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oba
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« am: 01. September 2008, 19:00:22 » |
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hallo, ich mal wieder, oba,
warum brauche ich ein fentil, das ich nicht an meinen gedanken ersticke? warum habe ich eine solche wut auf alles, und die ich "machtlos" ertragen muss? warum kann ich nicht "wegsehen", "weghören", "weggehen"?
diese fragen selber muss ich mir selber beantworten.
wie einfach wäre es für mich, mich einfach umzubringen? aber will ich das wirklich? und was soll ich dann? und ist dieses fentil, das ich brauche echt, mich zu töten?
mich "getötet", hätte ich keine chance mehr, mich zu äussern. aber ich muss mich äussern. ich muss "es" los werden. darum ist vielleicht auch dieses forum das fentil, das ich einfach brauche.
es mag sein, das ich vielen nicht "gut" tue hier. nur, wo soll ich hin, mit "meinen" gedanken? ich muss es einfach heraus schreien. muss es einfach schreiben.
wer hier nicht erträgt, was "brutalität" ist, soll nun nicht mehr lesen. danke.
da sind nun also frauen lebendig begraben worden. islamabad, pakistan. ich stelle mir vor, wie es sich atmet, wenn ich erde über dem gesicht habe. ich sehe diese augen, diese jungen, schönen augen, die sich mit erde verschliesen. sehe, wie sie in not noch den mund aufreissen, wie dann erde in diese münder kommt. und sehe, spüre, wie sich die lunge, der ganze körper noch einmal auflehnt, bis sie aufhören, zu atmen. aufhören, zu LEBEN.
der kampf ist verloren. der tod hat über ein leben gesiegt.
es waren eben nur frauen, die einen "eigenen" willen hatten. wurden aus "tadition" verurteilt und also "bestraft".
glauben, hin oder her, tradition, hin oder her. es ist nicht "gott", oder wie man diesen höchsten richter des lebens nennen mag. es ist "der" mensch", der "es" macht.
und so soll nun also der mensch unter dem menschen bis in den tod gestraft werden? und so soll der mensch wegsehen?weghören? weggehen?
ich habe keine macht. bin machtlos. bin ein "sünder". aber ich wünschte mir, das der mensch, damit auch ich, auf dieser gottverdammten erde, ausgelöscht wird.
mit der ausrottung des menschen selber, würde die "gerechtigkeit" des lebens wieder hersgestellt werden können. und von da an könnte frieden "neu" geboren werden.
das wird nie mehr möglich sein. weil der mensch die macht übernommen hat über die erde, das leben und den tod.
und der mensch selber hat "grenzen" gemacht. der mensch hat dadurch "grenzen" misachtet.
es ist diese grenze, sich "über" die macht des "lebens" stellen zu wollen.
für mich bedeutet es nur, mich als mensch schämen zu müssen. schämen, für "diese" misgeburt" mensch selber.
und wenn der schöpfer selber diesen menschen "erschaffen" hat, dann hat dieser grösste gott "versagt".
und der mensch hätte es in die hand bekommen. er hätte daraus "mehr" machen können. der mensch hat einfach versagt. hat von "vaters" fehlern nichts gelernt.
oba
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Rhini
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« Antworten #1 am: 02. September 2008, 09:22:02 » |
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Hi, Oba, Sicherlich, es ist grausam, wozu Menschen im Stande sind seit anbeginn ihrer Tage. Doch hat nicht jeder Mensch die Möglichkeit, sich zu entscheiden, in welche Richtung er geht? Sind alle verantwotlich für die Taten Einzelner oder für die Gesetze anderer Völker? Sicher, in unserer heutigen Zeit hätten wir inzwischen gelernt haben müssen, anders mit unserer Welt, mit der Natur und auch den Mitmenschen umzugehen. Wir hätten gereift sein müssen an den Fehlern, die Andere begangen haben. Doch liegt es in der Natur der Sache, dass "Fehler" vorprogrammiert sind. Die Gereultaten der Menschen ziehen sich durch ihre Geschichte; sind Ausgeburt boshafter Gehirne, denen man das Denken nehmen sollte. Ein Tieger tötet, aber er foltert nicht! In der "Masse" Mensch ist es nahezu unmöglich, die Kontrolle zu erlangen. Das ist das Problem!
Aber ich möchte nicht an dem Schicksal und den Taten der Menschheit gemessen werden, sondern an meinem eigenen Tun! Genauso werde ich jeden einzelnen, der mir begegnet, betrachten. LG Rhini
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Sister Moonshine
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« Antworten #2 am: 02. September 2008, 12:45:37 » |
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Hallo oba,
ich möchte die Menschheit nicht als Massstab für mein eigenes Denken und Agieren nehmen. Sonst dürfte ich dieses Forum auch nicht als Ventil nutzen, in der blinden Hoffnung, jemand mit gleicher oder ähnlich gearteter Überzeugung würde mir antworten oder auch mich kritisieren. Ich habe eine Erfahrung gemacht, die es mir erlaubt, Menschen losgelöst vom "Rudel" zu sehen. Es ist für mich nicht nur neu, sondern auch kontrollraubend, kraftraubend, vielleicht sogar "tödlich". Und es ist richtig und wichtig, sich zu äussern, es heraus zu schreien, wenn man das kann! Viel zu wenige Menschen tun es. Der Mensch hat nur sich selber Grenzen auferlegt. Jetzt scheitert er an den Grenzen, die ihm Natur, Seele und Gefühl aufzeigen. Es selber hat schon lange keine Macht mehr über Grenzen. Deshalb muss er sie missachten. Jeder Einzelne sollte Verantwortung für die Menschheit tragen, aber nicht jedes Individuum sollte nach dessen Massstäben beurteilt werden. Ich selber kenne meine Grenzen nicht mehr, kennst Du die Deinen, oba? ich weiß, dass ich sie oftmals missachte, weil ich nicht in der Lage bin, sie zu sehen, obwohl ich meine, sie mir selbst auferlegt zu haben. Hast nicht auch Du aus Fehlern gelernt, wenn Du in der Lage bist, den Menschen zu verurteilen, für das was in Pakistan geschieht? Oder überall anders auf der Welt?
Wenn aber all das heißt, dass ich als Schwesterchen Mondschein z. B. nicht in der Lage bin, meine mir von außen und meiner Seele auferlegten Grenzen zu spüren, zu erkennen und zu beachten, dann hast Du - verdammte Scheisse nochmal - Recht.
Liebe Grüße.
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oba
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« Antworten #3 am: 02. September 2008, 18:12:42 » |
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danke, und ich schäme mich "noch" einmal wieder.
wüsste ich es im grunde nicht besser, ich möchte "recht haben".
will aber nie den "kampf" ernsthaft in angriff nehmen. weil ich erstens, mich zu schwach fühle. zweitens, ich unter der ganzen masse der menschheit nur ein ganz kleiner, "unwichtiger" mensch geblieben bin. damit meine ich meine existenz im verhältnis zu menschen, die staatsoberhäupter geworden sind. gewählt wurden von menschen wie ich einer bin. die den glauben und das vertrauen dem "gott", dem "schöpfer" etwas "erleichtert" haben. dafür einem der iirdischen übergeben hat, damit wir, die menschen, es "selber" auf die reihe "kriegen" könnten. aber was machen wir menschen mit diesem machtspiel?
drohen uns mit krieg. und jeder staat dieser erde, sein dazugehörendes volk, all ihre "auswüchse" des machtgehabes, endet in zerstörung und vernichtung.
und jedes volk auf dieser welt, glaubt, so wie "sie" es "machen", seis der einzige und richtige weg.
man würde es im grunde fast nicht glauben, das jeder mensch, biologisch gesehen, genau die gleichen organe, knochen und sonstige innereien hat. gefühle und empfindungen. einfach das ganze "programm".
und dennoch scheint es nicht "mach(t)bar" zu sein, auf dieser erde in "frieden", mitteinander leben zu können.
das "ventil" (schreibfehler sind mir nicht mehr so wichtig), hätte ich zu gerne nie haben wollen. weil ich mir zu gerne eine welt wünsche, die im stande ist, menschengerecht, naturgerecht, der situation entsprechend, zu "sein".
mir fehlt "zu" vieles. vielleicht sogar der durchblick in die politik und sogar diese göttliche gabe, "es" als ganz normaler entwicklungsprozess zu sehen.
für mich ist der mensch, weltweit gesehen, eine gottlose, dumme kreatur. einfach ein "sich-selber-nicht-in-den-griff-bekommende-missgeburt". auch ich gehöre in diese gattung.
etwas erstaunt mich aber immer wieder aufs neue. wie es "dem" menschen gelingt, allen anderen ein "X" vor dem "U" vorzumachen.
und immer wieder fallen alle "schäfchen" darauf herein. als könnte nur dieser mensch denken, den man zum "Führer" gewählt hat. alle. und die, die da nicht mitmachen, sind "schlechte" menschen.
der mensch muss vielleicht erst ausgelöscht werden, damit man "diesen" auf mutter erde setzen kann? oder glauben wir, "gott" würde es am ende doch noch selber in die hand nemmen?
dem ist es schon längst verleidet, immer und immer wieder den "mist" ausbaden zu müssen, der "sein" mensch anrichtet in "seinem" paradies.
meiner meinung nach liegt es schon lange am menschen selber. nicht an der religion und dem glauben. aber eben, es liegt im menschen, die schuld nie auf sich nehmen zu wollen. "der" wars.
und nun darf "der" mensch zum "richter" werden. schliesslich wars ja einer unter "uns".
dann also, weiter so.
ich schäme mich. für den menschen selber.
oba
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Sister Moonshine
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« Antworten #4 am: 02. September 2008, 18:37:57 » |
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"für mich ist der mensch, weltweit gesehen, eine gottlose, dumme kreatur. einfach ein "sich-selber-nicht-in-den-griff-bekommende-missgeburt". auch ich gehöre in diese gattung."
Lieber oba,
auch Du gehörst in diese Gattung? Was ist mit den Worten, die Du schreibst? Was ist mit den Empfindungen, die Du teilst? Was ist mit Deiner Vehemenz, Dinge, die Dich selbst oder auch andere betreffen, anzugehen? WO BIST DU in dieser Gattung 
Wenn Du Dich schämst, Dir all dessen für Dich selber bewußt bist, kannst Du gleich von der Brücke springen. Aber Du tust es nicht. Weil Du hoffentlich weißt, dass Du manchen Menschen etwas bedeutest. Manchmal. In genau den richtigen Momenten. Schäme Dich für das was Menschen manchmal tun, aber schäme Dich niemals für das, was DU tust ! Es sind zaghafte Versuche von Dir, etwas preis zu geben, Dich selber preis zu geben! Aber ich möchte sie gerne sehen, möchte sie gerne lesen. DU bist nicht DIE MENSCHHEIT! DU bist DU ! OBA! Und Deine Versuche gehen in eine andere Richtung. Ich möchte das mitfühlen, möchte mich manches Mal von Deinen Zeilen inspirieren lassen. Und manches Mal auch nicht. Aber Du bist wichtig. Auch wenn Du nicht weißt, für wen. Oder warum. Und nicht nur wichtig, sondern RICHTIG. Ich kann Dich (so gut) verstehen. Aber bitte, projiziere nicht das Leid der Welt auf Dich oder auf uns. Wir können in kleinem Rahmen handeln um große Wellen zu schlagen. Lass uns das tun. Bitte!
Ganz liebe Grüße an (bist Du noch mein großer Bruder?) oba
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oba
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« Antworten #5 am: 02. September 2008, 19:11:27 » |
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liebe "sister",
dann "will" ich das nun wieder "versuchen". weil du, meine "schwester" verstehst, wie ich leide.
nein, tausend mal nein, ich wollte nie, dass "ihr" mittragen müsst, was ich fühle. keiner ist doch schuld, wenn ich "menschen" hasse. weil ich doch genau diese augen sehe, dieser frauen, die da dort einfach "lebendig begraben" wurden. diese haben vielleicht im todeskampf noch geweint? die tränen wurden mit erde bedeckt.
nein, tränen sollten nie mit erde bedeckt werden. sollten auch nie in der erde versickern. tränen müssen sichtbar sein. müssen "erkannt" werden. müssen mit liebe und ohne hass geliebt werden. jedes kind dieser erde soll weinen dürfen. und jeder mensch, der hinterste und letzte soll dieses kind dafür lieben. wir sind und bleiben alle kinder gottes. auch wenn er nun halt mal nicht mehr für jeden da sein kann.
deshalb müsste der mensch es doch machen, dass "liebe" wieder "unser" ziel ist.
das ziel ist doch, mutter erde als "unsere" mutter zu ehren. und wir, die wir darauf "gäste" sind, diese "gastfreundschaft" nicht mit füssen treten.
ich verehre mutter erde. sie ist meine mutter. gott ist mein leben. zusammen, gemeinsam will ich von herzen meine "schwester" lieben und will als mensch dieses geschenk im herzen tragen.
vater unser, bitte lass es nie mehr zu, dass ich den "menschen" hasse. weil ich liebe, lebe und verstehen will, warum ich geboren wurde.
danke, schwester. ich liebe dich.
oba
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Sister Moonshine
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« Antworten #6 am: 02. September 2008, 20:09:49 » |
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Lieber oba,
nein, diese Tränen sollten niemals mit Erde bedeckt werden. So gut wie Deine oder meine Tränen ihre Berechtigubng haben und gesehen werden sollen und wollen. Aber ich trage zu einem gewissen Grad mit, was Du fühlst, denn auch ich hasse die Menschen manchmal. Und so hasse ich auch mich, hasse, was ich tue, was ich bin. Ich trage es mit, denn Du bist einer von uns, von eben denjenigen. Genau denen, die Zorn sprechen lassen, wenn sie Liebe ernten wollen. Ich verstehe Dich nicht immer, oba, manchmal versuche ich es auch gar nicht, aber jetzt gerade ist ein Moment, in dem ich Dich, glaube ich, verstehe. Und ja, möchte mit Dir fühlen, mit DIR, nicht mit den Frauen in Pakistan, denn sie sind nur Dein "Ventil".
Und es ist gleich, mit wem ich fühle, das Leid. denn Hauptsache, ich FÜHLE !
Bei aller Kritik, in Erinnerung aller Worte, im Gedanken an jede Zwistigkeit, ich liebe Dich auch. Irgendwie, oba.
Deine Sister Moonshine
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Ssasu
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« Antworten #7 am: 02. September 2008, 21:31:43 » |
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Hey, an manchen Tagen könnte ich auch verzweifeln und alles hinschmeißen. Dann kommen Fragen, wie, warum sollte ich mich um andere sorgen, gut mit anderen umgehen, wenn die Menschen sich doch so wenig draus zu machen scheinen und lieber gewalttätig weiterexistieren, als wirklich einer anderen Seele zu begegnen. Dann mache ich dicht und will auch nichts mehr von der Welt wissen. Bis ich jemandem ins Gesicht sehe und in den Augen des Gegenübers meine eigene Verzweiflung, meine eigene Angst, meine eigene Hoffnung wiedergespiegelt sehe. Dann kann ich sie nicht mehr alle in einem Aufwasch verurteilen, dann steht da wieder ein fühlendes, denkendes, empfindendes Wesen vor mir. Es ist nicht einfach, offen zu sein, sich der Welt auszusetzen und nicht zu verhärten oder an ihr zugrunde zu gehen. Es ist ein ständiger Balanceakt zwischen geben und sich schützen, wahrnehmen und sich in seine eigene Welt flüchten, hoffen und realisieren. Lacht, aber ich bete singend und wenn ich nicht mehr glauben kann, dass die Welt je besser wird sing ich dies hier: Ich glaubte als Kind, Daß die Menschen Brüder sind, Auch wenn sie so oft Einander nicht verstehn. Heut weiß ich: der Hass Macht die Menschen bös und blind. Und doch glaub ich fest daran Es kann so nicht weiter gehn. (Glöckner von Notre Dame, Einmal)
Ssasu
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Sister Moonshine
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« Antworten #8 am: 03. September 2008, 20:48:58 » |
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Liebe SSasu,
nein, ich lache nicht. Ich singe mit Dir. Und es ist richtig: So kann es nicht weitergehen!
Offen sein ist das schwerste, und das wirksamste, das heilende.
Balance ist ein großes Wort! ich wünsche sie uns allen.
An Euch alle alles Liebe, Sister Moonshine
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oba
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« Antworten #9 am: 05. September 2008, 21:09:05 » |
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Hey, an manchen Tagen könnte ich auch verzweifeln.... Es ist nicht einfach, offen zu sein, sich der Welt auszusetzen und nicht zu verhärten oder an ihr zugrunde zu gehen. Es ist ein ständiger Balanceakt zwischen geben und sich schützen, wahrnehmen und sich in seine eigene Welt flüchten, hoffen und realisieren.
Lieben Dank Ssasu das ist im grunde der schlüssel meiner aussage. aus "meiner" sicht möchte ich deshalb meinen beitrag diesbezüglich "berichtigen", dass ich mich entschuldigen möchte, dieses "forum" als ventil benutzt zu haben, nur damit ich "loswerden" konnte, was mich "weltweit" aufzufressen versucht. es ist im grunde nicht "nur" die welt selber, sondern alles viel näher, als ich es beschreibe. oder bin ich einer, der gerne aus einer mücke einen elephanten machen möchte? ich glaube, nicht ich mache es. es macht es von ganz alleine. leider finde ich manchmal den balanceakt nicht immer mit den richtigen worten, noch mit dem richtigen verhalten. treffen, ja zielgenau, treffe ich oft die ganz unbewussten opfer. mich selber treffe ich aber immer sehr oft auch sehr gezielt. oft bin ich verwundert, wenn ich mich durch meine beiträge, selber sehr tief selber treffe. aber ich habe hier wohl meine eigene art von "borderline" erfunden? ich will mir im grunde selber weh tun. will, dass es mir besser geht, wenn ich mir weh tun kann. benutze dazu dieses ventil, aufzuritzen, damit endlich warmes blut die brennende wunde benetzt. es brennt dann. tut gut. macht frei. und ich bin glücklich, müde, erlöst. borderline scheint etwas körperliches zu sein. ich glaube, ich habe dieses gefühl im seelischen bereich. da kommt aber "kein" blut. nicht mal ein hauch von wind. ist meine seele nicht mit spürbaren nerven versehen? oder ist eine seele echt spürlos? und warum sollte sich, wenn das so sein sollte, ein körper nicht von der seele trennen? für mich fragt sich tatsächlich, ob ich nicht ein besserer mensch sein könnte, wenn ich mir um die seelen nicht mehr kümmere. so auch meine nicht mehr in betracht ziehe. so also "endlich" nur noch lebe. und zwar, bis mein herz nicht mehr schlägt. dann, wenn die sogenannte "letzte" stunde schlägt, sagen zu können: "hey, das war aber mal so ein richtig gutes leben. ich habe nichts vermisst. nicht mal vom blitz wurde ich getroffen. im lotto hab ich nie gewonnen. sex, drogen, rock`n roll hab ich nicht gefunden. fand zwar heraus, wie es sich anfühlt, mit 40grad grippe. wenns mal acht tage weh tut, weil ein zahn raus müsste. wie es ist, wenn die freundin mit nem kerl ins bett geht. und wie dumm es sich anfühlt, mal um einen kaffee oder ein brötchen betteln zu müssen. wie kalt es sein kann, draussen zu übernachten, wenn man es "zu hause" nicht mehr ertragen kann. aber es tut gut, zu wissen, wie das ist. und dann? ja dann fängt vielleicht etwas neues an. ich stelle mich da erst mal lieber hinten an. und warte besser. will erst mal hören, was "die" zu erzählen haben. dann erst, vielleicht, versuch ich es noch mal. oder vergesse die sache. ich glaube so wie so, es braucht nicht jeden an jeder stelle. es gibt noch immer genug leute, die sich gerne mal "versuchen" wollen - im leben. oba
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Rhini
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« Antworten #10 am: 06. September 2008, 09:53:52 » |
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Hi, Oba Entschuldige dich nicht, wenn du ein Ventil suchst, dir Luft zu machen; wenn du dabei auch vielleicht mal über dein Ziel hinaus schießt... Genau das ist es doch, was wir alle brauchen: Ein Ventil, aus dem wir den ganzen "Scheiß", den quälenden Druck ablassen können. Wie sehr würde ich mir wünschen, meinen Schmerz dorthin zu schicken, wohin er gehört. Es ist nicht unser beider Ding, alles stillschweigend zu ertragen... und doch, wir tun es allzu oft. Weil aber meine Pein keinen Namen hat, suche ich mir immer wieder Ansatzpunkte; ob es der laute Nachbar ist oder die Gereultaten in aller Welt. Zu oft vergesse ich die "schönen" Seiten meines Lebens; vielleicht, weil der Schmerz viel zu groß ist und positives garnicht mehr zulassen kann. Dann frag ich mich auch, warum ich das tue oder eben gerade nicht tue, mein Ventil benutzen, es hinaus zu schreien???
In mir keimt der Verdacht, dass ich deshalb nicht vorwärts komme, weil ich dieses Leben nicht mehr haben möchte. Ich hasse die täglichen Schmerzen, die Qälerei durch Tage, Wochen und Jahre. Irgendwann, wenn ich die Liebe der Anderen nicht mehr spühre und mein eigenes Gefühl mich aus meiner Verantwortung entlässt, könnte es geschehen, dass ich gehe... aber nein, denn bei allem hat sich eine Notbremse aus Vernunft gebildet, die "Stop" schreit und mich erinnert, dass ich krank bin. Und wer weiß schon, ob nicht um die Ecke ein alles veränderndes Erlebnis lauert, welches mein Leben für mich wieder lebenswert macht! LG Rhini
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oba
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« Antworten #11 am: 06. September 2008, 15:49:59 » |
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lieben dank, rhini
als mich in diesem forum "einer" komischer vogel nannte, wurde mir bewusst, wie gerne ich doch ein "fliegerherz" hätte. heute morgen habe ich meine brille gereinigt. wie immer, wenn sich da stäubchen angesammelt haben. aber heute knackte es. das gestell brach und ein glas fiel heraus. zum glück zerschmetterte es nicht am boden.
nun also war ich blind. ohne diese brille sehe ich nur farben, bewegung. aber sonst nichts "scharfes". mein brillengestell ist aus titan. flexibel und unzerbrechlich bei normalem gebrauch. hab die brille zum optiker gebracht. der versicherte mir, das es auf garantie geht. titangestelle brechen beim normalen reinigen nicht. zur zeit behelfe ich mir mit einer brille, die jenseits der "schärfe" ist. aber immerhin mir ermöglicht, diesen text zu schreiben.
und nun merke ich, warum ich eben nie ein pilot werden konnte. weil eben meine augen mich nicht befähigen, fliegen zu können (oder vorgeschriebener gesetze), nie eine chance habe, je "flieger" sein zu können und zu dürfen. ich bestand aus trotz dieser tatsache die schulung zu einer privatpiloten-lizenz. mit der note eins. im grunde einfach "die eintritskarte" zu einer erfolgreichen freizeitbeschäftigung. fliegen. aus freude an diesem gefühl, himmelhoch, vogelfrei mal sich von der erde weg begeben zu können.
theoretisch also absolut ohne vorurteil machbar. nur, ich bin also doch ein "komischer vogel" geblieben. möchte - und kann halt nicht.
so setze ich heute, mit einer brille, die meiner sehschärfe nicht mehr entspricht, die priorität, dass ich erkennen muss, nie zum "fliegen" geboren worden bin. auch als mensch nicht. muss meinen "traum" vom fliegen einfach endlich als traum akzeptieren lernen. muss erdgebunden bleiben. mich aber nicht von dieser iirdischen menschheit auffressen lassen. mich nicht aufregen, wenn es auf dieser erde um krieg, tradition, glauben oder verbrechen am leben, geht.
so ganz ohne traum aber vermisse ich wunsch und glück. bemitleide mich sogar, dass ich "dummer mensch" mensch "sein" muss. keine chance habe, mich aus der haut zu begeben. keinen platz finde, wo kein spiegel vor mein gesicht ist.
meine "flucht" finde ich vielleicht noch im meiner liebe zur musik. aber leider bringen mich da die gedanken ebenso zum fliegen. die musik, dieser letzte ausweg, doch noch abheben zu dürfen, bringt mich zum weinen. weil ich mich nicht mehr schwerelos lösen kann.
vor einer woche ist mein pc einfach davon geflogen. alle daten sind weg.
viele e-mail-adressen sind einfach verschwunden. ich muss nun abwarten, ob mich jemand anschreibt. wenn dieser es nicht tut, wird es von mir keine reaktion mehr geben können.
überigens habe ich ein natel. dort habe ich angefangen, nicht mehr sms zu schreiben. es wurde dort aber immer stummer. als "müsste" immer ich erst eine aktion starten, damit eine "reaktion" entsteht? und auf aktionen kamen nur etwa 10% reaktionen. da hinterfrage ich mich selber.
bin ich von zehn menschen, nur von einem einzigen eine antwort wert?
und wer sind diese neun anderen? sind das diese neun, die sich "freunde" nennen? sind das diese neun menschen, die ich im grunde nie brauche? weil sie zu diesen menschen gehören, die problemlos auch zusehen würden, wenn da irgendwie, irgendwo auf dieser welt frauen lebendig begraben werden?
und sind es diese neun menschen, die ich getrost vergessen darf?
dann, ja dann bin ich auf dem rechten weg in diese einsamkeit, die ich im grunde hasse. aber es lebt sich in der einsamkeit, ohne wünsche und träume besser, als sich "zu" opfern, damit sich diese das blut vom anderen aussaugen können. sich den mund abwischen und sich mit vollem bauch an die "sonne" legen.
dort, an diesem fleck, wo diese sich sonnen, möchte ich nicht gast noch bedienung sein.
da will ich lieber für immer ein "flüchtling" sein, der halt nur lebt, aber dafür nie einem anderen die schuld gibt. meine augen sehen oft erst, wenn ich sie fest geschlossen halte.
oba
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