|
Sister Moonshine
|
 |
« am: 11. Dezember 2007, 20:12:38 » |
|
Ich möchte so gerne raus! Hier raus, aus mir raus, WEG sein! Seelisch, geistig, körperlich. Ich halt es nicht mehr aus, ich kenne mich nicht mehr und ES REICHT!!!! Angebliche Freunde anrufen, um Rat fragen...alles LÄCHERLICh und Besch****... Ich weiss einfach nicht mehr WOHIN mit mir oder mienem Innenleben. Emotionen und diese Welt sind zuviel für mich. Kann mir jemand helfen? Kann mir jemand sagen, dass Tod geanuso sinnlos ist wie Leben? Jemand da, der mir denKopf gerade rückt ? Meine Gedanken tötet und bittebitte bitte dafür sorgt, dass ich... nicht ständig an d as schnellste Auto, den größten Laster oder an die Mind. 5mg Opi kombiniert mit Diazepam denken muss? Es ist immer da bei mir in meinem Kopf Warum will irgend jemand, dass ich tot bin? Auch wenn iches selbst bin? Ich verstehe das nicht und möchte mir die Zeit dazu auch nicht unbedingt nehmen. ich bin einfach völlig machtlos mir selbst gegenüber.
Es tut mir so leid, hier so rumzuplärren, aber ich weiß nicht, wo ich es sonst tun kann. Ich bin soo voll mit Luft und Druck und Wut und Hass. Auch liebe die ich aber weder beim geben noch beim nehemen spüre. Die Zeit, die ich habe das heilen zu lassen...ich bin zu ungeduldig.die Zeit habe ich nicht! Oder will ich nicht.
So, musste das mal loswerden. Mir geht´s nicht besser, aber die Hoffnung, dass irgendjemand das liest, reich tfür die nächste Stunde oder zwei. Jetzt gibt´s Opi. Ich danke Euch.
Ausnehmend liebe Grüße von Sister Moonshine 
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
~ Please help me to keep my mind open to the public ~
|
|
|
|
JEM
|
 |
« Antworten #1 am: 12. Dezember 2007, 11:41:45 » |
|
Liebe Sister Moonshine,
ich lasse hier zunächst einmal den Dalai-Lama für mich antworten: "Wir leben sehr eng zusammen. Deshalb ist die wichtigste Aufgabe in unserem Leben, anderen zu helfen. Und wenn du ihnen nicht helfen kannst, dann verletze sie wenigstens nicht."
Ja, ich denke alle hier im Forum können Dir helfen, indem sie hier mitlesen und mitleiden.
Ich habe einmal den Satz gelesen: "Mein Leben ist wie eine Hindernisbahn, und ich bin das Haupthindernis." Mit Deiner Therapie hast Du angefangen Dir selbst zu helfen, Ratschläge könnte ich Dir geben, aber ich denke das wäre vermessen und ungebracht. Du selbst bist der Motor Deiner Therapie!
Nur noch ein Gedicht des ital. Lyriker und Nobelpreisträgers Quasimodo: Ed e' Subito Sera (und plötzlich ist es Nacht): Jeder von uns steht allein in dieser weiten Welt, beschienen von den leuchtenden Strahlen der Sonne. Und plötzlich ist es Nacht. Wenn du dich mir zur Seite stellst, dann können wir uns beide am Licht der Sonne freuen, und glaube mir, die Dunkelheit der Nacht wird nicht mehr so schrecklich sein.
Ich wünsche Dir die Akzeptanz Hilfe anzunehmen!
Liebe Grüße Jürgen
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Gesagt ist nicht gehört, gehört ist nicht verstanden. Verstanden ist nicht einverstanden. Einverstanden ist noch lange nicht angewendet. Angewendet ist noch lange nicht beibehalten. [Konrad Lorenz]
|
|
|
|
Rhini
|
 |
« Antworten #2 am: 12. Dezember 2007, 11:57:58 » |
|
Hallo, Sister Moonshine Kein Tag vergeht, an dem ich nicht denke, dass alles sinnlos ist. Mein Thera freut sich über jeden kleinen Schritt, den ich mache, aber dann merke ich, dass ich garnicht will... Ich will nicht funktionieren, mich wieder verfügbar machen, mich wieder ausnutzen lassen... Ich will nicht die ewig lächelnde Grimasse sein, die auch noch die andere Wange hinhält... Vielleicht möchte ich mal gehegt und gepflegt werden, geliebt und versorgt... Dann merke ich, dass ich vieles doch alleine entscheiden möchte, neue Dinge entwickeln, die mir guttun... Es ist ein tägliches Chaos in meinem Kopf und ich weiß eines nur sicher, dass sich etwas ändern muß. Und weil ich gelernt habe, dass man vieles tun muß, aber wenig darf, bin ich oft am zweifeln, ob ich mich wirklich umsetzen kann. Es ist ein schmerzhafter Prozess, der da abläuft; er benötigt viel Zeit, noch mehr Energie und letzlich kann das Eine oder Andere ünterstützend sein, aber wirklich helfen kann mir keiner. Zumindest solange nicht, bis ich meinen entgültigen Weg sehe und ein Ziel vor Augen habe. Und wenn man mich jetzt fragen würde, wie lange das noch anhält, wüßte ich keinen Gesichtspunkt, der Hoffnung macht, denn irgendwie habe auch ich keine Zeit zu verschenken, werde von Ungeduld geplagt, verzweifle an vielen Unzulänglichkeiten, denn so manches Problem, welches ich habe, hängt von anderen Menschen ab, die mich nicht in meiner Pein sehen und eben die Funktion meiner Person in ihrem Sinne auslegen wollen. So, Schwester, gibt es wenigstens etwas Trost, dass du nicht alleine bist mit deiner Qual, was letztlich auch nicht hilft... Manchmal wünschte ich mir, wir könnten uns alle treffen, uns unsere Stärken aufzeigen und gemeinsam erkennen, wie wir unsere Welten besser erscheinen lassen könnten. In diesem Sinne Rhini
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
|
Sister Moonshine
|
 |
« Antworten #3 am: 12. Dezember 2007, 12:17:06 » |
|
Liebe Rhini, Du sprichst mir mit allem aus dem Herzen. Dieses Chaos ist wirklich riesengroß  Will ich überhaupt funktionieren? Das ist eine der Kernfragen... Aber, ein bißchen hilft es schon, Deine Worte zu lesen, zu sehen, dass auch Du gleiche Probleme hast und sie vor allem in Worte fassen kannst (was mir oft nicht so gut gelingt). Ich danke Dir dafür!  Ganz liebe Grüße, Sister Moonshine P.S. Jem, danke für Deine Zitate. Es wurden schon so unendlich viele wahre Worte geschrieben und immer wieder gibt es neue...
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
~ Please help me to keep my mind open to the public ~
|
|
|
|
JEM
|
 |
« Antworten #4 am: 12. Dezember 2007, 14:11:24 » |
|
Liebe Rhini, liebe Sister Moonshine, wenn Gitty eure Zeilen liest, kann sie alle die Gefühle und Gedanken nachempfinden, sie waren auch einmal Teil ihres Lebens und sind auch bis heute nicht spurlos verschwunden. Ist auch nicht möglich, vielleicht auch nicht nötig. Wichtig ist, dass Schmerz, Leid und alles was wir als negativ bezeichnen, neben den positiven Dingen ihren richtigen Platz bekommen. Und ich bin mir sicher, dass ihr beide in eurem Leben auch schon viel Positives "angerichtet" habt! Ich stelle mir das Leben so vor: Bei der Geburt erhält jeder von uns die ganze Welt als erstes Geburtstagsgeschenk, als prächtiges Paket, außen geschmückt mit vielen schönen Bändern. Jetzt gibt es aber Menschen, die sich nicht einmal die Mühe machen diese Bänder zu lösen, geschweige denn das Paket zu öffnen. Und wenn sie es tun, erwarten sie darin nur Schönes und Wunderbares. Sie sind dann überrascht, dass das Leben aber auch Schmerz und Verzweiflung beinhaltet, Einsamkeit und Verwirrung, das alles gehört eben auch zum Leben. Es gibt für jeden von uns eben auch die kleine Schachtel im Paket, mit der Aufschrift "Schmerz". Wenn wir sie öffnen, werden wir er leben was Schmerz ist. Und so geht es mit den anderen Schachteln, die "negative" Aufschriften tragen. Aber es sind ja auch noch die anderen Schachteln da, die leichter zu öffnen und zu ertragen sind, die nur Freude bereiten! Es ist also doch besser alle Dinge kennenzulernen, um dann mit dem Gesamtwissen in der Lage zu sein Wandlungen durchzuführen: Schmerz in Freude, Angst in Wahrheit, Verzweiflung in Hoffnung. Und wenn mir dieses Wandlung bisher noch nicht gelungen ist, liegt es nicht daran, dass ich diese Fähigkeit nicht habe, sondern daran dass ich mich nicht darum bemüht habe. Denn: Es ist alles da und es ist das meine! Und: In diesem Bemühungen können mich andere Menschen mit ihrer Kraft unterstützen, so dass ein gegenseitiges Geben und Nehmen entsteht. Liebe Sister Moonshine, Du hast oben nach Leben und Tod gefragt. Meine banale Antwort dazu: Ohne Leben gibt es keinen Tod! Und: Dein jetziger Zustand ist nur eine Momentaufnahme, verglichen mit der Länge deines bisherigen Lebenswegs (entschuldige, wenn ich da jetzt uncharmant bin  ), nehme die professionelle Hilfe an und lasse es dadurch zu einer Episode werden! Ich wünsche Euch beiden gute Gedanken! Liebe Grüße Jürgen
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Gesagt ist nicht gehört, gehört ist nicht verstanden. Verstanden ist nicht einverstanden. Einverstanden ist noch lange nicht angewendet. Angewendet ist noch lange nicht beibehalten. [Konrad Lorenz]
|
|
|
|
Dancingzombie77
Gast
|
 |
« Antworten #5 am: 13. Dezember 2007, 05:45:28 » |
|
Liebe Sister Moonshine, ob dir mein Mitleid etwas nützt wage ich ja fast zu bezweifeln. Du sollst nur wissen daß dein Eintrag mich wütend gemacht hat. Ja, wenn ich solche Zeilen lese bekomme ich unbändige Wut auf den Zustand welcher sich Leben nennt. Oft genug war ich in meinem Denken an diesem Punkt und nur die schreckliche Vorstellung daß ich meinen Selbstmordversuch als Pflegefall überleben würde hielt mich letztendlich von meinem Vorhaben ab. Die Angst hielt mich also ab - wie sollte es anders sein?  Aber es ist wie eine Achterbahnfahrt, wenn es wieder aufwärts geht mit den Gefühlen & Gedanken, dann willst du gar nicht mehr aussteigen. Und dann bist du auch froh daß du beim letzten Tief nicht ausgestiegen bist. Ich halte mir das manchmal vor Augen wenn ich etwas Schönes erlebe oder sehe. Und in seelischen Tiefs hinterfrage ich die Gründe weshalb ich nicht weiter leben möchte. Meist ist es wegen der Angst vor den anderen, doch denen bin ich doch egal.Wenn ich an einer Haltestelle stehe und es hält eine Bahn, habe ich das Gefühl alle Insassen starren mich an. Aber wohin sehe ich wenn ich selbst in der Bahn bin - auch nur aus dem Fenster. Es gibt eben immer zwei Seiten, nur manchmal ist es schwieriger beide zu sehen. Naja das paßte jetzt vielleicht nicht so ganz.  Jedenfalls spielen alle Menschen mit in einem großen Film und jeder hat seinen Platz darin. Kannst du dir vorstellen wieviele andere Leben sich vielleicht schon durch dich verändert haben? Stell dir vor es liest jemand ein Gedicht von dir und plötzlich gelangt er zu einer Erkenntnis die er sonst nie gehabt hätte. Er lebt sein Leben ganz anders als hätte er dein Gedicht nicht gelesen.Du könntest jetzt sagen dann wäre er eben aus anderer Literatur zu der Erkenntnis gekommen.Aber er ist auf deines gestoßen, nur aus Zufall.Vielleicht liest er sonst nur Werbung. Oder in einer Straßenbahn sitzt ein Jugendlicher der mit dem Gedanken spielt sich das Leben zu nehmen. Sein Blick ist kalt und starr, aber auch nervös. Er schweift über die Gesichter der Mitinsassen die eher einen ernsten Geschtsausdruck haben. Dann treffen sich zufällig eure Blicke und du lächelst. Vielleicht hat dieses Lächeln ein Leben gerettet. Was wenn du nicht da gewesen wärst? Wenn du dich entschlossen hättest zu gehen? Bleib uns erhalten und erfreue dich an den schönen Seiten des Lebens oder "Mach es wie die Sonnenuhr, zähl die heiteren Stunden nur." Liebe Grüße Ulrike
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
|
Iwi
|
 |
« Antworten #6 am: 13. Dezember 2007, 23:17:48 » |
|
Hallo Sister Moonshine! Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Kästner.  Seziererisch möchte ich wissen, was dich so enttäuscht hat. Was steckt dahinter? Eine lange Leidenszeit und starker Druck, das ist offensichtlich und akut, aktuell??? Liebe Sister Moonshine! Da gibt s schon Dinge am Leben, die wert sind, genossen und gelebt zu sein. Versuch über den Tellerrand der Enttäuschung zu gucken und sieh dir das an. Gib dir das andere im Leben nach dem du dich sehnst. Nimm s dir und denk nicht, es wäre für andere bestimmt. Das gehört dir!!! Und nicht der Dreck, der dich verrückt macht! Trotzdem, was ist/ war der Anlaß? Grüße von Iwi 
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
|
Sister Moonshine
|
 |
« Antworten #7 am: 14. Dezember 2007, 11:04:12 » |
|
Liebe Iwi, Seziererisch möchte ich wissen, was dich so enttäuscht hat. Was steckt dahinter?Warum möchtest Du das so unbedingt wissen? Ich weiß es zu großen Teilen ja selber nicht  Ich habe auch keinerlei Hoffnung, es jemals wirklich zu erfahren. Ich fühle mich so völlig unberührt in Bezug auf alles was mich betrifft. Daher ist es mir auch reichlich egal, ob die Therapie irgendwann funktioniert... Mir ist eigentlich alles egal. Ich tu´s halt einfach, mehr als Automatismus. Gib dir das andere im Leben nach dem du dich sehnst.Und das wäre? Ich sehne mich nach gar nichts, bin gefühllos, halt innerlich wie taub. Ich weiß, dass es Dinge gab, die mein Leben erfüllt haben, bereichert haben. Aber das weiß nur mein Intellekt. Alles andere ist abgeschaltet. Und es ist mir egal, ob es jemals wieder funktionieren soll. Es ist mir egal. Gestern, auf der Autobahn, habe ich ein Spielchen gespielt. Habe die Augen zugemacht und ausprobiert, wie lange ich mich traue, sie zu zu lassen. Das war schon wirklich spannend  Seit einiger Zeit beobachte ich mich selber, auf eine gewisse Art. Nehme mich eher unpersönlich wahr und schau, was ich so tue, mir antue. Ich schalte so oft auf "außerhalb von mir selbst", oft weiß ich überhaupt nicht, wie ich von A nach B gekommen bin, oder was ich in der letzten Viertelstunde gemacht habe. Der Anlaß, Iwi? Ich weiß es halt nicht. Vielleicht kommt´s mal raus, mache die Thera erst seit September, aber ja, schon als kleines Mädchen gab es so viele Dinge, die mich emotional überfordert haben. Konnte es 40 Jahre lang zurückhalten, dann irgendwann brach da etwas in mir und Zack! jetzt steh ich hier und kann gar nichts mehr  Dabei meine ich, dass mein Leben bei weitem nicht so schlecht verlaufen ist, wie bei vielen anderen hier... Aber diese ständige, notorische Ambivalenz meiner Gefühle hat mich als Kind immer schon von fast allen abgegrenzt, wie es heut auch noch ist. Liebe Grüße von (einer wirklich kaputten und verzweifelten) Sister Moonshine P.S. Liebe Ulrike, liebe Rhini, lieber Jürgen, ich danke Euch so sehr für all die Worte. Gebt Euch nicht so viel Mühe, verschwendet nicht zuviel Zeit damit, mich berührt es alles kaum. Ich bin Euch aber trotzdem dankbar!! Seid nicht böse! Ich meine es nicht böse! Ich bin doch froh, dass ich Euch hab!
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
~ Please help me to keep my mind open to the public ~
|
|
|
|
JEM
|
 |
« Antworten #8 am: 14. Dezember 2007, 16:22:38 » |
|
Liebe Sister Moonshine,
ja es hat mir manchmal Mühe bereitet mit Dir zu "reden", aber nur weil mich Deine tiefe Verzweiflung erschüttert hat und ich das erst einmal für mich selbst verarbeiten musste. Nein, eine Zeitverschwendung war es nie für mich (und wird es auch in Zukunft nicht sein!)!
Liebe Grüße Jürgen
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Gesagt ist nicht gehört, gehört ist nicht verstanden. Verstanden ist nicht einverstanden. Einverstanden ist noch lange nicht angewendet. Angewendet ist noch lange nicht beibehalten. [Konrad Lorenz]
|
|
|
|
Rhini
|
 |
« Antworten #9 am: 15. Dezember 2007, 01:50:34 » |
|
Liebe Sister Moonshine Manchmal muß man viele kleine "Tode" sterben, ehe man erkennt, was für einen wichtig ist. Deine Teilnamslosigkeit, deine Gefühlslosigkeit und deine tiefe Depression... Ich kann nur erahnen, an meinen eigenen Erfahrungen gemessen, wie es dir geht. In vielem glaube ich mich in dir zu entdecken, nicht unbedingt wie ich heute bin, aber ich war auch schon an einer Schwelle angelangt, wo es eigentlich keinen Weg mehr hinaus gab. Damals wäre ich fast gestorben. Mein Körper war nur noch eine Hülle, so abgemagert war ich (aber keine Eßstöhrung). Ich konnte nur noch durch meine Wohnung krichen, konnte nichts essen und behielt nichteinmal Wasser bei mir. Es war ein qualvolles Dahinsichen, bis zu dem Moment, als ich zu halluzinieren begann. Ich habe meine Tochter mit meiner Mutter reden gehört. Meine Mutter sagte, ich wäre tot, meine Tochter wiedersprach weinend. Das war damals ein Schlüsselerlebnis. Es hat lange gedauert, bis ich damals meine tiefe Depression überwand, aber ich habe es damals geschafft. Nun geht es mir auch oft so schlecht, dass ich nicht mehr möchte; ganz bewußt nicht mehr möchte. Aber ich habe die Erinnerung an das, was damals geschah nicht vergessen. Ich habe auch nicht vergessen, dass es irgendwann einmal besser wurde. Ich habe mir geschworen, dass, wenn ich es wirklich nicht mehr aushalte, ich mich selbst in eine Klinik begebe. Ich möchte mir nicht als Engel im Himmel in den Allerwertesten beißen, weil ich in einem durchgedrehten Moment etwas unabänderlich falsches getan habe. Jeder muß seinen Weg gehen, so gut er es eben versteht. Aber bitte mache keine dummen Spielchen... Es könnte dir leid tun (und mir bestimmt auch) Rhini
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
|
JEM
|
 |
« Antworten #10 am: 15. Dezember 2007, 18:25:50 » |
|
Danke Rhini, dass Du die "Spielchen" angesprochen hast - denn ich habe es mir nicht getraut es anzusprechen, es ist für mich ein "Tabuthema" und zwar deshalb: Wir haben 1978 einen Freund (fast) verloren (wir haben ihn aufgefunden) und 2005 haben wir eine gute Freundin so verloren - ohne Vorzeichen, ohne Warnung! Ich gebe ganz ehrlich zu, dass ich das bis heute nicht richtig einordnen kann! (das war was ich oben mit "Mühe" meinte).
Liebe Sister Moonshine, es kann sein dass Du ein Spielertyp bist, aber bitte nicht mit diesem Einsatz! Wir können hier über alles reden, Gedanken austauschen, Ideen entwickeln oder auch ganz einfach auch einmal akzeptieren, dass es heute nicht klappt! Es wäre schön, wenn Du das annehmen kannst!
Liebe Grüße Jürgen
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Gesagt ist nicht gehört, gehört ist nicht verstanden. Verstanden ist nicht einverstanden. Einverstanden ist noch lange nicht angewendet. Angewendet ist noch lange nicht beibehalten. [Konrad Lorenz]
|
|
|
|
Sister Moonshine
|
 |
« Antworten #11 am: 15. Dezember 2007, 19:01:06 » |
|
Mein damals bester Freund hat sich 1987 umgebracht. Ich war alleinerziehend, mein Sohn gerade geboren. Er hat ihn nie gesehen (er ist nicht der Vater). Ich finde das unendlich traurig, denn wir haben uns sehr geliebt. A Kurz vor seinem Sprung hat er bei mir angerufen, ich war nicht zu Hause. Ich konnte ihn schon zwei Mal vorger abhalten, bzw. wieder aufpäppeln. Warum war ich nicht da?  Warum passiert so etwas? Er war so ein toller Mensch  Ich hasse Spielen, aber solche Spielchen liebe ich.
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
~ Please help me to keep my mind open to the public ~
|
|
|
|
JEM
|
 |
« Antworten #12 am: 15. Dezember 2007, 19:56:33 » |
|
Ich finde das auch unendlich traurig, für Dich, für mich, für uns! Ich mag Dich, auch mit den Spielchen, aber ohne die noch mehr  ! Alles Liebe Jürgen
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Gesagt ist nicht gehört, gehört ist nicht verstanden. Verstanden ist nicht einverstanden. Einverstanden ist noch lange nicht angewendet. Angewendet ist noch lange nicht beibehalten. [Konrad Lorenz]
|
|
|
|
Fossy
|
 |
« Antworten #13 am: 16. Dezember 2007, 14:21:34 » |
|
Hallo Sister Moonshine, der Borderliner neigt sehr dazu Spielchen zu spielen. Damit meine ich jetzt nicht den Suizid. Ich verstehe sehr gut, wenn man keine Kraft mehr hat auf dieses *Überleben*. Und verurteile niemanden der seinem Leben ein Ende setzt (ich glaube da gibt es einen Thread zum Thema Suizid). OK meine Meinung. Von mir kann ich dazu sagen, das es für mich überlebenswichtig war als Kind so zu reagieren. Denn, ich wußte nie was bei mir *Zuhause* los war, wenn ich aus der Schule etc. kam. Was hinter der Haustüre schreckliches auf mich wartete. Heute versuche ich *ehrlich* zu den anderen und zu mir zu sein. Was zugegeben, mir nicht immer gelingt. Dir wünsche ich, das du bald wieder aus dem tiefen Dunkeln ein kleines Licht erblickst. Ich weiß, meistens *blöde* Sprüche ...  LG Fossy
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
|
JEM
|
 |
« Antworten #14 am: 16. Dezember 2007, 14:51:43 » |
|
Hallo Fossy,
damit da jetzt kein falscher Eindruck entsteht: Auch ich würde niemand für eine solche Tat verurteilen, wer da verurteilt, rückt sich, meiner Meinung nach, in die Nähe von Gott....
Liebe Grüße Jürgen
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Gesagt ist nicht gehört, gehört ist nicht verstanden. Verstanden ist nicht einverstanden. Einverstanden ist noch lange nicht angewendet. Angewendet ist noch lange nicht beibehalten. [Konrad Lorenz]
|
|
|
|
Sister Moonshine
|
 |
« Antworten #15 am: 17. Dezember 2007, 12:46:29 » |
|
Hallo Ihr, diese ganze "Wegtreterei" in letzter Zeit...das macht mich völlig kirre  Es ist inzwischen so weit, dass ich tagsüber manchmal nicht mehr weiß, ob ich träume oder wach bin. Ich mache immer wieder den "Realitäts-Check", wie man es vom Klarträumen auch kennt... Er hilft mir aber nicht mehr weiter  Ich kann Traum und Realität nicht mehr auseinanderdividieren, ich führe es scheinbar ständig zusammen.... Das macht mir das erste Mal vor mir selber ein bißl Angst... Angst vor mir selber hab ich bisher fast nie gehabt, immer vor äußeren Dingen. Habt Ihr so was auch schon mal erlebt? Am Sonntag war ich seit langer Zeit mal wieder joggen, ich dachte an ein Konzert, auf dem ich Dienstag bin und merkte, dass das Laufen gut klappt, also ich war durchaus positiv gestimmt! In Gedanken versunken habe ich auf einmal gemerkt wie ich in Richtung Bordstein schwenke und höre die Autos vorbeibratzen. Ich habe einen Riesenschreck bekommen, bin den Bordstein auf die STraße heruntergestolpert und konnte mich soeben noch abfangen! Sowas hab ich noch nie erlebt! Ich krieg echt Angst, ich habe doch an so etwas gar nicht gedacht, in dem Moment? Wie konnte das passieren? Wer oder was meint, mich da steuern zu wollen?  Habt Ihr irgendeine Idee für mich? Bin ein bißchen daneben, habe Angst, es passiert mal was, was ich NICHT unter Kontrolle habe oder was ich nicht wirklich will! Ich weiß nicht, woher das kam  Ganz liebe Grüße, Sister Moonshine
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
~ Please help me to keep my mind open to the public ~
|
|
|
|
kiki
|
 |
« Antworten #16 am: 17. Dezember 2007, 14:27:52 » |
|
hallo sister, .... ich lese dich oft ,aber als ich jetzt diese zeilen gelesen habe .dachte ich mir ,warum muß das eine sache gewesen sein die gesteuert sein sollte ...........kann man nicht so in gedanken versunken sein,das man um sich herum alles vergißt ? (so passieren ja die meisten unfälle ohne das man oder irgendetwas das so wollte) ich glaube nicht das du dir darüber gedanken machen solltest .auch glaube ich das zu viele gedanken gerade das bringen was man denkt ..irgendwann.... joggen selber ist eine wunderbare gelegenheit einen klaren kopf zu bekommen ,beobachte nicht dich oder deinen gedanken dabei ,sondern lenke bewußt deinen blick auf deine umgebung......es gibt so viel zu sehen.
liebe grüße kiki
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
...was DU denkst .geschied....
|
|
|
|
Sister Moonshine
|
 |
« Antworten #17 am: 17. Dezember 2007, 14:34:07 » |
|
Weißt Du, kiki, ich laufe diese Strecke seit Jahren, versunken oder nicht. Das Doofe war, dass ich nicht nur "vom Weg abgekommen bin", ich habe einen regelrechten Schwenk gemacht und im selben Moment die fürchterliche Angst gespürt, das war nicht nur ein Schreck oder so... Es war was Großes. Etwas was ich noch nicht kenne, ungewöhnlich und erschreckend. Bin oft in Gedanken, klar, aber das fühlt sich GANZ anders an. In dem Moment kam es mir vor, als WOLLTE ich das wirklich! Ich will es öfter WIRKLICH, aber so derbe ging es bisher nicht ab  Und schon gar nicht so furchtbar unbewußt! Liebe Grüße, Sister Moonshine
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
~ Please help me to keep my mind open to the public ~
|
|
|
|
JEM
|
 |
« Antworten #18 am: 17. Dezember 2007, 22:07:45 » |
|
Fehlsendung - sorry!
|
|
|
|
« Letzte Änderung: 17. Dezember 2007, 22:18:17 von JEM »
|
Gespeichert
|
Gesagt ist nicht gehört, gehört ist nicht verstanden. Verstanden ist nicht einverstanden. Einverstanden ist noch lange nicht angewendet. Angewendet ist noch lange nicht beibehalten. [Konrad Lorenz]
|
|
|
|
JEM
|
 |
« Antworten #19 am: 17. Dezember 2007, 22:45:04 » |
|
diese ganze "Wegtreterei" in letzter Zeit...das macht mich völlig kirre  Es ist inzwischen so weit, dass ich tagsüber manchmal nicht mehr weiß, ob ich träume oder wach bin. Ich mache immer wieder den "Realitäts-Check", wie man es vom Klarträumen auch kennt... Liebe Sister Moonshine, das hat im Prinzip jeder von uns schon immer wieder einmal erlebt, aber Du scheinst es jetzt häufiger oder intensiver zu erleben. Traum und Realität liegen "im Gehirn" nahe zusammen, Deine Angst vor Dir selbst, ist nur die Angst vor Deiner eigenen Stärke, vor dem, was Du Dir bisher für Dein Leben selbst vorgegeben hast. Du hast "Angst" über dein Leben die Kontrolle zu verlieren, weil Du nicht mehr alles, wirklich alles, auch das Unwichtige, zu 100% kontrollieren kannst. Kontrollieren bedeutet aber zu einem großen Teil nur "Verwalten" und das kann man (zeitweise oder eigentlich für immer) an andere abgeben, denke ich. (Wobei Dein "Abschwenken" beim Joggen auch durchaus psychosomatische Ursachen haben kann, ich kenne das Phänomen von meiner Frau, das auf einmal eine Hand, ein Bein oder was auch immer seinen "eigenen Willen" durchsetzt.) Gerade wenn das Gehirn "entspannt" ist können solche Reaktionen auftreten - in positiver Form z.B. beim Meditieren, bei der Tiefmuskelentspannung, autogenes Training u.ä. Also, wenn es unbewusst - in Rahmen von positiven Gedanken - geschieht, würde ich es nicht so hoch aufhängen! (Du kannst es ja morgen bei Deiner Thera ansprechen...) Noch eine Frage zu Deiner Medikation: Besteht die ausschließlich wie von Dir oben genannt aus 5mg Opi(um) und Diazepam - und wer hat die verordnet? Liebe Grüße Jürgen
|
|
|
|
« Letzte Änderung: 17. Dezember 2007, 22:50:00 von JEM »
|
Gespeichert
|
Gesagt ist nicht gehört, gehört ist nicht verstanden. Verstanden ist nicht einverstanden. Einverstanden ist noch lange nicht angewendet. Angewendet ist noch lange nicht beibehalten. [Konrad Lorenz]
|
|
|
|
Sister Moonshine
|
 |
« Antworten #20 am: 17. Dezember 2007, 23:25:42 » |
|
Nein nein nein, meine Medikation bestehtaus Opipramol abends und Fluoxetin morgens. Don´t get me wrong. Die 5 MG Opi und das Diazepam dazu würden reichen um auf Wiedersehen zu sagen (Diazepam um den Krämpfen von Opi vorzubeugen). !!! Angeblich!!! Stärke? Habe ich wohl nicht.
Auf Wiedersehen? Wer gibt mir Medis? Ich hasse es!!!!!!!!!! Zweck erfüllt? Denke schon. Mehr zu erwarten? Denke nicht...
Jetzt ist der Moment. Wenn ich lieben könnte, gehörtet ihr dazu.
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
~ Please help me to keep my mind open to the public ~
|
|
|
|
JEM
|
 |
« Antworten #21 am: 17. Dezember 2007, 23:43:13 » |
|
Schön liebe Sister Moonshine, denn das hätte mich doch beunruhigt  ! Ja, Du hast Stärke, aber im Moment benutzt Du sie nur gegen Dich - es kommt der Tag wo Du sie wieder einsetzen kannst! Sie wird sich anders anfühlen, aber sie wird für Dich da sein und Dich schützen! UND WICHTIG: Du kannst lieben - sonst wärst Du nicht hier! (du musst es noch umschreiben und das ist o.k. so) Liebe Grüße Jürgen
|
|
|
|
« Letzte Änderung: 17. Dezember 2007, 23:44:53 von JEM »
|
Gespeichert
|
Gesagt ist nicht gehört, gehört ist nicht verstanden. Verstanden ist nicht einverstanden. Einverstanden ist noch lange nicht angewendet. Angewendet ist noch lange nicht beibehalten. [Konrad Lorenz]
|
|
|
|
JEM
|
 |
« Antworten #22 am: 18. Dezember 2007, 14:20:21 » |
|
Hallo Sister Moonshine,
noch ein Nachtrag zu Fluoxetin: Nachdem meine Frau 2006 vermehrt unter der Gewichtszunahme nach Einnahme von SSRI gelitten hat (subjektiv, objektiv war sie gerademal auf ihrem Normalgewicht angekommen, aber ich habe noch keine Frau getroffen die sagte: Schatz, ich bin zu dünn!), hat ihre Ärztin eine Umstellung auf Fluoxetin vorgeschlagen, da dieses z.B. in USA als "Lifestyle-Medikament (Prozac)", für Yuppies die abnehmen wollen, benutzt wird. Die Umstellung wurde im März 2007 gemacht, sie verlief problemlos. Der gewünschte Erfolg blieb aber aus, die Hungergefühle waren unverändert und auch der seelische Zustand war nicht besser als beim Vorgängermedikament (Cipramil). (Das Gewicht war durch mehr körperliche Aktivität schon vor der Umstellung reduziert worden und blieb dann eigentlich unverändert) Aber: Die oben beschriebenen motorischen Kontrolldefekte traten vermehrt auf! Seelisch war sogar immer wieder eine depressivere Stimmung festzustellen. Mitte November 2007 wurde deshalb Fluoxetin abgesetzt (bedeutet 10 - 14 Tage ohne SSRI tagsüber) und auf ein neues Medikament (Cymbalta) umgestellt. Die Umstellung verlief (fast) problemlos und auch das neue Medikament scheint bis jetzt gut zu wirken (sie kann im Moment sogar Freude empfinden), aber es wäre zu früh etwas darüber zu sagen.
Es wäre also theoretisch möglich, dass auch Dich Fluoxetin hier in der motorischen Kontrolle negativ beeinflusst. Ich beteilige mich eigentlich eher ungern an Medikamenten-Diskussionen, ich habe die Erfahrung gemacht, das die einzelnen Medikamente bei jedem Patienten unterschiedlich wirken und die Wirkung sich auch noch oft während der Einnahme verändert. Aber dies könnte vielleicht doch auch für Dich wichtig sein.
Ich wünsche Dir Gutes Jürgen
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Gesagt ist nicht gehört, gehört ist nicht verstanden. Verstanden ist nicht einverstanden. Einverstanden ist noch lange nicht angewendet. Angewendet ist noch lange nicht beibehalten. [Konrad Lorenz]
|
|
|
|
Sister Moonshine
|
 |
« Antworten #23 am: 18. Dezember 2007, 14:57:04 » |
|
Hallo JEM, ganz lieben Dank für den Hinweis! Ich werde mal verstärkt darauf achten und ev. ansprechen. Leider hab ich erst wieder am 8.1. Thera 
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
~ Please help me to keep my mind open to the public ~
|
|
|
|