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Autor Thema: es ist soweit...am 29.01. gehts in die klinik!  (Gelesen 3253 mal)
black-rose
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« am: 15. Januar 2008, 10:49:18 »

Hallo liebe Leser,

heute morgen habe ich einen anruf aus einer klinik in arnsdorf bekommen, von der depressionsstation, und die sagten mir, dass am 29.01. um 10 uhr der tag der aufnahme wäre. ich stimmte zu, legte den hörer auf und im ersten moment war es wie eine erleichterung...aber wie diese ging, kam sie auch schon wieder und tausend fragen stellten sich auf einmal. habe seit dem auch wieder fürchterliche bauchschmerzen...

wie viel werde ich von bent (meinem kleinsten neffen) verpassen? vielleicht erkennt er mich gar nicht wieder. und meine ma...wie sehr werde ich sie vermissen, genauso wie den rest meiner familie...wie wird das essen dort schmecken und wie wird das personal so sein? und die mitpatienten? was, wenn dort nur menschen rumlaufen, mit denen ich nichts anfangen kann? was, wenn ich mich nicht wohl fühle...wie langweilig kann es dort werden? hab seit dem anruf heute früh schon ziemlich große angst bekommen.
mein freund sagt nichts dazu. er hat nur kurz "schön" gesagt und gelächelt. jetzt ist er in seinem zimmer und hat kein wort mehr darüber verloren und das wird er sicherlich auch nicht mehr. als ich ihm die klinik im internet gezeigt hab, war er auch nicht sehr interessiert. er hat ab und an sogar mal geseufzt.

liebe grüße
nici
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Krempel nichr die Hoesnbeine hoch, bevor du den See nicht sehen kannst.
Sister Moonshine
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« Antworten #1 am: 15. Januar 2008, 13:13:00 »

Liebe Nici,

das ist doch toll *freu sich für Dich*  Lächelnd

Es ist Dein Leben, und diese Klinik DIE Gelegenheit, es wieder neu am Schopfe zu packen!!!
Zweifel nicht zu sehr, es wird Dir gut tun. Schreib uns wie es ist da! Ich bin schon supergespannt  Zunge
Dein kleiner Neffe wird auch noch klein sein, wenn Du wieder daheim bist ;-)
Und vielleicht siehst Du ihn zwischendurch doch mal!?

Ich drücke Dir ganz feste die Daumen!  Das wirst Du schon gut schaffen, glaub mir!!!
Und: wir hören Dir gerne zu, das weißt Du!

Liebe Grüße und ein Päckchen Gelassenheit schick ich Dir  Zwinkernd
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JEM
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« Antworten #2 am: 15. Januar 2008, 14:43:30 »

Liebe Nici,
ist doch völlig klar, dass dir jetzt vieles durch den Kopf geht!
(und auch ich freue mich für dich, dass es doch so schnell geklappt hat!)
Mitpatienten gibt dort einige, du kannst dir die aussuchen, die zu dir passen und zu den anderen bist eben nur "freundlich"  Zwinkernd!
Das Essen wird wohl kein Problem sein, Personal ist wie überall "gemischt", aber Freundlichkeit öffnet auch hier die Türen!
Und dein kleiner Neffe kann dich ja besuchen (so wie alle, die dies möchten, an den WE ist normalerweise "freie Zeit"), deine Besucher können i.d.R. sogar in der Klinik (nach Anmeldung) essen.
Also mache dir doch bitte jetzt keine neuen Ängste, du wirst das schaffen!

Liebe Grüße
Jürgen

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anything
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« Antworten #3 am: 15. Januar 2008, 14:50:38 »

Ich stimme Sister Moonshine und JEM zu.
Deine Seele ist krank und schreit nach Genesung und niemand anders ausser Dir selbst ist nun wichtig.
Dein Neffe wird dich wieder erkennen mach Dir keine Angst!!

Ich wünsche Dir schonmal alles alles gute und vielleicht wirst Du uns zwischendurch oder danach ja auch nur positives berichten Zwinkernd


Liebe Grüße
Sandra
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black-rose
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« Antworten #4 am: 15. Januar 2008, 16:20:45 »

ich danke euch für eure lieben worte  Lächelnd !

also, dass meine schwetser mit meinem neffen mal vorbeikommt glaube ich weniger, da sie ja aus gera kommen und es schon eine längere autofahrt und eine ziemliche strapaze für den kleinen mann wäre. na ja, nächste woche fahre ich sie nochmal besuchen für ein paar tage. werde bestimmt weinen beim abschied.

aber ihr habt schon recht. das ist meine chance endlich alles in den griff zu bekommen. aber dennoch habe ich angst davor, was mich erwartet. noch dazu bin ich momentan im wohnungssuchestress und muss bis mitte märz ne wohnung gefunden haben, was das ganze jetzt momentan ne leichter macht.

ich sende euch eine feste umarmung!
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zimmi
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« Antworten #5 am: 15. Januar 2008, 19:00:48 »

hallo nici

hatte heute besuch von einer freundin.diese  hat sehr gute erfahrung  mit arnsdorf. zwar soviel ich weis auf einer anderen station, aber sie ist immer noch regelmäßig ambulant dort. ich selbst bin vor einem jahr in klotzsche gewesen. mir war alles sch.... egal, hauptsache mir hift es irgendwie wieder am leben teilnehmen zu können. mehr hab ich damals nicht denken können. und es hat geholfen.
also kopf hoch, nase vorann und rausfinden was das richtige für dich ist.
lg zimmi
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black-rose
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« Antworten #6 am: 15. Januar 2008, 19:21:32 »

vielen dank, zimmi, das hat mich jetzt ein wenig beruhigt. es tut gut zu hören, dass es jemanden in arbnsdorf gut ergangen ist. habe nämlich leider keine erfahrungsberichte im internet gefunden. auch wenn deine freundin auf einer anderen station war. das ist erstmal egal! :-)

lg
nici
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Rhini
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« Antworten #7 am: 16. Januar 2008, 00:04:10 »

Hi, Black Rose
Da antworte ich dir noch schnell wegen deinem Vorstellungstermin und lese dann, dass du in eine Klinik gehst...
Ich glaube, ich habe genausolche Bedenken wie du, dass hier bei mir nichts mehr richtig läuft ohne mich... Allerdings denke ich, dass meine Familie, allen voran meine Enkelkinder es ganz gut verkraften würden, wenn ich mal ein paar Wochen nicht da wäre.
Und bei mir sind dann noch andere Fragen zu klären, zB wer sich um meine Tiere kümmert oder meine Pflanzen versorgt; wer die Rechnungen überweist und die Post für mich öffnet... Und dann habe ich auch eine Heidenangst vor all dem Fremden, das mich dort erwartet.
Auf der anderen Seite kann es aber auch eine Chance sein, gerade wenn man noch so herrlich jung ist wie du, sich vor allem eine Auszeit zu nehmen, weg von all der Verantwortung, weg vor allem, vor dem, was einen so quält...
Und, da du ja von dir aus dort hin gehst, hast du sicherlich auch die Möglichkeit, die Klinik wieder zu verlassen, wenn es absolut nicht geht...

Dass dein Freund nicht sonderlich begeistert ist, kann ich nachvollziehen, denn er weiß ja nicht, was ihn erwartet, wenn du wieder nach Hause kommst. Dann noch die Trennung... und im Allgemeinen weiß er vielleicht sowieso noch nicht richtig mit deiner Krankheit umzugehen.
Aber du machst das auch für alle Menschen, die dich lieb haben und die du lieb hast, das könnte immer dein Motto sein; weil unser aller Ziel ja eigentlich sein sollte, wieder glücklicher und zufriedener am Leben teilzu haben.
Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute und bin vielleicht auch etwas neugierig, was du uns eventuell hinterher berichten wirst.
Rhini
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black-rose
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« Antworten #8 am: 16. Januar 2008, 12:55:39 »

he rhini,

was meinen freund anbelangt, so kann ich nur sagen, dass er generell  nicht mal versucht, verständnis aufzubringen. er sitzt tag ein tag aus vor seinen beiden pc´s und macht da, was weiß ich...wennich morgens den frühstückstisch decke, ist ihm das egal...er bleibt liegen, schläft und wenn er aufsteht, kommt ien kurzes "hey" und dann gleich der weg zum pc. aber über seinen bruder regt er sich so auf, dass er ständig vorm pc hängt und sich um nichts kümmert...mein freund hat seine ausbildung abgeschlossen...aber bewerben? was ist das?

 ich könnte mich so aufregen über ihn. er zeigt keinerlei interesse
daran, dass ich in die klinik mach. ich habe ihn eben gefragt, ob er mich zu
klinik hinbringt (habe ihm vorher erzählt, dass sie in nähe dresden ist) und da
fiel er aus allen wolken und sagte: "oh, was? weiß ich ne..kommt drauf an,
wieviel es kostet!" dabei hat er mehr als genug aufm konto!!!
und ich habe ihm gesagt, dass ich enttäuscht bin, dass er keinerlei interesse zeigt und
dass ich ne einsehe, dass ich ständig für ihn verständnis zeigen soll,  wenn er auch
kein verständnis und interesse daran zeigt, es zu verstehen oder es wenigstens
versucht. er verliert nie ein wort darüber und dann war er eingeschnappt, weil
ich ihm das gesagt hab....sag mir, wie gemein
man sein kann! mir tut das so weh! ständig muss ich daheim wegen ihm heulen, weil er mich kein bisschen unterstützt und ständig nur vorm pc hockt. habe ihn gefragt, ob wir da
die woche noch schönes unternehm. er so:"was denn?" und ich "na, zb.kino?" und
da schläft sein gesicht ein und er total abwertend: "kino? das ist doch nichts
schönes!"...warum tut er mir das an? warum lässt er mich so allein, wenn er,
wie er sagt, mich angeblich liebt??? ich fange an, ihn zu hassen für das, was
er mir antut!

boar...sorry, musste mal eben raus :-)
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black-rose
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« Antworten #9 am: 16. Januar 2008, 12:56:46 »

ach, noch was vergessen...ichd anke dir natürlich, rhini, dass du mich auch so unterstützt und immer so tatkräftig mir rat zur seite stehst!!! bin dir und allen andern sehr dankbar!!!

liebe grüße
nici
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JEM
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« Antworten #10 am: 16. Januar 2008, 14:03:48 »

Hallo Nici,
warum sagst du deinem Freund nicht einfach so etwas wie dieses:
Du, es ist für mich ganz schwer in die Klinik zu gehen, soviel neues, unbekanntes steht mir da bevor. Aber es würde mir sehr viel helfen, wenn du mich hinbringen würdest. Da würde ich mich gleich viel besser fühlen!
Männer lieben einfache Ansagen...

Liebe Grüße
Jürgen
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Fridolin
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« Antworten #11 am: 17. Januar 2008, 07:03:07 »

Hi Nicole
Ich freue mich für dich. In einer stationären Therapie hast du die große Möglichkeit, dich auf deine individuellen Bedürfnisse zu konzentrieren. Die Klinik und ihr Personal ist sicherlich nett und kompetent. Deine Probleme und deren Lösungen zu erkennen, zu beseitigen oder zu überwinden ist der Anfang jeder Gesundung. Eigene Grenzen zu erkennen und zu ziehen ist genauso wichtig.
Mach dir keine Sorgen! Es wird Alles gut gehn.
Viel Kraft und Energie
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Fridolin Steinpalme
Rhini
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« Antworten #12 am: 17. Januar 2008, 09:46:16 »

Hallüle, kleine schwarze Rose
Ach Mann, ist ja "depri" mit deinem Kerl...
Jem, du hast recht, mit deinen klaren Ansagen, aber wenn man direkt fragt und schwammige Antworten erhält, was bitte schön ist daran klar???

Nicole, ich habe inzwischen begriffen, dass ich nur von meinen eigenen Gefühlen ausgehen kann und es keinen Beweis gibt, dass der Partner "genauso" fühlt... Selbst wenn er meint, zu lieben, kann es eine andere Form von Zugeneigt sein; vielleicht, weil es bequem ist, der Partner  alles für einen tut oder bei den Kumpels/Freundinnin bewundernde Bemerkungen hervorruft... Liebe ist nicht nur Gefühl, sondern auch Auslegungssache!
Sicher hast du ihn lieb und vielleicht angst vor seiner Reaktion, wenn du ihm mal das "Messer auf die Brust" setzt... aber ich denke, es wäre hilfreich, wenn du dir mal versuchst, vorzustellen, wo du in fünf Jahren mit ihm bist... und dann aber realistisch und kein Wunschdenken...

Irgendwie habe ich nicht ganz den Durchblick: Wohnt ihr zusammen? Zahlt er Essen und Miete?... gibt es also eine Form von sozialer Abhängigkeit??? Wenn nicht, so ist dein Klinikaufenthalt auch eine gute "Teststrecke" für die Beziehung. Da gehts dann um Vermissen, Sehnsucht usw...
Außerdem wird die Klinik dich "verändern", im besten Falle selbstbewußter machen. Manchmal kommen Partner mit einer "gestärkten, selbstbewußten" Partnerin nicht mehr klar, gerade wenn sie noch sehr jung sind...

Und vielleicht bist du schon die Starke und ihm fehlt die Möglichkeit, seine eigenen Bedürfnisse zu formulieren...
Ich kenne euch ja nicht, kann nicht sehen, ob ihr kuschelnder Weise vor dem TV sitzt, Hand in Hand draußen herumlauft und so weiter; sehe auch die Blicke nicht, die ihr euch zuwerft oder mit denen einer den Anderen ansieht...

Nun gut, zu Letzt, kannst du ihm auch ohne viel Erklärung sagen, dass du möchtest, dass er dich bringt... keine Begründung oder dergleichen... keine Debatten... Und wenn er wieder so laff darauf reagiert, kannst du ihm ruhig mal sagen, dass dich sein Verhalten dir gegenüber verletzt... Auch ohne mehr zu sagen. Lasse dich auf nichts ein bei solchen Gesprächen, weil man sich da schnell in die Ecke drängen lässt...
Mit dem : etwas schönes machen, ist es schwer, aber da kannst du ihn fragen, ob ihr die Zeit bis zur Klinik nicht gemeinsam verbringen wollt, bzw dass du möchtest, dass er noch mit dir zusammen ist (nicht nebeneinander her). Wenn er sich durch Gegenargumenten wieder rauswinden möchte, sage ihm, dass du vertanden hast, und lass ihn stehen. Nicht weinen, nicht schmollen, versuche ruhig zu bleiben, auch wenns schwer fällt.
Unter Umständen erkennst du in der Klinik auch, dass du mehr wert bist, als nur zuR Deco... Dann möge dein Freund ein Ex werden... Ihr seid zu jung, um wie ein Paar nach 100 Jahren nur noch nebeneinander her zu leben. Und du bist zu hübsch, als dich an den erstbesten zu vergeuden...
und zu wertvoll ist dein Leben, um es mit Nichtigkeiten voll zu stopfen, bei denen du dich später mal fragst, was habe ich eigentlich davon gehabt.
Ach nochetwas, gib ihm immer, zwischen jeder Angelegenheit mindestens einen halben Tag Zeit, darüber nachzudenken, sonst fühlt er sich eventuell bedrängt und macht sowieso wieder zu...

Ich drück dir erstmal die Daumen, dass noch etwas klappt, WAS DU DIR WÜNSCHST...
Und ich bin fast jeden Tag hier, wenn du noch Fragen haben solltest. (Nur chatten tue ich noch nicht)
Alles Liebe
Rhini
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JEM
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« Antworten #13 am: 17. Januar 2008, 15:45:31 »

Jem, du hast recht, mit deinen klaren Ansagen, aber wenn man direkt fragt und schwammige Antworten erhält, was bitte schön ist daran klar???
Hallo Rhini,
ich hatte die "klare Ansage" noch mit einem Appell an seine "Stärke" ("es würde mir sehr viel helfen, wenn du mich hinbringen würdest") verstärkt, das wirkt dann einfach mehr!
Aber natürlich finde ich ihn sein Verhalten in dem Fall auch "suboptimal"!

Liebe Grüße
Jürgen
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« Antworten #14 am: 18. Januar 2008, 15:36:06 »

liebe rhini,

mein freund und ich wohnen (noch) zusammen. unsere wohnunghaben wir aber zum 31.03. kündigen müpssen, weil die miete einfach zu hoch geworden ist.
zur zeit bezahlt er essen und so, aber nur, weil ich zur zeit probs hab mitm geld, weil ich einiges abbezahlen musste :-(. aber bin nicht abhängig von ihm...hab ihm schon immer mal 5 euro oder so zum essen kaufen dazugegeben und habe auch immer gekocht und so. war auch nur diesen monat so...sonst teilen wir uns rein.

ganz ehrlich, wenn ich mir übnerlege, wo ich mit ihm in 5 jahren bin, dann stelle ich mir ohne wunschdenken vor, dass er EIN  guter freund von mir ist, mit dem man spaß haben kann (nicht sexuell gemeint). ich möchte eigentlich nur noch eine freundschaft mit ihm...aber wenn wir uns jetzt trennen würden, hätte ich so große angst, allein z u sein...ich weiß, dass es irgendwo egoistisch ist und auch nicht ok...und manchmal sinmd die gefühle fpr ihn wiede r sehr groß...und dann raucht er eben doch wieder in der wohnung statt aufm balkon und dann bin ich wieder so sauer auf ihn, weil dann wieder die ganze wohnung nach rauch riecht und wir die fenster aufreißen müssen, mein kater dafür eingesperrt werden muss, damit er ne ausm fenster springt und die wohnung wieder so extrem kalt wird...oder er überlegt erst wieder, ob er mir geldlich aushelfen kann mit 30 euro, damit ich mir bissl was noch für die klinik kaufen kann, sich dann aber überlegt, obe r sich ein pc spiel für 30 euro kauft...das sind solche dinge, die meine gefühle absterben lassen...und er weiß es auch,...ich habe ihnm gesagt, was mich stört,. aber er wird dann immer so beleidigt als hätte ich ihm den kopf abgerissen. ich finde es ne normal, wenn man in ner beziehung früh aufsteht und sich vorn pc setzt und die freundin allein frühstücken lässt...na ja, ich hoffe, dass ich in der klinik lerne, klar zu denken und ich auf grund des abstandes mi bewusst wird, was ich wirklich will und ich danach stärker buin ,um mit meinen gefühlen umzugehen!

ach, und kuschelnderweise siotzen wir ne vorm tv...eigentlich machen wir gar nichts beziehunmgsmäßiges mehr...wir umarmen uns nur ganz ganz selten, küssen uns gar ne mehr und beim schlafen umarmen wir uns auch ne mehr, wie wir es noch vor 2 wochen getan haben...irgendwie ist alles kapuitt bei uns...

ich danke dir auch mal wieder für deinen beitrag...deine worte helfen mir immer sehr!

ich danke euch allen!

liebe grüße
nicole
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« Antworten #15 am: 19. Januar 2008, 10:44:48 »

Hallo, Liebes
Nun sind es ja nur ein paar Tage bis zu deinem Klinikaufenthalt. Frage ist doch eigentlich nur, wie du dort hinkommst...

Wenn sowieso eine "Umsiedlung" ansteht, kannst du dir in der Klinik sicherlich helfen lassen. In der Regel gibt es in solchen Häusern auch Sozialstationen, die beratend und helfend unterstützen. Du bist nicht allein!
Schlag deinem Freund ruhig vor, euch zu trennen, vielleicht traut er sich das nicht, weil er deine Reaktionen befürchtet. Es ist aber unbedingt wichtig, dass du ihm erklärst, was du vermisst. Bleibe bei dir und sage _nicht_: Du machst dies oder jenes nicht mit mir...oder: du hast dies oder das nicht getan. Jeder Mensch, der angegriffen wird, macht erstmal zu und geht in Abwehrhaltung.

Es tut dir sicherlich auch nicht gut, ständig Ablehnung zu erfahren, so ist doch eine Trennung eher die chance, sich selbst neu zu definieren. Zumal dann auch ein Umsorgen des Anderen entfällt. (Ich erinnere mich aus meinem Leben, wenn ich "Essen ist fertig" gerufen habe, kam mein Partner und meine Tochter, schnappten sich ihren Teller und verschwanden in ihr Zimmer, war nicht schön!!!)

Die PC-Geschichten habe ich bei meiner Tochter mit ihren Mann erlebt. Auch die  Geldsituationen... Wenn sie mal etwas brauchte, hieß es, es wäre kein Geld da und zwei Wochen später präsentierte er eine Kanera für über tausend Euro. Die Beiden haben im Oktober geheiratet, sich im Dezember getrennt (Er hat sie verlassen, wegen einer Anderen). Allerdings war meine Kleine da zum zweiten Mal schwanger von ihm...
Sie hat sich um eine Wohnung gekümmert, ihr Kind zur Welt gebracht und lebt inzwischen angesträngt aber zufrieden mit ihren Kindern alleine. Abgesehen davon, dass meine Enkel tolle Kinder sind, hat er doch irgendwie ihr Leben versaut.

Da kannst du noch vorbeugen, alles in eine gute Richtung schieben... Und irgendwann mal einen Kerl treffen, der dich wirklich liebt!!!

Aber das alles erst nach der Klinik, da kannst du sicherlich auch über alles reden und die ein oder andere Sache für dich klären. Aber bleib, so du kannst, immer bei dir, sonst erfahren deine Theras zwar, was dich bei Anderen stört, aber nicht, was für dich eigentlich gut wäre.

Übrigens habe ich viele Jahre mit einem Mann harmonisch zusammengelebt, ohne dass es noch diese Liebe zu einem Partner war. Eher wie Bruder und Schwester. Das war für mich in Ordnung und für ihn scheinbar auch (wer weiß es schon wirklich). Allerdings haben wir uns gegenseitig unterstützt, sogar einiges zusammen unternommen... Aber ansonsten hatten wir jeder unseren Bereich... Und er war/ist der Vater meiner Tochter... Allerdings haben wir das Zusammenleben aufgelöst, als ich mich nochmals verliebte. Kurze Zeit später hatte er auch eine Freundin...
Naja, da war schon eine Art von Liebe dahinter , aber vor allem Achtung!!!

So, nu schau ich noch weiter und verbleibe
Bis bald
Rhini
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« Antworten #16 am: 19. Januar 2008, 21:28:06 »

rhini, die geschichte deiner tochter berührt mich sehr. sie hat es auch nicht leicht gehabt!!!!
ich werde jetzt erst einmal nicht an meine beziehung denken, werde jetzt einfach mal versuchen, nicht alles auf den kopf zu stellen und tausne d mal zu durchdenken, es auseinander nehmen und wieder versuchen zusammen zu setzen und evtl zu merken, dass alles af dem kopf steht...ich will ganz zu mir finden und dafür kann ich momentan keine probleme gebrauchen...weit weg schieben...ich habe noch viel zeit im leben, um mich um meine probleme zu kümmern!!!

so, ich verabschiede mich dann erstma vorerst..ich bin nächste woche in gera bei meiner sis und daher ne im netz und dann gehts ja schon in die klinik! drückt mir bitte die daumen, dass alles so weit klappt und gut läuft...und drückt mir die daumen, dass da liebe menschen sind, mit denen man vielleicht auch außerhalb der klinik kontakt halten kann.

ich danke euch, für all die kraft, die ihr mir sendet!!

liebe grüße
nicole
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« Antworten #17 am: 20. Januar 2008, 00:00:40 »

Meine liebe Nicole,

ich drücke Dir alle Daumen, die ich habe  Blinzeln

Ich hoffe, dass Du bei Deiner Schwester gewaltig Kraft tanken kannst und auch die Zuversicht, es in der Klinik gut haben zu wollen.
Bitte lass es uns wissen, wie es Dir dort geht, was Du so machst. Ich bete, dass es Dir gut tut.

Ich denke an Dich. Ganz feste!

Deine Sister Moonshine
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« Antworten #18 am: 24. Januar 2008, 14:00:10 »

hallo black-rose,

ich fühle absolut mit dir. letzten Montag habe ich mich auf die warteliste setzen lassen und heute kriege ich einen Anruf dass es jetzt Montag also am 28.1 schon losgeht.

Das hat mich voll grad ausm Leben geschlagen das geht mir viel zu schnell.
Ich leide momentan an ner ganz akuten Gastritis, mir ist schlecht und ich habe Magenschmerzen wie verrückt. Ich fühl mich mit dem stationären Aufenthalt einfach nu sowas von überfordert und mich plagen soviele Ängste und eigentlich würd ich am liebsten anrufen und das verschieben Traurig

Habe dir ja voher schonmal viel Glück gewünscht und auch alles Gute ich werd dies an dieser Stelle aber nochmal tun.

Ich wünsche Dir viel Kraft und eine baldige Genesung.

LG Sandra
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black-rose
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« Antworten #19 am: 27. Februar 2008, 12:51:15 »

ein ganz liebes hallo an dieser stelle,

seit gestern abend bin ich wieder in dresden...ich habe in der klinik viele neue leute kennen gelernt, unter anderem habe ich meinen ersatzvater gefunden und auch einen sehr guten freund. ich war auf der station b 1/1, aber ich habe mich nie ernst genommen gefühlt. ein tag vor meiner entlassung ist mir erst gesagt wurden, dass ich entlassen werde und das, obwohl der oberarzt eine woche vorher sagte, vielleicht ende der woche...grund: sie brauchten das bett! und vor lauter verzweiflung hätte es nicht viel gefehlt, und ich hätte mich gestern den balkon runter gestürzt. ich fühle mich plötzlich so anders...in anrnsdorf hatte ich mich wieder gefunden...ja...aber ich habe mich zurück gelassen. hier in dresden bin ich nicht mehr ich...

meine diagnose lautet, depressives syndrom, soziale phobie,  panikstörung und persönlichkeitsstörung....habe morgen einen termin beim psychiater...ich will wieder zurück...aber das ist unmöglich Traurig

liebe grüße
eure nici
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« Antworten #20 am: 27. Februar 2008, 15:39:42 »

Liebe Nici,
schön wieder von dir zu hören!
Das mit der "verfrühten Entlassung" aus der Klinik kenne ich leider auch von meiner Frau, also spreche das dann morgen bei deinem Psychiater sofort an, es gibt ja nicht nur diese eine psychosomatische Klinik!
Gerade bei einer angefangenen Therapie ist es wichtig dran zu bleiben, dazu wünsche ich dir Kraft und alles Gute!

Liebe Grüße
Jürgen
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