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oba
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« am: 15. März 2008, 16:07:30 » |
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hallo leutz
borderline, ist im grunde nicht die einzige krankheit, die man als persönlichkeitsstörung bezeichnen kann. borderline ist aber eine sehr "einschneidente" krankheit.
ich hab mir, ohne fachliteratur zu lesen, ein paar gedanken über: persönlichkeit und persönlichkeitsstörung gemacht.
was ist persönlichkeit? für mich ist es das eigene "sein". einfach alles, was mich betrifft, von der haut bis hin zu gefühlen, empfindungen und intime sexualität. vom lachen über witze bis zu verletzungen meiner seele. vom gutfinden bis zum schlechtfinden. von der eigenen meinung, bis zur meinung eines anderen. persönlichkeit ist auch ganz einfach gesagt, das ganz ehrliche empfinden zu sich, den andern und der ganzen umwelt. und sich in dieser eigenen persönlichkeit mit überzeugter meinung zu identifizieren. sozusagen, dazu zu stehen, was man "ist".
was aber ist eine persönlichkeitsstörung? für mich ist eine solche störung, wenn die "persönlichkeit" übergangen wird. von sich selber und besonders von anderen. hier spielen sehr oft verletzungen aus der vergangenheit hinein. oft zurück in die kindheitserinnerungen. meistens sind es verletzungen, die verdrängt wurden, unverarbeitet durch das ganze, weitere leben und der entwicklung mitgeschleppt wurden. wie ein balast, der belastet und sozusagen schwer drückt. sinnloses gepäck, das hindert und behindert im vorwärtskommen.
das resultat ist dann eine störung. es stört, sich nicht ganz so frei und froh der zukunft hinzugeben. die persönlichkeit kann sich nicht entfalten. die eigene seele kann nicht positive aspekte umsetzen. weil da eben im hintergrund zu viel "mist" liegen geblieben ist.
wie kann man heraus kommen?
da gibt es für mich nur eine lösung. ich muss mich mit diesem "mist" auseinander setzen. muss auf den grund gehen, wo es er liegt, liegen geblieben ist. froh mit stoh mist zu überdecken, wird es nicht lösen. dieser "mist" muss herausgemistet werden. dazu gehört vergangenheitsbewältigung. rückgängig lässt sich keine verletzung machen. es gibt aber eine möglichkeit, sich diesem muster der damaligen verletzung neu zu stellen. indem man es nicht wieder zulässt, sich verletzen zu lassen. das bedeutet, ganz neu, nun einfach mal "stopp" zu sagen.
wie macht man das?
indem man einfach sagt, was einem nicht in den kram passt. egal, ob es der beste freund, die beste freundin oder sogar der chef selber ist. es tut nicht weh. es tut einfach gut, ganz persönlich zu sich stehen zu können und zu dürfen. ehrlich, mit offenen augen dem gegenüber zu sagen, dass es einem nicht passt. ohne wutausbruch. ohne faust im sack. offen und einfach deutlich ehrlich.
und es braucht manchmal etwas übung. das lässt sich ohne viel aufwand machen. wenn beim nächsten mal sich jemand vordrängt in der warteschlange im einkaufszentrum, dann gilt es, "stopp" zu sagen. "bitte warten sie, bis sie dran sind. oder haben sie durchfall, dass sie so frech vordrängeln?" sollte das "bitte" nicht deutlich genug sein, dann dutze diesen und sag einfach: "ich glaube, du wirst noch schnell genug zum friedhof kommen, hoffe nur, dass sie dich dann ohne rostige nägel zunageln". ein lächeln nie vergessen. und dann tut es weh, aber vielleicht mal den andern. (smile).
oba
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kiki
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« Antworten #1 am: 16. März 2008, 09:29:41 » |
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ehrliche bewunderung über deine schreibweise möchte ich hier mal loswerden . ..............mich erstaund es immer wieder wieviel ?wissen?(was richtig oder falsch in dieser oder jener situation ist ) hier im forum vorhanden ist . All dieses ? wissen ? was man sich so mit der zeit angeeignet hat. sollte man dann auch versuchen : anzubringen? leben ?ausprobieren ,sich aneignen oder was auch immer  ?immer wieder ,bis es sitzt ,bis es zu jedem einzelnen passt . leider bleibt es oft nur im kopf ??..unser wissen . liebe sonntagsgrüße kiki
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Rhini
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« Antworten #2 am: 16. März 2008, 10:57:32 » |
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Hallo, Es gibt tatsächlich eine ganze Reihe Persönlichkeitsstörungen; oftmals gibt es eine Grundstörumg, mit Tendenzen zu anderen Störungen. Vergangenheitsbewältigung, zu erkennen, was es ausgelöst hat, was schief gelaufen ist, ist oftmals nicht möglich, aber auch nicht nötig. In meinem Falle (eigentlich allgemein, aber ich möchte niemanden in eine falsche Richtung führen) ist die Störung, dass ich nicht adäquat auf Situationen reagieren kann. Das macht Angst, macht depressiv und eben irgendwie einsam... Warum es so ist, wird keiner mehr feststellen können, weil da eben auch die vielen Jahre zwischen liegen, die vielen "mache dies, mache das" und die vielen vergeblichen Versuche, etwas an meinem Verhalten zu ändern, bzw eine andere Sichtweise auf die Situationen zu bekommen. Persönlichkeitsstörungen lassen sich oftmals nicht beheben, aber man kann lernen, mit ihnen umzu gehen, sich mehr Ruhe für eine Reaktion zu nehmen (als Beispiel), oder auch zu überlegen, was man selbst möchte, wie etwas zu laufen hat, dass man sich damit arrangieren kann, vielleicht soga wohl fühlt. Jetzt kommt mein "Schlagwort": Akzeptanz!!! Sich selbst erstmal annehmen, akzeptieren, dass man anders tickt und schauen, wie man damit ohne Schaden zu nehmen, leben kann. (Bischen dumm, weil den Schaden habe ich ja nun schon mal, aber ich meine die Zukunft!).
Ja, man sollte vielleicht an richtiger Stelle ein klares "Nein" sagen, aber viel wichtiger ist, das "Ja" wieder zu finden... das "Ja" zum Leben!!!
Noch kurz zur Persönlichkeit: Wir haben uns alle manipulativ entwickelt, nur hatten die meisten Menschen das Glück, sich in ihrem Bereich, ihrem Vermögen (nicht Geld) zu entwickeln, sind dann als ganz "normal" klassifiziert, in die Gesellschaft eingliedern zu können und dort eine Existenz zu haben. Manchmal läuft etwas falsch, weil in der Persönlichkeit Merkmale vorhanden sind, mit denen die Umwelt nicht agieren kann und die eventuell unterdrückt werden (wurden)... Die freie Entfaltung fehlt, irgendwann velernt man, was man eigentlich ist und wird ggf krank. Nicht umsonst sind das sehr oft hoch kreative Menschen, die immer irgendwie auf der Suche zu sein scheinen... Betrogen um die eigene Persönlichkeit kann ein Individuum nicht existieren... so legt man sich eventuell eine Persönlichkeit zu, von der man denkt, dass sie passend für die Gesellschaft sein könnte... Naja, ist halt ziemlich kompliziert... Ich "arbeite" ja nun auch schon jahrelang um für mich (nicht allgemein) Erkenntnisse und Zusammenhänge zu begreifen. Ich habe mich, so weit es ging aus der allgemeinen Gesellschaft herausgezogen und versuche, mich neu zu erschaffen, also meine wahre Pesönlichkeit zu finden. Wird wahrscheinlich nur teilweise gelingen, aber vielleicht reicht das dann, um ein wenig mehr Zufriedenheit im Leben zu haben.
Übrigens, wenn man genau hinschaut, kann man eigentlich die Persönlichkeit eines Menschen ganz gut erkennen... aber, wer macht das schon??? Liebe Grüße Rhini
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anything
Gast
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« Antworten #3 am: 16. März 2008, 13:05:06 » |
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hmm.. sehr gut geschrieben.. und wenn ich das so lese, denke ich ich habe auch eine persönlichkeitsstörung
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oba
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« Antworten #4 am: 16. März 2008, 14:42:33 » |
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danke für eure reaktionen auf meinen beitrag.
vielleicht habe ich kiki falsch verstanden. denn es ist nicht so, dass ein "wissen" im kopf zurück bleibt und dort den schlummerschlaf für sich macht. ein wissen hat mit einer erkentnis zu tun, die den horizont erweitert. ich kann aus meiner "persönlichen" erfahrung sagen, das mein erkenntes "wissen" absolut nicht, nicht ungesetzt wird. im gegenteil, gerade, weil ich mir mühe gebe, zusammenhänge von persönlichkeit und persönlichkeitsstörungen näher zu betrachten, kann ich mit der zeit gewisse "verhaltensmuster" im umgang mit der gesellschaft erkennen. kann auch beobachten, wie auf mein "verhalten" reagiert wird. es ist auch nicht so, dass schon ein kleinkind nicht genau erkennt, was es tut, mit entsprechender reaktion zu anderen, passiert. beispiel: kind liegt im bettchen und sollte nun (wunsch der eltern) schlafen. kind ruft mama, papa, quängelt, weint, schreit.
es möchte doch, dass das licht angeht, mama oder papa ganz lieb ins zimmer kommt, übers köpfelein streichelt, sanft es wieder zudeckt. und so dieses spielchen gewonnen hat. licht aus.
von vorne.
resultat beim zweiten mal: gleiches muster oder nun etwas schimpfend. licht aus.
von vorne.
so kann man alles ausprobieren. bis es ausgepresst ist. bis der bogen überspannt ist. manchmal liegt es nicht an dem, der an die grenzen ausprobiert, sondern an diesen, die es zulassen, wie weit man es treiben könnte oder dürfte.
ich wage mich heute nicht mehr so weit aus dem fenster wie früher. denn es tut weh, runter zu fallen, wenn ich dachte, ich würde dann schon gehalten, wenn ich fallen sollte. meine persönlichkeit hat sich also gefestigt. ich habe gelernt, wenn licht aus ist, dann ists finster. also akzeptiere ich das, wie rhini sagte. für mich persönlich. und wenn sich jemand einer persönlichkeitsstörung hingibt, muss er damit leben. genau, damit leben zu lernen. weil das keiner dem anderen abnehmen will noch kann.
wenn ich mich mal so richtig ärgere, habe ich schon mit der faust in eine mauer geboxt. die wut wich einem schmerz. das tat so richtig "schön" weh. aber, nach dem ärger hatte ich dafür eine geschwollene hand. punkt. und mit der hand konnte ich dann drei wochen nicht so richtig zähne putzen, nicht so richtig schön haare waschen. echt blöd, so einen wutauspruch dann mit diesem resultat zu haben.
ich habe also gelernt, mich nicht zu ärgern. habe mich persönlich hinterfragt, ab wann ich mich ärgern müsste oder sollte. und ich habe nichts gefunden, dass es wert wäre, dafür mit der faust in die wand zu schlagen.
und so gibt es auch nichts anderes, was es wert wäre, mit gewalt erledigen zu wollen.
naja, vielleicht scheint meine ansicht etwas sehr "einfach". aber was mache ich, wenn mir zum beispiel der linke fuss weh tut? ganz einfach, ich pflege ihn. schone ihn. und bin ganz heftig lieb zu ihm. der erholt sich dann. ich mute ihm keine strapatzen zu. wiso auch. es würde am ende mir selber nur weh tun. mir und meinem lieben fuss.
vielleicht aber habe ich eine echte persönlichkeitsstörung. denn mir tut es persönlich sehr weh, wenn man mir, als person, weh tut. und auch mein linker fuss gehört zu mir, als person.
im grunde ganz einfach.
oder doch nicht?
gruss oba
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Rhini
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« Antworten #5 am: 17. März 2008, 08:25:41 » |
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Hi, Oba und ihr Anderen alle Nun ja, vielleicht entsteht Persönlichkeit durch sich ausprobieren, doch was lässt uns etwas ausprobieren??? Anfangs, als Babys, haben wir doch keine andere Möglichkeit, als durch quengeln oder Schreien unsere Bedürfnisse anzumelden. Durch die Reaktion von Mutter und Vater erkennt ein Säugling, womit er Erfolg hat... aber es werden eben auch Grenzen festgelegt! Ungeachtet von erkannten Bedürfnissen, hindert ein Nichterkennen an der für das Kind persönlichen Entwicklung. Also lernen wir wirklich früh, was "erlaubt" ist und was nicht "erlaubt" ist. Das alleine führt nicht unbedingt zu einer Störung, denn im Kleinkindalter und später wird nochmals die Chance gegeben, die Persönlichkeit, sage ich mal, nach außen zu lassen. Wird sie jedoch weiterhin unterdrückt, kommt es zu Verlusten, die dann zu einer Störung führen können... jeh nach Wichtigkeit im Bedürfnis, sich ausleben zu wollen. Allerdings ist das immer nur meine, nur teilweise angelesene, Meinung!!! Ich frage mich, was Persönlichkeit mit abrufbaren Wissen zu tun hat??? Ich bin eher der Meinung, dass das Grundschema in uns seit Anbeginn vorhanden ist, lediglich die Erfahrungen mit der Umwelt uns lehren (Wissen geben) was wir davon ausleben "dürfen" und was nicht erlaubt ist. Nicht um sonst gibt es Begriffe wie Veranlagung, Begabung und Instinkt... Ich weiß nicht, Oba, ob man einen Wutausbruch mit Faust an die Wand als Störung bezeichnen sollte... ist meiner Meinung nach eher ein "konntrolliertes" ableiten einer menschlichen Regung... wer weiß, wo deine Faust sonst gelandet wäre. Die Folgen sind insofern vielleicht lehrreich, dass du eventuell einen anderen "Blitzableiter" suchst. Hingegen deiner Art, mit Situationen umzugehen, sind Menschen, die sich selbst verletzen eben nicht mehr in der Lage, ihre Gefühle in die richtigen Bahnen zu lenken. Aggressionen, Ängste und Hoffnungslosigkeit wird gegen sich selbst gerichtet; so nach dem System, schau mal, was das mit mir anstellt... (Ist aber wieder mal nur ein Aspekt, also nicht böse sein, wenn jemand das ganz anders sieht).
Oba, nicht lernen, sich nicht mehr zu ärgern, nicht mehr wütend sein, keine Aggressionen mehr zu fühlen, ist das Ziel, sondern zu erkennen, welche Ursache diese Gefühle haben. Oftmals sind es ja Lapalien, die man getrost ignorieren kann, doch manchmal ist es auch Ungerechtigkeit, die uns wiederfährt... Dumm, wehr sich nicht wehrt und der Ärger ist das Signal, dass etwas nicht in Ordnung ist. Ich habe für mich festgestellt, dass ich Konflikte nicht mit Macht oder Wut oder Aggressionen lösen kann, weil dieses Verhalten mich zu viel Kraft kostet. Leise Menschen werden aber in unserer heutigen Gesellschaft nicht akzeptiert... also wehrte ich mich nicht mehr... Auch das ein Aspekt, warum ich krank wurde. Wie oft habe ich gehört, dass ich laut Stop sagen sollte oder ein kräftiges Nein herausbringen muß... Verdammt, das bin nicht ich! Ergo müsste ich meine Persönlichkeit erneut verbiegen, um zu mein Recht zu kommen??? Und vor lauter verbiegen, verdrehen und umgestalten, wen wunderts, dass ich garnicht mehr weiß, wer ich wirklich bin??? ... und letztlich, wird es immer Menschen geben, die mit meiner Art nicht klar kommen... ich kann eben nicht jedem "gefallen", aber mir gefällt ja auch nicht jeder!!! Sodele, genug Kopfarbeit zu diesem Thema, obwohl es wirklich interressant ist, darüber nach zu denken... Liebe Grüße Rhini
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kiki
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« Antworten #6 am: 17. März 2008, 11:03:03 » |
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hallo oba, " vielleicht habe ich kiki falsch verstanden. denn es ist nicht so, dass ein "wissen" im kopf zurück bleibt und dort den schlummerschlaf für sich macht. ein wissen hat mit einer erkentnis zu tun, die den horizont erweitert." Ja?im grunde ganz einfach . ein wissen hat( oder sollte )mit erkenntnis zu tun, und trotzdem handeln die meisten menschen dagegen  ?..sie haben das wissen ,aber noch nicht die erkenntnis das dieses wissen auch richtig ist .sonst würden sie nicht dagegen handeln .beispiel : ??.mein wissen sagt ,?  ??trenn dich ??..aber ich handele dagegen und bleibe oder ein diabetiker der sein wissen über seine krankheit mit einem fingerschnipps weg tut ,und weiter party macht .da nützt das wissen nichts ,......... da bleibt es im kopf . leider finde ich oft nicht die richtigen worte um mich mitzuteilen ....entschuldigt dafür ,aber ich lerne ...und mein Ich sagt ,das schaff ich eines tages auch noch. lg kiki
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Wonderboy
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« Antworten #7 am: 17. März 2008, 11:39:06 » |
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Zitat:
Als Persönlichkeitsstörungen bezeichnet man in der Psychiatrie und Klinischen Psychologie verschiedene überdauernde Erlebens- und Verhaltensmuster mit Beginn in der Kindheit und Jugend, die von einem flexiblen, situationsangemessenen (?normalen?) Erleben und Verhalten in jeweils charakteristischer Weise abweichen. Sie sind durch relativ starre mentale Reaktionen und Verhaltensformen gekennzeichnet, vor allem in Situationen, die für die jeweilige Person konflikthaft sind. Die persönliche und soziale Funktions- und Leistungsfähigkeit ist meistens beeinträchtigt.
Quelle: Wikipedia
Hallo,
man muss das Rad nicht täglich neu erfinden, daher hab ich einfach eine Defenition gesucht und gefunden, die es einfach und klar ausrückt, worums geht. Ich glaube, das ist auch etwas, was wichtig ist: Ihr müsst nicht immer wieder neu ellenlang defenieren, was mit euch nicht stimmt, diesen Stress müsst ihr euch nicht geben. Erstens weil diese Aufgabe längst erledigt ist, andererseits weil es eben nicht die Aufgabe des Kranken ist eine Diagnose zu stellen, sondern die des Arztes oder sonstigen kompetenten Personen.
Besser wäre es , sich konsequent mit Lösungsanätzen zu beschäftigen. Die Festlegng auf das thema: Warum stimmt was nicht mit mir - ist typisch für "uns", leider. Ich verstehs natürlich. Als ich zum erstenmal kapiert hab, was mit mir los ist, wollte ich auch erstmal gar nichts anderes mehr tun, als dieses Wissen ständig auszukosten und vor mir her zu tragen. Aber diese Phase ging zu Ende.
"Anpassen und bewältigen"
... das ist eine der Missons-Parameter von Elite einzelkämpfer soldaten im Krieg. Ich habe mir dies zu eigen gemacht, für "meinen Krieg". Wenn auf dich geschossen wird, solltst du nicht aufstehen, die Waffe fallen lassen und schreien: Ey, das find ich jetzt aber voll verletztend! Ich mag nimmer! Ich heul jetzt!
Nein, ich schieße zurück und töte den Feind. Um zu überleben und um das Überleben meiner Kameraden und meiner Mission zu sichern. Meine einstellung ist: Wir sind alle Einzelkämpfer, eine eliteeinheit von Überlebenskämpfern. Das ist natürlich metaphorisch gemeint, bitte jetzt nicht ne diskussion führen über Krieg oder Waffen, ich meine es bildlich, inhaltlich. Will nur meine Krankheit besiegen, also "töten", nicht andere Leute!
Ich möchte in euch die Gegenwehr stärken, den grübeln tut ihr genug. Ich möchte in euch den Impuls zum handeln und zum kämpfen auslösen, denn Denken tut ihr genug. Euer Feind ist eine Krankheit, ein Virus, eine feige Sau, die sich in euch versteckt. Nicht Papa und Mama und nicht ihr selbst.
Ich weiß, dass meine Zeilen warscheinlich zu sehr provozieren oder "triggern". Ich weiß aber auch, dass ohne äussere Auslöser, also Trigger, der Mensch verkommt und versinkt. Meisstens fehlem dem Depressiven jegliche solche Auslöser, er hat sie alle verbannt und geblockt. Die Firewall ist dicht. Total.
Lasst uns lebendig über Lösungen diskutieren und sie gemeinsam anwenden. Dann wird diese Plattform eine lebendige und wachsende Gemeinschaft, die gesundes und gutes hervorbringt. Denn was wäre, wenn der eine oder andere von uns dadurch eines Tages ein normales leben führen kann, anstatt einsam zu leiden? Das wäre TOLL.
Es motiviert euch
euer Wonderboy
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Rhini
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« Antworten #8 am: 17. März 2008, 18:10:39 » |
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Hi, Natürlich, Wonderboy, suche ich nach Lösungen. Dazu gehört für mich nicht nur auf etwas hin zu arbeiten, sondern auch Zusammenhänge zu erkennen und zu verstehen. Die Diagnostik ist längst geschehen, doch wenn ich meine Persönlichkeit nicht erkenne, wie soll ich die Stöhrung sehen??? Ich fühle sie in ihren Auswirkungen, doch was "falsch" war, kann ich nicht erkennen. Es ist kompliziert und oft nicht nachvollziehbar, doch och suche einen Weg, wie es mir mit meinem Verhalten besser gehen kann... Ich denke auch, das es irgendwie ein Grundbedürfnis ist, zu wissen, was mit einem los ist. Doch in der Regel kann man im Falle einer Stöhrung immer nur Punkte herausgreifen und damit arbeiten. Zum Glück reicht das bei vielen Menschen schon aus, wenn sie "Kleinigkeiten" in ihrem Leben ändern, festgefahrene Situationen auflösen, andere Möglichkeiten im Umgang miteinander erkennen. Und bei einem Austausch miteinander, ein "eigener" Definitionsversuch, erkennen einige erst, woran sie leiden und arbeiten müssen. Tatsache ist doch, dass ich durch die verschiedenen Sichtweisen und auch Anregungen hier im Forum oftmals über meine eigene Situation nachgedacht habe. Ich habe für mich Erkenntnisse bekommen, die ich durch alleiniges Handeln nicht erlangt hätte... Handeln, Wege zu gehen, ist wichtig, aber ich muß auch wissen, warum und wohin!!!
"Anpassen und bewältigen" schreibst du; ist bestimmt für Einige richtig, doch nicht gerade das, was allgemein Gültigkeit hat. Viele haben sich zu lange angepasst... bis ihre Fassade zusammen brach. Bewältigen... da steckt Kraft drinnen und auch Gewalt... die ich ganz gewiß nicht mehr habe, auch nicht haben möchte. Ich möchte vielmehr meine Angelegenheiten machen können, ohne das es für mich zum Kraftakt kommt, ohne, dass ich mich "gewaltig" zusammenreißen muß...
Jeder sucht für sich eine Schiene, auf der er fahren kann, sie sind so unterschiedlich, wie wir alle eben. Einige sind noch nicht so weit, Lösungen suchen oder angehen zu wollen, die wollen erst einmal ein wenig Bauchgepinselt werden (was ich jedem zugestehe), ehe sie sich nach dem Neuen auf die Suche begeben. Einige haben sicherlich schon jahrelange "Herumeierei" hinter sich, sind aber in ihrer Stöhrung so eingeschlossen, dass es kaum Chancen gibt, sie zu lösen, wie ich eben. Mir bleibt, immer wieder auszuloten, wie ich mit bestimmten Umständen möglichst "schmerzfrei" umgehen kann.
Noch etwas, habe es glaube ich schon angedeutet: Ich führe keinen Krieg, den ich gegen meine "Störung", meine Erkrankung führen würde, weil es in diesem Falle für mich bedeuten würde, Krieg gegen mich selbst zu führen. Und, wenn ichs recht überlege, "kämpfe" ich doch garnicht allein!!! (Hab doch auch sogar deine Schreiben immer mit sehr viel Interresse gelesen und mir das ein oder andere für mich mitgenommen!!!)
Noch ein Satz, den alle schon mal gehört haben: Frauen sind anders... Männer auch!!! Liebe Grüße Rhini
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oba
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« Antworten #9 am: 17. März 2008, 20:57:10 » |
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hallo ihr lieben, ich danke euch, dass ich mit meinem beitrag so etwas wie "gespräch" in gang brachte.
"....weil diese Aufgabe längst erledigt ist, andererseits weil es eben nicht die Aufgabe des Kranken ist eine Diagnose zu stellen, sondern die des Arztes oder sonstigen kompetenten Personen."
für mich, zum thema persönlichkeit und persönlichkeitsstörung, ein ganz wichtiger satz.
nein, es liegt, obwohl man es erwartet, nicht am arzt, der behandelt, sondern nur am patienten selber. sicher "muss" hier der arzt heftig "mithelfen", damit etwas erfolg haben kann.
wie viele meine "sachen" verfolgt haben, kann ich heute sagen, dass mein arzt und therapeut "versagt" hat in der therapie zu mir. nicht im sinne, er hätte mich blind gemacht. er hat nur einfach vergessen, "mich" als patienten zum arzt, einzuordnen. deshalb habe ich meine therapie beendet. nach wie vor müsste ich behandelt werden.
zur zeit verarbeite ich vieles einfach für mich selber.
wie früher. ich bin in einem weiter gekommen. heute erkenne ich, was es kostet, sich zu "therapieren". als patient zahle ich auch prozente. vielleicht hatte ich den falschen arzt. vielleicht war ich der falsche patient?
eines, und ist es noch so unverständlich, ist in mir statt frieden, noch einmal mehr ärger und kraft der vernichtung zu dingen entstanden, die ich selber nicht verstehe. lese ich, dass da jemand einfach ein tier ins feuer wirft (tageszeitung blick, schwez heute) dann knallt in mir einfach jede sicherung durch.
und ich hinterfrage mich, ob ich euch es zumuten sollte, es zu beschreiben.
und ich hinterfrage mich, ob ich einem arzt noch einmal sagen sollte, was ich fühle und denke.
für mich ist das thema "psychiater" erledigt. in zukunft verarbeite ich wieder alles selber. denn ich brauche diese "arschlöcher" nicht mehr, die dann zig tausend franken verdienen, dafür rezepte für ein medikament ausstellen. wisst ihr was?
meine persönlichkeit braucht keinen arzt, der sich dumm und dämmlich verdient.
diese herren sollen bitte erst mal eine schraube einschrauben lernen, damit die lampe das licht dort hin leuchtet, wo sie das licht hinleuchtend möchten.
dann, ja, dann dürfen sie auch rechnung stellen.
gruss oba
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Wonderboy
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« Antworten #10 am: 17. März 2008, 21:04:44 » |
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Hallo Rhini, ja, natürlich weiß ich das meine Sprache, meine Wortwahl, meine bildliche Modelle typisch männlich sind. Das ist eben das meine, dazu steh ich auch. du schreibst: Anpassen und bewältigen" schreibst du; ist bestimmt für Einige richtig, doch nicht gerade das, was allgemein Gültigkeit hat. Viele haben sich zu lange angepasst... bis ihre Fassade zusammen brach. Bewältigen... da steckt Kraft drinnen und auch Gewalt... die ich ganz gewiß nicht mehr habe, auch nicht haben möchte. Ich möchte vielmehr meine Angelegenheiten machen können, ohne das es für mich zum Kraftakt kommt, ohne, dass ich mich "gewaltig" zusammenreißen muß... So meinte ich das nicht. Anpassen an die Herausforderung, an die situation, nicht an andere Leute, Bewältigen von Problemen, als aktive lebensbejahende Handlungsweise. Es geht hierbei um taktisch-strategische Lebensentscheidungen, die jedes Lebewesen um des Überlebens willen treffen muss. Man kann jede Sache passiv-negativ, oder aktiv-positiv besetzen. Man kann Dinge neu besetzen, und auch neu erfahren. Deswegen wird man nicht geheilt, der alte Schmerz mag vielleicht immer bleiben. Aber das neue, das Morgen ist möglich, es hängt von dir ab. Ich weiß wie schwer das ist, ich kenne das Scheitern wie du. aber ist der Weg falsch, weil ich gestolpert bin? Weil ich zu schwach bin, um die Steigung zu nehmen? Leiden ist anstrengend, vielleicht sogar heldenhaft, im christlichen zumindest. Das starke, bewusste und aktive Leben strengt mich weniger an als die vielen passiven Leidensjahre. Meine Erschöpfungssymptome und Depressionen waren schlimmer als die Müdigkeit nach harter Arbeit. Ein offener lautstarker Konflikt mit meiner Frau ist produktiv, heimliches Leiden unds Maul halten ist destruktiv. Zorn ist besser als Verzweiflung. Ich glaube, dass weder Sinnsuche, noch Selbstanalyse Probleme lösen. Das sind nur die ersten Schritte eines langen Weges. Vielleicht 20% des Weges, oder weniger. Leider bleiben zu viele hängen in der sinnsuche, weil sie sagen: Solange ich den Sinn nicht gefunden hab, kann ich nicht weiter. Dadurch wird ja auch dann alles sinnlos. Der Kreilauf des Depressiven. Der durstige trinkt, der hungrige isst, der leidende sucht sich Erlösung, der suchende findet, der beschäftigte ruht sich aus. Alles muss einen Gegenpol haben um gesund zu bleiben. Aber der depressive depremiert sich, der gestörte stört sich. Der Einsame vereinsamt. Will damit sagen: Sein lassen und aufhören ist der erste Schritt. Die Resourcen abziehen von der Störung, sie frei machen. Strategische entscheidungen treffen und taktische anpassungen vornehmen, sooft es notwendig ist. Wir sind zu wertvoll, um vor die Hunde zu gehen. Und wir würden unserem Schöpfer nicht gerecht werden, wenn wir aufgeben. Die Erlösung ist uns sicher, aber noch nicht jetzt. Durch unser langes Leiden sind wir doch schon unbesiegbar geworden. Niemand kann uns bezwingen. Letzt fetz! wenn nicht jetzt, wann dann?  euer Boy
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Wonderboy
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« Antworten #11 am: 17. März 2008, 21:13:50 » |
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Hi Oba,
manche suchen noch mit 40, 50 oder 60 Jahren nach ihrem inneren Kind, sind auf der Sinnsuche, auf der Suche nach sich selbst. Analysieren seit Jahrzenten ihre Kindheit.
Ich spreche nicht von Leuten, die erst in hohem Alter krank werden, sondern von denen, die schon Jahre und Jahrzente in dieser Mühle sind.
glaubt du, dass jemand, der sagen wir mal in 15 Jahren es nicht geschafft, es dann nach 30 Jahren schafft, seine kindheits-Leidens-Trauma Geschichte auszuarbeiten? durch beständiges Nagen und Reiben an der wunde? durch 10000-faches hinterfragen und erinnern?
Nein, Prozesse die nicht ablaufen, die laufen nicht ab, so ist die Natur. Immer mehr desselben führt nur zu mehr desselben.
Ich möchte dir nicht dein ding ausreden, tu was du tun musst. Hauptsache, es ist ok für DICH. Ich hab halt meine Meinung dazu. Mir haben die Psychiater sehr geholfen, heute schaff ichs allein. Damals nicht.
Grüße
Wonderboy
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Rhini
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« Antworten #12 am: 22. März 2008, 10:36:20 » |
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Hi Ein jeder hat seine Medizin und wenn ein Anderer die gleiche nimmt, kann dennoch die Dosis unterschiedlich sein...
Wenn einer eine andere Auffassung hat, eine andere Einstellung, eine fremde Lebensart entwickelt... bekommt er meist statt Akzeptanz nur Wiederstand. Dauernder Wiederstand zermürbt... irgendwann gibt man vielleicht auf... lebt für sich selbst falsch... und wird krank. Ich habe eine Theorie, dass die Auseinandersetzung mit "Andersartigkeit" dem Allgemeinen zu viel Kraft kostet. Ergo gibt es dann eine Persönlichkeitsstörung, weil man aus der Norm herausgefallen ist und erkrankte. Damit möchte ich sagen, dass ich eventuell nicht erkrankt wäre, wenn man mir mehr Akzeptanz und Verständnis entgegen gebracht hätte, als ständig zu sagen, dass das, was ich tue, wie ich lebe und meine Ansichten falsch sind. Ich suche keinen Schuldigen, weil niemand etwas besser wissen konnte... es ist einfach nicht vorgesehen im allgemeinen Leben, unangepasst zu sein. So bin ich in einem Dilemma: Entweder passe ich mich wieder an und funktioniere... was mich letztlich wieder krank macht, oder ich versuche, mit meinen Vorstellungen in die Öffentlichkeit zu treten, um erneut eine Mauer des Unverständnisses vorzu finden. (Diese Gedanken beziehen sich alle auf mich!!!) Ergo ist es klar, dass ich vor beidem Angst habe. Nun habe ich seit meiner Kindheit diese Verhaltensstörung und leide... unter den andauernden Missverständnissen, die sich daraus ergeben (haben) und meinem Unvermögen, diese aufzuklären.
Ich bin eine Träumerin und möchte meine Träume leben, so gut ich kann... möchte am Strand Muscheln suchen und auf Wiesen Blumen pflücken, möchte malen und schreiben, meiner Fantasie freien Lauf lassen... möchte mich mit lieben Menschen zwanglos treffen und lachen........... Aber wie sagte meine damilige Therapeutin: Das Leben ist bunt... aber kein Wunschkonzert!!! Ich habe es damals so verstanden, dass ich wohl alles machen könnte... wenn ich mich in die Gegebenheiten einfügen würde...
Ich habe das Gefühl, dass mein Geschreibsel nicht ganz zum Thema passt, bin eigentlich selbst gerade ein wenig verwirrt, weil viele Situationen hochkommen, in denen ich eigentlich zufrieden, vielleicht gerade auch mal glücklich war, mir aber untersagt wurde, dieses nach Draußen zu tragen oder Neider auf den Plan traten, die alles schlecht gemacht haben... Oder die mich sogar angegriffen haben, weil eventuelle Veränderungen (mit denen sie nur inderekt zu tun hatten) gerade nicht in ihr Konzept gepasst haben. Also gehe ich jetzt erst mal von hier weg, um mich bewußt um etwas anderes zu kümmern und gaaanz tief die schneekalte Osterluft einzuatmen. Rhini
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oba
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« Antworten #13 am: 23. März 2008, 17:04:32 » |
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liebe rhini, lieber wonderboy,
"Ich habe das Gefühl, dass mein Geschreibsel nicht ganz zum Thema passt, bin eigentlich selbst gerade ein wenig verwirrt, weil viele Situationen hochkommen, in denen ich eigentlich zufrieden, vielleicht gerade auch mal glücklich war, mir aber untersagt wurde, dieses nach Draußen zu tragen oder Neider auf den Plan traten, die alles schlecht gemacht haben... Oder die mich sogar angegriffen haben, weil eventuelle Veränderungen (mit denen sie nur inderekt zu tun hatten) gerade nicht in ihr Konzept gepasst haben. Also gehe ich jetzt erst mal von hier weg, um mich bewußt um etwas anderes zu kümmern und gaaanz tief die schneekalte Osterluft einzuatmen. Rhini"
und lieber wonderboy: "Nein, Prozesse die nicht ablaufen, die laufen nicht ab, so ist die Natur. Immer mehr desselben führt nur zu mehr desselben. "
zuerst zu dir, wonderboy,
du hast sehr recht damit. aber etwas hast du nicht einbezogen: du hast vielleicht die ansicht, es liese sich in einer sackgasse nichts ändern? da irrst du dich. da irrt mancher arzt und therapeut. sicher geht es "dort" nicht weiter voran. wie auch? dort ist endstation. aber es gibt ein zurück. aus einer sackgasse "zurück". es nennt sich "wenden", "richtung ändern", akzeptieren, den falschen weg gewählt zu haben. dass ist schwer. schwer, einzugestehen, den weg in die falsche richtung gegangen zu sein. denn wer gibt fehler gerne zu? keiner. es ist etwas beschämendes, in der sackgasse eines besseren belehrnt werden zu müssen. man fühlt sich erniedrigt, verlierer und versager. der prozess der wiederholung ist vorprogrammiert. aber nicht bei allen, die dort, in der sackgasse gelandet sind. und es ist bestimmt nicht "natur", die das hervorzaubert. im gegenteil, die natur lässt "auswege" offen, auch in einer sackgasse. es gibt einen weg (zurück).
dazu braucht es aber sehr viel mut. weil man nur zurück kann, wenn man zu einem fehler stehen kann. so gross ich auch vorwärts gehe, so klein bin ich auf den knien schon wege zurück gegangen. auf dem weg zurück habe ich erst recht wunde knie bekommen. denn der weg zurück ging ich beschämend auf den knien. solche wunden verheilen. tun aber weh. mehr, als mit erhobenem haupt in die sackgasse zu gehen.
liebe rhini dein "geschreibsel" passt genau zum thema. du machst dir gedanken, wo dir etwas "zU" viel ist. und würde das "thema" dich nicht ansprechen, würdest du keinen satz darüber verlieren. wir alle haben zwei möglichkeiten. den weg zu gehen. oder den weg zurück zu gehen. wir sind sehr frei, selber zu wählen. dürfen sogar wege gehen, die noch keiner je gegangen ist. können warnungen in den wind schlagen. nur eben, gings in die hose (sackgasse), dürfen wir frei bleibend, die suppe selber auslöffeln. wer den mut hat, es zu versuchen, muss sich nicht um den spott der anderen kümmern, die schadenfreudig lachen. sie haben es ja schon immer "besser" gewusst". aber was genau haben sie gewusst? dass es sich nicht lohnt, mutig und mit zuversicht den weg zu gehen, der "der" richtige ist? und wars der falsche weg, werden sie bestätigt. können dann lachen und sich eingestehen, zum glück "diesen" weg nicht selber gegangen zu sein.
aber wars ein so richtig guter weg, regnet es erfolg, gold und silber, dann erblassen sie, diese feiglinge, besserwissende, und ersticken vor neid. der, die kann schon gross reden. bekommt ja alles hinten hinein geschoben.
aber, wer hatte den mut, es zu wagen? etwa diese, die schadenfreude haben, oder diese, die neidisch sind?
nein, es war "ich" selber, der den weg gegangen ist. und ich selber habe die konsequenzen, das risiko getragen. und den erfolg oder misserfolg dann heim gebracht hat.
und wer lacht über diese, die versagen? und wer ist neidisch über diese, die gewinnen?
es sind immer die gleichen. die, die den mut nicht haben, es "selber" zu versuchen. und unter diesen gibt es noch die ganz schlimmen. die sich bei den erfolgreichen einschmeicheln. lieb und nett vom vorhanden reichtum etwas abhaben möchten. diesen "persönlichkeitsgestörten", diese immer jammernden, ungeliebten, nie zu etwas kommenden, armen, kleinen, mutlosen versager und immer alles besserwissenden menschen, gebe ich einen kleinen gratis-tipp:
machts. oder machts nicht. aber bitte nicht auf kosten der anderen.
euer oba
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anything
Gast
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« Antworten #14 am: 23. März 2008, 17:24:10 » |
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Und was ist, wenn man auf diesen Weg der in die Persönlichkeitsstörungen geführt ist, man selber garnicht so gegangen ist sondern z.B. als kleinkind keinen Einfluss darauf hatte?
Ich bin in meiner Thera die Woche das erstemal mit dem Begriff Pers. Stör. konfrontiert wurde und erschreckenderweise finde ich mich dort oft wieder.
Ich weiss nicht wie ich mit dem Wissen umgehen soll, ich bin verzweifelt...
Alles Liebe
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Rhini
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« Antworten #15 am: 24. März 2008, 08:36:20 » |
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Hi, Neben mir zappelt mein Enkelsohn (2,5Jahre). Der hat nachts bei uns geschlafen, weil er mal Urlaub brauchte... also mache ich es jetzt mal kurz! Anything, Diagnosen zu haben, bedeutet, dass es möglicher Weise Wege gibt, die dir helfen können. Allerdings bedeuten sie auch, dass man tatsächlich eine Störung festgestellt hat, also nicht nur vorübergehend einen "Schnupfen" hat. In der Regel war es auch bei mir so, dass ich gerade wegen meiner Störung auch keinen Einfluss hatte/habe, es anders zu machen. Bei dem ganzen "Gewimmel" des Lebens versucht man doch irgendwie klar zu kommen... Nun, mit hilfe einer Thera, kann man andere Möglichkeiten entdecken und wenn auch alles sehr lange zu dauern scheint, gibt es eben Wege in ein zufriedeneres Leben. Ein Wissen sollte man erst einmal annehmen... umgehen braucht man damit nicht. Es ändert doch nichts an deinen Zustand, wenn du erst einmal weißt, dass es etwas gibt, das dich beeinträchtigt. (Das hast du auch schon vorher gewußt, oder???) Wenn man sich umblickt, erkennt man viele Menschen, die Verhaltensauffälligkeiten haben und damit ein Leben lang klar kommen... und das sollten wir auch versuchen! Es lohnt doch allemal, wenn es mir nicht mehr so schwer fallen würde, meinen Enkelsohn mal einen Tag lang bei mir zu haben... Und wenn es dann nicht mehr so anstrengend ist, könnte ich meine Freude an ihm mehr genießen... Das ist ein Weg und das ist auch ein Ziel! Ich wünsche dir alles Liebe und ein wenig mehr Zuversicht, damit du auch ein Ziel findest. Rhini
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