Home | Forum
Freitag, 25. Mai 2012
Sorry das die Seite nicht erreichbar war. Es gab angeblich ein paar "Urheberrechtsprobleme". News wird es in Zukunft keine mehr geben, das Forum besteht weiterhin.
Angstnetz Forum
25. Mai 2012, 15:47:32 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.

Einloggen mit Benutzername und Passwort
News:
 
   Übersicht   Hilfe Einloggen Registrieren  
Seiten: [1]   Nach unten
  Drucken  
Autor Thema: bin neu hier  (Gelesen 1593 mal)
claudia62
Gast
« am: 06. Dezember 2007, 17:08:39 »

Hallo zusammen,
bin 44j.und stolze Mutter einer 18j.Tochter.Wenn man heiratet ist und wenn ein Kind zur Welt kommt, hat man ja bestimmte Träume.Nur kurze Zeit nach der Geburt sind alle Träume wie Seifenblasen zerplatzt.Schönes Familienleben war nicht,mein Mann hat weiter so gelebt wie vorher,nur gearbeitet und seinem Hobby nachgegangen.Da war für uns kein Platz mehr.Trotz vielem Reden meinerseits,hat sich nichts geändert.Als meine Tochter dann im KG war,hab ich die Scheidung eingereicht.Als Mein Mann seine Felle schwimmen sah,hat er mich angefleht zu bleiben,hat versprochen sich zu ändern.Hab ihm geglaubt und bin geblieben.Nur leider hielt er sein Versprechen nicht ein,alles blieb beim Alten.Ich war dann psychisch ziemlich angeschlagen und bekam so eine Art Bulämie,1jahr hat es gedauert,bis ich am Ende meiner Kraft war.Ich konnte nicht mehr.war total abgemagert.Das bisschen Kraft was überblieb hab ich dann zusammen genommen und von heut auf morgen mit der Brecherei aufgehört.Die Freude hielt nicht lange an nach der Bulämie war auf einmal Herr Zwang da. Waschzwang(exzessiv einige Jahre)Hab es aber trotzdem mittlerweile geschafft es auf ein erträgliches Level zu bringen.Kann mit dem Waschzwang leben.Dann aber kam der Knall,mein Vater hat sich vor 5Jahren das Leben genommen.Seitdem hab ich starke Schlafstörungen und Angst und Panikattacken vom Feinsten.Aber damit nicht genug,jetzt hat sich noch meine Tante das Leben genommen.Ich frag mich nur wieviel ein Mensch noch ertragen kann??Hab jetzt endlich den Schritt gemacht,mir Hilfe von Außen zu holen.Bin jetzt in Therapie.Bin noch ziemlich am Anfang der Thera.
Ich setze jetzt all meine Hoffnung in die Therapie.Hoffnung stark zu werden und die Kraft zu bekommen mein eigenes Leben zuführen,und natürlich die Ängste in den Griff zu bekommen.
Nur ehrlich gesagt ich komme mir ziemlich kaputt vor.Ob ich überhaupt wieder ein normales Leben führen kann?Glaub ich bin ein hoffnungsloser Fall.
lg.Claudia62
PS:Sorry alles ein bißchen verworren


--------------------------------------------------------------------------------
Beurteile nie einen Menschen nach seiner Fröhlichkeit,
denn auch ich habe oft gelacht, um nicht weinen zu müssen"
Gespeichert
Sister Moonshine
Stammposter
****
Beiträge: 556



WWW
« Antworten #1 am: 06. Dezember 2007, 17:32:38 »

Oh Claudia,

ich kann Dich soo gut verstehen, es tut mir leid, was Du alles durchmachen musstest. Ja, Hilfe durch eine Thera ist das Beste. Es wird Dir auch helfen, allerdings kann das ein bißl dauern   Zwinkernd   Deine Probleme sind ja auch nicht "über Nacht" gekommen...  (klingt doof, ich weiß...)   ich stehe auch gerade am Anfang einer Therapie, die hätte ich schon vor 20 Jahren in Anspruch nehmen sollen *seufz*, aber besser spät als nie  Zwinkernd

Ich drücke Dir alle Daumen, wünsche Dir Durchhaltevermögen und Kraft. Du bist kein hoffnungsloser Fall (das sagt die richtige, denke darüber genauso wie Du  Verlegen )
Es wird schwierig und manchmal echt schwer werrden, aber IRGENDWANN wird´s wieder klappen in Deinem Leben, glaub mir!!!

Du hast den allerersten Schritt getan, wenn Du verzweifelt bist, melde Dich hier, ich schaue jeden Tag rein!!!

Ganz liebe Grüße und erst mal einen aufmunternden Drücker,
Sister Moonshine
Gespeichert

    ~ Please help me to keep my mind open to the public ~
claudia62
Gast
« Antworten #2 am: 06. Dezember 2007, 17:40:05 »

Hallo Sister Moonshine,
danke für deine aufmunternden Worte. Es ist gut zu wissen,daß es Menschen gibt die
einen verstehen. Mir fällt es nur so schwer,weil ich nicht der geduldigste Mensch bin.
Aber das muß ich auch noch lernen.Auf das bisschen Zeit kommt es jetzt auch nicht
mehr an.
Ganz lieben Drücker zurück.
lg.Claudia  Smiley Grinsend Blinzeln
Gespeichert
Sister Moonshine
Stammposter
****
Beiträge: 556



WWW
« Antworten #3 am: 06. Dezember 2007, 17:46:59 »

Das ist wahr, Zeit spielt keine Rolle bei uns  Grinsend  wir haben schon so viel Zeit vertan...
Bin gerne da!
Gespeichert

    ~ Please help me to keep my mind open to the public ~
JEM
Stammposter
****
Beiträge: 809


« Antworten #4 am: 07. Dezember 2007, 01:37:27 »

Liebe Claudia62,
erst einmal willkommen hier im Forum!
Du schreibst Du bist von der Bulimie zum Zwang "gekommen", also von "Fülle und Leere" zu "nicht-für wahr-Nehmen, was man wahrnimmt".
Das "nicht-für wahr-Nehmen" ist ein Grundphänomen aller Zwangsphänomene. denn solange ein Eindruck, ein Erlebnis oder eine Tätigkeit nicht für "wahr genommen wird", kann der Vorgang im Seelenleben nicht abgeschlossen werden; das führt zu ständigen Wiederholungen der immer gleichen Dinge. Die äußere Wiederholung ist ein Versuch, mit untauglichen Mitteln den innerseelischen, unvollständigen Prozess von Wahrnehmen - Annehmen - Verarbeiten endlich zu Ende zu bringen. Das kann aber deshalb nicht gelingen, da sich die Wiederholungen auf einer äußerlichen Ebene abspielen, während der zu vervollständigende Prozess ein innerseelischer ist.
Nur durch einen seelischen Verarbeitungsprozess kann etwas abgeschlossen und be-"wahrt" werden. Es ist dann für Dich und vielleicht auch für die Welt wahr geworden. Die Zwangskrankheit ist ein zurückschaudern, ein Erschrecken, ein Ausweichen vor der Wahrheit. Es ist als ob Dir dauernd eine Stimme sagen würde: "Es kann doch nicht wahr sein..... es kann doch nicht wahr sein...." Und weil Du es genau wissen willst, ja wissen musst, ob es wahr ist kannst Du nicht anders, als immer wieder diesselbe Situation zu wiederholen, um es schließlich herauszubekommen, zu erleben, ob es doch wahr ist.
An dieser Stelle hätte die Therapie schon einsetzen sollen, denn Du kannst damit zwar  irgendwie "leben", aber untherapiert besteht ein hohes Risiko von Zusatzerkrankungen, wie Phobien oder Ängste.

Ich kann Dich also nur bestärken, die Therapie jetzt mit voller Kraft anzugehen.
Dass Du wenig Hoffnung hast ist ein Ausdruck Deiner Angst, den sie beherrscht Dein Seelenleben. Deshalb musst Du auf die Hilfe eines fachkundigen Therapeuten vertrauen, seine Hilfe annehmen, auch wenn die Therapie für Dich manchmal schmerzhaft ist und (zumindestens am Anfang) als wirkungslos erscheint.

Ich wünsche Dir also Geduld und Kraft!

Liebe Grüße
Jürgen
Gespeichert

Gesagt ist nicht gehört, gehört ist nicht verstanden. Verstanden ist nicht einverstanden. Einverstanden ist noch lange nicht angewendet. Angewendet ist noch lange nicht beibehalten.
[Konrad Lorenz]
theblacks
Beginner
*
Beiträge: 5


« Antworten #5 am: 20. April 2009, 16:04:32 »

Hallo Claudia! Dein Beitrag hat mich sehr angesprochen und gleichzeitig mitgenommen. Man hat es im Leben sehr oft nicht leicht und weiß nicht, wieviel ein Mensch ertragen kann. Dass Du nun eine Therapie begonnen hast, war sicherlich der richtige Weg. Alleine kann man sowas nicht schaffen und Hilfe anzunehmen, sollte Dir nicht das Gefühl von Schwäche, sondern eher von Stärke geben. In dem Moment wo Du einsiehst, es nicht allein zu schaffen und Hilfe anzunehmen, stellst Du Dich Deiner Situation und beginnst zu kämpfen. Mir geht es ähnlich, deshalb kann ich Dich sehr gut verstehen. Ich kann Dir nur sagen, dass ich Dich bewundere und Dir sehr viel Kraft wünsche, Deine schweren Weg zu gehen. Aber das allerwichtigste ist, dass Du nun unterwegs bist. Der Weg ist das Ziel. Nicht das Ankommen. Solange Du unterwegs bist, ist es ok. Sicherlich darfst Du auch mal stehenbleiben und kurz verschnaufen, dann solltest Du aber weitergehen. Und auf keinen Fall zurück in die alten Muster kehren. Ich wünsche Dir sehr viel Kraft und alles Gute für die Zukunft. Mach weiter so. Ein lieber Gruß von theblacks.
Gespeichert
Fridolin
Stammposter
****
Beiträge: 568



« Antworten #6 am: 21. April 2009, 06:28:05 »

Hi Claudia
Ich habe viele Träume und Vorstellungen von meinem Leben gehabt. Die Meisten sind geplatz wie Seifenblasen. Heute ist mir bewußt, daß ich die Kleinigkeiten , die ich früher oft als selbsverständlich betrachtet habe, schätzen darf und kann. Die Natur, daß ich trotz Angst und Depri sehr viele Dinge erledigen kann, meinen Hund, wie er übermütig durch die Wohnung tollt, usw.
Ich bin überzeugt, daß Enttäuschungen mit zu hohen Erwartungen zu tun hat.
Viel Kraft und Energie
Gespeichert

Fridolin Steinpalme
Seiten: [1]   Nach oben
  Drucken  
 
Gehe zu:  

Powered by MySQL Powered by PHP Powered by SMF 1.1.14 | SMF © 2006, Simple Machines LLC Prüfe XHTML 1.0 Prüfe CSS