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Angstnetz Forum
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Autor Thema: Angst vor plötzlichem Herzrasen  (Gelesen 8236 mal)
lilla
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« am: 26. April 2008, 11:00:19 »

Hallo, ich bin neu hier. Bei mir ist der Leidensdruck recht hoch, weil ich fast ständig diese Angst verspüre, wieder dieses Herzrasen zu bekommen. Letztes Jahr hatte ich nach einer anstrengenden
Tätigkeit plötzlich Herzrasen, Puls ca. 150-180 mit Schwächegefühl und Panik. Als ich zum Arzt kam, war der Puls "nur" noch 120, EKG war soweit OK, habe Betablocker verschrieben bekommen. Nun hatte ich in diesem Jahr schon mehrmals dieses Herzrasen, immer ganz plötzlich, auch aus der Ruhe heraus. Zweimal war ich in der Notaufnahme. Einen 3-tägigen Klinikaufenthalt habe ich hinter mir, organisch scheint es i. O. zu sein, abgesehen von der Erregungsleitungsstörung.  Die Betablocker nehme ich nicht, weil mein Blutdruck eh niedrig ist. Ich fühlte mich nicht damit wohl. Ich lebe zur Zeit ständig in der Angst vor diesem Herzrasen. Vielleicht gibt es ja jemanden, der mich etwas aufbauen kann. Was kann gegen die Angst helfen?
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kiki
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« Antworten #1 am: 26. April 2008, 13:35:06 »

hallo lila,
.....ersteinmal herzlich willkommen .

.....die diagnose deines arztest das dein herz ok ist ,sollte dich eigendlich schon mal beruhigt haben ,und vielleicht hat er dir auch erklärt das dieses herzrasen bei dir "nur " ein gefühl ist ?.....ein gefühl wie weinen_ lachen _tanzen .............. und das ist auch sehr beruhigend .

liebe grüße kiki
 
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kiki
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« Antworten #2 am: 26. April 2008, 20:49:03 »

hallo lilla,

...ich meinte mit diesem satz :.

....ein gefühl wie weinen_ lachen _tanzen .............. und das ist auch sehr beruhigend

nicht ,das herzrasen etwas normales ist ,sondern wollte damit sagen das ein gefühl  etwas normales ist ,das nichts beunruhigendes haben muß.

liebe grüße kiki

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lilla
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« Antworten #3 am: 27. April 2008, 16:40:24 »

Hallo Kiki, danke für deine Antwort! Im Moment fällt mir es noch sehr schwer, mich davon zu überzeugen, daß es nichts ernstes ist. Wie krieg ich das nur in meinen Kopf rein? Zur Zeit traue ich mir kaum etwas zu, sobald der Puls bei Belastung ansteigt, kommt bei mir die Panik hoch.
Nun suche ich noch ein alternatives Mittel zur Unterstützung, um besser aus dem Angstkreislauf rauszukommen. Hat manchmal jemand Erfahrung mit Herzgespannkraut?
lilla
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kiki
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« Antworten #4 am: 27. April 2008, 18:19:59 »

hallo lilla,

............es ist leicht zu sagen ."kontrolliere dich weniger ", ich weiß das ,aber es ist eine möglichkeit .
versuche jeden tag wieder etwas mehr von deinem normalen tagesablauf zurück zubekommen .deine unbewusste erwartungshaltung die dein körper/seele schon eingenommen hat zeigt das sich deine gedanken nur noch um dein" herzrasen " dreht .
bei welcher belastung fängt denn dein puls an zu rasen ?.
ein alternatives mittel zur unterstützung von vegetativen herzstörungen sowie angst/panik, kenne ich das  "Zincumvalerianicum"es ist ein homöopathisches mittel das mir selber oft schon geholfen hat .

lg kiki
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Rhini
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« Antworten #5 am: 27. April 2008, 19:15:22 »

Hallo, Lilla
Ich habe auch oft, trotz gesundem Herzen, Herzrasen oder Herzschmerzen. Da bei mir die Sympthomatik meistens von der Psyche kommt, setze ich mich hin, mit einem Blatt Papier und schreibe auf, was vor dem Beginnen gelaufen ist. Meist ist dann klar, dass ich wieder zu hektisch war, etwas nicht so gelaufen ist, wie ich es erhoffte oder es eine stressige Zeit ist... Dann kann ich diese Sympthome besser akzeptieren. Vor kurzem war mein Mann vierzehn Tage im Krankenhaus. Ich bin sehr von auf ihn angewiesen, da war es "normal", dass ich mit Blutdruck 180/120 die Wände hochkrakzelte. Dazu der erhöhte Puls, als wäre ich im Dauersprint!  Inzwischen ist er wieder da, es geht ihm gut und mir auch! Oftmals helfen auch Atemübungen oder ein Glas Wasser trinken.
Koffein würde ich übrigens genauso wie Alkohol meiden (nicht dass ich denke, du würdest trinken!).
Ich wünsche dir gute Besserung
(Übrigens ist ein Puls von 120 auf Dauer nicht in Ordnung oder meintest du doch den Blutdruck?)
Rhini
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DerSani
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« Antworten #6 am: 28. April 2008, 17:33:38 »

Hallo Lilla,

ich persönlich denke du befindest dich in einem Teufelskreis. Du hast Angst vor Herz rasen, diese Angst führt zur vermehrten Ausschüttung von Adrenalin und anderen Botenstoffen, was bei "realer" Angst auch völlig richtig ist.

Nur hast du genau davor ja Angst, also ein Kreislauf, deine Angst verursacht genau das wo vor du Angst hast.

Wenn du jetzt nicht sehr stark Über. (oder unter) gewichtig bist, ist ein hoher Puls bis 140 kein Problem, auch drüber kann ein gesundes Herz (und das hast du ja bereits geklärt) die Anstrengung gut aushalten. Ich selber hatte schon Pluswerte von 180.

Sieh es mal von dieser Seite: Du hast jetzt schon öfters dieses Herz rasen erlitten und lebst immer noch und bleiben Schäden.

Du könntest jetzt zwar noch dein Blut auf Kalium mangel untersuchen lassen, aber viel eher würde ich dir den Tipp geben es mal mit einer Verhaltenstherapie zu versuchen oder wenn möglich mit einem Aufenthalt in einer Psychosomatischen Klinik. Damit sich die Angsterkrankung gar nicht erst festsetzten kann.

lieben Gruß Oliver
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Rhini
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« Antworten #7 am: 28. April 2008, 18:20:37 »

Hi,
Oliver, ich kann mir nicht vorstellen, dass es dein Ernst ist, dass ein Puls von 140 ok wäre. Bei 180 gehörst du sofort in eine Klinik zur Kontrolle!
Ein normaler Puls liegt um die 80 Schläge pro Minute und wenn man Sport macht oder sich anstrengt, sagt man, dass 130 kurzfristig in Ordnung ist.
Deshalb auch meine Frage, ob eventuell der Blutdruck erhöht ist. Dabei kann man auch das Gefühl haben, dass das Herz rast.
Liebe Grüße
Rhini
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DerSani
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« Antworten #8 am: 28. April 2008, 19:22:10 »

@Rhini:

habe ich irgendwo geschrieben das 140 der normal Puls ist? Ich schreib wohl zu undeutlich, sorry.

Du hast Recht, der normale Ruhepuls liegt bei 80 / min, der eines Sportlers sogar nur bei 40 - 60 / min, aber einem gesunden Herzen macht es überhaupt nichts aus mit 140 / min zu arbeiten.

Es gibt eine Faustformel für die Maximale Herzfrequenz:

210 - (minus) Lebensalter

eine optimale Sportfrequenz errechnet sich

160 - Lebensalter

gruß Oliver
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lilla
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« Antworten #9 am: 29. April 2008, 11:56:31 »

In Ruhe ist mein Puls völlig normal, d. h. zwischen 60 und 80 und wenn ich mich bewege und zur Zeit ist es noch häufig so, daß ich dabei auf mein Herz achte, und ich merke es schlägt schneller, dann überfällt mich manchmal die Angst und durch die Angst.....
Ich hab sowieso in letzter Zeit oft ein komisches Gefühl im Brustkorb. Vielleicht sollte ich doch nochmal ein Langzeit-EKG machen lassen. Ansonsten ist mein Blutdruck eher niedrig. Deswegen nehme ich keine Betablocker. Bei einem Anfall rast der Puls bis um die 180 und der Blutdruck 160/100. Den letzten hatte ich vor reichlich 1 Woche und ich hoffe nicht gleich wieder. Zum Glück ist da der Herzrhytmus von allein nach einer halben Stunde wieder "normal" geworden.
Im KH hat man mir zu einer Ablation geraten, wenn es öfters auftritt. Aber davor hab ich ja noch mehr Bammel.
Übrigens,
kaffee und Alk meide ich seit Wochen, sogar mit Schokolade gehe ich im Moment gaaanz sparsam um. 
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DerSani
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« Antworten #10 am: 29. April 2008, 12:57:01 »

Hallo Lilla,

das hört sich sehr nach einer somatofonen Störung an. Sprich dein Nervensystem übertreibt es mit dem den Körperlichen Reaktionen. Ich kenne das. Bis ich in der Klinik war bin ich mehrmals täglich zum Spiegel gerannt und haben meine Pupillen kontrolliert und bin teilweise sogar mit einem Pulsmessuhr durch die gegen gelaufen.

Lass deinen Körper mal ruhig machen, der brauch keine Kontrolle. Es gibt 4 Ausfallsysteme fürs Herzen, dass kommt schon ganz gut ohne Überwachung klar.

Ich habe mich dann auch von Kopf bis Fuss untersuchen lassen, besser geworden ist es dadurch aber nicht. Es entwickelte sich eine Hypochondrische Neigung.

Versuchs doch erstmal mit einer psychosomatischen Therapie...
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Hoppel
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« Antworten #11 am: 29. April 2008, 13:50:00 »

Würde auch zur katheterablation raten, haeb diese grad hinter mir, ansonsten mußt Du nämlich lebenslang mit dieser sch...angst herumrennen. Die Weßkittel-aussage "nicht gefährlich" mag ja stimmen, da z.b. nur jeder 2-4 Schlag auf die Kammer übergeleitet wird, also es gibt schutzmechanismen vor Kammerflimmern u.ä., aber toll ist es natürlich nicht, die Angst bleibt.
lg
Hoppel
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kiki
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« Antworten #12 am: 29. April 2008, 14:21:32 »

.........vielleicht solltest du zur eigenen sicherheit  noch einen anderen cardiologen konsultieren,denn nach deinen eigenen angabe umgibt dich immer noch eine unsicherheit .

lg kiki
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DerSani
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« Antworten #13 am: 29. April 2008, 14:23:33 »

Habe ich was verpasst? Eine katheterablation ist doch primär bei Herzrhythmusstörungen angesagt und nicht bei Herzrasen? Ausserdem fnde ich die Aussage falsch, sonst musst du mit der Angst weiterleben! Ich habe das auch hinter mir und habe es ohne Medikamente mit einer reine Verhaltenstherapie geschafft.

So ein Eingriff ins Herz ist ja auch nicht ohne. Ich würde keine Eingriffe nur so machen lassen und hoffen das danach die Angst weg ist.
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Leonardo
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« Antworten #14 am: 29. April 2008, 18:07:28 »

Hallo Lilla,

habe auch früher immer dieses Herzrasen gehabt. Puls 180 Schläge und mehr pro Minute. Dachte mir blieb die Luft weg und ich müßte gleich sterben. War dabei ziemlich zerfahren und natürlich sehr nervös und ängstlich. Habe über Monate hinweg einen zu hohen Ruhepuls gehabt, aber auch dies überstanden.

Habe während dieser Zeit diverse EKG´s und Langzeit EKG´s machen lassen, mit dem Erfolg, dass da nichts ist. Alles normal, im grünen Bereich. Beruhigt hat mich dies alles nicht. Die Angst war halt da. Von daher kann ich Dich gut verstehen. Ist ein sch... Gefühl.
Habe durch meine Gesprächstherapie im Laufe der Jahre damit gelernt umzugehen. Und siehe da, kein Herzrasen mehr. 

Wenn ich hier lese, du solltest ruhig eine Herzkathetersierung dreht sich mir der Magen um. Lass die Finger davon. Es ist ein nicht ganz ungefährlicher Eingriff und birgt seine Risiken.
Solltest du es trotzdem machen lassen, kann ich Dir nur sagen, dass dies nichts, aber auch überhaupt nichts an Deiner Angst ändern wird. Also ein guter Rat: lass es. Es ist dummes Zeug und wird Dir nicht weiter helfen.

Helfen wird Dir auf Dauer nur die Auseinandersetzung mit Dir und Deinem Leben. Was Stimmt da zur Zeit nicht, dass sich Dein Geist über Deinen Körper Gehör verschaffen muss ? Welche Gefühle unterdrückst Du und dürfen nicht an die Oberfläche ? Diese Frage solltest Du Dir stellen und versuchen zu beantworten. Sofern Du noch keinen Therapeuten hast, solltest Du Dir schleunigst einen suchen, denn alleine wirst Du es nicht schaffen aus diesem Kreislauf herauszukommen. Dies zeigt meine Erfahrung am eigenen Leib.

Du kannst, wenn auch nur in einem bescheidenen Rahmen etwas dafür tun, damit es dir besser geht. Belaste Dich in einem Maße, wie es für Dich noch erträglich ist. Es wird Dir nichts passieren.
Mir hat es damals geholfen.

Sprich auch über Deine Sorgen und Nöte, denn dass macht den Kopf frei. Der Druck muss weg.
Dies wird aber einige Zeit dauern, aber Du kannst es schaffen.

Wünsche Dir alles Gute
Leonardo


 
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Leonardo
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« Antworten #15 am: 29. April 2008, 18:17:47 »

Hallo Lilla,

noch ein kleiner Nachsatz:
vermeide alle Stoofe, die anregend sind und die Nervosität steigern, wie z.B. Kaffee, Zigaretten usw.
Das hilft mit.

Gruß
Leonardo
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JEM
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« Antworten #16 am: 29. April 2008, 18:39:38 »

Hallo lilla,

eine Katheterablation ist nur bei medikamentös nicht behandelbaren Tachykardien eine Möglichkeit der Wahl.
Ob es bei dir medikamentös behandelbar ist, weisst du nicht, da du die Beta-Blocker nicht einnehmen möchtest.

Ich habe mit beiden Problemkreisen eigene Erfahrungen: 1993 wurde ich an der Mitralklappe operiert (kein Ersatz, sondern "Reparatur").
In der anschliessenden Heilbehandlung führte ich einen Schwimmversuch unter Telemetriebedingungen durch, d.h. mein Puls wurde beim Schwimmen (200 m-Strecke) mit Funk übertragen. Während des Schwimmens war der Puls auf Normwerten, als ich aus dem Wasser gestiegen war stieg der Puls schlagartig auf 220.
Der Arzt hat den Puls dann durch einen sog. Karotisdruck normalisiert, ich habe von dem erhöhten Puls gar nichts gespürt (lt. Arzt hätte ich eigentlich ohnmächtig werden müssen...).
Danach gab es Beta-Blocker und Untersuchungen an zwei Uni-Kliniken in Richtung Katheterablation.

In beiden Uni-Kliniken war die Aussage: Kann man machen, ob es hilft ist unsicher, aber wegen möglicher Komplikationen kann danach ein Herzschrittmacher nötig sein.

Ich habe dann über ein Jahr ca. 10 Langzeit-EKG's aufzeichnen lassen, habe danach den Beta-Blocker nach Rücksprache mit meinem Kardiologen abgesetzt und weitere Langzeit-EKG's machen lassen.

Fazit: Mit und ohne Beta-Blocker die gleichen Herzrythmusstörungen (Extrasystolen, Couplets) aber nie wieder wurde eine Tachykardie aufgezeichnet.
Ich denke die Tachykardie wurde damals dadurch ausgelöst, dass ich unbedingt wieder sportlich leistungsfähig sein wollte, also allein durch die psychische Anspannung.
Beta-Blocker: Senken den Blutdruck, habe ich auch verspürt, aber sie könnten dir die Angst vor dem Herzrasen nehmen.

Ich würde dir auch dringend zu einer psychosomatischen Therapie raten (Verhaltenstherapie und auch Gesprächstherapie), eine K.-Ablation würde ich mit dieser Indikation in keinem Fall vornehmen lassen.

Liebe Grüße

Jürgen


Noch ein Nachsatz für Leonardo: Ein "Herzkatheter" ist eine Untersuchung (sie ist auch mit Risiko verbunden), sie wurde bei mir damals zur OP-Vorbereitung durchgeführt.
Die Katheterablation ist ein Eingriff, hier werden durch hochfrequenten Strom Erregungsleitungen im Herzen unwiderbringlich zerstört. Die Risiken hier sind um ein Vielfaches höher als bei der Herzkatheteruntersuchung.
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Gesagt ist nicht gehört, gehört ist nicht verstanden. Verstanden ist nicht einverstanden. Einverstanden ist noch lange nicht angewendet. Angewendet ist noch lange nicht beibehalten.
[Konrad Lorenz]
kiki
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« Antworten #17 am: 29. April 2008, 20:49:25 »

..............muß kurz hier meinen senft dazu gebe.............nach all den berichten wird die arme wirklich an herzrasen leiden .primer geht man doch davon aus das dieser jungen frau nichts fehlt !.......................außer  ängste und herzrasen .( was bitteschön genug ist )....wobei das herz aber ok ist .............also kommt diese herzrasen doch von den ängsten .............. und man sollte es doch dabei belassen ..........ersteinmal ..

tschuldigung liebe lilla laß dich nicht verrückt machen .
lg kiki
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DerSani
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« Antworten #18 am: 29. April 2008, 23:42:28 »

@Lilla,

Kiki hat recht, lass dich nicht verrückt machen, zu viele Köche verderben den Brei.

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lilla
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« Antworten #19 am: 30. April 2008, 17:31:59 »

Zuerst einmal möchte ich mich für eure Beiträge bedanken! Und ich begrüße es, wenn es verschiedene Anschauungen gibt, das verwirrt mich nicht. So kann ich mich mit mehreren Möglichkeiten auseinandersetzen. Was die Ablation betrifft, habe ich jetzt von euch nochmal die Bestätigung bekommen, von dem Eingriff Abstand zu nehmen. Mir wäre auch das Risiko zu hoch und es ist ja nicht gesichert, daß damit die "Anfälle" ausbleiben würden. Ihr habt mir viel Stoff zum Nachdenken gegeben. Ich weiß noch nicht, was ich als nächstes tun werde, muss mir nochmal alles durch den Kopf gehen lassen. Bis bald!     
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Willi
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« Antworten #20 am: 30. April 2008, 19:35:07 »

Liebe Lilla,

Du hast den Thread hier zwar beendet, aber ich hätte noch die Geschichte von meinem Sohn Patrick zu erzählen. Patrick hatte Herzrasen wegen einem vereiterten Weisheitszahn.

Vor etwa sieben bis acht Jahren fuhr ich Patrick fast jeden Abend oder nachts ins Krankenhaus, weil er Herzrasen hatte und Angst hatte zu sterben. Im Krankenhaus ging anfangs alles wie mit Blaulicht, später aber lies man uns sitzen und warten, weil sie alle glaubten es sei psychosomatisch.

Wir gingen zu allen möglichen Ärzten und waren sogar in der Uniklinik Heidelberg, keiner hat den Fehler gefunden. Endlich kamen wir durch die Empfehlung eines Bekannten zu einem guten Zahnarzt. Der stellte fest, daß Patrick einen vereiterten Weisheitszahn hatte. Weisheitszahn raus, Herzrasen weg.

Die Diagnose im Nachhinein.
Der Weisheitszahn hatte eine permanente Entzündung im Körper verursacht. Dadurch haben sich auch ein paar Rückenwirbel entzündet. Ein Brustwirbel drückte dadurch auf den Erregernerv der den Herzrhythmus steuert.

Natürlich schickte der Zahnarzt Patrick dann noch zum Knochenarzt, der ihm die Wirbel wieder einrenkte.

Liebe Grüße
Willi
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« Antworten #21 am: 30. April 2008, 20:08:56 »

hallo willi ,

............hoffe das lilla deinen bericht noch lesen wird .

den körper  vorher gründlich  abschecken i,st eine pflicht ,eh man an psychosomatische probleme denkt., leider ist es heute vielerseits so ,das der patient selber viel wissen mitbringen muß ,um den arzt darauf aufmerksam zu machen das dies oder eventuell jenes noch untersucht werden muß
vieles ist  psychosomatisch ,aber eben nicht alles .

lg kiki
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« Antworten #22 am: 10. Mai 2008, 22:55:13 »

 :)hallo ihr lieben hier,auch ich leide seit ungefär fast 2 jahren unter herzrasen und vorher unter schlimmen panikattacken alles wie ihr wisst nach dem tod meines vaters. bin auch seit  dieser zeit in etlicher ärztlicher behandlung dewesen.... bis es hiess psychisch angst...ich glaubte dies damals nicht.aber nach den vielen untersuchungen immer alles okay....mein ruhepuls ist jetzt seit einiger zeit schon nach dem aufstehen bei 100 auch ich mache und mache mir sorgen weil es oft am tags ein auf und ab ist. erst dachte ich das sind meine medis.....aber nun weiss ich sicher es ist 100% meine ständige angstz ,überforderung ...der stress etc. macht das

und gerade habe ich leider nur noch strs und wieder diese extreme verlustangst. meine grosse 21 j. tochter jasmin hat jetzt am 9.4 den 2. todestag meines vaters die diagnose morbus hodgin bekommen .lymhdrüsenkrebs,erst hiess es stufe 2 anfangsatadium und nun haben sie noch einen tumor im kopf gefunden.......zurück zum herzrasen....nun seit dieser zeit macht mein körper dies täglich.....weil ich wieder nur traurig bin,überfordert...... jetzt weiss ich werde niemehr  wie früher.aber ich kann besser damit umgehen...auch stimmt es auf jahre gesehen ist es sogar herzshädigend,aber man kann etwas tun,alles was falsch läuft im leben versuchen gelassener zusehen. etc.ich weiss aus eigerer erfahrung.... das ist so v e r d a m m t   schwer. aber eine ander e wahl haben wir hier alle nicht.


ich bin so am ende mit der kraft wegen positiv denken  etc. aber es muss weiter gehen meine grosse braucht mich, sie hat jetzt 8 chemos vor sich und danach noch 15bestrahlugen
.die 1. hat sie gestern bekommen.....in 3 wochen wird sie keine haare mehr haben. und ich als ihre mutter kann nichts tun, nichts ausser sie weiter zu lieben und so gut es geht ihr beistehen.und mein nun wieder ständig hohen puls aushalten.ich bin trotz meines wieder unsagbaren schmerzes zuversichtlich ,sie wird wieder gesund
. herrgott lass meine grosse wieder gesiund werden .

ganz liebe grüsse euch allen hier

die angst hat eine macht.aber wir haben verstand, wir müssen kämpfen egal wie.

eure doris :)ich hätte so gerne wiedermal was erfreuliches geschrieben,
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liebe grüsse doris
JEM
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« Antworten #23 am: 12. Mai 2008, 23:50:37 »

Liebe Doris,

ich denke viele haben deine Worte gelesen und mit dir gefühlt!

Im Moment geht es vor allem darum, deine Kraft zu erhalten, damit du deine Jasmin unterstützen kannst!
Also musst du deshalb noch mehr auf dich achten, damit du sie mit deiner ganzen Liebe und Kraft für sie da sein kannst.
Du hast nicht genau beschrieben, wie deine ärztliche / psychiatrische Betreuung aussieht, aber hole dir bitte davon jede Hilfe, die möglich ist!

Ich wünsche dir und deiner Tochter Kraft und Zuversicht!

Liebe Grüße
Jürgen
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« Antworten #24 am: 17. Mai 2008, 17:07:44 »

hallo ihr mitfühlende,danke für eure anteilnahme.doch ich bin in ärztlicher behandlung,auch nehme ich noch 25 mg doxepin nachts .aber ich habe dieser angst auch meinen innerlichen kampf angesagt.ihr könnt euch sicherlich vorstellen,was es für mich jetzt als mutter heisst,als mutter die immer schon ängstlicher war,das es mir so unsagbar weh tut,das meine jasmin jetzt so eine schrecklichen leidensweg vor sich hat.jetzt am freitag hat sie ihre 2. chemo. sie ist so unglaublich stark,ich würde am liebsten nur noch weinen.....aber ich reiss mich irgendwie zusammen,für sie,aber mein körper macht was er will,es sind mit sicherheit diese unterdrückten ängste ,die jetzt wieder ständig besonders wenn ich mal zur ruhe komme mit herzrasen,ständig das gefühl zu ersticken ,ja und seit neuestem auch herzschmerzen,und mein linker arm ist ständig pelzig,all das hat sich seit ca. 4 wochen sehr stark verstärkt. ich kenne diese symptome alle schon...versuch so gut es geht sie zu ignorieren......wann kann ich mich wieder einigermassen auf meinen körper verlassen,denn ich habe auch jetzt wieder sehr grosse angst doch noch einen infarkt oder am plötzlichen herztod zu sterben....ich weiss aber das ich organisch völlig in ordnung bin.seit dem tod meines vaters,habe ich nur noch leider negativers erleben müssen und nun noch das .ich bin nach wie vor ein e kämpfernatur aber meine kraft verlässt mich von tag zu tag.denkt nicht ich habe angst zu sterben,nein ich habe anst meine geliebte tochter zu verlieren....angst jetzt schon davor was sie in solch jungem alter alles noch durchmachen muss....jeden tag bitte ich den herrgott er soll mir kraft schicken,dies alles zu bewältigen,und meinen körper mit meiner seele wieder in einklang bringen......angst hat so eine macht,aber wir haben verstand irgendwie kann man dies sch...angst überwinden.....al erste kommt der gedanke....mir geht es sehr schlecht aber trotz allem ,bitte ich hier lebt ,geniesst jeden tag als wäre es euer letzter.......


in tiefer verbundenheit
eur doris Smiley
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