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Autor Thema: alles vorbei  (Gelesen 1966 mal)
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littleFlower
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« am: 23. Januar 2008, 20:06:23 »

bin so am Ende...war heute in der Therapie.. meine Tabletten bringen nichts und ich soll in die Klinik zu einem stationären Aufenthalt.. Ich hab gesagt, dass ich das nicht will, aber alle denken, dass es besser für mich ist. Mein Therapeut hört nicht auf meine Meinung und denkt nur, dass seine Meinung richtig ist. Vielleicht bringt es mir ja wirklich was, aber ich geh doch noch zur Schule, habe dieses Jahr ZK's, muss lernen und außerdem weiß niemand außer meiner Familie von meiner Krankheit. Was denken dann alle anderen?? Hab keine Freundin, bei der ich mich mal ausheulen könnte, die würden nämlich alle denken ich wäre verrückt wenn ich ihnen sage was ich habe..
Ich weiß echt nicht mehr was ich machen soll  Weinen Würde grad am liebsten nicht mehr leben...dann wäre das alles vorbei und ich würde mich nicht mehr durch mein Leben quälen und hätte auch keine Angst mehr.. was bringt mir ein Leben voller Angst??
Bin so verzweifelt..  Weinen Ich will nicht immer mit einem Lächeln durch die Gegend laufen und so tun, als wär alles toll. Würde am liebsten allen Menschen meine Meinung ins Gesicht schreien und dann einfach ganz weit weg gehn und allein sein.
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Ich bin da, wenn du willst; wenn du nach mir greifst dann halt ich dich,..
anything
Gast
« Antworten #1 am: 23. Januar 2008, 21:36:14 »

hallo kleines blümchen,

ich stehe grad ebenfalls kurz vor meinem stationären Aufenthalt.

Ich habe große Angst und wenn ich dran denke könnte ich einfach nur heulen und zusammenbrechen.

Alle denken auch dass es das Beste für mich sei..

Ich versuche mich dem zu stellen weil mir ewiges weglaufen nichts bringt.
Es macht meine Ängste nur schlimmer, je länger ich warte umso mehr kommt dazu!
Das habe ich bemerkt es nimmt mir jedoch trotzdem nicht die Angst..

Aber verkrieche dich nicht.. lauf nicht weg.. Auch da wo ich wohne haben die Menschen kein Verständnis für psychische Krankheiten. Da wird man überall drauf antreffen aber willst Du aufgeben und den anderen, diejenigen die versuchen uns klein zu kriegen die Karten in die Hand spielen indem Du Dich aufgibst?

Meine Antwort darauf für mich ist: NEIN..
Ich weiss dass ich zumindest wohl sehr leiden werde, eine Panikattacke nach der nächsten bekommen werde und ich wohl Tagelang mit der Kotze im Hals quasi rumrennen muss aber ich habe von allen immer nur gehört dass es zwar harte arbeit ist, diese aber gut tut und einem hilft an sich zu arbeiten..

Gib dich nicht auf, schöne Blume sondern wende dein wunderschönes Kleid der Sonne zu..

Liebe Grüße
Sandra
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littleFlower
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Beiträge: 52



« Antworten #2 am: 25. Januar 2008, 20:49:32 »

Hallo anything,

Danke für deine aufmunternten Worte! Smiley

Ich weiß, dass ich nicht aufgeben darf und gegen alles ankämpfen muss, aber ich kämpfe jetzt schon seit 7 Jahren dagegen an. Ich kann nicht mehr und habe keine Kraft mehr. Und jeden Tag quäle ich mich von Neuem. Es hört nie auf. Ich halte den Druck und diese ständige Angst einfach nicht mehr aus.
Ich will nicht in die Klinik und niemand versteht mich. Ich habe auch gar keine Lust mehr, zu kämpfen. Dazu kommt, dass zurzeit alles schief geht in meinem Leben.  Weinen Mir kommt irgendwie alles sinnlos vor und ich will einfach, dass mich alle in Ruhe lassen.
Wie schaffst du es nur, dagegen anzukommen?

lg
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Ich bin da, wenn du willst; wenn du nach mir greifst dann halt ich dich,..
anything
Gast
« Antworten #3 am: 25. Januar 2008, 21:46:46 »

Hallo liebes,

das klingt grade bei Dir alles ein bisschen gezwungen, korrigier mich wenn ich falsch liege!!

Wieso bist du der Meinung dass du MUSST? Wessen Erwartungen willst Du damit erfüllen?
Ich mache es weil ich es WILL.

Weil ICH wieder normal essen will.
Weil ICH wieder aktiv am Leben teilnehmen will.
Weil ICH gerne mal wieder ausgehen will.
Weil ICH wieder arbeiten will.
Weil ICH diejenige bin die glücklich werden soll.
ICH arbeite an MIR, damit es MIR gut geht!


Ich könnte die Liste nun ewig lang fortführen... Mach das echt nicht für andere sondern nur für Dein eigenes Wohl. Lass Dich von anderen nicht unter Druck setzen und auch nicht von Dir selbst.

Ich schreibe hier nix neues, da der Mensch nur das bereits Vorhandene auf seine Weise entdecken und wiedergeben kann.

Jeder hat natürlich ein anderes Schema, wie es ihm SELBST gut gehen kann..

Hab da einen, wie ich finde interessanten, Ausschnitt aus einem Buch:

Geist-Seele-Körper. Da diese drei Aspekte miteinander verbunden sind und zusammen den ganzen Menschen darstellen, führt der einzige Weg zur Gesundheit über die gleichzeitige Behandlung aller drei Aspekte.

Das Wort "Gesundheit" führt oft schneller zur materiellen Ausbeute als einem lieb ist.
Es liegt auch daran, dass viele in Wirklichkeit für die Zauberworte Gesundheit und Zufriedenheit lieber bezahlen, als wirklich etwas dafür zu tun.
Der heutige Mensch in der westlichen Welt ist daran gewöhnt, für sein Geld alles zu bekommen, und so verfällt er der Täuschung, dass er auch Gesundheit kaufen könne.

Mangel an Selbstwertgefühl verursacht Sucht nach Ruhm, Anerkennung und Macht. Der Mensch versucht durch erhöhte Leistungen seine Minderwertigkeitsgefühle "auszugleichen".
(Vielleicht findest Du Dich hier wieder, ich zumindest schon...)

Ich muss sagen, bei mir bricht in meinem Leben grade auch alles zusammen. Aber auch hier habe ich eine Weisheit:

Du hast keinen Einfluss darauf, über das was auf Dich einfällt. Aber Du hast die Wahl zu entscheiden, wie Du damit umgehst/ was du daraus machst!

Es ist verdammt schwer umzusetzen.. Aber in den meisten Fällen ist es einfach nur der verdammte innere Schweinehund der einen zurückzieht (wo wir wieder beim Mangel an Selbstwertgefühl wären!!)

Meine Tante - Seitdem ich denken kann auch psychisch krank - nennt es "das kleine innere Ich" welches gegen dich Kämpft.
Bei mir ist es die kleine Sandra und bei Dir die kleine blume Smiley


Glaub mir, ich hab Angst, ich habe sogar wahnsinnige Angst. Ich habe Angst vor Dingen, worüber andere nur lächeln können.
Ich stelle mir soviele Fragen, unzählige Fragen und mir ist aufgefallen, dass ich in viele meiner "was ist wenn"-Fragen mein Versagen reinprojiziere.

z.B. "was ist wenn ich da zusammenbreche und die mich rausschmeissen?"

Momentan vertrau ich mir selber kein Stück und das ist traurig.
Ich habe es lange Zeit auch nicht eingesehen, dass ICH es bin die für mich verantwortlich ist, dass mir das niemand abnehmen kann.

Lange Zeit verdrängte ich meine Probleme lieber anstatt mich damit auseinanderzusetzen.
Ich wies meine Freunde, die mir bei der Lösung meiner Probleme helfen wollten zurück und beschäftigte mich lieber mit einem Umfeld welches mich besser "ablenkte".

Die Arbeit mit sich selber ist ein langer und sehr harter Prozess und auch wenn man sich über psychisch kranke Menschen immer lustig macht, WIR sind diejenigen die stark sind!!

Für mich ist das wichtigste, zu sich selber zu finden.
Sich zu vertrauen, sich zu lieben.

Versuche, eine stärkere Verbindung und Verpflichtung zu Dir selbst einzugehen.
An erster Stelle kommst DU, DU ALLEIN!


Ich bin auch ein Mensch der es immer allen recht machen will ( und wenn Du vom Druck sprichst vermute ich - du auch?!), mit welcher Folge?
Ich bleibe komplett auf der Strecke, stehe mehr und mehr unter dem Erwartungsdruck der anderen,  mir gehts immer dreckiger und nun muss ich sogar eine stationäre Therapie machen.

Sehe Dich und Deinen Körper und Deine Krankheit nicht als Feind. Kämpfe nicht gegen Dich sondern  gehe in Dich hinein und gucke bewusst auf Deine Bedürfnisse. Mache Deinen Körper, Deinen Geist und deine Seele zu Deinem Freund!
Mit Selbsthass macht man alles nur schlimmer.
Lerne Dich und den Teufel in Dir (deine negativen Charaktereigenschaften) kennen. Schieb ihn nicht vor Dir weg sondern lern ihn kennen und akzeptieren.

Denke positiv. Das Leben ist ein Geschenk. Wie konnte ich meinen so wunderbaren Körper nur so runterwirtschaften? Dafür könnte ich mich hassen - aber das macht es nur schlimmer und zieht mich nur weiter in diesen Teufelskreis hinein.


Etwas wichtiges in Deinem Leben: Entspannung.
Mein Lebensmittelpunkt ist momentan mein Magen.. Ich spüre in meinem Körper nix anderes mehr.. Wird mir warm - denke ich an meinen Magen..

Ich bemühe mich, regelmässig zu meditieren.. Es ist wunderbar, dass es doch einen Körper als ganzes gibt, welchen man spüren kann.

Achja und der wichtigste Tipp: Einkaufen setzt Glückshormone frei ^^ (um mal was zum lächeln dazu zubringen!)

Ich fasel hier soviel, vieles was einen wohl auch nicht interessiert oder nicht zu Deinen Fragen passt aber das wollte ich einfach mal loswerden, hoffe das ist alles ok so! Smiley


Gib Dich nicht auf.. um DEINETWILLEN.

Alles alles liebe und gute!!!
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JEM
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« Antworten #4 am: 26. Januar 2008, 02:23:45 »

Hallo littleFlower,

Sandra hat dir schon viel Richtiges und Gutes geschrieben, ich will noch etwas anfügen:
Je früher eine psychosomatische Krankheit behandelt wird, desto höher sind die Erfolgsquoten. Wenn also deine behandelnden Ärzte der Meinung sind, dies nur mit einem stationären Aufenthalt zu erreichen, würde ich das ernst nehmen.
Du bist noch sehr jung und sogar wenn du an den ZK's nicht teilnehmen könntest, wäre das doch kein so schlimmes Versäumnis. Schlimmer wäre es doch, wenn du dich krank durch die Prüfungen quälen würdest und dann mit einem schlechten Abschluss dastehst.
Bleibe nicht allein mit deiner Traurigkeit und deinem Schmerz, sondern lasse dir doch helfen!

Ich wünsche Dir Gutes!

Liebe Grüße
Jürgen
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Die eigentliche Aufgabe eines Freundes ist es dir beizustehen, wenn du im Unrecht bist.
Jedermann ist auf deiner Seite, wenn du im Recht bist.
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Fridolin
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« Antworten #5 am: 26. Januar 2008, 12:00:24 »

Hi littleFlower
Ich habe bereits eine ambulante und auch eine stationäre Therapie hinter mir. Die ambulante
Therapie hat mir fast nichts gebracht, die stationären Therapie war für mich genau richtig.
Ich habe gelernt, die Denkweise Anderer kann ich nicht ändern und jeder hat das Recht so zu denken wie er will, es beeinflußt mich nicht.
Du machst dir Sorgen, weil du in der Schule vieles versäumen kannst. Das mag sein, aber wenn du mit dir im Reinen bist, holst du viel eher deine Ziele ein.
Außerdem ist ein gequältes, verzweifeltes und maskiertes Leben furchtbar.
Viel Kraft und Energie
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Fridolin Steinpalme
littleFlower
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« Antworten #6 am: 30. Januar 2008, 20:29:51 »

Hallo ihr..

Tut mir Leid, dass ich so lange nicht zurück geschrieben hab..

@anything: Du hast Recht, ich tu das alles eigentlich, damit ICH wieder glücklich bin. Aber meine Familie leidet natürlich mit und das will ich nicht. Ich habe jetzt so lange gekämpft, hauptsächlich dass es MIR besser geht und dass ich wieder glücklich bin. Ich will eigentlich auch weiterkämpfen, weil ich jetzt schon so lange krank bin und es immer geschafft habe, wieder auf die Beine zu kommen. Aber zurzeit hab ich keine Kraft mehr. Bin ständig müde, habe heute mittag 4 Stunden geschlafen und das geht ständig so. Ich kann mich tagsüber nicht mehr auf den Beinen halten, weil ich einfach keine Kraft mehr habe und alles nur noch durch einen Schleier sehe. Ich war aber erst beim Arzt und hab mich durchchecken lassen und es war alles ok, d.h. ich kann nicht körperlich krank sein, sondern es kann nur psychisch sein. Heute hatte ich durch meine Tabletten einen Aussetzer, ich wusste nicht mehr wo ich bin, was ich mache usw. Das hat mich jetzt noch mehr runtergezogen.
Ich will nicht aufgeben und mir ist auch klar, dass ich nur gesund werde, wenn ich mir selbst auch helfe. Aber ich habe gerade keinen Halt mehr und mir kommt alles so sinnlos vor.
Ich kann meinem Therapeuten auch nicht mehr vetrauen, denn er hat mich sehr enttäuscht.

@JEM: Vielleicht denken alle, ein stationärer Aufenthalt wäre wirklich besser, aber ich will in keine Klinik. In diesem Punkt bin ich mir sicher, dass es mir nichts hilft, denn ich habe eine Trennungsangst. Ich hab das meinem Therapeuten auch gesagt, aber der hört einfach nicht auf mich und will nur seinen eigenen Kopf durchsetzen. Meine Prüfungen würde ich auch so bestehen, meine Krankheit beeinflusst meine Noten nicht so stark. Aber mein Problem ist eben auch, dass ich mich meinen Freunden nicht anvertrauen kann, außer meiner Familie weiß niemand von meiner Krankheit. Dadurch fühle ich mich so oft einsam.

@Fridolin: Ich glaube schon, dass dir der stationäre Aufenthalt geholfen hat, aber bei meinem Problem bin ich mir sicher, dass es mir nichts bringt. Jedes Mal, wenn ich mehrere Tage allein von zu Hause weg bin, werde ich krank vor Angst und kann nichts mehr essen, nicht mehr schlafen und bin total am Ende. In der Klinik würde es mir bestimmt auch so gehn.. und dann hätte ich meine Prüfungen umsonst fallen lassen... Und, wie schon gesagt, kann ich meinem Therapeuten nicht mehr vetrauen, ich glaube auch, dass er einfach nicht weiß, wie er mir noch helfen kann und dann den stationären Aufenthalt als Lösung aller Probleme sieht.

Nun ja.. ich hab jetzt mal alles hingeschrieben, was mir dazu eingefallen ist und wie ich mich fühle  Smiley. Danke für eure Antworten...
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« Antworten #7 am: 30. Januar 2008, 20:53:23 »

Hey,

aus eigener Erfahrung muss ich Dir sagen: Je mehr Du Dich dem hingibst, umso mehr wirst Du da reinsinken und es wird immer schlimmer.
Es is schlimm, es ist (sorry) sogar richtig schei**** wenn man sich so gelähmt fühlt. Aber ich kann Dir nur ans Herz legen - wenigstens in kleinen Schritten - dagegen anzugehen und was zu machen.

Ich habe auch ein schreckliches Erlebnis gehabt mit meiner Ärztin: Wechsel den Therapeuten!
Das ist immer möglich!

Tret Dir in den Hintern oder lass Dir in den Hintern treten!

Ich wünsch Dir viel viel Kraft!
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« Antworten #8 am: 01. Februar 2008, 12:58:33 »

Hey,

Ich versuch wirklich, aus dem Loch wieder rauszukommen, aber es geht nicht. Ich bin völlig am Ende, zurzeit läuft alles schief. Und so sehr ich auch versuche, mir selbst zu helfen und wieder gesund zu werden- oder wenigstens in kleinen Schritten versuche, gesund zu werden - es klappt nicht. Ich fühl mich, wie als hätte sich die ganze Welt gegen mich verschwört. Ich WILL WIRKLICH wieder gesund werden und wieder normal leben, aber ich fühl mich komplett leer und ausgelaugt. Vor allem deshalb, weil ich keinen Funken Besserung sehe, so sehr ich es mir auch wünsche und gegen meine Krankheit ankämpfe.
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« Antworten #9 am: 03. Februar 2008, 18:21:35 »

...hätte sich die ganze Welt gegen mich verschwört*. .

*verschworen, sorry   Grinsend
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« Antworten #10 am: 03. Februar 2008, 19:28:10 »

"Ich versuch wirklich, aus dem Loch wieder rauszukommen, aber es geht nicht. Ich bin völlig am Ende, zurzeit läuft alles schief. Und so sehr ich auch versuche, mir selbst zu helfen und wieder gesund zu werden- oder wenigstens in kleinen Schritten versuche, gesund zu werden - es klappt nicht. Ich fühl mich, wie als hätte sich die ganze Welt gegen mich verschwört. Ich WILL WIRKLICH wieder gesund werden und wieder normal leben, aber ich fühl mich komplett leer und ausgelaugt. Vor allem deshalb, weil ich keinen Funken Besserung sehe, so sehr ich es mir auch wünsche und gegen meine Krankheit ankämpfe."

Hey kleine Blume  Rotwerd

ich kann hierzu gerade nichts sagen. Aber ich möchte, dass Du weißt,  wie sehr ich Dich verstehe und dass ich amliebsten hinginge, Dir den Arm um die Schulter legte und sagte, "dann mal aufi, little flower, lass uns rausgehen und sehen, was wir ändern können". Und wir würden vielleicht einen Weg finden.
Bitte, bleib hier und erzähle! Ich und viele andere möchten Dir zuhören. Auch wenn´s immer wieder das gleiche ist  Blinzeln, ich kenne diesen Kreislauf.

Ich drück Dich erst mal, Sister Moonshine
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« Antworten #11 am: 03. Februar 2008, 21:13:49 »

Hallo kleine Blume,
ich glaube nicht dass sich die ganze Welt gegen dich verschworen hat, warum sollte sie das tun?

Ich denke du fühlst dich allein gelassen mit allem deinem Schmerz, hilflos und unverstanden.
Aber gerade dann, wenn man hilflos ist, sollte man darüber nachdenken Hilfe von außen anzunehmen.
Du sagst dein Therapeut will  nur seinen eigenen Kopf durchsetzen - was bringt dich zu der Erkenntnis? Sein Geld bekommt er so oder so, warum sollte er gegen dich sein? Er könnte es sich doch einfach machen und dir nach dem Mund reden?
Therapie ist ein hartes Brot, viele Schmerzen sind auszuhalten, um noch schlimmere Schmerzen, die in deiner Zukunft liegen würden, zu vermeiden.

Wenn deine Freunde wirkliche Freunde sind, kannst du auch mit ihnen über deine Probleme reden, das wird dir auf jeden Fall helfen. Deine Krankheit ist eine Krankheit und kein Stigma, nur weil sie psychosomatisch und nicht organisch bedingt ist. Also lasse dich bitte nicht in die Ecke drängen!

Ich wünsche dir viel Kraft und Gutes!
Jürgen

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« Antworten #12 am: 07. Februar 2008, 13:50:55 »

Hallo ihr Grinsen

Danke für eure Antworten und Ratschläge! Ihr helft mir wirklich sehr und ich bin schon wieder glücklicher  Rotwerd.

@JEM: Ich glaube, mein Therapeut findet keine Lösung für mein Problem und nimmt dann das nächstbeste, wonach er greifen kann, obwohl mir diese Lösung nicht hilft. Du hast Recht, er wird natürlich trotzdem bezahlt, aber er weiß, dass wir den Therapeuten wechseln, wenn er nicht weiß, wie er mir helfen kann... Es ist so, ich vertraue meinem Therapeuten nicht mehr, weil er mich sehr enttäuscht hat. Dazu kommt, dass er immer Stimmungsschwankungen hat (was meiner Meinung nach nicht sein darf bei einem Therapeuten) und deshalb ist ihm glaube ich manchmal auch alles egal und er sagt einfach irgendwas.
Und wegen der Sache mit meinen Freunden.. ich trau mich nicht ihnen das alles zu sagen.. wenn sie es nicht für sich behalten..oh gott.. ich wohn in nem kleinen kaff, da bekommts gleich jeder mit..
lieber nicht.

@Sister Moonshine: Jap, ich werde euch weiterhin schreiben  Smiley. Danke, dass ihr mich alle so gut versteht und für mich da seid.

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