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Sister Moonshine
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« am: 02. Dezember 2007, 19:32:25 » |
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Hallo zusammen, ich verändere mich irgendwie... ich mag keine Menschen sehen oder hören, mag mich nicht mit Ihnen befassen. Wenn ich es muß - wegen der Arbeit, einkaufen o.ä. - dann schalte ich komplett ab. Ich habe keine Angst, es nimmt mir aber irgendie die Luft...schwer zu beschreiben. Also, ich schalte dann ab, bin nur noch in mir drin. Ganz allein mit mit und meiner Welt. Als Kind habe ich das immer getan. Aber ich bin doch kein Kind mehr  Und dieses Abschalten kommt immer öfter, ich hasse die Menschen nicht, hege keinen Groll, aber ich will nur noch in mir sein. Und dann habe ich schon des öfteren Dissoziationen, mir fehlen manchmal ein paar Minuten. Mal hier, mal da. Das kennt Ihr doch bestimmt auch!? Habt Ihr Erfahrungen damit? Liebe Grüße von Sister Moonshine
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JEM
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« Antworten #1 am: 04. Dezember 2007, 15:36:14 » |
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" Aber ich bin doch kein Kind mehr "
Hallo Sister Moonshine, was ist für Dich schlecht daran hin und wieder einmal ein "Kind zu sein"? Aber nicht um Dich für immer in Dein "Zelt" zu verkriechen, sondern um Deinen Gefühlen freien Lauf zu lassen! Du hast in einem anderen Beitrag einmal geschrieben, dass Du nicht mehr weinen kannst, das ist doch schade, denn das ist die einfachste Befreiung für uns alle! Warum WILLST Du nicht mehr weinen?
Du schreibst hier im Forum, stellst Fragen, also willst Du doch nicht wirklich mit Dir ganz alleine sein! Diese vermeintliche Inkonsequenz ist nichts Negatives, sondern nur ein Abbild Deiner gequälten Seele. Aber Du bist, wie jeder von uns, ein einmaliger Mensch und das muss Dir bewusst, von Dir akzeptiert werden!
Dissoziationen: Meinst Du wirklich das "lehrbuchsgemäße" Funktionieren des Bewusstseins auf unterschiedlichen Ebenen - oder nur, dass du irgendetwas vergessen/ausgeblendet hast? Das erstere solltest Du dann in Deiner Therapie ansprechen, das zweite Phänomen ist z.B. bei längerer Einnahme von AD's und ähnlichen Medikamenten "normal"! Ich weiß eines: Du brauchst die anderen Menschen, so wie hier alle im Forum auch Dich brauchen! Also bleibe Dir nahe, akzeptiere Dich und bleibe auch nahe bei uns (und bei allen die um Dich sind)! Ich wünsche Dir gute Gedanken!
Liebe Grüße Jürgen
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Sister Moonshine
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« Antworten #2 am: 04. Dezember 2007, 17:21:12 » |
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Du hast in einem anderen Beitrag einmal geschrieben, dass Du nicht mehr weinen kannst, das ist doch schade, denn das ist die einfachste Befreiung für uns alle! Warum WILLST Du nicht mehr weinen?
Ach Jem, hast Du recht? bis vor ein-zwei Jahren konnte ich gut und bei vielen Gelegenheiten weinen... Ob ich es nicht mehr WILL? Wer weiß...vielleicht denke ich, es ist nutzlos, sinnlos, ein Zeichen von Schwäche...auf der anderen Seite möchte ich manchmal so sehr weinen, auch um meiner Thera zu zeigen, wie schlecht es mir geht, damit sie mich ernst nimmt. Damit ich GLAUBEN kann, dass ich ernst genommen werde. Als Kind und Jugendliche habe ich mir das Weinen 100%ig verboten! Das ging nicht. Jeder dachte, ich hätte noch niemals geweint. Ich war für die anderen einwandfrei. Selbst für die, die mich nicht mochten.
Dissoziationen: Meinst Du wirklich das "lehrbuchsgemäße" Funktionieren des Bewusstseins auf unterschiedlichen Ebenen - oder nur, dass du irgendetwas vergessen/ausgeblendet hast?
Ich meine Beides. Das Vergessen/Ausblenden aufgrund der Medis kann ich gut vom "Ebenen-Dissoziieren" unterscheiden. Denn wenn ich "abrutsche", in mir drin bin, DANN bin ich in meiner echten Welt, meiner eigenen, einzigartigen, unantastbaren. Ich bin nicht ansprechbar und fühle mich sicher. Alleine, ja, aber sicher!!
Daher gehören für mich Alleinsein und Sicherheit zusammen. Wobei Sicherheit niemals gleich Geborgenheit ist!
Danke für Deine Antwort.
Ganz liebe Grüße, Sister Moonshine
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JEM
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« Antworten #3 am: 04. Dezember 2007, 17:43:38 » |
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"Als Kind und Jugendliche habe ich mir das Weinen 100%ig verboten! Das ging nicht. Jeder dachte, ich hätte noch niemals geweint. Ich war für die anderen einwandfrei. Selbst für die, die mich nicht mochten."Liebe Sister Moonshine, eine provokative Frage von mir: Hast Du damals wirklich Dich selbst gelebt oder hast Du nur dauernd ein taffes Image über Dich gebreitet, wie einen Schutzschirm? Woher kommt die Idee, Du wärst "einwandfrei", nur weil du nie weinst? Ich behaupte, das Du mehr Einwände gegen Dich selbst entwickelst, als jemals jemand von außen hatte ( auch diejenigen, von denen Du denkst, dass sie Dich nicht mochten)! Ob ich recht habe, weiß ich selbst nicht, ich bin auch nur sterblich  .... Aber eines weiß ich sicher: Weinen befreit, zeigt dass Du ein Mensch bist, mit Emotionen, mit Unzulänglichkeiten, also liebenswert! Wo liegt da eine Schwäche? Deine echte Welt: Erzähle Deiner Thera davon (mit oder ohne Weinen, sie wird es begreifen!) Denn was du wirklich willst ist Sicherheit UND Geborgenheit! Auch ich danke Dir für Deine ehrliche Antwort! Liebe Grüße Jürgen
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Sister Moonshine
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« Antworten #4 am: 05. Dezember 2007, 09:22:04 » |
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Lieber JEM, ich habe es meiner Thera schon erzählt und - ja - ich glaube, sie versteht es schon. Und ja, bin ein Meister des taffen Image, hab´s jetzt noch, draußen, obwohl ich langsam keine Kraft mehr habe dafür  Schauspielern seit ich ca. 6 bin ist anstrengend  Im August habe ich beschlossen, diese Therapie anzufangen. Vor allem, weil gute Freunde und mein Doc mir dazu geraten haben. Also nicht 100 % freiwillig. Seit ich angefangen habe staut sich mehr und mehr in mir, ich könnte jeden Tag bei ihr reden und reden. Ich komme aus mir selber nicht mehr raus, ich bin inzwischen sehr gerne da, es ist der Höhepunkt meiner Woche, ich lebe immer von Dienstag auf Dienstag  Aber ich kann es kaum noch mit mir aushalten, Freunde lenken mich ein wenig ab, ich habe sie alle sehr lieb, mag sie aber nicht um mich haben  Ich weiß nicht mehr, was ich tun soll, habe ein schlechtes Gewissen, weil ich nie mit etwas positivem zur Thera kommen kann  ich fühle mich absolut schrecklich. Ich habe Angst, es gibt keine einzige Träne mehr in mir... es ist so ein Gefühl, als würde ich niemals mehr anders ticken als jetzt und es ist für mich komplett unvorstellbar und ausgeschlossen, jemals eine Zeit wieder zu erleben, in der ich nicht Angst, Wut, Hass und den Drang nach SV habe... Ach JEM, ich freu mich immer über Deine Antworten. Danke dafür. Ganz liebe Grüße, Sister Moonshine P.S. Auch liebe Grüße an Gitty. Wie geht es ihr denn? Ist´s besser???
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Rhini
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« Antworten #5 am: 05. Dezember 2007, 10:31:30 » |
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Hallo, Sister Moonshine Ich klinke mich mal ein bei euch. Ich habe auch keine "Kraft" mehr, eine ewig lächelnde, freundliche Fassade aufrecht zu halten. Ich habe gelernt, dass es besser ist, wenn ich mich nach dem Wind biege, aber irgendwann kommt mal ein Sturm... Nun stelle ich für mich fest, dass "von mir" durch das Verbiegen nicht mehr viel übrig ist und ich will mich zurück! Ich will meine Kraft für mich und für die nutzen, denen ich sie geben will und nicht denen, die sie von mir abverlangen (mit welchem Recht???). Ja, dann schaue ich hin und sehe, wieviel Kraft und Energie ich aufwende, jeden Tag, jede Stunde... Nicht so, wie Jene Anderen es von mir erwarten würden, sondern so, wie es mir nicht schadet, eher hilft, einen besseren Weg zu finden, als sich immer vor allem zu ducken und zu kuschen... Bei meiniger jetztigen Therapie (Dienstags!) habe ich festgestellt, dass ich aufgewühlt hingehe und aufgewühlt nach Hause fahre. Es ist anstrengend, weil ich oftmals nicht nachvollziehen kann, was mir die Sachen bringen, die da besprochen werden. Seit mehreren Wochen geht es mir körperlich schlechter, bin ich unruhiger und so weiter... Und dann gehe ich hin, weil ich mir erhoffe, mein Thera hätte einen Schlüssel für mich, der das goldene Tor öffnet... Natürlich immer in dem Wissen, dass ich selbst dieser Schlüssel bin... Mit positivem zum There zu gehen... Warum sollte ich ihn/sie erfreuen wollen? Mir ist nicht nach Positiv und dass soll er/sie wissen. Wenn ich mich bei ihm verstelle, wie in meinem ganzen Leben, wird er mich nicht mehr richtig wahrnehmen können und eventuell falsche Ansätze der Therapie aufbauen... Ich bin, wenigstens bei ihm, echt! Du auch???!!!
Ich heule Rotz und Wasser, oft und oft und oft... bei jeder Gelegenheit; über Leute, die sich nach Jahren wiederfinden (TV), über traurige Tierdokus, über alles, was schönes und schlechtes passiert... Da laufen die Tränen von alleine... Aber über meine eigene Traurigkeit kann ich auch noch nicht weinen. Als Kind konnte ich es, wurde aber als Heulsuse, als Wehleidig und so weiter nieder gemacht, bis ich die Tränen abschaffte... So langsam kommen sie wieder... Und als mein Pa vorieges Jahr starb, meinte meine Mutter "Heul doch!"... da habe ich gesagt, das werde ich tun, denn es tut weh!!! Trauer und das damit verbundene Weinen ist ein Teil von meiner Gefühlswelt, genauso wie Mitgefühl (TV-Weinen). Wenn ich dich also richtig verstanden habe, möchtest du mehr "du selbst" sein und als solche dann wahrgenommen werden??? Dann ist es wohl nötig, dass du dich selbst erstmal wahrnimmst und vor allem akzeptierst, wer du bist... Und wie sagte mein Thera so treffend: Schau ein wenig wohlwollend auf dich herab!!! In diesem Sinne Rhini
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Sister Moonshine
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« Antworten #6 am: 05. Dezember 2007, 11:03:07 » |
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Bei meiniger jetzigen Therapie (Dienstags!) habe ich festgestellt, dass ich aufgewühlt hingehe und aufgewühlt nach Hause fahre. Es ist anstrengend, weil ich oftmals nicht nachvollziehen kann, was mir die Sachen bringen, die da besprochen werden. Seit mehreren Wochen geht es mir körperlich schlechter, bin ich unruhiger und so weiter... Und dann gehe ich hin, weil ich mir erhoffe, mein Thera hätte einen Schlüssel für mich, der das goldene Tor öffnet... Natürlich immer in dem Wissen, dass ich selbst dieser Schlüssel bin...Meine liebe Rhini, auch ich bin vorher und nachher aufgewühlt, stelle mir die gleichen Fragen und fühle mich einfach nur unsäglich schlecht. Und wie Du auch meinst, man kann doch nicht ständig erzählen, wie sch*** es einem geht...irgendwann ist man unglaubwürdig und dann ist alles verloren. Wenn ich dich also richtig verstanden habe, möchtest du mehr "du selbst" sein und als solche dann wahrgenommen werden??? Dann ist es wohl nötig, dass du dich selbst erstmal wahrnimmst und vor allem akzeptierst, wer du bist... Ich glaube schon, dass ich größtenteils authentisch rüberkomme, aber auch, dass ich es niemals schaffen kann, meine Emotionen zu zeigen. Ich hätte solche Angst, abgelehnt zu werden, gleichzeitig den dringenden Wunsch, mich anzulehnen. Ich liebe meinen Partner, aber ich kann seit längerem menschliche Anwesenheit nicht ertragen  Ich KRIECHE um Anerkennung und Nähe zu bekommen und ich werde aggressiv und zynisch, wenn ich sie bekommen SOLL! Ich kann bei mir nicht hinschauen, bin halt zu sehr in mir selber. Sehe mich da stehen aber kann mich nicht objektiv betrachten. Tue mir weh, weiß, was ich tu, betrachte es aber als wär´s nicht mein Problem... Ich habe so Angst, dass es niemals aufhört, und ich habe Angst das erste Mal im Leben ein Versprechen zu brechen, ich bin so hilflos  Und trotz allem, was ich so geschafft habe, konnte ich mich selber nie akzeptieren...warum, weiß ich nicht....was ist da um Gottes Willen mal falsch gelaufen?  Fast vergessen: Liebe Grüße und einen dicken Drücker, Sister Moonshine
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« Letzte Änderung: 05. Dezember 2007, 11:05:21 von Sister Moonshine »
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JEM
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« Antworten #7 am: 05. Dezember 2007, 11:30:35 » |
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Liebe Sister Moonshine, danke für Deine lieben Grüße! (Danke, und ganz liebe Grüße zurück, auch von Gitty, es geht ihr mit dem neuen Medi soweit ordentlich, aber sie hat durch die "Pillenpause"  , jetzt wieder einige somatische Beschwerden. Sie liest aber hier im Forum immer mit und freut sich von euch allen zu hören!) " bin ein Meister des taffen Image, hab´s jetzt noch, draußen, obwohl ich langsam keine Kraft mehr habe dafür Schauspielern seit ich ca. 6 bin ist anstrengend "Ja, so sind viele Deiner Beiträge hier im Forum zu mir rübergekommen "taff" ! Aber taff nur als Schutzschild, nicht als Lebensart... (Gute) Schauspieler sind Menschen, die das Wesen, den Charakter, den Habitus, die Gestik ... von ANDEREN annehmen, spielen können. Aber das ist die Bühne, Du bist mitten im Leben! Deine Rolle heißt hier: Dich selbst zu spielen, zu verwirklichen und der Welt zu "geben". Das fängt damit an, dass Du Dich zuallererst einmal selbst findest und Dich so akzeptierst, wie Du wirklich bist (ohne "Theaterschminke", einfach der liebe Mensch der in uns allen steckt!)! " Ich komme aus mir selber nicht mehr raus, ich bin inzwischen sehr gerne da, es ist der Höhepunkt meiner Woche, ich lebe immer von Dienstag auf Dienstag "Der Abstand von einer Woche mag Dir lange erscheinen, aber er ist auch deshalb therapeutisch sinnvoll, weil sich in der Zeit bei Dir etwas entwickeln kann. Denn letzlich bist DU Dein wichtigster Therapeut (Therapeutin  ). " Aber ich kann es kaum noch mit mir aushalten, Freunde lenken mich ein wenig ab, ich habe sie alle sehr lieb, mag sie aber nicht um mich haben "Liebe Sister Moonshine, ich wiederhole mich jetzt zwar, aber es ist der Knackpunkt: Du musst zuerst Dich selbst lieben, mit allen Deinen Unzulänglichkeiten und dann kannst Du wieder für andere "öffnen". Aber die Unterstützung Deiner Freunde (und sei es auf Distanz) die kannst Du doch in Anspruch nehmen, das ist doch das was Menschen sich immer geben können / sollten: Hilfe in der Not! "Ich weiß nicht mehr, was ich tun soll, habe ein schlechtes Gewissen, weil ich nie mit etwas positivem zur Thera kommen kann " Provokativ: Wenn Du nur Positives hättest, müsstest Du dann überhaupt dorthin gehen? Therapeuten wissen, dass ihr Beruf so aussieht, dass sie mit dem Leiden und Schmerzen ihrer Patienten umgehen müssen. "habe Angst, es gibt keine einzige Träne mehr in mir... es ist so ein Gefühl, als würde ich niemals mehr anders ticken als jetzt und es ist für mich komplett unvorstellbar und ausgeschlossen, jemals eine Zeit wieder zu erleben, in der ich nicht Angst, Wut, Hass und den Drang nach SV habe... "Ich kenne dieses Gefühl aus den "dunklen" Zeiten von Gitty, diese Hoffnungslosigkeit - "es wird nie mehr anders werden" - Du bist jetzt seit August in Therapie, das ist eine kurze Zeit, aber der Beginn Deiner "Verbesserung". Die Schritte nach "oben" sind schmerzvoll, mühsam, aber Stillstand bringt Dich auf jeden Fall nach unten! Und - es gibt noch viele (ungeweinte) Tränen in Dir! Auch von uns nocheinmal ganz liebe Grüße - wir senden Dir Kraft für Deinen Weg! (und: Auch wir freuen uns über Deine Antworten!) Jürgen
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Gesagt ist nicht gehört, gehört ist nicht verstanden. Verstanden ist nicht einverstanden. Einverstanden ist noch lange nicht angewendet. Angewendet ist noch lange nicht beibehalten. [Konrad Lorenz]
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JEM
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« Antworten #8 am: 05. Dezember 2007, 15:33:21 » |
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Liebe Sister Moonshine, ich sehe Du hast Rhinis Gedanken gelesen, mache das ruhig noch einmal, denn es sind gute und richtige Gedanken - schön Rhini, dass du Dich "eingeklinkt" hast!
"auch ich bin vorher und nachher aufgewühlt, stelle mir die gleichen Fragen und fühle mich einfach nur unsäglich schlecht. Und wie Du auch meinst, man kann doch nicht ständig erzählen, wie sch*** es einem geht...irgendwann ist man unglaubwürdig und dann ist alles verloren." Da hast Du Rhini nicht ganz richtig zitiert, sie hat geschrieben, dass es nicht Deine/ihre Aufgabe sein kann den Therapeuten zu "erfreuen". Er MUSS Deine Ängste, Dein Gefühl der Auswegslosigkeit immer wieder "spüren", solange es da ist! Er braucht es als Rückmeldung für seine Therapie. (Wenn Du hier im Forum die Beiträge liest, bekommst Du auch den Eindruck, alles ist sch..., alles ist negativ, liegt aber auch ganz einfach daran dass niemand hier postet: Hallo, es geht mir wieder gut, ich habe es geschafft - es könnten eine Menge tun, aber da haben die das Forum schon vergessen! Hier tummeln sich die, die aktuelle Sorgen haben, aber man darf sich dadurch kein einseitiges Bild aufdrücken lassen!)
"Ich glaube schon, dass ich größtenteils authentisch rüberkomme, aber auch, dass ich es niemals schaffen kann, meine Emotionen zu zeigen. Ich hätte solche Angst, abgelehnt zu werden, gleichzeitig den dringenden Wunsch, mich anzulehnen. " Ich habe da jetzt ein (Verständnis-) Problem mit Dir: Wie willst Du authentisch rüberkommen, wenn Du keine Emotionen zeigst? Da kann ich doch auch ein Video von Dir anschauen! Bist das dann Du? Willst Du Dich wirklich so weit reduzieren / verstecken? Nein Du nicht!!! (sei mir jetzt bitte nicht böse, wenn ich Dir damit zu nahe trete, aber das ist eben jetzt mein Gefühl) Ich behaupte: Du wirst es schaffen Deine Emotionen zu zeigen (sie stecken ja teilweise jetzt schon zwischen Deinen Zeilen), es wird nicht auf einen Schlag gehen, aber du wirst Dich annehmen können! Du hast soviel Stärke in Dich investiert, so dass Du jetzt auch einmal "Schwäche" zulassen kannst! (gerade Schwäche macht uns menschlich..., Du hast Dich jetzt solange "unmenschlich" angestrengt, jetzt kommt Deine Zeit nur für Dich, für das was Dich ausmacht)
"Ich hätte solche Angst, abgelehnt zu werden, gleichzeitig den dringenden Wunsch, mich anzulehnen. Ich liebe meinen Partner, aber ich kann seit längerem menschliche Anwesenheit nicht ertragen Ich KRIECHE um Anerkennung und Nähe zu bekommen und ich werde aggressiv und zynisch, wenn ich sie bekommen SOLL!" Es gibt bei den Angsterkrankungen auch die "Angst vor der Nähe". Es ist eigentlich ein normales Empfinden bei GEFAHR, das in unseren Genen gespeichert ist, es kann aber auch leider krankhaft gesteigert erlebt werden. Du wirst aggressiv und zynisch (das sind auch Emotionen!), weil Du dann meinst Kontrolle über Dich abzugeben. Aber Du gibst nichts ab, Du gewinnst nur Gutes dadurch! Um Dich anzulehnen, musst Du Dich erst einmal fallenlassen..... Versuche es doch einfach! Erst zaghaft, dann bewußter - was hast Du denn dadurch zu verlieren? Liebe (Nähe) ist immer ein Risiko, aber wo lohnt sich ein Risiko mehr als dort?
"Ich kann bei mir nicht hinschauen, bin halt zu sehr in mir selber. Sehe mich da stehen aber kann mich nicht objektiv betrachten. Tue mir weh, weiß, was ich tu, betrachte es aber als wär´s nicht mein Problem... Ich habe so Angst, dass es niemals aufhört, und ich habe Angst das erste Mal im Leben ein Versprechen zu brechen, ich bin so hilflos" Ich habe es bei Gitty erfahren müssen: Du selbst kannst Dich nicht am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen, Deine Angehörige können Dich nur dabei stützen, aufmuntern und lieben! Es braucht aber AUCH professionelle Hilfe von außen, um das alles nach vorne zu bringen. Du bist nicht wirklich hilflos, Du hast angefangen Dir selbst zu helfen, also nehme doch bitte auch die Hilfe "von außen" an!
"Und trotz allem, was ich so geschafft habe, konnte ich mich selber nie akzeptieren...warum, weiß ich nicht....was ist da um Gottes Willen mal falsch gelaufen? " Einige Gedanken von mir dazu: Wolltest Du vielleicht immer einen Tick besser sein, als Du gerade warst? Hast Du Deine Ziele sofort erhöht, wenn Du gemerkt hast, das jetzige Ziel schaffe ich? Hast du Dich damit in einen inneren "burn-out" geführt? Denke einmal in Ruhe darüber nach....
Liebe Sister Moonshine, ich wünsche Dir alle Kraft der Welt, um der Welt zu zeigen wer Du wirklich bist!
Liebe Grüße Jürgen
P.S.: Liebe Sister Moonshine, vielleicht solltest Du dein Zitat (temporär) ändern von: ~ Please help me to keep my mind open to the public ~ auf: ~ Please help me to keep my mind open to my lovely heart and soul ~
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« Letzte Änderung: 05. Dezember 2007, 15:52:27 von JEM »
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Gesagt ist nicht gehört, gehört ist nicht verstanden. Verstanden ist nicht einverstanden. Einverstanden ist noch lange nicht angewendet. Angewendet ist noch lange nicht beibehalten. [Konrad Lorenz]
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JEM
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« Antworten #9 am: 05. Dezember 2007, 18:03:59 » |
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Nachtrag: ~ Please help me to keep my mind open to my lovely heart and soul ~ ~ and let it rock!~ Datum/Zeit: Heute um 11:30:35Autor: JEM
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Gesagt ist nicht gehört, gehört ist nicht verstanden. Verstanden ist nicht einverstanden. Einverstanden ist noch lange nicht angewendet. Angewendet ist noch lange nicht beibehalten. [Konrad Lorenz]
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Sister Moonshine
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« Antworten #10 am: 05. Dezember 2007, 18:10:32 » |
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Lieber Jem,
SCHWÄCHE darf es bei mir nicht geben. Hat es - zumindest nach außen hin - bisher nicht gegeben. Es ist seltsam, aber ich erlaube es nicht. Und "fallen lassen" geht schon mal gar nicht. Noch NIE habe ich das getan, es fühlt sich für mich falsch und gefährlich an! Meine Angehörigen? Die sollen bleiben, wo sie sind, alle zeigen Verständnis, sagen nichts oder reden viel, sind sooo lieb.... ES KOTZT MICH AN Ich will das ganz alleine tun. niemand sonst außer mir. Ich WILL NICHT mit ihnen reden! Und das "lovely heart and soul" sparst Du Dir vielleicht besser, soviel ich Dir über die Entfernung erzählen kann (wer immer Du auch bist) sowenig kannst Du wissen wie oder wer ich bin 
Es tut mir so leid, aber irgendwie fühle ich mich jetzt überfordert. Nicht von Dir, von der ganzen Welt! Ich finde es toll, wie Rhini sich selber "behandelt", ich werde niemals so weit kommen. Heut ist mir etwas ziemlich seltsames und gruseliges passiert: Ich war auf dem Weg von der Arbeit nach Hause und habe eines meiner All-time Favourites gehört (ein Song von Mike and the MEchanics ) Es ist eines dieser Lieder, die eine gewisse Akkord- und Melodiefolge haben, die mich innerlich ZERREISST! Ein unbeschreibliches Gefühl, es zerreißßt mich, in zwei Teile? Erinnerung und Gegenwart? Ich weiß nicht so genau  Vor mir war dieser Caddy, noch weit weg und ich dachte auf einmal, wie aus heiterem Himmel, Scheiß drauf!!! Ich habe mich losgeschnallt und bin aufs Gas getreten (wie logisch man manchmal doch denken kann...) Im allerletzten Moment ist mir auf einmal speiübel geworden, ich habe wirklich gedacht ich müßte k** und zwar sofort,, ich bin in die Eisen gegangen und - dass es sowas noch gibt - der aufmerksame Vordermann macht gleichzeitig einen Satz nach vorne (hat mich wohl im Rückspiegel gesehen), ich sah meinen KOPF SCHON IN DER WINDSCHUTZscheibe, so richtig, hatte eine ziemlich reale Vorstellung von dem Bild - ganz seltsam -. War down, weil es nicht funktioniert hat und noch viel mehr down, weil ich beinahe ein Versprechen versucht habe zu brechen . Jem, ich fürchte ich werfe ein bißchen viel Last auf Dich ... Jedenfalls, ich bin gut zu Haus, ich würde Euch so gerne den Gefallen tun... Euch allen und denen, denen ich angeblich irgend etwas bedeute. Sorry, das es mir so schwer fällt 
Und das "rocken lassen" wird wohl nie wieder funktionieren... Alles Liebe für Euch, ich drücke Gitty die Daumen.
Eure Sister Moonshine
P.S.Macht Euch keine Sorgen, ich werde mir Mühe geben, ganz ehrlich. Kann auch hier mal taff sein 
P.P.S. Entschuldige, falls ich Dir irgendwie zu nahe getreten sein sollte. Ist niemals bös gemeint!!!
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« Letzte Änderung: 05. Dezember 2007, 18:16:44 von Sister Moonshine »
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JEM
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« Antworten #11 am: 05. Dezember 2007, 18:41:37 » |
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Liebe Sister Moonshine,
viel Text, viel Herz, aber wofür eine Entschuldigung? Wegen mir? Habe ich doch mir selbst eingebrockt! DU BIST OK!
Ich muss das alles auch erst einmal sacken lassen, was Du geschrieben hast! (und dann werde ich antworten)
ABER SCHON VORAB: WICHTIG: DU WIRFST KEINE LAST AUF MICH!!!!!
Ich bin glücklich, JA GLÜCKLICH!, dass meine Frau jetzt einigermaßen mit dieser Krankheit zurechtkommt, auskommt! Ich will vielleicht mehr, aber warum soll ich nicht auch schon darüber glücklich sein? Und deshalb möchte ich allen hier im Forum meine Dankbarkeit ausdrücken, meine Erfahrungen einbringen und einige Gedanken beisteuern. Wie gesagt, ich werde Dir noch antworten!
Und - ich würde es gut finden wenn Du NICHT TAFF bist, sondern einfach nur DU!
Und - ich habe noch nie etwas Böses an Dir gespürt - nur eine unendliche Traurigkeit!
Auch ich wünsche Dir alles Liebe Jürgen
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Sister Moonshine
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« Antworten #12 am: 05. Dezember 2007, 19:32:55 » |
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Lieber Jem, hier sitze ich nun. Ich sitze rum. Laute Musik is nich, weil andere Familienmitglieder da sind. Zuviel trinken is nich, weil andere Familienmitglieder das (natürlich) schräg betrachten, oder, noch vel schlimmer, sich Gedanken machen, die ich zwar sehen, aber nicht hören kann. Und ich bin nicht FÄHIG so zu leben. Will woanders, weranders, was anderes sein, möchte ich überhaupt SEIN?... Möchte rausgehen und schreien, jemanden zusammen schlagen, trinken, rumschnauzen, WUT ABLASSEN!!!!!!! "Und - ich habe noch nie etwas Böses an Dir gespürt - nur eine unendliche Traurigkeit!"Danke für das - shcmeichelnde - Gerede (sorry, nicht negativ, Jem) aber wie Du siehst: Auch hier ist eine Menge böses Potential und es überrollt mich halt dann oft  aus heiterem Himmel, selbst, wenn ich nichts getrunken habe... Das war früher schon oft so, aber da konnte ich es somehow einsperren, zügeln, unter-drücken (mit der Betonung auf der ersten Silbe)!! Wo ist das hin? Wahrscheinlich kennst Du all mei Gelaber schon zur Genüge, also, Schluß damit, es hilft mir nicht und Dir noch viel weniger. Verzeih, meine verbalen "Annäherungsversuche", ist wie: will Nähe - hasse Nähe!!!!!!! Ach es tut mir so leid.. Hoffe, Euch beiden geht es viiiiiiiiiiiiiiiiiel besser 
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Sister Moonshine
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« Antworten #13 am: 05. Dezember 2007, 19:40:18 » |
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P.S. Es heißt natürlich "schmeichelnde" und "irgendwie" (statt somehow), sorry.
Und "mein" Gelaber...
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« Letzte Änderung: 05. Dezember 2007, 19:42:00 von Sister Moonshine »
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Sister Moonshine
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« Antworten #14 am: 05. Dezember 2007, 19:53:04 » |
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Ach, und das hätte ich beinahe vergessen: "eine provokative Frage von mir: Hast Du damals wirklich Dich selbst gelebt oder hast Du nur dauernd ein taffes Image über Dich gebreitet, wie einen Schutzschirm?"Lieber JEM, oh ja, ich habe gelebt. Habe fast alles gelebt, was es so gibt...denke ich... Ich habe MICH gelebt, ich habe MICH strapaziert, habe MICH niemals geschont, habe MICh gehasst, geliebt, verachtet, bewundern lassen. Und GLEICHZEITIG hatte ich ein "taffes" Image, jetzt staunst Du, was? ICH habe sicherlich MICH SELBST gelebt. Habe alles ausgenutzt, wenig ausgekostet, aber Alkohol, Drogen, MUSIK gemacht über Jahrzehnte, alles an Menschen kennen gelernt, ich habe bestimmt MICH leben lassen. Trotz einwandfreier Erziehung, trotz eines liebenden und sorgenden Elternhauses, trotz trotz trotz  Aber irgendwann brach es einfach zusammen. War kaputt, einfach WEG. Und weißt Du was, ich stelle fest, dass ich viel zu viel rede (schreibe), es muss so viel raus und ich kriegs nicht raus...  Habe meiner Thera bisher noch sooooooo vieeeeel vorenthalten, waäre ein Lifetime Job, mir zuzuhören, glaube ich... ich mag mir selber schon nicht mehr zuhören... Danke füs Zuhöre (Lesen  ) Ich merke nämlich, dass sich bei mir eventuell Rechtschreibefehler einschleichen, weil ich so schnell tippe und ICH HASSE DAS! Deswegen, einen schönen Abend! Sorry, und NOCH WAS, was mir einfällt: Liebe ist es zu 99% nicht wert. Du fällst...gehst Risiken ein..fällst..undfällst..undfällst...und fällst.... Ich weiß nicht, wie sich Liebe anfühlt, kann sie geben, aber nicht spüren, Auch das Geben kann ich nicht spüren 
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« Letzte Änderung: 05. Dezember 2007, 20:02:03 von Sister Moonshine »
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Rhini
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« Antworten #15 am: 05. Dezember 2007, 23:59:08 » |
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Hi, Sister Moonshine Tja, soviel Wut, soviel Unverstand und soviel Hoffnungslosigkeit... Es ist oK, wenn jemand alles mal rauslässt, obwohl... bei mir wäre immernoch soviel drin... Ja, toll, wie ich mich selbst therapiere, wie gut es mir damit geht (kotz) und wie schnell ich doch wieder auf die Beine kommen werde (schön wärs!) Die letzten SVs sind noch nicht verheilt, gibt keinen Tag, an dem ich nicht ans Abdanken denke... Immer diese Schmerzen, diese Übelkeit... Überall Hilflosigkeit... Nur, weil ich inzwischen vieles begriffen habe, bin ich leider noch lange nicht auf dem Wege der Besserung. Aber ich gebe mir jeden Tag eine neue Chance. Ich freue mich, dass Leute wie Jürgen und Gitty mit mir "reden", weil ich inzwischen vor der offenen Konfrontation mehr Angst habe, als ich ertragen kann. Aber in Einem gebe ich dir doch recht, ich war auch immer ich. Ich habe mich verstellt, weil ich der Meinung war, das es dann leichter für mich wäre. Ich habe mich selbst belogen, um nicht zu erkennen, dass das, was ich leben wollte, so nicht funktioniert. Allerdings kommt bei mir auch eine Fehlentwicklung hinzu; trotzdem, auch das bin ich... Mir kommt es vor, als hättest du dein Ziel verloren und bist im Kreisverkehr gelandet, wüßtest nicht mehr, wohin du dich wenden kannst... Also nicht, wer bist du, sondern was willst du??? Und selbst wenn dir dieser Part deines Lebens im Moment gerade nicht gefällt, frage dich doch bitte, was es dir bringen könnte...
Und die Liebe... Ich verrate dir was, ist zwar schon eine Weile her, aber ich habe auch mal keinerlei Gefühle gehabt; nichteinmal meinen damals kleinen Kindern gegenüber. Ich hatte mich aufgegeben... Nun, mehr als 25 Jahre später: Ich bin noch da!!! Und soll ich dir sagen, warum? Weil ich all denen, die an mir gezweifelt haben es zeigen wollte. Habe mich damals aus Suff und Suizid wieder gerappelt und irgendwann festgestellt, dass ich wieder Gefühle hatte; für meine Kinder, für meinen Papa und zum Schluß, vor acht Jahren, für meinen neuen Lebensgefährten. Bei all meinen Zusammenbrüchen konnte mich niemand richtig therapieren (bin auch zu oft abgehauen). Nun ist inzwischen soviel "kaputt", dass ich froh bin, wenn ich mich irgendwann (hoffentlich bald) wieder mal alleine zum Arzt traue. Ich würde mir wünschen, dass ich demjenigen, der mir beim Eikaufen den Wagen in die Hacken schiebt, um Achtsamkeit ermahnen könnte, oder den Dränglern überall mal Paroli zeigen würde... Es muß kommen, weil ich es mir wert sein sollte und wenn ichs auch nicht glauben mag, auch einigen anderen wert bin. Ich denke, so habe ich noch nie geschrieben, doch wollte ich dir zeigen, dass wir irgendwie alle im "gleichen" Boot sitzen. Und wenn du jetzt auch wütend auf mich werden solltest, ist das schon OK, aber vielleicht überlegst du doch mal, woher diese Wut eigentlich kommt...
Noch etwas, zu mir schriebst du, du würdest niemals so weit kommen wie ich es bin... auch wenn dein Zusammenhang anders gemeint war... ich wünsche es dir auch nicht... weil dort, wo ich jetzt bin, ist ziemlich dünne Luft...
Trotzdem, und vielleicht gerade deshalb, lass uns noch ein wenig austoben!!! (Von mir aus, jeder für sich!) Rhini
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JEM
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« Antworten #16 am: 06. Dezember 2007, 03:30:55 » |
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Liebe Sister Moonshine, ja wahrscheinlich geht es uns beiden in vielem besser als Dir, in manchem aber vielleicht auch schlechter? Ich weiß es nicht und Du weißt es nicht - dazu wissen wir beide viel zu wenig übereinander! Aber das ist vielleicht gleichzeitig unser "Vorteil", denn es nimmt die Befangenheit aus unseren Gesprächen, auch wenn sie dadurch manchmal ein wenig nebeneinander her laufen. Ich bin auch nicht so vermessen, Dir ein Patentrezept oder gar eine Lösung anbieten oder aufzeigen zu wollen. Wenn Du dieses Gefühl hast / hattest, dann ist es nicht das, was ich wollte!
Was ich will: Dir zuhören und manchmal etwas dazu sagen, aber nicht so beruflich fundiert wie Deine Thera, das wäre vermessen von mir, sondern rein nach meinem Gefühl oder meiner Erfahrung.
Was ich NICHT will: Dir in irgendeiner Form zu nahe treten, Dich bedrängen!
Du hast Dir einiges von der Seele geschrieben, auf das ich keine Antwort weiß! Deswegen will ich nur auf einen Satz eingehen: "Liebe ist es zu 99% nicht wert" Sogar, wenn das stimmen würde, wäre das eine Prozent immer noch unendlich mehr als gar nichts!
Liebe Sister Moonshine ich wünsche Dir Gutes!
Liebe Grüße Jürgen
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« Letzte Änderung: 06. Dezember 2007, 03:32:37 von JEM »
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Gesagt ist nicht gehört, gehört ist nicht verstanden. Verstanden ist nicht einverstanden. Einverstanden ist noch lange nicht angewendet. Angewendet ist noch lange nicht beibehalten. [Konrad Lorenz]
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Sister Moonshine
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« Antworten #17 am: 06. Dezember 2007, 07:32:38 » |
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@JEM: Werde bald versuchen, mal wieder was produktives zu schreiben  Danke Dir für Deine Geduld! @Rhini: Ich danke Dir für Dein Vertrauen und Deinen Mut. Ich hoffe so sehr, dass wir uns irgendwann positiver entgegentreten können  Euch Beiden (und auch Gitty) einen wunderschönen (so weit es eben geht ;-) ) Nikolaustag!! Ganz liebe Grüße, Sister Moonshine
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JEM
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« Antworten #18 am: 06. Dezember 2007, 14:03:24 » |
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Liebe Sister Moonshine, alles was Du Dir "von der Seele" schreibst ist produktiv und sei es nur um den Druck in Deinem Inneren ein klein wenig abzubauen! (Aber auch als Gedankenstütze für Deine Thera kannst Du es benutzen...)
Auch wir wünschen Dir einen besseren Tag als gestern! Ganz liebe Grüße Jürgen mit Gitty
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Sister Moonshine
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« Antworten #19 am: 06. Dezember 2007, 16:23:42 » |
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Lieber JEM,
meinst Du, ich sollte/könnte diesen Thread meiner Thera mitbringen?  Ich könnte ihr das alles gar nicht erzählen, würde mich nicht trauen. Und wenn, hättest Du etwas dagegen?
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JEM
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« Antworten #20 am: 06. Dezember 2007, 17:04:53 » |
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Liebe Sister Moonshine, ich habe absolut nichts dagegen, wenn Du den thread deiner Thera zum lesen gibst! Vielleicht solltest Du auch in Zukunft zwischen den Thera-Terminen Deine Gedanken, Ängste, Reflektionen usw. immer zu Papier bringen. Während des Gesprächs bist Du zu abgelenkt, um Dich an alles zu erinnern, was Du erzählen / besprechen wolltest, das ist ganz normal. Du solltest Dich einfach etwas "trauen" und Deiner Thera "ver-"trauen! (aber ist vielleicht so wie früher der "Wunschzettel", schriftlich geht das leichter  ) (Ein Beispiel: Gitty hat z.Zt. nur alle 6 Wochen einen Termin bei ihrer Neurologin/Psychotherapeutin, also keine Psychotherapie, sondern nur Besprechung ihres Zustands. Ich nehme (auf Bitte der Ärztin und auch von Gitty natürlich) immer an dem Termin teil. Denn die Ärztin sagt, sie sieht nur eine Momentaufnahme, wenn der Patient also heute schlecht drauf ist, aber sonst eigentlich nicht, bekommt sie einen falschen Eindruck. Gitty ist aber i.d.R. selbst zu aufgeregt, um über alles zu berichten und das übernehme dann ich. Diesen Teil könnten dann Deine Notizen) übernehmen!) Liebe Grüße Jürgen
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« Letzte Änderung: 06. Dezember 2007, 17:08:37 von JEM »
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Sister Moonshine
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« Antworten #21 am: 06. Dezember 2007, 17:27:26 » |
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Ich danke Dir!  Dan werde ich das am Dienstag mal versuchen... 
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JEM
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« Antworten #22 am: 07. Dezember 2007, 01:53:31 » |
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Liebe Sister Moonshine, einige Zeilen von Rainer Maria Rilke zum Leben:
Indem das Leben gibt und nimmt enstehen wir aus Geben und Nehmen: ein Schwankendes, sich Wandelndes, ein Schemen und doch in unserer Seele so bestimmt.
Hindurchzugehen durch dieses Sich-Verschieben unangezweifelt, aufrecht, unbeirrt von Tag zu Nacht, von Nacht zu Tag getrieben, aus denen unaufhaltsam Leben wird von unserm Leben, Blut von unserm Blut, Lust von der unsern, Leid, das wir erkennen, von dem wir uns auf einmal wieder trennen weil unsere Seele, einsam, schon geruht vorauszugehn...
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