnach wohl am ehesten eine multiple Persönlichkeitsstöhrung. Mein Therapeut gibt mir keine Ratschläge, wir reden über verschiedene Dinge, hinterfragt viel, und dann gibt er mir eine "Hausaufgabe" auf, die ich mehr oder weniger erfüllen kann. Es kommt mir vor, als müßte ich tausende an Dingen anders sehen und anders mir ihnen umgehen. Aber ich habe doch das Gefühl, entlich den richtigen Thera für mich gefunden zu haben und mir kleinen Schritten wenigstens einiges zu erkennen.
Körperprobleme? Ich sah auch schon mal besser aus. In den letzten Jahren zu Hause habe ich viel zugenommen. Vor allem am Bauch. Da geht es mir wie dir, ich müßte etwas tun, denn Essen tue ich nicht viel, auch Salat oder Obst esse ich gerne. Ich habe einen Stepper und einen Bauch-Weg Trainer, die in meinem Zimmer einstauben, weil ich mich nicht überwinden kann, regelmäßig etwas zu tun. Ich denke immer, ich könnte es auch am nächsten Tag noch tun... Blockade eben. Ich mag mich so auch nicht besonders, hoffe aber, dass auch das wieder wird, wenn es mir etwas besser geht.
Fragt dein Freund dich, ob du schlecht drauf bist oder vermutest du, das er es denkt? Niemand, der etwas Hirn hat, kann glauben, dass man immer ein Strahlemann sein kann. Das braucht man nicht verstehen, das sollte ein Partner akzeptieren. Wichtig ist nur, dem Anderen ggf klar zu machen, dass es nicht an ihm liegt, sondern das es ein Teil von einem selbst ist. Ich habe mir angewöhnt, meine Bedürfnisse meinem Partner zu sagen, zB wenn ich in den Arm genommen werden möchte, nur so, weil ich vielleicht gerade traurig bin oder Schutz brauche. Vielleicht schaust du mal, was dir in den negativen Phasen gut tun würde. Vielleicht kann dein Partner damit gut umgehen, da er auch sieht, dass er etwas bewirken kann. Soviel habe ich sehr schnell begriffen, dass kein Mensch, der nicht so erkrankt ist, nachvollziehen kann, was los ist. Man kann nicht vorbeugen oder erlernen, wie man damit umzugehen hat, weil jeder Mensch verschieden ist und es höchstens Muster gibt, in denen man verschiedene "Fehlverhalten" ein- oder zuordnen kann. Nun, wir arbeiten daran... Liebe Grüße Rhini
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Ivi
Gast
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« Antworten #12 am: 24. Oktober 2007, 10:36:31 » |
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Ich habe mit ihm darüber gesprochen, es war echt schwer für mich. Er hat auch Verständnis, aber wiederum denke ich, dass man mir das nicht wirklich abkauft und ich nur die Jammertante bin. Ich hab da auch kein Bock drauf, wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich am liebsten an gar nichts denken. Ich male mir teilweise sehr schlimme Erlebnisse aus und wunder mich vorher das kommt. Mit meinen Köper müsste ich eigentlich zufrieden sein. ich habe jetzt fast 10 Kilo abgenommen, nachdem ich meinen Freund kennen gelernt habe. Ich wiege 64kg bei 1.80m. Wenn ich ein Problem habe schiebe ich es schnell auf meinen Körper, warum auch immer. Es sind vllt viel tiefere liegende Sachen.
Und wenn du versuchst dich mal zu überwinden, dir evtl mal Motivationskarten schreibst oder eine Collage machst mit deinen Zielen im Leben? Vllt solltest du schauen was du wirklich magst und dich selber motivierst und nicht immer von anderen! Ja die Therapeutensuche ist nicht einfach. Ich bin auch kein Psychotherpeut oder Psychologe. Aber ich habe mir überlegt, was tut mir gut und das mache ich auch. Sicherlich suche ich dringend das Gespräche, weil ja viele Sachen unterdrückt bleiben. Und mein ungutes Gefühl begleitet mich auch in ständigen Intervallen. Mein magen dreht sich um, Herzrasen und Schmerzen in der Brust kommen immer dann vor, wenn cih die schlimmen Dinge vor meinen Augen habe.
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