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Rhini
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« Antworten #4 am: 22. Mai 2008, 13:15:14 » |
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Hi, Klaus, Einen langen "Leidensweg", den du hinter dir hast. Depressionen haben eine Ursache und die Frage ist, ob diese schon erkannt ist. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten, nicht zuletzt eine Persönlichkeitsstörung, die man, so vorhanden, zumindestens als Grundlage nehmen muß. Genauso ein traumatisches Erlebnis! Man kann noch so oft sagen, die Welt ist bunt und schön, wenn es in der Tiefe nicht erkannt und begriffen werden kann, weil dort Blocker sitzen, die dies nicht zulassen. Medis sollten als Hilfsmittel genutzt werden und dienen in unserem Fall nicht zur Heilung. Man kann damit lediglich das derzeitige Gefühl beeinflussen und, meiner Meinung nach, wenn sich das Gefühl ändert, helfen die Mittel oft nicht mehr. Ich möchte niemanden zu nahe treten, aber wir sind "Spinner", weil wir uns in diesem System nicht angemessen bewegen können. Meine Kollegen haben meine Schwachpunkte auch ausgenutzt, mich insofern gemobbt, solange ich es ertragen konnte. Irgendwann ging es nicht mehr und ich bin zusammen gebrochen. Das war kein eigentliches "Burnout", sondern die Folge jahrelangens Verstellen meiner Person. Ich wollte ja "funktionieren", anerkannt werden... Ich konnte meine Fassade nicht mehr aufrecht erhalten. Durch die eigene Hilflosigkeit wird man leicht zum Opfer, wird eben unter Umständen beschissen oder unterdrückt. Letztlich möchte man vielleicht nur noch fliehen, sich dem Ganzen entziehen. Aber vielleicht hast du auch schon mal etwas von "Angstbeißen" gehört? Das würde die Ausraster erklären. Manche Choleriker ertragen sich selbst oder die jewailige Situation nicht mehr und rasten aus in ihrer Hilflosigkeit (Es gibt auch solche, die es einfach nur in Ordnung finden, wenn sie um sich schlagen können). Der Partner an der Seite muß sehr stark und beherrscht sein, um soetwas auf Dauer zu ertragen. Vor allem muß er wissen (!), dass nicht er das Angriffsziel ist! Da helfen nur Gespräche, die die Situation aufklären können. Leider sind wir nun mal auch "anstrengend" für den Partner und es sind nur wenige in der Lage, so viel zu verkraften. Sie haben sich ihr Leben mit uns anders vorgestellt, oder? So sollten wir nicht nur Verständnis fordern, sondern auch selbst aufbringen! Nun gut, lärmempfindlich zu sein ist ein Sympthom der Krankheit oder Störung; zugleich aber auch ein Hinweis darauf, dass die Grenzen erreicht sind. Nervosität, Müdigkeit, Schlaflosigkeit... das sind alles Zeichen, etwas zu ändern. Nun kann ich mir vorstellen, das du sagst, du "versuchst" es ja seit dreißig Jahren, aber es hat dir nichts gebracht. Mir geht es ähnlich, nur dass inzwischen meine Welt so klein und eng ist, das ich es keinem wünsche. Inzwischen schaue ich darauf, was ich will, was ich schaffen (fast nichts) kann und wer mich umgibt (zZ sehr wenige Personen). Ich suche mir "Räume" wo ich ICH sein kann, wo man mich ICH sein lässt. Das ist schwer, aber besser, als sich immer nur zu quälen und zu fragen, warum mache ich das überhaupt. Spiel für dich alleine oder mit Hilfe deines Psychiaters/Therapeuten die "was wäre wenn" Situationen durch. Zum Beispiel, wenn du dir einen anderen Job suchen würdest, oder woanders hinziehen würdest oder, oder, oder... Ich denke, neue Perspektiven aufzutun, an denen man "arbeiten" kann, könnte unter Umständen hilfreich sein... Nun habe ich mich genug ausgelassen und vielleicht ist etwas bei, was dir hilft. Bis dann Rhini
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