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Autor Thema: vom dialog zum monolog ists nicht weit  (Gelesen 1096 mal)
oba
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Beiträge: 359


« am: 20. November 2007, 12:22:36 »

Hallo leutz
grad bei psychischen erkrankungen ist der weg vom dialog zum monolog nicht weit.
schnell is man weg vom fenster, wenn man nicht mehr funktioniert, wies eben üblich erwartet wird von den mitmenschen. resultat oder moral der geschicht ist scheidung, kündigung der arbeit oder am end eine todesanzeige mit dem liebevollen text:

"er/sie war halt zu sensibel für das leben".
(wie passt da mein titel? vom dialog zum monolog ists nicht weit?)

nu geht?s in ein neues jahr dann. s war ein langes überlegen, wanns so weit sein sollte für mich. trotz dem wars sehr spontan. meine thera mit dem doc beende ich auf ende jahr.
nach nu fast 7 jahren doch ein bisschen wehmut. für die letzte thera besprech ich mit ihm die ganze zeit dieser regelmässigen sitzungen. das gute, das schlechte. die erfolge, die misserfolge und das jetzt.

die medikamente werd ich nu vom hausarzt verschrieben bekommen. denn, sie gehören zur bekämpfung, linderung der depri. s war mit mir, für mich selber ein riesen chrampf, das zeugs nehmen zu ?müssen?. Hab selber die dosierungen mal rauf und runter gesetzt, um herauszufinden, ab wann, wo und wie diese medikamente mich ?steuern?.

mit zu wenig wars, als sei ich nur ein simulant, schlecht gelaunt und immer unzufrieden. mit zu viel wurds mir immer schlecht, müde und ohne power. dadurch genau so gereizt und ekelhaft. und mal ganz ohne medikament war ich sexuell dafür auf der notspur. scharf und ohne befriedigung. hässig und eben depresiv bis zum ausschlöschen meiner selbst bereit.

nu hab ich seit fast einem jahr keinen anfall mehr gehabt. unter anfall versteh ich selbstmordgedanken, wutausbrüche oder überreaktion auf unangenehme, belastende altagsituationen. eben, weil ich die richtige dosis medikamente regelmässig einfach nehme und aktzeptiere, sie nehmen zu müssen.

nach dieser thera kann ich sagen, ich bin stärker geworden. heut motz ich halt mal schneller. bin spontaner mit negativen gedanken. sag ohne angst mal ?nein, danke?, wenn ich?s so meine. fress mich nicht mehr auf mit einem ungewollten ?ja?, nur damit alles schön brav für die anderen passt.

hab auch da die dosierung finden müssen. ein zu kaltes ?nein? konnte viele freunde verletzen. Ein zu warmes ja wurde überspielt, als sei es eine lüge.
sich zu fest verschliessen war genau so, wie sich zu schwach zu öffnen. obwohl sich jeder wünscht, unter menschen mensch zu sein, manövrierte ich mich in eben diese sackgasse der einsamkeit.

keine lust mehr, raus zu gehen war die folge davon und die spirale in die krankheit zusätzlich verstärkt und vorprogrammiert. statt besser, wurde es schlechter.

bis eben alles so richtig vergeigt ist im eigenen leben.

freunde habe ich grad mal keine. dafür mich.  erst mal mich wieder. und die, um mich herum, die geblieben sind, mögen mich. und ich mag diese auch. nenn sie bald wieder sogar freunde. im ernst.

das kleine bisschen egoismus, mich freundlich zu fühlen, mich selber als meinen freund zu haben, ist der erfolg dieser thera. von nun an darf ich davon teilhaben lassen, für andere. für mir freundschaftlich eingestelle menschen. und die bekommen, wie die ?scheinbaren? freunde von früher, von mir fast alles.
nur etwas schenke ich nicht mehr blind drauflos.
vertrauen.
denn, das brauche ich in zukunft erst mal nur für mich.

es soll jeder bitte die taschen selber tragen. die türen selber öffnen, selber mal kochen, bevor er warmes essen bekommt. mir käms im traum nie in den sinn, das mir jemand meinen rucksack tragen sollte noch müsste. den ich hab darin nur dinge, die ich zu tragen vermag.
den balast schlepp ich weder für mich, noch für andere je wieder mit.
frei zu sein bedarf es wenig, es braucht aber schon eine portion mut, mal loslassen zu können und es auch zu wollen.
so frei war ich noch nie. es tut aber gut, zu fühlen, wie freiheit befreit.
meine neue freiheit schenk ich dem leben. mutter sei dank.

seits lieb umarmt, oba
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JEM
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« Antworten #1 am: 20. November 2007, 17:45:18 »

Lieber oba,
ich habe keine Angst um Dich, denn Du bist wirklich vertraut mit Dir!

"freunde habe ich grad mal keine. dafür mich.  erst mal mich wieder."
Dieser Erfolg / diese Erkenntnis hilft Dir doch weiter! (Wirkliche) Freunde gibt es dann , wenn Du dich "verinnerlichst" hast!

"...und die, um mich herum, die geblieben sind, mögen mich. und ich mag diese auch. nenn sie bald wieder sogar freunde. im ernst....nur etwas schenke ich nicht mehr blind drauflos. "
Nein nicht einfach schenken, Du kannst es auch fordern: Vertrauen, Zuneigung und Offenheit!
Du kannst es Dir erst einmal selbst "schenken", aber Du wirst es dann später auch "extern" suchen!

Liebe Grüße
Jürgen
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Gesagt ist nicht gehört, gehört ist nicht verstanden. Verstanden ist nicht einverstanden. Einverstanden ist noch lange nicht angewendet. Angewendet ist noch lange nicht beibehalten.
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Iwi
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« Antworten #2 am: 21. November 2007, 12:16:38 »

Lieber oba!
spontan: Mutig, mutig! Da kannst du auf einen Weg zurück sehen, schwierig und mit Hindernissen und hast an dir gearbeitet und setzt da nun einen Meilenstein.
Der Titel deutet vielleicht an, dass du raus willst aus einer Ecke?Huch? Ich denk drüber nach, komme aber nicht drauf. Dem Monologieserer fehlt einfach die Quaität des Zuhörerers. Andererseits muß der Monologisierer sehr packend sein, sonst läuft ihm ja das Publikum weg.
Fragende, liebe Grüße von Iwi
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oba
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« Antworten #3 am: 21. November 2007, 13:37:01 »

nu jem und iwi,

vom dialog zum monolog ists eben echt oft nicht ganz so weit.
schauts, da sitz man beisamen. wies so geht, plötzlich ist da ein thema
im raum. swar nur gerade mal eine meinung. und schon ist das feuer im dach.
das gespräch (dialog) wird etwas läuter, heftiger. s ging nicht mal darum,
jemandem seine meinung abzusprechen, s ging nur darum, seiner meinung
aus überzeugung festen boden zu geben.

nu aber ist feuer im dach. gewitter und hagel, swird ungemütlich.

verpisst man sich aufs pissi-klo, flucht mal monolog dein "scheiss-deckel" am klo an.
sagt noch mal ein deutliches "gott-verdamme-mich" und meine meinung. die verstehen
einfach nicht, dass ICH eben eine meinung habe, die nu halt nicht in IHR konzept
zu passen scheint. kräftig die spühle drücken.
vorm spiegel mit lauwarmem wasser das gesicht waschen. die haare noch etwas streicheln,
das sie nicht so blöd vom kopf raus stehn. dann zurück in die höhle des löwen.

die sind immer noch laut. ich setz mich und hör zu. sag nichts. nach zehn minuten
fragt mich einer: "was sagst du dazu"?

ich? meint der mich?

"hä?", "sorry, hab grad nicht so richtig mitgehört. aber ich glaub, s ist schon recht so".

der ganze tisch ist plötzlich stumm. alle schauen erst mich an, dann auf die uhr.
s ist schon spät, wer nimmt noch nen kaffe?

der eine sagt ok, der andere lieber nicht. und ich steh auf.
"ich geh dann mal. muss ja morgen früh raus".
röbu, therese und grittlä stehen auch gleich auf.
"oh ja, wir sollten auch."

ich fühl mich so richtig schuldig. die ganze stimmung ist plötzlich im arsch.

dabei wars nur einfach eine meinung. meine meinung.
und ich war der erste, der gehen möchte. sie folgen mir nach.

zuhause streichle ich mal die katze, öffne ihr noch ne dose futter und freue mich, wie
sie so richtig mit dem köpfchen ins futter taucht.
und schwöre mir, beim nächsten mal halte ich einfach die schnautze.
fress mich satt und behalte meine eigene meinung für mich.

hauptsache, das essen war so richtig gut.

gruss oba
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JEM
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Beiträge: 809


« Antworten #4 am: 21. November 2007, 16:58:10 »

Hallo oba,
wie Iwi schon gesagt hat: Du musst unterscheiden: Vortrag oder Diskussion / Disput!
(Dialog wäre eigentlich eine andere Baustelle)
Bei einer (idealen) Diskussion kann jeder seine Meinung in den Raum stellen und dann mit Argumenten untermauern. (Da dies meist Theorie bleibt, werden in den "Profi"-Diskussionen Moderatoren eingesetzt - aber die sitzen bei uns eben einmal nicht am Tisch Smiley!
Du kannst Deine Überzeugung also kundtun, vertreten, aber dann auch den Argumenten der anderen zuhören und darauf antworten (auch wenn Du dazu eine Pause auf dem WC für cool down brauchst)!

Waren meine Gedanken dazu!

Liebe Grüße

Jürgen
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oba
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Beiträge: 359


« Antworten #5 am: 22. November 2007, 13:35:24 »

lieber jürgen,

s ging mir, geht mir meistens in der wortwahl nicht immer unbedingt um die fachlichkeit der worte selber. den titel: vom dialog zum monolog ists nicht weit ist, wie alles, was ich bin und tue, sehr bewusst so gewählt.

faktisch versteh ich deine gedanken zu meinem geschriebenen. der versteckte (vielleicht halt zu sehr versteckt), Inhalt braucht eben etwas übersetzungskunst bei meinen geschriebenen sachen.
so würd ich ner frau nie sagen, sie habe (einfach) wunderschöne augen, (obwohl das bestimmt so ist), sondern, ich würd ihr sagen, in einer fragestellung: "sagte dir schon mal jemand, wie schöne ohren du hast?"

manchmal sage ich sogar für das wort "schöne", "süsse"(ohren). dabei ist mir wichtig, es lieb und beiläufig lächelnd zu sagen. als wärs die normalste sache der welt, verstehst du?

also fachlich:
ein dialog (von altgrich. dialégesthai: sich unterhalten, sich unterreden; dialogein: einander zurechnen) ist eine mündlich oder schriftlich zwischen zwei oder mehreren personen geführte rede und gegenrede. sein gegensatz ist der monolog , das gespräch einer person mit oder vor sich alleine (selbstgespräch).

der monolog ( griech: monos: allein; logos: rede) ist im gegensatz zum  dialog ein selbstgespräch. er richtet sich nicht direkt an einen zuhörer, sondern an eine imaginäre person. faktisch ist natürlich das publikum adressat des monologisierenden, (auch hier im forum).
der ausdruck monolog bezeichnet auch eine rede, die so formuliert ist, als sei sie nicht an einen zuhörer oder gesprächspartner gerichtet.
meistens wird damit nicht das alltägliche selbstgespräch bezeichnet, sondern der bewusste einsatz des alleinigen redens, in der kunst vor allem im theater und in der literatur, zusammen mit gesten. im forum hier ist das geschriebene wort leider ohne gesten oder tonfall. im theater dient der monolog häufig dazu, gedanken und seelische vorgänge einer person hörbar oder lesbar nach außen zu tragen und damit für zuschauer oder eben, wie hier im forum,  einem leser deutlich werden zu lassen.
nebenbei:
das selbstgespräch kann ebenfalls zur kompensation akustischer reizarmut (wie zum beispiel in  einzelhaft)  geführt werden oder ausdruck einer psychischen störung sein.

nun jürgen, bei mir besteht ab und zu eine akustische reizarmut und eine psychische störung.
denn, ich brauche sogar sehr oft etwas abstand von den mitmenschen.
und so gesehen, kann ein dialog zum monolog eben nicht weit weg sein. verstanden?

woran es liegt, kann ich dir auch sagen. es liegt an der angst, gefangen zu werden. verpflichtet zu werden, plötzlich nicht mehr mich sein zu dürfen und zu können.

gerade auch jetzt, fühle ich mich verpflichtet, dir erklären zu wollen (zu müssen), was ich meiner meinung nach exakt und deutlich geschrieben habe, bedeutet.

wie ich erwähnte, der versteckte Inhalt braucht etwas übersetzungskunst bei meinen geschriebenen sachen. finds voll okay, dass du nachfragst. sregt mich manchmal einfach auf, den tieferen inhalt so sehr als übersetzung anbieten, anpassen zu müssen, bis es verstanden wird.

möcht da noch einfach ein kleins zwischenmenschliches problem beschreiben:
s gibt leute, die kommen beim reden so nahe, das mundgeruch, schweiss -und weis der kuckkuck was, direkt hautnah spürbar wird. fassen sogar an meinen arm, beim reden spritz mir der speichel des anderen auf brille und gesicht. ich trette einen kleinen schritt zurück.
das gegenüber rückt gleich wieder nach.
muss ich solchen leuten echt den tag kaputt machen, wenn ich sage: "sie sind mir etwas zu nahe. sie haben mundgeruch und spritzen beim reden meine brillengläser voll?"
wenn ich nämlich so reagiere, versteht es jeder. aber ich mag es, zu komunizieren. eben, mit distanz. keiner kann ja was dafür, wenn er zuviel nähe oder zuwenig nähe nicht einfach so einstellen kann zum andern, das jeder zufrieden ist.

überigens, ich müsste täglich eine freche schnautze haben, wenn ich jedem unanständigen mitmenschen sagen sollte, wo den die grenze zum anstand ist.
bei mir liegt sie an der kasse im warenhaus. und wenn ich, ist grad wieder saison, von hinten angenossen werde, dass ich fast die haare föhnen müsste hinterher.

und eben - das "müssen", oder "müssen-müssen" , erst recht, wegen anderen, regt mich auf.

lieber gruss, sind nur meine gedanken, oba
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JEM
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« Antworten #6 am: 22. November 2007, 14:38:30 »

Hallo oba,
danke für Deine Antwort und Erklärungen.
Das mit dem "Abstand einhalten" ist absolut kein subjektives Problem von Dir. Es ist Grundlage der Kommunikation, dass ein gewisser Abstand eingehalten wird, sonst fühlt sich der Gesprächspartner unwohl - auch ohne "spritzen" Smiley!
(das zu "schulen" ist eine gute Einnahmequelle für sog. Kommunikationstrainer!)

Ich wünsche Dir noch einen guten Tag!

Liebe Grüße

Jürgen
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oba
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« Antworten #7 am: 22. November 2007, 19:15:01 »

lieber jürgen

(das zu "schulen" ist eine gute Einnahmequelle für sog. Kommunikationstrainer!)

es lässt sich viel geld verdienen mit menschen, die "hilfe" suchen.
es lässt sich auch viel geld verdienen, leute auszubilden, die dann diplomiert
hilfe anbieten können.

ist dir, kenn dich ja nicht jürgen, bewusst, wie viel geld an esoteriker, wahrsager und sonstige götter bezahlt wird, nur damit man mal vielleicht aus karten etwas näheres über vergangenheit oder zukunft erfahren könnte?

ein geschäft, fast wie die sexualität.

soll ich dir sagen, was ich davon halte? nichts. null. nada.

zum glück blieb meine bibel, gottes wort, geschlossen. sonst würd ich dir mal das buch über den kopf hauen. aber ich hab es nie gelesen. müsste ich es?

bitte lerne, mir zu liebe, zu verstehen, dass ich ganz anders denke, als du im stande bist, zu verstehen. das muss dir nicht weh tun.
versuch es mal mit einem monolog. oder suche den dialog nun zu anderen.

danke. gruss oba
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Iwi
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« Antworten #8 am: 23. November 2007, 13:30:38 »



Oh oba, da verschwimmt mir jetzt der Anlass vor Augen. Und: Hallo JEM, "Ja", wir sind von Gesellschaftlichkeit diktiert.

Oba! Willst du dich auch vom Forum hier verabschieden? Dabei geht s hier ja anders zu: wir können in einem angenehmen Abstand zu uns selbst und den anderen erstmal geschriebene Texte in uns aufnehmen und in einem inneren Monolog damit umgehen.

Und: grins!!! deine Beziehung zu Frauen (falls die mit deinem Beispiel zum Unterschied zwischen gesprochenem und geschriebenen Wort ausgedrückt war) kapiere ich nicht: Verniedlichung und Binnenerotik ? Das benutzen doch eher Manipulierer, oder bezeichnet das deine an Verbalität scheiternden Gefühle?

Dass Dialog und Gesellschaft unangenehm schief laufen, auch mit körperlicher Beeinträchtigung im Vergleich zum Alleinsein zusammengehen (auch, wenn diese Beschreibung s nicht richtig wider gibt, aber so fasse ich es in meinem kurzen Verständnis hier mal), finde ich eindrucksvoll nachvollziehbar gemacht. Die direkte Überleitung zur Antwortunschärfe von JEM beziehe ich auf seinen Hinweis darauf, dass jeder in Grenzen die Möglichkeit hat, die Form selbst zu regulieren, wobei bei dir gerade das Gegenteil bezeichnet ist: die Unmöglichkeit sowohl etwas zurück zu nehmen, als auch die Situation zu beeinflussen.

Ich bin gespannt, wohin Euch Monolog - Dialog noch bringen, denn besonders umstritten ist zwischendurch und zwischen Euch wohl die Frage, wer die Regie führt. Und deswegen spricht es mich vermutlich auch so an. Und führt mich zu dem schwierigen Zwischen-den-Zeilen lesen, sich auf jemanden "einlassen". Ich lasse mich im Leben abwechselnd ein und auch wieder nicht, abhängig meiner Schätzung nach von Eigeninteresse und Überschneidungen mit meinem Horizont:-) Und ebenso abwechselnd frage ich mich nach dem Fehlerhaften in der Regie, weil s mich... ist einfach ein schwieriges Thema beim jetzigen Abstraktionsgrad und geht eher in Richtung der Erwartungshaltung an Gesellschaft, bzw. der Definition der PartnerInnen und der Zielführung des Spiels.

Gut, dann noch Grüße von Iwi
Gespeichert
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