Hallo oba,
da warst Du authentisch - bitte fange jetzt nicht an Dich zu verbiegen!
Und "schmerzloser" werden bedeutet doch wohl auch gefühlloser werden! (Ist doch kein wirklich schöner Vorsatz für's neue Jahr - also bleibe doch bitte so wie Du bist!)
danke jem, ich kann mich nicht mehr verbiegen. bleibe wie ich bin, versprochen.
schmerzloser ist nicht gefühlloser, auch nicht ein vorsatz meiner, zum neuen jahr.
schmerzloser bedeutet etwas unempfindlicher, etwas ertragungsfähiger, verständnisvoller zu sein, etwas offener für die anderen, die genau so schwere lasten tragen müssen.
genau so, wie ich. der nie, auch im neuen jahr, nie abladen, übertragen wird, was ihm zu schwer zu tragen scheint. denn ich will nur das mitnehmen, was ich zu meinem leben brauche.
das ist sehr wenig. wasser und brot, eine warme decke, eine kerze fürs licht, vielleicht noch ein paar gute schuhe. mehr brauch ich wohl nie mehr. alles andere ist luxus im leben.
befreit dieser last, immer wieder angst zu haben, besitz zu bewachen, weil es einem weg genommen werden könnte, macht einfach nur krank, unheimlich arm und krank.
die, die diese last tragen, glauben, sie könnten mich bezahlen, damit ich ihnen helfe, ihren "schrott" herum zu schleppen, haben in mir einen sehr pflegmatischen querulanten ausgewählt, der nicht zu bezahlen ist. nicht mal bestraft, gequält, gefoltert werden kann.
weil ich nur mein kleines bisschen zum überleben trage. mir muss nicht mal einer die türe aufhalten, wenn ich meine beiden hände mit taschen tragen würde. ich hab noch ellenbogen um aufzustossen.
alles, was ich trage, trage ich im rucksack. die hände sind frei. und meine hand ist keine faust.
ich kann sie jederzeit reichen. und das tue ich, immer.
aber bestimmt nie mehr, damit man mir meine hände überladen wird, dass ich die hand nicht reichen kann, oder mich nicht mehr fest halten kann, wenn ich falle.
in diesem sinne war dieses jahr. in diesem sinne wird mein nächstes jahr sein.
herzlichst oba