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Rhini
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« Antworten #3 am: 24. Januar 2008, 09:51:23 » |
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Hi Sister Ich danke dir, denn es ist mir immer wieder bewußt geworden, wie sehr ich vor allem durch meine Selbstdefinition auch an mir Seiten erkenne, die ich längst verbuddelt glaubte... Du bist in deinem letzten Schreiben sehr selbstironisch... irgendwie kenne ich das auch von mir (wie ich das hasse, soetwas immer zu lesen oder dann auch noch selbst zu schreiben. Das ist, als würde ich mir jeden Schuh, der passt, anziehen...) Allerdings ist es eher eine aufgesetzte Fröhlichkeit und sie erreicht nicht mein Herz. Das ist nicht das, was wir wollen oder begrüßen würden. Aktiv werde ich allerdings nicht mehr, eher rastlos... Nun habe ich gerade über Fröhlichkeit gesprochen mit meinem Thera. Dabei wurde mir bewußt, dass es auch etwas mit Reflektionen der Anderen zu tun hat, die ja deutlich positiver sind, wenn ich Scherze oder lächle. Mein innerer Wiederwillen bringt mich dann in eine Art Hysterie, ich entgleite und gehe unangemessen "laut" aus dieser Situation heraus. Hinterher könnte ich vor Scham im Boden versinken, weil ich mal wieder total übertrieben habe, aber auch, weil ich mich selbst irgendwie zu etwas gemacht habe (einen Clown), was ich nicht sein will und auch nicht bin... Wenn ich mich mal trauen würde, meine Empfindungen (vor allem die negativen) laut auszusprechen... vielleicht müsste ich mich nicht hinter einer Maske verbergen...
Noch etwas, wenns mir besonders schlecht geht, werde ich immer "zappliger" und muß dann etwas tun... ggf nur um mich abzulenken. Ich geh ja nicht zur Arbeit, insofern bleibt der Haushalt, eventuell spazieren gehen... Ich bin dann auch irgendwie immer sehr wütend... Auf Menschen, die mich nicht kennen, die ich nicht kenne und die mir zB postalisch mitgeteilt haben, dass sie wieder mal etwas von mir wollen (ganz nach Akteneinsicht...) Da frage ich mich dann, ob sie das nicht entlich erledigen könnten, warum sie mich immer weiter Quälen... Wann sie entlich mitbekommen, dass es alles nicht geht, wie sie es sich wünschen würden... weil ich ihnene dann keine Arbeit mehr machen würde... Merke schon, allein der Gedanke über meine Hilflosigkeit lässt ein wütendes, ironisches Lächeln auf meine Lippen kommen:selbst Schuld... Ach, Sister, niemand weiß, wie es dem Anderen geht, da könnte man Bücher austauschen, aber die Empfindungen wird ein Anderer nicht verstehen können, weil nur du sie hast, weil nur ich sie habe... und alle sind doch anders. Wir können uns gegenseitig lediglich Akzeptanz entgegen bringen und durch eigene Erfahrungen, eigenes Denken dem Gegenüber Wege aufzeigen, die du/ich bislang durch den Schleier der Tränen noch nicht sehen konnten.
Auch wenn ich immer wieder aufgeben will, weil ich eben nach all den Jahren kaum Verbesserung (eher das Geggenteil) erfahren habe, so bin ich noch trotzig genug, mit dem Fuße aufzustampfen und den Anderen, die mich vermeintlich so belasten, entgegenzuschleudern: Ihr krigt mich nicht klein--- und krigt mich nicht weg! (Und wenn ich dann lache, ist es eine kleine gemeine Schadensfreude, obwohl ich im Kopf doch weiß, dass es meine Krankheit ist und nicht mein Umfeld...)
In der Natur der Sache liegt, dass wir bei unserem eigenen kleinen Auseinanderklabüsern keiner sagt, das müssten wir tun, das wäre gut für uns oder man müsse es nur wollen. Wir machen es einfach und entwickeln uns dabei immer weiter... mit ungewissen Ausgang... und alles nur, weil wir leben...
"Solange da ein Mensch ist, der mir zuhört, bin ich nicht verloren" Liebe Grüße Rhini
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