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Angstnetz Forum
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Autor Thema: Die ewige Angst  (Gelesen 1836 mal)
Nelli
Juniormember
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Beiträge: 9


« am: 04. Juni 2008, 12:38:19 »

Hallo.

Ich war wirklich erleichtert als ich das Forum entdeckt habe und feststellen durfte dass ich nicht alleine auf der Welt bin.

Habe schon viel gelesen hier und dachte mir, vielleicht weiss ja wer von euch Rat; hat Tipps oder mag einfach nur mein Leid mit mir teilen  Smiley

Ich laufe jetzt schon einige Jahre mit meiner Angst durchs Leben. Mal schlimm - Mal weniger schlimm.

Häufig erwischt es mich absolut unvorbereitet... Wie wohl viele hier. Eigentlich ständig habe ich Angst vor Krankeiten. Seit Januar  leide ich ständig unter unerklärbaren Bauchschmerzen; Kribbelt meine Hand denke ich ich bekomm nen Schlaganfall; piekst es bisschen in der Brust ist es der Herzinfarkt; Kopfschmerzen sind natürlich der Turmor; bei der kleinsten Schnittwunde wird ständig auf eventuelle Blutvergiftung untersucht usw.... Ich könnte die Liste noch ewig fortsetzen.

Mein Arzt hat mich zu einem Psychotherapeuten überwiesen. Natürlich wohne ich auf dem Land und bekomme daher keinen Termin.

Nun meine Frage: Hat jemand eine Idee wie ich evt früher an einen Termin komme ausser über die Tagesklinik oder den Kur(urlaub)? Ich hab es auch schon bei der Lebensberatung versucht - Aber ausser eine Liste der Therapeuten haben die mir auch nicht weitergeholfen.

Auch über eure Erfahrungen und ähnliches würde ich mich freuen  Smiley
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Sister Moonshine
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Beiträge: 556



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« Antworten #1 am: 04. Juni 2008, 13:41:16 »

Hallo liebe Nelli.

ein herzliches Willkommen hier im Forum ! Schön, dass Du hergefunden hast.
Dieser Satz in Deinem Thread :

"Natürlich wohne ich auf dem Land und bekomme daher keinen Termin."

den verstehe ich nicht ganz. Was hat denn das Eine mit dem Anderen zu tun? Oder habe ich etwas übersehen?  Rotwerd  (Vielleicht bin ich als "Städter" auch nicht ganz auf dem laufenden...)

Ich kenne Deine Krankheitsängste nur zu gut, ich habe mich auch lange damit herumschlagen müssen.
Du solltest, wenn irgend möglich, die Psychotherapie angehen und dranbleiben. Vielleicht magst Du ja noch etwas mehr über Dich und Dein Leben erzählen?

Ich freue mich, von Dir zu hören !

Deine Sister Moonshine
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moses05
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Beiträge: 209


« Antworten #2 am: 04. Juni 2008, 20:01:57 »

Hi Nelli,

komme auch vom Land und das Problem mit Terminen kenne ich zu gut. Wenn du hier mal einen Termin brauchst, dann must du schon ein halbes bis ganzes Jahr warten. Für ein Städteler kaum nachzuvollziehen.
In der Zeit wo es mir ganz schlecht ging, bin ich ins Ruhrgebiet gefahren und habe da von einer Woche zur anderen einen Termin bekommen.
Ich persönlich lebe mit der Angst bzw. akzeptiere sie und versuche so klar zu kommen. Es funktioniert und wie du schon schreibst......mal so und mal so.
Angst gehört zu mir und macht auch meine Persönlichkeit aus. Wenn ich zurück denke, dann hätte ich damals die Einstellung auf keinen Fall akzeptiert.
Ich für mich habe herausgefunden, das ich besser damit klar komme, wenn ich meine Angst annehme und bestmöglich damit lebe.
So treibe ich viel Sport und das läßt die Angst nebst Fehlsignale vom Körper weg. Eine Idee für dich??
Körperliche Signale kann ich mittlerweile sehr gut ignorieren. Denkmuster bzw. kognitive Therapieansätze haben mir dabei geholfen.
Dir wünsche ich alles erdenklich Gute und hoffe, das du mit dir bestmöglich klar kommst.
Lieben Gruß Moses
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Sehe was du siehst und nicht was du denkst was du siehst!
kiki
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Beiträge: 303


« Antworten #3 am: 04. Juni 2008, 20:43:38 »

hallo nelli ,

.........herzlich willkommen .
ich kann moses nur zustimmen ,auch ich habe meine angst mehr oder weniger in den griff bekommen seitdem ich sie akzeptiert habe ,sie gehört zu mir wie das lippen nachziehen ,(ohne geh ich nie aus dem haus )beides ist  gewohnheit ,aber ich habe bei der angst keine angst mehr das sie mir aus dem rahmen fällt .so komisch das klingt,wenn ich allein auto fahre ,lade ich im vorfeld meine angst ein ,neben mir platz zu nehmen (nicht in mir )und bitteschön dort sitzen zu bleiben ................es funktioniert ....bei krankheiten die ich nicht einortnen kann,geh ich, und laß es abchecken ......ist alles ok ,vertraue ich den arzt........anders geht es nicht .

wünsche dir viel kraft und energie

kiki
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...was DU denkst .geschied....
Fridolin
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Beiträge: 568



« Antworten #4 am: 05. Juni 2008, 04:30:58 »

Hi nelli
Erstmal herzlich willkommen. Was einen Therapie-Termin mit der Wohnung auf dem Land zu tun hat, verstehe ich nicht. Die Angst für immer ausschalten, kann ich mir nicht vorstellen. Daß sie durch Verarbeitung viel weniger wird, habe ich selber festgestellt.
Viel Kraft und Energie
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Fridolin Steinpalme
Rhini
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Beiträge: 833


« Antworten #5 am: 05. Juni 2008, 11:00:48 »

Hallo, Nelli,
Auch ich lerne jeden Tag neu, mit meiner Angst zu leben. Sie bereitet mir Schmerzen, Übelkeit und andere Sympthome, die oftmals völlig unerwartet auftreten. Zudem leide ich an Depressionen und kann beides voneinander nicht trennen.
Natürlich lasse ich regelmäßig meinen medizinischen Gesundheitszustand überprüfen, um nicht vorhandene Krankheiten zu übersehen. Aber es kommt meistens von der Psyche. Ich akzeptiere mich mit meinen Einschränkungen, akzeptiere aber nicht immer die Auswüchse, die sie annehmen. Ich hinterfrage meinen Zustand, überprüfe die Situation und versuche, herauszufinden, wie ich mit ihr "schmerzfreier" umgehen kann.
Wenn deine Angst beginnt, dein Leben zu beherrschen, also dich Arbeitsunfähig macht oder dich an der Teilnahme am allgemeinen Leben hindert, ist es höchste Zeit, etwas dagegen zu tun. Ein guter Psychiater oder Psychologe wird dir dann auch schneller einen Termin geben. Vielleicht zum Anfang nicht so regelmäßig, aber das spielt sich dann mit der Zeit ein. Gegebenenfalls kannst du dich auch mit deiner Krankenkasse in Verbindung setzen oder deinen Arzt um Hilfe bitten.
Gerade bei diesen Erkrankungen spielt auch der Zeitrahmen eine Rolle, weil viele sich in Angst und/oder Depressionen hineinsteigern und die Behandlung immer schwerer wird. Es kommt eben auf die allgemeine Beeinträchtigung an.
Es wäre wirklich schön, wenn du noch ein wenig mehr über dich schreiben könntest, weil viele Antworten sicherlich hypothetisch sind und nicht ganz deiner Situation entsprechen könnten. Außerdem, und jetzt meine ich mich, kann die Selbstreflektion dazu beitragen, für sich selbst schon einige Zusammenhänge zu erkennen.
Erst mal liebe Grüße
Rhini
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Leonardo
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Beiträge: 196


« Antworten #6 am: 05. Juni 2008, 14:24:13 »

Hallo Nelli,
auch von mir ein herzliches Hallo hier im Forum.

Kann dir nur raten, baldmöglichst einen Therapeuten aufzusuchen. Auch wenn du auf dem Land wohnst und die Verbindungen schlecht in die Stadt sind, wirst du einen Weg finden. Du willst ja deine Angst los werden. Dafür muss man bereit sein auch Opfer zu bringen.

Du solltest nicht versuchen einen Kampf gegen deine Angst zu führen, denn den wirst du verlieren. Du musst lernen deine Angst zu akzeptieren und damit zu leben, nur dann wirst du Erfolg haben.
Je länger du wartest, desto schlimmer wird es und desto schwerer wird es an die Angst heranzukommen. Aus diesem Grund ist es wichtig sich frühzeitig und schnell auf professionelle Hilfe zu holen.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Ängste für unterdrückte Gefühle stehen. Vielleicht ist es bei dir ja ebenso. Ich lebe seit 20 Jahren mit der Angst und kann dir nur sagen, dass es Wege aus der Angst gibt. Sie sind nicht einfach. Auch Zeit muss man genügend mitbringen und nicht ungeduldig werden.

Gruß Leonardo
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moses05
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Beiträge: 209


« Antworten #7 am: 05. Juni 2008, 14:33:52 »

Hi zusammen,

das Problem mit den Terminen auf dem Lande hat nichts mit den schlechten Verkehrsanbindungen zu tun.
Eher gibt es zu wenige Therapeuten für zuviele Patienten. Wie ich mich damals angemeldet habe, hatte man mir in Aussicht gestellt, das die Wahrscheinlichkeit groß ist, das innerhalb von zwei Jahren keine Terminvergabe stattfinden kann.
Ich sollte mich dann auch gleich bei meheren anmelden....buh!!
Das ist sicher eher deprimierend aber die Realität!!!
Kurzgespräche hatte mit meine behandelnde Psychaterrin angeboten.....ersetzt aber keine Therapie.
Ich habe mich damals entschlossen in einer psychosomatischen REHA zu gehen und im Anschluß die Therapie fortgesetzt. Eine Lösung für dich Nelli??

LG Moses
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Nelli
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« Antworten #8 am: 05. Juni 2008, 15:16:45 »

Erstmal danke für die netten Antworten.

Das Problem ist einfach dass es in unserer Kleinstadt, samt Gemeinde, gerade mal drei Therapeuten gibt wovon einer nur Kinder und Jugendliche behandelt. Der Weg zur nächst grösseren Stadt fällt mir allerdings schwer da ich kein Auto habe und somit auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen bin.

Das Problem ist einfach dass ich Angst habe allein was zu unternehmen da mir immer im Kopf rum schwebt "Gleich fällst du um und keiner ist da" oder "Gleich bekommst du hier vor all den Leuten einen Krampfanfall und jeder sieht dich...." Absolut unbegründet - Aber für mich leider sehr real.

Ich habe nächste Woche einen Termin bei meinem Hausarzt und hoffe dass der mir da weiterhilft.

Über mich... Nun ja, ich bin 25 Jahre jung, verheiratet und Kinderlos. Habe mich die Tage auch mal auf die Suche des Ursprungs meiner Angst gemacht, dem ewigen Schwindel und den Bauchschmerzen samt  Anhang. Gefunden habe ich meinen Exfreund.

Mit dem Abstand den ich heute habe weiss ich jetzt dass alle Symtome zu der Zeit das erste Mal aufgetreten sind als ich mit ihm zusammen war. Was mich jetzt auch gar nicht mehr wundert denn das war wirklich keine schöne Zeit. Vom geschlagen werden übers einsperrt werden bishin zum tiefsten demütigen und noch schlimmeres musste ich in der Zeit durchleben.

Heute aber bin ich sehr glücklich verheiratet. Daher wundert es mich dass diese Angstzustände schlimmer wurden - statt besser.
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Sister Moonshine
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« Antworten #9 am: 05. Juni 2008, 15:26:19 »

Liebe Nelli,

es ist nur so eine Idee... aber vielleicht werden die Ängste jetzt mehr, weil Du Dir unbewußt darüber klar bist, dass Du Dich ihnen jetzt stellen kannst? Eben weil Du glücklich verheiratet bist, und Dich nicht zu sorgen brauchst? Dass die Ängste von Dir erst jetzt richtig verarbeitet werden können?
Oder hast Du tief im Inneren die Ängste in Deine jetzige Ehe mit "hineingetragen" und verbindest sie mit Deinem Mann, einfach aufgrund der Erfahrungen, die Du gemacht hast?
Das fiel mir so dazu ein, vielleicht einen Gedanken wert...

Ich wünsch Dir was  Grinsen

Sister Moonshine
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JEM
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« Antworten #10 am: 05. Juni 2008, 15:45:52 »

Hallo Nelli,

auch von mir erst einmal ein herzliches Willkommen im Forum!

Leider ist es so, dass traumatische Erlebnisse unbehandelt nicht einfach wieder aus dem Gedächtnis "verschwinden", sondern sie bleiben "gespeichert" und äußern sich dann über Ängste, Depressionen und andere Störungen.

Bei deinem Hausarzt solltest Du also Deinen Zustand offen schildern, vielleicht kann er Dir bei einem Psychiater "die Tür öffnen", so dass Du einen früheren Termin bekommen kannst.
Er könnte Dich aber auch, so wie von Moses vorgeschlagen, in eine psychosomatische REHA-Klinik stationär einweisen, das wäre eine weitere Möglichkeit.

Ich wünsche Dir Gutes!

Liebe Grüße
Jürgen

« Letzte Änderung: 05. Juni 2008, 15:48:49 von JEM » Gespeichert

Gesagt ist nicht gehört, gehört ist nicht verstanden. Verstanden ist nicht einverstanden. Einverstanden ist noch lange nicht angewendet. Angewendet ist noch lange nicht beibehalten.
[Konrad Lorenz]
Nelli
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« Antworten #11 am: 05. Juni 2008, 15:56:17 »

Nein, keine Klinik. Den Gedanken hatte ich auch schon aber das steht für mich garnicht zur Auswahl.

Sister Moonshine  Smiley
Ich weiss dass ich meine Ängste in keinster Weise mit meinem Mann in Verbindung bringe. Wir sind jetzt seit über vier Jahren zusammen und ich weiss einfach dass es mir hier gut geht.

Ich werde mal sehen was mein Arzt so meint... Vermutlich werden mir Bus und Bahn wohl nicht erspar bleiben aber alles immernoch besser als ein Klinikaufenthalt.
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moses05
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« Antworten #12 am: 05. Juni 2008, 17:36:17 »

Hi ,

mensch nelli !! Du must da echt was machen!! Was spricht den gegen eine Klinik? Sicher ist keiner ein Freund davon . Aber in deiner Situation ist es das sinnvollste.
Du bist noch so jung und das Leben liegt vor deinen Füßen. Wenn du weiter damit rumhampelst, dann können sich auch solche Ängste entablieren und v.a. sich generalisieren.
Das ist dann nicht mehr so toll, wenn sich die Ängste so lansam in allen Bereichen einschleichen. Noch bist du am Anfang und du hast die Kraft und Energie noch alles zu wenden.
Sister M. hat da schon recht. Gerade jetzt wo du zur Ruhe konmst, können sich Deine Ängste ausbreiten. In Streßphasen kommen die in der Regel nicht.
Kognitive Therapie wäre eine gute Therapieform die dir helfen würde, doch die kannste nicht übers Internet bzw. hier im Forum nicht bekommen.
Ich habe mich anfangs auch gegen die Klinik gewehrt und im nachhinein würde ich es jederzeit wieder machen. Es war zwar kein Zuckerschlecken ......doch findest du dort Verständnis und du wirst mit deinen Problemen ernst genommen. Auch triffst du dort Menschen mit ähnlichen bzw. gleichen Probs.
Die ambulanten Hilfen können, selbst wenn sie stattfinden würden, keine Wunder leisten.
Die Kasse Zahlt ersteinmal 18 ambulante  Therapiesitzungen und das reciht nach meiner Meinung bei weiten nicht aus.
Also mach was javascript:

LG Moses
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Nelli
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« Antworten #13 am: 05. Juni 2008, 18:19:10 »

Es spricht ja auch niemand von Internet oder diesem Forum.

Allerdings war ich auch nicht hier damit man mir noch mehr Angst macht......
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Sister Moonshine
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« Antworten #14 am: 05. Juni 2008, 19:03:49 »

Nelli,

keiner möchte Dir hier Angst machen!!!
Es geht darum, dass wir hier - mit den Erfahrungen, die wir bisher gemacht haben - versuchen, eben diese weiter zu geben, um eine Verschlechterung oder Verzweiflung bei dem Betroffenen zu verhindern. Nicht mehr und nicht weniger.
Bitte sieh das hier nicht als den erhobenen Zeigefinger. Wir möchten Dir helfen.
Und nicht jeder ist so geschickt in seiner Wortwahl, um Missverständnisse auszuschließen.  Blinzeln
Wenn Du etwas nicht verstehst, oder Du meinst, jemand wäre Dir zu nahe getreten, dann sag es einfach! Bitte.
Das ist schon ok.

Bitte lass weiter von Dir hören, ja?

Ganz liebe Grüße, Sister Moonshine
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moses05
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« Antworten #15 am: 05. Juni 2008, 19:20:50 »

Nelli,

möchte mich im eigentlichen Sister M. anschließen und dir aber noch was dazu Schreiben.

meine Absicht ist es nicht dich hier zu verurteilen oder dir gar Angst machen.
Wir hier im Forum möchten dir die Hilfe anbieten, die übers Netz möglich ist. Die notwendige Therapie ersetzt es nicht.
Mir, und ich glaube vielen anderen hat das Form echt gut getan und wird es auch weiterhin tun.
Ich hoffe nur , das ich dich da nicht zu sehr verunsichert habe und würde mich freuen dich hier öfter  begrüßen zu können.

Nochmals Sorry wenn ich hier und da mal zu direkt geworden bin.

LG Moses
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Sister Moonshine
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« Antworten #16 am: 06. Juni 2008, 08:13:39 »

"Ich weiss dass ich meine Ängste in keinster Weise mit meinem Mann in Verbindung bringe. Wir sind jetzt seit über vier Jahren zusammen und ich weiss einfach dass es mir hier gut geht."

Liebe Nelli,
ich habe das schon so verstanden, dass es Dir heute gut geht!
Ich denke nur, dass Deine Ängste tief sitzen und eben gerade dann zum Vorschein kommen, wenn man so langsam "entspannt", alten Ballast mental hinter sich lassen möchte.
Und noch etwas: Moses hat sehr Recht: Du bist noch jung und hast die besten Chancen und Gelegenheiten, Deine Ängste über eine Therapie loszuwerden. Wenn Du älter bist, irgendwann vielleicht mal Kinder hast, wird es viel, viel schwieriger werden, abgesehen davon, dass die Belastungen größer werden! Daher ist die Idee mit der klinik nicht GANZ so schlecht...
Aber das musst Du selber wissen. Jetzt wünsche ich Dir erst einmal, dass der Termin bei Deinem Hausarzt gut läuft und er möglicherweise einen Lösungsansatz für Dich hat!

Liebe Grüße, Sister Moonshine
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Rhini
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« Antworten #17 am: 06. Juni 2008, 11:01:40 »

Hallo, Nelli,
Ängste kommen aus dem Inneren heraus, entstehen oftmals kopfmäßig nicht nachvollziehbar in allen möglichen Situationen. Da kann gerade deine gute Bindung zu deinem Mann das Unterbewußtsein ankurbeln und dieselben produzieren. Aber auch das sind nur Vermutungen von mir.
Ich selbst habe mich auch mit Händen und Füßen gegen einen Klinikaufenthalt, zeitweise sogar gegen eine Therapie, gewehrt. Allerdings liegt es bei mir an den vielen Erfahrungen, die ich vorher gemacht hatte. Außerdem hatte ich immer Angst, dass sich meine Situation zu Hause (mein sicherer Bereich) nicht halten lässt, wenn ich weg gehe.
Nun habe ich chronische (nicht abänderbare) generalisierte Ängste und schwere Depressionen. Sozusagen am Ende des Weges angelangt, doch gibt es für mich immernoch Freude und Hoffnung im Leben. Zuletzt hatte ich einen guten Therapeuten und einen guten Psychiater gefunden und wenn es mir möglich ist, möchte ich mit beiden weiter an mir arbeiten, auch wenn ich immer nur winzige Ziele erreichen kann, so hilft es und macht mich freier.
Ich habe Angstsituationen immer mehr gemieden und mich damit abhängig gemacht. Das fördert nicht das Selbstbewußtsein und führt letztlich in eine Isolation, aus der ich schwer wieder herauskommen kann.
Auch wenn es länger dauert, bis du eine Therapie bekommst, melde dich ruhig an. Außerdem hilft es manchmal, wenn man eine Art Tagebuch führt, in dem man die Ängste aufschreibt. Vielleicht erkennst du darin ein bestimmtes Muster, wann sie zB am stärksten sind oder in welchen Situationen sie vermehrt auftreten. Auch in einer Therapie ist so eine Aufzeichnung oft hilfreich.
Nelli, die Entscheidung, was du tust, wie du mit der Situation umgehst, triffst du ganz alleine. Da können wir hier im Forum wirklich nur unsere Erfahrungen mitteilen, können dir aber mit Verständnis "zuhören", wenn du es möchtest.
Bist du berufstätig? Das spielt auch eine Rolle bei der Form der Therapie.
Nun wünsche ich dir erstmal ein schönes Wochenende
Rhini

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