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Angstnetz Forum
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Autor Thema: mich gibt es noch...zumindest so halbwegs  (Gelesen 2206 mal)
mabe-baby2
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Beiträge: 134



« am: 25. August 2008, 11:34:12 »

hallo ihr lieben
ich hab mich lange nicht gemeldet......aus vieloen gründen........meine mama ist letztes jahr verstorben......ich komme damit überhaupt nicht klar....am tag ihrer beerdingung bekam ich post.......meine rentenverlängerung....wieder 2 jahre........freuen konnte ich mich nicht.......naja und ging das jahr so dahin.....ich geh überhaupt nicht mehr raus......nicht mal zum friedhof schaffe ich es......an der beerdigung konnte ich auch nicht teilnehmen was mir meine geschwister nun seitdem arg zum vorwurf machen.....mein papa dagegen steht hinter mir.....und nun ....vor 4 monaten bekam ich bescheid das mein psychologe bei dem ich 18 jahre warmit sofortiger wirkung  in den ruhestand geht......ein nachfolger wurde nicht gefunden.....der nächste hammer.......ich rutschte noch tiefer.......denn ich hab so angst vor neuen fremden menschen.......und vor ein paar tagen verstarb auch noch mein neurologe bei dem ich 18 jahre war......ich find überhaupt keine worte mehr....schleppe mich von einem tag in den nächsten..in der praxis ist zwar noch ein neurologe aber er kennt mich nicht........im frühjahr muss ich die verlängerung beantragen und beide ärzte nicht mehr da.......was soll das nur werden.......ich hab so schlimme angst vor jedem tag.....was wird mit meinen papieren?......wer kann mich jetzt begutachten?....niemand konnte das so gut wie die beiden menschen denn sie kennen mich 18 jahre......die verlängerung wird den bach runter gehn ich hab das im gefühl........sie werden mich damit strafen.......sie werden mir vorwerfen das ich nicht zum psycholgen gehe.......wie denn auch? soll ich all die 18 jahre wieder von vorn beginnen....einem neuen doc alles von vorn erzählen?.einem fremden menschen? das schaffe ich nicht.....ich weiss nicht wie es weiter gehen soll........

lg mabe-baby
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ES GIBT IMMER EINEN WEG INS LEBEN
Rhini
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Beiträge: 833


« Antworten #1 am: 26. August 2008, 09:51:11 »

Hi, maby-baby2
Täglich frage ich mich, ob es denn niemals aufhören würde, diese ständige Unsicherheit im Leben. Immer muss man warten, dass andere uber einen entscheiden. Immer wieder wird einem ins Kreuz getreten, durch die Umstände und durch Unwissen.
Eigentlich könnte man doch denken, dass die RK inzwischen die Problematiken einer psychischen Erkrankung kennt, aber... man ist wohl im System lediglich eine Nummer.
Und irgendwie fühle ich mich als eines der schwächeren Glieder im System, weil ich eben nicht hinaus gehen kann, den Leuten "auf die Nerven" gehen kann oder mir wenigstens Unterstützung holen kann. Ich kann nur in meiner Wohnung hocken und abwarten. Dieses Warten beherrscht durch die Angst lässt mich stetig tiefer sinken...
Ja, mein Thera ist zwar noch jung und lebendig, doch er hat die Therapie (mit meinem Einverständnis) beendet. Er kann mir nicht helfen, weil die Erkrankung zu tief sitzt. Auch mein Psychiater hat signalisiert, dass bei mir nichts mehr zu machen ist.
Die RK hat mich dann zum Gutachter geschickt... Und nun warte ich; seit Monaten....
Mir wurde oft genug mangelnde Motivation vorgeworfen, aber wenn nichts geht??? Immer wieder habe ich das Gefühl, alle hätten sich gegen mich verschworen; dabei bin ich denen doch nur gleichgültig; eben eine Nummer, ein Vorgang.
Tja, ich bin trotzdem noch da und solange das so ist, kann alles passieren; auch, dass mal etwas positiv für mich verläuft.

Noch eine Frage:
Hast du die Gutachten der Ärzte/Therapeuten und vor allem der Gutachter? Für alle Eventualitäten wäre dies sinnvoll, weil daran die diversen Diagnostiken herauszunehmen sind.
Wenn du seit achzehn Jahren in Behandlung warst und sich nichts geändert hat an deiner Problematik, kann man doch davon ausgehen, dass sich in weitern Jahren ebenfalls nichts ändern wird. Solltest du allerdings allgemein den Bedarf haben, gönne dir die Zeit, alles ohne Eile zu machen und dir einen neuen Therapeuten zu suchen. Tu es für dich und nicht weil du denkst, du müsstest es für irgendjemanden zum Beweis bringen. Die RK hat doch "ihre" Gutachter und wenn etwas nicht (so schnell) geht, gehts halt nicht!

LG
Rhini
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Sister Moonshine
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Beiträge: 556



WWW
« Antworten #2 am: 26. August 2008, 18:30:43 »

Hey, mabe-baby,

ich kenne Dich noch nicht, aber grüße Dich ganz herzlich.
ich gehöre halt zu denjenigen, die einen Job haben, mußte bisher keinen Rentenantrag stellen. Es tut mir so leid, wenn ich mich also nicht so einfühlen kann, wenn ich Dir keine Ratschläge geben kann.
Aber ich möchte Dir sagen, dass es mich erschüttert, dass Du schon 18 Jahre damit kämpfst (und wahrscheinlich länger) und es für Dich im Moment kein Ziel, keinen Weg gibt!

Ich kann es so gut verstehen, wenn Du nicht wieder von vorne anfangen möchtest mit dem erzählen! Nicht nur, dass es weh tut, es wird auch mit jedem Mal schwieriger, ich weiß das.
Es tut mir leid, der Tod Deiner Mutter und Deine hilflose Position.
Ich kann Dir nur anbieten, hier zu erzählen, Dir vielleicht ein wenig Mut oder Zuspruch zu holen.
Mehr kann ich nicht.

Ich denke an Dich und wünsche Dir alles Gute!
Deine Sister Moonshine
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    ~ Please help me to keep my mind open to the public ~
mabe-baby2
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« Antworten #3 am: 09. Januar 2009, 16:31:46 »

hallo ihr lieben

frohes neues jahr wünsch ich euch noch von herzen..natürlich gesundheit und ganz viel kraft

bei mir wurde jetzt auch noch spätborreliose festgestellt....habe schlimme wochen hinter mir...die medikamente haben mich dann gänzlich ausser gefecht gesetzt und das auch noch über weihnachten.....jetzt geht mein kopfkino natürlich wie wild...was wird nun mit meiner rente?.....ich muss im märz verlängerung beantragen.....es wäre meine 2. verlängerung.....habe jetzt insgesamt 4 jahre und 3 monate volle rente......hat von euch einer da erfahrung?..ich weiss überhaupt nicht wie sich das auf die verlängerung auswirken könnte?..oh man irgendwann dreh ich gänzlich durch
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ES GIBT IMMER EINEN WEG INS LEBEN
peanuts
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« Antworten #4 am: 26. Januar 2009, 13:28:34 »

Hallo zusammen,

ja das alles kann ich gut nachvollziehen, wei es mir ähnlich ergeht:

Nach ca. 6-9 Monaten mit relativ wenig Medikamenten, geht es mir seit Herbst 08 wieder schlechter.
Ich hab daher wieder Therapiestunden beantragt. Es wurden mir 1o Std. genehmigt, was mich überhaupt freut, denn in 2008 hab ich garkeine Stunden bekommen mit der Begründung, ich sei "austherapiert" - so zumindest der Gutachter der PKV ! Das war vielleicht ein Schlag.........

Auch meine Neurologin hat Anfang 2008 die Praxis gewechselt u. ist in eine Klinik gegangen, dann hatte ich in 2008 weder Therapeutin noch Neurologin ! Aber es ging mir relativ gut und in der Neurologie-Praxis hat man mir immer die Medikamente verschrieben, wenn ich welche wollte.

Zwar hab ich jetzt Thearpie-Stunden genehmigt bekommen, aber meine Therapeutin ist derzeit und bis auf weiteres voll ausgebucht ! Sch......

Und die Vorstellung, nun zu einem fremden neuen Therapeuten/tin gehen zu müssen UND meine ganze Depressions-Karriere wieder neu zu erzählen.........  nein, das schaffe ich nicht. Die Vorstelung alleine  dreht mir den Magen um. Es wundert mich selber, daß mich die üblen Mobbing-Szenen auch heute noch nach rd. 3 Jahren immer noch so aufregen......   hätt ich nicht gedacht !

Hab mich daher "in meiner Not"  an ein Selbsthilfezentrum in München gewand und hatte Glück: Seit Jan. d.J. haben sie eine neue Selbsthilfegruppe "Depressionen" gegründet. Ich hatte zuerst ganz schön Bammel......... aber meine Hausärztin meinte, ich müsse unbedingt hingehen, denn sonst könnte mir die DRV ggf. vorwerfen, ich würde nichts gegen meine Krankheit tun ! (Ja wie soll ich denn, wenn der Gutachter der PKV meint, ich wär austherapiert ?, und andererseits ist ja gerade mangelnde Motivation eines der Krankheitszeichen !)

Jetzt hab ich die erste Stunde hinter mir und es war garnicht so schlimm wie befürchtet: Personen bunt gemischt...... man muß nichts sagen , wenn man nicht will.  Die "Leiterin" ist/war selber betroffen, insofern wird die Gruppe nicht "geleitet", was sehr angenehm ist.  Und weil es außer mir noch andere Personen gibt, bin ich nicht gezwungen (wie in der Einzeltherapie) sofort und alles zu erzählen ! Das ist mir sehr angenehm, ich kann dann meine "Geschichten" dosiert vorbringen, je nachdem, wie ich mich gerade fühle. Und das empfinde ich schon als großen Vorteil.

Bei mir steht erst im Herbst eine Rentenverlängerung an, aber ich gehe davon aus, daß die DRV mir demnächst einen Verlängerungsantrag zusenden wird u. dann geht die Rennerei wieder los. Mir graut........

Also ich kann bisher über Selbsthilfegruppen nur Positives berichten und es durchaus als vorübergehenden Ersatz zur Einzeltherapie  ansehen u. empfehlen.

Liebe Grüsse



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