annemine
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« am: 25. Januar 2011, 17:44:31 » |
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Hallo... Ich bin neu hier und hoffe ich mache mit der Anordnung meines Problems nichts falsch. Ich habe schon immer psychische Symptome gehabt, wurde therapiert mit Gesprächen und Tabletten und habe Diagnosen erhalten, die der nächste Arzt dann immer gern umwarf um andere zu äußern. Mein Problem ist sicherlich, dass ich anderen, geht es mir auch noch so schlecht, immer weißmachen kann alles wäre in Ordnung. Vor allem wenn ich merke dass mein Gegenüber, sei es auch ein Arzt, beunruhigt ist wegen meiner Ausführungen, dann fahre ich zurück und gebe mich wieder gefestigt. Das verhindert leider immer auszusprechen was wirklich los ist. Fakt ist wohl eine Angststörung, Depressionen und Depersonalisation woran man mich "leiden" sieht. Letzteres bedeutet man "steht neben sich", das kenne ich fast nicht anders, habe mich als Kind schon eher von weitem beobachtet, statt "bei mir" zu sein. Das empfand und empfinde ich aber nicht als negativ. Lediglich meine darin begründete Sicht von außen auf mich selbst fällt anderen immer wieder auf, weshalb ich es hier erwähne. Zu meinem Pproblem: Ich fühle mich dermaßen wertlos, dass ich glaube für mein gesamtes Umfeld eine Belastung zu sein. Ich habe das in Maßen schon immer so empfunden, was sicherlich in der Kindheit begründet liegt, da meine Eltern kein großes Interesse an mir als Kind hatten (heute ist das anders). Im Laufe der letzten Monate hat sich dieses Gefühl der Wertlosigkeit sehr gesteigert, erst langsam, unmerklich, dann praktisch täglich. Als würde ich zerissen. Ich habe keine richtigen Freunde, wenige Bekannte nur aber einen Freund der mir nahe steht und zeitweise innigen Kontakt zu meinen Eltern (einzeln, da getrennt) und meinem Bruder. Dennoch habe ich es noch nie geschafft wirklich zu äußern was ich denke und fühle, wie oben geschrieben, rudere ich immer schnell zurück und kratze lediglich an der Oberfläche. Hier gelingt es mir vllt im anonymen Raum mehr Preis zu geben. Zurück zu meinem Pproblem: Seit kurzem hat sich diese Wertlosigkeit so sehr gesteigert dass ich nur noch danach lebe, dh. mich selbst habe ich irgendwie verloren. ich spüre nichts mehr, keine eigenen Bedürfnisse und ich habe vor allem das Gefühl die Erfüllung dieser auch nicht zu verdienen. Ich bin oft enttäuscht von mir selbst, habe das Gefühl alle zu belasten und nie eine Bereicherung zu sein. Ich bringe nichts Gutes, nur Kummer und Sorgen oder im besten Falle nichts. Ich fühle mich schuldig ohne zu wissen woran ich schuld sein soll. Bevor ich jemanden um etwas bitte versuche ich alles es selbst und allein zu erledigen oder verzichte darauf. Nicht weil ich Angst vor anderen Menschen habe oder vor Kontakt, sondern weil ich sicher bin, dass es sie nervt, dass es viel verlangt ist wenn sie mir -ohne selbst einen Vorteil davon zu haben- helfen. Ich schäme mich wg belanglosem Durchfall zum Arzt zu gehen und ihm seine Zeit zu rauben, die er für andere Patienten braucht. Auch habe ich lange gebraucht mich durch zu ringen diesen Beitrag zu schreiben, euch damit zu belästigen. Aber vielleicht stille ich auch ein gewisses Interesse und finde gleichzeitig einen Weg zu gesünderen Gedanken. Ich habe grundsätzlich das Gefühl zu stören und anderen Arbeit zu machen. Dieses Gefühl mir gegenüber projeziere ich mittlerweile auch schon auf andere, so dass ich glaube in Ihren Gesichtern genervte Ausdrücke zu sehen oder sogar völlige Ablehnung und Hass. Ich verdrehe ungewollt jedes freundiche Gespräch ins Gegenteil, so dass die Menschen unfreundlich werden ohne dass ich verstehe warum. Ich habe es nicht verdient Gutes zu erfahren, Anderen jedoch tue ich gern Gutes oder helfe wo ich kann. Ich wäre sehr selbstlos sagt man mir nach, wobei ich anfangs dachte, dass diese Menschen sich täuschen. Mittlerweile habe ich bemerkt dass wenige so handeln wie ich, im Grunde denken die Menschen immer erst an sich selbst oder an Profit und handeln auch so. Wenn ich sehe wie viel Geld in Unterhaltungssendungen gesteckt wird, während woanders Kinder verhungern weil ein paar Cent für Ihre Nahrung fehlt, dann könnte ich platzen vor Wut. Kritik an den Zuständen der heutigen Welt üben, darin bin ich Profi. Aber verändern wird das nichts, meistens werd ich nur belächelt. Das widerum macht mich traurig, wütend und bestärkt mich wieder darin dass meine Gedanken auch vorteilhaft sind. Nun aber ist mir in einem Gespräch mit meinem Freund klar geworden dass mein Gefühl mir gegenüber sehr gestört sein muss. Ich habe schon oft daran gedacht mein Leben selbst zu beenden. Allerdings hält mich der Gedanke ab, dass ich ihn zurück lassen würde, als einen Mann dessen Freundin sich umgebracht hat. Das würde er nie verkraften und ich wäre Schuld an seinem Kummer. Ebenso würde meine Familie das nicht verkraften können. Mir gegenüber habe ich aber keinerlei Bendenken was das angeht und als mir das gestern bewußt wurde, wurde mir auch klar etwas tun zu müssen. Ich möchte mich wiederfinden und etwas ändern aber ich weiß nicht wie. Mein Verstand allein schafft das offensichtlich nicht.
Über Antworten jeder Art wäre ich sehr dankbar. Ich hoffe jemand hat Lust dazu und mag sich meinen Text hier durchlesen:) Und ich wünsche euch allen alles erdenklich Gute.
annemine
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