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Autor Thema: Tagebuch  (Gelesen 774 mal)
Wonderboy
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We against Depression


« am: 05. April 2008, 11:16:55 »

Hallo,

also für mich es wichtig immer irgendwine Form von Tagebuch zu führen, zur Selbstbeobachtung und Reflektion und um mich selbst beser zu organisieren. Nun kann es auch helfen, wenn man andere mit einbezieht, es kann für andere aber auch hilfreich sein etwas mitzubekommen von anderen. Naja, dazu ist ja das Forum da  Rotwerd, was muss ich immer alles erklären?  Rotwerd Blinzeln

Also ich möchte das mal hier ne Zeit machen. antworten und Ratschläge sind natürlich willkommen, bitte in Form von "Brainstorming", wenns geht.

Samstag

Hatte vor par Tagen eine kleine OP, Wetter war auch schlecht, also zuviel zuhause rumgehangen. Freu mich jetzt wieder mehr rauszukommen, heute z.B. machen wir den Friedhof (blumen und so) sport geht noch nicht, aber ins Tierheim hund ausführen.

Meine Kieferorthopädische Behandlung zieht sich hin, alles ist komplizierter geworden, das macht eine Arbeit finden noch unmöglicher. Die Situation geht bedrohlich auf Harz 4 zu, wie bisher noch nie. Verkaufe jetzt mein Motorrad, damit Geld reinkommt.

Ich versuche trotz allem Leben zu wollen und dazu muss ich Lebensfreude und Selbstwertgefühl zulassen und fördern, obwohl ich überall loose. Umbringern, weil ich keine Arbeit mehr finde? Wegen Geld? Nö!

Es geht mir ja gut, gesundheitlich - auch WEIL ich nicht arbeite. Das is ja das peverse, wovor ich Angst hab, zwischen Geld und Gesundheit wählen zu müssen. Arm werden oder krank werden oder beides, na was soll das denn?

Ich führe mal hier mein Stimmungsbarometer ein, in drei Kategorien:

Psyche
Körper
Leben (s-situation, also Arbeit, Freunde, Beziehung, Geld etc.)

 Rotwerd
 Grinsen
 Traurig

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We against Depression


« Antworten #1 am: 05. April 2008, 11:37:46 »

Muss jetzt mal den Hasenstall machen, ist überfällig - Nachbarskatze ist zu Besuch da und flackt auf dem Sofa...

ich hör Musik - Internetradio, kann ich sehr empfehlen. Schöne Musik rund um die Uhr, kein Gelaber, keine grausamen Nachrichten, fast keine Werbung...

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We against Depression


« Antworten #2 am: 05. April 2008, 13:13:43 »

Post vom Anwalt bekommen, am Dienstag ist ja meine Verhandlung gegen Exarbeitgeber. Hab keine Lust da hinzugehen, die behaupten ich war extrem arbeitsunwillig, was natürlch nicht stimmt. aber wie es halt ist, ich finde es verletzend u nd entwürdigend, dass sowas überhaupt behauptet wird. Früher hätte ich nie gegen sowas gekämpft, heute schon. Ich habe zwar Angst zu verlieren und mich dann als Arsch zu fühöen, aber wenn ich nichts tue, hab ich ja auch schon (freiwillig) verloren. Ausserdem gehts auch um etwas Geld.

Immer wenn ich an diese situation erinnert werden, fühle ich mich verletzt, unsicher und ängslich, aber da ist auch eine etwas unterdrückte Wut, gegen die schreiende Ungerechtigkeit. Schuldgefühle hab ich wenigstens keine mehr, das wäre früher noch im vordergrund gestanden. Ich weiß zwar, dass ich die Gesammtsituation hätte erkennen können und mich gar nicht drauf einlassen, aber hinterher weiss man das ja immer.

Am schlimmsten ist der weitere Vertrauensverlust in die Menschen und ihre Gesellschaft. einfach was machen, mutig sein, sich trauen, weil man weiß, dass doch nichts schlimmes passieren kann, das geht jetzt nicht mehr. Denn es kann was schlimmes passieren.

Is schon verrückt, wie ich seit meiner frühen Kindheit  systematisch dazu erzogen wurde zu misstrauen und zu hassen. Und ich dennoch überwiegend nicht mißtraue und hasse, aus Vernunft, Menschlichkeit und was weiss ich noch? Irre das alles.

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« Antworten #3 am: 05. April 2008, 14:25:42 »

So, Mittagessen fertig, jetzt ein Caffee..

Fühle mich traurig, es kommen immer wieder mal Gefühle von Nutzlosigkeit hoch. Ich weiß aber, dass es nicht so ist. Das hilft natürlich.

Vielleicht ist Wissen und Glaube ein Ausweg, wenn man sich schlecht fühlt?

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« Antworten #4 am: 05. April 2008, 18:45:02 »

In meinem Kopf gehen oft Gefühle und Gedanken rauf und runter. Die Abwärtsgefühle versuche ich einfach ziehen zu lassen, die positiven Gefühle bejahe ich. Geht nicht immer.
Ich spüre jetzt auch einen Wiederstandsgeist, einen Lebenswillen. Komisch dass man das oft erst dann spürt, wenn man angegriffen wird...?

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We against Depression


« Antworten #5 am: 06. April 2008, 09:48:35 »

Gestern abend noch Brustschmerzen bekommen, verkrampft gewesen.

Heute früh zum ersten mal seit längerer Zeit wieder Zärtlichkeiten mit meiner Frau gehabt.

 Hä
 Erstaunt
 Traurig

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We against Depression


« Antworten #6 am: 07. April 2008, 10:09:09 »

Eine neue woche beginnt. Heute früh schon einiges wichtiges erledigt.

Diese woche wird interessant. Mein Arbeitsgerichtstermin ist morgen ( ich muss selbst nicht hin ) und mein Motorrad wird wohl diese Woche verkauft. Muss leider sein weg. Finanzen.  Traurig

Hab jetzt was gelesen von wg. Infoabend bei uns im Landkreis über IT Weiterbildung. Werd da auf jeden Fall hingehen und hab auch schon das Arbeitsamt informiert, zwecks finazieller Seite.

Emotional gehts mir, der Situation entsprechend,  gut.

Gestern hat mal wieder die Nachbarin ihr Leid gejammert, weil sie ja vor einem Jahr von ihrem Mann verlassen wurde. Sie hat eine inteessante Aussagen gemacht. Sie hält sich ja für eine starke Frau und so.. da meinte sie: Ja, wenns mir gut geht bin ich natürlich stark, wenn alles so läuft wie ich will, aber wenns nicht, dann bin ich eben schwach.

Ich glaube, sie hat das eher so gemeint, dass es ihr halt einfach nicht gut geht, wenn die Dinge nicht so toll laufen. aber dennoch musste ich nachdenken, weil das so klar gemacht hat, wie die "normalen" Menschen so sind. Die haben echt keine ahnung, wie es ist, wenn es einem im mer schlecht geht, man dann noch schlecht behandelt wird und dann dennoch die beste einstellung haben muss und immer kämpfen muss, immer an sich arbeiten muss.

Ja, wer nicht beroffen ist, der hat keinerlei Vorstellung von chronischer Krankheit und von Lebensbedinungen am Rande der Existenz. aber wir sollen doch bitte nicht jammern, sondern uns freuen, was für große Lebensaufgaben wird doch bewältigen dürfen...

HARAHR

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