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Autor Thema: Warum hasse ich "Körperliches"?  (Gelesen 2151 mal)
Sister Moonshine
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WWW
« am: 17. Dezember 2007, 14:38:42 »

Hallo Ihr Lieben,

Richard, ich hoffe, der Beitrag ist hier richtig? Sonst bitte verschieben  Zwinkernd

ich bin zwar seit mehr als zehn Jahren mit einem sehr lieben Mann zusammen, will es natürlich auch weiterhin sein, aber ich kann ihm etwas für ihn Wichtiges nicht geben  Verlegen

Ich finde S*x abstoßend, unnötig und widerlich. Ich weiß nicht, warum.
Seit einiger Zeit bin ich ja nun in Thera (ca. drei Monate) und was ich bisher nur weiß ist, dass ich mein Leben lang, schon seit dem ersten Mal, fast immer (bis zu sturz-) betrunken war, wenn ich dann mal Sex haben musste. Nur dann konnte ich mich einigermaßen überwinden, und das ist auch heute noch so! Im Sinne von, ich will meinem Partner das ja auch geben.
Was ist da bloß mit mir los? Es ist auch so, dass ich es gar nicht brauche, warum sollte ich also dafür auch noch therapiert werden? Es würde mich halt nur mal interessieren, warum es so ist, wie es ist  Huch
Was könnte der Grund dafür sein? Anlass für einen M*ssb***ch*sverdacht gibt es bei mir nicht... Glaube kaum, dass ich sowas verdrängt habe, dann wär ich immens kränker, als ich bisher dachte  Grinsend

Hat hier jemand schon mal mit sowas zu tun gehabt?

Danke!

Liebe Grüße, Sister Moonshine
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Richard
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Beiträge: 486



« Antworten #1 am: 17. Dezember 2007, 17:38:18 »

Hallo Ihr Lieben,

Richard, ich hoffe, der Beitrag ist hier richtig? Sonst bitte verschieben  Zwinkernd

Alles im grünen Bereich, da es ja oft Bordis betrifft.
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LG
Richard

Mir ist egal wer dein Vater ist! Wenn ich angle, läuft hier keiner ÜBERS Wasser!

JEM
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« Antworten #2 am: 17. Dezember 2007, 23:24:22 »

Liebe Sister Moonshine,

auch hier sind wir wieder beim  Thema: "Angst vor der Nähe"

Nähe ist vieles: Zuflucht, Zuneigung, Schützen, Aufmerksamkeit, Bewunderung, Trösten, liebe Worte sagen, im rechten Moment schweigen, nicht den anderen aufgeben.... und so vieles mehr!

Liebe ist: Nähe geben und empfangen!

Körperliche Liebe: Ist Liebe und Nähe ausleben!

Ich denke an unseren Körpern ist nichts Widerliches (die wirklich  "widerlichen" Handlungen in der Geschichte der Menschheit kamen aus dem "Geist")

Einige Gedanken für Dich: Kannst Du Deinen Körper annehmen? Kannst Du akzeptieren, dass Du für jemand anderen "anziehend" bist? Eben genau Du?

Liebe Grüße
Jürgen

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Sister Moonshine
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« Antworten #3 am: 17. Dezember 2007, 23:26:47 »

NEIN! KANN ICH NICHT!
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JEM
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Beiträge: 809


« Antworten #4 am: 17. Dezember 2007, 23:50:37 »

NEIN! KANN ICH NICHT!

Liebe Sister Moonshine,

darf ich böse sein? Klingt wie Rumpelstilzchen, "mit dem Fuss aufstampf"  Zwinkernd?

Nein, so wenig "informativ" lasse ich Dich hier nicht weg - dafür bist Du auch wirklich zu klug!

Liebe Grüße
Jürgen
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Sister Moonshine
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Beiträge: 556



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« Antworten #5 am: 18. Dezember 2007, 08:05:29 »

Nein, ich kann es nicht (sagt Rumpelstilzchen  Zunge )
Ich kann es wirklich nicht. Mein Leben lang bin ich komplett unfähig, Komplimente anzunehmen.
Ich hasse sie. Ich hasse mich. Immer schon. Ich wüßte gar nicht wie es wäre, mich selbst nicht mehr zu hassen. Also, weiter arbeiten, nix anmerken lassen, bloß keine Fragen provozieren. Ich bin doch die starke, gute, gerechte. Ein Haufen Sch*i*s*  Ärgerlich
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Fridolin
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Beiträge: 568



« Antworten #6 am: 18. Dezember 2007, 08:35:32 »

Hi Sister Monshine
Deine Geschichte berührt mich sehr und ich versuche mal, dir meine Erfahrungen mitzuteilen.
Ich kenne viele Menschen, die große Problem mit körperlicher Nähe haben. Meist wird dadurch aus körperliche Nähe Sex. Nicht wegen des Sex, sondern um die körperliche Nähe schnellstmöglichst hinter sich zu bringen.
Die Ursache beginnt meistens in der Kindheit, die lieblos war und in der der kleine Mensch nicht so genommen wurde, wie er ist, sondern so, wie man ihn haben wollte. Dadurch lehnte sich der kleine Mensch im Unterbewußtsein selber ab, konnte sich selber nicht lieben. Dadurch bleibt der Selbstwert
sehr klein und der Erwachsene muß Depression, Angst usw. usw. aushalten.
Durch Eigenliebe und immer wieder Eigenliebe kann man versuchen, diesen Mangel auszugleichen.
Viel Kraft und Energie
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Fridolin Steinpalme
JEM
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Beiträge: 809


« Antworten #7 am: 18. Dezember 2007, 15:42:19 »

Nein, ich kann es nicht (sagt Rumpelstilzchen  Zunge )

Liebe Sister Moonshine,
danke, dass Du mich zum Lächeln gebracht hast (ach wie gut dass niemand weiß, dass mein Stilzchen Rumpel heißt Smiley!)

Man kommt Dir doch nicht nur mit "Komplimenten" zu nahe - also eigentlich Positivem, sondern auch mit Kritik, Tadel, blöden Fragen usw. - also mit Negativem!

Wie Fridolin richtig sagt: Eigenliebe ist die Wurzel der Liebesfähigkeit (und das hat jetzt zunächst garnichts mit Sex zu tun)!

Du sagst:"Weiter arbeiten, ..."
Warum bist Du dann jetzt nicht auch bereit an Dir, mit Dir zu arbeiten? Das würde sich doch lohnen oder siehst Du das anders?

Wir alle können unsere Lage nicht verändern, ohne hart zu arbeiten und uns die Hände dabei schmutzig zu machen. Da gibt es keine festen Regeln und keine Bücher die uns sagen, wie wir zu uns selbst finden und uns akzeptieren können.
Es gilt nur der Satz: Ich existiere, ich bin, ich bin hier, ich entwickle mich weiter, ich selbst bestimme mein Leben, und kein andrer tut es für mich. Ich muss mit meinen Mängeln, meinen Fehlern und meinen Vergehen fertig werden.
Niemand kann unter Deinem "Nicht-Sein" so leiden wie Du selbst, aber morgen ist ein neuer Tag und Du kannst Dich entschließen das Leben von neuem zu beginnen.
Glaube mir - Liebe ist erlernbar!
Und bist Du nicht neugierig darauf neue Facetten an Dir zu entdecken?

Dann sei doch weiterhin stark, gut und gerecht - DIR SELBST GEGENÜBER!

Liebe Grüße
Jürgen

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Iwi
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« Antworten #8 am: 18. Juli 2008, 17:16:32 »

Hallo Jürgen, ich antworte jetzt in erster Linie auf dich, mit: Wieso rätst du ausschließlich zur Selbstgenügsamkeit?

Immerhin hat doch jede/R das verbriefte verfassungsmäßige Recht auf Selbstbestimmung.  Huch

Ich verstehe dich einfach scheinbar dauernd falsch, oder richtig, aber kann den Bezug zum Forum nicht herstellen. Das betrifft v.a. auch deine Rolle als Angehörigen. Oder habe ich da was falsch verstanden?

Wenn ich mich erdreiste, was ich hiermit nicht zu tun beabsichtige, damit du, lieber Jürgen, keine Ecken und Bezüge zum Thema herstellen kannst:-)  Unentschlossen Teufel
dann schrübte ich folgendes an den Betreff "Warum hasse ich Körperliches", aufgemacht von der Sister Moonshine: ... völlig ohne Restpathetik  Huch geht mir genauso, liebe..., und ich versuche auch, damit "klarzukommen". In allen Lebensbereichen fühle ich mich aber eingeschränkt, was den Bedarf der Themenbezüge angeht. Und dann dränge ich es auf diesen "natürlichen" gesellschaftlichen Druck hin in eine kleine Ecke meines Empfindens und leide bitterlich. Grinsend  Platze gleich

Du merkst wahrscheinlich schon, ich bin wirklich "guter Stimmung".

Grüße von Iwi
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Iwi
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« Antworten #9 am: 18. Juli 2008, 17:18:59 »

vergessen
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JEM
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Beiträge: 809


« Antworten #10 am: 18. Juli 2008, 19:46:09 »

Hallo Iwi,

einzig wichtig ist mir diese Feststellung: Angehöriger ist für mich keine "Rolle", die ich spiele, ich habe sie mir nicht ausgesucht und ich hoffe, auch nicht verschuldet!

Mehr möchte ich zu Deinem posting nicht sagen, Du hast ja schließlich auch schon oben für mich geantwortet, warum sollten wir das nicht weiterhin so halten?

Grüße von Jürgen

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[Konrad Lorenz]
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