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Autor Thema: Meine Introspektion  (Gelesen 719 mal)
Iwi
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« am: 23. November 2007, 13:42:41 »

Angeregt von black-rose und Huch(wird nachgetragen!!! Nick vergessen) zum Thema Kindheit, lasse ich mir auch immer wieder Gedanken über meine eigene durch den Kopf gehen. Zur Zeit mit erstaunlichen neuen Erkenntnissen!!
Da sind doch tatsächlich noch nicht durchdachte Ereignisse in meinem Kopf aufgetaucht.

 Ich wundere mich nämlich oft über meine "Eigenschaftslosigkeit" im positiv kämpferischen Sinne der Selbstbehauptung. Das führte mich auf eine der eigentlich unzähligen Situationen, in denen ich meine Mutter am Telefon im Streit mit meinem Vater erlebt habe. Das Neue daran ist, ihr: Oh, nein, jetzt kommt das Argument schon wieder und das darunter geschobene: das Argument akzeptiere ich schon lange Zeit nicht mehr, und dann im weiteren Verlauf die mehr oder weniger erfolgreichen Verhandlungsabschlüsse, die mich auch betrafen, an denen ich aber nicht aktiv mitwirken konnte. Ich erinnere mich, dass ich ein- oder zweimal vielleicht zum Ausdruck gebracht habe, dass mich die Art und Weise der Gespräche stört, mir eine andere immerhin gefallen könnte.
Darauf liegt auch heute noch immer meine Betonung und ansonsten ist Rückzug angesagt. Dabei werde ich immer verschrobener, ist mein Eindruck. Und ich setze natürlich überhaupt keine anderen Forderungen mehr ein :-)

:-D ich bin nicht ml in der Situation überhaupt einem Menschen gegenüber irgendwelche Forderungen formulieren zu müssen, die mich anders als existenz-materiell betreffen. Zur Zeit möchte ich mir nur noch schreiend den Rücken zudrehen und wegrennen.

LG Iwi
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Sister Moonshine
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Beiträge: 556



WWW
« Antworten #1 am: 30. November 2007, 18:49:11 »

Hallo Iwi,

ich finde Deinen Beitrag echt interessant!
Natürlich möchte ich nicht, dass Du leidest, schreist oder wegrennst   Unentschlossen

Aber ich finde es toll. wie Du jetzt manches erkennst, wie manches (wieder) auftaucht und uns auf einmal die Dinge in einem ganz anderen Licht zeigt (ob wir sie verstehen, steht auf einem anderen Blatt  Zwinkernd )

Diese nicht-durchdachten Ereignisse sind die anstrengendsten, aber auch erkenntnisreichsten und - naja, spannendsten - in unserem Leben.
ich wünsche Dir alles Gute in der Auseinandersetzung damit!   

Liebe Grüße, Sister Moonshine
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    ~ Please help me to keep my mind open to the public ~
oba
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Beiträge: 359


« Antworten #2 am: 30. November 2007, 20:02:44 »

hallo iwi

"Da sind doch tatsächlich noch nicht durchdachte Ereignisse in meinem Kopf aufgetaucht."

so ist es. so soll es auch sein. heute hatte ich, von mir gewählt, also die letzte sitzung beim herrn doktor meiner seele.
vor sieben jahren war es, da habe ich den schritt gewagt, mich in eine therapie zu begeben.
da auch meine sexualität als mann mir sehr wichtig war und immer noch ist, wählte ich bewusst einen arzt und nicht eine ärztin. den ich konnte mir damals nicht leisten, mich sogar in meinen arzt (frau) zu verlieben. im damaligen zustand hätte ich mich bestimmt (irrtümlich) sogar verliebt.
deshalb sollte es ein mann sein.
na ja, vielleicht hätte mir eine frau besser getan. vielleicht aber wäre die frucht meines lebens total verdorben geworden.

dein satz aber:
Da sind doch tatsächlich noch nicht durchdachte Ereignisse in meinem Kopf aufgetaucht.
die, wurden bei mir geweckt, die, lernte ich mit ganz anderen augen zu sehen. nicht, weil doc mir etwas eingeredet hat, sondern, weil ich, ja, ich ganz alleine angefangen habe, solche ereignisse zu verarbeiten. doc hat mir nie gesagt, ich müsste und sollte. er weckte nur, was in mir schlumerte und wucherte. er überlies es mir selber, ob ich wach werden würde.

heute abend, steh ich splitternackt da. schäme mich nicht. nun fühle ich mich frei und neu geboren.
das "rüstzeug" zum leben habe ich im gepäck. ich hab alles selber eingepackt. so geh ich nun los.
ohne angst, noch einmal wieder selbstmordgedanken zu haben, ohne angst, mir könnte jemand weh tun, ohne angst, ich könnte versagen.

ab heute werde ich dass mir selbst, mir in selber beigebrachten gedanken, umsetzen können.

verziehen habe ich mir. verzeihe nun auch gerne anderen. nur etwas werde ich mir beibehalten:
mir pinkelt keiner, nicht einer mehr ans bein. wenn, dann wird er es zu merken bekommen.

schenke mein herz jedem, der es gerne annehmen möchte. denn ich kenne die stunden, tage, wochen, die so sinnlos scheinen.

ein bisschen warheit aber, muss ertragen werden können. denn, so ganz ohne ehrlichkeit geht es nie gut. weder zu sich, noch zu jedem anderen.

alles liebe, oba


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Rhini
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Beiträge: 833


« Antworten #3 am: 30. November 2007, 23:29:48 »

Siehst du, Oba, dafür mag ich was du schreibst!!!
Rhini
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