|
Rhini
|
« Antworten #12 am: 22. März 2008, 08:57:05 » |
|
Hi, Ann Erstmal, um nicht zu doppeln, ein herzliches Willkommen! Angehörige von kranken Menschen, egal welcher Form, haben es nicht leicht, umso wichtiger ist es, konsequent auch an sich selbst zu denken!!! Ich bin selbst psychisch erkrankt und habe einen Partner, der chronisch lungenkrank ist, kann also beide Seiten ganz gut nachvollziehen. Wenn dein Partner eine Therapie machen möchte und er angemeldet ist, habt ihr den ersten Schritt getan, also widme ich mich mehr dir! Wenn dein Partner sich seine Birne noch nicht voll weggeknallt hat, müsste er eigentlich Verständnis haben, dass du dir auch Unterstützung holst. Da ist es deoch allemal für ihn sicherer, du gehst in ein Forum und bleibst anonym, als wenn du dich zu Beratungsstellen und Ärzten begiebst und dich dort auslässt; obwohl diese unter Schweigepflicht stehen. Als erstes mal die Frage: Wie belastet ist euer Leben durch die Suchterkrankung; also, geht er noch zur Arbeit, kümmert er sich zeitweise noch um seine Familie; wendet er sich dir noch zu oder beherrscht seine Sucht sein Leben? Im letzten Fall kannst du ihm kaum helfen und als Unterstützung dich nur zurückziehen; sozusagen ihm klarmachen, dass soetwas in deiner Lebensperspektive nicht vorgesehen ist. Hört sich böse an, zumal, wenn man seinen Partner liebt, ist aber der einzig vernünftige Weg, sich selbst zu schützen. In dem anderen Fall kann man durchaus signalisieren, dass man bereit ist, weiter an der Genesung mit zu arbeiten, jedoch nicht bereit ist, sich aufzuopfern! Du hast ein Kind und das sollte dein Hauptaugenmerk haben. Mache dich unabhängig von deinem Mann, zeige ihm, dass du durchaus in der Lage bist, alleine klar zu kommen. Aus dieser Position bist du in der Lage, ihn gesund mit ins Boot zu nehmen oder dich ggf von ihm zu trennen. Die Entscheidung, wie er sich verhalten möchte, liegt bei ihm alleine!!! (Ist übrigens in jeder Partnerschaft so!!!). Noch nen Tip: Icke och Berlina! ... und ich weiß, dass es viele Hilfen gibt, wenn man zB finanziell abhängig vom Mann ist (mit Kleinkind und ohne Job, aber auch alleine). Wenn du es schaffst, dich selbst erstmal in den Mittelpunkt deines Lebens zu stellen (mit deinem Kind natürlich), bist du schon einen Schritt weiter und hilfst deinem Mann insofern, dass er eben keine Verantwortung mehr aufgebürdet bekommt, die er zur Zeit vielleicht nicht tragen kann. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es für Suchtkranke, die sich mit ihrer Droge in ein anderes Lebensgefühl schicken, am wichtigsten ist, eigene unbeeinfluste Entscheidungen zu treffen. Dann kann später auch nicht gelten: Das habe ich nur für dich getan... Sondern dann heißt das: So möchte ich es für mich haben!!! Nun habe ich, obwohl ich eben kaum etwas von deiner Lebenssituation weiß, dir hoffentlich schon einige Punkte aufzeigen können. Ob und wie du sie annimst, entscheidest du bitte alleine für dich!!! Wenn ich kann, helfe ich dir auch gene (allerdings, wegen meiner Erkrankung nur schriftlich) gerne weiter. Ich wünsch dir alles Liebe Rhini
|