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Autor Thema: Psyche und Religion  (Gelesen 2379 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Fridolin
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« am: 06. April 2008, 07:02:16 »

Hi
Ich möchte hier dieses schwierige Thema aufmachen.
Ich bin seit ich Erfahrungen mit Angst und Depressionen gemacht habe, sehr religiös. Dabei unterscheide ich die Kirche von meinem Verhältnis zu einer höheren Macht.
Psyche und Religion sind ähnlich und gehören immer zusammen.
Ein demütiger Fridolin wünscht viel Kraft, Energie und einen schönen Sonntag.
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Fridolin Steinpalme
Willi
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« Antworten #1 am: 06. April 2008, 07:32:36 »

Hallo Friedolin,

Dein Thema interessiert mich, weil es mir genauso ging. Obwohl christlich erzogen, erntfernte ich mich im Teeniealter von der Kirche und von Gott. Zwar hab ich ununterbrochen an Gott geglaubt, aber er war mir nicht mehr wichtig.

Erst als ich dann Anfang der 80er Jahre seelisch erkrankt bin, habe ich den Weg zu Gott zurückgefunden. In Gott habe ich immer meinen Trost gefunden. Ich konnte mich beim Einschlafen so richtig ins Gebet schlummern, dabei kuschelte ich mich emotional völlig in Gottes Arme hinein. Bei ihm fühlte ich mich geborgen, er gab mir Wärme und Zufriedenheit.
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Wonderboy
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We against Depression


« Antworten #2 am: 06. April 2008, 09:46:10 »

Hallo Leute,

ist das so einfach mit Gott? Hineinkuscheln und schlummern? Demütig sein?

Ich respektiere jede Art von Glaube, aber ich hinterfrage kritisch, was denn jemand mit Glauben meint?

Ich selbst bin nicht ohne Glauben, aber ich bin vollkommen intitutionslos. Kirche hat für mich nichts mit (meinem) glauben zu tun. Ich glaube, Jesus würde für die Kirche Verachtung empfinden.

Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott. Das ist z.B. wahrer Glaube im TUN.

Grüße

Wonderboy
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oba
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« Antworten #3 am: 06. April 2008, 14:46:22 »

hallo ihr lieben

vielleicht muss jeder erst ganz tief unten ankommen, bis er vom grund an, nach "oben" steigen kann und darf.

heftig, dieser satz:
Ich glaube, Jesus würde für die Kirche Verachtung empfinden.
Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott. Das ist z.B. wahrer Glaube im TUN.

jesus christus ist gottes sohn. er ist auf die welt gekommen um auch dem letzten "ungläubigen" zu zeigen, dass es "gott" gibt.
jedoch haben die menschen es schwer, "blind" zu vertrauen. sie wünschen sich die fühlbare tatsache der materie. schliesst der mensch die augen, bedeckt die ohren, ist es wie blind und taub.
der eigene atem aber lässt ihn noch erkennen, dass er wahrhaftig lebt.
diese tatsache alleine sollte genügen, was gott für eine wundervolle qualität erschaffen hat. ohne licht, ohne ton, kann der mensch leben. nicht im sinne der finsternis und der absoluten isolation.

in diesem sinne beschreibe ich etwas über psyche und religion:

brief an eine frau, die lebt:
 
danke für deine geburtstaggrüsse. hat mich gefreut, dass du daran gedacht hast. mir ists nicht mal so wichtig, ob es genau aufs datum passt. ist ja nur eine "zeitmessung" und seit längeren zeiten muss ich selber nachrechnen, wenn mal jemand fragt, wie alt ich zur "zeit" gerade bin :-)
es hat eben mit der sogenannten "relativitätstheorie" zu tun. da kann etwas grosses klein sein, etwas kleines ganz gross.
 
gestern haben wir die abschiedsfeier für mama und papa gehabt. die urne mit der asche hat meine schwester bis zum frühling nun behütet. denn, wie abgemacht, wollten die eltern unter "ihrem lebensbaum" zur letzten ruhe gebetet werden.es war feierlich und doch ganz normal. fast "zu" normal. mamis geschwister sind "fast" alle gekommen. ueli dann doch nicht. fritz kam ohne olga. und hanspeter sagte zwar, er käme nicht, ist dann aber mit seiner lebensgefährtin margrith doch gekommen. fand es im grunde eine sehr schöne geste von ihm, dass er sich "seiner" schwester doch nicht ohne abschiedsgruss, zusammen mit den hinterbliebenen, enziehen wollte.
vatis bruder konnte nicht kommen. er ist im rollstuhl, im pflegeheim. seine schwester kam nicht. seine "einzigen verwandten" waren also nicht dabei.
 
geben wirs zu, doris, jede feier in der verwandschaft macht jedem oftmals etwas mühe. "was sagt wohl dieser, wen jener kommt und was wohl, wenn dieser mit jenem....? "kennst das bestimmt auch?
 
so ganz ohne blumen wollte ich meine eltern nicht verabschieden.habe zwanzig  rote rosen besorgt und als ich sah, das keiner eine blume dabei hatte, habe ich jedem eine rose in die hand gedrückt. für alexandra und kathrin waren dann keine rosen mehr übrig. auch für mich nicht. aber mit der art, wie ich so jedem menschen eine rose schenkte, kam es mir vor, ich würde frieden schliessen mit all meinen schlechten gedanken. es war so spontan von mir, wie ich eben auch war und immer bin.
 
dann legte jeder seine rose auf die asche der verstorbenen eltern, hier für mama unter einen lindenbaum, dort für papa unter eine tanne. und ich glaube, alle haben gefühlt, dass die eltern nun in frieden mit uns allen in ruhe gehen durften.
 
dieser lindenbaum steht da. diese tanne steht da. sie sind die die kraft selber für ein leben und ein sterben.
 
relativ geht das leben wieder weiter. ich bin tief zufrieden. und ich hoffe, ich darf dir euch allen im forum auch) etwas von meinem gefühl weitergeben. für dich (euch) und dein(euren) leben.
 
von mir aus können wir nun psyche und religion so richtig auseinander nehmen. können jesus und gott in die "mangel" nehmen. die kirche und jeden pfarrer.

und wo werden wir am ende uns zusammen finden?

dort, wo wir abschied nehmen von menschen, die wir zutiefst lieben, die verstorben sind.


mit tränen in den augen ist trotzdem jedes lächeln ein sonnenschein. weil jeder, der zutiefst glaubt, sicher sein kann, das psyche und religion tief im herzen ist. und die antwort gibt das herz selber.

liebe grüsse oba

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Willi
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« Antworten #4 am: 06. April 2008, 16:52:23 »

Hallo Wonderboy,

ich stimme Dir voll zu bei dem Satz: ?...Jesus würde für die Kirche Verachtung empfinden.?

Unsere Kirchen sind schon längst (also schon vor hunderten von Jahren) zu politischen Einrichtungen, zu Machtinstrumenten und zu gigantischen Geldverdienmaschinen geworden.

Selbst in unseren neomodernsozialen Kirchen, wo zumeist junge Eltern sich engagieren, geht es nur um Macht und Wichtigkeits - Befriedigungen. Diese Leute mögen nach den Regeln und Geboten der Bibel leben, verstanden haben sie jedoch nichts.

Sie wissen nicht was Jesus meint, wenn er sagte ?...liebe deinen Nächsten?.
Sie glauben wenn sie 50.- ?uro nach Lateinamerika schicken, hätten sie diesem Gebot genüge getan und treten gleichzeitig ihrem Nachbarn oder dem Kollegen am Arbeitsplatz auf die Füße.

Was Deine Distanz zum Glauben betrifft, so hat ja jeder sein eigenes Gottesbild.
Viele sprechen inzwischen von einer ?höheren Macht?, wohl um sich nicht festzulegen oder gar um sich nicht lächerlich zu machen.

Deinen Satz: ?Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott.? Verstehe ich jedoch nicht, er widerspricht sich selbst. Denn wenn Du dir selbst helfen kannst brauchst Du doch Gottes Hilfe gar nicht mehr.
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JEM
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« Antworten #5 am: 06. April 2008, 18:45:40 »

Jesus würde für die Kirche Verachtung empfinden

Wenn ich das neue Testament noch richtig in Erinnerung habe, dann hat Jesus nie Verachtung empfunden...
Er hat Geldwechsler aus dem Tempel vertrieben, weil sie dort nichts zu suchen hatten, aber er hat sie als Menschen nicht verachtet.

Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott
Dieser Spruch steht sogar im "Robinson Crusoe", er stammt letztlich aus der Glaubenslehre des heiligen Augustinus. Er bedeutete damals, dass der Mensch sein Leben ändern muss, um Gott nachzufolgen. Vielleicht könnte man heute sagen: Man muss seine Probleme erkennen und für Änderungen bereit sein.

Und zu dem Gebot "Liebe deinen Nächsten" hat schon oba einiges geschrieben...

Liebe Grüsse
Jürgen

P.S.: Um mein Verhältnis zur Kirche kurz zu definieren: Ich bin katholisch getauft und erzogen, war aktiv in der kath. Jugendbewegung tätig, war aber trotzdem zum letztenmal (aktiv) bei der Taufe unserer Tochter in der Kirche (danach nur noch passiv bei Hochzeiten / Beerdigungen). Ich versuche aber christliche Gedanken auch im Leben zu verwirklichen.




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Rhini
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« Antworten #6 am: 06. April 2008, 19:24:56 »

Hi,
Für mich gibt es "Gott" nicht, weder als Schöpfer noch als Richter und Lenker... Aber ich glaube; glaube an den Wandel der Natur, an das Allumfassende Gleichnis, welches kein Mensch jemals begreifen kann. Ich glaube, das alles einen Sinn hat, den auch niemand erklären kann...

Als die ersten bekannten "Götter" entstanden, brauchten die Menschen Erklärungen für Zusammenhänge, die sie nicht begreifen konnten. Später wurden Gebote zu Richtlinien um immer größer wedende Völker zu lenken und zum Zusammenhalt zu bewegen.

Heute ist kirchlicher Glaube, die Kirche ansicht eine machtvolle Institution. Und, die Geschichte hat es bewiesen, unter dem Namen des Glaubens, der Kirche, geschahen und geschehen Gereultaten, die eigentlich nichts mehr mit Demut oder Gemeinschaft zu tun haben...

Mag jeder seinen Glauben finden und behalten. Aber wenn ich meine Seele als mein Wesen betrachte, hat das sehr wenig mit dem Glauben der Kirche zu tun. Es ist egal für mich, ob es einen Schöpfer gibt/gab, denn ich verneige mich demütig vor die Schöpfung, vor jedem Tier, jedem Baum... Und es ist großartig, wenn man mal genauer hinsieht.

Noch etwas, mir ist es auch lieber, zu denken, das ich es bin, die ihr Schicksal zumindest teilweise in der Hand hat und nicht, dass es eine höhere Macht gibt, die mein Handeln beeinflußt. Zu guter Letzt würde ich wahrscheinlich mit Gott hadern, dass er mich so hart prüft... Das kann ich nicht gebrauchen.
Bis bald
Rhini
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Wonderboy
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We against Depression


« Antworten #7 am: 06. April 2008, 20:15:59 »

Hallo,

ich muss noch dazusagen, dass ich in meinem Leben negative Erfahrungen mit "dem katholischen" gemacht habe. Als Kind war ich auf Kur in irgendeiner katholischen Einrichtung, 4 Wochen glaub ich waren das, ein Alptraum.

Später dann hab ich als Zivi in einer katholischen Einrichtung "gedient", ebenfalls ein Alptraum. Schließlich noch hatte ich katholische Freunde, die mich auch entäuscht haben.

Dies nur zur Vervollständigung, ich möchte nicht den Eindruck erwecken, dass das und nur das mein Glaubensbild geprägt hat, ich trage selbst die Verantwortung, was ich aus Erfahrungen mache.

Für mich ist Glaube etwas individuelles, etwas nur zwischen mir und Gott. Nirgendwo kann und will ich freier sein als in dieser Beziehung. Daher ist für mich das kirchlich/katholische Modell natürlich ein Alptraum, ich glaube, das muss man nicht näher erklären, oder?

Im Namen des Gottes sind die schlimmsten Dinge passiert und nach wie vor,  wird Gott für alles mißbraucht was dumm und gewalttätig ist. Gott hilf uns, unsere Feinde zu vernichten - was für ein Alptraum, mhm?

Gott oder Jesus würde uns echt in den Hintern treten für unsere frevelhafte Dummheit, vielleicht pasiert ja genaus dies, vielleicht IST das die Ursache fürs Menschenleid und Unglück.

Ich finde es gut und richtig bei Gott Halt und Trost zu suchen, aber Religion ist nicht meine Sache. Ich halte es eher wie der Dalai Lama sagt, man muss absolut nicht an eine Religion glauben,oder ihre Rituale ausüben, um zu glauben und danach zu handeln.

Gott und der Glaube, das gehört niemandem, aber viele streien sich um diesen "Besitz" und alle WOLLEN was von "ihm". Kommt mir irgendwie sehr menschlich vor... wenig erhaben .

Also, ich unterschiede eben zwischen Gott, Glaube, Religion und Kirche. Ich mach gar nichts, nur weil es in einem Tausende Jahre alten Buch steht, oder weil eine Machtinstitution es mir vorschreibt.

Ich kann meinen Glauben überhaupt nicht intellektuell definieren, schon gar nicht so präzise und vollkommen, wie das die Kirche tut und verlangt. Schon allein der Anspruch auf Unfehlbarkeit lässt mich schäumen vor Zorn. Glaube ist, wie gesagt, sehr individuell, sehr emotional und berührt die tiefsten Untiefen der Seele, des Mensch-Seins. Dieser Bereich gehört nur mir und Gott, andere Menschen haben dort nichts zu suchen.

Ich weiß, dass es andere Meinungen gibt, dass andere Leute den Glauben in der Gemeinschaft leben wollen oder müssen, dass sie Anleitung und die Führsorge anderer wollen oder brauchen. Viele sehen ja Glauben überhaupt NUR als ein riesengroßes, allumfassendes Gemeinschaftsprojekt an, in dem der einzelne aufzugehen hat, sich ein- und unterordnen muss.
Diesen Leuten kann ich nichts sagen, ich weiß davon nichts, ich tue das nicht.

Ich habe übrigens einige Heilige Schriften zuhause und einiges darin auch gelesen. Wir können gerne mal über Ausszge darüber diskutieren.

Das Thema heisst ja: Psyche und Religion. Also Psychotherapie kann man ja auch bei einem Seelsorger machen, wäre interessant wenn jemand diese Erfahrung gemacht hätte. Ich kenne ein Paar, die ihre Ehe damit "richten" konnten.

Psyche und Religion... das kann heilsam oder unheilvoll zusammengehen. wie alles warscheinlich?

Grüße

Wonderboy
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JEM
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« Antworten #8 am: 06. April 2008, 21:29:01 »

[i]Ich halte es eher wie der Dalai Lama sagt, man muss absolut nicht an eine Religion glauben,oder ihre Rituale ausüben, um zu glauben und danach zu handeln.
[/i]


Hat der Dalai Lama wirklich gesagt, man muss an nichts glauben, um zu glauben?
Da bin ich jetzt intellektuell überfordert!

Könnte es sein, dass er gemeint hat die Art der Religion ist nicht so wichtig, sondern die Moral und die Ethik, die hinter allen Religionen steht und Werte setzt?

Liebe Grüße
Jürgen


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Wonderboy
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We against Depression


« Antworten #9 am: 07. April 2008, 07:45:26 »

[i]Ich halte es eher wie der Dalai Lama sagt, man muss absolut nicht an eine Religion glauben,oder ihre Rituale ausüben, um zu glauben und danach zu handeln.
[/i]


Hat der Dalai Lama wirklich gesagt, man muss an nichts glauben, um zu glauben?
Da bin ich jetzt intellektuell überfordert!

Könnte es sein, dass er gemeint hat die Art der Religion ist nicht so wichtig, sondern die Moral und die Ethik, die hinter allen Religionen steht und Werte setzt?

Liebe Grüße
Jürgen




Man muss nicht an eine RELIGION glauben nicht an NCHTS glauben.

Ich formulieres so toll (muss ich mich selber loben, aber es muss natürlich ebenso toll gelesen werden, nicht wahr? Blinzeln

( Ist das selektive Wahrnehmung? )  Erstaunt

Willkommen in der Welt der Psychologie!  Breitgrinsen

Das war das Orginal:

Ich halte es eher wie der Dalai Lama sagt, man muss absolut nicht an eine Religion glauben,oder ihre Rituale ausüben, um zu glauben und danach zu handeln.




Grüße

Wonderboy
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kiki
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« Antworten #10 am: 07. April 2008, 11:11:44 »

...........dalai lama sagte auch : jeder mensch hat die freiheit ,zu glauben oder nicht zu glauben .aber wenn man einer religion angehört und an die lehren dieser religion glaubt ,sollte man ihr eine große bedeutung beimessen und versuchen ,nicht nur einen gelegenheitsglauben zu praktizieren.

lg kiki
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...was DU denkst .geschied....
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We against Depression


« Antworten #11 am: 07. April 2008, 11:57:55 »

Hallo,

Finden wir doch zurück zu persönlichen Aussagen. Ich habe ja vieles von mir preisgegeben und nur am Rande, zum besseren Verstehen, einige ungefähre Zitate eingefügt. Erzählt doch auch mehr über eure persönlichen Erfahrungen mit Glauben, Hoffnung, Religion und Gott.

Grüße

Wonderboy
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« Antworten #12 am: 07. April 2008, 16:05:06 »

Tut mir leid Wonderboy,

auch wenn du mich in der Welt der Psychologie willkommen geheissen hast, bleibe ich trotzdem bei meinem kleinen Geiste, kann einfach nur das lesen was geschrieben steht - und da kenne ich nur das Originalzitat des Dalai Lama, das auch kiki zitiert hat:

"Jeder Mensch hat die Freiheit, zu glauben oder nicht zu glauben. Aber wenn man einer Religion angehört und an die Lehren dieser Religion glaubt, sollte man ihr eine große Bedeutung beimessen und versuchen, nicht nur einen Gelegenheitsglauben zu praktizieren."

Das war auch meine Aussage, deine Zitierung / Auslegung konterkariert die Aussage des D.L. zu 100%.
Tut mir leid, wenn ich hier jetzt persönlich wurde, aber ein wenig Sorgfalt mit Zitaten von anderen Personen, vor allem wenn sie Vorbildsfunktionen innehaben, ist mir schon wichtig!

Und: Wie du meinem "persönlichen" Ergänzungen weiter oben entnehmen konntest, unterscheide ich durchaus zwischen Religion, ethischen Werten  und der Institution "Kirche" - wie sie auch immer heissen mag.

Das noch einmal hierzu und ich finde der thread ist jetzt weit genug von dem entfernt, was Fridolin anstossen wollte...



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« Antworten #13 am: 07. April 2008, 18:57:19 »

ihr lieben

gerne sagt man: "ich glaube, dass...", wenn man sein empfinden oder gedanken weiter gibt. in vielem ist man nicht immer ganz so sicher, egal, wie viel man schon "gelernt" hat.
auch, bücher zu lesen, macht einen menschen noch nicht weiser. aber es öffnet den horizont.
ich möchte mir erlauben, meinen glauben, meine psyche, hier zu beschreiben:

besehen wir unseren lieben globus, unser "zuhause". stellen wir mal eine ganz "dumme" frage:
"seit wann ist die erde keine scheibe mehr?".
seit der mensch erfahrungen sammelt, sich "entwickelt", wird klar, wie viel wir menschen doch erreichen können. wir werden dem "homo sappiens" (wissender mensch) immer gerechter.

stelle ich nun aber den menschen, (noch immer erdgebunden) zur natur, vergeht mir der glauben an eine "höhere" macht - (gott).
auch wenn der mensch scheinbar in der kette der natur das oberste glied der kette zu scheinen scheint, darf ich das als "richtig" bestätigen.
nur, ich werde es nie erleben und verwette alles dafür, nie ein anderer mensch, wird von dieser erde, (globus) weg kommen. damit meine ich, dass "unser aller" zuhause immer hier, auf dieser erde sein wird, solange diese erde "ist".

ich gehe in meinem glauben noch etwas weiter. ES GIBT KEIN LEBEN NACH DEM TOD.

es gibt auch kein fegefeuer oder eine gerechtigkeit im jenseits. das mag zwar ermutigend sein, für menschen, die werte des lebens mit füssen treten. so sind sie bestätigt, wenn kein iirdisches gericht sie verurteilt, sie "ungeschoren" davon kommen.

aber, auch wenn sie scheinbar gut wegkommen, sind sie "verurteilte". nennen wir einen "adolf", einen "idi" oder gar einen "nero" jemals wieder so? es ist geschichte. der "wissende mensch" wird solche namen NIE mehr im zusammenhang mit dem benennen eines neuen erdenbürger (auch tier) einsetzen.
wo der mensch noch einen schritt weiter gehen könnte,  wäre, namen aus der geschichte zu löschen.

so hätte die "gerechtigkeit"  entgültig gesiegt. als geschichte aber werden diese "gottunmenschlichwürdigen" als beispiele immer und überall wie einen virus "gepflegt.

für mich persönlich ist "adolf hitler" der schlimmere fluch, als gottverdammemich".

aber eben, dann hätte diese "kreatur" schon wieder gewonnen.

und zum schluss: alles, auch ich, wird nie mehr sein, nach dem sterben.
weder im jenseits, noch je wieder hier, auf der erde.
seele oder hoffnung hin oder her. tot ist tot. im grunde nicht mehr oder weniger.

diese "seele", die man in tiefster hoffnung pflegt, muss man hier, HIER, auf der erde von herzen einsetzen. und nicht im glauben, nach dem eigen tod, in der hoffnung, irgendwie und irgendwo, noch je einmal mit vollem glauben und religion einsetzen zu können.

denn, das leben wird weiter gehn. und in der kette des menschen wird nie eine lücke bleiben. erst recht nicht "ich", "du" oder je ein "anderer". wenn ein leben zu ende ist, ist es einfach zu ende. punkt.

euer oba



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Iwi
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« Antworten #14 am: 07. April 2008, 20:25:56 »

Mich hat heute eine Ankündigung der Rosenkreuzer heute in Bann geschlagen. Ich freue mich gerade über diesen Thread. Hat jemand von Euch von ihnen schon gehört?

Guten Abend, erstmal!

Ich bewege mich seit einigen Wochen, in denen mich die Lebenssinn-Frage stark beschäftigt, zu einem : Es gibt einen Sinn in allem Leben. Das entledigt mich der Beurteilung meiner eigenen Situation und delegiert an Kräfte, die sich mir gerade nicht erschließen.

depantheistische und unorthodoxe Grüße von Iwi
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JEM
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« Antworten #15 am: 08. April 2008, 14:06:46 »

Hallo Iwi,

hast du hier
http://de.wikipedia.org/wiki/Rosenkreuzer
schon nachgelesen?

Da wirst du sehen, dass es in diesem Bund eine gewaltige Bandbreite gibt, von Ansichten, Charakteren und Auslegungen (u.a. waren auch einige Größen des dritten Reiches im Bund).

Auch die Theosophie wurde durch die Schriften der R. stark geprägt, auch das wäre noch ein Stickwort für wiki!

Liebe Grüße
Jürgen
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Iwi
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« Antworten #16 am: 08. April 2008, 15:47:19 »

Hallo JEM, danke für die kurze Info:-) Die Nazi Unterstützer Aktivitäten waren mir bekannt, aber ich hätte eher auf persönliche Erfahrung gehofft.
Ist aber nicht sooooo wichtig.
Grüße von Iwi
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oba
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« Antworten #17 am: 08. April 2008, 19:02:31 »

rosenkreutzer?syenthologen?...oder all diese "gruppen" von ganz eigenen, scheinbar differenziert ge"bildeten" gruppierten sekten will und werde ich in keinster weise je näher betrachten noch beachten.

wie eine jungfrau, die zum kinde kommt, verwerfe ich jede art von "glauben" der gezüchteten "neuen" art. egal, ob sie besteht, ob sie bestand hat.

meine psyche, meine religion hat in keinster weise platz für einen, scheinbar besseren "glauben".

nicht, dass ich "dagegen" spreche. von mir aus dürfen sich alle zusammen finden. dürfen sich finden.
dürfen sich gruppieren, sich absondern, sich ganz selber neu motivieren und ganz neu sogar ein rad neu erfinden.

mir aber ist es nicht egal, als fühlender mensch, wenn da eine jungfrau geopfert wird. und da plötzlich zig männer mal tief eindringen dürfen.
mir ist es nicht egal, wenn man ein tier ausbluten lässt, damit man zartes fleisch auf dem feuer essen kann.
mir ist es nicht egal, wenn plötzlich, wer da, wenn er mal mitten drin ist, aussteigen möchte, vom ganzen clan gejagt, geschunden und getötet wird - weil halt doch da menschen fühlen und merken, wann es einfach "genug" der sache sein kann.

egal, ob rosenkreutzer und syenthologen. egal, ob, was auch immer.

wie gesagt, ich habe da "null" ahnung. wenn ich also in irgend einer form, irgend eine institution verletzt haben sollte, entschuldige ich mich.

aber dem menschen selber schenke ich mein "herzblut". nur diesem.
der eigenen psyche schenke ich die sorge, leben und überleben zu dürfen.
der religion schenke ich den respekt, mich nicht einzumischen, gar "einzunisten" zu wollen.

ich hoffe, mir kommt kein einziger näher, als ich mir selber. und ich distanziere mich von jeder art von gruppierungen des glaubens und so auch von der psyche dieser.

wenn ich nämlich blut lecken möchte, wäre ich als wildes raubtier geboren worden.
als mensch aber, fleischfresser, muss das fleisch heute erhitzt werden.
roh und blutig ist es zwar nicht tödlich. aber es ist ungeniessbar. und der mensch hat das recht, geniessen zu dürfen und zu können. ohne vorurteile einfach ein leben zu haben. mit respekt zur eigenen psyche und mit respekt zur religion.

ohne, dass da, wo immer auch, irgendjemand versuchen sollte oder müsste, eine "gruppierung" oder einen "clan" dem anderen schmackhaft machen zu wollen.

leider treffe ich sehr oft menschen, die mich "bekehren" möchten. und sie haben es geschafft, mit ihrem "eigensinn", dass ich plötzlich zu diesen sogar das "lächeln" verliere.

wenn ich das lächeln verliere, gilt als warnzeichen.  bis jetzt hat es noch jeder verstanden.

die anderen haben auch verstanden. und machen heute bewusst einen grossen bogen um mich.
so soll, so wird es immer sein, so möchte ich das.

oba
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« Antworten #18 am: 08. April 2008, 23:23:52 »

Psyche und Glaube sollte das hier vielleicht eher heißen???
Hi,
Klar, Oba, das ist echt, dein Wort ist Gestz, für dich! Und das ist gut so, weil es dich stärker macht, in all deiner Zerrissenheit, die ich so oft hier lese. Du schaust nicht die Oberfläche, du schaust hinter die Kulissen, wie ich es tue, gerne tue... Obwohl ich vorab erstmal davon ausgehe, dass die meisten Menschen "gute" Menschen sind, vielleicht ein bisschen verwirrt oder alleine gelassen...
Man muss halt hinter die Fassaden blicken... und manchmal fühle ich mich dann stärker, weil ich sehe!
Es ist meiner Seele egal, woran ich glaube, denn letztlich ziehe ich aus diesem Glauben meine Hoffnung und meine Kraft. Manchmal ertappe ich mich, wie ich mit meinem verstorbenen Vater rede, leise, um ihn nicht zu stöhren... oder dass ich meinen Pflanzen erzähle, dass sie mir Freude bereiten, oder dass ich über die Borke eines Baumes streiche, weil ich seinen starken Wuchs bewundere... und ich glaube, dass sie mich hören... weil ich es so will!
Aber ich würde niemals versuchen, mein "Ding" jemanden aufzuerlegen, ihm zu sagen, es wäre das einzig Wahre...
Es ist nur für mich und es tut mir gut. Also hängt meine "Religion" auch mit meiner Seele zusammen, hat Einfluss auf meine Psyche...
Aber Jesus oder Gott haben damit nichts zu tun und ich denke, dass auch Jesus seinen Gedanken gefolgt ist... und es gab halt viele, die diese Gedanken gut fanden!!!
Wenn ich "Gott" definiern müsste, würde ich behaupten, Gott "lebt" in uns selbst. Aber manchmal ist es einfacher, wenn andere (Menschen!) es uns sagen.
Bitte versteht nicht falsch, es ist meine Auslegung und ich respektiere jeden, der dort im "wahren" Glauben ist. Meine Urgroßmutter war eine Gläubige, wie sie im Buche stand, milde belächelt von den Verwandten, habe ich ihren Glauben sehr ernst genommen. Leider, wie es so im Leben geht, ist sie seit 36 Jahren tot. Ich hätte mich gerne als erwachsene Frau mit ihr darüber unterhalten...
Wenn von der Obrigkeit schon so viel diktiert und auferlegt wird, sollten wir hier "unten" uns in Tolleranz und Akzeptanz üben. Allerdings menschen- und naturverachtende Religionen oder/und Sekten sollten wir mit Mißachtung und Ablehnung begegnen. Wir selbst haben immer die Wahl!!!
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Iwi
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« Antworten #19 am: 09. April 2008, 00:23:28 »

Suche ich das, was ich finde< finde ich das, was ich suche?
Hallo an die Mitleser-innen.
Determinanten in mir, kann ich feststellen, und der Sinn, den ich mir wünsche, bleibt mir verborgen. Das Delegieren von dem was ich brauche an Kanäle, die sich meiner Nahbetrachtung entziehen, ist entlastend.

Aber selbstverständlich bin ich hellhörig, wenn Gesellschaften versprechen, Gesellschaften %nach Wunsch§ zu schaffen.
Das bewegt sich dann woanders und tangiert "meine" Problematik nicht. Genausowenig die generelle Distanz.
 
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JEM
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« Antworten #20 am: 09. April 2008, 14:03:08 »

aber ich hätte eher auf persönliche Erfahrung gehofft.

Hallo Iwi,

du wirst in keiner Form persönliche Erfahrungen von einem Mitglied dieses Bundes bekommen, das widerspricht seinen Verhaltensregeln.

Wenn du dich ernsthaft für dieses Thema interessierst, wäre es sinnvoll erst einmal mit Literatur über Theosophie zu beginnnen, dort sind viele der "mystischen" Lehren der R. eingeflosssen und zeitgemäß interpretiert (auch Freud hat in solchen Werken geblättert..).

Liebe Grüße
Jürgen
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« Antworten #21 am: 09. April 2008, 14:20:43 »

Hallo,

leider blieb es bei den Nicht-persönlichen Erfahrungen, dafür umso mehr bei Feststellungen und dem Beimessen von Bedeutungen. Schade eigentlich, kenn ich aber zu Genüge von Glaubens-Diskussionen.

Der Dalai Lama hat viele Zitate gesagt, ich habe viele Bücher gelesen. Ich weiß, was ich weiß.

Abgesehen davon aber, ist es leider mittlerweile für mich müßig geworden, mich hier im forum zu beteiligen. Ich kann nichts herausziehen, aber es scheint mir eher zu schaden. Die ständige Beschäftigung mit dem schlimmsten ist doch nicht gesund. Bei einigen hier kann ich auch überhaupt keine Betroffenheit feststellen, sondern eher Diskutierlust, wobei es immer nur um Theorien geht, wenig um Selbst und ums Leben.

Ich glaube, wenn man halbwegs klarkommt, hat man hier nichts verloren. Dazu kommt, dass das Stöbern im internet, in Foren ohnehin immer abhält vom richtigen Leben, mich im zunehmenden Maße.

Daher wrd ich mich mal verabschieden. Ich danke euch für die Zeit und für das was ich hier gelernt habe. Ich weiß nicht, ob ich wieder mal vorbeischaue, das kann gut sein, als gelegentlicher Beobachter und Senfdazugeber.

Ich wünsche euch allen soviel Glück und Gesundheit wie igrendwie möglich ist, wie ihr eben auch wollt und euch beschaffen könnt.

Ich ziehe weiter, wie ich es immer tue, wenn etwas genug ist. Mein Hunger ist nicht gestillt, aber die richtige Nahrung habe ich hier auch nicht gefunden.

Danke euch

Wonderboy
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« Antworten #22 am: 09. April 2008, 14:43:41 »

Danke, JEM!
Ich werde mich umsehen. Dass gleich ein Ordensbruder antwortet, wäre gar nicht nötig, ein Gasthörer würde es ja auc h tun:-)
@wonderboy: ich verstehe dich nicht ganz, aber dir auch: Viel Erfolg und keine enttäuschenden Erwartungen:-)
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« Antworten #23 am: 09. April 2008, 19:32:43 »

liebe leutz

ich verstehe:
Abgesehen davon aber, ist es leider mittlerweile für mich müßig geworden, mich hier im forum zu beteiligen. Ich kann nichts herausziehen, aber es scheint mir eher zu schaden. Die ständige Beschäftigung mit dem schlimmsten ist doch nicht gesund. Bei einigen hier kann ich auch überhaupt keine Betroffenheit feststellen, sondern eher Diskutierlust, wobei es immer nur um Theorien geht, wenig um Selbst und ums Leben.

da gebe ich dir recht, wundervoller junge.

und ich selber, ja auch ich verurteile mich manchmal, statt "etwas" herausziehen" zu können, mich zu einer diskusionslust hinreissen zu lassen.

dazu, auch wenn es vielleicht nicht zum thema passt, möchte ich vom selbst und dem leben selbst noch etwas schreiben:
eines schönen tages wurde mir bewusst, warum man mich so oft einfach irgendwie in der pfeiffe geraucht hat. weil ich mir zeit genommen habe, zeit zu haben, dem anderen "zeit" zu "opfern".
für mich war es kein opfer. mit tiefem herzen habe ich mein "selbst und zum leben" immer versucht, verständlich zu machen, was in "mir" und "meinem" leben so passiert und passierte.

sicher kommen da sehr oft auch sehr viele "negative" sachen zur sprache. und ich glaube, wir alle lieben wären bestimmt nicht hier, in diesem forum, wenn wir den "notausgang" der sanften freundlichkeit und liebe gefunden hätten.
und wir alle lechtzen nach erfahrungsberichten, damit wir uns und unserer seele bestätigen können, dass wir nicht psychisch und religilös fern von "eden" sind.

sicher, die "anderen" menschen, die nie (oder noch nicht) in die situation gekommen sind, erleben, unter unheimlicher krankhaftigkeit, erfahren zu müssen, was es bedeutet, in dieser (sorry den ausdruck) gottverdammter gefangenschaft des empfindens, leben zu müssen (trotzdem "noch" zu dürfen).

oft kann keiner aus "nichts" nichts herausziehen zu können. dann muss "er",  sogar "ich" gehen.

diese freiheit habe ich mir immer frei gehalten. und ich werde mir immer einen "notausgang" frei halten. denn, keiner, nicht ein einziger, nicht mal gott oder jesus, wird mich "aufhalten".

erst recht kein "anders genannter".

weil ich verpflichtet bin, mich, und nur mich selber zu sein und zu bleiben, bis ich sterbe.

diesem will ich, solange ich lebe, mensch bin, gerecht werden. nicht, um zu gefallen, sondern, weil ich überzeugt bin vom zyklus des lebens und dem sterben. und ich das einfach annehme und akzeptiere.

ja, ich akzeptiere, eines schönen tages sterben zu "dürfen". und sollte mir einer, (mensch) das leben vorzeitig "stehlen", dann ist es so.
und sogar, wenn ich dieser mensch selber sein sollte, ist es so.

und wenn später keiner mehr weis, wer ich war, geht mir das, so oder so, heftig am "a" vorbei.

seit lieb gegrüsst und lebt, so lange es nur immer lebenswert ist. und die psyche und religion hat nach dem sterben keinen einfluss mehr, auf "diesen".

euer oba
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« Antworten #24 am: 09. April 2008, 22:33:35 »

Ups, was ist passiert??? Bin ja im Moment sowieso mehr neben als bei mir... Aber was ich denke, Jungens, schreibe ich lieber in einem eigenen (wie heißt das???) Threat. Könnt ihr ja lesen oder auch nicht!
Rhini
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