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Angstnetz Forum
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Autor Thema: Soziale Phobie - andere bemerken es mehr als ich dachte  (Gelesen 2696 mal)
idi2
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Beiträge: 15



« am: 21. Mai 2008, 02:14:47 »

Also, ich habe zwar Gefühle, aber zeige sie nicht.
Unterdrücke meine Gefühle so stark,
dass sie fast nicht existieren.

Versuche mit klassischer (eher langweiliger) Kleidung
mein Körperprofil zu verschweigen.
weil ich Angst vor Zuneigung, Emotionen, Weiblichkeit habe.

Stehe immer "über" den Dingen.
Nichts kann mich aus der Ruhe werfen,
selbst wenn andere auf mir herum hacken,
nehme ich es gelassen hin.

Meine immer, die anderen reden schlecht über mich.
Kann keine Kritik vertragen,
keine äußern,
kann nicht diskutieren,
bin nicht schlagfertig.

Habe oberflächliche Kontakte,
damit man nicht merkt,
wie gehemmt ich bin.

Kann lächeln und wunderschön
die "Lockere" spielen
wobei ich schon einmal hörte,
dass das steif gewirkt hat.

Meine positiven Worte
stimmen nicht mit meinen
nonverbalen Signalen
überein

Ich bilde mir ein,
dass ich keine Agressionen habe
gegen niemand
aber sie äußern sich in Angst

um dies zu überspielen
kann es passieren
dass ich jemand anspreche,
völlig unsensibel anspreche,
der mich nicht leiden kann.

Dadurch mache ich alles noch schlimmer.

Das Feingefühl fehlt mir
und das Fingerspitzengefühl

Ich trete viel in Fettnäpfen
merke es oft gar nicht

Manchmal
will ich offen sein
mich nicht verschließen
und bin dabei
unangenehm plump

Meine Eltern
bzw. mein Vater besonders
ist genauso
kämpft gegen soziale Phobie
ist oft plump unsensibel

meine Mutter hat keine soziale Phobie
ist aber zu direkt
Sie sagt Leuten alles auf den Kopf zu
und gibt viele Ratschläge
das habe ich auch ein bisschen übernommen

aber im Inneren
überwiegt
die Angst
die ich mir selber
bis heute
nicht eingestanden habe

Mir hat jemand die Meinung gesagt
hat mir alles vor den Kopf geknallt
da hab ich gegoogelt
und Euer Forum gefunden
und zuletzt
das Wort
soziale Phobie

Diese harte Kritik
traf mich sehr
aber
nun bin ich aufgewacht

Was kann ich tun?
Gespeichert

Bisher war ich Stein/Asphalt und hab meine Gefühle und die der anderen zugeschüttet.
Jetzt bin ich die kleine Blume, die zugeteert wird.
Wann werde ich dahin kommen, durch all den dicken Asphalt aufwärts zu wachsen, bis ich ihn gesprengt habe?
Sister Moonshine
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Beiträge: 556



WWW
« Antworten #1 am: 21. Mai 2008, 08:50:39 »

Meine liebe idi,

herzlich willkommen in diesem Forum.
Vieles, vieles hast Du geschrieben, was nicht nur für eine soziale Phobie gelten kann, sondern für viele andere psychische oder psychosomatische Krankheitsbilder auch.

Was Du tun kannst?

Dich hier versuchen, ein wenig zu öffnen, Du hast schon so gut begonnen.
Dir hier ein wenig Kraft, Mut und Zuversicht holen, und manches Mal auch eine Umarmung  Rotwerd

Du kannst Dich hier austauschen mit uns, bei uns, von Dir berichten, und Deinem Ich vielleicht auf die Spur kommen, wenn Du willst.  Grinsen

Ich erkenne mich in vielem, was Du geschrieben hast, ganz extrem wieder, besonders, was die ersten neun Absätze angeht!!!

"Make yourself at home", hoffe, Du wirst Dich hier wohlfühlen.

Liebe Grüße, Sister Moonshine
Gespeichert

    ~ Please help me to keep my mind open to the public ~
Rhini
Stammposter
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Beiträge: 833


« Antworten #2 am: 21. Mai 2008, 11:49:40 »

Hi, Idi
Von mir auch erstmal ein Willkommen.

Sister Moonshine hat recht, dass vieles was du schreibst auf verschiedene Stöhrungen hindeuten kann, aber auch auf einen Wesenzug von dir, der Ansatzweise zu deiner Persönlichkeit gehört, nur nicht im richtigen Maße eingesetzt wird.
Nun ist die Frage, inwieweit dein Verhalten dein Leben beeinflusst, ob du darunter leidest, ob es dich zB in Ausübung deiner Arbeit beeinflusst? Sollte dies der Fall sein, wäre ein Besuch eines Psychologen oder Psychiaters ratenswert. Dort kann man klären, ob mit Hilfe einer Therapie deine Haltung gegenüber anderen Menschen in für dich bessere Bahnen gelenkt werden können.

Andere bemerken es... Natürlich und sicher nicht erst jetzt. Wenn ich zurück denke, so hat schon im Teenalter jemand zu mir gesagt, das mein Verhalten oft nicht angemessen ist. Aus den Erzählungen meiner Mutter weiß ich, dass ich als Kleinkind schon auffällig war...
Viele "Kritiken" haben mich dazu gebracht, mich in so vielen Bereichen zurück zu nehmen. Ich war zum Schluß nicht mehr ich selbst, nur eine Marionette, deren Fäden andere zogen.
Und, wie bei dir, tat ich meinen Mund auf, wurde ich polternd und laut. Aus Angst, nicht mehr gehört zu werden, aber auch aus Wut über meine Hilflosigkeit.
 
Andere sehen es, lehnen ab, nutzen aus oder verurteilen, aber die wenigsten werden die Hand reichen und fragen, was ist mit dir, was fehlt, was möchtest du; das ist leider das System, in dem wir leben.
Nun, hier hast du einen Platz und fast immer auch ein Ohr; kannst Wut und Traurigkeit, aber auch Gedanken und Ideen herauslassen, wenn du es möchtest.
Liebe Grüße
Rhini
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Fridolin
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Beiträge: 568



« Antworten #3 am: 21. Mai 2008, 12:47:48 »

Hi Idi
Erstmal herzlich willkommen!
Als ich deinen Bericht gelesen habe, dachte ich, hier schreibt eine sehr sensible Person.
Deine Gefühle äußerst du, deine Bedürfnisse erkennst du, der erste Schritt ist getan.
Viel Kraft und Energie
Gespeichert

Fridolin Steinpalme
JEM
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« Antworten #4 am: 21. Mai 2008, 13:59:32 »

Hallo idi2,

auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum!

Wie schon oben gesagt, wurde kann Deine sensible Selbstanalyse auf verschiedene Störungen hindeuten, es ist aber Deine subjektive Analyse.

Deswegen wäre es sicher sinnvoll diese Eigen-Analyse einem Psychiater vorzulegen, der sie dann hinterfragen kann, um sie zu objektivieren. Danach kann auch eine bessere Aussage zu Deinem Zustand gemacht werden und wie es weitergehen soll.

Ich wünsche Dir Kraft und alles Gute!

Liebe Grüße
Jürgen

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Gesagt ist nicht gehört, gehört ist nicht verstanden. Verstanden ist nicht einverstanden. Einverstanden ist noch lange nicht angewendet. Angewendet ist noch lange nicht beibehalten.
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idi2
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« Antworten #5 am: 21. Mai 2008, 22:18:10 »


@an Euch alle
Hallo Ihr Lieben alle!
Ihr habt mir ja heute alle einen tollen Start gegeben.
Euch allen einen herzliches dickes und rundes "Dankeschön" - ich hoffe, meine Offenheit wird wachsen - zunächst zu Euch.
Ich versuch, Euch der Reihenfolge nach zu antworten.
Zunächst
@Sister Moonshine
Liebe Sister,
vielen Dank für den farbigen Kommentar, die Wünsche für viel Kraft, Mut und Zuversicht,
die Umarmung  Rotwerd, der Möglichkeite des Austauschens, von mir zu berichten,
meinem Ich auf die Spur kommen...das ist alles das, genau das, was ich will...
Danke für den netten Spruch "make yourself at home".
werd mir deshalb sofort mal einen (coffeinfreien) Kaffee machen!!! Danke
(das müsste ich mir öfter - in allen möglichen Lebensumständen sagen!!!!!)
Ja, das werde ich versuchen -
Ihr habt mir alle ja heute einen tollen Start gegeben.
Danke auch für den Wunsch, mich hier wohl zu fühlen und für die lieben Grüße.
Ebenfalls ganz herzliche Grüße von idi
Gespeichert

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Jetzt bin ich die kleine Blume, die zugeteert wird.
Wann werde ich dahin kommen, durch all den dicken Asphalt aufwärts zu wachsen, bis ich ihn gesprengt habe?
idi2
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« Antworten #6 am: 21. Mai 2008, 22:37:49 »


@Rhini
Liebe Rhini!
Oh, das war ein bisschen viel.  Rotwerd
Macht mich betroffen, dass Du auch (solche) Probleme hast.
Nun, aber Du hast mir ja auch Mut gemacht.
Ja, zu einem Therapeuten werde ich gehen.
Habe schon 2 Schnupperstunden gemacht.
In 2 Wochen ist die nächste.
Denn es betrifft wirklich meinen Beruf.

Das Gute / Fatale war,
dass mein auffälliges Verhalten
von meinen Freunden, Verwandten
immer toleriert wurde
u. alle dezenten Hinweise
schmetterte ich ab - und man ließ mich...
man ließ mich in dem Glauben,
mit mir sei alles in Ordnung.

Habe mich dann in den vergangenen 20 Jahren
oft gefragt, warum so vieles an der Arbeit
nicht funktioniert
und immer anderen die Schuld gegeben.

Ich bin total dankbar
für die Person  Kotzen
die mich jetzt die Tage
so hart kritisiert hat.

Ist ja klar!
Na ja - sozusagen
lebensuntüchtig
in der rauhen Welt

Jetzt verstehe ich vieles

Habe in 14 Tagen mit einem Vorgesetzten ein Gespräch.
Es ist schon einmal sicher gestellt, dass ich deswegen nicht rausgeworfen werde.
Er hat gesagt, er hat auch selbst mehrmals im Leben Therapie gemacht.
Das ist doch vertrauensvoll -
dass er mir das anvertraut.
das könnte ich ja ebensogut weitersagen...

Danke, dass Du mir geschrieben hast,
dass ich ein offenes Ohr finde!  Grinsen

Viele liebe Grüße
idi
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« Antworten #7 am: 21. Mai 2008, 23:02:02 »

Hi Idi
Erstmal herzlich willkommen!
Als ich deinen Bericht gelesen habe, dachte ich, hier schreibt eine sehr sensible Person.
Deine Gefühle äußerst du, deine Bedürfnisse erkennst du, der erste Schritt ist getan.
Viel Kraft und Energie

Hallo Fridolin, (schöner Name - erinnert mich an irgendein Kinderbuch...weiß es nicht mehr...)
ja, danke, dass Du das schreibst, mit dem Sensiblen.
Ja, das wollte ich jahrzehntelang verleugnen, dass ich sensibel war und bin.
Doch so langsam komme ich dazu, dieses zu akzeptieren.
Muss aber noch viel unternehmen, um wirklich auch zu dieser Sensibilität zu stehen -
und nicht immer die Starke zu makieren.
Innerlich akzeptieren, Gefühle auf einer anonymen Seite zu äußeren,
Bedürfnisse erkennen -
aber trotzdem : zu alledem  n i c h t  zu stehen im Alltag -
sehr schade!
Danke, dass Du mich ermutigst: der Anfang ist gemacht!
Ja, da will ich dann auch
weiter machen!
Danke für den Wunsch von Kraft und Energie!
Kannst mir auch ruhig weiterhin
viel Sensibilität  Erstaunt
wünschen,
denn das ist es ja, was ich länger
nicht verleugnen will.
Danke.
idi
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« Antworten #8 am: 21. Mai 2008, 23:15:48 »

Danach kann auch eine bessere Aussage zu Deinem Zustand gemacht werden und wie es weitergehen soll.

Hallo Jürgen!
Ja, das stimmt!
Werde aber dort nicht meine hier veröffentlichte Analyse
vorlegen,
sondern werde diese dezent - umschreiben:
Stück für Stück,
da beide Berater:
sowohl die Therapeutin als auch der Vorgesetzte
mit Vorsicht zu genießen sind.
Sie sind beide gut drauf - und auch vertrauenswürdig,
aber ich hab früher immer
einen Fehler gemacht:
So offen und noch viel offener
als hier im Forum
war ich dann auch im Alltag
und habe mich "ausgesprochen"...
Aber das war oft zu viel  Rotwerd
und das Ergebnis war,
dass der Gesprächspartner
überfordert war -
und mich in eine Schublade steckte.

Die Erfahrung habe ich leider auch
schon früher
in einem Therapiegespräch gemacht.

Bin jetzt etwas vorsichtiger
geworden.
Aber im Prinzip
hast Du Recht.
Danke
idi
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JEM
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« Antworten #9 am: 22. Mai 2008, 12:01:25 »

Hallo idi,

ich möchte nochmal klarstellen, was ich oben gemeint habe:
Die Diagnose stellt ein Psychiater, Therapeuten sind für die auf der Diagnose basierenden Therapien zuständig.
Wenn man dem Psychiater nicht alles offen darlegt (darlegen kann) verschwendet man Zeit und Geld. Ein guter Psychiater wird auch "das nicht Gesagte" herausfinden, aber er benötigt ein Mehrfaches der Zeit  dazu.
Zurück zu Deiner Frage: Was soll ich tun?
Als erstes: Entscheide für Dich selbst, ob du krank oder gesund bist!
Wenn Du entscheidest, Du bist gesund, dann musst Du nichts tun.
Wenn Du das nicht mit ja beantworten kannst, dann würde ich Dir empfehlen mit einem Psychiater zu reden, dies dann aber völlig offen. Denn nur so kann er optimal an Deiner Gesundung mitwirken.

Ich wünsche Dir gute Gedanken!

Liebe Grüße
Jürgen
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« Antworten #10 am: 22. Mai 2008, 18:45:35 »

Hallo Jürgen!
OK, verstehe. Ich bin schon seit 25 Jahren in psychiatrischer Behandlung
 - Auslöser war eine Art Nervenzusammenbruch -
bloß die Diagnose war nie so detailliert.
Es hieß einfach nur "Psychose", welche immer dann wiederkehrte, wenn ich die Medikamente versuchte, abzusetzen.
Das hatte aber mehr mit Angstzuständen allgemein zu tun - Du kennst ja bestimmt die Geschichte: man meint, es gäbe ein Spionagenetz, die einen persönlich beobachten...
Aber das verschwand immer wieder, wenn ich die Medikamente nahm.

Das jetzt mit der Erkenntnis über die soziale Phobie ist mir jetzt erst gekommen nach der Kritik dieser einen Kollegin.
Ich habe aber schon vor einem Jahr meine Therapeutin aufgesucht, wegen "allg. Schwierigkeiten mit den Kollegen", weil ich ahnte, dass es an mir liegt.
Nun, nach einem Jahr, hat sie einen Therapieplatz frei.
Aber vor einem Jahr hat sie mich wirklich sehr schnell in eine Schublade gesteckt, wie ich schon sagte, weil ich einfach zuu offen war - und sie mir alles im Munde herum drehte und mich schon damals in der "Schnupperstunde" versuchte, zu therapieren, indem sie mir Tipps gab, die ich gar nicht wollte - und meine eigenen Vorstellungen nicht akzeptierte, bzw. viel zu wenig darauf einging.

Nun, ein Jahr später, nach vielen Rückschlägen mit meinen Kollegen, wo ich gelernt habe, nicht allzu offen zu sein, rede ich jetzt mit der Therapeutin auch ganz anders.
Wenn es um einen sensiblen Punkt geht, rede ich erst um den heißen Brei und versuche es so zu formulieren, dass sie es auch akzeptiert.
Mittlerweile behandelt sie mich wirklich als erwachsene Persönlichkeit (vielleicht weil ich mich auch mehr dementsprechend verhalte und äußere) - und es scheint, dass wir gut miteinander auskommen.
Wenn ich ihr allerdings die hier veröffentlichte Liste im Zusammenhang über meine sozialen Phobien geben würde, wo wir gerade erst in der Anfangsphase sind, dass sie meine Lebens- und Familiengeschichte erforscht, wäre das zu früh.
Vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt oder nur auszugsweise oder häppchenweise - so, wie es gerade passt...
Verstehst Du?  Rotwerd
Gruß idi
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« Antworten #11 am: 22. Mai 2008, 19:05:27 »

Hallo idi,

Nur damit wir nicht aneinander vorbei reden  Zwinkernd:

Bist Du seit 25 Jahren bei einem Psychiater oder bei einem Psychotherapeuten?

Und wer hat die Diagnose "Psychose" erstellt?

Liebe Grüße
Jürgen
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« Antworten #12 am: 22. Mai 2008, 20:45:12 »

Hallo Jürgen,
Bin seit 25 Jahren bei einem Psychiater und seit ein paar Wochen bei einem Therapeuten.
War noch nie längerfristig in Therapie und noch nie per Krankenkasse.
Immer nur privat - und dann nur für ein paar Wochen bei den verschiedensten Organisationen.
Wenn die 5 - 10 Schnupperstunden gut verlaufen, wird die Therapie 1 - 2 Jahre dauern.
Die Diagnose hat der Psychiater erstellt.
Gruß Heidi   Grinsen
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« Antworten #13 am: 23. Mai 2008, 03:20:56 »

Hallo Heidi,

25 Jahre sind eine lange Zeit und ich wundere mich schon, dass Dir von Deinem Psychiater erst jetzt eine Therapie empfohlen wurde.
Nutze bitte die Therapie als Chance, sei offen, so offen wie Du es eben sein kannst und lasse hier im Forum immer wieder einmal etwas von Dir hören.
Stelle auch gerne jetzt schon weitere Fragen, wenn noch welche da sind!

Ich wünsche Dir Gutes!

Liebe Grüße
Jürgen
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« Antworten #14 am: 31. Mai 2008, 21:31:02 »

hallo jürgen

War zwar 25 Jahre jeweils bei 'nem Psychiater. Aber jeweils bei einem anderen. Anfang der 90er zum ersten Mal in einer Tagesklinik 3 Monate, habe den Kontakt zu meinem Psychiater dann aber unerbrochen, weil es der war, den meine Mutter mir vor dem Abi ausgesucht hatte. Bin dann immer nur einmal im Jahr zu ihm mir die Depot-spritze abholen. hab sie immer wieder versucht, auszulassen, aber nach kurzer zeit kamen die psychotischen symptome wieder.


also holte ich mir wieder eine spritze ab. das ging so weiter bis 1997.ich war mal wieder ganz fest davon überzeugt, mir "meine" spritze dieses mal nicht abzuholen.Da lenkte der liebe Gott meine Schritteoh wunderdankeich ging - freiwillig - zu einer Ernährungsberatung, weil ich immer so viel abnahmüber diese Ernährungsberatung bekam ich dann kontakt zu einem anderen psychiaterund seit dem nehme ich die medikamente freiwilligkleine dosen jeden tagund könnte noch viel positives vom psychiater-wechsel erzählen.Bin dadurch erst mal richtig stabil geworden.2000 dann Umzug 65 km weiter. Wieder Psychiater-Wechsel.Dieser Psychiater war so mein gewünschter Ideal-Vater-Typda mein Vater ziemlich still warund ich kaum gespräche mit ihm hatte.

dieser psychiater nahm sich immer sehr viel zeit für mich. meistens 45 bis 60 minuten.und das brachte mir echt viel.von mensch zu menscher hatte natürlich keine therapeutische ausbildungnur seine frauaber zu der wollte ich nicht - und die hatte kaum termine freidann 5 Jahre später wieder Umzug gleiche entfernungder nächste Psychiater sagte: nein, keine gespräche -da habe ich die ausbildung nicht dafüraber sie können gerne eine therapie machensuchen sie sich einen therapeuten.ich gebe ihnen dann überweisung.das hat dann 2 jahre gedauert,bis therapeutin gefunden.

kam auf die warteliste1 jahr später - jetzt - als ich es so dringend nötig hatte, wie noch niekamoh wundergott sei dank"der platz ist frei"war beim schnupper-termin überhaupt nicht mir ihr klar gekommenaber sagte aus der not heraus zu.ich habe mich dermaßen verändert in dem einen jahrund sie vielleicht auchdass wir super miteinander auskommenbin total frohvon ihr beraten zu werdenund so weiter und so weiter
echt klasse
so bin müde
gute nacht
o entschuldigung dass ich erst heute antworte,war so total im stress,hatte die meldung im postfach einfach weggeklickt.verstehste?ok alles gute alles liebe
und vielen dank für deine antwortgute nachtruhegruß idi
tschuldigung,
es ist irgendwie alles zusammen gerutscht.
hab jetzt keine lust mehr zum verbessern
hab ja auch alles klein geschrieben
verzeih Hä
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Iwi
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« Antworten #15 am: 07. Juli 2008, 00:36:10 »



Stehe immer "über" den Dingen.
Nichts kann mich aus der Ruhe werfen,
selbst wenn andere auf mir herum hacken,
nehme ich es gelassen hin.

Mir hat jemand die Meinung gesagt
hat mir alles vor den Kopf geknallt



Hallo idi2!

Ich war eine zeitlang nicht aktiv hier, aber mich interessiert was du geschrieben hast von dir!

Für mich klingt das erste "stehe immer über den Dingen..." nach einer sehr männlichen Haltung, die erstmal nur Unantastbarkeit und Autorität signalisiert.
Meine Familie bestätigt mich in solchem Verhalten auch eher! Das gefällt mir zwar nicht, aber mehr als dass sie in manchen Situationen emotionales Verhalten anzunehmen lernen, kann ich nicht fordern. Den Rest des Weges zu meinen Gefühlen, klingt doof, ich meine: die  Brücke schlagen, muß ich selbst. Das ist ein harter Kampf. Und ich mache seit einigen Wochen eine Analyse, die mir helfen soll. Und die ich intensivieren will, wozu mir der Therapeut auch sein ok gegeben hat. Jetzt brauchen "er und ich" nur noch die Zeit dafür.

Wer und in was für einer Situation hat dir das an den Kopf geworfen? Klingt nach Beziehungsstress, aber ich will nicht zu sehr in dich dringen. Was war denn das Thema, auf das du nicht reagieren wolltest?

Beste Grüße von Iwi  Augen rollen
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idi2
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« Antworten #16 am: 08. Juli 2008, 20:02:19 »

@ iwi
Danke fûr Deine Antwort
Bin gerade im Urlaub, deshalb nur kurz:
Es ging um meine Klassenkameraden, die mich im ersten Jahr regelmässig fertig machten...
und immer mehr hackten, weil sie meinten, es käme nichts bei mir an.
Später evt. mehr.
Schreib mal wieder.
Danke
idi
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Iwi
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« Antworten #17 am: 09. Juli 2008, 11:05:40 »

Liebe idi2,

na, wenn mich jemand fertig macht, sehe ich meistens auch nicht, was ich damit anfangen soll. Kein Wunder, dass du dich davon abgrenzen wolltest. Interessant, wenn es dann diese Wendung nimmt, dass du dich mehr mit dir befassen möchtest.

Grüße in den Urlaub:-) Iwi
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JEM
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« Antworten #18 am: 09. Juli 2008, 19:14:03 »

Hallo idi2,

auch ich habe Deine Antwort jetzt erst gelesen , nachdem sie Iwi wieder hochgeholt hatte!

Wenn Dir Deine jetzige Thera etwas gibt dann nutze das aus bitte!

Auch von mir Grüße in den Urlaub!

Liebe Grüße
Jürgen

Gespeichert

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