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oba
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« am: 03. Dezember 2007, 18:15:26 » |
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hallo leutz
mir macht manchmal angst, was ich so lesen darf (und muss). zu ändern ist es vielleicht nicht, auch wenn ich nicht der einzigste bin, der sich darüber mit kopfschütteln ärgern kann und tut. zudem sind presseberichte ja auch nicht immer bis ins ganz gezielte einer situation ausgeleuchtet. so ist schuld oder unschuld von weitem gesehen oft nur eine schlagzeile. aber folgendes:
KAIRO taz Ein Vergewaltigungsfall macht erneut die Auswüchse des bizarren saudischen Rechtsystems deutlich. Ein saudisches Gericht in Qatif hat in einem Berufungsverfahren im Fall einer Gang-Vergewaltigung das Opfer zu 200 Peitschenhieben und einer sechsmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt.
Nach der saudischen Scharia-Interpretation ist es Frauen in der Öffentlichkeit nur erlaubt, sich mit ihren männlichen Verwandten zu treffen. Die Frau war bei einem Treffen mit anderen Studenten vor zwei Jahren von sieben Männern vergewaltigt worden.
Der Fall hatte im ersten Verfahren vor einem Jahr im Königreich eine seltene Debatte über Vergewaltigungen und deren Bestrafung ausgelöst, als das 19jährige Opfer damals bereits zu 90 Peitschenhieben und die Täter zu Gefängnisstrafen zwischen 10 Monaten und fünf Jahren verurteilt worden waren. Die Strafe gegen das Opfer wurde nun im Berufungsverfahren erhöht, weil, wie es in der in saudischen Zeitungen zitierten Begründung des Richters heißt, "das Opfer durch die Medien versucht hat die Richterschaft zu beeinflussen". Auch die Strafen der Täter wurden auf zwei bis neun Jahren verdoppelt.
Ursprünglich war der Fall in Berufung gegangen, weil der Verteidiger erklärte, dass die erste Strafe für die Täter als zu milde und das Urteil gegen seine Mandantin ungerecht sei. Das Berufungsgericht hat den Verteidiger dann vom Verfahren ausgeschlossen. Seine Lizenz wurde entzogen und er muss sich nun selbst Ende des Monats in einem Disziplinarverfahren verantworten. "Alles was ich getan habe, war meine Arbeit zu machen und meine Mandantin zu verteidigen", erklärt Abdul Rahman Al-Lahem gegenüber der saudischen Zeitung Arab News.
nun, wo leben wir eigentlich? geilt sich hier jemand auf, dass ein vergewaltigungsopfer mit "arsch-peitschen-hiebe" zusätzlich zu der erniedrigung einer vergewaltigung, hinhalten muss? muss die frau noch heute immer hinhalten, nur weil sie frau (sexualobjekt für denn mann) ist? wird es nicht langsam zeit, dass die welt von mann und frau untertan, das recht erlässt, jedes lebewesen (auch tier) zu respektieren?
ist das machtgehabe nicht schon längst nur noch eine kravattentragende, unmenschliche, schämende, egoistische untoleranz zur würde des lebens?
der klimawandel alleine schon sollte jeden menschen zur vernunft bringen. was nützen uns silvesterraketen? was nützt uns ein knalleffekt mit feuer und rauch? was hilft ein krieg mit der vernichtung von mensch, tier und land?
dass man, wie im kindergarten, eine sandburg neu wieder erbauen könnte? aus dem schaden des lebens wieder was gutes, neues hervorbauen könnte? scheinheilig einen rosenkranz für verstorbene auf den acker des todes legen darf?
und, nach dem gottesdienst, eine woche zeit hat, zu lügen, zu betrügen, zu vergewaltigen, bis zur erlösenden beichte?
gar zu töten? ein opfer sogar mit peitschenhiebe zu bestrafen?
danke schön. so hat es der schöpfer der geschöpfe wohl nicht gedacht.
und ich? ich rege mich auf. wozu den überhaupt? vielleicht nur, weil ich so gottverdammt machtlos bin. nicht dulde, beim geschlagen werden, die andere seite auch noch hinzuhalten. wie jeder andere mensch auch. wer lässt sich schon gerne verprügeln vom menschen selber?
keiner.
kein einziger.
oba
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Rhini
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« Antworten #1 am: 04. Dezember 2007, 09:29:31 » |
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Hallo Ja, eine schlimme Geschichte und leider nicht im Sinne eines Märchens. Ja, es ist schlimm, wenn ich nach links und rechts blicke, so gibt es kaum ein größeres Manko der Welt als den Menschen alleine. Schon ganz dicht dran, Nebenan, wohnen welche, die sich für Großartig halten, andere herumschupsen und sich aufspielen, als wären sie die Herren der Gesellschaft. Wer schaut noch hin, ob es seinem Nechbarn mangelt; wer greift noch ein, wenn Unrecht geschieht??? Da werden die Arme vor der Brust verschränkt und behauptet, dafür wäre man nicht zuständig, das gehe einem nichts an oder da könne man sowieso nichts tun... Ich, in meiner kleinen Armseligkeit, versuchte Jahrzehntelang mit vielen Anderen, etwas hier und da zu ändern, bis ich mir anhören mußte, dass ich ja gegen eine Ungerechtigkeit klagen könne und wenn ich Erfolg hätte, hätten alle etwas davon... Wären Alle aufgestanden und hätten "nein" gesagt, niemand hätte etwas dagegen tun können. Aber nee, vielleicht sind wir ( die Menschen) abgestumpft, dass die tausenden Meldungen irgendwie nicht mehr erreichen, vielleicht sind wir auch derart degradiert, dass wir nur noch nach Oben horchen... Ich kann nicht mehr viel tun, nur versuchen, meinen Mitmenschen mit Freundlichkeit und Aufmerksamkeit zu begegnen, auch wenn es allzu oft nicht mehr gedankt wird. Festhalten an den kleinen Dingen, die man (ich) noch erreichen kann und seis, jemanden mal die Türe aufzuhalten... Ich schaue, ob es meinen Lieben gut geht, auch wenn es mich oft überfordert, sie in den Vordergrund zu stellen. Oft stelle ich mir vor, eine Führerin zu werden, Menschen um mich zu sammeln, die wie ich an die Kraft der Liebe glauben und bereit sind, dafür etwas zu tun. Menschen, die die Hoffnung nicht aufgeben wollen, doch noch etwas bewegen zu können... Träume... Und wenn ich dann im Auto sitze, mitbekomme, wie beschissen sich die anderen Autofahrer verhalten und dann sehe und höre, wie mein Partner am Steuer darauf reagiert, kann ich nur mit dem Kopf schötteln, mich etwas tiefer in den Sitz vergraben und die Musik etwas lauter stellen. Es nützt nichts, wenn ich dann sage, dass es der Situation nicht entspricht, wenn ICH mir sein Gemeckere anhören muß und die Verursacher nichts davon mitbekommen. Und so schließt sich der Kreis mit der Geschichte von Oba; es trifft oftmals die Falschen; und wenn mein Beitrag auch nicht ganz so heftig ist, so bin ich doch der Meinung, es ist das gleiche Prinzip: Solange weggesehen, ignoriert und verläugnet wird, wird es immer wieder die Falschen treffen. (Wie sagte mal eine Therapeutin zu meinem Partner und mir, als er sie um Infos gebeten hatte: Nimms hin, das Leben ist bunt...). Ich lächle meine Nachbarn trotz ihres Fehlverhaltens noch an, denn nichts ärgert sie mehr, als in ein freundliches, fröhliches Gesicht zu blicken... In diesen Sinne Rhini
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JEM
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« Antworten #2 am: 04. Dezember 2007, 14:48:23 » |
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Die Welt ist schlecht... und wir sind mitten drauf! Hallo oba, in der muslimischen Ethiklehre wird sogar bezweifelt, ob die Frau überhaupt eine Seele besitzt..... Aber wie immer, wenn sich die Religion mit der Politik paart, von der Politik ausgenützt wird (und das geschieht eigentlich von Anfang an), werden ursprünglich gute Philosophien missbraucht und pervertiert. In Saudi-Arabien gilt das wohl nicht (mangels Wahlrecht), aber hier in unseren "Demokratien" sage ich jetzt einmal salopp: Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient! Solange die BILD-Zeitung (das schweizer Pendant heißt glaube ich BLICK?), hier die "Volks-Meinung" bestimmen /manipulieren kann, wird sich die Gesellschaft kaum schnell verändern. Aber trotzdem bin ich der Meinung, das wir alle (ich sage absichtlich WIR, nicht MAN, denn man bedeutet immer: es sollen andere tun, nicht ich!) durch unser Beispiel, unser Tun (manchmal auch NICHTTUN) zur Verbesserung der Situation beitragen können, das geschieht dann zwar zunächst nur im kleinen Kreis, aber es bringt dann irgendwann auch Multiplikatoren hervor! Also rege Dich weiter auf über Ungerechtigkeit und kämpfe gegen sie an, machtlos ist nur derjenige der seine Macht an andere abgibt! (Wie lässt Schiller euren Nationalhelden Wilhelm Tell sagen: Der Starke ist am mächtigsten allein!) Ich wünsche Dir viel Kraft dazu! Hallo Rhini, danke für Deine guten Gedanken zur Freundlichkeit, zur Wärme! Ich kann Deinen Partner gut verstehen, ich war als Kind oft jähzornig, habe mir das aber später (berufsbedingt) abgelegt (müssen  ), wahrscheinlich aber nur unterdrückt! Beim Autofahren kam das oft wieder hoch und ich habe da von einem Kollegen einmal einen guten Tipp bekommen: Wenn er in einer Überholverbotszone von einem anderen Autofahrer überholt wird (obwohl er selbst schon "leicht" über der zulässigen Geschwindigkeit fährt), dann wartet er bis der Überholende neben ihm ist, nimmt dann kurz die Hände vom Lenkrad (lenkt mit den Knien weiter) und zeigt mit dem Daumen nach oben und applaudiert ihm dann mit beiden Händen! Das verunsichert diese Leute so, dass sie vor dir einscheren und auf einmal langsamer werden  ! (Ist eine Variante Deiner Freundlichkeits-Offensive, aber im Prinzip die gleiche Strategie!) Liebe Grüße an alle Jürgen
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Gesagt ist nicht gehört, gehört ist nicht verstanden. Verstanden ist nicht einverstanden. Einverstanden ist noch lange nicht angewendet. Angewendet ist noch lange nicht beibehalten. [Konrad Lorenz]
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oba
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« Antworten #3 am: 04. Dezember 2007, 18:44:47 » |
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lieben dank für die anteilnahme meiner worte.
nur: "Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient!"
lass ich, glauben, politik, hin oder her, so nicht gelten. obwohl von klein auf eingeimpft wird, was da gilt und zu gelten hat.
diese anerzogene, wenns sein muss mit gewalt, macht aus einem menschen eine unfähige kreatur, die dann nur noch eingeschüchtert, ängstlich, ohne aufmucksen, pariert. tut und ist. mehr nicht. wie eine maschine. programmiert und ohne eigenes innenleben. (obwohl da im innern eines menschen, eines volkes die "vergewaltigte" seele vorhanden wäre).
ein "mitspracherecht" haben bürger nicht auf der ganzen welt. es gibt auf der einen seite der erde den tag. zur gleichen zeit gibts auf der anderen seite die nacht. zur gleichen zeit, (zeitverschiebung ist ein programmiertes, geschäftlich gesehenes prozedere der menschheit), lebt die natur.
die erde dreht sich nun mal, wie ein herz schlagen muss. ganz ohne wenn und aber. es ist so, muss so sein. etwas müsste aber nicht sein: dass menschen bei nacht, menschen bei sonnenschein das gefühl haben müssten, das diese zeit die richtige, aktuelle zeit auf der erde ist. wenn die einen zu bett gehen, stehen andere auf, um zur arbeit zu gehn.
stille, heillige nacht bedeutet, dass drüben ein tag taghell und voller sonne sein kann.
genau so ist es auch mit dem glauben, der politik.
die gerechtigkeit aber, die unterwirft sich nicht diesem tag und nachtsystem. wenn ein einziger mensch denkt, man könnte die erde teilen, den glauben in zwei teile reissen, die natur spalten, wie einen apfel, der hat nichts verstanden von gerechtigkeit.
von liebe, würde, anerkennung des lebens erst recht nichts.
ganz weit weg gibt es vielleicht im universum noch so eine kugel, wo der mensch "neu" anfangen könnte. diese kugel ist aber weit weg. sehr weit weg. der mensch muss erst mal diese eigene kugel verstehen lernen, bevor er nach neuem trachten könnte. diese eigene kugel nennt sich erde. heimat.
gruss oba
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JEM
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« Antworten #4 am: 04. Dezember 2007, 19:06:45 » |
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Hallo oba, "Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient!" war von mir so gemeint: Das Volk hat sie ja schließlich auch gewählt! Das ist das Mitspracherecht der Bürger in Mitteleuropa. Es wird aber völlig gedankenlos verschwendet, weil im Prinzip JEDE politische Partei irgendwann korrupt und unglaubwürdig wird. Warum? Es sind auch nur Menschen, die die dort sich als Funktionäre tummeln, die sich ihre kleine/größeren Vorteile aus dem Teich fischen. Aber ich weiß, das hast Du schon auch so verstanden!
Deine Gerechtigkeits-Auslegung ist etwas kategorisch - hast Du schon einmal darüber nachgedacht, dass Gerechtigkeit auch die Gerechtigkeit gegenüber "Anderstfühlenden" sein muss? Ich persönlich bin da nicht so hart...
Kugel: Wir sind da drauf und haben die Chance jeden Tag neu anzufangen!
Nur so als Idee ...
Gruß Jürgen
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Gesagt ist nicht gehört, gehört ist nicht verstanden. Verstanden ist nicht einverstanden. Einverstanden ist noch lange nicht angewendet. Angewendet ist noch lange nicht beibehalten. [Konrad Lorenz]
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oba
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« Antworten #5 am: 05. Dezember 2007, 19:15:11 » |
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lieber jürgen
"Deine Gerechtigkeits-Auslegung ist etwas kategorisch - hast Du schon einmal darüber nachgedacht, dass Gerechtigkeit auch die Gerechtigkeit gegenüber "Anderstfühlenden" sein muss? Ich persönlich bin da nicht so hart..." insbesondere: "hast Du schon einmal darüber nachgedacht?"
ja, lieber jürgen. habe ich. und wir alle "müssen", immer wieder, immer wieder neu, nachdenken, ab wann "etwas" gerecht ist.
so ist und war der beitrag: "wo leben wir eigentlich" gedacht.
was du genau meinst mit "andersfühlenden", habe ich in diesem zusammenhang nicht ganz verstanden, sorry. vielleicht, das ein bisschen "verzeihen" hinein spielen sollte? bei "gerechtigkeit", gesetzlich gesehen, spielt verständnis oder verzeihen keine rolle. da geht es um fakt und das land, dass so urteilt und verurteilt. es spielt auch keine rolle, ob weltweite proteste und kritik entsteht. denn dort wird so gehandelt, beurteilt, verurteilt. und anderswo anders.
gerechtigkeit aber ist, wer nachdenkt, für jeden menschen immer das selbe.
egal, ob anders beurteilt wird. denn der mensch blutet, wenn man die haut durchsticht. erstickt, wenn man ihm die atmung abstellt. sogar menschen, die "Anderstfühlenden" sind, müssen sich diesem gegebenen naturgesetz unterstellen.
daran kommen wir nicht vorbei. auch nicht, wenn wir sanft sind oder hart. und auch nicht, wenn wir "nachdenken", rücksicht nehmen. sogar nicht mal dann, wenn wir verzeihen.
lieber jürgen, es tut gut, dass du mir meine härte etwas sanfter beibringen möchtest. dafür ein danke von herzen. nur, ich, auch "Anderstfühlender", wurde als kind beim schwimmen von einem schulkollegen unter wasser gedrückt. bis ich fast verreckt bin. mir wurde da klar, wie schnell man ein leben auslöschen könnte.
und wie schnell man ein opfer noch bestrafen kann, dass um luft schnappt. nur, weil der mensch an "Anderstfühlende" denkt?
nein danke. es geht hier um das grundprinzip der gerechtigkeit. nicht darum, irgendwie, irgendwo und irgendwann irgendetwas in "schutz" zu nehmen.
wo leben wir denn, wenn wir zulassen, dass.......
ich schreib es nicht. im grunde bin ich einfach müde geworden, jedem, wie dir, jürgen, erklären zu müssen, was "gerechtigkeit" ist.
nicht böse sein. für mich ist dieses thema hiermit beendet.
trotzdem, ich danke dir für deine antworten.
oba
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Rhini
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« Antworten #6 am: 06. Dezember 2007, 00:16:15 » |
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Hi Oba, Hi Jürgen Thema beendet!!! Spricht da jemand von Gerechtigkeit, aber nein, bin so frech, mich über ein Ende hinwegzusetzen: Gerecht wäre, wenn man seine Meinung äußern dürfte und eventuell in eine Diskussion eintritt. Gerecht ist auch, wenn man die Argumente des Anderen sich anhört... Deine anfängliche Geschichte, Oba, war absolut gegen meinen Ethiksinn... wie so vieles auf dieser Welt geschieht, was ich nicht gutheißen kann. Aber ich maße mir nicht an, es als gerecht oder ungerecht zu bezeichnen. Dann müßte ich das System der Welt besser verstehen können, um mich dazu zu äußern. In meinem Kleingeist empfinde ich Pein, Ekel und andere unangenehme Gefühle, aber ich kann deshalb nicht sagen, dass etwas nicht sein darf, wer bin ich schon??? Gerechtigkeit kommt von Recht haben... Oben schreibt jemand von seiner Rattenphobie, du letztens von deiner eigenen, kranken Ratte... Wer hat Recht? So, nun von mir aus Ende! Finde trotzdem gut, dass du dir über so vieles Gedanken machst!!! Rhini
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oba
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« Antworten #7 am: 06. Dezember 2007, 19:14:30 » |
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liebe rhini
"Oben schreibt jemand von seiner Rattenphobie, du letztens von deiner eigenen, kranken Ratte... Wer hat Recht?"
leider, tut mir leid, habe ich in diesem forum nicht zeit genug, jeden beitrag zu lesen. auch nicht das gefühl, ich würde "andere" meinungen nicht akzeptieren. erst recht nicht das gefühl, jemandem "meine" meinung als einzig gute zu übertragen. wenn schon, verzeih mir, merke ich schon, wenn sich zwei reibungspunkte finden. da darfst du mir getrost selber überlassen, dass ich einer eskalation aus dem weg gehe. erkläre dir auch, warum:
der mensch ist in der lage, zu "provozieren" mit etwas. daraus kann eine reaktion entstehen. leider aber auch ein"andersfühlendes", anders denkendes und erst recht anders interpretierendes umsetzen der gegebenheit.
wer hätte schon lust, etwas eskalieren zu lassen?
erst recht in einem forum, wie diesem hier?
freue dich auf neue, andere gedanken von mir. wenn ich stopp sage, meine ich das so.
zurückkommend auf die vergewaltigung und die strafe an das "opfer": mir ist es egal, ob das hier oder dort passiert. eines jedoch bestimmt nie - dass ein (mensch) richter (meistens männlich) eine strafe ausspricht (sogar das "opfer" verurteilt) und sich dem recht eines volkes gutheissend über das "gerechte" hinweg setzen darf, das "gerechtigkeit" heisst.
noch mal in aller deutlichkeit: wenn da jeder vergewaltigen dürfte, töten, lügen, betrügen, schänden bis hinunter zum tier, müsste man mir einen gnadenschuss der erlösung geben, bevor ich nichts mehr im stande zu sagen bin. und egal, wo und immer es auf der welt ist, werde ich es nie akzeptieren. sicher, ich würde keinen teddy mohamed oder sonst wie nennen. warum auch?
ein plüschtier ist und bleibt etwas kuscheliges. für kinder und einsame seelen.
eine vergewaltigung aber ist eine kriminelle straftat unter menschen. und ein opfer ist kein lamm mehr, dass man dem schöpfer schlachtend hingeben muss. der erwartet mehr. der will, dass der mensch "recht und gerechtigkeit" umsetzen kann.
der mensch kann es noch heute nicht. vielleicht wird der mensch daran scheitern, es nie zu schaffen?
immerhin bringt es der mensch fertig, organe von anderen in andere zu montieren. sogar zu klonen.
krebs und aids sind herausforderungen für den menschen.
derweilen ist doch eine vergewaltigung nur ein harmloser zeitvertreib.
oba
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oba
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« Antworten #8 am: 05. Januar 2008, 14:31:04 » |
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hallo leutz
da habe ich gelesen, sie hätten sie begnadigt.
es hat wohl nicht nur mich betroffen, damals, wohl noch einige andere. ists nicht einfach schön, zu merken, dass aufstand etwas bringt? auch wenns zuerst so scheint, als hät keiner eine chance, etwas "dagegen" tun zu können.
so ist auch mit der eigenen person. zu sich selber. vieles lässt sich "ändern", wenn man nur mal kräftig schüttelt am ganzen bauwerk.
sicher, beim schütteln kann schon mal ein stein von oben herunter purzeln. das heisst noch lange nicht, dass man unten darauf nicht gefasst ist. wer da anfängt zu rütteln, kann sich ausrechnen, das oben etwas ins wanken geraten kann. und auch polternd und senkrecht nach unten fallen könnte. wenn ich zum beispiel unter einem apfelbaum stehe, diesen schüttle, weis ich genau, dass da äpfel wie hagelkörner zu geschossen werden. also schaue ich beim schütteln genau nach oben, will mich von den süssen früchten ja nicht erschlagen lassen. könnt ja auf den baum rauf, könnt ja jeden apfel einzeln pflücken. aber am stamm schütteln ist etwas profitabler, aber auch etwas gefährlicher.
und sind erst mal die reifen herunter gefallen, machts doppelt spass, sie einzusammeln.
die süssesten früchte fressen nur die grossen tiere. das stimmt so nicht. man muss nur den mut haben als kleiner am stamm zu rütteln. aber eben, nach oben sehend. sieh, alles gute kommt von oben. und kommts zu schnell, muss man eben auch schnell mal ausweichen. ist keine zauberei, es ist die geschwindigkeit. des magiers trick ist nicht die kunst, es ist die geschwindigkeit. oder halt die kunst der beherschung der geschwindigkeit.
und ein gefallener apfel ist genau so süss, wie einer, der erst vom baume gepflückt werden muss.
äpfel, am boden, sollten nie zertrampelt werden. weil sie reif sind, sind sie noch lange nicht verdorben.
gruss oba
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