|
|
JensGB
Juniormember
 
Geschlecht: 
Beiträge: 8
|
« am: 24. Juni 2008, 08:00:05 » |
|
Ist diese Aussage richtig? Ein Psychotiker befindet sich in einem Krieg in seinem Inneren, also in einem Krieg in sich selbst! Die Ursache für seine Probleme ist Angst. Er lebt in zwei Welten, der Realen und der irrealen Welt. Er befindet sich in einem ständigen Kampf. Freundschaften schließen ist für ihn fast unmöglich, er sieht überall Feinde.  lg
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
|
|
|
Sister Moonshine
|
« Antworten #1 am: 24. Juni 2008, 08:35:15 » |
|
Hallo JensGB,
willkommen im Forum  Ich hoffe, Du wirst Dich hier wohlfühlen!
Deine Aussagen sind - mach meinem Ermesse - soweit es einen "Psychotiker" betrifft richtig. Es ist natürlich nur sehr wenig aus vielem  Aber die zwei Welten...ja, die gibt es wohl, manchmal gar mehr als zwei. Gibt es bei Dir auch mehr als eine Person, die in diesen verschiedenen Welten leben?
Möchtest Du konkreter werden? Magst Du von Dir erzählen?
Liebe Grüße, Sister Moonshine
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
~ Please help me to keep my mind open to the public ~
|
|
|
|
|
|
Fridolin
|
« Antworten #2 am: 24. Juni 2008, 13:44:48 » |
|
Hallo JensGB Willkommen im Forum Die Angst hat große Macht. Sie sorgt dafür, daß dein Leben nicht mehr lebenswert ist, sie ist aber vo allem eine Aussage, daß eine Änderung der Lebenseinstellung notwendig ist. Viel Kraft und Energie
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Fridolin Steinpalme
|
|
|
|
|
|
JEM
|
« Antworten #3 am: 24. Juni 2008, 13:54:55 » |
|
Hallo JensGB,
auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum!
Psychose ist eine allgemeine Kategorie für eine Reihe psychischer Störungen, bei welchen Beinträchtigungen der Wahrnehmung, des Denkens und auch der Emotionalität auftreten. Eine Person, die als psychotisch beschrieben wird, leidet an einer gravierenden organischen oder psychischen Dysfunktion, weshalb sie auf sehr abweichende Art fühlt, denkt und/oder handelt. Diese Reaktionen sind möglicherweise die Ursache dafür, dass die Person den Kontakt mit der Realität (z.B. mit Freunden) verliert. Das ganz allgemein dazu, da es aber sowohl organisch bedingte Psychosen gibt, wie auch funktionelle Psychosen, wäre es sinnvoll wenn Du, wie auch schon von Sister Moonshine angeregt, mehr erzählen würdest, wenn Du das kannst. Ich wünsche Dir Gutes!
Liebe Grüße Jürgen
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Die eigentliche Aufgabe eines Freundes ist es dir beizustehen, wenn du im Unrecht bist. Jedermann ist auf deiner Seite, wenn du im Recht bist. [Mark Twain]
|
|
|
|
|
JensGB
Juniormember
 
Geschlecht: 
Beiträge: 8
|
« Antworten #4 am: 24. Juni 2008, 23:35:43 » |
|
Psychose ist eine allgemeine Kategorie für eine Reihe psychischer Störungen, bei welchen Beinträchtigungen der Wahrnehmung, des Denkens und auch der Emotionalität auftreten. Eine Person, die als psychotisch beschrieben wird, leidet an einer gravierenden organischen oder psychischen Dysfunktion, weshalb sie auf sehr abweichende Art fühlt, denkt und/oder handelt. Diese Reaktionen sind möglicherweise die Ursache dafür, dass die Person den Kontakt mit der Realität (z.B. mit Freunden) verliert. Das ganz allgemein dazu, da es aber sowohl organisch bedingte Psychosen gibt, wie auch funktionelle Psychosen, wäre es sinnvoll wenn Du, wie auch schon von Sister Moonshine angeregt, mehr erzählen würdest, wenn Du das kannst. Ich wünsche Dir Gutes!
Liebe Grüße Jürgen
Danke erstmal euch allen! Grüß dich Jürgen! Kannst du mir deine Ausführungen mal genauer erklären in Bezug auf eine schizoaffektive Psychose? Was ist da der Unterschied zu den normalen Psychosen? Gelte ich als agressiv oder gewaltätig, wenn ich als schizoaffektiv klassiert werde? Ich halte schizophren schon für schlimm genug. Was für mich typisch ist und sich aus meinem Krieg in meinem Inneren entwickelt! Dies hier ist ein älterer Text: Jetzt hat mein Vater wieder einmal einen Anlaß für einen knüppelharten Familienkrieg gefunden. Es geht natürlich immer gegen mich und es geht im Hintergrund hier immer ums Erbe. Die neue Auseinandersetzung hat sich an einem Sonnenschirm, den ich für meinen Vater im Internet besorgt habe, entzündet. Auf der kleinen Fete, der angeblichen Einweihung des Sonnenschirms, wollen mich alle wieder restlos psychisch zusammenschlagen. Meine Tante rückt extra an, sie war Journalistin der Regengenbogenpresse(besser gesagt der Klatschpresse), sie soll mich bis zumn geht nicht mehr nerven. Die Angelegenheiten unserer Familie, nicht nur durch diese Journalistin, werden wahrscheinlich irgendwann in Mord und Totschlag enden. Die Journalistin aus Hamburg ist für mich sehr gefährlich und beißt von der Seite. Ich muß an dieser Fete teilnehmen, wie bei allen Familienfeiern. Ich bin in der Gewalt dieser Familie, ich kann nicht ausweichen, sonst hungern sie mich in dieser Wohnung aus. Der Betreuer und die Ärzte sowie die Diakonie-Pflegestation belächeln das ganze und lassen die Familie voll zuschlagen, ihnen ist es eigentlich alles egal. Dass die Familie gewaltätig ist, wollen sie nicht wahr haben, bis es zu einem Mord kommt, an dem ich natürlich schuld sein muß. Ich sage immer, ich habe es hier mit Nazis zu tun, die gerne ihre Hände in Unschuld waschen wollen. Den Fleck auf ihrer weißen Weste, den ich der Familie durch das Internet verabreicht habe, wollen sie reinwaschen. So wie es aussieht, spielen alle anderen dabei mit und unterstützen die Familie gegen mich, es geht ums Geld und den guten Ruf. Die Fete ist am Samstag, es soll dann nur noch Klopperei in der Familie geben, bis einer tot ist oder ich in der psychiatrischen Klinik sitze. Dieses Spiel hat es in den letzten fünfundzwanzig Jahren schon zehn mal gegeben. Allen geht es vorallem nur um den guten Ruf der hochwohlgeborenen Familie. Ziel aller Angriffe bin immer ich, ich war bis jetzt zehn mal psychisch zusammengeschlagen in der Klinik. Ärzten und Betreuern geht es in meinem Fall nicht um die Lösung des Problems. Sie schicken mich immerwieder in die gleiche Schlacht und wollen Tabletten verkaufen oder andere Heftpflaster. Mit anderen Worten, die wollen in erster Linie nur verdienen. Wirklich eingreifen wollen die nicht, sie könnten sich ja ne krumme Nase holen. Eigentlich haben alle Beteiligten Angst vor dieser harten Familie. Ich bin hier praktisch ein Einzelkämpfer an der Front, ein Soldat. Jetzt gibt es hier wieder neues Kleinholz. Die Fete bei meinen Eltern ist jetzt im Juni gelaufen! Ich mache mir immer, wenn ich mit anderen Menschen zusammenkomme vorher tausend Gedanken. Ich weiß, das Menschen im Umgang für mich sehr schwierig sind und ich darf mich aber nicht immer allem entziehen. Mit anderen Worten, ich will mich auf Grund meiner Krankheit nicht völlig isolieren. Ich muß also Kompromisse eingehen, was bedeutet, das ich vor Angriffen kaum geschützt bin. Um mich annähernd zu schützen, versuche ich mit meinen Problemen über das Internet heraus zu gehen. Es gibt aber immer neue Probleme. lg Jens
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
|
|
|
JEM
|
« Antworten #5 am: 25. Juni 2008, 04:58:18 » |
|
"Kannst du mir deine Ausführungen mal genauer erklären in Bezug auf eine schizoaffektive Psychose? Was ist da der Unterschied zu den normalen Psychosen? Gelte ich als agressiv oder gewaltätig, wenn ich als schizoaffektiv klassiert werde?"
Hallo JensGB,
es gibt nicht die "normale" Psychose, sondern es gibt eine Vielzahl von psychotischen Erscheinungsbildern.
Ja, schizoaffektiv bedeutet oft aggressiv im verbalen Verhalten und wenn entsprechende Wahnvorstellungen dazu kommen, kann dies auch zu körperlicher Gewaltanwendung (zur so empfundenen Selbstverteidigung) führen. Dies ist aber ein allgemeines Bild und individuell durchaus verschieden ausgeprägt, die Tochter eines guten Freundes von mir hat seit fast 10 Jahren auch diese Diagnose, in der Zeit als die Krankheit noch nicht erkannt war und behandelt wurde, hat sie z.B. beide Symptome gezeigt.
Ich hoffe, dass Du in einer guten Therapie bist, denn aus dem obigen Beispiel weiss ich, dass diese Krankheit erfolgreich behandelt werden kann.
Liebe Grüße Jürgen
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Die eigentliche Aufgabe eines Freundes ist es dir beizustehen, wenn du im Unrecht bist. Jedermann ist auf deiner Seite, wenn du im Recht bist. [Mark Twain]
|
|
|
|
|
JensGB
Juniormember
 
Geschlecht: 
Beiträge: 8
|
« Antworten #6 am: 25. Juni 2008, 08:03:47 » |
|
Hallo Jürgen
Ich bin zwar in einer Gesprächstherapie und werde mit Psychopharmaka behandelt, aber so erfolgreich war das bis jetzt auch nicht. Die Ärzte sagen, da kann man nicht mehr machen, dass wäre eben eine chronische schizoaffektive Psychose.
Die Ärzte haben bei mir zwanzig Jahre lang experimentiert mit Heildol, Lyogen, Protaktyl, Lizium, Melleril, bis sie vor fünf Jahren auf Orfiril, Melperon und Risperdal gekommen sind.
Dosierung jetzt: Orfiril 500mg morgens und abends, Melperon 50mg morgens und abends und Risperdal 5mg abends.
Die Gesprächstherapie mit einer Psychiaterin findet alle vier bis sechs Wochen statt.
Ich habe den Eindruck, die Ärzte haben mich im Grunde genommen aufgegeben. Ich muß seit Jahren mit den Problemen aleine fertig werden. In der Gesprächstherapie hört die Ärztin eigentlich nur zu, da passiert sonst nichts weiter.
lg Jens
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
|
|
|
Sister Moonshine
|
« Antworten #7 am: 25. Juni 2008, 09:36:18 » |
|
Hallo Jens GB,
Der Fachbegriff "schizoaffektive Störung oder Erkrankung" besagt, dass sich hier zwei bzw. gar drei verschiedene Krankheiten und damit drei völlig unterschiedliche Beschwerdebilder in einem einzigen Leiden vereinen. Das sind zum einen Krankheitszeichen der schizophrenen Psychose (z. B. Halluzinationen und Wahn), zum anderen affektive, also Gemütsstörungen. Und die setzen sich zusammen aus Depressionen und manischen Hochstimmungen. Daher der Begriff der schizo(= schizophrenen) - affektiven (= Gemütsstörungen wie Depression und Manie) Erkrankung, Störung oder Psychose.
Eine Gesprächstherapie, die nur alle paar Wochen stattfindet, ist in meinen Augen sehr wenig. Wie sah es denn mit Deinen Gesprächstherapien in den letzten zwanzig Jahren aus? Gerade wenn Du familiär ganz regelmäßig so dermassen unter Druck gesetzt wirst, solltest Du auch eine regelmäßige Möglichkeit haben, diese Vorfälle erzählen und verarbeiten zu können. Ich glaube nicht, dass die Ärzte Dich aufgeben, eher scheint mir, dass Du selber resignierst, was auch nicht verwunderlich ist, bei Deinen Belastungen in den letzten Jahrzehnten.
Hast Du, siehst Du eine Möglichkeit, Dich aus Deiner Familie herauszuziehen? Kannst Du Dir vorstellen, auf Dich alleine gestellt zu sein, dem Druck all dieser Menschen nicht mehr ausgesetzt sein zu müssen? Oder habe ich die von Dir geschilderte Problematik unterschätzt?
Es grüßt Dich Sister Moonshine
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
~ Please help me to keep my mind open to the public ~
|
|
|
|
|
|
Fridolin
|
« Antworten #8 am: 25. Juni 2008, 11:25:52 » |
|
Hi JensGB Wenn du dich von deiner Familie lösen könntest, dadurch entsteht Freiheit. Außerdem kann ein Therapeut nur den Weg vorzeigen, die eigentliche Arbeit bleibt dir. Ohne eine Änderung des täglichen Lebens kann ich mir eine Änderung deiner Krankheit nicht vorstellen. (Wenn du immer nur das machst, was du immer gemacht hast, bekommst du immer nur das, was du immer bekommen hast.) Du schreibst, du mußt an dieser Fete teilnehmen. Wirst du dazu gezwungen, oder fürchtest du die Konsequenzen? Niemand kann dich kritisieren, außer du läßt es zu! Alles nicht so einfach in die Realität umgesetzt, als geschrieben. Viel Kraft und Energie
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Fridolin Steinpalme
|
|
|
|
|
|
JEM
|
« Antworten #9 am: 25. Juni 2008, 14:24:36 » |
|
Die Ärzte haben bei mir zwanzig Jahre lang experimentiert mit .... Die Gesprächstherapie mit einer Psychiaterin findet alle vier bis sechs Wochen statt...
Ich habe den Eindruck, die Ärzte haben mich im Grunde genommen aufgegeben.Ich muß seit Jahren mit den Problemen aleine fertig werden.... Hallo JensGB, 20 Jahre sind eine lange Zeit, da hätte vieles erreicht werden können. Gab es Kilinikaufenthalte, wenn ja - warum waren sie erfolglos? Gerade bei dieser Krankheit ist bei Beginn der Behandlung ein (längerer) stationärer Klinikaufenthalt unumgänglich. Gab es das nicht, bist Du wirklich die ganzen Jahre nur ambulant behandelt worden? Wenn ja, dann hattest Du die falschen Ärzte! Eine Gesprächstherapie im Anschluss an den stationären Aufenthalt kann sinnvoll sein, ebenso eine Verhaltenstherapie, aber immer zwingend dazu begleitend die richtige Medikation. Im Abstand von 4 - 6 Wochen ist eine Gesprächstherapie nicht möglich, hier kann nur die Befindlichkeit abgeklärt und die Medikation entsprechend angepasst werden, ich denke das ist es was Deine Psychiaterin im Moment macht. Das "zurückziehen" aus Deiner Familie könnte ich nur empfehlen, wenn ich Dich als "gut behandelt" in Deiner Krankheit empfinden würde. Trotz aller Widrigkeiten stellt wohl auch die Familie für Dich (manchmal) einen Rückzugsort dar, alleine auf Dich gestellt, so denke ich, würde momentan Deine Angst nur zunehmen. Ich wünsche Dir gute Gedanken! Liebe Grüße Jürgen
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Die eigentliche Aufgabe eines Freundes ist es dir beizustehen, wenn du im Unrecht bist. Jedermann ist auf deiner Seite, wenn du im Recht bist. [Mark Twain]
|
|
|
|
|
JensGB
Juniormember
 
Geschlecht: 
Beiträge: 8
|
« Antworten #10 am: 30. Juni 2008, 05:47:14 » |
|
Hallo Jürgen
Wenn mein Vater mich umbringt und meine Eltern anschließend Selbstmord begehen, ist das scheinbar für die Ärzte die beste Lösung. Die Ärzte sehen hier ja absolut keinen Handlungsbedarf, mit anderen Worten, dass hier ist ihnen scheiß egal. Das hier kann man nicht mit Psychopharmaka alleine lösen. Ich habe keine Lust ein Messer im Rücken zu haben. Die Ärzte haben gesagt, das reibt sich hier auf, und....,! Das heißt doch so viel wie, dass wir uns gegenseitig umbringen - oder?
Grüße, Jens
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
|
|
|
Sister Moonshine
|
« Antworten #11 am: 30. Juni 2008, 08:24:41 » |
|
Hallo Jens GB,
nein, das hier kann man nicht mit Psychopharmaka lösen. Das Kernproblem - Deine Familie - war immer da und wird es auch bleiben. Das zweite Kernproblem wäre Deine Bereitschaft, all dies weiterhin hinzunehmen! Du schreibst hier, relativ unbeschönigt, und ich höre daraus eine riesengroße Wut auf Deine ganze Situation und vor allem auch darauf, wie Du dastehst, wie all das Dich trotzdem beeinflusst. Ich sehe hier kaum eine Möglichkeit, ausser nur noch an Dich zu denken. Dich zu wandeln. DEIN Leben (neu) zu gestalten. Nur für Dich und durch Dich allein. Verzeih, wenn meine Meinung sich zu kurzsichtig darstellt, das ist es, was ich aus Deinen Berichten herauslese. Ich wünsche Dir Mut und Hoffnung.
Sister Moonshine
P.S. "Gerade bei dieser Krankheit ist bei Beginn der Behandlung ein (längerer) stationärer Klinikaufenthalt unumgänglich. Gab es das nicht, bist Du wirklich die ganzen Jahre nur ambulant behandelt worden? Wenn ja, dann hattest Du die falschen Ärzte."
Hier muss ich Jürgen unbedingt Recht geben...
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
~ Please help me to keep my mind open to the public ~
|
|
|
|
|
|
Rhini
|
« Antworten #12 am: 30. Juni 2008, 11:02:44 » |
|
Hi, Jens, Da habe ich zuerst gelesen (von dir), ob die Aussagen zutreffen: ---? Im Letzten Satz: sieht überall Feinde!
Diese Krankheiten, insbesondere P-Störungen, aber auch Angst und Depri verändern oft unsere Wahrnehmung. Ich habe auch oft das Gefühl, alle wären gegen mich, nur weil jemand mir mal nicht zuhört, oder nicht sofort reagiert, wenn ich Hilfe brauche. Selbst bei meinem Partner, der mich uneingeschränkt liebt, kommt es vor, dass ich denke, er ist nur mit mir zusammen, damit er jemanden hat, der sich um ihn kümmert... Mir hat geholfen, dass ich immer wieder versuche, genau hinzusehen. Nicht aus mir und meiner Störung heraus, sondern sozusagen als "außenstehender" Betrachter. Oftmals bleibt das negative Gefühl trotzdem, doch ich "weiß" dann, das es mich trügt. Ich habe zu wenig erfahren über deine tatsächliche Situation, als dass ich mir irgendwelche Ratschläge abringen könnte. Vielleicht, wenn ich sagen würde, schieß deine Familie in den Orbit, würdest du denken, dass ich euch entzweien möchte?
Ich selbst bin auch so ein chronischer Fall, doch habe ich inzwischen mit vielem gelernt, anders umzugehen. Dadurch geht es mir inzwischen ab und zu etwas besser, auch wenn ich noch einen langen Weg vor mir habe; sicherlich bis an mein Ende.
Bei diesen Krankheiten ist man selbst der Schlüssel... auch und vor allem dem Arzt gegenüber. Es reicht nicht, sich hinzusetzen und abzuwarten, was der Arzt oder Therapeut mit einem anstellt, man muß auch in gewisser Form Forderungen stellen. Zum Beispiel auch nach Erklärung, was die Diagnose für einen bedeutet. Wie man damit umgehen soll oder leben soll?
Übrigens begann meine PS wahrscheinlich schon in der Kindheit (oder noch früher), dauert also über40-50 Jahre schon an. Zwischendurch habe ich gut damit umgehen können und ein ziemlich "normales" Leben geführt. Allerdings war ich mein Leben lang anstrengend für meine Familie und meine Partner. Wenn man auch noch Kinder hat, wie ich, sind sie auch irgendwie betroffen. Ohne jemanden angreifen zu wollen, sollte man sich bewußt machen, wie schwierig und kompliziert der Umgang mit uns ist.
In diesem Sinne Liebe Grüße Rhini
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
|
|
JensGB
Juniormember
 
Geschlecht: 
Beiträge: 8
|
« Antworten #13 am: 02. Juli 2008, 03:44:30 » |
|
Dann wäre also die beste Lösung, wo auch alle mit einverstanden sind, um jede Schuld von sich zu weisen, wenn ich Selbstmord begehe. Schon allein wegen der Müllbeseitigung.
Und wenn ich den Leuten den Gefallen nicht tue, werde ich erschlagen, oder wie.
Übrigens, dass ich so unverblümt damit umgehe, ist normal! Ich hacke immer und überall seit Jahren auf dem Thema Psychose herum. Meine Sprüche in der Richtung sind schon fast Terrorismus, jedenfalls ist es eine vorsätzliche Rufschädigung. Die Krankheit Psychose will ja nun mal absolut keiner wahr haben und ich dresche da nun mal drauf rum.
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
|
|
JensGB
Juniormember
 
Geschlecht: 
Beiträge: 8
|
« Antworten #14 am: 02. Juli 2008, 05:01:09 » |
|
Ich erzähle schon seit fünfundzwanzig Jahren überall herum, dass ich eine Psychose habe und dass es diese Krankheit wirklich gibt. Gerade deswegen gelte ich als verrückt! Es überall herumzuerzählen ist für die Allgemeinheit Terrorismus. Ich bin Deutscher, also könnten Ausländer denken, dass ein Deutscher absolut verrückt ist. Deswegen wäre mein Tod auch allen recht.
Ich glaube kaum, dass eine Psychose als Krankheit jemals wirklich anerkannt wird! Die Krankheit wird nie anerkannt, sonst hätten sie Jesus schon in die Klapse gesteckt. Es geht eben immer um den guten Ruf.
In Deutschland glaubt ja nun wirklich keiner an die neue Zeit, alle sind auf Endzeitstimmung, lächerlich!
VG Jens
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
|
|
|
Sister Moonshine
|
« Antworten #15 am: 02. Juli 2008, 07:58:03 » |
|
Hallo Jens,
auch ich gehe unverblümt mit meiner "Krankheit" um. Auch ich kann sie, genauso wenig wie Du, akzeptieren. Auch ich und viele andere hier haben Probleme mit der Akzeptanz und Toleranz einer solchen "Krankheit". Vielleicht solltest Du Dir nach 25 Jahren rumerzählen endlich mal selber in dern Arsch treten, und etwas für Dich tun anstatt herum zu lamentieren. Oder Du versuchst wenigstens, Dich hier so zu verhalten, dass andere Dir auch helfen möchten und dürfen. Ansonsten lässt Du den PC vielleicht besser aus!
Grüße, Sister Moonshine
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
~ Please help me to keep my mind open to the public ~
|
|
|
|
|
|
Rhini
|
« Antworten #16 am: 02. Juli 2008, 13:31:33 » |
|
Hi, Jens, Mag ich dir nun zu Gute halten, dass du in dener Krankheit nur sehen kannst, was du sehen möchtest, so ist es doch schwer zu verstehen, wenn du für dich Verständnis forderst, aber selbst für niemanden Verständnis aufbringen möchtest. Nicht die "Selbstbeseitigung" ist der Weg; und wenn man ehrlich ist, möchte man doch eigentlich auch nicht gehen, oder? Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Stille um einen gefährlich ist, nicht der Schrei; auf den kann man noch reagieren! Was wir, so glaube ich jedenfalls, alle lernen müssen, ist, mit der Krankheit lernen, umzugehen. Das heißt oft genug, sie erstmal selbst zu akzeptieren. Zu schauen, was sie mit uns macht, wie wir es gerne anders hätten und wie es für uns richtig und somit erträglich werden kann. Jeder Mensch, dem ich meine PS um die Ohren knalle, wird entsetzt zurückweichen (außer vielleicht ein guter Psychiater). Was erwarte ich von meinen Mitmenschen, wenn ich ihnen mit Suizid drohe? Und warum quäle ich Menschen, die mich mögen, mit meiner Endzeitstimmung?
Ergo, es reicht nicht, laut zu schreien, was ich habe, sondern ich, und nur ich, muß erkennen, was es für mich bedeutet und wie ich, und wieder nur ich, es ggf anders haben möchte. Dann kann ich zu Fachleuten gehen und sagen: Ich kann nicht alleine Einkaufen, wie kann ich es wieder erlernen! Ich bitte dich, klage nicht alle an, sondern schreibe doch mal, was du dir eigentlich vorstellst??? LG Rhini
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
|
|
|
JEM
|
« Antworten #17 am: 02. Juli 2008, 15:59:50 » |
|
...sondern schreibe doch mal, was du dir eigentlich vorstellst
Hallo JensGB,
das hat Rhini Dir geschrieben und noch einiges Wichtiges mehr.
Und Sister Moonshine hat Dir im Prinzip dasselbe geschrieben, ja lese es noch einmal durch, es ist dasselbe, nur kürzer, drastischer.
Eine Psychose ist eine anerkannte Krankheit, wenn sie in Deiner Umgebung vielleicht nicht anerkannt wird, dann liegt das auch an Dir.
Was ich bisher in Deinen postings vermisst habe, ist eine Aussage dazu was DU bisher zum Kampf gegen Deine Krankheit SELBST getan hast, bisher geht es immer nur um die Versäumnisse anderer und Vorwürfe an die Welt um Dich. Das ist jetzt kein Vorwurf an Dich, denn es fällt Dir sicher schwer Dich aus Deinem Befinden zu lösen, aber es ist etwas was Du einmal überlegen solltest.
Ich wünsche Dir gute Gedanken!
Liebe Grüße Jürgen
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Die eigentliche Aufgabe eines Freundes ist es dir beizustehen, wenn du im Unrecht bist. Jedermann ist auf deiner Seite, wenn du im Recht bist. [Mark Twain]
|
|
|
|
|
JensGB
Juniormember
 
Geschlecht: 
Beiträge: 8
|
« Antworten #18 am: 02. Juli 2008, 22:36:23 » |
|
Hallo!
Was ich jetzt von euch eigentlich will, kann ich nicht so richtig ausdrücken.
In Kliniken war ich mehrmals bis jetzt, alles Langzeitbehandlungen.
Da ich nun mal eine chronische Psychose habe, muß ich also damit leben, immer alles auf mich zu beziehen und mich davon beeinflußen zu lassen.
Ich glaube aber, an dem Zustand kann man bei mir nichts mehr ändern! Die Ärzte haben schon alles versucht! Ich danke erstmal für eure nette Hilfe.
G Jens
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
|
|
|
Sister Moonshine
|
« Antworten #19 am: 03. Juli 2008, 07:54:02 » |
|
Da ich nun mal eine chronische Psychose habe, muß ich also damit leben, immer alles auf mich zu beziehen und mich davon beeinflußen zu lassen. Hmmm....das weißt Du also recht gut...kannst Du mit dieser Einsicht auch arbeiten?Ich glaube aber, an dem Zustand kann man bei mir nichts mehr ändern! Die Ärzte haben schon alles versucht! Ja, aber hast DU denn schon alles versucht? Ich meine, nicht nur alles mitzumachen, sondern an Dir selbst versuchen, zu arbeiten? Vielleicht möchtest Du gar nicht gesund werden. Ich kenne dieses Problem. Siehe dieser Thread, falls es Dich interessiert: http://www.angstnetz.de/portal/modules.php?name=Forum&topic=4931.0
Bitte sage doch, ob Du wirklich irgendwann halbwegs gesund werden möchtest, oder wirklich nur einen Platz zum "auskotzen" suchst !?  Auch das darfst Du natürlich hier!
Liebe Grüße, Sister Moonshine
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
~ Please help me to keep my mind open to the public ~
|
|
|
|
|
|
Rhini
|
« Antworten #20 am: 04. Juli 2008, 10:54:05 » |
|
Hi, Es ist schwierig, Gedanken richtig zu sortieren, wenn man eigentlich nicht weiß, was man FÜR SICH möchte. Jens, jemand, der sein Bein verloren, also chronisch beinlos ist, wird auch nicht sagen, oh Gott, was mache ich nun, das ist das Ende. Er wird lernen, mit einer Prothese zu laufen! Ob es nun Medis sind, Krücken oder Rollstühle, man muß "nur" das richtige Hilfsmittel finden. Dazu ist wichtig, zu wissen, was man für sich erwartet. Auch, welche Bedürfnisse man hat. Es wäre doch schön, wenn du für dich mal einen Plan entwickeln könntest und nicht so auf dem "Chronisch" herrumreiten würdest. Aber ich gebe zu, dass mich mein "chronisch" auch erstmal umgehauen hat, zumal mein Körper, obwohl recht gesund, seit Jahren verrückt spielt. Da habe ich natürlich angt, dass es mir bis zu meinem Tod weiter so schlecht geht. Trotzdem konzentriere ich mich auf meine Wünsche und Ziele und komme, wirklich sehr langsam, voran. Es würde mich freuen, wenn du hier auch mal Ideen für dich entwickeln könntest. Dann kann ein reger Erfahrungsaustausch stattfinden, wenn du es möchtest. Vielleicht, da du ja einige Therapien und Klinikaufenthalte durch hast, können deine Erfahrungen auch anderen helfen. Überleg es dir! LG Rhini
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
|
|
JensGB
Juniormember
 
Geschlecht: 
Beiträge: 8
|
« Antworten #21 am: 06. Juli 2008, 01:32:43 » |
|
Vielleicht möchtest Du gar nicht gesund werden. Bitte sage doch, ob Du wirklich irgendwann halbwegs gesund werden möchtest, oder wirklich nur einen Platz zum "auskotzen" suchst !?  Auch das darfst Du natürlich hier! Liebe Grüße, Sister Moonshine[/color] Hallo Sister Moonshine So weit ich weiß und aus meiner Erfahrung heraus mit meiner Erkrankung, ist da nix mit gesund werden. Die Ärzte haben immer gesagt, man kann diese Krankheit nur lindern, aber nie heilen. Die Ärzte haben recht, eine Psychose kann man nicht heilen, egal welche, gerade auch wenn sie chronisch ist. Berichte von sogenannten Heilungen sind glaube ich Märchen! http://www.schizophrenie.de.pnGrüße, Jens
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
|
|
|
Rhini
|
« Antworten #22 am: 06. Juli 2008, 09:13:21 » |
|
Hi, Jens, "Gesund werden" heißt auch, einen adäquaten Weg zu finden, mit einer Stöhrung umzugehen. Sich mit einer chronischen Erkrankung ein Leben zu schaffen, in einem Rahmen, wo man sich wohlfühlen kann und nicht nur durch die Krankheit beherrscht wird. Manchmal ist dieser Rahmen sehr klein und man hadert mit der Störung, weil sie sich immer wieder in den Vordergrund stellt. Deshalb ist es wichtig, immer wieder zu schauen, was man möchte und welche Möglichkeiten es gibt, dort hinzukommen. Es gibt genug Leute, die ihr Leben lang mit einer psychischen Stöhrung klarkommen und es gibt Menschen, die irgendwann nicht mehr normal in der Gesellschaft leben können. Darum und wegen der körperlichen Begleiterscheinungen sind psychische Stöhrungen als Erkrankungen anerkannt worden. Paradoxer Weise brauchen einige Menschen ihre Krankheit, bauen sich darum ein Konstrukt auf und ziehen sich an Begriffen wie eben "chronisch" hoch. Umso wichtiger wäre es, mal zu schauen, was sich im eigenen Leben verändern lässt, damit ich diese Krankheit im Vordergrund nicht mehr brauche. Umso mehr ich mir selbst näher komme, umso eher habe ich die Chance, mein Konstrukt zu verlassen. Früher habe ich immer gedacht, ich müsse funktionieren, müsse hilfsbereit, arbeitsam und ohne Aufmucken sein. Heute schaue ich, was ich ohne Probs hinbekomme und versuche, nicht mehr zu denken, was andere von mir erwarten könnten (ohne, dass sie es gesagt hätten). Aber ich muß auch lernen, zu erkennen, was ich selbst von mir und für mich möchte. Und wenn ich einen Weg gefunden habe, der nicht so kompliziert, so schmerzvoll oder auch so verrückt ist, werde ich "gesunden", trotz chronischer Stöhrung! LG Rhini
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
|
|
|
kiki
|
« Antworten #23 am: 06. Juli 2008, 11:07:36 » |
|
Ja ??. das hat etwas ??.. auf die eigene einstellung seiner probleme kommt es immer wieder an .ein mehr an sich denken/arbeiten ist und bleibt oft der einzige ausweg.
noch einen schönen sonntag wünscht kiki
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
...was DU denkst .geschied....
|
|
|
|
|
|
Fridolin
|
« Antworten #24 am: 06. Juli 2008, 12:52:17 » |
|
Hi JensGB Ich unterstütze die Einstellung von Rhini voll und ganz. Absolut und zu 100 % gesund zu werden, ist aus meiner Sicht nicht möglich. Die Krankheit verstehen und sie überwinden ist der Weg der Heilung. Viel Kraft und Energie und einen schönen Sonntag.
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Fridolin Steinpalme
|
|
|
|